Die Macht hinter der Macht der positiven Gefühle


29.11.2003

Da in der Entwicklungsgeschichte das Gehirn nicht, kaum, wenig entwickelt war, mußte trotz der Abwesenheit einer komplexen neuronalen Steuerung zum Überleben der Art ein optimales Verhalten erreicht werden. Wie? Durch Belohnung mit Drogen.

Daraus folgt: Der Mensch in seiner Grundkonstruktion wird durch Drogen gesteuert. Diese Konstruktion war in der Evolution erfolgreich: Jene Exemplare, die sich an erfolgreiche genetisch fixierte Muster hielten, wurden dafür mit Drogen belohnt, zB Endorphinen.

Diese Belohnung erfolgt bei vielen Situationen, von denen manche völlig "aus der Art geschlagen" zu sein scheinen. So erzeugen zum Beispiel die sakralen Gesänge in einem großen Raum gewisse Ehrfurchtsgefühle. Warum? Was war in der Evolution, das solche Geräusche positiv hervorhebt?
Was ist zB mit dem Geheul von Wölfen? Dürfen wir annehmen, daß Wölfe für dieses Geheul im Rudel mit Endorphinen belohnt werden?

Für den Menschen ist seine evolutionsbedingte Drogenabhängigkeit eine Achillesferse, weil sie im Gegensatz zu der Leistung seines Gehirns steht. Das Gehirn ist eine bessere Steuerung als die immer noch vorhandene über Drogen. In der Entwicklung von der Eizelle zum Erwachsenen verblaßt der Einfluß der Endorphine. Aber nur zum Teil. Damit wird die Steuerung durch Drogen zu einer Behinderung, sogar zu einer Gefahr. Je mehr die Gefühle steuern, desto mehr wird das Gehirn blockiert.

Genau das geschieht bei Kritik. Kritik bewirkt keine Endorphine.

Die Aussicht auf Erfolg verursacht Glücksgefühle, verursacht Euphorie. Kritik nicht. Deswegen ist Kritik immer im Nachteil, um so stärker, je intensiver der die Kritik hörende Mensch durch seine Drogen gesteuert ist.

Aribert Deckers

 


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