Archive for the ‘Medienmafia’ Category

Satire darf alles. Sogar wahr sein.

Saturday, September 22nd, 2018

Satire darf alles. Sogar wahr sein. Falls Sie das noch nicht wissen sollten: Diesen Point-of-no-Return haben wir längst überschritten.

Wenn die Satire in der Wahrheit “die Medien” übertrifft, wird es gefährlich. Das gilt in beiden Richtungen.

DIE sind von gestern:

1

    https://meedia.de/2018/09/21/tweet-von-vorsitznahles-ard-morgenmagazin-faellt-auf-satire-account-ueber-andrea-nahles-herein/

    [*quote*]
    ————————————-
    Tweet von @VorsitzNahles: ARD-“Morgenmagazin” fällt auf Satire-Account über Andrea Nahles herein
    21.09.2018
    Die “Netzreporter” von Radio Bremen haben im “Moma” heute Morgen eine Äußerung der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles auf Twitter verbreitet. Das Problem: Nahles ist in dem Netzwerk nicht über ein eigenes Konto aktiv. Wenn überhaupt schreibt die SPD-Frau über den Partei-Account @spdde. Bei dem Twitter-Account @VorsitzNahles handelt es sich um einen bereits bekannten Fake.
    ————————————-
    [*/quote*]

2

    https://meedia.de/2018/09/21/jens-spahn-will-dass-pfleger-mehr-arbeiten-wie-in-den-sozialen-netzwerken-aus-einem-einzelnen-satz-ein-skandal-gemacht-wird/

    [*quote*]
    ————————————-
    “Jens Spahn will, dass Pfleger mehr arbeiten”: Wie Medien ein Zitat aus dem Kontext reißen und einen Social-Media-Shitstorm anheizen
    21.09.2018

    Gesundheitsminister Jens Spahn sorgt in den sozialen Netzwerken mal wieder für Aufregung

    Wieder einmal Wirbel um Äußerungen von Jens Spahn. In einem Interview sprach der Gesundheitsminister über den Pflegenotstand in Deutschland. Vor allem eine seiner Aussagen sorgte in den sozialen Netzwerken für Aufregung. Nur: Im Gesamtkontext des Gesprächs betrachtet, taugt diese nicht wirklich zum Skandal – und der Fall beweist, welche Macht Überschriften in den sozialen Netzwerken haben.
    ————————————-
    [*/quote*]

Oh je, nun werden sie wieder aufmüpfig. Am Ende werden sie noch fordern, daß Journalisten schreiben und lesen können.[*] Vielleicht sogar, Darwin bewahre, Recherche fordern.
.

Mit Bildern geht alles viel einfacher:
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=10112

Recherche! Echte Recherche! In ganz kleinen Häppchen. Angeblich sogar Journalisten-geeignet.

.

[*]
Sie schreiben. Lesen können sie gar nicht…

“Neues Angebot für Redaktionen und Unternehmen”: für die Hühner

Thursday, September 13th, 2018

Die Handelsblatt Media Group behauptet heute, sie hätte ein “Neues Angebot für Redaktionen und Unternehmen:

Man kann das auch mit weniger hypertrophen effektheischenden Worten sagen. Brauchen tut es auch keiner. Die gebräuchliche Bezeichnung ist “Hühnerhof-Journalismus”.

Eine Organisation für Fremdwerbung in der Arztpraxis

Monday, July 9th, 2018

Im Wartezimmer des Arztes

Auf dem gar nicht so kleinen Tisch in der Mitte des Zimmers sind viele Zeitschriften ausgelegt – manche alt, manche neu – keine vom Lesezirkel, sondern Yellow-Press-Frauenzeitschriften und noch so einiges mehr. Erstaunlich, was ein Arzt für seine Patienten so alles bereit hält. Manche hat man vorher noch nie gesehen.

An der Wand hängt ein Regal, kein normales für Bücher, sondern eines jener Schau-Regale mit vorne hochstehenden Blenden, damit die Titelseiten der dahinter eingestellten Broschüren und Werbeblätter von vorne gesehen werden können.

