Sprache und Spionage — im Elite-Journalismus…

Posted by

Im CJR (Columbia Journalism Review) gibt es einen interessanten Artikel:

.
Doch dort gibt es noch mehr, zB:

    [*quote*]
    ———————————–
    ALSO BY MERRILL PERLMAN

    Webster’s new dictionary means change for journalists

    The history of using ‘quantum’ to mean ‘really big’

    Your head will spin: Uses of ‘naught,’ ‘aught,’ and ‘ought’

    RELATED ARTICLES

    Webster’s new dictionary means change for journalists – Internet is still capitalized

    Your head will spin: Uses of ‘naught,’ ‘aught,’ and ‘ought’ – Time to start writing some tongue-twisters
    ———————————–
    [*/quote*]

.
Aber nicht nur das. Es gibt NOCH MEHR: Kopiert man mit copy+paste zB eine Überschrift (wie die des genannten Artikels), erscheint im Editor unter dem kopierten Text auch diese Zeichenkette:

    [*quote*]
    ———————————–
    – See more at: http://www.cjr.org/language_corner/language_corner_081814.php?utm_content=buffer09b2a&utm_medium=social&utm_source=twitter
    .com&utm_campaign=buffer#sthash.JiP0FQ3Y.dpuf

    ———————————–
    [*/quote*]

.
Das ist deutlich mehr als die echte URL des Artikels:

http://www.cjr.org/language_corner/language_corner_081814.php

.
In dem nach dem Fragezeichen angehängten Teil sind Referenzen:

    [*quote*]
    ———————————–
    ?utm_content=buffer09b2a&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer
    ———————————–
    [*/quote*]

.
Aber nicht nur das! Nach dem “#” folgt eine chaotische Zeichenkette:

    [*quote*]
    ———————————–
    #sthash.JiP0FQ3Y.dpuf
    ———————————–
    [*/quote*]

Das Zeichen “#” ist bei HTML eine Markierung für interne Sprungziele innerhalb einer Web-Seite. Sie werden vom Server ignoriert. Nur der Browser muß sich daran halten und an die so markierte Stelle springen, FALLS es die Markierung tatsächlich gibt.

Hier jedoch ist es umgekehrt: diese komplexe URL

    [*quote*]
    ———————————–
    http://www.cjr.org/language_corner/language_corner_081814.php?utm_content=buffer09b2a&utm_medium=social&utm_source=twitter
    .com&utm_campaign=buffer#sthash.JiP0FQ3Y.dpuf

    ———————————–
    [*/quote*]

wird, wenn jemand sie in einer Email erhält und er ahnungslos draufklickt, in dieser vollständigen Länge an den Server geschickt. Dort wird erstens die echte Web-Seite abgerufen, zweitens jedoch die Referenzen analysiert: “Woher hat der Surfer die URL?”

Dabei wird die Zeichenkette nach dem “#” besonders betrachtet. Die wird nämlich jedem Surfer INDIVIDUELL verpaßt, so daß man hinterher genau feststellen kann, WER diese URL weitergegeben hat. Denn der Server hat eine ganze Reihe von Daten in dem Moment gespeichert (IP, Browser, Bildschirmauflösung, Cookies, etc) , wo diese Web-Seite von dem Auslöser vom Server heruntergeladen wurde.

Auf diese Weise läßt sich ein Beziehungsnetzwerk von Personen erfassen. Kurz: Das ist knallharte Spionage.

Zitat:

    [*quote*]
    ———————————–
    (CJR) Columbia Journalism Review is published by the Columbia University Graduate School of Journalism
    ———————————–
    [*/quote*]

Warum begeht eine Journalismus-Fakultät einer Universität so eine Schweinerei?

Wie tief ist Journalismus gesunken?

—–
“Are they brain-dead at ProPublica?”
http://ariplex.com/folia/archives/719.htm

Post Title: Sprache und Spionage — im Elite-Journalismus…
Author: Putnam Groove
Posted: 18th August 2014
Filed As: Hochkultur, Medienmafia
Tags:
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

Comments are closed.

Videos, Slideshows and Podcasts by Cincopa Wordpress Plugin