Lokaljournalismus? In Deutschland?

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Zeitungen, das war früher etwas, das man lesen mußte, um zu erfahren, was um Einen herum geschieht in der Welt, nah und fern.

Das ist lange her.

Zeitungen wurden geschrieben und gedruckt, dann verteilt und verkauft. Radio – und später Fernsehen – waren schneller. Der Druck fällt ganz weg, und die Journalisten können sich sogar das Schreiben sparen und gleich frei ins Mikrofon bzw die Kamera sprechen. Ausstrahlung “live”, schneller geht es nicht. Ein Sender, eine Region, Jeder kann teilhaben. Informationen für Alle.

Das Ende kam auf leisen Sohlen – und im Anzug. Die PR. Die Zeitungen sprechen eine große Gruppe Menschen an. PR dagegen will nur diejenigen ansprechen, denen sie etwas verkaufen kann. Zur Optimierung wurde Reklamematerial nicht an Alle versandt, sondern konnte auf Postkarten angefordert werden. Im Zeitalter der Kennzifferzeitschriften – wir sind immer noch drin! – wird gezielt auf “individualisierte Information” gesetzt. Mit dem Beginn des Internets ist dies extrem verschärft, indem nicht alle Informationen für Alle gezeigt werden, sondern von Anfang an nur noch selektierte Teile: Jeder sieht nur noch das, was der Computer für ihn (nach welchen Kriterien auch immer) herausgesucht hat.

Gefilterte Information – der Tod der Freiheit

Gefilterte information ist das Schlimmste überhaupt, denn es ist übelste Manipulation durch Desinformation, durch Vorenthalten von Informationen.

Wenn PR dazu dient, Waren zu verkaufen und dafür nur jene anzusprechen, die sie vielleicht kaufen werden, so ist das eine Sache. Eine ganz andere hingegen ist, wenn Journalisten politische oder andere Dinge nur noch ausgewähltem Publikum zugänglich machen, und dem Rest der Menschheit gar nicht. An genau an dieser Stelle sind wir seit dem Beginn des Internets!

Zeitungen, das war früher einmal. Heute ist das Internet DER Informationskanal. Das Internet ist nicht nur das Ende der Zeitungen, sondern auch das Ende der freien und gleichen Information für Alle.

Die PR mit ihren Methoden ist vorangeprescht, voll an den Zeitungen vorbei, und die PR ist es, die den Zeitungen endgültig den Garaus macht, auch und erst recht im Internet.

Die Zeitung, das ist freie Information für Alle. PR dagegen ist: “Jedem nur das, was WIR für ihn bestimmt haben!”

PR ist heute das Mittel, um Geld zu machen. Werbung bringt Geld. Eine Zeitung kann ohne Werbung nicht leben. Schon seit Jahren ist der Zeitungsmarkt auf den Kopf gestellt: die PR hält sich Zeitungen. Nicht mehr wird Werbung in Zeitungen gefüllt, sondern PR verhüllt sich in journalistische Mäntel um bei ihrer Zielgruppe einzudringen. Das sogar mit kriminellen Methoden.[1]

Vergessen wir nicht: Das letzte noch einwandfrei funktionierende HTML war HTML3. Was danach kam, wurde der Bevölkerung gezielt aufgezwungen, um ihr damit Reklame und Spionage aufpressen zu können. HTML5 ist der Inbegriff des Nazi-Drecks: Man ist nicht mehr Herr seines eigenen Computers. Die Tastatur funktioniert nicht mehr, und die Navigation macht nur noch, was der Reklame-Server ihr erlaubt. Der Computer (unser eigener Computer!) ist zu einem Reklame-Werkzeug verkommen.
.

Betrachten wir nun einen wesentlichen Teil des Journalismus, den Lokaljournalismus, in einer völlig anderen Perspektive als üblich, nämlich aus der technischen Sicht.

Diese Domain

http://www.zeitung.de

ist schon lange im Web. Heute findet man dort in

http://www.zeitung.de/regional/

eine kleingehackte und unlesbar gemachte Übersicht von Regionalzeitungen. Die Liste war bis zum Frühjahr diesen Jahres noch wesentlich besser lesbar online, wie man an diesem Schnappschuß vom Februar 2015 sieht, den ich herunterzuladen dringend rate:

http://web.archive.org/web/20150214181417/http://www.zeitung.de/haupt.html

Eine Liste von Regionalzeitungen. Aber wo bleibt der Lokaljournalismus? Eine Liste der Lokalzeitungen bzw der Lokalredaktionen war nicht zu finden.