Das Regal hängt dort schon seit längerem und ist immer gut gefüllt. Vieles ist reine Reklame, als “Information” getarnte Schriften von Pharmaherstellern.

Im Juni 2018 sind wieder neue Hefte gekommen. Auf dem Tisch liegen die druckfrischen Exemplare der “ORTHOpress”. Von der kommen immer mehrere Exemplare und die Arzthelferinnen legen den Stapel dort aus.

Groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/WARTEZIMMER_JUNI_2018_003.jpg

Im Regal fallen diese beiden Hefte auf, sowohl wegen des großen Formats als auch wegen ihrer Titelseiten:

Groß.:
http://ariplex.com/carlixon/pix/WARTEZIMMER_JUNI_2018_002.jpg

Groß.:
http://ariplex.com/carlixon/pix/WARTEZIMMER_JUNI_2018_001.jpg

“Den Mondeinfluß zur Gesundheitspflege nutzen” und “Louise Hay – Gesundheit für Körper und Seele” heißt es bei “Deine Gesundheit – natürliche und effektive Heilmethoden”, Heft September/Oktober 2017. Auch andere, geistig ähnlich unterbelichtete Esoterik gab es – zum Beispiel Hefte mit Astrologie. Dabei tut der Arzt sehr wissenschaftlich und überhaupt nicht der Esoterik zugeneigt. Warum ist dann so etwas in seinem Wartezimmer?

“Health – Naturheilkunde, Ernährung, Bewußtes Leben” ist ein ganz besonderes Kaliber. Gemacht ist das Heft, man sieht es am Logo oben rechts, für das “Zentrum der Gesundheit”, eine Firma, deren Angebot noch schlechter ist als ihr Ruf.

Die Verbraucherzentrale Hamburg über “Zentrum der Gesundheit”:

“ErnährungstrendsErnährungsportale: Verkauf statt Aufklärung”
https://www.vzhh.de/themen/lebensmittel-ernaehrung/ernaehrungstrends/ernaehrungsportale-verkauf-statt-aufklaerung

https://www.vzhh.de/sites/default/files/medien/166/dokumente/13-06_vzhh_Untersuchungsergebnisse_Check_Ernaehrungsportale.pdf

Groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/VZHH_ZDG_WEBSITE_CHECK_1_800.jpg

“Zentrum der Gesundheit” ist indiskutabel. Und dann auch noch in einer Arztpraxis…

“Zentrum der Gesundheit” geht gar nicht!

.

Das Regal ist nicht sehr dick, sein Zweck ist die Schau nach vorne. Wer achtet da schon auf den Aufkleber an der Seite, sehr dezent so angebracht, daß er zur Wand hin zeigt, neben den Stuhl in der Ecke? Die Schrift ist so klein, daß man sie auch nur aus der Nähe entziffern kann. Man hält den Aufkleber, wie in der Möbelbranche üblich, für Angaben des Herstellers.

Der Aufkleber:

Groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/IDS_WANDREGAL_AUFKLEBER_JUNI2018_1.png

Der Text:

[*quote*]
——————————————
Dieses Display ist Eigentum der IDS Deutschland.

Das Einlegen von Fremdbroschüren ist untersagt.

IDS Deutschland
Klostergut Fremersberg
D-76530 Baden-Baden
T 07221 39 39 639
F 07221 39 39 666

Informationen zum IDS Service
info@medi-service.de
www.medi-service.de
——————————————
[*/quote*]

.

Das Regal gehört gar nicht dem Arzt, sondern einer Firma, die es dort aufgehängt hat und über ihr Eigentum wacht!

.

Wer ist “IDS Deutschland”? Wer ist “medi-service.de”?
.

    http://medi-service.de
    [*quote*]
    ——————————————
    Servicegesellschaft für Informationen im Gesundheitswesen

    Medi-Service

    Mehrere zehntausende Ärztinnen und Ärzte lassen sich in Deutschland kostenfrei ihre Praxen mit dem Service an Gesundheitsinformationen beliefern und betreuen.

    Der Vorteil: alles kostenfrei, informativ und Ihre Räume werden inhaltlich gepflegt und geordnet.

