Betroffene berichten
"Leben" mit Amalgam-Vergiftung
- und andere Dinge im Umgang mit Ärzten -


24.2.1999

(981112)

When the Amalgam was taken out, 4 symptoms disappeared. They did not start at the same time.

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(981000)

Lieber Herr Deckers,
eigentlich habe ich nur zufällig Ihre Amalgamseiten entdeckt. Ich selbst bin auch Geschädigte und kann Ihren Aussagen und Empfehlungen nur beipflichten. Ich bin 26 Jahre alt und seit rund 14 Jahren leide ich u.a. an Rheuma. Vor drei Jahren bin ich durch eigene Nachforschungen auf die wirkliche Ursachen meiner Leiden gekommen und landete auf der Suche nach Hilfe schließlich auch bei Daunderer. Der riet mir, alle Zähne ziehen zu lassen, da ich schwerst vergiftet bin (auch durch diverse andere Zahnmatalle und -gifte) und alle Zähne beherdet waren. Inzwischen bin ich auch zahnlos, aber bei der Extraktion der Zähne, die ich bei einem von Daunderer empfohlenen ZA machen liess, ist so viel schief gelaufen, so dass ich nun auf der Suche nach einem geeigneten ZA und/oder Kieferchirurgen bin, der mich weiterbehandeln kann, da ich noch zahlreiche Herde im Kiefer habe und es mir immer noch dementsprechend schlecht geht.
Warum schreibe ich Ihnen das? Vielleicht sind Sie ja an Erfahrungen Betroffener interessiert, um sie für die Amalgamseiten im Internet zu verwerten.

Viele Grüße
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(981000)

Wenn ich einen Arzt in wenigen Sekunden widerlegen kann, obwohl ich keine medizinische Ausbildung habe, dann ist das kein Folge einer fehlgeleiteten Psyche (wenigstens nicht der meinigen), sondern eine Folge unzureichender (Aus)bildung bzw. fehlenden logischen Denkvermögens des betreffenden Arztes. Es gibt (prozentual) mehr Ingenieure, die zum Glück nicht in den Ingenieursberuf gekommen sind, als Mediziner nicht in den des praktizierenden Arztes. Bei Medizinern praktiziert fast ausschließlich die ganze Abgängerschaft der Unis. Leider werden nicht alle unfähigen Ärzte Pharmavertreter, sondern niedergelassen.
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(981000)

Die Ärzte haben es ja sooo schwer ! Aber - nicht verzagen ! - es gibt Hilfe : Da gibt es jetzt von Verlagen "Aufklärungs- und Anamnesebogen". Die muß Patient lesen und unterschreiben. Dann wird er untersucht. Das Opfer sollte schließlich vorher wissen, auf was es sich da einläßt. Genauer gesagt (ich zitiere den Werbebrief an die Ärzte):
Das ist eine Unverfrorenheit, die kaum überboten werden kann!!! So habe ich jetzt vor dem Computertomographieren einen Bogen vorgelegt bekommen, ohne daß mir jemand etwas erklärt hat. Es hieß nur: "Bitte lesen Sie das durch, füllen es aus und unterschreiben." Ob ich davon auch nur irgendetwas verstanden habe?: - ZERO! Auch einen Arzt habe ich nicht gesprochen - erst nach dem Maschinendurchlauf kam er - und hatte SEHR wenig Zeit - und jammerte gar fürchterlich ob seines entsetzlich langes Arbeitstages.

Die zweite Unverfrorenheit findet sich in der Formulierung "wie und in welchem Umfange ein Aufklärungsgespräch üblicherweise von ihm geführt wird." Man beachte das hintervotzige Wort "üblicherweise" ! Das "üblicherweise" ist juristisch völlig schnurzpiepscheißegal! Denn es kommt nicht darauf an, was "üblicherweise" gemacht wird, sondern einzig und allein auf das, was in dem zur Diskussion stehenden Einzelfall ganz exakt über die Bühne gegangen ist.