Der “Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger” (BDZV) schreibt [2]:

http://www.bdzv.de/maerkte-und-daten/wirtschaftliche-lage/zeitungen-in-zahlen-und-daten/

    [*quote*]
    ————————————————————————-
    Zeitungen und ihre Leser in Stichworten 2014/2015
    […]
    Täglich erscheinen hier 351 Tageszeitungen mit 1.528 lokalen Ausgaben in einer – gedruckten – Gesamtauflage von 16,8 Millionen Exemplaren. Daneben kommen 21 Wochenzeitungen mit 1,7 Millionen Exemplaren und sieben Sonntagszeitungen mit einer Auflage von 2,9 Millionen heraus. Das bedeutet: Auf je 1.000 Einwohner über 14 Jahre kommen in Deutschland 306 Zeitungsexemplare.

    […]
    Die Bundesrepublik Deutschland bietet [in Europa] mit 351 Tageszeitungen (davon 129 Zeitungen mit Vollredaktion, die 1.528 lokale Ausgaben herausgeben) das vielfältigste Angebot.
    ————————————————————————-
    [*/quote*]

Nur 351 Tageszeitungen. Das ist erschreckend wenig. Aber was bedeutet 1528 “lokale Ausgaben”? Was davon, wieviel Prozent der Druckseiten, sind wirklich lokal?

Vergleichen wir mit der Liste aller Gemeinden in Deutschland. Man kann sie hier herunterladen:

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Administrativ/AdministrativeUebersicht.html

Ob diese direkte URL

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Administrativ/Aktuell/Zensus_Gemeinden.xls;jsessionid=7A2EC3AC3A4CF220E09E0EFD93EE0E00.cae1?__blob=publicationFile

später noch funktionieren wird, weiß ich nicht.

Die Liste hat rund 11300 Zeilen. Jede Zeile bedeutet einen Ort. 1.528 lokale Ausgaben für rund 11.000 Orte ist ein deutliches Mißverhältnis. Wie lokal ist “lokal” überhaupt? Was an einer Stelle ein Wohnblock ist, ist woanders ein ganzer Ort, eine Gemeinde…
.

Vergleichen wir mit Facebook:

Facebook hat (grob geschätzt) über 1,1 Milliarden User. Jeder davon hat sein eigenes Verzeichnis. Macht 1,1 Milliarden Verzeichnisse – jedes davon ist eindeutig EINER Person zugeordnet.

1,1 Milliarden Verzeichnisse. Das heißt: Facebook hat 100.000 mal soviel Strukturen wie Deutschland Orte hat.

Aber Facebook ist nicht Orts-orientiert, sondern Personen-orientiert, also GENAU DAS, was PR will: eine EINDEUTIG *EINER PERSON* zugeordnete Zielfläche. Besser geht es gar nicht.

Jeder, der es will, kann heute auf einem ganz gewöhnlichen Server in kürzester Zeit den gesamten Lokaljournalismus Deutschlands (das sind lächerliche 1.528 lokale Ausgaben!) weit hinter sich lassen. Facebook hat es bereits getan. Und nicht nur Facebook! Viele Andere auch!

Es gibt keinen Lokaljournalismus mehr. Es gibt nur noch Einzelpersonen-orientierte Informationsfütterung, von Parametern zahlender Kunden permanent gesteuert und kontrolliert.
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[1]
“Netzmißbrauch durch Medien-Stümper und Kriminelle”
http://ariplex.com/folia/archives/1127.htm

“Traffic-Diebstahl durch Verlage und “Medien”
http://ariplex.com/folia/archives/1143.htm

[2]

    http://www.bdzv.de/maerkte-und-daten/wirtschaftliche-lage/zeitungen-in-zahlen-und-daten/

    [*quote*]
    ————————————————————————-
    Wirtschaftliche Lage
    “Zeitungen in Zahlen und Daten”

    Zeitungen und ihre Leser in Stichworten 2014/2015

    1. Deutschland ist ein Zeitungsland: Deutschland ist ein Zeitungsland. Täglich erscheinen hier 351 Tageszeitungen mit 1.528 lokalen Ausgaben in einer – gedruckten – Gesamtauflage von 16,8 Millionen Exemplaren. Daneben kommen 21 Wochenzeitungen mit 1,7 Millionen Exemplaren und sieben Sonntagszeitungen mit einer Auflage von 2,9 Millionen heraus. Das bedeutet: Auf je 1.000 Einwohner über 14 Jahre kommen in Deutschland 306 Zeitungsexemplare.