    Ihr Servicenutzen als Arzt für Ihre Patienten wird weiter bereichert.

    Ihre Patienten danken es Ihnen.

    Sie freuen sich über Warenproben, lesenswerte Zeitschriften und Einzelinformationen zu Gesundheitsthemen.

    Eine Arztumfrage ergab für den Service die ?-Note 1.6.

    Die Qualität der Informationen und Programmthemen wurde mit der Note 1.8 bewertet.

    So einfach gehts:

    IDS montiert das Display in ca. 30 min und bestückt es in regelmäßigen Abständen mit interessanten

    Arztinformationen, Zeitschriften, Ratgeber, Broschüren zu den unterschiedlichsten Gesundheitsthemen, die das Umfeld Ihrer ärztlichen Fachrichtung tangieren.

    Dazu gibt es Muster- und Warenproben für Sie und Ihre Patienten.

    Mediposter ergänzen die angesprochenen Themen.

    IDS bietet durch eine fünfstellige Zahl angeschlossener Ärzte den Verbrauchern Zugang zu gesundheitlichen Verbraucher- und Ratgeberthemen.

    IDS sorgt so für aktiv angenommene Gesundheitsinformtionen bei der Bundesbevölkerung, bei Ärzten, Apothekern und tariert divergierende Informationsbedürfnisse zwischen den medizinischen Experten und den Vermarktungsintentionen der Pharma- und Konsumgüter -Industrie und institutionellen Partnern aus.

    mediservice A

    IDS – Information-Display-Service

    IDS bietet durch eine fünstellige Zahl angeschlossener Ärzte den Verbrauchern Zugang zu gesundheitlichen Verbraucher- und Ratgeberthemen.

    Dies koordinert und distribuiert IDS als Koordinierungsstelle und Exekutivorganisation.

    IDS sorgt so für aktiv angenommene Gesundheitsinformtionen bei der Bundesbevölkerung, bei Ärtzen, Apothekern und tariert divergierende Informatinosbedürfnisse
    zwischen den medizinischen Experten und den Vermarktungsintentionen der Pharma- und Konsumgüter -Industrie und institutionellen Partnern aus.

    mediserviceB

    Impulskontakt
    Contact us
    dc881

    Wir sind gerne für Sie da. Montag bis Freitag 8.00 bis 17.00 Uhr.

    Klostergut Fremersberg
    76530 Baden-Baden
    Telefon: 49 (0)7221 39 39 639
    Email: impuls@ids-deutschland.de

    impuls@IDS-Deutschland.de

    Medi-Service
    Klostergut Fremersberg
    76530 Baden-Baden
    http://www.hauckautoren.de

    Impressum

    Verantwortlich für den Inhalt:

    IDS Information -Display -Services GmbH Deutschland
    Klostergut Fremersberg
    D-76530 Baden-Baden
    Tel. 49 (0)7221 39 39 639
    Fax 49 (0)7221 39 39 666

    eMail: impuls@ids-deutschland.de

    Geschäftsführung Deutschland / D:
    Peter Wolf, Dipl.-Betriebswirt (BA) Hon. Doz. (DH)
    Mitgl. Prüf.-Kom. (DH)

    Geschäftsführung / Holding / NL – Niederlande:
    Dr. Paul J. C. Smulders
    Hans C. W. de Cler

    Handelsregister: Amtsgericht Mannheim
    HRB 711 244, USt.-IdNr.: DE 157030423

    Grafik, Script & Realisation:

    Movision Design
    Agentur für online & Print Medien
    Schlosserstr. 16

    76437 Rastatt

    Internet: www.movisiondesign.de
    eMail: info@movisiondesign.de

    © 2016
    Rechtliche Hinweise: Alle Rechte Vorbehalten.
    Texte, Bilder und Layout/Gestaltung unterliegen dem Schutz
    des Urheberrechtes und anderer Schutzgesetze.
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    oder Dritten zugänglich gemacht werden.
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    Copyright © 2016. IDS-Deutschland. All rights reserved. Design by movisiondesign.de
    ——————————————
    [*/quote*]

Aber das ist noch nicht alles! So richtig interessant wird es, wenn man vor Ort nachhakt – und dabei unter anderem erfährt:

Wer eine Arztpraxis hat, kann an dem Segen der Information teilhaben und muß dazu lediglich einen Vertrag unterschreiben. Das Regal stellt die Firma, und sie befüllt es auch. 4x im Jahr.

