Prävention von Masern, Mumps und Röteln


05.06.2006

Wegen der derzeit grassierenden Masern-Welle in Nordrhein-Westfalen und weil Masern eines der wichtigsten Themen beim Impfen sind, habe ich diese Web-Seite in HTML gemacht, so daß sich Text und Tabellen leicht zitieren lassen.

Das Original des Textes "Prävention von Masern, Mumps und Röteln", der hier für Web-Browser lesbar dargestellt wird, stammt vom Schweizer "Bundesamt für Gesundheit" (BAG) und der "Schweizerischen Kommission für Impffragen" (SKIF).

Die Mitglieder der "Schweizerischen Kommission für Impffragen": G. Bachmann, Zürich; H. Binz, Solothurn; C. Bourquin, Bern; D. Desgrandchamps, Baar; F. Gurtner, Bern; D. Koch, Bern; L. Matter, Basel; F. Méan, Lausanne; U. Schaad, Basel; J. Roffler, Genf; H-P. Roost, Bern; R. Seger, Zürich; C.-A. Siegrist, Genf; R. Steffen, Zürich; B. Vaudaux, Lausanne; H. Zimmermann, Bern.

Das BAG hat mir freundlicherweise erlaubt, den Text in meiner Web-Site wiederzugeben.


Quellen

Der Text "Prävention von Masern, Mumps und Röteln" ist einer jener "Supplementa", die das Schweizer "Bundesamt für Gesundheit" (BAG) herausgibt. Man kann sie aus der sehr ordentlichen und wohlgeordneten Web-Site des BAG herunterladen.

Dies ist eine der Übersichtsseiten des BAG über "Supplementa", in diesem Fall über Infektionskrankheiten: http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/02535/index.html?lang=de

Diese Liste ist nur ein Schnappschuß vom Juni 2006. Sie sollten daher immer die Web-Site des BAG besuchen und nach den neuesten Versionen sehen.

Alle Texte der obigen Liste sind leider nur als PDF vorhanden, einem für das WWW völlig ungeeigneten Datenformat aus der Druckvorstufe: Die PDFs sind mit Web-Browsern nicht lesbar.

Zudem sind diese PDFs in den Suchmaschinen anscheinend weitgehend unbekannt.

Deshalb habe ich vom BAG die Erlaubnis erbeten - und freundlicherweise auch erhalten -, "Supplement XII" Supplementum XII - Prävention von Masern, Mumps und Röteln in meiner Web-Site als plain HTML spiegeln zu dürfen.

Was Sie jetzt lesen, ist dieser Mirror.

Aribert Deckers


Supplementum XII d

Ordner "Infektionskrankheiten - Diagnose und Bekämpfung"

Prävention von Masern, Mumps und Röteln

Stand Juni 2003

Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der Schweizerischen Kommission für Impffragen (SKIF) [1]


Seite 1

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Begründung

Masern, Mumps und Röteln sind Krankheiten mit teil-
weise schweren Komplikationen. Masern sind weltweit
noch immer eine wichtige Todesursache; 1998 gab es
immer noch fast 900000 Masern-Todesfälle. Auch in Eu-
ropa kommen Maserntodesfälle noch vor. Bei den inter-
nationalen Anstrengungen zur Kontrolle und Elimination
der Masern kann die Schweiz nicht abseits stehen. Ma-
sern, Mumps und Röteln kommen nur beim Mensch vor
und sind daher eliminierbar. Das Beispiel Finnland zeigt,
dass eine Elimination möglich ist; Finnland hat Masern
1995 eliminiert, Mumps und Röteln 1996. Notwendig
dazu ist eine Durchimpfung von 95% mit zwei Dosen
MMR im Kleinkindesalter.

Epidemiologie

In der Schweiz gab es im Jahr 2001 etwa 700 Fälle von
Masern, 10000 Fälle von Mumps und 1200 Fälle von Rö-
teln. Etwa 80% der Kleinkinder, 85% der Erstklässler und
90% der Schulabgänger sind mit einer MMR-Dosis
geimpft. Mit einer MMR-Dosis wird die 95%-Schwelle
nicht oder zu spät, das heisst erst im Schulalter, erreicht.
In dieser Situation sind Ausbrüche weiterhin möglich,
und es besteht das Risiko, dass sich diese Erkrankungen
auf ältere Altersgruppen verlagern. Masern, Rötelninfek-
tionen bei Schwangeren und kongenitale Röteln sind
meldepflichtig.

Klinik

Fast alle Maserninfektionen, ca. 70% der Mumps- und
50-75% der Rötelninfektionen verlaufen klinisch mani-
fest. Die klinische Diagnose sporadischer Fälle, vor allem
von Masern und Röteln, ist unzuverlässig, sie verlangt
Laborbestätigung. Häufige Komplikationen sind Otitis
media und Pneumonie bei Masern, Meningitis und Orchi-
tis bei Mumps, Arthritis bei Frauen mit Röteln und kon-
genitale Röteln bei Infektion in der Schwangerschaft.
Masernenzephalitis wird in der Literatur mit einer Häufig-
keit von 1:500 bis 1:5000 angegeben. Ein Masernaus-
bruch in den Niederlanden hat 1999 bei einer ungeimpften
Bevölkerungsgruppe 2961 Fälle verursacht, zwei Klein-
kinder und ein Jugendlicher sind gestorben, 68 mussten
hospitalisiert werden (fünf wegen einer Enzephalitis).

Impfung

Empfohlen sind 2 MMR-Impfungen im Alter von 12 und
15-24 Monaten. Zwischen den beiden Dosen muss ein
Mindestabstand von 4 Wochen eingehalten werden. Bei
erhöhtem Risiko wird die Impfung bereits ab 9 Monaten
empfohlen. Eine MMR-Dosis schützt >90% der Geimpf-
ten vor Masern und Röteln, und 75-95% vor Mumps.
Nach Impfung serokonvertieren 85-100%. Die Antikör-
per nehmen im Lauf der Jahre ab. Ziel der zweiten Impf-
dosis ist der Schutz der Impfversager nach der ersten
MMR-Dosis. Die Krankenversicherer übernehmen die
Kosten der Impfung. Der Arzt

2

muss impfwillige Perso-
nen über die Vorteile und Risiken der Impfung informie-
ren, ihre Einwilligung einholen und diese in der Kranken-
geschichte dokumentieren. MMR-Impfstoffe können mit
andern Impfantigenen simultan an unterschiedlichen Kör-
perstellen verabreicht werden. Alle enthalten abge-
schwächte Lebendviren. Die Impfstoffe müssen bei +2
bis +8 Grad C transportiert und gelagert werden. Im Rahmen
des nationalen Impfprogramms wird der Rubini-Mumps-
impfstamm nicht mehr empfohlen.

Unerwünschte Impferscheinungen (UIE)

Etwa 2% der Geimpften entwickeln milde Masern, 0,1%
eine Parotitis, und 5-10% der geimpften Frauen (nicht
Kinder) eine transitorische Röteln-Arthropathie. Der Imp-
fung zuzuschreibende UIE treten bei <10% auf, darunter
Fieber (>38,5 Grad C) bei 3%. Viel seltener sind Fieber-
krämpfe (1:10000), idiopathische thrombozytopenische
Purpura (ITP) (1:30 000) und Impfenzephalitis (<= 1:200000,
kausaler Zusammenhang nicht definitiv erwiesen). Po-
tenzierung von UIE durch simultane Anwendung mehre-
rer Antigene ist nicht zu befürchten. Morbus Crohn, Au-
tismus und Guillain-Barré-Syndrom sind nicht kausal mit
der MMR-Impfung verknüpft. UIE sind meldepflichtig.

1

Supplementum XII: Ordner "Infektionskrankheiten - Diagnose und Bekämpfung"
Prävention von Masern, Mumps und Röteln
Stand: Juni 2003
Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und der Schweizerischen Kommission für Impffragen (SKIF)

[1]
Mitglieder: G. Bachmann, Zürich; H. Binz, Solothurn; C. Bourquin,
Bern; D. Desgrandchamps, Baar; F. Gurtner, Bern; D. Koch, Bern;
L. Matter, Basel; F. Méan, Lausanne; U. Schaad, Basel; J. Roffler,
Genf; H-P. Roost, Bern; R. Seger, Zürich; C.-A. Siegrist, Genf;
R. Steffen, Zürich; B. Vaudaux, Lausanne; H. Zimmermann, Bern.
Unter der Mitarbeit von D. Stürchler (Stürchler Epidemiologics),
Büren.
[2]
Aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung wird auf die
konsequente Nennung beider Geschlechter verzichtet. Gemeint
sind jedoch stets beide Geschlechter.


Seite 2

Kontraindikationen (Impfen ist nicht erlaubt)

Bestehende Schwangerschaft, Anaphylaxie nach Imp-
fung, und klinisch manifeste Immunschwäche sind Kon-
traindikationen. Eine irrtümliche Impfung während der
Schwangerschaft ist aber kein Grund für einen Schwan-
gerschaftsabbruch. Bei angeborener Immunschwäche
ist die MMR-Impfung im Allgemeinen kontraindiziert. Bei
erworbener Immunschwäche (HIV-Infektion) ist die Imp-
fung nur bei asymptomatischen Personen möglich, wenn
die Zahl der CD4-Lymphozyten noch genügend Immun-
kompetenz anzeigt. Da MMR-Impfviren nicht von Person
zu Person übertragen werden, können Haushaltmitglie-
der Immungeschwächter geimpft werden.

Anwendungseinschränkungen
(Impfen ist unter Auflagen möglich)

Bei Personen, die Kortikosteroide (Prednisonäquivalent
2mg/kg/Tag oder <>= 20mg/Tag während >14 Tagen), Blut-
produkte oder Immunglobuline erhalten, muss die Imp-
fung aufgeschoben werden. Nach idiopathischer throm-
bozytopenischer Purpura (ITP) sind Nutzen und Risiken
individuell abzuwägen. Harmlose Erkrankungen, UIE in
der Anamnese (von Anaphylaxie abgesehen) und durch-
gemachte Masern, Mumps und Röteln schränken die
Anwendung nicht ein. MMR-Impfung verursacht keine
Epilepsie, präventive antiepileptische Behandlung ist
nicht nötig und Antiepileptika sind keine Kontraindikation.
Kindern mit Krampfleiden in der Anamnese ist prophylak-
tisch Paracetamol zu verabreichen.

Vorgehen bei Krankheitsausbrüchen

Als Ausbrüche gelten >= 2 laborbestätigte Fälle am glei-
chen Ort. Ausbrüche sind dem Kantonsarzt (durch den
Arzt und das Labor) und dem BAG (durch das Labor) zu
melden. Der behandelnde Arzt und der Kantonsarzt spre-
chen das Vorgehen ab. Erkrankte Kinder sind während
der Dauer der Infektiosität vom Schulbesuch zu dispen-
sieren. Ausbrüche bieten die Gelegenheit, den Impfsta-
tus zu überprüfen und die Notwendigkeit der MMR-Imp-
fung in Erinnerung zu rufen. Impfung der ungeschützten
Kontaktpersonen kann Ausbrüche von Masern und
Mumps eindämmen.

2


Seite 3

INHALTSVERZEICHNIS  

Einleitung     Ziele - Methoden - Rationale ...................................  4 

Epidemiologie  International ..................................................  5 
               Schweiz  Überwachung - Fallzahlen ..............................  5 
                        Durchimpfung - Akzeptanz - Seroprävalenz ..............  6 

Klinik         Masern - Mumps - Röteln ........................................  7 

Impfung        Impfstoffe   Produkte - Kühlkette - Kosten .....................  9 
                            Wirksamkeit .......................................  9 
                            Immunogenität ..................................... 10 
                            Impfversager ...................................... 10
               Unerwünschte Impferscheinungen (UIE) ........................... 10
                            Kausalität - Risikofaktoren ....................... 11
                            Lokale UIE - Allergien - Fieber - Krämpfe ......... 12
                            UIE nach Masern - Mumps - Röteln .................. 12
                            Abklärung - Therapie .............................. 13
                            Schadenersatz - Meldepflicht - Risikovergleiche ... 13
               Impfvisite ..................................................... 14

Empfehlungen   Indikationen 
                      Kinder - Erwachsene ..................................... 14
                      Teilimmune - Stillende - Akut Erkrankte - HIV-Infizierte  15
               Kontraindikationen ............................................. 15
               Anwendungseinschränkungen ...................................... 15
               Impfpromotion .................................................. 16

Ausbrüche     Masern - Mumps - Röteln ......................................... 16 

Anhänge       Adressen - Literatur - Evaluationstalon ......................... 18

HÄUFIG VERWENDETE ABKÜZUNGEN 

BAG Bundesamt für Gesundheit 
MMR Masern-Mumps-Röteln  
UIE Unerwünschte Impferscheinung 
WHO Weltgesundheitsorganisation 

 

3


Seite 4

EINLEITUNG

Ziele

Ziel des MMR-Präventionsprogramms in der Schweiz ist
der Schutz der Bevölkerung vor Masern (M), Mumps (M),
und Röteln (R) und deren Komplikationen, und die
Umsetzung der von der Weltgesundheitsorganisation
(WHO) für Europa formulierten Ziele [1]:

- Elimination der einheimischen Masern bis 2007
- Reduktion der Mumpserkrankungen bis spätestens
  2010 auf eine Inzidenz von <1/100000
- Reduktion der kongenitalen Röteln bis spätestens
  2010 auf eine Inzidenz von <1/100000 Lebendgeburten.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Schweize-
rische Kommission für Impffragen (SKIF) bemühen sich
um sachbezogene und ausgewogene Information. Das
Supplementum richtet sich an die Ärzte in der Schweiz.
Es soll sie für das MMR-Präventionsprogramm motivie-
ren und seine Akzeptanz fördern.

Methoden

BAG und SKIF haben die vorliegenden Empfehlungen er-
arbeitet. Sie beruhen auf den neusten wissenschaftli-
chen Kenntnissen und den Empfehlungen des Advisory
Committee on Immunization Practices (ACIP) [2], der
American Academy of Pediatrics (AAP) [3], der Centers
for Disease Control and Prevention (CDC) [4-6] und der
WHO [7,8].

Rationale

Elimination. Das einzige Reservoir der Masern-, Mumps-
und Röteln-Viren ist der Mensch. Virus-Elimination oder
-Eradikation ist somit machbar. Elimination bedeutet re-
gionale Unterbrechung der Viruszirkulation (Importinfek-
tionen sind weiterhin möglich), Eradikation heisst welt-
weites Verschwinden der Wildviren (Impfen ist nicht
mehr nötig). Elimination ist kein Selbstzweck, sondern
Mittel zur nachhaltigen Prävention. Modelle und Aus-
brüche zeigen, dass Masernviren in der Bevölkerung
leicht zirkulieren und dass Elimination nur möglich ist,
wenn >= 95% der Bevölkerung unempfänglich sind und
das Virus nicht übertragen.

Strategie. Die Impfung adoleszenter Mädchen gegen Rö-
teln in der Schweiz hat gezeigt, dass eine auf Risikogrup-
pen ausgerichtete Strategie nicht ausreicht: zwar schützt
sie die Betroffenen, aber die Viruszirkulation unterbricht
sie nicht, und Erkrankungen nicht immuner und durch die
Impfung nicht geschützter Personen sind weiterhin mög-
lich. Gleiche Erfahrungen haben andere Länder mit der
Röteln- und Masern-Impfung gemacht [5,9,10]. Bei un-
genügender Durchimpfung und der Verwendung von
Impfstoffen, die kein immunologisches Langzeit-Ge-
dächtnis anregen, besteht die Gefahr der Verlagerung
von Infektionen auf jüngere oder ältere Altersgruppen
[7,11,12]. Die Viruszirkulation, die Empfänglichkeit einzel-
ner Bevölkerungsgruppen, die Dauer und der Grad des
Impfschutzes, die Wirtschaftlichkeit der Impfung, ihre
Durchführbarkeit und Akzeptanz bestimmen in hohem
Masse, welche Altersgruppen am besten geimpft wer-
den. Wie Ausbrüche belegen, zirkulieren Masern-,
Mumps- und Rötelnviren nach wie vor in der Schweiz.
Der Verlust des mütterlichen Leihschutzes im Säug-
lingsalter und der durch Impfung erzielbare langdauernde
Schutz sprechen für die MMR-Impfung der Kleinkinder.
Impfungen in diesem Alter erlauben es, den Anteil der
empfänglichen Personen in der Bevölkerung möglichst
klein zu halten. MMR-Impfungen im Alter von 12 und
15-24 Monaten lassen sich problemlos in das Routine-
Impfprogramm einbetten [13]. Deutschland, das sich,
was die Epidemiologie von Masern, Mumps und Röteln
anbetrifft, in einer ähnlichen Situation wie die Schweiz
befindet, hat sich 2001 für dieses Vorgehen entschieden
[14]. In Kanada hat eine Kosten-Nutzen-Analyse für ver-
schiedene Zweidosenprogramme ein günstiges Verhält-
nis ergeben [15].