    2. Die erste Zeitung erschien 1605 in Straßburg: Deutschland war immer schon ein Zeitungsland: Die älteste Zeitung der Welt erschien erstmals vor 410 Jahren: In Straßburg druckte und verkaufte Johann Carolus ab 1605 seine “Relation” genannten Nachrichten aus aller Welt, statt sie, wie bis dahin üblich, mühselig mehrfach von Hand abzuschreiben. Die älteste TAGESzeitung der Welt kommt aus Leipzig. Am 1. Juli 1650 brachte hier der Drucker und Verleger Timotheus Ritzsch erstmals sein “Einkommende Zeitungen” genanntes Blatt heraus, das sechs-, zeitweilig sogar sieben Mal die Woche erschien.

    3. Abonnement Rückgrat der Verlage: Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen in Deutschland haben treue Leser. Gut 11,3 Millionen Exemplare werden täglich im Abonnement zugestellt, das heißt, durch Zeitungszusteller oder per Post bis an die Haustür gebracht. Etwa 600.000 Exemplare pro Tag gehen am Kiosk oder im Laden über die Theke. Die überregionalen Zeitungen verkaufen gut 750.000 Zeitungen täglich im Abonnement und weitere 130.000 Exemplare im Einzelverkauf. Bei den Kaufzeitungen dagegen wird der Umsatz mit 2,7 Millionen Exemplaren täglich am Kiosk gemacht, mehr als 240.000 Exemplare werden aber auch Tag für Tag an Abonnenten zugestellt.

    4. Dichtestes Händlernetz der Welt: Wer seine Tageszeitung nicht abonnieren möchte, kann sie auch an einer der rund 116.000 Verkaufsstellen des Einzelhandels in Deutschland erwerben. Das bedeutet eine “Händlerdichte” von etwa 1,4 Einzelhändlern pro 1.000 Einwohner. In Deutschland gibt es damit das dichteste Händlernetz der Welt. An circa 5.000 Absatzstellen wird zusätzlich internationale Tagespresse angeboten; dabei setzen Bahnhöfe und Flughäfen mit ihren rund 460 Verkaufsstellen weit über die Hälfte der internationalen Presse ab.

    5. 30,9 Millionen Unique User auf der Website: Drei von vier Deutschen über 14 Jahren (63,2 Prozent) lesen regelmäßig eine gedruckte Tageszeitung. Das sind 44,7 Millionen Männer und Frauen. Bei den lokalen und regionalen Abonnementzeitungen liegen die Leserinnen (52 Prozent) sogar leicht vor den Lesern (50,2 Prozent). Dagegen werden Kaufzeitungen und überregionale Abonnementzeitungen stärker von Männern (23,2 Prozent beziehungsweise 5,7 Prozent) als von Frauen (13,2 Prozent beziehungsweise 3,6 Prozent) genutzt. Angebote der Zeitungen im Internet besuchen mittlerweile 30,9 Millionen Unique User über 14 Jahren (43,9 Prozent). Hinzu kommen mehr als 9,6 Millionen mobile Nutzer, die sich via Smartphone oder Tablet-App mithilfe mobiler Verlagswebsites über das Tagesgeschehen informieren.

    6. Zeitungswebsites bei Jugendlichen sehr beliebt: Nach Altersgruppen betrachtet, erreichen die gedruckten Tageszeitungen ihre höchste Reichweite traditionell bei den 50- bis über 70-jährigen Lesern, nämlich zwischen 72 und 79 Prozent. Auch bei den 40- bis 49-Jährigen greifen mehr als 64 Prozent regelmäßig zur Tageszeitung; und bei den 30- bis 39-Jährigen sind es knapp 54 Prozent. Bei den jüngeren Altersgruppen wird die gedruckte Zeitung in geringerem Maß genutzt: Von den 20- bis 29-Jährigen werden rund 45 Prozent durch die Zeitung erreicht; bei den 14- bis 19-Jährigen sind es fast ein Drittel (31 Prozent). Die 14- bis 29-Jährigen wiederum sorgen mit 67 Prozent Reichweite für die höchsten Werte bei den Online-Angeboten der Zeitungen.