Die Regalauffüller kommen unangemeldet und machen alles selbst. Weder Arzt noch Arzthelferinnen müssen sich um etwas kümmern. Wie angenehm.

Möchte man den Servicevertrag kündigen, ist auch das kein Problem: In 6-8 Wochen kommt Jemand vorbei und das Regal wird abgebaut.

Nun gibt es bei der Angelegenheit ZWEI Seiten: den Arzt, der sein Wartezimmer zur Verfügung stellt, und dann diejenigen, die den Inhalt liefern.

Die Firma ist nur der Vermittler und Organisator. Der eigentliche Inhalt kommt von Firmen, die ihre Werbung in die Arztpraxis bringen wollen. Eines ist ja klar: Es geht um Werbung. Nur um Werbung. Umsonst ist der Tod, und der kostet das Leben. Wie passend: in der Arztpraxis beides so nahe bei einander…

Aus der Sicht eines Händlers oder Diensteanbieters sieht die Sache so aus:

Die Firma verteilt 4x im Jahr und besucht dazu die vertragsgebundenen Ärzte. Je nach Materie kann sich der Anbieter Bereiche heraussuchen, zum Beispiel geographisch oder nach Praxisausrichtung, zum Beispiel “Allgemeinmediziner”. Davon gibt es 8000, sagte man mir.

Ein Auszug aus dem Angebot, wie es mir mitgeteilt wurde:

8000 Allgemeinmediziner
5400 Gynäkologen
4500 Kinderärzte
1500 Urologen
3000 Dermatologen
2000 Orthopäden
4500 Zahnärzte
1000 Kardiologen

Das ist beachtlich. Wer als Patient hätte davon etwas geahnt?

Auch Mütter sind ahnungslos darüber, daß es im Angebot gibt

7000 Hebammen

Da wundern

300 Kliniken

kein bißchen. Ganz überraschend für Alle dürfte sein:

10000 Kindergärten

Eine Welt für sich. Reklame in der Arztpraxis und in Kliniken, bei Hebammen und sogar im Kindergarten.

Orthopäden, um auch das zu erwähnen, werden nicht so oft besucht. Es hängt eben alles von der medizinischen Fachrichtung ab.

Die Kosten sind dagegen wohl ungefähr gleich: 2,40 Euro pro Besuch. Dabei ist es weniger wichtig, ob es sich um große und schwere Magazine handelt oder um Reklameflyer wie diesen:

Vorderseite eines Flyers für ein homöopathisches Mittel

Groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/WARTEZIMMER_JUNI_2018_HOMEO_ORTHIM_1.jpg

Innenseite des Flyers für ein homöopathisches Mittel

Groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/WARTEZIMMER_JUNI_2018_HOMEO_ORTHIM_1.jpg

.
Dieser Flyer ist gezielte Reklame für ein Medikament. Als Fremdreklame ist diese Reklame für Ärzte eindeutig verboten. Aber sie findet statt. Wer ist dafür verantwortlich?

Zunachst einmal der Hersteller und der Händler, die den Werbeauftrag zum Verteilen erteilen. Und natürlich der Arzt, in dessen Praxis all das abläuft. Er ist der Hausherr und er ist haftbar.

Damit kommen wir zu der FÜR JEDEN wichtigen Frage:

Kann ein Arzt sich aussuchen, was in dem Regal ausgestellt wird?

Die Antwort ist: NEIN!

Hier gerät man in Bereiche des Staunens, des fassungslosen Staunens … und der erschütternden Erkenntnis, daß der Arzt, dem man vertraut, wohl doch nicht so ganz der Wahre ist, für den man ihn immer gehalten hat.
.

Zurück zum Geld, das ist doch für die Firma und ihre Auftraggeber das Wichtigste. Pro Praxisbesuch 2,40 Euro pro Flyer oder Magazin. Will der Hersteller den gezeigten Flyer in die 8000 Praxen “Allgemeinarzt” auslegen lassen, kostet ihn das rund 19.000 Euro.