Solidarität. Bevölkerungsimmunität bedeutet Schutz der
Impfversager und der Ungeimpften durch die Geimpften.
Wie weit Minderheiten aus philosophischen Gründen ab-
seits stehen dürfen, ist ungelöst [16-19]. Das Problem
wird heikel, wenn Ausbrüche unter ungeimpften Minder-
heiten auftreten [20,21], oder wenn Europa Erkrankun-
gen nach Übersee exportiert [22]. Um nicht zum Insel-
Reservoir zu werden, muss die Schweiz die weltweiten
Anstrengungen zur Elimination mittragen.

4


Seite 5

EPIDEMIOLOGIE

International

Trotz aller Anstrengungen ist Masern noch immer ein
Gesundheitsproblem. Die WHO schätzt die Zahl der
Masernfälle 1998 weltweit auf 30 Millionen, die der
Maserntodesfälle auf 888000, und die Durchimpfung auf
72% (1997 hatte diese 79% betragen) [8].

Amerika. Nord- und Südamerika sind nahe an der Masern-
elimination. In Brasilien sind die gemeldeten und be-
stätigten Masernfälle von >40000 im Jahr 1991 auf <40
im Jahr 2000 zurückgegangen. Auf Kuba sind die Masern
seit 1993 eliminiert; >98% der Kinder sind mit 12 Mona-
ten und 1-14 Jahren geimpft worden [23]. Auch in den
USA ist das nationale Impfprogramm erfolgreich. Es
schreibt zwei MMR-Impfungen im Alter von 12-15 Mo-
naten und 4-6 Jahren vor [4].

Europa. Finnland kann als Vorbild dienen. Vor Einführung
des MMR-Programms betrug dort die gemeldete Inzi-
denz der Masern um 350/100000/Jahr, die von Mumps
um 240/100 000/Jahr und die von Röteln um 100/100000/
Jahr (die tatsächliche Inzidenz muss höher gewesen
sein). Ab 1982 erhielten alle Kinder zwei MMR-Dosen:
die erste mit 14-18 Monaten, die zweite mit 6 Jahren.
Finnland hat durch konsequentes Impfen die Masern
1995 und Mumps und Röteln 1996 eliminiert [24, 25].
Vor kurzem hat auch Katalanien die Unterbrechung der
Masernviruszirkulation mitgeteilt; 1999 wurde dort die
2. MMR-Dosis auf das Alter 4 Jahre vorverlegt [26]. Auch
die Niederlande haben ein nationales Zweidosenpro-
gramm mit einer hohen Durchimpfung. Anders als in
Finnland gibt es in den Niederlanden religiöse Gruppie-
rungen, welche die Impfung ablehnen. 1999 kam es zu
einem Masernausbruch mit 2961 Patienten [20].
Alle Länder der Europäischen Union haben mittlerweile
Programme mit zwei MMR-Dosen implementiert (Ta-
belle 1). In Finnland, Schweden und Dänemark, die seit
den 80er Jahren zwei Dosen einsetzen, sind die Masern
eliminiert oder die Inzidenz ist auf ein sehr tiefes Niveau
abgesunken. Deutschland, Grossbritannien und Frank-
reich haben zwischen 1991 und 1997 ihre Programme
mit einer zweiten Dosis ergänzt. Im 2001 hat Deutsch-
land die erste MMR-Dosis auf 11-14 Monate und die
zweite Dosis auf 15-23 Monate vorverlegt [14].

Schweiz

Überwachung [29-31]. Seit 1999 müssen Ärzte Masern-
fälle innerhalb einer Woche an den Kantonsarzt melden.
Meldekriterium ist die klinische Trias Fieber, makulopa-
pulöses Exanthem, und Husten, Rhinitis oder Konjunk-

Tabelle 1: Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln in Westeuropa und der Schweiz [a]

.                        SF     S      DK     UK     NL     D      F      I      CH   .
Jahr  Programmbeginn     1982   1982   1987   1988   1987   1980   1986   1982   1987 
      Zweidosenprogramm  1982   1982   1987   1996   1987   1991   1997   2000   1996

Alter 1. Dosis (Monate)  14-18  14-18  12-15  12-18  12-15  11-14  12-15  12-15  12   
      2. Dosis (Jahre)   6      11-12  11-12  3-7    9      1,5    3-7    5-6    1,5

Masern
   Vorkommen             -      -      gering gering gering erhöht erhöht erhöht erhöht
   Durchimpfung [b]      98%    97%    88%    92%    94%    =< 80% 83%    56%    80%

   Fälle/10^5            <1     <1    0,4-3,5 20-35  0,4-3  um 50  75-300 10-120 11 
   Anteil >10 Jahre alt  gering ?     25%     >20%   25%    ?      >30%   >30%   >25% 

[a] Hauptsächlich nach [27] und [28]. 
    CH = Schweiz,     D = Deutschland, DK = Dänemark, F  = Frankreich, I = Italien, 
    NL = Niederlande, S = Schweden,    SF = Finnland, UK = Grossbritannien

[b] Mit einer Dosis MMR im Zeitraum 1995-96 (Alter nicht angegeben).


Tabelle 2: Geschätzte Häufigkeit klinischer Masern-, Mumps- und Röteln-Fälle in der
           Schweiz vor und nach Einführung des nationalen MMR-Impfprogramms 1987

.          1980 [a] 1990 [b] 1995 [c] 1996    1997      1998     1999     2000     2001.
Masern    33000     2500     1400     2000     6400     2000      800      600      700
Mumps     41000     9000    50800    12800     5500     8000    17100    28100    10000
Röteln    44000     4500     1800     2900     3600     1800     1400     1200     1200 
  Konnatal  4-5        ?        2        1        0        0        1        0        0

[b] In den 80er Jahren wurde bereits geimpft, die Durchimpfung ist 
    allerdings nicht bekannt. Die Fallzahlen wurden auf 73.000 Geburten 
    und anhand des vermuteten Manifestationsindexes 
    (Masern: 90%, Mumps: 70%, Röteln: 60%) und der geschätzten 
    Durchimpfung (Masern: 50%, Mumps: 20%, Röteln: 0%) berechnet. 

[b] Ab 1990 auf die Schweiz hochgerechnete Sentinella-Meldungen [29].

[c] Ab 1995 wurden konnatale Röteln durch die SPSU erfasst. 
    1995-2000 gab es in der Schweiz vier Fälle (zwei sichere 
    Fälle, einen möglichen und einen fraglichen Fall) [32]. 
    Die Rötelnimpfung ist seit 1973 für Mädchen am 
    Schulende empfohlen.

5


Seite 6

tivitis. Ärzte müssen auch laborbestätigte Rötelninfektio-
nen bei Neugeborenen und Schwangeren melden. Ärzte,
die bei dem freiwilligen Sentinellasystem mitmachen,
melden Masern, Mumps und Röteln einmal pro Woche
an das BAG. Ärzte in der Swiss Paediatric Surveillance
Unit (SPSU) erfassen die im Spital beobachteten Fälle
von kongenitalen Röteln und melden sie an das BAG. La-
boratorien müssen Masernnachweise einmal pro Woche
an den Kantonsarzt und das BAG melden.

Fallzahlen. Die Angaben in der Tabelle 2 sind approxima-
tiv und beruhen zum grossen Teil auf Hochrechnungen
der Sentinella-Meldungen von 1987-2000.

Masern. Die MMR-Impfung ist seit 1969 verfügbar. Die
Masernimpfung wird seit 1976 für Kleinkinder empfohlen
und ist seit 1987 Teil eines nationalen Programms [33].
Der seit 1980 rückläufige Trend ist diesem Programm
zuzuschreiben. In den Jahren 1987 (schätzungsweise
11000 Fälle) und 1997 (>6000 Fälle) traten Masern epi-
demisch auf [34]. Bleibt die Durchimpfung gleich oder
nimmt sie ab, sind in der Zukunft weiterhin Epidemien zu
erwarten. Im nicht epidemischen 2000 sind hochgerech-
net um 600 Krankheitsfälle aufgetreten. Das mediane Al-
ter der Patienten beträgt rund 9 Jahre. Der Altersmedian
hat von 1986 bis 1996 nicht zugenommen. In den 60er
Jahren gab es in der Schweiz gemäss der Todesfallstatis-
tik des Bundesamtes für Statistik (nur Hauptdiagnosen)
im Durchschnitt sieben Maserntodesfälle/Jahr, 1985-94
waren es 0,4/Jahr [35]. Die Zuverlässigkeit der Diagno-
sen in der Todesfallstatistik ist nicht bekannt (zur Letalität
bei Masern siehe Abschnitt Klinik).

Mumps. Die Mumpsimpfung wird seit 1981 für Kleinkin-
der empfohlen. In den Jahren 1994-95 hat die Schweiz
eine ausgedehnte Epidemie erlebt [35]. Eine erneute Epi-
demie trat 1999-2000 auf. Schätzungsweise 16000 Per-
sonen sind 1999 erkrankt, im 2000 etwa 28000. Neben
der unzureichenden Durchimpfung hat insbesondere die
ungenügende Wirksamkeit der Impfung mit dem Impf-
stamm Rubini (siehe Abschnitt Wirksamkeit) zu dieser Si-
tuation beigetragen.

Röteln. Die Rötelnimpfung ist seit 1973 für Mädchen am
Schulende und seit 1981 für alle Kleinkinder empfohlen.
In der Periode 1977-1986, als die Impfung bereits ange-
wendet wurde, wurden aufgrund der medizinischen Sta-
tistik der Spitäler (VESKA, heute H+) und einer ergänzen-
den Umfrage bei den nicht an der Statistik teilnehmen-
den Spitälern 45 Fälle von kongenitalen Röteln (4-5/Jahr)
eruiert; 1995-2000 waren es noch vier Fälle (0-1/Jahr).
Der rückläufige Trend ist dem Impfprogramm zuzuschrei-
ben. Subklinisch infizierte Erwachsene können Röteln in
die Familie tragen und ungeimpfte Schwangere gefähr-
den [36]. Im Jahr 2000 sind in der Schweiz etwa 1300
Personen an Röteln erkrankt. Die Zahl der in der Schweiz
wegen Röteln vorgenommenen Abtreibungen ist nicht
bekannt. Im Rahmen der 1999 neu eingeführten Melde-
pflicht wurde im ersten Jahr ein Fall einer Rötelninfektion
in der Schwangerschaft, die zu einer Interruptio führte,
gemeldet. Projiziert man die Ergebnisse epidemiologi-
scher Erhebungen in England [167] auf die Schweiz, so
ist vor Einführung der Impfung in der Schweiz von jähr-
lich 25-35 Fällen kongenitaler Röteln und etwa 90
Schwangerschaftsabbrüchen wegen Rötelninfektionen
auszugehen.

Durchimpfung. Für die Schweiz fehlen regelmässig erho-
bene repräsentative Angaben. Aufgrund verschiedener
Studien haben in der Schweiz um 80% der Kleinkinder,
85% der Erstklässler und 90% der Schulabgänger eine
Masern-, Mumps- und Rötelnimpfung erhalten (Tabelle 3)
[37-41 und BAG unveröffentliche Daten]. Bei Achtkläss-
lern (Alter 13-15 Jahre) in der Stadt Zürich erreichte die
Durchimpfung mit einer Dosis 1995-96 sogar 95% [39].
Gesamtschweizerisch wird die für Masern-Elimination
erforderliche Schwelle von >= 95% jedoch meist nicht oder
zu spät, das heisst erst im Schulalter erreicht. Neben der
anhaltenden Viruszirkulation besteht dann das Risiko,
dass Erkrankungen in jüngere (<12 Monate) oder ältere
Altersgruppen [11] verlagert werden.

Impfakzeptanz. Mehr als 80% der Eltern sind vom Wert
der MMR-Impfung überzeugt, etwa 10% äussern Vorbe-
halte und um 1% wollen keine Impfung [42]. Masern-

Tabelle 3: Durchimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln, Schweiz 1991-98 [a]

.            Kleinkinder (2 J.)   Schulkinder (6-7 J.) Schulkinder (14-15 J.).
             1991       1998      1991       1995 [b]  1991       1995 [b]
Geimpft      80-83%     79-81%    86%        85%       81%        82%

Gründe für Impfabstinenz
   medizinische                    1%         3%        2%          2%
   Ablehnung                       8%        10%        8%          6%
   andere                          5%         2%       10%         10%

[a] Mit mindestens einer Dosis, nach [37] und [38], Zahlen gerundet.

[b] Die Angaben beziehen sich auf sieben Kantone (BS, FR, GE, LU, SH, VS, ZG)
    und 10473 befragte Personen. Nach 1995 sind die Angaben wegen zu geringer 
    Beteiligung unzuverlässig.

6


Seite 7

impfung findet etwas mehr Akzeptanz als Mumps- und
Rötelnimpfung, vielleicht, weil Masern als gefährlicher
gilt [38,39,43]. Mögliche Gründe für eine ablehnende Hal-
tung sind die falsche Vorstellung, diese Kinderkrankhei-
ten seien gutartig, die Angst vor Nebenwirkungen, Be-
fürchtungen, dass die Anzahl und der frühe Zeitpunkt der
Impfungen zu einer Überlastung des noch unreifen Im-
munsystems führen würden und die Annahme, dass
eine natürliche Erkrankung für die Entwicklung der Kinder
wichtig sei [42-44].

Seroprävalenz. Die Impfung und die natürliche Infektion
hinterlassen Antikörper. Von 649 Achtklässlern waren
1995-96 seropositiv: 92% auf Masern (Geimpfte: 94%,
Ungeimpfte: 80%), 87% auf Mumps (Geimpfte: 89%,
Ungeimpfte: 81%) und 84% auf Röteln (Geimpfte: 91%,
Ungeimpfte: 70%) [39]. Die hohe Seroprävalenz bei
Ungeimpften deutet auf anhaltende Zirkulation von Wild-
viren hin. In diagnostischen Serumproben wiesen 6-12-
Jährige eine niedrige Röteln-Seroprävalenz auf [45]. Me-
dizinstudenten wiesen vor einigen Jahren eine hohe
Seroprävalenz auf; 0-7% waren empfänglich auf Ma-
sern, 4-14% auf Mumps, und 0-13% auf Röteln [41,46].
In den 90er Jahren waren 6% der Frauen im gebärfähi-
gen Alter auf Röteln empfänglich [47]. Neue, noch lau-
fende Studien weisen auf eine signifikante Zunahme der
Suszeptibilität bei jungen Erwachsenen, die weder
geimpft noch durch die seltener gewordenen Krankhei-
ten exponiert wurden, hin.

Schwangere übertragen Antikörper transplazentar. Die-
ser passive Schutz geht Neugeborenen in den ersten
6-12 Lebensmonaten verloren [48,49] Nach 6 Monaten
sind >= 90% der Neugeborenen ungeschützt (Tabelle 4).
Auch in einer Studie von 1991-92 waren 6-11 Monate
alte Säuglinge nur noch in 6-16% seropositiv [45]. Auch
gestillte Säuglinge verlieren diesen Leihschutz. Bei Früh-
geburten ist die Schutzdauer auf 2-4 Monate verkürzt.

KLINIK

Die Klinik wird hier mit Blick auf die MMR-Impfung zu-
sammengefasst. Angaben zur Häufigkeit von Komplika-
tionen weisen zum Teil erhebliche Bandbreiten auf (Ta-
belle 7). Diese Schwankungen erklären sich durch unter-
schiedliche oder fehlende Definitionen (z.B. betreffend
Konvulsion oder Seropositivität [50]), unvollständige Er-
fassung (z.B. Aborte, Hörschäden oder Todesfälle nach
Enzephalitis oder Pneumonie) und unterschiedliche De-
nominatoren (Infizierte, ambulante Patienten oder Hospi-
talisierte).

Masern

Manifestation. Fast alle (>= 90%) Infektionen sind appa-
rent. Die Inkubationszeit beträgt 7-18 Tage. Masern sind
charakterisiert durch Fieber (>38 Grad C), Husten, Rhinitis,
Konjunktivitis, ein makulopapulöses Exanthem und ein
Enanthem [3,51]. Durchgemachte Masern hinterlassen
lebenslange Immunität.

