Betroffene berichten
"Leben" mit Amalgam-Vergiftung
- und andere Dinge im Umgang mit Ärzten -
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5.11.2000

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(001105)

Auf Grund einer Schwermetallvergiftung aus Amalgam und Palladium-Basis- Legierungen möchte ich durch die Veröffentlichung meiner Geschichte möglichst viele Menschen auf die Gefahren und die damit verbundenen Probleme aufmerksam machen.

Ein Zahnmetallgeschädigter

Beschwerdebildbeschreibung+Entfernungsbericht

So weit wie ich mich erinnern kann habe ich bereits in meiner frühen Kindheit Störungen meines Gesundheitszustandes feststellen können. Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, Untergewicht, Frieren, Rückenschmerzen und Ängstlichkeit standen stets im Vordergrund. 1982 im alter von 13 Jahren bekam ich mehrere Füllungen, an die Anzahl der gelegten AgF kann ich mich nicht mehr erinnern, es müssen so 5-7 AgF gewesen sein. In der Folgezeit litt ich an Infektanfälligkeit, Depressionen und Hyperaktivität die zu den bestehenden Störungen meines Befindens deutlich hinzu kamen und sich verstärkten.

1991 ging ich wieder zum Zahnarzt um meine Zähne in Ordnung bringen zu lassen. In den 10 darauffolgenden Monaten wurden mir 10 neue AgF gelegt und gegen alte AgF ausgetauscht. Ich bemerkte in der Folgezeit eine zunehmende Störung meines Allgemeinbefindens in Form von kribbelnder Kopfhaut, chronische Müdigkeit, Starke Migräne, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Zusammenzucken als würde man einen Stromschlag bekommen und zittern der Hände. Ich besuchte meine Krankenkasse um mir Rat einzuholen ohne zu wissen das die Beschwerden auf die Füllungstherapien zurückzuführen sind. Dort bekam ich eine Adresse von einem Internisten der mir helfen könne. Ich spürte ständig ein schnüren am Hals, besonders bei enganliegenden T-Shirts störte es sehr. Ich hatte auch Empfindungsstörungen in meinen Unterschenkeln die sich wie leichtes Stromfließen anfühlten. Ich dachte zu dieser Zeit auch an Multiple Sklerose doch ich verwarf diesen Gedanken. Wegen den starken linksthorakalen Schmerzen lies ich mich im ortsansässigem Krankenhaus untersuchen ohne das eine Ursache gefunden werden konnte.

1992 suchte ich einen Mediziner/Hausarzt auf, der mir von einer Masseurin empfohlen wurde. Dieser bot mir später an wegen den starken linksthorakalen Schmerzen diese mit Spritzen zu behandeln. Ich stimmte zu denn die Schmerzen waren sehr stark Ich bekam diese dann in regelmäßigen abständen wobei ich eine leichte Besserung feststellen konnte in diesem Bereich.

Einige Wochen später bemerkte ich eine Zunahme meiner Beschwerden im Kopfbereich, vor allem schmerzhaftes zusammenziehen meiner Strinhaut so als würde man sehr stark geblendet. Weil dieser Schmerz blieb ging ich zu meinem Hausarzt der darauf sagte das würde vom Nacken kommen. Er gab mir dann in diesem Bereich mehrere Spritzen worauf diese Schmerzen verschwanden um sich dann kurze Zeit später in abgeschwächter Form wieder einzustellen.

Wegen meiner ständigen Magenbeschwerden wurde eine Magenspiegelung durchgeführt. Die diagnostizierte Magenschleimhautentzündung wurde mit der gabe von Imap Spritzen über mehrere Jahre erfolglos behandelt.

Die Schmerzen im linken Brustbereich waren auch durch keine Therapie wegzubekommen und wurden nun auch mit Spritzen in den Rücken von meinem Hausarzt weiterbehandelt.Ich hatte zudem mit Untergewichtsproblemen Schwierigkeiten die aber laut Aussage meines Hausarztes aus medizinischer Sicht nicht bedenklich sind.