Dafür liegen die Flyer dort bis zum nächsten Besuch – 3 Monate.

Üblicherweise – das scheint ein Erfahrungswert zu sein – werden 10 Exemplare ausgelegt. Abgesehen von den Kosten für Entwurf und Druck der 80.000 Flyer sind das 19.000 Euro für 80.000 Stück. Das Auslegen eines einzelnen Exemplars kostet also rund 24 Cent. Das ist ein beachtlicher Betrag. Auch das hätte ein Patient ganz bestimmt nicht gedacht, wenn er so einen Flyer im Wartezimmer findet.

Der Arzt stellt sein Wartezimmer zur Verfügung, bekommt dafür allerdings kein Geld bezahlt! Nein, das viele Geld wandert in die Kasse der Firma…!

Mit einer Tabelle der Daten der Kassenärzlichen Bundesvereinigung (
http://gesundheitsdaten.kbv.de/cms/html/17077.php) habe ich in 2 Spalten die Zahlen verglichen:

Links die Zahlen der in Deutschland insgesamt tätigen Ärzte in Praxen und rechts habe ich die Zahlen der mit IDS vertragsgebundenen Ärzte eingetragen [1]:

Tabelle:
[*quote*]
——————————————–
AMBULANT TÄTIGE ÄRZTE in 2016 mit IDS-Vertrag
———————————————————
insgesamt ………………….151.989 18.900
Allgemeinärzte …………….. 41.032 8.000
Anästhesisten ……………… 3.930
Augenärzte ………………… 6.097
Chirurgen …………………. 4.656
Frauenärzte ……………….. 11.500 5.400
HNO ………………………. 4.413
Haut ……………………… 4.443 3.000
Internisten ……………….. 25.289
Kardiologen ……………….. ?.??? 1.000
Kinderärzte ……………….. 7.244 4.500
Kind.-Jug.-Psychiater ………. 1.127
MKG-Chirurgen ……………… 1.212
Nervenärzte ……………….. 7.821
Orthopäden ………………… 7.222 2.000
Radiologen ………………… 3.787
Urologen ………………….. 3.094 1.500
ärztl. Psychotherapeuten ……. 3.041
gesonderte fachärztl. Versorgung 4.916
sonstige Fachgebiete ……….. 619
ohne Facharztbezeichnung ……. 10.546

Hebammen ………………….. 7.000
Kliniken ………………….. 300
Zahnärzte …………………. 4.500
Kindergärten ………………. 10.000
——————————————
[*/quote*]

Laut http://www.ids-deutschland.de/cms/#copartner sind es 18.900 Vertragsärzte. Die Summe der mir genannten Zahlen ist jedoch 27.900. Ist IDS in der Web-Seite zurückhaltender oder ist diese nur nicht auf dem neuesten Stand? Nachprüfen kann man das als Außenstehender leider nicht.

Aber schauen wir doch einmal, wie die Verteilung grob aussieht:

Selbst bei der zurückhaltenden Zahl von 18.900 Vertragsärzten wäre das jeder achte Arzt in Deutschland.

Bei den Allgemeinärzten wäre es rund jeder fünfte.

Bei den Frauenärzten wäre es rund die Hälfte und bei den Hautärzten mehr als 2/3!

Bei den Kinderärzten wären es 62 Prozent und bei den Urologen 48 Prozent.

Das alles ist alles andere als eine Kleinigkeit. Und all das, diese gesamte Hintergrundinformation, geht an der Bevölkerung vorbei. Aber das nicht: die geballte Reklamedusche, die Einen in der Arztpraxis heimsucht.

Was schreibt http://medi-service.de in ihrer Web-Site?:

[*quote*]
——————————————
Medi-Service

Mehrere zehntausende Ärztinnen und Ärzte lassen sich in Deutschland kostenfrei ihre Praxen mit dem Service an Gesundheitsinformationen beliefern und betreuen.
——————————————
[*/quote*]

Mehrere zigtausend Ärzte überlassen ihr Wartezimmer einer Firma, die autonom entscheidet, was sie dort an Reklame verteilt.