Komplikationen. Im Jahr 1963 wurden in England 53008
Masernpatienten nach Komplikationen befragt: 1%
wurde hospitalisiert, die Häufigkeit schwerer Bronchitis
oder Pneumonie betrug 38/1000, die der Enzephalitis
1/1000. Häufige Masern-Komplikationen sind Otitis me-
dia (bei 7-9%) und bakterielle Pneumonie (bei 1-6%), in
Entwicklungsländern auch Diarrhöe. In der Schweiz erlei-
den etwa 15% der Masernpatienten eine Komplikation,
ca. 2% werden hospitalisiert und bei 0,1% tritt eine En-
zephalitis auf. Beim Ausbruch in den Niederlanden 1999
hatten von 2961 Patienten 196 (6,6%) eine Otitis media,
156 (5,3%) eine Pneumonie und 68 (2,2%) wurden hos-
pitalisiert [20]. Das mediane Alter der Patienten betrug
6 Jahre. In einer Nachbefragung von 162 Patienten mit
bestätigten Masern oder Masernverdacht betrug die
Komplikationsrate insgesamt 25% [52]. Auch nach Ma-
sern kann eine idiopathische thrombozytopenische Pur-
pura auftreten.
Kinder mit Immunschwäche und schwangere Frauen ha-
ben ein erhöhtes Risiko von Komplikationen. Masern in
der Schwangerschaft scheinen das Risiko von Spontan-
aborten, vorzeitigen Wehen und niedrigem Geburtsge-
wicht zu erhöhen [2,53].
Die genaue Häufigkeit der Masernenzephalitis ist um-
stritten. Diese Komplikation ist in Ländern mit hoher
Impfakzeptanz mittlerweile selten und neue Angaben
fehlen. Surveillance-Daten aus der Vorimpfära belegen
eine Häufigkeit von 0,05-0,3% [2,3,6]. In Helsinki wur-
den die bei hospitalisierten, 1 Monat bis 16 Jahre alten

Tabelle 4: Prävalenz von IgG-Antikörpern gegen Masern, Mumps und Röteln
           bei Schweizer Neugeborenen, 1994-99 [a]

.           0-3 Mt. alt    4-6 Mt. alt    7-9 Mt. alt    10-12 Mt. alt .
           (n=58)         (n=48)         (n=52)         (n=42)
Masern     97%            40%             4%             2%
Mumps      62%             2%             2%             0%
Röteln     91%            42%            10%            12%

[a] Nach [48]. ELISA 
    Grenztiter: Masern: <20 mIU/ml, 
                Mumps:  <2,5 Paul-Ehrlich-Einheiten/ml, 
                Röteln: <16 IU/ml. 
    Kinder von Müttern mit Geburtsort ausserhalb der Schweiz 
    wurden ausgeschlossen.

7


Page 8

Kindern 1968-1987 diagnostizierten Enzephalitiden aus-
gewertet [54]. Die Studie erfasste in 15 Jahren 46 Ma-
sern-Enzephalitiden auf 225000 Masernfälle, was einer
Häufigkeit von 1/5000 entspricht. Vor Beginn des nationa-
len Impfprogramms 1982 waren die häufigsten Enzepha-
litiserreger Mumps-, Masern-, Varicella-Zoster-Virus (VZV)
und Mycoplasma pneumoniae, nach 1982 waren es VZV,
Enteroviren und Mycoplasma pneumoniae. Im Masern-
ausbruch in den Niederlanden wurden fünf (0,2%) von
2961 Patienten wegen Enzephalitis hospitalisiert [20]. In
einer älteren Studie waren ein Drittel der Kinder, die eine
Masernenzephalitis überlebten, bleibend behindert [55].
Die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist
eine seltene tödlich verlaufende Spätfolge von Masern
(ca. 1:100000) [56-58].

Letalität. Von den 1963 in England durch eine Umfrage
erfassten Masernpatienten starben 12 von 53008 (22/
100000) [59]. Beim Ausbruch in den Niederlanden star-
ben drei von 2961 Patienten: zwei Kleinkinder und ein
Jugendlicher [20]. Beim Ausbruch in Rumänien 1996-8
mit 32915 Fällen war die Letalität bei Ungeimpften
knapp 0,1%, bei Einmalgeimpften 0,05%, bei Zweimal-
geimpften 0% [60]. Die Masernletalität ist bei Kleinkin-
dern und Erwachsenen höher als bei Schulkindern und
Adoleszenten, und in Entwicklungsländern höher als in
Industrieländern. Je nachdem, ob prospektiv, retrospek-
tiv oder bei Ausbrüchen untersucht wird, kann die medi-
ane Letalität 2,5%, 0,1% oder 3,7% betragen [61]. Die
WHO bezifferte die globale Masernletalität 1998 auf 3%
[8]. Etwa 60% der Todesfälle gehen auf das Konto bakte-
rieller Pneumonien.

Diagnostik. Die klinische Diagnose des sporadischen
Falls ist unzuverlässig [25,62]. Neben Masern- und Rö-
telnviren können Epstein-Barr-Viren (Mononukleose), di-
verse Enteroviren, Herpesviren (Exanthema subitum)
und Parvoviren (Erythema infectiosum), HIV, beta-hämolyti-
sche Streptokokken (Scharlach) und Medikamente (Peni-
cilline, Cephalosporine, Sulfonamide) Exantheme verur-
sachen [2,3,51]. Zur Bestätigung der Diagnose sind
Laboruntersuchungen nötig. Bei Masernverdacht sind
schon beim ersten Arztbesuch virologische oder serolo-
gische Tests angezeigt. Für den Virusnachweis sind Urin
oder ein Abstrich von der Mundschleimhaut geeignet. Vi-
rusisolation erlaubt falls notwendig durch Sequenzierung
die Unterscheidung von Wild- und Impfviren [63].

Mumps

Manifestation. 15-30% aller Infektionen sind inapparent.
Die Inkubationszeit beträgt 14-21 Tage. Mumps ist cha-
rakterisiert durch mono- oder bilaterale Schwellung der
Speicheldrüsen, meist der Parotis [3,51].

Komplikationen kommen auch nach inapparenter Infek-
tion vor [64]. Mumps-Orchitis kann 1/3 aller postpubertär
erkrankten Männer betreffen. Bei einem Ausbruch auf
St. Lawrence Island hatten 25% der männlichen Perso-
nen aller Altersgruppen (52/205) eine Orchitis; bei >15
Jahre alten Männern stieg der Prozentsatz auf 38% [64].
Aseptische Meningitis betrifft 5-15% der Mumpspatien-
ten und ist häufiger bei Männern als bei Frauen [65,66].
Oft tritt sie auch ohne Parotitis auf. Meningeale Zeichen
sind noch häufiger: bei einem Mumpsausbruch unter
Teenagern in Südengland 1996 gaben vier von 30 (13%)
Erkrankten starke Kopfschmerzen oder Nackensteifigkeit
an [67]. In Kanada in den 80er Jahren wurde bei 4% der
Mumpspatienten eine Pankreatitis diagnostiziert [68]. Für
transitorische Hörstörungen wird eine Häufigkeit von
4-6% angegeben. Viel seltener ist die Mumps-Enzepha-
litis. Die Bedeutung permanenter Hörschäden nach
Mumps und die Stellung der Mumps-Pankreatitis bei
Diabetes sind noch unklar. Infertilität nach Mumps wird
häufig gefürchtet; das Risiko ist allerdings nicht überzeu-
gend nachgewiesen.

Diagnostik. Die klinische Diagnose kann im Einzelfall
schwierig sein [25], besonders bei isolierter Pankreatitis,
Orchitis oder Oophoritis. Neben serologischen Tests ist
der Virusnachweis aus Speichel, Blut oder Liquor mög-
lich [67].

Röteln

Manifestation. 25-50% aller Infektionen sind inapparent.
Die Inkubationszeit beträgt 14-23 Tage. Röteln beim Er-
wachsenen ist eine meist milde, fieberhafte Krankheit
mit oder ohne Exanthem [51]. Kongenitale Röteln sind
charakterisiert durch sensorische, kardiale, neurologi-
sche und andere Defekte [3]. Durchgemachte Röteln hin-
terlassen meist eine lebenslange Immunität. Einzelfälle
von kongenitalen Röteln sind sowohl nach früherer natür-
licher Rötelninfektion wie auch bei Geimpften beschrie-
ben.

Komplikationen. Um 30% der Frauen mit Röteln haben
akute Arthralgie oder Arthritis. Viel seltener sind Spon-
tanabort, fetale Embryopathie und kongenitale Röteln. In
England wurden 1976-78 966 Frauen mit in der Schwan-
gerschaft erworbener, bestätigter Rötelninfektion nach-
kontrolliert; 4% hatten Spontanaborte, 54% hatten thera-
peutische Aborte, 2% hatten Totgeburten und 43% von
269 Neugeborenen hatten einen kongenitalen Rötelnin-
fekt [69]. In England wurde die Häufigkeit kongenitaler
Röteln vor Einführung der Impfung auf 200-300 Fälle pro
Jahr geschätzt. Zusätzlich waren jährlich etwa 740
Schwangerschaftsabbrüche auf Rötelninfektionen zu-
rückzuführen [167]. Auf die Schweiz bezogen ergäbe
dies jährlich etwa 25-35 Fälle kongenitaler Röteln und 90
Schwangerschaftsabbrüche. Die idiopathische thrombo-
zytopenische Purpura (ITP) nach Röteln hat eine Häufig-
keit von 1:3000 [2,137,138].

8


Seite 9

Diagnostik. Rötelninfektionen müssen laborbestätigt
werden, besonders Röteln in der Schwangerschaft und
bei Neugeborenen.

IMPFUNG

Impfstoffe

Produkte. In der Schweiz sind Mitte 2003 sechs empfoh-
lene Produkte zugelassen: vier monovalente und zwei
trivalente [72,73]. Die Verfügbarkeit der monovalenten
Impfstoffe ist stark eingeschränkt. Alle Produkte enthal-
ten attenuierte Lebendviren (Tabelle 5). Sechs Produkte
enthalten Neomycin, fünf Gelatine. Die verwendeten
Masern-Impfviren (Edmonston-Enders, Edmonston-Zag-
reb und Schwarz) sind miteinander verwandt und von
Wildviren unterscheidbar [63]. Die verwendeten Impfvi-
ren werden auf humanen oder aviären Zelllinien gezüch-
tet. In auf Hühnerzellen gezüchteten Impfstoffen sind
durch hochsensitive Methoden defekte aviäre, endogene
Retroviren und das aviäre Leukosevirus nachgewiesen
worden. Nach heutigem Wissensstand sind solche Viren
nicht auf Impflinge übertragbar [74-76].
Trivalente (MMR) Produkte sind die Impfstoffe der ersten
Wahl. Die Immunogenität der beiden in der Tabelle auf-
geführten MMR-Impfstoffe ist vergleichbar [77].

Kühlkette. Alle Produkte sind thermolabil und müssen bei
+2 bis +8 Grad C transportiert und gelagert werden. Zu Lage-
rung und Haltbarkeit sind die Angaben der Hersteller zu
beachten.

Kosten. Der Publikumspreis der Kombinationspräparate
liegt bei 45-47 Franken. Die Krankenversicherer überneh-
men nach Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV, Arti-
kel 12 Buchstabe f) die Kosten für zwei MMR-Impfdosen
[78].

Wirksamkeit

Masernimpfung. Bei Immunkompetenten ist die Schutz-
wirkung einer Impfdosis >90%. Neuere Angaben zur
Wirksamkeit wurden bei Ausbrüchen gewonnen: in Lu-
xemburg betrug die Schutzwirkung 95% [79]; in Rumä-
nien betrug sie nach einer Dosis 89%, nach zwei Dosen
96% [60]; in Colorado (USA) war sie nach einer Dosis
92%, nach zwei Dosen 100% [80]. In Kanada können
zwei MMR-Dosen wahlweise mit 12 und 18 Monaten
oder mit 12-15 Monaten und 4-6 Jahren verabreicht wer-
den. In Ontario (Kanada) wurden 1990-96 5542 Masern-
fälle und 16587 Kontrollen verglichen. Die beste Schutz-
wirkung konnte durch zwei nach dem 12. Lebensmonat
verabreichte Dosen erreicht werden [81]. Einen noch
besseren Schutz erzielen drei Dosen [82]. Zur Elimination
der Masern ist eine hohe Durchimpfung mit zwei Dosen
notwendig [10,23,25].
Der Schutz ist ab der 2. Woche nach Impfung voll wirk-
sam [83]. Nach einer Studie aus den 70er Jahren hält die
Schutzwirkung über viele Jahre an: nach 0-4, 5-9 und
10-14 Jahren machten 1% (2/187), 2% (11/661) bezie-
hungsweise 3% (8/308) der Geimpften Masern durch
(Ungeimpfte wurden nicht untersucht) [84]. Bei einem
Ausbruch in Arkansas (USA) von 1986 war die Wirksam-
keit einer Masernimpfung im Alter von >= 12 Monaten
92%; 0-4, 5-9, 10-14 und 15-19 Jahre nach Impfung war
die Masern-Attackrate 0%, 1%, 5% und 10% [85].

Mumpsimpfung. Eine Dosis des Jeryl-Lynn Impfstoffs
ergab in den 60er Jahren eine Schutzwirkung von 95%
(bei Nachkontrollen bis 20 Monate nach Impfung) [86].
Der gleiche Impfstoff erreichte bei Ausbrüchen in den
USA Schutzwirkungen von 75-91% [66]. Ausbrüche un-
ter religiösen Gemeinschaften in London, New York, Is-
rael und Russland zeigen, dass Einmaldosen keinen le-
benslangen Schutz verleihen [87]. Zum nachhaltigen
Schutz vor Mumps sind zwei Impfdosen empfohlen [25].
Zahlreiche in den letzten Jahren durchgeführte Studien
zur Wirksamkeit der Mumpsimpfung ergaben ohne Aus-
nahme eine ungenügende Wirksamkeit des Rubini-Impf-
stammes [88-99]. Die WHO hat denn auch im Jahr 2001
die Empfehlung herausgegeben, den Rubinistamm in na-
tionalen Impfprogrammen nicht mehr zu verwenden [65].
Die SKIF und das BAG schlossen sich dieser Empfehlung
an [73].

Tabelle 5: In der Schweiz zugelassene und im Rahmen des Nationalen Impfprogramms 
           empfohlene Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln (Juni 2003)

Virus   Produkt          Impfstamm                Zellkultur  Begleitstoffe   auf SL [b]
Masern  Attenuvax©[c]    Edmonston-Enders (EE)    aviär       N  G   HA       ja 
        Moraten ©[c]     Edmonston-Zagreb (EZ)    human          G   LA       nein 
Mumps   Mumpsvax ©[c]    Jeryl-Lynn (JL)          aviär       N  G   HA       ja 
Röteln  Meruvax II©[c]   Wistar-RA 27/3 (RA)      human       N  G   HA       ja 
MMR     M-M-R II©[c]     EE + JL + RA             aviär-human N  G   HA       ja 
        Priorix©[c]      Schwarz + RIT-4385 + RA  aviär-human N      HA       ja 

[a] G  = Gelatine (unverändert oder modifiziert), 
    HA = Human-Albumin, 
    LA = Lact-Albumin, 
    N  = Neomycin. 

[b] Spezialitätenliste des Bundesamtes für Sozialversicherungen. 

[c] Zurzeit nicht verfügbar (Zukunft?)

9


Seite 10

Rötelnimpfung. Die experimentelle Infektion von 28 Frei-
willigen 12 Monate nach Impfung ergab eine Schutzwir-
kung von 93% [100]. Bei einer Epidemie in Taiwan wurde
eine Wirksamkeit von 94-97% ermittelt [101], bei einer
Epidemie in Maine (USA) 8 Jahre nach Impfung eine sol-
che von 90% [102]. In einer Primarschule in Frankreich
erreichte die Impfung je nach Falldefinition eine Schutz-
wirkung von 95-100% [103].

Immunogenität

Nicht alle Antikörper korrelieren mit Schutz, und ihre Be-
deutung ist nicht immer klar (zum Beispiel postexpositio-
neller Titeranstieg bei Personen, die vor Krankheit ge-
schützt sind [104]). Vermutlich reaktivieren Exposition
oder Boosterimpfungen B-Lymphozyten, die Antikörper
produzieren, und T-Lymphozyten, die virusinfizierte Zel-
len eliminieren. Immunogenitätsstudien sind auch we-
gen unterschiedlicher serologischer Methoden und Cut-
offs mit Vorsicht zu interpretieren. Inwieweit eine
Exposition durch MMR-Wildviren zur Reaktivierung der
Immunität, respektive zum Aufrechterhalten von nach-
weisbaren Antikörpern beiträgt, ist noch nicht bekannt.

Masernimpfung. Neutralisierende Antikörper korrelieren
mit Schutz [104-106]. Bei einer Epidemie in Taiwan
wurde festgestellt, dass neutralisierende Antikörper so-
wohl vor Erkrankung (>500 mIU/ml) als auch vor Re-In-
fektion (>1000 mIU/ml) schützen [105].
Die Serokonversionsrate beträgt nach Erstimpfung im Al-
ter von 9 Monaten um 85%, mit 12 Monaten um 95%
und mit 15-18 Monaten um 98-100% [106-108]. Die
Impfung mit attenuierten Viren erzeugt niedrigere Anti-
körper-Titer als eine natürliche Infektion. Antikörper sind
in der 2. Woche nach Impfung nachweisbar, früher als
nach natürlicher Infektion. Maximale Titer werden nach
1 Monat erreicht [6]. Ohne Re-Exposition fallen die Titer
im Lauf der Zeit allmählich ab [109,110]. Die Halbwerts-
zeit der Antikörpertiter beträgt 2-12 Jahre [111,112]. Vier
bis 11 Jahre nach Impfung waren noch 81% von 1490
Kindern seropositiv [113], 12 Jahre nach Impfung in einer
andern Studie noch 99% von 193 Kindern [109]. Sechs
Jahre nach Zweitimpfung hatten alle 40 Teilnehmer
messbare neutralisierende Antikörper, aber teilweise
niedrige Titer [110].

