Genitale Vernichtung


3.6.2003

19.4.2002
Folgenden Forumsbeitrag darf ich mit freundlicher Genehmigung der Autorin, Renate Ratlos, hier wiedergeben.

Aribert Deckers


Jeden Tag werden 6000 Mädchen genital vernichtet.

http://www.ahriman.com/kb90text.htm

[Zitatanfang]
In der jüngsten Zeit kommt die Genitalverstümmelung wieder öfter in die Schlagzeilen 1), aber zunehmend in einer Form, die einem das Blut in den Adern gefrieren läßt. Es ist so, als lese man den Bericht eines KZ-Häftlings über seine Torturen, Demütigungen und Mißhandlungen und erfahre dann in einem Kommentar, daß dies alles seinen Sinn habe: die Folterungen seien »Orientierungshilfe«, die Verfolgung ein »ehrwürdiger Brauch«, die KZs beschafften Arbeitsplätze, und man dürfe um Himmels willen die KZ-Insassen nicht befreien, weil sie sich in der feindseligen Umgebung nicht zurechtfänden.
[Zitatende]
(Peter Priskil)

http://bathseba.virtualave.net/fembesch.html

[Zitatanfang]
Erst vor kurzem hat eine rituelle Massenbeschneidung im westafrikanischen Sierra Leone daran erinnert, daß der Brauch trotz jahrzehntelanger Bemühungen um Aufklärung keineswegs am Aussterben ist. Mit blutenden, oft stark entzündeten Wunden wurden dutzende Patientinnen in die Krankenstation von Grafton nahe der Hauptstadt Freetown eingeliefert.
Wären dort nicht belgische Mediziner der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" tätig, hätte die Außenwelt nicht erfahren, daß an einem einzigen Tag Mitte Januar bei einer geheimnisumwitterten Dschungel- Zeremonie 600 jungen Frauen mit unsauberen Messern, Scheren und Glasscherben die Genitalien abgeschnitten wurden.
Seit christliche Missionare dagegen anpredigten, haben unzählige staatliche und private Organisationen im Geiste abendländischer Aufklärung versucht, das "Sauberkratzen" zu bekämpfen, wie der Brauch in Afrika vielerorts genannt wird. "Aussichtslos", sagt resignierend der kenianische Arzt Sohanpal Dhupa. "Studierte Leute liefern ihre Töchter zwar nicht mehr den alten Hexen und deren Glasscherben aus, doch statt mit dem Unsinn aufzuhören, schicken sie die Mädchen zur Operation ins Krankenhaus."
Dhupa erklärt das mit dem "ungeheuren Druck der Tradition in den ahnenhörigen Gesellschaften Afrikas". Tief verwurzelt ist der Irrglaube, daß beschnittene Mädchen gesünder heranwüchsen, weil sie weniger Probleme mit der Körperhygiene hätten und dadurch mehr Kinder zur Welt brächten. Befürworter der Frauen-Beschneidung berufen sich auch gern auf ihre jeweilige Religion. Tatsächlich jedoch wird sie von keiner Weltreligion gefordert. Im Mutterland des Islam, Saudi-Arabien,  ist Frauenbeschneidung völlig unbekannt.
Und selbst die traditionellen Glaubenslehren in Afrika, die eine Beschneidung befürworten, begründen sie nicht mit göttlichen Geboten, sondern mit Regeln des sozialen Zusammenlebens. So ist immer noch die Überzeugung verbreitet, daß Beschneidung den Sexualtrieb dämmt, somit die Jungfräulichkeit für den künftigen Ehemann sichert und ihn davor schützt, Hörner aufgesetzt zu bekommen. "Frauen, die noch Schamlippen haben, gelten als Prostituierte. Wer seine Tochter verheiraten will, muß sie verstümmeln", sagt Dhupa.
[Zitatende]
(Bathseba Biotit)

http://www.frauennews.de/themen/genital.htm

[Zitatanfang]
(Angebliche) Gründe für Genitalverstümmelungen
Die Verstümmelung von Mädchen wird von keiner Weltreligion vorgeschrieben. In einigen Ländern wie Ägypten ist sie sogar verboten, wird aber dennoch praktiziert. Die Gründe für diese Praxis beruhen auf vorchristlichen und vorislamischen Traditionen. In einigen Ländern gilt die "Beschneidung" als Teil eines Initiationsritus, mit dem die Mädchen in die "Welt der Frauen" eingeführt werden.
Tief verwurzelt ist der Irrglaube, daß beschnittene Mädchen gesünder heranwüchsen, weil sie weniger Probleme mit der Körperhygiene hätten und dadurch mehr Kinder zur Welt brächten. Weiter ist die Überzeugung verbreitet, daß die Beschneidung den Sexualtrieb dämmt. Die Jungfräulichkeit bleibt somit angeblich für den künftigen Ehemann gesichert.