    7. Werbeumsätze bei 3,1 Milliarden Euro: Die Netto-Werbeeinnahmen der Tages- und Wochenzeitungen lagen 2013 bei 3,1 Milliarden Euro. An der Spitze stand das Fernsehen (4,1 Milliarden Euro). Auf den Plätzen drei, vier und fünf folgen Anzeigenblätter (1,9 Milliarden), Publikumszeitschriften (1,2 Milliarden) sowie Online-Angebote und Mobile (1,1 Milliarden). Mehr zur wirtschaftlichen Lage der Zeitungen lesen Sie hier http://www.bdzv.de/markttrends-und-daten/wirtschaftliche-lage/artikel/detail/zur_wirtschaftlichen_lage_der_zeitungen_in_deutschland_2014/.

    8. Lokale Nachrichten bei den Lesern auf Platz 1: Die lokalen Nachrichten interessieren die Leser in ihrer Zeitung ganz besonders, 86 Prozent lesen sie “im Allgemeinen”. Auf den nächsten Plätzen in der Beliebtheitsskala folgen politische Meldungen und Berichte aus Deutschland (67 Prozent) und dem Ausland (55 Prozent) sowie Sportberichte und Anzeigen (beide 44 Prozent). Wichtig finden die Leser ferner Leitartikel, Tatsachenberichte aus dem Alltag und Leserbriefe. Nur 38 Prozent widmen sich hingegen regelmäßig der Kultur, 34 Prozent lesen regelmäßig Nach-richten aus der Wirtschaft, 33 Prozent interessieren sich für Gerichtsberichterstattung und 31 Prozent für Nachrichten aus Wissenschaft und Technik.

    9. Täglich 39 Minuten für die Zeitung: Durchschnittlich 39 Minuten wenden Zeitungsleser täglich für ihre Lektüre auf, am Wochenende sind es sogar 44 Minuten. Männer lesen mit 40 Minuten etwas länger als Frauen (38). Die Lesergruppe der über 50-Jährigen liest deutlich länger (47 Minuten) als die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen (30 Minuten).

    10. Zeitungswerbung besonders glaubwürdig: Anzeigen in der Tageszeitung sind gewünschter Lesestoff. Nach Lokalteil, Politik und Leitartikel nehmen Anzeigen in der Lesergunst den vierten Platz ein. Obendrein gelten Zeitungsanzeigen als besonders glaubwürdig: Während zum Beispiel 78 Prozent der Befragten auf Werbung im Fernsehen gut verzichten könnten, halten nur 38 Prozent der Leser Anzeigen in der Tageszeitung für überflüssig. Dabei profitiert die Werbung in der Zeitung auch von der Glaubwürdigkeit des redaktionellen Teils.

    11. Berichterstattung sehr seriös: Die Zeitung genießt bei ihren Lesern eine besonders hohe Glaubwürdigkeit. Einer Umfrage der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft zufolge vertrauen bei lokalen und regionalen Themen 46 Prozent der Befragten der von Zeitungen vermittelten Information. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen erzielt einen Wert von 23 Prozent, es folgen der öffentlich-rechtliche Hörfunk (10 Prozent) und das Internet (8 Prozent). Die Schlusslichter bilden das private Fernsehen und der private Hörfunk (beide 3 Prozent).

    12. Größte Zeitungsvielfalt in Europa: In Europa erscheinen täglich etwa 2.500 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 85 Millionen Exemplaren. Die Bundesrepublik Deutschland bietet mit 351Tageszeitungen (davon 129 Zeitungen mit Vollredaktion, die 1.528 lokale Ausgaben herausgeben) das vielfältigste Ange-bot. An zweiter Stelle steht Italien mit 111 Zeitungen. Es folgen: Spanien (110), United Kingdom (94), Frankreich (84), Schweden (75), Norwegen (74), Finnland (46), Dänemark (30) und die Niederlande (28). Österreich (15), Irland (9) und Luxemburg bilden die Schlusslichter. Unter den jüngeren EU-Mitgliedern haben Tschechien (79), Bulgarien (61), Polen (35) und Ungarn (30) besonders viele Titel anzubieten.

