Wie Terroristen bei Twitter arbeiten

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Terroristen arbeiten komplexer als der gewöhnliche Bürger denkt. Sehr viel komplexer! Falls Sie das nun folgende nicht verstehen, tut es mir für Sie leid, denn dann sind die Terroristen Ihnen überlegen.

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1. Beispiel: Blogs

Wer in einem eigenen Blog schreibt, hat mit Sicherheit eine Email-Adresse.

Was folgt daraus?: Wenn in einem Blog ein Text veröffentlicht wird, ist diese Person, der Schreiber, aktiv. Also wird an alle Email-Adressen, die mit diesem Blog in Verbindung stehen können, eine riesige Ladung Spam-Mails verschickt.

Man darf sich das nicht so vorstellen, daß da besonders nachdenklich vorgegangen würde. Nein! Es wird alles niedergebombt, was es an Email-Adressen gibt.

Natürlich wissen die Spammer nicht, welche Email-Adressen es gibt. Also spidern sie die gesamte Domain. Das kann Wochen dauern, aber das stört sie nicht, weil ihre Computer das automatisch machen.

Dann werden alle Wörter, die in den Web-Seiten gefunden wurden, als Teil einer Email-Adresse benutzt.

Ein normaler Bürger sieht so etwas nie. Auch wer eine eigene Domain hat, wird es fast niemals sehen. Es sei denn, es gibt einen Fehler im Mail-Server und durch den “Catch all” bekommt der arme Domain-Benutzer ALLE Emails, die an die hunderttausende von Adressen (die es gar nicht gibt!) auf dieser Domain verschickt werden. Die Emails kommen so schnell an, daß man sie kaum noch oder gar nicht mehr herunterladen kann.

Das Interessante bei dieser Spam-Flut sind die Email-Adressen, an die verschickt wird: einfach der Reihe nach runter werden ganze Wörterbücher für das Bilden der Email-Adresse benutzt.

Solche “brute force”-Angriffe sind schon lange die Norm. Spammer gehen nicht vorsichtig zu Werke, sondern mit aller Gewalt und rücksichtslos. Es stört sie nicht, daß Millionen Emails verschickt werden, die niemals ankommen. Ihnen reichen die Prozent-Bruchteile, die durchkommen. Darum geht es, und um nichts anderes. Wenn 1 Million Emails verschickt wird und 1 Email kommt durch, dann ist das für sie so in Ordnung. Das ist die Größenordnung. 1 zu 1 Million. Oder schlechter.
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Angenommen, Sie hätten eine Domain. Jetzt denke ich mir dafür einen schönen Namen aus: freibierfueralle.de
Dann lautet die Haupt-WWW-Adresse darauf:

Ich habe mir den Namen zwar ausgedacht, aber so einfach wie der ist, sind Andere auf die gleiche Idee gekommen. Probieren Sie es aus. Sie klicken auf den Link – und landen irgendwo. Der Name wurde registriert, aber er leitet um auf eine andere Adresse. Die gehört einer Brauerei (ich habe es nachgeprüft).

Was wird jetzt passieren?

Sehr einfach: Alle Email-Adressen, die man mit diesem Blog meint in Verbindung bringen zu kännen, werden mit allem möglichen Spam beglückt. Vorzugsweise des Inhalts, der in Verbindung mit dem Wort steht (Bier!) – und ebenso mit Inhalt der verlinkten Domain, was ebenfalls Bier ist, wie praktisch…

Als Adressen werden benutzt solche wie

    * frei@freibierfueralle.de
    * bier@freibierfueralle.de
    * freibier@freibierfueralle.de
    * bierfuer@freibierfueralle.de

und so weiter. Aber nicht nur diese 4 Beispiele (die sowieso, weil ich sie explizit aufgeführt habe), sondern ZIGTAUSENDE.

Und nicht bloß die Adressen von @freibierfueralle.de, sondern auch von ariplex.com (weil dieser Blog hier ist) – und ebenso auf allen anderen Plätzen.