Mumpsimpfung. Zelluläre Immunität scheint von Bedeu-
tung. Auch neutralisierende Antikörper korrelieren nicht
regelmässig mit Schutz [115]. Ein Schwellenwert für pro-
tektive Immunität ist nicht bekannt.
Nach Impfung mit den Impfstämmen Jeryl-Lynn und
Urabe serokonvertieren 83-100% der Geimpften
[86,107,108,116]. Rubiniviren sind weniger immunogen
als Jeryl-Lynn-Viren [66,77,117]. Die Antikörpertiter fallen
mit der Zeit ab. In Finnland fiel der Anteil Personen mit
nachweisbaren Antikörpern in 4 Jahren auf 76%; nach ei-
ner zweiten Dosis und weiteren 5 Jahren betrug der An-
teil 86% [116]. In Schweden wiesen 12 Jahre nach doku-
mentierter Impfung noch 73% von 229 Kindern neutrali-
sierende Antikörper auf [118].

Rötelnimpfung. Der Anteil der Serokonversionen nach
Impfung ist 95-100% [107,108,119]. Die Beurteilung des
Schutzes vor Röteln anhand von Antikörpern ist schwie-
rig, besonders wenn niedrige Titer vorliegen [120-124].
Immerhin scheinen Titer von (15 IU/ml im ELISA oder EIA
Schutz anzuzeigen. In Finnland wurde die Antikörperkine-
tik nach Impfung mit RA27/3-Impfviren (Tabelle 5) mittels
EIA verfolgt. Fünfzehn Jahre nach Erstimpfung (im Alter
von 14-18 Monaten) und 11 Jahre nach Wiederholungs-
impfung (mit 6 Jahren) hatten noch 69% Titer >= 15 IU/ml
[119]. Auch andere Studien weisen darauf hin, dass die
Immunantwort viele Jahre lang anhält [120,125,126].

Impfversager

Primäre Impfversager entwickeln nach Anwendung ei-
nes wirksamen Produkts keine messbare Immunant-
wort. Sekundäre Impfversager erkranken trotz messba-
rer initialer Immunantwort. Fehlen Angaben über die
Kühlkette und die verwendete Charge, bleibt bei Primär-
versagern unklar, ob eine Immunantwort ausbleibt, weil
der Geimpfte nicht auf das Impfantigen reagierte, oder
die verwendete Charge überaltert oder temperaturge-
schädigt war.
Nach einer Impfdosis ab Alter 12 Monate ist der Anteil
der Primärversager auf 1% bis maximal 10% zu veran-
schlagen [3,127]. Viele Primärversager (Hyporesponder)
reagieren auf eine zweite, nach einem Mindestabstand
von 4 Wochen verabreichte Dosis, mit einer adäquaten
Immunantwort. Nach Wiederholungsimpfung ist der An-
teil der Primärversager <2% [113].

Unerwünschte Impferscheinungen (UIE)

Tabelle 6 gibt eine Übersicht über die Häufigkeit von
Komplikationen nach natürlicher Infektion und von uner-
wünschten Impferscheinungen (UIE) nach MMR-Imp-
fung.
In der Schweiz wurden von 1991 bis 2001 77 Meldungen
von UIE erfasst: 44 nach MMR allein, 33 nach MMR in
Kombination mit andern Impfungen. Die in Zusammen-
hang mit der MMR-Impfung ans BAG und die Schweize-
rische Arzneimittel-Nebenwirkungszentrale (SANZ) ge-
meldeten UIE sind, ohne Beurteilung der Kausalität, in
Tabelle 7 zusammengestellt. Im gleichen Zeitraum wur-
den drei UIE nach Rötelnimpfung registriert. Es handelte
sich um zwei Fälle von Arthritis und um eine allergische
Reaktion. Es sind keine Meldungen über psychische
Störungen (z.B. Autismus) eingegangen. Im genannten
Zeitraum wurden in der Schweiz etwa 1,1 Millionen Do-
sen MMR-Impfstoff vertrieben.

10


Seite 11

Tabelle 6: Übersicht über die Häufigkeit von Komplikationen 
           nach natürlicher Infektion und von unerwünschten 
           Impferscheinungen (UIE) nach Impfung [a]

       Erscheinung    Nach Infektion      Quelle  Nach Impfung           Quelle 
                      (pro 10^6 Erkrankte[b])     (pro 10^6 Geimpfte[c])
MMR    Anaphylaxie    *                           1-10                [131,132]  
       Konvulsionen   5000-7000                   3-385               [133-136]  
       Thrombopenie
          /ITP        330                         31-34               [137,138]  
Masern Otitis media   70000-90000                 * 
       Pneumonie      10000-60000                 *  
       Enzephalitis   200-2000        [20,54,59]  0,6-1,6 (4,7 [e])   [131,135,139]  
       Tod            220-1000        [20,59,60]  Einzelfälle         [132] 
Mumps  Aseptische 
          Meningitis  50000-100000                8-100 (Urabe)       [136,140]  
                                                  0-1   (Jeryl-Lynn)  [141,174,175] 
       Sensorische 
          Hörstörung  50-50000                    * 
       Mumpsorchitis 
         (männl.)     250000                [64]  *  
       Pankreatitis   40000                 [68]  * 
       Enzephalitis   250                         0,3                 [135] 
Röteln Arthralgie
          /Arthritis 
          (weibl.)    300000-520000        [135]  150000              [135] 
       Kongenitale 
          Röteln [d]  76-3 200-10200   [7,70,71]  0                   [7] 
       Abort          1800                   [7]  * 
       Taubheit       880                    [7]  * 
       Enzephalitis   40-160                 [7]  * 

[a] Nach [2,3,6,132], sofern keine Referenzen angegeben sind.  

[b] Denominator ist die (geschätzte) Zahl der Erkrankten in der 
    Allgemeinbevölkerung. 

[c] Denominator ist die geschätzte Zahl der Geimpften. 
    Bei Eindosis-Programmen entspricht die Zahl der Geimpften in etwa 
    der Zahl der verwendeten Impfdosen. 

[d] Bei kongenitalen Röteln ist der Denominator Neugeborene. 
[e] Leningrad-Stamm 

* = keine Daten 

Tabelle 7: Meldungen von unerwünschten Impferscheinungen (UIE) 1991-2001
           * in Zusammenhang mit der MMR-Impfung (BAG und SANZ), 
 
.                                           MMR-Impfung                .
Erscheinung                        allein   kombiniert mit         Total
.                                           anderen Impf.              .

Neurologische                      12        4                     16 
   Meningitis                          3       0                       3 
   Enzephalitis                        1       1                       2 
   Guillain-Barré-Syndrom              2       1                       3 
   Andere                              6       2                       8 

Allergische                        10        9                     19 
   Urtikaria                           7       6                      13 
   Anaphylaktische Reaktion            0       2                       2 
   Bronchospasmus                      2       1                       3 
   Quincke-Ödem                        1       0                       1 

Entzündliche/infektiöse            18       16                     34 
   Fieber +/- Exanthem                12      10                      22 
   Parotitis                           4       1                       5 
   Idiopathische Thrombozytopenie      1       1                       2 
   Haarverlust                         1       0                       1 
   Andere                              0       4                       4 

Ausgeprägte Lokalreaktionen         4       4                       8 
   
Total                              44      33                      77 

* unabhängig, ob ein kausaler Zusammenhang besteht oder nicht.

Kausalität.Nicht jede postvakzinale Erscheinung ist kau-
sal mit einer Impfung verknüpft; Ereignisse können zufäl-
lig aufeinander treffen. Kausalität wird anhand von fünf
Kriterien bewertet [128]:

- Konsistenz, d.h. Replizierbarkeit durch verschiedene
  Beobachter an verschiedenen Orten; 
- Ausmass des Zusammenhangs und, nach Möglichkeit,
  auch Dosis-Abhängigkeit;

11


Seite 12

- Spezifität, d.h. es wird möglichst nur ein Produkt ver-
  dächtigt;
- zeitlicher Zusammenhang 
- biologische Plausibilität, d.h. zellbiologische, tierexperi-
  mentelle oder andere Erklärbarkeit.

In einer überkreuzten, plazebokontrollierten Doppelblind-
studie an 581 Zwillingspaaren in Finnland wurden angeb-
lich mit der MMR-Impfung assoziierte UIE genau unter-
sucht [129,130]. Kausal assoziierte UIE hatten eine
Häufigkeit von nur 6%. Am deutlichsten impfassoziiert
war Fieber >38.5 Grad C. UIE wie Diarrhöe kamen mit MMR-
Impfung und Plazebo gleich oft vor, Nausea war nach Pla-
zebo häufiger als nach MMR-Impfung.

Risikofaktoren. UIE begünstigende Faktoren sind Alter
und Geschlecht.

Alter: In den USA wurden bei 4-6-Jährigen und 10-12-
Jährigen die Arztbesuche 30 Tage vor bis 30 Tage nach
einer zweiten MMR-Dosis verglichen (Tabelle 8). Schon
vor der Impfung fanden Besuche wegen Beschwerden
wie Fieber und Exanthemen statt. Besuche nach der
Impfung waren in beiden Gruppen etwa gleich häufig,
aber wegen der höheren Häufigkeit vor der Impfung bei
den 4-6-Jährigen schlossen die Autoren auf bessere Ver-
träglichkeit in dieser Altersgruppe.

Geschlecht: Nach Röteln und Rötelnimpfung sind beson-
ders Frauen (aber nicht Kleinkinder) von Arthralgie und
Arthritis betroffen.

Lokalreaktionen. Schmerz, Rötung, Schwellung und re-
gionale Lymphadenopathie kommen vor. Diese Lokalre-
aktionen heilen meist in Tagen spontan ab.

Allergien. Auslöser können die Impfantigene, (modifi-
zierte) Gelatine [143,144] oder Neomycin sein (Tabelle 5).
Hühnereiweiss ist dagegen von geringer Bedeutung
[144,145]. Lokale Allergien manifestieren sich als Pruri-
tus, Flecken oder Urtikaria um die Injektionsstelle. In die-
ser Art äussert sich 48-96 Stunden postvakzinal die lo-
kale Neomycinallergie (die nicht als Kontraindikation gilt)
[2]. Systemische Allergien sind selten (Tabelle 6) und rei-
chen von generalisierter Urtikaria bis zum anaphylakti-
schen Schock.

Fieber. In der finnischen Zwillingsstudie erreichte Fieber
>38,5 Grad C nach MMR-Impfung an den Tagen 7-12 eine
Inzidenz von 3,5/100/Tag, nach Placebo eine solche von
1,1/100/Tag [130]. Am deutlichsten war die Differenz zwi-
schen MMR und Placebo (3,9%) an den Tagen 9-10 nach
Impfung. Hingegen bestand keine Differenz an den Ta-
gen 1-6 und 13-21. Die meisten Fieber waren mild und
von kurzer Dauer.

Krämpfe nach MMR-Impfung kommen vor. In einer gros-
sen Health Maintenance Organisation in den USA hatten
mit MMR Geimpfte ein knapp dreifach höheres Risiko
von Fieberkrämpfen als Nichtgeimpfte. Die Fieber-
krämpfe traten meist 8-14 Tage nach Impfung auf, hat-
ten eine Häufigkeit von 25-34/100000 geimpfte Kinder,
blieben jedoch folgenlos; das Risiko und die Häufigkeit
der nicht febrilen Krampfanfälle waren bei Geimpften
und Ungeimpften gleich [133]. In Australien wurden im
nationalen Kontrollprogramm auf 1,7 Millionen verab-
reichte MMR-Impfdosen 21 Krämpfe mit Synkope (14/10^6)
registriert [134]. Fieberkrämpfe erhöhen das Risiko
späterer epileptischer oder anderer neurologischer Lei-
den somit nicht [2]. Antipyretica können Fieberkrämpfe
verhindern, wenn sie prophylaktisch verabreicht werden
[2]. Fieber kann plötzlich auftreten, und Krämpfe können
schon bei geringgradig erhöhten Temperaturen begin-
nen. Bei Kindern mit Krampfleiden in der Vorgeschichte
ist Prophylaxe mit Paracetamol empfohlen.

UIE nach Masernimpfung. Impfmasern treten bei etwa
2% der Geimpften auf [135]. Fälle von Enzephalitis wur-
den beschrieben. Sie tritt 5-15 Tage nach Impfung in Er-
scheinung und beginnt in erster Linie mit Bewusstseins-
trübung. In der Literatur wird die Häufigkeit mit ca.
1-5/10^6 angegeben [131,135,139,146]. Ein kausaler Zu-
sammenhang konnte allerdings nie nachgewiesen wer-
den, obwohl eine biologische Plausibilität gegeben ist (er-
höhtes Enzephalitisrisiko nach Masern durch Wildviren)
[174,175]. Morbus Crohn, Autismus oder Guillain-Barré-
Syndrom sind mit Masern und Masernimpfung in Verbin-
dung gebracht worden. Aufwändige Untersuchungen ha-
ben diese Berichte nicht bestätigt [144,147-152,176].
Nach jetzigem Stand des Wissens sind die genannten
Krankheiten nicht kausal mit der MMR-Impfung ver-

Tabelle 8: Arztbesuche 30 Tage vor und 30 Tage nach zweiter MMR-Dosis 
           mit 4-6 oder 10-12 Jahren [a]

                               Alter 4-6 Jahre        Alter 10-12 Jahre 
                               vor MMR   nach MMR     vor MMR   nach MMR 
Besuche/1000 Personen-Monate   5,6       3,6          2,1       3,8 

Odds ratio vorher/nachher 
   (95%-Konfidenzintervall)    0,64 (0,40-1,01)       1,45 (1,00-2,10) 

[a] In vier Modell-HMOs der USA mit sechs Millionen Versicherten. Besuche 
    wegen Exanthem, Gelenkschmerz, Konvulsionen, Fieber, Lymphadenopathie, 
    Malaise, Ödem, neurologischen und muskuloskeletalen Beschwerden. 
    Nach [141].

12


Seite 13

knüpft. Die grossen Anwenderzahlen (>300 Millionen
Impfdosen in den USA [65]) weisen auf die Sicherheit der
MMR-Impfung hin und machen die Entdeckung neuer
UIE wenig wahrscheinlich.

UIE nach Mumpsimpfung. Impfparotitis tritt bei 0,1% der
Geimpften auf. Aseptische Meningitis nach Urabevirus
hatte eine Häufigkeit um 100/10^6 [136]. Dank guter Sur-
veillance wurde diese UIE rasch entdeckt und das Pro-
dukt aus dem Handel gezogen [154,155]. Nach Impfung
mit dem Jeryl-Lynn-Impfstamm ist eine Meningitis äus-
serst selten [141,174,175].

UIE nach Rötelnimpfung. Impfröteln treten 7-42 Tage
nach Impfung bei bis 15% der Geimpften im Erwachse-
nenalter auf. Bis zu 25% der jungen Frauen geben post-
vakzinale Arthralgien an und bis zu 15% haben Zeichen
einer Arthritis [7,135,156]. In einer randomisierten,
kontrollierten Doppelblindstudie erhielten seronegative
Frauen postpartal Röteln-Impfvirus oder Placebo. Akute
Arthropathien waren bei Geimpften um 5-10% häufiger
als bei Placebo (Tabelle 9) [157]. Bei Kindern sind dage-
gen Gelenkbeschwerden selten.

Die Gelenkbeschwerden klingen in der Regel in 2 Wo-
chen ab. Chronifizierung ist nicht zu befürchten [7].
Thrombozytopenie nach natürlichen Röteln hat eine Häu-
figkeit von 330/Million [156]. Idiopathische thrombozyto-
penische Purpura (ITP) tritt meist 7-30 Tage nach Imp-
fung auf. Sie hat eine Häufigkeit von 34-45/Million
Geimpfte [136,137]. ITP kann monatelang dauern und
Behandlung mit Kortikosteroiden und Immunglobulinen
erfordern [138].

Abklärung von UIE. UIE sind differentialdiagnostisch ab-
zuklären. Bei schwereren Komplikationen (z.B. Meningi-
tis, Arthritis) muss die Virusisolation versucht werden.
Bei allgemeinentzündlichen Reaktionen sind die entspre-
chenden Immunparameter (z.B. Rheumafaktoren) zu be-
stimmen. Allergien sind fachärztlich abklären zu lassen.
Therapie von UIE. Jeder Impfling soll auf Sofortreaktio-
nen beobachtet werden. Der Impfarzt muss die Notaus-
rüstung griffbereit haben [158]. Anaphylaxie ist dem Pati-
enten klar mitzuteilen und in den Impfdokumenten
festzuhalten. Die Therapie der UIE richtet sich nach der
Pathophysiologie. Die meisten UIE heilen spontan und
vollständig aus.

