DreiNull | Folia lib.
Herr Jedertweet bei 120 Dezibel Schweigen
Monday 7 May 2012 @ 12:22 pm

Wir leben in einer Zeit, in der Alle die gleichlaute Stimme haben, der kleine Zwitschervogel auf dem Baum genauso wie der mit 150.000-Euro Jahresgehalt betankte Superprof mit Dutzenden Leibeigener. Das Netz macht es möglich. Das ist nicht erst seit heute so, das ist schon seit gut 30 Jahren so, aber erst jetzt, durch die immer einfacher zu nutzenden (Maschinen)-Skripte und durch die Möglichkeit, sich nahezu gratis und ungestört ein eigenes Online-Reich zu schaffen, ist Herr Jedertweet in der Lage, 24 Stunden am Tag in voller Lautstärke zu pfeifen, zu flöten, zu flirten, zu brüllen … und zu schweigen.

Nur, wenn er schweigt, hört ihm auch keiner zu.

Die bisherigen Machthaber der Worte- und Bilderhoheit – die Presse, die Radiosender und die Fernsehstationen, und die vielen, vielen Buch- und Zeitschriftenverleger – wer hört ihnen noch zu? Und vor allem: wer bezahlt sie? Ein kompletter Verlag, gutsituiert, honorig, fest wie ein Fels in der Brandung – Herr Jedertweet kann es nicht nur mit ihm aufnehmen, er läßt ihn im Grundrauschen untergehen. Herr Jedertweet bemerkt es nicht einmal…




Michael Moore’s neuer Dokumentarfilm über den 2. Weltkrieg
Wednesday 22 June 2011 @ 3:52 am

Michael Moore hat einen neuen Dokumentarfilm über den 2. Weltkrieg. Nicht der Michael Moore von heute, sondern der Michael Moore von heute als der Michael Moore von damals.

Der Dokumentarfilm über den Dokumentarfilm:




Web-Design hat die Grenze zum Verbrechen an der Allgemeinheit schon lange überschritten.
Friday 3 June 2011 @ 7:59 am

Wenn die Surfer die Gelegenheit hätten, den Web-Designern nachts im Park zu begegnen, sähe das Web besser aus.




Neues vom Sklavenmarkt
Friday 25 March 2011 @ 6:50 am

Rechtzeitig zum Wochenende kam heute ein Brief von der Post: ein dünner
Karton mit einem Schreiben, einem Leporello, einem Stempelkissen und – man
staune! – einem Stempel, auf dem auf einem Aufkleber “www.dieredaktion.de”
steht, dessen Text auf dem Stempelgummi jedoch “BEZAHLT” lautet.

Wie die oberste Leeresleitung auf die Idee kommt, MIR einen solchen Brief
zu schicken, und wieso sie glaubt, überhaupt annehmen zu dürfen, daß ich
mit diesem wirren Brief etwas anfangen könnte, ist mir ein Rätsel.

Woher hat sie meine Adresse?

Ist das jetzt eine Rauswurfsendung an jeden erreichbaren Briefkasten?
Wurden – widerrechtlich – die Daten des DENIC zwangsentfremdet, um
Domain-Registrierte als Zielgruppe zu belästigen?

Hat sich die Post AG Daten-DVDs gekauft und per Namensabgleich mit
Suchmaschinentreffern im Internet die Zielfläche ihrer Briefkanonen
positioniert? Interessant ist, daß der Bereich “Brief” hinter der Aktion
steckt. Was haben im Zeitalter der Emails BRIEFE mit Zahlungsverkehr von
Journalisten zu tun?

Wenn der Bereich “Brief” mit dem Stempel zum Ausdruck bringen will, daß
ich künftig Briefe mit diesem Stempel selbst frankieren kann, nun, dagegen
hätte ich nichts einzuwenden. Allein, mir fehlt der Glaube.

Bleibt immer noch ein Karton mit Stempel, Stempelkissen, Anschreiben und
Leporello.

Die Eroberer der Amerikas hätten ehedem wenigstens noch eine Glasperle für die
Eingeborenen draufgelegt. Aber das hier, das ist ja noch nicht einmal ein
Bestechungsversuch. Es ist schlicht und einfach eine Frechheit und eine
Beleidigung meiner Intelligenz.

Vielleicht sollte ich öffentlich lauter über globale Vernetzung per
lokalen, autonomen Funknetzen für Internet III nachdenken.

Venceremos!




Die Selbstvermarktung der Medien und der Untergang des Landes Japan
Thursday 17 March 2011 @ 8:52 am

Es wird bei vielen Gelegenheiten gesagt, in dieser Republik gäbe es
Gebiete, Szenen, Gruppen, Inseln, Nischen – kurz: Ansammlungen von
Menschen -, die mehr oder minder isoliert vom Rest der Welt existieren und
eine wachsende Kluft zwischen diesen Gruppen.

Wenn ausgerechnet auf dem Gebiet der Kommunikation (Journalismus sollte,
zumindest vom urprünglichen Ansatz her, doch irgendwann einmal etwas -
wenn auch sehr entfernt – mit Kommunikation zu gehabt haben) die nach
ihrer Selbstverstandortung und nach der – wenn auch kindlich-naiven
Scheinwelt-geprägten – Weltsichtvermutung der Otto-Normal-Bevölkerung die
die Kommunikationsbranche Seienden sich weitab von Wissen und von
KommunikationsFÄHIGKEIT befinden, kommen da wirklich NIEMANDEM leise
Zweifel, wenn der zweiäugig Blinde dem Tauben Farben erklären will?

Die kafkaesken Verrenkungen der Medien – ihr Vakuum zu verkaufen als
Fakten – rufen bei den Fachleuten nur noch schieres Entsetzen hervor.

Die Kommunikationsbranche schafft sich selbst ab.

A Labertasche does not a Sendung make.




Selbstbedienung beim Universum
Monday 20 September 2010 @ 8:45 pm

Das Standardwerk für den Erfolgreichen

Selbstbedienung beim Universum

Der Mensch als Gottes Geschöpf
muß nicht in der Warteschlange stehen.
Die Welt gehört ihm.
Er kann und darf sich nehmen, was ihm zusteht!

das Standardwerk

detaillierte Beschreibungen für die Gebiete

Selbstbedienung bei Mitgliedschaften
Selbstbedienung bei Ehrenmitgliedschaften
Selbstbedienung bei Kongressen, Rednerlisten
Selbstbedienung bei Kongress-Einladungen
Selbstbedienung bei Titeln: Dr., Dr. mult., Prof., …
Selbstbedienung bei Universitätsinstituten
Selbstbedienung, kontinuierliches Grundgehalt
Selbstbedienung bei Nachlässen, Erbschaften




Winds are changing…
Sunday 5 July 2009 @ 9:01 pm

… under the Sun…

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