    13. China und Indien größte Zeitungsmärkte der Welt: Nach verkaufter Auflage stellen die deutschen Tageszeitungen mit 16,8 Millionen Exemplaren den mit Abstand größten Tageszeitungsmarkt in West-Europa, gefolgt von Großbritannien mit einer Auflage von 9,8 Millionen Zeitungen täglich. So genannte “Mittelmärkte” sind bei den Tageszeitungen zum Beispiel Frankreich (6,2 Millionen Exemplare), Italien (3,2 Millionen), die Niederlande (3,0), Spanien (2,6), und Polen (2,2). Schweden, Österreich und die Schweiz liegen bei gut 1,8 Millionen. Bei den übrigen nationalen Zeitungsmärkten handelt es sich um “Kleinmärkte” mit Zeitungsauflagen von 112.000 Exemplaren wie in Luxemburg bis zu 1,3 Millionen Exemplaren wie in Belgien. Weltweit stellen China und Indien die größten Zeitungsmarkt mit 116 und 112 Millionen verkauften Exemplaren täglich. Platz drei belegt Japan mit gut 47 Millionen Exemplaren. Deutschland rangiert – nach den USA (40 Millionen) – an fünfter Position.

    14. Unterschiedliche Zeitungsreichweiten in Europa: In Westeuropa existieren bei der Zeitungsreichweite deutliche Unterschiede. In Deutschland greifen 67 Prozent der über 14-Jährigen regelmäßig zur gedruckten Zeitung (inklusive Wochen- und Sonntagszeitung). Dabei werden sie noch übertroffen von den Schweizern (77 Prozent) und Österreichern (72). Vergleichsweise wenig regelmäßige Zeitungsnutzer über 14 Jahren gibt es dagegen in Frankreich (49), Italien (40) und Spanien (32). Lange führend bei den Reichweiten waren die skandinavischen Länder, sie pendeln sich mittlerweile jedoch auf dem Niveau der übrigen Länder ein mit 73 Prozent (Finnland), 66 Prozent (Schweden) und 44 Prozent Reichweite (Norwegen).

    15. 662 verschiedene Zeitungswebsites in Deutschland: Bereits sehr früh waren die deutschen Zeitungen im Internet präsent. Als erste machten 1995 “taz – die tageszeitung” (Berlin), die “Schweriner Volkszeitung”, “Die Zeit” (Hamburg), die “Süddeutsche Zeitung” (München) und die “Rheinische Post” (Düsseldorf) eigene Online-Angebote. Im Sommer 1996 waren nach einer Zählung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bereits 41 Zeitungen neben der gedruckten Ausgabe auch online aktiv; im Jahr 2014 sind es 662 verschiedene Zeitungswebsites.

    16. Hierzulande werden 125 fremdsprachige Titel verkauft: In Deutschland besteht eine erhebliche Nachfrage nach internationaler Tagespresse. Etwa 125 fremdsprachige Titel werden täglich angeboten. Besonders groß ist der Markt für türkische Tageszeitungen, allein “Hürriyet” hat eine in Deutschland vertriebene Auflage von 23.000 Exemplaren. Den Löwenanteil machen jedoch englischsprachige Titel aus den USA und dem Vereinigten Königreich aus. Gleichzeitig gibt es im Ausland aber auch einiges Interesse an deutschen Tageszeitungen. 1,3 Prozent der Auflage werden jenseits der Grenzen vertrieben.

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    ————————————————————————-
    [*/quote*]

[3]
Der “Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger” (BDZV) ist so analphabetisch, daß er in der Mitte der Web-Seite

http://www.bdzv.de/maerkte-und-daten/wirtschaftliche-lage/zeitungen-in-zahlen-und-daten/

nur einen einzigen Textbaustein anzeigt. und so der Leser gezwungen wird, wie ein dressierter Affe weiterzuklicken, um an Erdnüsse zu gelangen, von Textbaustein 1 bis Textbaustein 16.

Was der Leser nicht weiß: ALLE Teile des Texts sind vollständig in der Web-Seite enthalten! Die Klickerei ist eine reine Schikane.

Wie ich feststellte, wird, wenn man einen gewissen Bereich markiert, DER GESAMTE TEXT ins Clipboard übernommen, siehe [2].

Auf einen solchen “Journalismus” wie eben jenen dieser Herrschaften kann die Welt gut verzichten.

Post Title: Lokaljournalismus? In Deutschland?
Author: Putnam Groove
Posted: 7th August 2015
Filed As: Hochkultur, Medienmafia
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