Schadenersatz. Für Schäden, die durch empfohlene Imp-
fungen entstanden und anderweitig nicht gedeckt sind,
leisten die Kantone Entschädigung (Epidemiengesetz
Artikel 23, lit 3) [159].

Meldepflicht. Gesundheitliche Störungen gelten als UIE,
wenn

- ein zeitlicher Zusammenhang mit einer Impfung be-
  steht (im allgemeinen 4 bis 8 Wochen),
- die Erscheinung hauptsächlicher Anlass für den Arztbe-
  such ist, 
- die Erscheinung keine eindeutige andere Ursache hat. 

Ärzte müssen vermutete schwerwiegende oder bisher
nicht bekannte UIE und vermutete Produktemängel mel-
den. Todesfälle und lebensbedrohliche UIE sind unver-
züglich zu melden [30,31,160]. Meldepflichtig sind u.a.
ausgeprägte Lokalreaktionen, hohes Fieber, allergische
Erscheinungen, Organerkrankungen wie Arthritis, Labor-
befunde wie Thrombopenie, Hospitalisationen und blei-
bende Schäden.

Meldungen nehmen die Abteilungen für klinische Phar-
makologie und Toxikologie der fünf Universitätsspitäler
Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich und das regio-
nale Pharmacovigilance-Zentrum Lugano entgegen,
dringliche Meldungen auch die Swissmedic (Schweizeri-
sches Heilmittelinstitut [3]) (Adressen im Anhang) [161].

Tabelle 9: Häufigkeit von UIE nach Impfung seronegativer Frauen 
           in der Postpartalzeit mit Rötelnimpfviren (RA 27/3) 
           oder Placebo (NaCl), Kanada 1989-92 [b]

Beschwerden                   RA 27/3   NaCl      Relatives Risiko  
.                             (n=268)   (n=275)   (95% Vertrauensintervall) 

Exanthem                      25%       11%       2,6 (1,6-4,2) 
Zervikale Lymphadenopathie    19%       10%       2,2 (1,3-3,8) 
Myalgien                      21%       16%       1,4 (0,9-2,1) 
Parästhesien                   7%        7%       1,1 (0,6-2,1) 
Arthralgie oder                                   
   Arthritis akut [b]         30%       20%       1,7 (1,2-2,6) 
             persistierend    22%       15%       1,6 (1,0-2,5) 

[a] Nach [157]. 
    Beschwerden erfasst durch Hausbesuch im Monat 1, 
    telefonische Nachfrage in den Monaten 3, 6 und 9, 
    Schlussuntersuchung im Monat 12.

[b] Akute Arthralgie bei 21% (RA 27/3) bzw. 16% (NaCl), definiert durch 
    Schmerz. Akute Arthritis bei 9% bzw. 4%, definiert durch Schmerz
    plus Schwellung, Rötung, Hitze, eingeschränkte Bewegung oder 
    Erguss.

13


Seitee 14

Risikovergleiche. Wahrscheinlichkeiten sind bevölke-
rungsbezogen. Einem Impfwilligen kann nicht vorherge-
sagt werden, ob ein Ereignis für ihn zutrifft oder nicht.
Vergleiche erleichtern die Risikowahrnehmung. Das Ri-
siko einer UIE kann mit dem Risiko einer Komplikation
nach natürlicher Infektion (Tabelle 6) oder mit einem all-
täglichen Risiko verglichen werden.
Bei Impfung aller Kinder und unter der Annahme
durchschnittlicher Manifestationsindices (Masern: 90%,
Mumps: 70%, Röteln: 60%) könnten in der Schweiz pro
Neugeborenenkohorte (80000) und Jahr 72000 Fälle von
Masern, 56000 Fälle von Mumps und 48000 Fälle von
Röteln vermieden werden, dazu Orchitiden, kongenitale
Röteln, 14-140 Masernenzephalitiden sowie mehrere
Dutzend Maserntote. Als "Preis" würden im gleichen
Kollektiv pro Jahr mit 0-30 Fälle von Konvulsionen und
drei Fälle von ITP als Folge der Impfungen auftreten; mit
einer Impfenzephalitis wäre alle 2-10 Jahre zu rechnen.
Im Zustand der Elimination bleiben lediglich Impfrisiken,
nach der Eradikation und Einstellung der Impfungen we-
der Infektions- noch Impfrisiken.

Impfvisite

Vorbereitung. Impfwillige Personen sind über die Imp-
fung, UIE und das Verhalten nach der Impfung zu infor-
mieren. Ihre Einwilligung ist einzuholen. Impfwillige müs-
sen anamnestische Angaben machen über frühere
Impfungen, deren Verträglichkeit, den aktuellen Gesund-
heitszustand, Allergien, Medikamente (Antikoagulantien,
Antiepileptika, Blutprodukte) und eine bestehende
Schwangerschaft.

Verabreichung. Alle Impfstoffe der Tabelle 5 sind Lyophi-
lisate, die kurz vor Anwendung nach Vorschrift der Her-
steller in Lösung gebracht werden müssen. Die Injektion
erfolgt subcutan; eine intramuskuläre Injektion ist eben-
falls möglich. Das Volumen ist 0,5 ml. Die MMR-Impfung
kann simultan mit anderen Routineimpfungen verab-
reicht werden, ohne dass eine Überlastung des Immun-
systems oder Potenzierung unerwünschter Impfer-
scheinungen zu befürchten ist [162]. Auch andere
Lebendimpfstoffe (Gelbfieber) oder inaktivierte Impf-
stoffe (Hepatitis A und B, Meningokokken) können mit
MMR simultan verabreicht werden. Voraussetzung ist,
dass nicht durch den gleichen Stichkanal injiziert wird.
Auch verbietet die Galenik, diese Produkte zu mischen.
Ist simultane Verabreichung nicht möglich, wird zwi-
schen zwei Lebendimpfstoffen ein Mindestabstand von
4 Wochen empfohlen. Die MMR-Impfung kann hingegen
jederzeit (Stunden, Tage, Wochen) vor oder nach einer
Impfung mit Totimpfstoffen verabreicht werden. Kombi-
nationen erzeugen in der Regel eine Immunantwort, die
derjenigen der Einzelkomponenten entspricht.

Dokumentation. Die Einwilligung ist mit einem Eintrag in
die Krankengeschichte zu dokumentieren. Datum, Pro-
dukt, Dosis, Applikationsweg, Lot-Nummer und Impfarzt
sind im Impfbüchlein einzutragen.

IMPFEMPFEHLUNGEN

Indikationen

Kinder: 1. MMR-Impfung mit 12 Monaten
        2. MMR-Impfung mit 15-24 Monaten

Zwischen den beiden Dosen muss ein Mindestabstand
von 4 Wochen eingehalten werden. 

Zu den empfohlenen Produkten siehe Abschnitt Impfun-
gen. Der Mumpsimpfstamm Rubini ist im Rahmen des
nationalen Impfprogramms nicht empfohlen [73].

Die Durchimpfung der Kleinkinder gegen Masern ist in
der Schweiz ungenügend. Um die Wildviruszirkulation
unter Kleinkindern, dem zur Zeit grössten empfänglichen
Bevölkerungssegment in der Schweiz, zu unterbrechen
wurde die erste MMR-Impfung vom Alter 15 Monate auf
das Alter 12 Monate vorverlegt [13]. Daraus erwachsen
den Kindern hinsichtlich der langfristigen Immunität und
der Wirksamkeit der zweiten MMR-Impfung keine Nach-
teile. Die Serokonversionsrate ist mit 12 Monaten gleich
gut wie mit 15 Monaten [4-6]. Die zweite Dosis soll Kin-
dern, die auf die erste Dosis nicht reagiert haben, ermög-
lichen, eine schützende Immunantwort zu entwickeln.
Die zweite Dosis gegen MMR wird im Alter von 15 bis 24
Monaten empfohlen. Sie kann bereits 4 Wochen nach
der Erstdosis verabreicht werden. Alle Kinder sollten vor
dem Eintritt in den Kindergarten, spätestens in der
Schule, zwei MMR-Dosen erhalten haben. Fehlende
Impfungen können jederzeit nachgeholt werden. Diese
Empfehlungen entsprechen bezüglich dem Alter denjeni-
gen in Deutschland [14] und entsprechen bezüglich dem
2-Dosen-Schema denjenigen in Westeuropa, den USA
und Kanada [4,28]. Eine Masern- oder MMR-Impfung im
Alter 9-11 Monate kommt für Säuglinge mit hohem Ri-
siko in Betracht. Dies sind Frühgeburten, Säuglinge in Ta-
gespflege, bei Ausbrüchen exponierte Säuglinge und sol-
che, die in Gebiete reisen, wo Masern noch sehr häufig
sind. Auch in Entwicklungsländern werden Säuglinge
vielfach schon mit 9 Monaten geimpft.

Erwachsene: Alle jungen nicht-immunen Erwachsenen
sollen ebenfalls zwei MMR-Dosen (im Abstand von
>= 1 Monat) erhalten. Diese Empfehlung gilt besonders für
Medizinal- und Pflegepersonal, zum eigenen Schutz und
zum Schutz der Patienten. Im Spital besteht zudem das
Risiko nosokomialer Übertragung [163,164].

Als immun gelten und von der MMR-Impfung ausge-
nommen sind Erwachsene, die:

14


Seite 15

- mit grosser Wahrscheinlichkeit schon als Kind infiziert
  worden sind; in der Schweiz sind dies aufgrund der da-
  maligen epidemiologischen Situation Personen, die vor
  1964 geboren sind,
- zwei MMR-Dosen im Abstand von mindestens 1 Mo-
  nat erhalten haben. Aus den vorgelegten Dokumenten
  sollen Impfarzt, Datum, Produkt und Dosis hervorgehen,
- eine laborbestätigte Infektion oder Immunität nachwei-
  sen.

Teilimmune. Kinder, die anamnestisch eine natürliche Er-
krankung durchgemacht haben, sollen trotzdem mit
MMR geimpft werden. Die anamnestischen Angaben er-
lauben keinen sicheren Schluss auf Schutz. Antikörper-
bestimmungen vor MMR-Impfung sind unnötig.

Stillende Mütter. Die dem Säugling mit der Brustmilch
mitgegebenen sekretorischen Antikörper beeinträchti-
gen die MMR-Impfung nicht. Die einer stillenden Mutter
verabreichten Impfviren beeinträchtigen den Säugling
nicht. Das gestillte Kind und die stillende Mutter dürfen
geimpft werden.

Akut Erkrankte. Schnupfen, Halsweh, leichtes Fieber,
Durchfall oder andere harmlose Erkrankungen sind kein
Grund, die Impfung zu verschieben oder auszulassen
[107,108]. Dies gilt besonders, wenn nicht gewährleistet
ist, dass die Impfung nach Abklingen der Erkrankung
durchgeführt werden kann.

Bei Kindern mit Krampfleiden in der Vorgeschichte ist
Prophylaxe mit Paracetamol empfohlen.

HIV-Infizierte: Bei HIV-Infektion ohne schweres Immun-
defizit ist die MMR-Impfung angezeigt und gut verträg-
lich [2]. Obwohl die Immunkompetenz mit fortschreiten-
der Krankheit abnimmt, sollen HIV-infizierte Kinder in der
Schweiz wie andere Kinder mit 12 Monaten mit MMR
geimpft werden. HIV-Infektion mit schwerem Immunde-
fizit (siehe unten) ist dagegen eine Kontraindikation.

Kontraindikationen: schliessen eine Impfung aus

Bestehende Schwangerschaft. Bei Schwangeren ist we-
gen des theoretischen Risikos einer Embryopathie die
Impfung kontraindiziert. Frauen sollen vor der Impfung
auf bestehende Schwangerschaft befragt werden, be-
sonders auf die Möglichkeit einer frühen Schwanger-
schaft. Schwangerschaftsteste sind hingegen nicht nötig
[7]. Frauen, die eine Schwangerschaft möchten, verhü-
ten nach MMR-Impfung, wenn möglich 1 Monat lang;
das ursprüngliche Intervall von 3 Monaten konnte auf-
grund des Nachweises der Unschädlichkeit auf 1 Monat
verkürzt werden [7]. Wird eine schwangere Frau verse-
hentlich geimpft, oder wird eine Frau in den ersten Mo-
naten nach der Impfung schwanger, kann die Schwan-
gerschaft trotzdem ausgetragen werden. Bei mehr als
1000 rötelnempfänglichen schwangeren Frauen, die in
der Frühschwangerschaft unabsichtlich eine Rötelnimp-
fung erhalten haben, sind keine Fälle von kongenitalen
Röteln registriert worden [7].

Anaphylaxie. Anaphylaxie auf Neomycin, Gelatine oder
frühere Impfung mit Masern-, Mumps- oder Röteln-Anti-
gen ist eine Kontraindikation. Urtikaria und lokale allergi-
sche Reaktionen sind keine Kontraindikationen.

Immunschwäche. Bei den meisten Formen von angebo-
rener Immunschwäche ist die MMR-Impfung wegen der
Gefahr einer massiven Infektion kontraindiziert. Gesunde
Geschwister und andere Personen im Haushalt von Im-
mungeschwächten dürfen geimpft werden, da die MMR-
Impfviren nicht übertragen werden [3]. Auch schwere er-

worbene Immunschwächen sind eine Kontraindikation.
Die Schwere des erworbenen Defizits wird bei HIV-Infek-
tionen klinisch und anhand der Zahl der CD4+ Lympho-
zyten beurteilt (Tabelle 10). Kürzlich wurde über ein
HIV-infiziertes 1-jähriges Kind mit Impfmasern bei 570
CD4-Zellen/microL und 254000 RNA Kopien/microL berichtet
[165]. Was schweres Defizit bei Kortikosteroidtherapie
bedeutet, wird unten erklärt. Kinder mit Malignomen
können 6 Monate nach Abklingen der Immunsuppres-
sion geimpft werden [7]. Nach Knochenmarktransplanta-
tion ist eine Karenzzeit von 12-24 Monaten zu wahren.
Nach einer Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion bleibt die
Impfung kontraindiziert. Nach Organtransplantation sind
Lebendimpfstoffe zeitlebends kontraindiziert.

Tabelle 10: Zahl der CD4-Zellen, die bei HIV-Infektion ein
            schweres Immundefizit anzeigt, nach [3]

Alter              <1 Jahr  1-5 Jahre  6-12 Jahre  >12 Jahre

CD4-Zellen/microL  <750     <500       <200        <200

Anwendungseinschränkungen: gestatten die Impfung
unter Auflagen

Kortikosteroide. Bei Behandlung mit Prednison oder ei-
nem Äquivalent mit einer Dosis von 2mg/kg KG/Tag oder
>= 20mg/Tag während >14 Tagen muss die Impfung auf-
geschoben und die Erholung der Immunkompetenz ab-
gewartet werden, bis geimpft werden kann. Nach Abset-
zen der Kortikosteroid-Therapie ist eine Karenzzeit von
>= 1 Monat geboten.

Immunglobuline (Ig). Nach Gabe von Standard-Ig oder
IgG zur Prophylaxe oder Behandlung spezifischer Krank-
heiten muss die Impfung ebenfalls solange hinausge-

15


Seite 16

schoben werden, bis die Ig abgebaut sind. Die Wartefrist
schwankt zwischen 3 Monaten (Ig gegen Tetanus oder
Varizella-Zoster) und 11 Monaten (intravenöse Ig-Thera-
pie bei Kawasaki-Syndrom); bei Ig nach Masern-Exposi-
tion beträgt sie 5 Monate [2].

Blutprodukte. Blutprodukte können mit der Antikörperbil-
dung interferieren. Personen, die Blutprodukte erhalten
haben, sollen eine Karenzzeit von 3 Monaten (Erythro-
zyten) bis 7 Monaten (Thrombozyten) einhalten. Nach
Möglichkeit sollen Blutprodukte in den ersten 2 Wochen
nach Impfung vermieden werden.

Krampfleiden. Diese Situation erfordert eine Bespre-
chung mit den Eltern. Kinder mit Krampfleiden in der Vor-
geschichte oder familiärer Belastung haben ein erhöhtes
Risiko postvakzinaler Konvulsionen. Fast immer sind dies
Fieberkrämpfe, und es gibt keine Hinweise, dass solche
Konvulsionen permanente Hirnschäden oder Epilepsie
verursachen, oder neurologische oder andere vorbeste-
hende Leiden verschlimmern [2]. Familiäre Belastung
und antiepileptische Dauerbehandlung sind keine Kontra-
indikation. Ein Gespräch mit dem Neuropädiater ist für
solche Kinder zu empfehlen, deren antiepileptische Dau-
erbehandlung schlecht einstellbar ist. Prävention mit An-
tiepileptika ist nicht empfohlen. Zur Prävention mit Anti-
pyretika siehe Abschnitt UIE.

Impfpromotion
Ärzte, Eltern und Erwachsene sollen sich bietende Gele-
genheiten zur Überprüfung des Impfstatus wahrnehmen,
und den Impfschutz ergänzen oder aufbauen.