Ich habe den Bogen nur deshalb ausgefüllt, weil ich genau wußte, worum es geht und ich auch die Risiken kenne. Aber nur sehr wenige wissen so gut Bescheid wie ich. Der Rest unterschreibt dann eben blind, "car l'ordre du Muphti". Und die erwischt es dann. Selbst früher, als die Bogen noch nicht so gerichtsrelevant waren, habe ich diese Bogen immer gehaßt, weil darin Fragen gestellt werden, die in sich schon schwachsinnig sind, und weil der Platz zum richtigen Ausfüllen viel zu klein ist. Also habe ich oft einen Zettel zu Hause auf dem Rechner zusammengestellt, auf dem die wesentlichsten Sachen stehen. Dies vor allem, damit ich selbst nichts vergesse. Ohne es zu wissen, war ich also damals schon auf dem richtigen Weg, denn durch diesen Zettel kann ich beweisen, was ich dem Herrn Doktor gesagt habe. Nicht "üblicherweise", sondern ganz exakt in diesem Fall.
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(981000)

Morgen muß ich zum Zahnarzt, endlich die Brücke machen lassen. Bin ich froh, daß ich nicht im 17. Jahrhundert lebe! Da habe ich nämlich was für Sie:

Wäre der King clever gewesen, hätte er nach der Devise "Auge um Auge, Zahn um Zahn" auch jedem seiner Zahnärzte die Beißerchen ziehen lassen - wo doch die Ärzte so von der Richtigkeit und Lebenswichtigkeit ihrer Aussagen überzeugt waren...
Eine Idee, die man sich auch heute zu Herzen nehmen sollte!
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(981000)

Ich bin 39 und leide seit 15 Jahren an einer äußerst aggressiven Polyarthritis (PCP) und habe in dieser Zeit dermaßen viel mit alternativen Heilmethoden zu tun gehabt, daß ein Bericht darüber nur mehr in einer Satire auf den Eso-Psycho-Heilmarkt mündete. Dabei ist das einzige Ziel, wenn eine unheilbare Krankheit nagt, wieder einigermaßen gesund zu werden, weniger Schmerzen zu haben und wieder "beziehungsfähiger" zu werden.

Der Psychologe sagte mir, ich wäre schon vor meiner Krankheit nicht beziehungsfähig gewesen, sonst wäre es ja nicht so weit gekommen. Ich denke, na ja, woher will der das wissen, er kennt mich ja überhaupt nicht und weiß nichts von von meinem Leben vor dem Ausbruch der PCP. Ich denke mir, der könnte ja irgendwie doch recht haben, vielleicht, und ich bleibe sein Klient. Diese Krankheit verläuft in Schüben; bei jedem Schub fällt ihm ein neuer Spruch ein - so zum Beispiel: "Dir begegnet nur das im Leben, was du auch verkraften kannst", "Du brauchst deine Krankheit für dein Wachstum", "Horche auf sie (die Krankheit), sie sagt dir etwas", "Du bekommst auch viel dafür". Die Hilflosigkeit des Therapeuten wird nicht thematisiert - warum auch, er verdient auch genug an mir.

Zwischendurch bin ich immer wieder bei verschiedenen Heilmasseuren, von denen ich wider Erwarten die ausgefeiltesten Diätvorschläge bekomme. Ich weiß nicht, warum das so ist, aber die sind mit ihren Übergriffen wenigstens auf der körperlichen Ebene - und das ist besser so, denn mit solchen Diäten hört man meist von selbst wieder auf.

Seminare und Workshops besuche ich schon gar nicht mehr, denn dort muß man immer eine bequeme Kleidung und eine Decke mitnehmen. Die sitzen nämlich alle im Kreis auf dem Boden, und ich, ich kann mich ohne fremde Hilfe nicht auf den Boden setzen, geschweige denn alleine aufstehen. Und der, der die Hilfe anderer eine Woche lang ständig benötigt, gibt eine herrliche Projektionsfläche für den Rest der Teilnehmer ab - und das muß man als Gruppenmitglied erst einmal aushalten. Da heißt es dann unter Garantie an einem bestimmten Punkt immer "Du manipulierst die ganze Gruppe mit deiner Behinderung". Wieder hab' ich etwas falsch gemacht, wieder bin ich selbst schuld an meiner Krankheit, und wenn nicht jetzt, dann war irgend etwas im früheren Leben, was ich jetzt auszutragen habe.

Ich hör' mir Fachvorträge an. Der letzte war in einem Zentrum für Schwerstbehinderte in Altenhof in Oberösterreich. Ein in Deutschland bekannter Buchautor erklärt die psychosomatischen Zusammenhänge von Krankheiten. Das ging ungefähr so : Wenn einer einen Schnupfen hat und niest, will er mit seiner Umgebung nichts zu tun haben, wenn einer fiebert, dann erregt ihn etwas, und wenn jemand Multiple Sklerose hat, dann hat er eine vielfache Verhärtung - auch eine geistige. Es saßen circa hundert Leute im Saal, darunter eine ganze Reihe Rollstuhlfahrer. Beim nächsten Vortrag dieser Art werde ich mir erlauben, an die Zuhörer vorsorglich faule Tomaten und stinkende Eier zu verteilen.
Edgar Klein, Salzburg, in: Die Zeit, 18.8.95, Leserbriefe



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