Beim Internisten bekam ich parallel zu den Imap Spritzen wegen Übelkeit nun gegen die Schmerzen Infusionen mit Diazepam und Psychopharmaka in Tablettenform.

Auf Grund von ständiger Arbeitsunfähigkeit und Leistungsabfall bekam ich vom Arbeitsamt eine Umschulung zum Bauzeichner da ich meine Tätigkeit als Zimmermann nicht mehr ausüben konnte. Im weiteren Verlauf , da ich nicht ständig zum Arzt wollte bekam ich Starke Medikamente wie z.B. Tramal, Valiqit Paracetamol und Diazepam.

1993 wurde ich dann in der Klinik [...] nach allen Regeln der Kunst untersucht. Lediglich Myalgien, Spannungskopfschmerzen und Psychosomatische Ursachen meiner Beschwerden wurden diagnostiziert. Ich bekam sofort nach Beendigung meiner abgeschlossenen Umschulung einen Arbeitsplatz angeboten. Im Oktober bekam ich wieder einen Infekt der dazu führte das ich Arbeitsunfähig und im Anschluß die erneute Kündigung zur Folge hatte.

Wegen starke Schmerzen der Nieren bekam ich Schmerzspritzen beim Internisten.

9 Monate später im Mai 1994 wurde ich von meinem Internisten in die Psychosomatische Klinik überwiesen. 9 Wochen wurde ich dort Therapiert ohne das sich die Beschwerden besserten. In der Visite wurde ich befragt, ich sagte ich suche nach den Gründen meiner Beschwerden dort verdrehte man mir meine Gedanken und man sagte mir ich würde hinter einer Mauer stehen die ich durchbrechen müßte. Ich wurde ständig gefragt wie ich verstehen würde und warum das denn so ist, eigentlich wollte ich die Antworten von denen haben Sie müßen sie gewußt haben da ich auch nach Zähneknirschen befragt wurde, leider nicht nach Amalgam. Danach wurde ich wieder Gesund geschrieben und in die Arbeitslosigkeit entlassen.

In den folgenden 2 Jahren war ich arbeitslos und fühlte mich weiter sehr schlecht da ich auch immer noch mit Herzrythmusstörungen, die auch durch ein Langzeit EKG nachgewiesen wurden aber unbedenklich seien, probleme hatte.

Vom Arbeitsamt bekam ich dann 1996 einen Fortbildungslehrgang zum EDV- Fachmann. In diesem Zeitraum fühlte ich mich das erste mal seit 1991 besser und vor allem belastbar, in dem ich mich erstmals durch Radfahren und Fußball voll ausbelasten konnte.

Im selben Jahr also im Februar 1996 ging ich zu einer Zahnärztin die in der nähe meiner Wohnung eine Praxis eröffnet hatte. Sie erklärte mir das zwei Zähne keine Füllung mehr halten könnten und überkront werden sollten. Sie sagte mir sie könnte mir ein günstiges Angebot machen in dem sie Palladium verwende. Ich stimmte dem zu und es wurden zwei Palladiumkronen angefertigt und unter Wurzelbehandlung eines Zahnes eingebaut.

In der Folgezeit bemerkte ich das ich innerlich anfing leicht zu vibrieren. Nach etwa einem halben Jahr bekam ich starke tiefsitzende Nackenschmerzen.

Ende 1996 bekam ich starke Krämpfe meiner gesamten Muskulatur, so daß ich also wieder zu meinem Hausarzt ging um Ihm den Vorfall zu berichten. Daraufhin bekam ich das Medikament Ortoton. Auch spürte ich das sich in kurzer Zeit eine starke Schwellung unter dem linken Ohr gebildet hat was etwa Taubeneigroß war.

In der Folgezeit verschlechterte sich mein Befinden sehr schnell, ich wurde stark nervös und bekam Atmungsschwierigkeiten. Auch die Beschwerdesymptomatik von den Jahren ab 1991 stellten sich und zwar in verstärkter Form wieder ein und mußten wieder behandelt werden.