Soweit ich mich erinnere, war schon vor 20 (?) Jahren rund die Hälfte des Traffics im Netz Spam. Die andere waren Pornos. Der mikroskopisch kleine Rest waren Web-Seiten, die die User wirklich interessiert haben.

Heute ist es nicht anders, höchstens noch schlimmer.

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Und was hat das mit Twitter zu tun?

Viel. Sogar sehr, sehr viel. Man kann das hervorragend testen, indem man bei Twitter einen Account eröffnet und von dem aus intensiv auf eine ganz bestimmte Domain verlinkt. Sofort sind in nahezu der Sekunde, wo man den Tweet abschickt, schon 7 – 12 Spider auf der betreffenden Domain. Das geht so schnell, das KÖNNEN keine Menschen sein. Echte Menschen tauchen erst viel später auf der Domain auf. Ich habe das weidlich ausprobiert bei der Domain

http://www.transgallaxys.com

Auf der gibt es nämlich ein Forum – inzwischen ist noch eines hinzugekommen.

Bei diesem Forum wird unten in der Frontseite angezeigt, wieviele Surfer gerade dort sind. Bei Twitter einen Tweet mit einem Link auf das Forum machen – und schon steigt der Zähler schlagartig. Um das zu sehen, muß man die Forumsseite nachladen, weil erst dann der neue Zählerstand eingeblendet wird.

Die Spammer grasen die Domain ab (was sie inzwischen x mal getan haben und immer und immer wieder tun werden) … und dann…

… dann versuchen sie, an alle Adressen, die sie mit dem Tweeter bei Twitter in Zusammenhang bringen, Spam zu verschicken, der in Zusammenhang steht mit der Seite, auf der bei Twitter verlinkt wurde.

Man verlinkt auf eine Seite, wo Whiskey erwähnt wird … schon gibt es Alkoholreklame.

Geht es um Tiere, … gibt es Tierfutter. Oder was auch immer.

Wenn nicht jetzt, dann später. Spammer versuchen es immer wieder, auch Jahre später. Das einzige, was sie für ihre “Arbeit” brauchen, ist ihr Computer und Strom.

Also wundern Sie sich nicht, wenn Sie Spam bekommen zu etwas, das Ihnen im Moment gar nichts sagt.

Erstens war es möglicherweise in der Web-Seite erwähnt worden und fiel Ihnen bloß nicht auf.

Zweitens kommt es möglicherweise wegen eines vor Jahren erfolgten Besuchs irgendeiner Web-Seite. Das ist so lange her, daran können Sie sich gar nicht mehr erinnern. Die Festplatten der Spammer aber schon. Die wissen alles.

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2. Beispiel: Über die Bande!

Schreibt man in einem Blog, sind die Spider aktiv. Aber nicht nur die. Es werden auch in völlig fremden Web-Sites, vorzugsweise in fremden Foren und/oder Web-Farmen der Spammer irgendwelche Texte, Bilder und Fallen hinterlassen. Die Spider suchen nicht nur, sondern überfallen die fremden Sites und laden dort automatisiert “Forumsbeiträge”, Kommentare oder anderen Mist ab. Der muß nicht einmal verständlich sein, sondern kann aus mehr oder minder willkürlich zusammengewürfelten Satzbausteinen bestehen, die woanders gelesen wurden. Der Text ist teilweise so geisteskrank, daß man sich wundert, daß es a) gemacht wird und b) von den Forumsbetreibern nicht weggeräumt wird.

Schreibt man in einem Blog, ist man aktiv. Und schon werden “back-links” gemacht von eben jenen FREMDEN Stellen, wo die Spammer ihrem Müll hinterlassen haben. Wenn man nicht aufräumt, kann sich im Blog ein Berg von zigtausenden von back-links ansammeln. Das ist mir mit der seinerzeit leider als WordPress-Blog gestarteten Web-Site

“Der Regividerm-Skandal
Der größte deutsche Medienskandal seit dem 2. Weltkrieg”

http://www.kindersprechstunde.at

so ergangen. Weil die WordPress-Programmer unfaßbar dumm sind und in ihrem Blog-Skript KEINE geeigneten Admin-Möglichkeiten zur Kontrolle der User und der back-links eingebaut haben, mußte ich den Blog schließen und eine statische Web-Seite daraus machen. Hunderttausenden anderer User wird es ähnlich ergangen sein.