Oder der Klitoris wird Aggressivität zugeschrieben. Sie sei in der Lage, Männer impotent zu machen bzw. bei der Geburt das Baby zu töten. Oder aber das Genital sei schmutzig und häßlich und die Frau soll so "gereinigt" werden.
Verbreitet ist die Genitalverstümmelung vor allem in ostafrikanischen Ländern, in Somalia, aber auch in Ägypten und einigen zentral- und westafrikanischen Ländern. In Nord-Sudan sind etwa 98 % aller Frauen beschnitten.
Im Koran sagt der Prophet Mohammed (um den Männern und Frauen die Lust zu lassen) zu einer Beschneiderin "schneide wenig ab". In den vier großen islamischen Rechtsschulen wird aber ganz unterschiedlich mit dem Thema umgegangen. In vielen Rechtsgutachten (Fatwas) würden erst späteren Deutungen zufolge hygienische Gründe genannt.
Nach einer Äußerung des neuen Scheichs der richtungsweisenden islamischen Al-Azhar-Universität in Kairo ist die Beschneidung der Klitoris aus religiöser Sicht verboten.
In der Türkei, in Pakistan und dem Iran sind Beschneidungen nicht üblich.
Beschneidung ist keinesfalls nur bei Muslimen üblich. Koptische Christen beschneiden die Babys oft gleich bei der Tauffeier. Oft bedient sich die Tradition der Religion, um ihr Handeln zu legitimieren.
[Zitatende]

http://srv02.anaserve.com/~mbali/dirie.htm
http://www.unfpa.org/modules/goodwill/ambassadors/waris.htm
http://www.spuren-suchen.de/gds/kontinente/afrika/waris/warislife.htm
http://www.arts.uwa.edu.au/aflit/MGF9.html
http://www.unicefusa.org/issues99/jan99/feature.html
http://www.lvrj.com/lvrj_home/1999/May-20-Thu-1999/news/11215192.html
http://www.awesomelibrary.org/Classroom/Social_Studies/Biographies/D_E_F.html
http://www.tve.org/sisters/breaking.html
http://www.un.org/News/dh/latest/27list.htm
http://www.frauennews.de/themen/genital.htm
http://www.somalicenter.org/Resources.htm
http://www.bmz.de/medien/reden/rede2000021901.html
http://www.sistahspace.com/nommo/index5.html
http://www.gegenwehr.de/Links2.html
http://www.afrika-post.de/special/dirie.htm
http://www.fgm.org/BooksFilms.html
http://www.logos-buero.com/page1.htm
http://www.ruediger-nehberg.de/startseite.htm
http://www.target-human-rights.com/ziele.htm
http://www.fgmnetwork.org/articles/Waris.htm (mit Mailingliste)

http://www.ahriman.com/kb90text.htm
http://www.s-t.com/daily/12-96/12-08-96/m03ho559.htm
http://www.hartford-hwp.com/archives/30/153.html
http://bathseba.virtualave.net/fembesch.html
http://www.hri.ca/fortherecord1999/documentation/commission/e-cn4-sub2-1999-14.htm
http://dhushara.tripod.com/book/orsin/rites/rite.htm
http://www.amnesty.org/ailib/intcam/femgen/fgm1.htm
http://umbc7.umbc.edu/~korenman/wmst/fgm2000.html
http://umbc7.umbc.edu/~korenman/wmst/fgm2001.html
http://umbc7.umbc.edu/~korenman/wmst/wmsttoc.html
http://www.religioustolerance.org/fem_cirm.htm
http://www.afrol.com/Categories/Women/msindex.htm
http://www.feminist.org/news/newsbyte/fgm.html
http://www.ncpd.org.eg/TFGs/fgm-tfg.html
http://www.librarymedia.org/health/Topics%20pages/Female.htm
http://www.rainbo.org/
http://www.home.sis-online.com/dotto/
http://almashriq.hiof.no/general/600/610.medical_sciences_medicine/617/Circoncision_anglaise.html
http://www.minorities-jb.com/african/lifestyles/mutilate1011.htm
http://www.eskimo.com/~gburlin/noharmm
http://www.overpopulation.org/dignity.html
http://www.facetoface.org/main.html
http://www.amnesty.de/de/j9903/buecher.htm
http://www.dir-info.de/nachrichten/infolinks/98/08/980822d68e6414.htm
http://www.wege.at/beschneid.htm

Kinder an die Macht!

RR
--
I think I'll get antropological on them one day.

(Pim van Riezen in a.s.r.)


 


hier geht's weiter !
[ Das Amalgam-Zentrum ]

Copyright © 2001-2003
Renate Ratlos
and
Copyright © 2002 - 2003
Aribert Deckers
and
Copyright © 2002 - 2003
Antares Real-Estate

Jegliche Weiterverwendung der Texte der Amalgam-Page ist verboten.
Verlage dürfen sich wegen der Nachdruckrechte per Email an mich wenden.
Aribert Deckers