Warum tun sie das?

Warum sollten Ärzte ein Interesse daran haben, in ihrer Praxis Reklame auszulegen OHNE dafür bezahlt zu werden? Noch dazu, wo sie über Art und Umfang der Reklame nicht mitbestimmen können…

In

“Das Wartezimmer als Spiegel der Arztpraxis”
http://ariplex.com/folia/archives/2115.htm

habe ich das schon angedeutet: “Kommerzielle Interessen” kann es in zwei Richtungen geben:

1. Geld einnehmen

2. Ausgaben einsparen

Während es leicht ersichtlich ist, daß Werbung in einer Arztpraxis Geld einspielt, ist das Gegenstück schwerer zu durchschauen.

Bei Werbung in einer Arztpraxis denkt man Leistungen, die dem Arzt Geld BRINGEN. Also zum Beispiel IgeL-Leistungen, für die der Arzt bei Durchführung bezahlt wird.

Der Betrieb einer Arzt-Praxis bedeutet jedoch auch Ausgaben. Wenn für eine bestimmte Sache weniger oder gar kein Geld bezahlt werden muß, ist dies für den Arzt ein geldwerter Vorteil. Der kann sich dadurch einstellen, daß zum Beispiel Leistungen für den Arzt kostenlos erbracht werden oder durch kostenlose Leistungen ersetzt werden. Wobei die Frage ist, was für Leistungen das überhaupt sind. Denn: Wer gewerblich in einem harten gewerblichen Umfeld eine Leistung kostenlos erbringt, tut dies nicht altruistisch, sondern aus wirtschaftlichem und oder politischem Kalkül.

Wer erbringt die Leistung für den Arzt kostenlos? Der Reklameverteiler. Nicht altruistisch, sondern von seinen Auftraggebern gut bezahlt.

Welchen Vorteil hat dann der Arzt? Sehr einfach: Er muß seine Patienten bei Laune halten, während sie im Wartezimmer “in der Pipeline” sind und darauf warten zu ihm ins Untersuchungs- bzw Behandlungszimmer zu kommen. Was im Wartezimmer ausliegt, dient der Unterhaltung, ist Beschäftigungstherapie. Dafür werden normalerweise Zeitschriften von Lesezirkeln benutzt. Lesezirkel kosten Geld. Ich hatte grob geschätzt einen Betrag von monatlich 50 Euro angenommen für das, was so an Lesezirkel-Zeitschriften in einem normalen Wartezimmer ausliegt. Zur Probe habe ich mir ein Angebot machen lassen.

Das Angebot des Leserkreises DAHEIM

Wenn ich mich nicht verrechnet habe und auch das Kleingedruckte richtig verstanden habe, war meine Vermutung richtig: ca 53 Euro pro Monat kostet ein Abonnement mit 20 Zeitschriften, ein Sonderpreis mit erheblicher Vergünstigung.

Die 53 Euro gelten für NEUE Hefte. Nimmt man solche mit 2-3 Wochen nach Erscheinungstermin, wird es noch einmal deutlich billiger.

Das heißt: “53 Euro ausgeben” auf der einen Seite versus “nichts ausgeben und mittels Regalfüller die Patienten verkaufen” auf der anderen Seite.

Ein Arzt, der sich ein Regal ins Wartezimmer hängen läßt, spart damit im Monat rund 50 Euro. Das ist alles. 50 Euro. Dafür verkauft er, ein Mitglied der Gruppe der Gut- und Bestverdienenden in Deutschland, seine Patienten an eine Reklameverteilerfirma und deren Auftraggeber.
.

Das Angebot des Leserkreises DAHEIM:
ca 18 MB
http://ariplex.com/carlixon/pix/ANGEBOT_LESERKREIS_DAHEIM_JUNI_2018.zip

Lesen Sie das Angebot. Vielleicht ist auch für Sie etwas dabei. Als Gewerbetreibender muß man etwas für seine Kunden tun. Aber auch als Großfamilie oder auch nur Jemand, der mit seinen alten Eltern zusammenlebt: gedruckte Neuigkeiten sind Dinge aus einer alten Welt, die es immer noch gibt. Bedenken Sie dabei: Das sind Dinge, die man schwarz auf weiß in der Hand hat. Dinge, die Einem nicht wie im Internet “ganz individuell” untergejubelt werden.