Bis Ende 1997 kam starkes kribbeln in den Händen dazu was nicht mehr wegging und starkes zusammenziehen der Augenlieder wie ich sie noch nicht kannte stellten sich ein.

Starke Erschöpfungszustände und nicht wissen wo ich mich eigentlich befinde nach dem aufwachte kamen hinzu.

Im Dezember machte ich einen Kurzurlaub mit meiner Familie, dort bemerkte ich eine weitere Verschlechterung meiner Gesundheit und der starke Herzschmerz überkam mich wieder ohne daß ich mich angestrengt habe.

Ich bekam dann ein Grippeartiges Gefühl und ich spürte ein übermäßig warmes aufsteigen aus der Bauchgegend was sich besonders im ganzen Oberkörper ausbreitete. Ich konnte nur noch liegen war ständig Müde und für keiner Tätigkeit sowohl körperlich als auch geistig zu motivieren.

So ging ich dann als ich wieder zu Hause war zu meinem Internisten( Es ist der Nachfolger in der gleichen Praxis)dieser stellte einen Grippalen Infekt fest und wegen starker Aphtenbildung an den angeschwollenen Mandeln und im gesamten Mundraum bekam ich eine Tinktur.

In der Folgezeit brannten mir der Bereich um Hals, Nacken und Schulter. Das brennen strahlte dann in die Oberarme aus und war durch Berührungen noch schmerzhafter. Ein starker Husten mit weißgelblichem zähem Sekret stellte sich ein den ich mit Inhalation nicht erfolgreich behandeln konnte.

Im März 1998 sollte ich eine neue Anstellung bekommen um die ich mich seit 1991 beworben hatte. Am gleichen Tag vor der werksärztlichen Untersuchung ging ich noch mal zu meinem Hausarzt um mich noch mal mit gezielten Spritzen und Handgriffen fit machen zu lassen, so daß also die Untersuchung für mich positiv ausfiel und ich die Arbeit antreten konnte.

Beim Einstellungsgespräch hatte ich starke schmerzen im Bereich des Kopfes.

Am18.03.1998 trat ich zu meinem ersten Arbeitstag an, mit dem Gedanken das mich die neue Aufgabe von meinen Beschwerden ablenken würde.

Jedoch mußte ich feststellen das es mir weiterhin nicht gut ging und die Beschwerden sich verstärkten. Ich schaffte also vom ersten Tag an meine Arbeit nur unter stärkster Willenskraft und teilweise auch mit Auseinandersetzungen anderer Kollegen und Vorgesetzten.

In den darauffolgenden Monaten war ich Dauergast bei Ärzten jeder Fachrichtung. Immer wieder machte ich meinen Ärzten deutlich das sich etwas in meinem Körper abspielt was mich stark beeinträchtigt. Ich saß mit geschlossenen Augen wie betrunken beim Internisten und sagte ich bin völlig Erschöpft und Müde obwohl ich gar nicht Müde und Erschöpft sein konnte. Worauf dieser zu mir sagte "sie müssen sich mal unter die Sonnenbank legen . Ihr Blutzucker ist zu niedrig das kommt weil sie von der Arbeit kommen und sei normal". Dazu kam das ich meine Blase nicht richtig entleeren konnte und ständig der Harndrang geblieben ist.

Hinzu kamen Beschwerden wie Sehstörungen und schmerzhafte Sehnen und Muskeln. Ich ging zu einem Krankengymnast, der das auch durch seine Behandlung gut provozieren konnte, daß diese stellen im Schulter-Arm-Bereich danach besonders schmerzten. Auch die Sehnen und Muskeln am Hals waren so schmerzhaft, daß sie bei Kopfbewegungen wehtaten. Selbst durchgeführte Krankengymnastik waren so gut wie nicht möglich auch der versuch mich durch sportliche Aktivitäten fit zu halten war fast unmöglich geworden, da ich schnell Erschöpft war. Das täglich Zähneptzen wurde so unangenehm das ich nach 20 Sekunden wegen starkem Brechreiz abbrechen mußte um mich nicht zu übergeben.