Gelegenheiten für die Impfpromotion bei Kindern und 
Jugendlichen sind:
- Routineuntersuchungen des Kleinkindes beim Kinderarzt.
- Vorschulische Untersuchungen beim Haus- oder Kinderarzt.
- Schuleintritts- und -austrittsuntersuchungen durch den
  schulärztlichen Dienst.
- Untersuchungen zu Beginn einer Lehre oder höheren Schule.

Gelegenheiten für die Impfpromotion bei Erwachsenen
sind:
- Jeder Arztbesuch.
- Reisende [166], besonders auch rötelnempfängliche
  Frauen [167], zum Schutz des Reisenden und der Be-
  wohner des Destinationslandes.
- Frauen bei einer Visite für Familienplanung oder nach
  Geburt, besonders rötelnempfängliche Frauen [9]. Stil-
  lende Mütter und Mitglieder im Haushalt einer schwan-
  geren Frau können mit MMR geimpft werden.
  Schwangerschaft ist eine Kontraindikation.
- Krankheitsausbrüche.

KRANKHEITSAUSBRÜCHE

Prävention ist besser als eine (oft späte) Ausbruchkon-
trolle [5]. In Schulen werden Ausbrüche erst dann auf-
hören, wenn eine hohe Durchimpfung mit zwei Dosen
erreicht ist [12]. Ausbrüche bieten Gelegenheit, den
Impfstatus zu überprüfen und à jour zu bringen.
In der Regel liegt ein Ausbruch vor, wenn >= 2 laborbe-
stätigte Fälle am gleichen Ort oder mit gleicher Exposi-
tion auftreten. Bei niedriger Inzidenz (wie in den USA)
kann schon ein einziger Fall (Indexfall) von Masern [2]
oder Röteln [168] als Ausbruch gelten. Die Zahl der Be-
teiligten in einem Ausbruch wird durch die Befragung
von Risikokollektiven ermittelt.

Masernausbrüche

Meldung. Der behandelnde Arzt meldet Masernfälle und
-ausbrüche an den Kantonsarzt. Das diagnostizierende
Labor meldet seine Befunde an den Kantonsarzt und das
BAG. Behandelnder Arzt und Kantonsarzt sprechen das
weitere Vorgehen miteinander ab.

Massnahmen. Sie beinhalten Impfung, Isolierung und In-
formation und basieren auf den Erfahrungen in den USA
[169,170] und den Niederlanden [20].

Impfung. Impfung innerhalb weniger Tage nach Beginn
eines Ausbruchs kann die Ausbreitung eindämmen [85].
Wenn in <= 72 Stunden nach Exposition verabreicht, kann
sie auch Exponierte vor Erkrankung schützen oder die Er-
krankung mildern [171]. Bei allen Mitgliedern im Haushalt
eines Indexfalls ist der Impfstatus umgehend zu überprü-
fen. Empfänglichen oder unvollständig geimpften Haus-
haltmitgliedern (Kinder >= 9 Monate und junge Erwach-
sene) wird die Notwendigkeit der MMR-Impfung in
Erinnerung gerufen, auch wenn die Exposition schon
mehrere Tage zurückliegt. Exposition oder Inkubation
gelten nicht als Kontraindikation der Impfung [2]. Bei
immunkompromittierten Exponierten ist die Gabe von
Standard-Immunglobulin zu erwägen.

Isolierung. Erkrankte Kinder sollten während der Dauer
der Ansteckungsfähigkeit vom Besuch des Kinderhorts,
Kindergartens oder der Schule dispensiert werden. Kon-
tagiosität beginnt 5 Tage vor Exanthembeginn und endet
4 Tage nach seinem Auftreten [3,51].

Quarantäne gilt als ungeeignete Massnahme, ausge-
nommen in Spitälern. Exponiertes und empfängliches
Medizinal- und Pflegepersonal soll mit MMR geimpft und
für die Dauer der Ansteckungsfähigkeit von Patienten
fern gehalten werden.

Kontaktpersonen. Ausserhalb des Haushalts wird nach
nicht immunen Kontaktpersonen gesucht, die mit dem

16


Seite 17

Indexfall zusammengekommen sind, besonders in Säug-
lingsheimen, Kindergärten, Schulen [172] und Rekruten-
schulen [173]. In der Schule zählen zumindest alle Perso-
nen in der Klasse des Indexfalls als Kontaktpersonen, oft
die ganze Schule. Wie im Haushalt wird der Impfstatus
der Kontaktpersonen überprüft und eine Impfung emp-
fohlen. In Betrieben können Werkärzte den Impfstatus
der Belegschaft überprüfen.

Information. Der Kantonsarzt informiert in seinem Kanton
Ärzte, Spitalleiter und andere Institutionen und Betrof-
fene. Die Ärzte in der Region eines Indexfalls sollen se-
kundäre Fälle diagnostizieren und melden und den Impf-
status der Personen, die mit sekundären Fällen im
gleichen Haushalt leben, überprüfen. Bei überregionalen
Ausbrüchen informiert das BAG. Es fordert Eltern auf, bei
ihren Kindern und sich selbst den Impfstatus überprüfen
zu lassen.

Mumpsausbrüche

Bei der Erfassung der Fälle sind milde Infektionen und
Fälle ohne Parotitis aber mit Komplikationen zu berück-
sichtigen. Kontagiosität besteht ab 2 Tagen vor Beginn
der Parotisschwellung bis zu 5 Tagen nach deren Auftre-
ten [3]. Impfung zu Beginn eines Ausbruchs kann die
Ausbreitung eindämmen und der Erkrankung vorbeugen
[171]. Postexpositionelle Immunglobuline verhindern
eine Infektion nicht.

Rötelnausbrüche

Ausbrüche sind am ehesten am Arbeitsplatz (Spital, Kin-
derheim), im Militär, in Schulen oder nach der Heimkehr
von Auslandaufenthalten zu erwarten. Erkranktes und ex-
poniertes Medizinalpersonal, das keine Rötelnimpfung
dokumentieren kann, ist für die Dauer der Ansteckungs-
fähigkeit vom Besuch der Schule oder der Arbeit im Spi-
tal zu dispensieren. Kontagiosität beginnt 7 Tage vor
Exanthembeginn und endet 7 Tage nach dessen Auftritt;
kongenital infizierte Neugeborene können bis zu 1 Jahr
kontagiös bleiben [3,51].
Postexpositionelle Standard-Immunglobuline verhindern
die Infektion oder die Virämie nicht. Bei exponierten
Schwangeren sollen Röteln-IgM und ein eventueller An-
stieg von Röteln-IgG in gepaarten Serumproben be-
stimmt werden [168]. Bei exponierten und nicht-immu-
nen Schwangeren ist die Anwendung postexpositioneller
Immunglobuline individuell abzuwägen. Bei im ersten Tri-
menon bestätigt neu infizierten Schwangeren ist das Ri-
siko kongenitaler Röteln mit manifesten Läsionen hoch,
um 80% [69].

17


Seite 18

ANHANG

Information im Internet

Thema          Institution    Internetadresse

Impfprogramme  BAG            http://www.bag.admin.ch/infekt/impfung/d/index.htm
               WHO            http://www.who.int/gpv
               CDC            http://www.cdc.gov/nip
Impfstoffe     BSV            http://www.bsv.admin.ch/sl/liste/d/index.htm
               Swissmedic     http://www.swissmedic.ch
Vigilanz       Swissmedic     http://www.swissmedic.ch
Meldedaten     BAG            http://www.bag.admin.ch/infreporting/index.htm
               WHO            http://www.who.int/infectious-disease-news
               CDC            http://www.cdc.gov/mmwr
Gesetzestexte  Bundeskanzlei  http://www.bk.admin.ch/ch/d/sr/sr.html

BAG: Bundesamt für Gesundheit 
WHO: Weltgesundheitsorganisation 
CDC: Centers for Disease Control and Prevention
BSV: Bundesamt für Sozialversicherung

Kontaktadressen

Infovac   Getragen von der Schweizerischen Gesell-
          schaft für Pädiatrie und dem BAG. 
          Mitglieder der SKIF beantworten Fragen von 
          Ärzten. Das jährliche Abonnement (Fr. 25.-) 
          schliesst ein monatliches Informationsbulletin ein. 
          E-Mail: infovac@medecine.unige.ch
          Fax 022 379 58 01. 
          http://www.infovac.ch

Für die Meldung Unerwünschter Impferscheinungen (UIE)

Basel     Abteilung klinische Pharmakologie und Toxikologie 
          Kantonsspital und Universitätskliniken 
          Petersgraben 4
          4031 Basel 
          Tel. 061 265 88 68/62
          Fax  061 265 88 64  
          E-Mail: vigilance@uhbs.ch

Bern      Institut für klinische Pharmakologie  
          Universität Bern
          Murtenstrasse 35 
          3010 Bern 
          Tel. 031 632 31 91
          Fax  031 632 49 97, 
          E-Mail: vigilance@ikp.unibe.ch

          für dringliche Meldungen: 
          Swissmedic Pharmacovigilance-Zentrum  
          Erlachstrasse 8
          3000 Bern 9 
          Tel. 031 322 03 52
          Fax  031 322 04 18, 
          E-Mail: vigilance@swissmedic.ch 

Genf      Division de pharmacologie et toxicologie cliniques 
          Hôpital Cantonal Universitaire,  
          1211 Genève 14 
          Tél. 022 382 99 32/36, Fax 022 382 99 40, 
          e-mail: medvig@hcuge.ch 

Lausanne  Division de pharmacology et toxicology cliniques 
          Hôpital de Beaumont, 6-ieme étage
          1011 Lausanne CHUV 
          Tel. 021 314 41 89
          Fax  021 314 42 66
          e-mail: vigil@chuvhospvd.ch 

Lugano    Centro regionale di farmacovigilanza  
          Ospedale regionale Lugano, sede civico
          via Tesserete 46
          6903 Lugano 
          Tel. 091 811 60 46
          Fax  091 811 60 45
          e-mail: farmacovigilanza@bluewin.ch 

Zürich    Abteilung klinische Pharmakologie und Toxikologie 
          Universitätsspital
          8091 Zürich 
          Tel. 01 255 27 70
          Fax  01 255 44 11 
          E-Mail medi.info@dim.usz.ch,  

          oder:
          Medikamenteninformationsdienst/Pharmacovigilance 
          Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum 
          Freiestr. 16
          Postfach
          8028 Zürich 
          Tel. 01 634 10 36
          Fax  01 252 88 33
          E-Mail: medi.info@dim.usz.ch

Hersteller von Mumps-, Masern- und Röteln-Impfstoffen:

GlaxoSmithKline AG    3174 Thörishaus 
                      Tel. 031 888 21 11
                      Fax Medical 031 888 21 44 

Pro Vaccine AG        Grabenstrasse 42
                      6301 Zug  
                      Tel. 041 729 50 20
                      Fax  041 729 50 29 

Berna Biotech         Postfach
                      3001 Bern
                      Tel. 031 980 69 80
                      Fax  031 980 67 75

18


Seite 19

LITERATUR

  1. World Health Organization. Gesundheit 21. Das Rahmen- 
     konzept "Gesundheit für alle" für die Europäische Region der 
     WHO. Kopenhagen: WHO Regional Office for Europe, 2000. 
  2. Advisory Committee on Immunization Practices. Measles, 
     mumps and rubella - vaccine use and strategies for elimina- 
     tion of measles, rubella and congenital rubella syndrome and 
     control of mumps. Morbid Mortal Wkly Rep 1998;47 RR-8: 
     1-58. 
  3. American Academy of Pediatrics. 2000 Red Book. Elk Grove 
     Village, IL 60009-0927: American Academy of Pediatrics, 2000. 
  4. Centers for Disease Control and Prevention. Recommended 
     childhood immunization schedule - United States, 2001. Mor- 
     bid Mortal Wkly Rep 2001;50:7-19. 
  5. Centers for Disease Control and Prevention. Measles eradica- 
     tion: recommendations from a meeting cosponsored by the 
     World Health Organization, the Pan American Health Organi- 
     zation, and CDC. Morbid Mortal Wkly Rep 1997; 46 RR-11: 
     1-20. 
  6. Centers for Disease Control and Prevention. Epidemiology 
     and prevention of vaccine-preventable diseases. Atlanta, GA: 
     Centers for Disease Control (CDC), 1996. 
  7. World Health Organization. Rubella vaccines. WHO position 
     paper. Weekly Epidemiologic Record 2000;75:161-9. 
  8. World Health Organization. Measles. Weekly Epidemiologic 
     Record 1999;74:429-34. 
  9. Plotkin SA, Katz M, Cordero JF. The eradication of rubella. 
     JAMA 1999;281:561-2. 
 10. Rosenthal SR, Clements CJ. Two-dose measles vaccination 
     schedules. Bull World Health Organ 1993;71:421-8. 
 11. Panagiotopoulos T, Antoniadou I, Valassi-Adam E. Increase in 
     congenital rubella occurrence after immunization in Greece: 
     retrospective survey and systematic review. BMJ 1999; 319: 
     1462-5. 
 12. Stevenson J, Murdoch G, Riley A, Duncan B, McWhirter M, 
     Christie P. Implementation and evaluation of a measles/ 
     rubella vaccination campaign in a campus university in the UK 
     following an outbreak of rubella. Epidemiol Infect 1998; 121: 
     157-64. 
 13. Bundesamt für Gesundheit. Impfplan für routinemässige 
     Schutzimpfungen. Stand August 2001. 
     Ordner "Infektionskrankheiten - Diagnose und Bekämpfung", 
     Supplementum VIII: 1-6. BAG, Bern 2001. 
     NEU:
     Supplementum VIII - Schweizerischer Impfplan 2006
 14. Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut. Impf- 
     empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am 
     Robert Koch-Institut/Stand: Juli 2001. Epidemiologisches Bul- 
     letin 2001;13. Juli:203-8. 
 15. Pelletier L, Chung P, Duclos P, Manga P, Scott J. A benefit- 
     cost analysis of two-dose measles immunization in Canada. 
     Vaccine 1998;16:989-96. 
 16. Nadal D. Impfungen. Ther Umsch 1999;56: 698-707. 
 17. Orenstein WA, Hinman AR. The immunization system in the 
     United States - the role of school immunization laws. Vaccine 
     1999;17 Suppl 3:S19-24. 
 18. Ruef C. Ist impfen Privatsache? Schweiz Med Wochenschr 
     1999;129:495-8. 
 19. Vermeersch E. Individual rights versus societal duties. Vaccine 
     1999;17 (Suppl 3):S14-7. 
 20. Van Steenbergen JE, Van den Hof S, Langendam MW et al. 
     Measles outbreak - Netherlands, April 1999-January 2000. 
     Morbid Mortal Wkly Rep 2000;49:299-303. 
 21. Feikin DR, Lezotte DC, Hamman RF, Salmon DA, Chen RT, 
     Hoffman RE. Individual and community risks of measles and 
     pertussis associated with personal exemptions to immuniza- 
     tion. JAMA 2000; 284:3145-50. 
 22. Vitek CR, Redd SC, Redd SB, Hadler SC. Trends in importation 
     of measles to the United States, 1986-1994. JAMA 1997; 277: 
     1952-6. 
 23. Galindo MA, Santin M, Resik S, et al. La eliminacion del 
     sarampion en Cuba. Rev Panam Salud Publica 1998;4:171-7. 
 24. Peltola H, Davidkin I, Paunio M, Valle M, Leinikki P, Heinonen 
     OP. Mumps and rubella eliminated from Finland. JAMA 2000; 
     284:2643-7. 
 25. Peltola H, Heinonen OP, Valle M, et al. The elimination of in- 
     digenous measles, mumps, and rubella from Finland by a 12- 
     year, two-dose vaccination program. NEJM 1994; 331: 
     1397-402. 
 26. Salleras L, Dominguez A, Torner N. Confirmed interruption  
     of indigenous measles transmission in Catalonia, Spain. Euro- 
     surveillance 2001;6:113-7. 
 27. Glismann S, Ronne T, Schmidt JE. The EUVAC-NET survey: 
     national measles surveillance systems in the EU, Switzerland, 
     Norway, and Iceland. Eurosurveillance 2001;5:105-10. 
 28. Réseau Européen de Surveillance Séroépidémiologique. 
     Réseau européen de surveillance séroépidémiologique ESEN: 
     une comparaison des programmes de vaccination ROR. Bul- 
     letin Epidémiologique Hebdomadaire 1999:9-11. 
 29. Bundesamt für Gesundheit. Meldung von Infektionskrankheiten. 
     Ordner "Infektionskrankheiten - Diagnose und Bekämpfung"
     Supplementum XIV:1-3. BAG, Bern 1999. 
 30. Verordnung über die Meldung übertragbarer Krankheiten des 
     Menschen (Melde-Verordnung). 818.141.1, 1999:1-8. 
 31. Verordnung über Arzt- und Labormeldungen. 818.141.11, 1999: 
     1-8. 
 32. Swiss Paediatric Surveillance Unit. SPSU - Jahresbericht 2001. 
     Bulletin Bundesamt für Gesundheit 2002;Nr.32:624-30. 
 33. Bundesamt für Gesundheit. Impfkampagne gegen Masern, 
     Mumps und Röteln. Bull BAG 1987; Nr.8:60-5. 
 34. Paget J, Zimmermann H, Vorkauf H. Epidémie de rougeole en 
     Suisse en 1997: conséquences sur l'Élimination de la rougeole 
     à l'horizon 2007. Eurosurveillance 2000;5:17-20. 
 35. Zimmermann HP, Pfiffner D, Bourquin C, Matter H. Epidé- 
     miologie des maladies évitables par la vaccination. Rev Méd 
     Suisse Romande 1998;118:301-8. 
 36. Matter L, Hohl P, Abelin T, Schopfer K. Rötelnepidemiologie  
     in Rekrutenschulen. Schweiz Med Wochenschr 1992; 122: 
     1606-13. 
 37. Bundesamt für Gesundheit. Masern-, Mumps-, Röteln-Durch- 
     impfung bei Schulkindern in der Schweiz 1991-1998. Bull 
     BAG 2001;Nr.4:65-7. 
 38. Bundesamt für Gesundheit. Repräsentative Erhebung zur 
     Durchimpfung in der Schweiz 1998. Bull BAG 1999; Nr. 20: 
     356-61. 
 39. Stohrer-Draxl P, Amstad H, Grize L, et al. Masern, Mumps und 
     Röteln: Durchimpfungsrate und Seroprävalenz bei 8.-Klässlern 
     in acht verschiedenen Orten der Schweiz 1995/96. Schweiz 
     Rundsch Med Prax 1999;88:1069-77. 
 40. Maurer AM, Seiler AJ. Durchimpfung bei Kleinkindern und 
     Schulkindern im Kanton Bern. Soz Praventivmed 1997; 42: 
     324-31. 
 41. Loutan L, Maitre B, Zuber P. Les étudiants en médecine sont- 
     ils bien vaccinés? Résultats d'une étude sérologique et de 
     couverture vaccinale. Soz Praventivmed 1994;39:86-92. 
 42. Wouilloud A. Impfcompliance bei Müttern/Eltern. II. Schweizer 
     Impfkongress. Fribourg, 2000. 
 43. Masserey E, Bouvier P, Brenner E, et al. La couverture vacci- 
     nale et ses déterminants chez les enfants d'age préscolaire 
     dans le canton den Vaud en 1996. Rev Méd Suisse Romande 
     1998;118:309-15. 
 44. Heusser P. Impfen - ein Gesichtspunkt aus der Komplemen- 
     tärmedizin. II. Schweizer Impfkongress. Fribourg, 2000. 
 45. Matter L, Germann D, Bally F, Schopfer K. Age-stratified sero- 
     prevalence of measles, mumps and rubella (MMR) virus infec- 
     tions in Switzerland after the introduction of MMR mass vac- 
     cination. Eur J Epidemiol 1997;13:61-6. 
 46. Germann D, Matter L. [Increasing the immunization rate 
     against measles, mumps, and rubella in medical students at 
     the University of Berne]. Schweiz Med Wochenschr 1999; 129: 
     499-507. 
 47. Zufferey J, Jacquier P, Chappuis S, et al. Seroprevalence of 
     rubella among women of childbearing age in Switzerland. Eur 
     J Clin Microbiol Infect Dis 1995;14:691-6. 
 48. Desgrandchamps D, Schaad UB, Glaus J, Tusch G, Heininger 
     U. Seroprävalenz von IgG-Antikörpern gegen Masern, Mumps 
     und Röteln bei Schweizer Kindern in den ersten 16 Lebens- 
     monaten. Schweiz Med Wochenschr 2000;130:1479-86.