Tatsache ist, daß man sich bei WordPress-Blogs nicht gegen back-links der Spammer wehren kann.

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Die Spammer spielen über die Bande. Die Angriffe kommen über, beziehungsweise mit FREMDEN Web-Sites.

Neu ist nun, daß dies – in welchen Varianten auch immer – Twitter mit einschließt.

Jemand macht bei Twitter einen Tweet, der auf eine fremde Site ABC verweist.
Prompt wird von den Spammern WOANDERS Mist abgeladen, von dem aus im WordPress-Blog ein back-link erscheint.

Wobei, das ist das Interessante, DER INHALT des back-links in Verbindung steht mit jenem, wozu der Tweet gemacht wurde.

Ein Beispiel: Jemand re-tweetet einen Tweet eines Niederländers – klar erkennbar daran, daß der in Niederländisch geschrieben ist. Der daraufhin folgende back-link betrifft etwas in … NIEDERLÄNDISCH!

Natürlich könnte man das als einen Einzelfall betrachten. Wenn sich dieses Muster aber mit anderen Sprachen wiederholt, und das tut es, dann ist die Sache eindeutig.

Wobei, und hier wird es kompliziert, dies vom Tweet eines FREMDEN Surfers ausgelöst wurde, der nichts anderes tat als zu einem fremden Blog zu verlinken und dann – VÖLLIG UNABHÄNGIG von allem anderen – nichts weiter tut, als einen NIEDERLÄNDISCHEN Tweet zu teilen.

Dieser FREMDE Surfer hat nichts weiter getan als einmal zur Site A zu verlinken und irgendwann später zu einem Text in Niederländisch.

Als Ergebnis wird JEMAND ANDERS, der von den Spammern mit A in Verbindung gebracht wird, mit Niederländisch in Verbindung gebracht.

Ich sage es noch einmal, damit das absolut klar ist: Es geht MEHRFACH über die Bande. Aufbauend – über die back-links und das Übrige – kommen DANN nämlich die Spam-Emails!

Eben das ist das Entscheidende und neue: das Spiel über die Bande.

Es ist egal, ob es um Spam oder etwas anderes geht. Entscheidend ist, daß ÜBER DIE BANDE Verknüpfungen hergestellt werden, und daß ÜBER DIE BANDE Menschen ganz persönlich angegriffen werden.

Man sollte nicht nur an Spammer denken, die sind hier nur ein Beispiel von vielen, sondern an Geheimdienste und – vor allem – an die schlimmsten aller Kriminellen im Internet, die Reklameverteiler, die – von Twitter über Facebook bis in die Web-Sites der Verlage, Handelsfirmen und so weiter – überall ihre schmutzigen Finger im Spiel haben. Netz-Nazis.

Die Spammer betreiben keine Sprachanalyse, die Netz-Nazis dagen schon, und das ÄUSSERST intensiv!

Im Krieg von Cambridge-Analytica gegen die USA ging es um die Analyse der Sprache von Surfern, um deren MEINUNG zu bestimmten Themen zu herauszufinden. Eben solches wird seit einiger Zeit von Twitter selbst SEHR INTENSIV eingesetzt, um der politischen Meinung der Twitter-Bosse unliebsame User kaltzustellen.
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Facebook und Twitter sind politisch aktive kommerzielle Organisationen. Sie greifen weltweit ganz direkt in die Staatspolitik ein – und in das private Leben aller Bürger. Es ist höchste Zeit, dem mit aller Härte ein Ende zu bereiten.

Post Title: Wie Terroristen bei Twitter arbeiten
Author: Putnam Groove
Posted: 1st August 2018
Filed As: Medienfaschismus, Nazi-Scheiße im Internet, tief unterhalb der mentalen Nulllinie...
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