Beim Radiologen wurde nichts weiter festgestellt als ein kleiner Lymphknoten am Hals den ich beobachten sollte.

Ab Herbst 1998 war ich dann wieder besonders häufig bei meinem Hausarzt und bekam nun vermehrt Spritzen in die Bereiche Nacken und Rücken und linksthorakal. Ich sagte mir ich habe auch starke Schmerzen in den Sehnen und Muskeln am ganzen Körper worauf er nicht eingegangen ist. Später als die Schmerzen im Brust und Rippenbereich verstärkt zunahmen bekam ich auch dort Spritzen.

In den weiteren Monaten blieb mein Befinden weiter beängstigend und Symptome wie Kopfschütteln/brummen die sich im inneren meines Kopfes abspielten stellten sich ein.

Besonders beim Essen bemerkte ich daß ich den Löffel nur gegen starken inneren Kopfdruck, der dadurch dieses innerlicher schütteln verstärkt auslöste, in den Mund führen konnte und gleichzeitig zu starken Schmerzen im Bereich der linken Schulter führte und im Oberbauch die sich wie Messerstiche anfühlten.

Gedächtnisstörungen in Form von Ausfällen kommen dazu, so daß ich in Gesprächen nicht mehr wußte was ich sagen wollte obwohl ich doch vorher wußte worum es geht. Auch ist mir dabei aufgefallen, daß ich nach längerem sprechen anfing zu nuscheln und mir bestimmte Worte nicht mehr einfielen. Ich lenkte ab.

Während ich Spätschicht hatte und Mittags wieder völlig gestört aufstand, ging es mir besonders schlecht. Das Mittagessen war schon fertig und ich mußte dann bald los zur Arbeit. Ich konnte jedoch nicht einmal das Besteck richtig festhalten so schwach war ich und mich überkam gleichzeitig starke Müdigkeit, obwohl ich ja schon die ganze Nacht geschlafen hatte. Ich verstand nicht mehr was los ist konnte es aber immer wieder unter starker Willensaufforderung schaffen zur Arbeit zu fahren.

Ich ging zu einem Urologen wegen meiner Blasenbeschwerden mit brennen beim Wasserlassen. Der Urologe vermutete etwas und machte eine Blasenspiegelung alles ohne Befund mein Blasenvolumen sei groß. Er bot mir Psychotherapie an, während der Gesprächstherapie bemerkte ich das ich stärkste Sehstörungen hatte teilweise sah ich alles nur noch verschwommen.

Diese Sehstörungen konnte ich nun fast immer deutlicher Wahrnehmen, so daß sie mich am ganzen Tag störten. Gegenstände bewegten sich, noch nachdem ich meinen Kopf schon nicht mehr bewegte, für 2-3 Sekunden weiter. Beim Autofahren hatte ich auch starke Probleme mit meiner Sehleistung und überhaupt fiel mir das fahren sehr schwer.

Im Juni 1999 ging ich zu einer Heilpraktikerin, ich sollte eine Stuhlprobe einschicken und mich eine Magen-Darmspiegelung unterziehen. Ich ließ mir von meinem Internisten einen Termin für diese Untersuchung geben. Der Stuhlbefund war dann positiv (Candida albicans). Doch die verordnete Mykosetherapie und Ernährungsumstellung brachte kaum Besserung der Beschwerden.

Bei der magenspiegelung wurde Helikobakter pilori festgestellt, die nun Ihrerseits mit einer Kur aus 2 verschiedenen Antibiotika und einem Pumpenhemmer behandelt wurden. Die Darmspiegelung war ohne Befund.