19


Seite 20

 49. Nicoara C, Zach K, Trachsel D, Germann D, Matter L. Decay of 
     passively acquired maternal antibodies against measles, 
     mumps, and rubella viruses. Clin Diagn Lab Immunol 1999; 6: 
     868-71. 
 50. Andrews N, Pebody RG, Berbers G, et al. The European Sero- 
     Epidemiology Network: standardizing the enzyme immunoas- 
     say results for measles, mumps and rubella. Epidemiol Infect 
     2000;125: 127-41. 
 51. Bundesamt für Gesundheit. Richtlinien zur Bekämpfung über- 
     tragbarer Krankheiten. Ordner «Infektionskrankheiten - Diag- 
     nose und Bekämpfung». BAG, Bern 2000. 
 52. van Den Hof S, Meffre CM, Conyn-Van Spaendonck MA, 
     Woonink F, de Melker HE, van Binnendijk RS. Measles out- 
     break in a community with very low vaccine coverage, the 
     Netherlands. Emerg Infect Dis 2001;7:593-7. 
 53. Sand Jespersen C, Littauer J, Saglid U. Measles as a cause of 
     fetal defects. A retrospective study of ten measles epidemics 
     in Greenland. Acta Paediatrica Scandinavica 1977;66:367-72. 
 54. Koskiniemi M, Vaheri A. Effect of measles, mumps, rubella 
     vaccination on pattern of encephalitis in children. Lancet 1989; 
     1:31-4. 
 55. Tidstrom B. Complications in measles with special reference 
     to encephalitis. Acta Med Scand 1968; 184:411-5. 
 56. Wölfle J, Schmidt J, Kreft B, Albert F, Haverkamp F. Subacute 
     sclerosing panencephalitis (SSPE) as differential diagnosis in 
     severe personality changes and ataxia-case report and litera- 
     ture review. Klin Pädiatr 1997;209:111-5. 
 57. Rebière I. La panencéphalite sclérosante subaigue en France 
     (réseau RENAROUG, 1980-1993). Bull Epi Hebdom 1995; 36: 
     161-3. 
 58. Beersma MFC, Galama JMD, Van Druten HAM, Renier WO, 
     Lucas CJ, Kapsenberg JG. Subacute sclerosing panencephali- 
     tis in the Netherlands - 1976-1990. Internat J Epidemiol 1992; 
     21:583-8. 
 59. Miller DL. Frequency of complications of measles. BMJ 1963; 
     2:75-8. 
 60. Hennessey KA, Ion-Nedelcu N, Craciun MD, Toma F, Wat- 
     tigney W, Strebel PM. Measles epidemic in Romania, 
     1996-1998: assessment of vaccine effectiveness by case- 
     control and cohort studies. Am J Epidemiol 1999;150:1250-7. 
 61. Singh J, Sharma RS, Verghese T. Measles mortality in India: a 
     review of community based studies. J Commun Dis 1994; 26: 
     203-14. 
 62. Lambert SB, Kelly HA, Andrews RM, et al. Enhanced measles 
     surveillance during an interepidemic period in Victoria. Med J 
     Aust 2000;172:114-8. 
 63. Bellini WJ, Rota PA. Genetic diversity of wild-type measles 
     viruses: implications for global measles elimination programs. 
     Emerg Infect Dis 1998;4: 29-35. 
 64. Philip RN, Reinhard KR, Lackman DB. Observations on a 
     mumps epidemic in a "virgin" population. 1958. Am J Epi- 
     demiol 1995;142:233-53; discussion 231-2. 
 65. World Health Organization. Mumps virus vaccines. Weekly 
     Epidemiologic Record 2001;76:346-55. 
 66. Galazka AM, Robertson SE, Kraigher A. Mumps and mumps 
     vaccine: a global review. Bull World Health Organ 1999; 77: 
     3-14. 
 67. Wehner H, Morris R, Logan M, et al. A secondary school out- 
     break of mumps following the childhood immunization pro- 
     gramme in England and Wales. Epidemiol Infect 2000; 124: 
     131-6. 
 68. Falk WA, Buchan K, Dow M, et al. The epidemiology of 
     mumps in southern Alberta 1980-1982. Am J Epidemiol 1989; 
     130:736-49. 
 69. Miller E, Cradock-Watson JE, Pollock TM. Consequences of 
     confirmed maternal rubella at successive stages of pregnancy. 
     Lancet 1982;ii:781-4. 
 70. Kadoya R, Ueda K, Miyazaki C, Hidaka Y, Tokugawa K. Inci- 
     dence of congenital rubella syndrome and influence of the 
     rubella vaccination program for schoolgirls in Japan, 
     1981-1989. Am J Epidemiol 1998;148:263-8. 
 71. Sullivan EM, Burgess MA, Forrest JM. The epidemiology of 
     rubella and congenital rubella in Australia, 1992 to 1997. Com- 
     mun Dis Intell 1999;23: 209-14. 
 72. Morant J, Ruppanner H. Arzneimittel Kompendium der Schweiz 
     2003. Basel: Documed AG, 2002. 
 73. Bundesamt für Gesundheit. Das Bundesamt für Gesundheit 
     empfiehlt, Impfstoffe, die den Rubini-Stamm enthalten, we- 
     gen dessen geringer Wirksamkeit nicht mehr zu verwenden. 
     Bull BAG 2002;Nr.16:300-2. 
 74. Hussain AI, Shanmugam V, Switzer WM, et al. Lack of evi- 
     dence of endogenous avian leukosis virus and endogenous 
     avian retrovirus transmission to measles, mumps, and rubella 
     vaccine recipients. Emerg Infect Dis 2001;7:66-72. 
 75. Weiss RA. Adventitious viral genomes in vaccines but not in 
     vaccinees. Emerg Infect Dis 2001;7: 153-4. 
 76. Bundesamt für Gesundheit. Defekte endogene aviäre Retro- 
     viren in auf Hühnerzellen hergestellten Lebendvirus-Impfstof- 
     fen. Bull BAG 1999;Nr.33: 620-1. 
 77. Tischer A, Gerike E. Immune response after primary and re- 
     vaccination with different combined vaccines against measles, 
     mumps, rubella. Vaccine 2000;18:1382-92. 
 78. Verordnung über Leistungen in der obligatorischen Kranken- 
     pflegeversicherung (Krankenpflege-Leistungsverordnung, KLV). 
     832.112.31, 1995. 
 79. Mossong J, Muller CP. Estimation of the basic reproduction 
     number of measles during an outbreak in a partially vaccinated 
     population. Epidemiol Infect 2000;124:273-8. 
 80. Vitek CR, Aduddell M, Brinton MJ, Hoffman RE, Redd SC. In- 
     creased protections during a measles outbreak of children pre- 
     viously vaccinated with a second dose of measles-mumps- 
     rubella vaccine. Pediatr Infect Dis J 1999;18:620-3. 
 81. De Serres G, Sciberras J, Naus M, Boulianne N, Duval B, Ro- 
     chette L. Protection after two doses of measles vaccine is in- 
     dependent of interval between doses. J Infect Dis 1999; 180: 
     187-90. 
 82. Paunio M, Peltola H, Valle M, Davidkin I, Virtanen M, Heinonen 
     OP. Twice vaccinated recipients are better protected against 
     epidemic measles than are single dose recipients of measles 
     containing vaccine. J Epidemiol Community Health 1999; 53: 
     173-8. 
 83. de Serres G, Boulianne N, Ratnam S, Corriveau A. Effective- 
     ness of vaccination at 6 to 11 months of age during an out- 
     break of measles. Pediatrics 1996;97:232-5. 
 84. Davis RM, Whitman ED, Orenstein WA, Preblud SR, Marko- 
     witz LE, Hinman AR. A persistent outbreak of measles despite 
     appropriate prevention and control measures. Am J Epidemiol 
     1987;126:438-49. 
 85. Robertson SE, Markowitz LE, Berry DA, Dini EF, Orenstein 
     WA. A million dollar measles outbreak: epidemiology, risk fac- 
     tors, and a selective revaccination strategy. Public Health Rep 
     1992;107:24-31. 
 86. Hilleman MR, Buynak EB, Weibel RE, Stokes J, Jr. Live, at- 
     tenuated mumps-virus vaccine. NEJM 1968;278:227-32. 
 87. Van den Bosch CA, Cohen B, Walter T, Jin L. Epidémie d'oreil- 
     lons limitée à une communauté religieuse. Eurosurveillance 
     2000;5:58-60. 
 88. De los Rios Martin R, Garcia Marin N, Sanz Morena JC, al. e. 
     Parotiditis en un area urbana de la Comunidad de Madrid. Es- 
     tado vacunal, diagnostico y medidas de intervencion. Atencion 
     Primaria 2001; 28:10-16. 
 89. Pons C, Pelayo T, Pachon I, Galmes A, Gonzalez L, al e. Two 
     outbreaks of mumps in children vaccinated with the Rubini 
     strain in Spain indicate low vaccine efficacy. Eurosurveillance 
     2000;5:80-4. 
 90. Goh KT. Resurgence of mumps in Singapore caused by the 
     Rubini mumps virus vaccine strain. Lancet 1999;354:1355-6. 
 91. Schlegel M, Osterwalder JJ, Galeazzi RL, Vernazza PL. Com- 
     parative efficacy of three mumps vaccines during disease out- 
     break in Eastern Switzerland: cohort study. BMJ 1999; 319: 
     352-3. 
 92. Charmot E, Toscani L, Egger P, Germann D, Bourquin C, al e. 
     Estimation de l'efficacité de trois souches vaccinales ourli- 
     ennes au cours d'une épidémie d'oreillons dans le canton de 
     Genève. Rev Epidémiol Santé Publ 1998;46:100-7. 
 93. Goncalves G, De Araujo A, Cardoso MLM. Outbreak of mumps 
     associated with poor vaccine efficacy - Oporto, Portugal, 
     1996. Eurosurveillance 1998;3:119-21. 