Nach 14 tägiger Behandlung stellte ich keine Besserung fest. Meinem Internisten sagte ich das ich einen Atemtest machen möchte, er willigte ein und der Befund war wiederum positiv. Daraufhin bekam ich eine neue Kur mit anderen Antibiotika. Nach etwa 10 Tagen konnte ich deutlich eine Verbesserung feststellen. Besonders fiel mir auf das sich der ständige faulige Mundgeschmack in einen starken Metallgeschmack veränderte. Ich konnte fast beschwerdefrei arbeiten. Nach dieser Behandlung ging ich zum Internisten und berichtete ihm dies und fragte wie es mit dem Aufbau meiner Darmflora aussieht. Darauf hin sagte er mir "das können sie mit Joghurt machen, ansonsten können sie alles essen." Auf den Metallgeschmack ging er nicht ein.

Nach etwa 10 Tagen stellten sich dann wieder alle Symptome ein worauf ich mich erneut bei meinem Internisten vorstellte und auf einen weiteren Atemtest bestand. Das Ergebnis war nun negativ "Sie habe Phobien sie müssen zu Psychiater" Ich lehnte ab. Als sich bis Oktober 1999 alle Beschwerden eingestellt hatten ließ ich auf Empfehlung eines Kollegen eine Harranalyse erstellen. Zu dem Ergebnis der Analyse mit deutlichen Ungleichgewichten im Mineralhaushalt und Schwermetalleinlagerungen erhielt ich einen individuellen Ernährungsplan.

Nach etwa 6 Wochen ging es mir etwas besser, bis auf ein starkes vibrieren meines Kiefers und kribbeln des Kopfes was ich auf nichts zurückführen konnte.

Im Januar 2000 hatte ich nach der Einnahme eines Hefeangereichten Kefirs starke Schmerzen in der Muskulatur der Arme und Beine. Dazu kam auch das starke schmerzen unterhalb der Schulter mich fast Bewegungsunfähig machten.

Ich konnte durch die Ernährungsumstellung nicht mehr den zuvor gehabten Zustand erreichen. Morgens wachte ich auf und konnte nicht mehr richtig stehen meine Zunge war angeschwollen und brannte. Ich stand mit eingeknickten Knien Oberkörper nach vorne gekrümmt Arme leicht angewinkelt mit starkem zittern der Hände und des Kopfes. Mein gedanke war "das gibt es nicht ich bin 31 und habe Parkinson". Ich mußte mich stark Zusammenreißen um meine Arbeit zu schaffen. Am nächsten Abend vor der Arbeit fuhr ich mit stärksten Beschwerden ins Krankenhaus. Ich sollte dort in der Wartezone warten bis ich aufgerufen werden. Dazu kam es aber nicht, als ich dort saß fing mein ganzer Körper an zu schütteln. Ich fuchtelte wild mit den Armen rum und mir wurde klar, das daß was sehr ernstes sein muß. Eine Frau die mich dabei beobachtete wie ich mich dort auffällig bewegte sagte sofort Bescheid. Ich wurde auf eine Trage gelegt, dabei hatte ich meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle. Ein starkes aufsteigendes Kribbelgefühl von den Händen über die Arme und dem ganzen Gesicht überkam mich und ich mußte nach Luft ringen. Ich schrei um Hilfe während mein ganzer Körper stark vibrierte und die Kribbeleffekte sich in Schüben verstärkten

Nach etwa 15-30 Minuten hatte sich dieser Zustand wieder beruhigt und ich konnte nach Befragung nach Hause gehen. In den folgenden Tagen wurde es mir fast unmöglich meine Arbeit zu schaffen. Kollegen rieten mir doch unter diesen Umständen nach hause zu fahren da ich sehr schlecht aussah und mich wegen starke Schmerzen kaum normal bewegen konnte.

Am 18. März 2000 hatte ich nun meinen zeitvertrag erfüllt und wurde fest übernommen. Da es mir so schlecht ging ließ ich mich sofort beurlauben. Am 5.April 2000 hatte ich einen Termin in einer Fachklinik. Dort wurde eine Entgiftung des Darmes durchgeführt. Nach etwa 3 tagen bekam ich starke schmerzen im Oberschenkel und ein Gefühl wie "donnern" im Kopf. Vor und während des Essens hatte ich starke schmerzen unter dem linken Schulterblatt und der Kopf schüttelte. Auch der starke Metallgeschmack trat wieder in Fordergrund und ich sagte es dem Chefarzt bei der Visite. Er sagte mir das ich das Amalgam und die Palladiumkronen rausmachen lassen müßte. Es wurde ein Speicheltest gemacht. Der Stuhlbefund war auch positiv mit Candida befall.

Nach 9 Tagen kam die Ärztin und sagte mir ich müßte wieder nach hause sie hätten nichts gefunden. Ich war Schockiert und rief sofort bei meine Krankenkasse an, da ich hier gegen meinen Willen nach Hause geschickt werde. Dort sagte man mir, daß kann nur der Arzt vor Ort entscheiden und die hatten bereits entschieden. Ich ging zum Oberarzt und wollte wissen was los ist. Er erklärte mir das er mit mir das Abschlußgespräch machen wird.

Dabei gab er mir so nebenbei den Befund des Speicheltests mit einem Wert von 70,9 mikrogramm / liter Quecksilber mehr dazu nicht und ich sollte mich Naturheilkundlich orientieren.Er sagte mir auch das ich nicht psychisch Krank bin. In der Verwaltung wurde ich gefragt ob ich zufrieden gewesen bin, ich sagte nein ich muß nach Hause was ich nicht wollte. Der Verwaltungschef ging eine Etage höher und telefonierte mit dem Oberarzt. Er sagte mir dann " es sieht gut aus für sie, ich müßte mich nur daran halten was der Oberarzt gesagt hat".

Als ich wieder zu hause war ging ich zu meiner Zahnärztin und erzählte ihr vom Speicheltest. Sie sagte "sie müssen einen Allergietest machen lassen sonst übernimmt die Krankenkasse keine Kosten". Ich ging zu einem Umweltmediziner der diesen Epikutantest an mir durchführte. Nach 3 tagen hatte ich keine Allergie.

10 tage später ging ich nochmals zum Umweltmediziner um ihn nach diesem Allergietest zu befragen und ob es andere Möglichkeiten gibt eine Belastung festzustellen. Er sagte mir, wobei das sehr unsicher klang, das es der einzigste wissenschaftliche nachweis sei und andere Methoden sind ihm nicht bekannt.

Danach begann ich sofort im Internet nach Informationen zu suchen und wurde fündig. Als ich einen Bericht eines Betroffenen gelesen hatte wurde mir erst klar was wirklich los ist.

Ich habe nie daran gedacht das meine Gesundheit durch Amalgam und Palladium geschädigt wird! Ich wurde auch nie über Risiken und Nebenwirkungen informiert!

Entfernung der Giftquellen

Am 09.05.2000 morgens erste Anzeichen von Schüben in den Händen. Ich bin völlig schwach und war ständig müde konnte jedoch nicht schlafen. Ich lief den ganzen Tag in meiner Wohnung umher ohne zu wissen warum. Ich fahre gegen 15 Uhr 20 in die Zahnarztpraxis die Adresse hatte ich aus dem Internet. Mit letzter Kraft erreichte ich die Praxis. Als ich auf dem Stuhl lag und der Dr. kam konnte ich kaum noch zusammenhängend sprechen und ein weiterer Schub durchschoß meinen Körper wie ich Ihn im Krankenhaus erlebt hatte. Ich erzählte ihm wie alles begann nach dem ich die beiden Palladiumkronen 1996 bekommen hatte. Es sollte eine Panoramaaufnahme gemacht werden ich hatte jedoch keine Kraft und bekam weitere Schübe, die Helferin gab mir was zum Trinken dann ging es gerade so. Ich schlich wieder ins Behandlungszimmer und bekam weitere Schübe. Ich bediente mich am Wasserhahn da ich starken Durst hatte. Der Zahnarzt erklärte mir das er auf dem Bild nichts erkennen kann aber er glaubemir das es mit den Kronen einen Zusammenhang geben kann jedoch muß das erst geprüft werden. Ich bat Ihn sofort diese beiden überkronten Zähne zu ziehen da ich Batteriestrom, Metallgeschmack und eine brennende und geschwollenen Zunge habe zudem würden meine Wangen stark kribbeln. ER sagte OK wir machen einen Test. Ich ahnte nichts als auf einmal mein Unterkiefer anfing stark zu vibrieren. Ich sagte es und er erklärte mir er habe Palladiumhaltige Ampullen die er über meinem Kopf unterbrochen mit einer Diode oder sowas dieses vibrieren auslöste. Ein weiterer Versuch mit einer anderen Ampulle führte dazu das mein Unterkiefer sogar stark zu klappern begann.