20


Seite 21

 94. The Benevento and Compobasso Pediatricians Network for 
     the Control of Vaccine-Preventable Diseases. Field evaluation 
     of the clinical effectiveness of vaccines against pertussis, 
     measles, rubella and mumps. Vaccine 1998;16:818-22. 
 95. Germann D, Strohle A, Eggenberger K, al e. An outbreak of 
     mumps in a population partially vaccinated with the Rubini 
     strain. Scand J Infect Dis 1996; 28:235-8. 
 96. Toscani L, Matou M, Bouvier P, Schlaepfer A. Comparaison de 
     l'efficacité de différentes souches de vaccin ourlien: Une en- 
     quête en milieu scolaire. Soz Praventivmed 1996; 41: 341-7. 
 97. Paccaud MF, Hazeghi P, Bourquin M, Maurer AM, Steiner CA, 
     al. e. Rückblick auf zwei Mumpsausbrüche. Soz Praventivmed 
     1995;40:72-9. 
 98. Vaudaux B, Zimmermann HP, Bourquin C, al e. Effet pro- 
     tecteur du vaccin contre les oreillons (souche Rubini):étude du 
     taux d'attaque secondaire. Présentation à la 88e Assemblée 
     annuelle de la Société de Pédiatrie, Crans Montana, 22-24 juin 
     1995. Schweiz Med Wochenschr 1995;125 (Suppl 70):6S. 
 99. Zimmermann HP, Matter HC, Kiener T, al. e. Mumps-Epide- 
     miologie in der Schweiz: Ergebnisse der Sentinella-Über- 
     wachung 1986-1993. Soz Praventivmed 1995; 40: 80-92. 
100. Fogel A, Gerichter CB, Barnea B, Handsher R, Heeger E. Re- 
     sponse to experimental challenge in persons immunized with 
     different rubella vaccines. J Pediatr 1978;92:26-9. 
101. Grayston JT, Detels R, Chen KP, et al. Field trial of live attenu- 
     ated rubella virus vaccine during an epidemic on Taiwan. Pre- 
     liminary report of efficacy of three HPV-77 strain vaccines in 
     the prevention of clinical rubella. JAMA 1969;207:1107-10. 
102. Greaves WL, Orenstein WA, Hinman AR, Nersesian WS. Clin- 
     ical efficacy of rubella vaccine. Pediatr Infect Dis 1983; 2: 
     284-6. 
103. Plotkin SA. Rubella eradication. Vaccine 2001; 19:3311-9. 
104. Muller CP. Measles elimination: old and new challenges? Vac- 
     cine 2001;19:2258-61. 
105. Lee MS, Nokes DJ, Hsu HM, Lu CF. Protective titres of 
     measles neutralising antibody. J Med Virol 2000;62:511-7. 
106. Johnson CE, Darbari A, Darbari DS, et al. Measles vaccine im- 
     munogenicity and antibody persistence in 12 vs 15-month old 
     infants. Vaccine 2000; 18:2411-5. 
107. King GE, Markowitz LE, Heath J, et al. Antibody response to 
     measles-mumps-rubella vaccine of children with mild illness 
     at the time of vaccination. JAMA 1996;275:704-7. 
108. Dennehy PH, Saracen CL, Peter G. Seroconversion rates to 
     combined measles-mumps-rubella-varicella vaccine of chil- 
     dren with upper respiratory tract infection. Pediatrics 1994; 
     94:514-6. 
109. Davidkin I, Valle M. Vaccine-induced measles virus antibodies 
     after two doses of combined measles, mumps and rubella 
     vaccine: a 12-year follow-up in two cohorts. Vaccine 1998; 16: 
     2052-7. 
     10. Markowitz LE, Albrecht P, Orenstein WA, Lett SM, Pugliese 
     TJ, Farrell D. Persistence of measles antibody after revaccina- 
     tion. J Infect Dis 1992;166: 205-8. 
     111. Lee MS, Chien LJ, Yueh YY, Lu CF. Measles seroepidemiology 
     and decay rate of vaccine-induced measles IgG titers in 
     Taiwan, 1995-1997. Vaccine 2001;19:4644-51. 
112. Mossong J, O'Callaghan CJ, Ratnam S. Modelling antibody 
     response to measles vaccine and subsequent waning of im- 
     munity in a low exposure population. Vaccine 2001;19:523-9. 
113. Poland GA, Jacobson RM, Thampy AM, et al. Measles reim- 
     munization in children seronegative after initial immunization. 
     JAMA 1997;277:1156-8. 
114. Gustafson TL, Lievens AW, Brunell PA, Moellenberg RG, But- 
     tery CM, Sehulster LM. Measles outbreak in a fully immunized 
     secondary-school population. NEJM 1987;316:771-4. 
115. Nojd J, Tecle T, Samuelsson A, Orvell C. Mumps virus neutral- 
     izing antibodies do not protect against reinfection with a 
     heterologous mumps virus genotype. Vaccine 2001; 19: 
     1727-31. 
116. Davidkin I, Valle M, Julkunen I. Persistence of anti-mumps 
     virus antibodies after a two-dose MMR vaccination. A nine- 
     year follow-up. Vaccine 1995;13: 1617-22. 
117. Khalil M, Poltera AA, al-Howasi M, et al. Response to measles 
     revaccination among toddlers in Saudi Arabia by the use of 
     two different trivalent measles-mumps-rubella vaccines. Trans 
     R Soc Trop Med Hyg 1999;93:214-9. 
118. Broliden K, Abreu ER, Arneborn M, Bottiger M. Immunity to 
     mumps before and after MMR vaccination at 12 years of age 
     in the first generation offered the two-dose immunization pro- 
     gramme. Vaccine 1998;16:323-7. 
119. Davidkin I, Peltola H, Leinikki P, Valle M. Duration of rubella im- 
     munity induced by two-dose measles, mumps and rubella 
     (MMR) vaccination. A 15-year follow-up in Finland. Vaccine 
     2000;18:3106-12. 
120. Asahi T, Ueda K, Hidaka Y, Miyazaki C, Tanaka Y, Nishima S. 
     Twenty-three-year follow-up study of rubella antibodies after 
     immunization in a closed population, and serological response 
     to revaccination. Vaccine 1997;15:1791-5. 
121. Matter L, Kogelschatz K, Germann D. Serum levels of rubella 
     virus antibodies indicating immunity: response to vaccination 
     of subjects with low or undetectable antibody concentrations. 
     J Infect Dis 1997;175:749-55. 
122. Morgan-Capner P, Miller E, Vurdien JE, Ramsay ME. Outcome 
     of pregnancy after maternal reinfection with rubella. CDR 
     (Lond Engl Rev) 1991; 1:R57-9. 
123. O'Shea S, Best JM, Banatvala JE. Viremia, virus excretion, 
     and antibody responses after challenge in volunteers with low 
     levels of antibody to rubella virus. J Infect Dis 1983; 148: 
     639-47. 
124. Fitzpatrick SB, Anthony R, Heald F. Serological response to 
     rubella revaccination in adolescent females. J Adolesc Health 
     Care 1983;4:168-70. 
125. Christenson B, Bottiger M. Long-term follow-up study of 
     rubella antibodies in naturally immune and vaccinated young 
     adults. Vaccine 1994;12:41-5. 
126. Chu SY, Bernier RH, Stewart JA, et al. Rubella antibody per- 
     sistence after immunization. Sixteen-year follow-up in the 
     Hawaiian Islands. JAMA 1988; 259:3133-6. 
127. Anders JF, Jacobson RM, Poland GA, Jacobsen SJ, Wollan 
     PC. Secondary failure rates of measles vaccines: a metaanal- 
     ysis of published studies. Pediatr Infect Dis J 1996;15:62-6. 
128. World Health Organization. Causality assessment of adverse 
     events following immunization. Weekly Epidemiologic Record 
     2001;76:85-9. 
129. Virtanen M, Peltola H, Paunio M, Heinonen OP. Day-to-day 
     reactogenicity and the healthy vaccinee effect of measles- 
     mumps-rubella vaccination. Pediatrics 2000;106:E62. 
130. Peltola H, Heinonen OP. Frequency of true adverse reactions 
     to measles-mumps-rubella vaccine. A double-blind placebo- 
     controlled trial in twins. Lancet 1986;i:939-42. 
131. D'Souza RM, Campbell-Lloyd S, Isaacs D, et al. Adverse 
     events following immunisation associated with the 1998 Aus- 
     tralian Measles Control Campaign. Commun Dis Intell 2000; 
     24:27-33. 
132. Ward BJ. Vaccine adverse events in the new millennium: is 
     there reason for concern? Bull World Health Organ 2000; 78: 
     205-15. 
133. Barlow WE, Davis RL, Glasser JW, et al. The risk of seizures 
     after receipt of whole-cell pertussis or measles, mumps, and 
     rubella vaccine. NEJM 2001;345:656-61. 
134. Turnbull FM, Burgess MA, McIntyre PB, et al. The Australian 
     Measles Control Campaign, 1998. Bull World Health Organ 
     2001;79:882-8. 
135. Burgess MA, Heath TC, McIntyre PB. The Measles Control 
     Campaign and immunisation adverse events. Commun Dis In- 
     tell 1998;22:136-8. 
136. Farrington P, Pugh S, Colville A, et al. A new method for active 
     surveillance of adverse events from diphtheria/tetanus/ 
     pertussis and measles/mumps/rubella vaccines. Lancet 1995; 
     345:567-9. 
137. Miller E, Waight P, Farrington CP, Andrews N, Stowe J, Taylor 
     B. Idiopathic thrombocytopenic purpura and MMR vaccine. 
     Arch Dis Child 2001; 84:227-9. 
138. Nieminen U, Peltola H, Syrjala MT, Makipernaa A, Kekomaki R. 
     Acute thrombocytopenic purpura following measles, mumps 
     and rubella vaccination. A report on 23 patients. Acta Paediatr 
     1993;82: 267-70.

21


Seite 22

139. Dittmann S, Starke G, Ocklitz HW, Grahneis H, Giesecke H. 
     The measles eradication programme in the German Democra- 
     tic Republic. Bull World Health Organ 1976;53:21-4. 
140. Autret E, Jonville-Bera AP, Galy-Eyraud C, Hessel L. Méningi- 
     tes aseptiques après vaccination anti-ourlienne. Thérapie 1996; 
     51:681-3. 
141. Chen RT, DeStefano F, Davis RL, et al. The Vaccine Safety Da- 
     talink: immunization research in health maintenance organiza- 
     tions in the USA. Bull World Health Organ 2000; 78: 186-94. 
142. Kristensen I, Aaby P, Jensen H. Routine vaccinations and child 
     survival: follow up study in Guinea- Bissau, West Africa. BMJ 
     2000;321:1435-8. 
143. Nakayama T, Aizawa C, Kuno-Sakai H. A clinical analysis of ge- 
     latin allergy and determination of its causal relationship to the 
     previous administration of gelatin-containing acellular pertus- 
     sis vaccine combined with diphtheria and tetanus toxoids.  
     J Allergy Clin Immunol 1999;103:321-5. 
144. Duclos P, Ward BJ. Measles vaccines: a review of adverse 
     events. Drug Saf 1998;19:435-54. 
145. Baxter DN. Measles immunization in children with a history of 
     egg allergy. Vaccine 1996;14:131-4. 
146. Institute of Medicine. Adverse events associated with child- 
     hood vaccines. Evidence bearing on causality. Washington, 
     D.C.: National Academy Press, 1994. 
147. Elliman D, Bedford H. MMR vaccine: the continuing saga. 
     BMJ 2001;322:183-4. 
148. Farrington CP, Miller E, Taylor B. MMR and autism: further 
     evidence against a causal association. Vaccine 2001; 19: 
     3632-5. 
149. Patja A, Paunio M, Kinnunen E, Junttila O, Hovi T, Peltola H. 
     Risk of Guillain-Barre syndrome after measles-mumps-rubella 
     vaccination. J Pediatr 2001;138:250-4. 
150. Strauss B, Bigham M. Does measles-mumps-rubella (MMR) 
     vaccination cause inflammatory bowel disease and autism? 
     Can Commun Dis Rep 2001;27:65-72. 
151. Afzal MA, Minor PD, Schild GC. Clinical safety issues of 
     measles, mumps and rubella vaccines. Bull World Health 
     Organ 2000;78:199-204. 
152. Peltola H, Patja A, Leinikki P, Valle M, Davidkin I, Paunio M. No 
     evidence for measles, mumps, and rubella vaccine-associated 
     inflammatory bowel disease or autism in a 14-year prospec- 
     tive study. Lancet 1998;351:1327-8. 
153. Paunio M, Heinonen OP, Virtanen M, Leinikki P, Patja A, Pel- 
     tola H. Measles history and atopic diseases: a population-ba- 
     sed cross-sectional study. JAMA 2000;283:343-6. 
154. Bundesamt für Gesundheit. Neuregistrierung. Kombinierter 
     Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln. Bull BAG 1999; 
     Nr.21:376-8. 
155. Peltola H. Mumps vaccination and meningitis. Lancet 1993; 
     341:994-5. 
156. Institute of Medicine. Adverse effects of pertussis and rubella 
     vaccines. Washington, D.C.: National Academy Press, 1991. 
157. Tingle AJ, Mitchell LA, Grace M, et al. Randomised double- 
     blind placebo-controlled study on adverse effects of rubella 
     immunisation in seronegative women. Lancet 1997; 349: 
     1277-81. 
158. Bachmann DCG. Notfälle in der Pädiatrie. Therapiewoche 
     Schweiz 1995;47:193-7. 
159. Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankhei- 
     ten des Menschen (Epidemiengesetz). SR 818.101, 1970: 
     1-12. 
160. Verordnung vom 17. Oktober 2001 über die Arzneimittel (Arz- 
     neimittelverordnung, VAM). SR 812.212.21, 2001:1-16. 
161. Interkantonale Kontrollstelle für Heilmittel. Meldung uner- 
     wünschter Arzneimittelwirkungen. Bulletin Bundesamt für 
     Gesundheit 2001;Nr.20:388-91. 
162. White CJ, Stinson D, Staehle B, et al. Measles, mumps, ru- 
     bella, and varicella combination vaccine: safety and immuno- 
     genicity alone and in combination with other vaccines given to 
     children. Measles, Mumps, Rubella, Varicella Vaccine Study 
     Group. Clin Infect Dis 1997;24:925-31. 
163. de Swart RL, Wertheim-van Dillen PM, van Binnendijk RS, 
     Muller CP, Frenkel J, Osterhaus AD. Measles in a Dutch hos- 
     pital introduced by an immuno-compromised infant from Indo- 
     nesia infected with a new virus genotype. Lancet 2000; 
     355:201-2. 
164. Lambert SB, Morgan ML, Riddell MA, et al. Measles outbreak 
     in young adults in Victoria, 1999. Med J Aust 2000; 173: 
     467-71. 
165. Goon P, Cohen B, Jin L, Watkins R, Tudor-Williams G. MMR 
     vaccine in HIV-infected children - potential hazards? Vaccine 
     2001;19:3816-9. 
166. Schweizerische Arbeitsgruppe für Reisemedizin und Bundes- 
     amt für Gesundheit. Impfungen für Auslandreisen. 
     Ordner "Infektionskrankheiten in der Schweiz"
     Supplementum VI: 1-14. 
     Bundesamt für Gesundheit, Bern 2000. 
     NEU:
     http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00682/00684/02535/index.html?
     lang=de&download=M3wBPgDB/8ull6Du36WcnojN14in3qSbnpWWbG6emk6p1rJgsYfhyt3NhqbdqIV+baqwbKbXrZ6lhuDZz8mMps2go6fo
167. Tookey PA, Peckham CS. Surveillance of congenital rubella in 
     Great Britain, 1971-96. BMJ 1999; 318:769-70. 
168. Centers for Disease Control and Prevention. Control and pre- 
     vention of rubella: evaluation and management of suspected 
     outbreaks, rubella in pregnant women, and surveillance for 
     congenital rubella syndrome. Morbid Mortal Wkly Rep 2001; 
     50 (RR-12):1-23. 
169. Landen MG, Beller M, Funk E, Rolka HR, Middaugh J. Meas- 
     les outbreak in Juneau, Alaska, 1996: implications for future 
     outbreaks. Pediatrics 1998; 102:1472. 
170. Fisher L, Williams M, Feltmann L, al. e. Outbreak of measles 
     among Christian Science students - Missouri and Illinois, 
     1994. Morbid Mortal Wkly Rep 1994;43:463-5. 
171. Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut. Empfoh- 
     lene immunprophylaktische Massnahmen bei Auftreten von 
     Erkrankungen an Masern, Mumps oder Röteln in Kinderein- 
     richtungen und Schulen. Epidemiologisches Bulletin 2001;  
     Nr. 29 vom 20. Juli:222-3. 
172. Maurer AM, Mühlemann K. Masern-Ausbrüche im Kanton 
     Bern. Schweiz Med Wochenschr 1998; 128:317-22. 
173. Maurer AM, Mühlemann K, Seiler AJ. Masernausbruch in Re- 
     krutenschulen. Bulletin Bundesamt für Gesundheit 1999; Nr. 4: 
     65-7. 
174. Fenichel GM. Assessment : Neurologic risk of immunization. 
     Report of the Therapeutics and Technology Assessment Sub- 
     comittee of the American Academy of Neurology. Neurology 
     1999;52: 1546-52. 
175. Mäkelä A, Nuorti JP, Peltola H. Neurologic disorders after 
     measles-mumps-rubella vaccination. Pedatrics 2002; 110: 
     957-63 
176. Madsen KM, Hviid A, Vestergaard M et al. A population-based 
     study of measles, mumps, and rubella vaccination and autism. 
     NEJM 2002;347:1477-82

22


Seite 23

EVALUATION

Talon für die Evaluation der Empfehlungen zur Prävention von Masern, Mumps und Röteln

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege

Ihre Meinung über dieses Supplementum interessiert uns. 
Indem Sie die folgenden Fragen beantworten, helfen Sie mit, 
die Qualität zukünftiger Versionen zu verbessern.  

Länge?  [ ]  richtig  [ ]  zu lang  [ ]  zu kurz 

        Ideal sind ..... Seiten 


Inhalt? Ich habe ..... Seiten gelesen  

        Für die Praxis  [ ]  geeignet    [ ]  ungeeignet 

Mein Exemplar   [ ]  bewahre ich als Referenz auf   [ ]  werfe ich weg  

Einzelne Kapitel?           Länge:           1-10* Kommentar 
                    richtig zu lang zu kurz 
1. Zusammenfassung  [ ]     [ ]     [ ]      ....  ..........................................

2. Einleitung       [ ]     [ ]     [ ]      ....  ..........................................

3. Epidemiologie    [ ]     [ ]     [ ]      ....  ..........................................

4. Klinik           [ ]     [ ]     [ ]      ....  ..........................................

5. Impfung          [ ]     [ ]     [ ]      ....  ..........................................

6. UIE              [ ]     [ ]     [ ]      ....  ..........................................

7. Empfehlungen     [ ]     [ ]     [ ]      ....  ..........................................

8. Ausbrüche        [ ]     [ ]     [ ]      ....  ..........................................

9. Referenzen       [ ]     [ ]     [ ]      ....  ..........................................

* 1-10: 1 = sehr schlecht, 10 = sehr gut 


Weitere Anregungen:  

        .....................................................................................

        .....................................................................................

        .....................................................................................


Datum  ..........

Stempel (freiwillig) 


Besten Dank! Bitte zurücksenden an: 

Bundesamt für Gesundheit
Abteilung Epidemiologie und Infektionskrankheiten
Postfach
3003 Bern



Links:

 

[1] Siegrist Claire-Anne, Aebi Christoph, Desgrandchamps Daniel, 
    Heininger Ulrich, Vaudaux Bernard:
    "Konsistent unrichtige Informationen"
    (http://www.ariplex.com/ama/ama_im18.htm)

    [zuerst veröffentlicht in "Schweizer Ärztezeitung", Basel, 2005]

    Das Original hat die URL 
    http://www.saez.ch/pdf/2005/2005-25/2005-25-777.PDF 

    Die Web-Site des Verlags ist http://www.saez.ch 


[2] Online-Lexikon "Krankheiten A-Z"
    des Berufsverbands der Kinder-  und Jugendärzte e.V. (BVKJ)

    http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/show.php3?id=27&nodeid=


 


hier geht's weiter !
[ HOME ]

Copyright © 2006
Aribert Deckers
and
Copyright © 2006
Antares Real-Estate

Jegliche Weiterverwendung der Texte von "Wehrhafte Medizin!" ist verboten.
Verlage dürfen sich wegen der Nachdruckrechte per Email an mich wenden.
Aribert Deckers