Das reichte Ihm aus, er rief bei einem Kieferchirurgen an um ihm den Vorfall zu berichten. Gleich am nächsten Morgen sollte ich kommen.

Am 10.05.2000 hat mich dann eine Bekannte dort hingefahren. Der Kieferchirurg erklärte mir wie der Eingriff ablaufen wird und das die beiden Zähne auch schon eine Kieferentzündung (Panoramabild)des beim Wurzelbehandelten Zahnes verursachten. zuerst zog er den überkronten Zahn 36 der komplett rausging. Die Krone des anderen Zahnes brach ab und die Wurzeln wurden einzeln gefräst und entfernt. An Zwei dieser Wurzeln waren zwei Stifte die über das Ende um etwa 1mm hinausragten die die Entzündung verursacht haben. Als es vorbei war bemerkte ich, daß ich etwas besser sehen konnte. Ich mußte sogar auf der Rückfahrt fragen wo wir uns eigentlich befinden da ich es nicht wußte. Zu Hause angekommen fiel ich sofort ins Bett konnte jedoch nicht zur Ruhe kommen. Meine Gedanken spielten verrückt und ich hatte keinen Bezug zur Realität. Irgendwann wachte ich dann mit starken schmerzen im Oberkiefer auf. Ich stopfte meine Wunden neu und ging wieder zu Bett. Ich weiß nicht ob ich geschlafen habe jedenfalls erschreckte ich mich weil Blut durch meinen Mund spritzte. Ich nahm ein frisches Taschentuch und biß so stark drauf daß die Schmerzen unerträglich wurden aber es funktionierte.

Am 17.05.2000 fahre ich in eine private Umweltklinik, dort bekam ich meine erste DMPS-Spritze. Als ich wieder nach hause fuhr wurde mir sehr schlecht ich bekam wahnsinnige schmerzen unterm Schulterblatt und konnte nicht mehr weiterfahren, so daß ich anhalten mußte. Später konnte ich dann schmerzfrei weiterfahren auch eine Verbesserung meiner Sehleistung konnte ich feststellen die für einige zeit anhielt.

31.05.2000 Ich fahre zum Zahnarzt da er auf meinen Wunsch mit der Entfernung der AgF beginnen soll, denn er wollte erst in einem Jahr damit beginnen. Ich hatte 8 Füllungen und 3 kleine im Oberkiefer sollten entfernt werden, dazu hatte ich einen speziellen Absaugschuh den man über den Zahn stülpt bestellt.

01.06.2000 ich bin nur noch müde und mir wird klar, daß das von dem entfernen der AgF ist. Mir wird auch bewußt das ich genau so kaputt bin wie nach jeder Behandlung beim Zahnarzt.

02.06.2000 nach dem aufwachen bin ich wie benebelt und ich habe starke schmerzen im Unterleib und in der Muskulatur der Arme und Beine. Nachmittags bekomme ich schmerzen unterm linken Brustkorb und bin total müde. Als ich wieder aufwache bemerke ich das mein Herz mit über hundert Schlägen pro Minute rast. Abends habe ich immer noch starke schmerzen unterm Brustkorb und mir ist sehr schwindelig.

06.06.2000 Kurze Beratung beim Zahnarzt und die Entfernung drei weiterer AgF. Danach schwerste Schmerzattacken im Schulter- Armbereich und Muskelzucken die schon während der Behandlung mit Fingerzucken anfingen. Später Kopfschmerzen, Oberbauchschmerzen und Konzentrationsstörungen.

08.06.2000 Die Schmerzen in der Schulter begleiten mich ständig. Ich gehe Spazieren und nach etwa 10 Minuten spüre ich ein starkes ziehen im Unterleib. 10 Meter weiter krümmte ich mich vor schmerzen zu Boden. Diesen Schmerz hatte ich das erste mal mit 17 Jahren. Nach 100 Meter fing es wieder an. Etwa Zehn mal mußte ich zu Boden gehen oder mich in die Wiese legen so stark waren die schmerzen. Als ich wieder in meiner Wohnung war gab es nur einen Weg, hin zum Klo. Später wird mir eiskalt es sind 25 Grad in meiner Wohnung aber ich muß mich dick anziehen und mir eine Decke nehmen.

Am 11.06.2000 wurde eine Füllung unten links entfernt die etwas größer ist. Dieser Eingriff war sehr kurz und ich hatte zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Beschwerden feststellen können.

17.06.2000 Morgens muß ich gleich mehrere male zum Dauerdurchfall zum Klo. Im laufe des Tages habe ich starke Konzentrationsstörungen, Trigeminusneuralgien Brustkorbschmerzen sowie schmerzen in den Kniegelenken.

18.06.2000 Morgens habe ich starken fauligen Mund Geschmack. Dann fing mein Herz an wie wild zu Rasen 136 Schläge pro Minute, soviel habe ich nicht mal nach Sportlicher Belastung gehabt.

19.06.2000 wurde meine letzte Agf entfernt, es war eine sehr große Füllung und ich ließ sie mir vom Zahnarzt rausbrechen um sie mit zunehmen.

20.06.2000 ich bekomme bei meinem Hausarzt die 2. DMPS-Spritze mir wird sehr schwindelig und es kommt zu verstärkten Beschwerden und meine Sehleistung nimmt wieder für kurze Zeit etwas zu.

In den nächsten 6 Wochen bin ich fast nicht mehr in der Lage mich zu Bewegen. Meine Mutter zog für diese Zeit zu mir um mich zu pflegen. Danach wurden mir im Abstand von 6 Wochen 3 Weisheitszähne entfernt die ebenfalls Ihren negativen Einfluß hatten da sie komplett eingewachsen im Kiefer lagen. Der dritte Eingriff mußte verschoben werden da ich zu wenig Kraft hatte.

Oktober 2000 nach 5 Monaten bekam ich dann nach meiner 3 DMPS-Spritze und dem Laborbefund mit deutlichem Hinweis einer Vergiftung die Diagnose Schwermetallbelastung die mein Hausarzt erst nicht aufschreiben wollte, ich dann aber mit Rechtsmitteln gedroht habe, da sie zuvor nicht in meinen Diagnosen für meine Krankenkasse stand.

Zahlreiche Laborbefunde mit erhöhten Schwermtallwerten aus Speichel, Urin, Zähnen, Stuhl und Haaren liegen vor.

 

Fazit: Es ist für mich noch nicht ganz klar welche folgen die jahrelange chronische Schwermetallvergiftung aus Amalgam und Palladium für meine Gesundheit hat. Es wird noch einige Jahre brauchen bis ich mich davon erholt habe.

Damit so etwas in der Zukunft anderen Menschen vorenthalten bleibt möchte ich die Verantwortlichen auffordern eine Weiterverwendung dieses gefährlichen Zahnfüllstoffes, mit gleichzeitiger Verwendung anderer Metalle die den Prozeß der Vergiftung beschleunigt und gegenseitig verstärkt, sofort zu verbieten.

Rußland hat es schon seit Mitte der 80iger Jahre nicht mehr verwendet. Haben die qualifiziertere Zahnärzte bessere Füllstoffe und Verarbeitungsmethoden und sind die reicher als das reiche Deutschland??? J.

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