Jeder, der eine gedruckte Zeitschrift liest, hat die gleiche Zeitschrift wie alle Anderen. Das ist in der heutigen Welt der Lügen eine immer wichtigere Eigenschaft.
.

Wie seriös ist “Zentrum der Gesundheit”?

Kommen wir zurück zum eingangs genannten Magazin “Health – Naturheilkunde, Ernährung, Bewußtes Leben” vom “Zentrum der Gesundheit”. Im März 2017 hat “Pflanzenhunger” bei Youtube zur Frage der Seriosität ein Video hochgeladen:

“Wie seriös ist “Zentrum der Gesundheit”?”
https://www.youtube.com/watch?v=IjXF8hozyVI

[*quote*]
——————————————
Pflanzenhunger
Published on Mar 19, 2017

Ihr habt mich gefragt – ich hab recherchiert!
Wer steckt hinter dem Portal “Zentrum der Gesundheit”? Sind die Informationen dort verlässlich oder ist die Seite unseriös?
Und was hat es mit dem angegliederten Shop auf sich?
——————————————
[*/quote*]

“Pflanzenhunger” hat mehrere Web-Seiten ausgegraben:

“Zum weiter lesen”

Verbraucherzentrale Hamburg
“Ernährungstrends
Ernährungsportale: Verkauf statt Aufklärung”
https://www.vzhh.de/themen/lebensmittel-ernaehrung/ernaehrungstrends/ernaehrungsportale-verkauf-statt-aufklaerung
https://www.vzhh.de/media/396

“Stellungnahme” vom ZdG:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/verbraucherschutz-hamburg-ia.html
.

Erwähnte Artikel vom “Zentrum der Gesundheit”:

“Krebs und Natron”::
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/backpulver-gegen-krebs.html
http://web.archive.org/web/*/https://www.zentrum-der-gesundheit.de/backpulver-gegen-krebs.html
http://web.archive.org/web/20100807150419/https://www.zentrum-der-gesundheit.de/backpulver-gegen-krebs.html
http://archive.is/YURc4

“Natürliches AIDS-Medikament”::
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/aids-medikament-ia.html
http://web.archive.org/web/20130606190212/http://www.zentrum-der-gesundheit.de/aids-medikament-ia.html
http://archive.is/6XLL7

“Brustkrebs-Selbstheilung”:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/brustkrebs-selbstheilung-16080462.html
http://web.archive.org/web/20170226064735/http://www.zentrum-der-gesundheit.de/brustkrebs-selbstheilung-16080462.html
http://archive.is/ujpSp

“Über uns”-Seite im Web Archive:
https://web.archive.org/web/*/https://www.zentrum-der-gesundheit.de/wer-wir-sind.html
https://web.archive.org/web/20110304225735/https://www.zentrum-der-gesundheit.de/wer-wir-sind.html
http://archive.is/Yt3mA
.

Ein gutes Beispiel dafür, wie Web-Seiten entweder ganz verschwinden können oder im Lauf der Zeit immer wieder inhaltlich geändert werden. Was ist da noch sicher? GAR NICHTS!

Auf der anderen Seite ist es allerdings nicht so, daß bedrucktes Papier immer die Wahrheit bringt. Gerade bei “Zentrum der Gesundheit” ist höchste Vorsicht geboten! Das wichtige Detail dabei ist: daß man so ein gedrucktes Etwas als Beweismittel hat. Und das habe ich. Aus dem Wartezimmer des Arztes.
.

Die archivierten Web-Seiten des “Zentrum für Gesundheit” beweisen, daß man vor dem “Zentrum der Gesundheit” warnen muß. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat es bereits getan. Und sie sollte es wieder und wieder tun. Solche Dinge wie die des “Zentrum für Gesundheit” gehören nicht in eine Arztpraxis. Auch nicht ins Internet. Die sind außerhalb JEGLICHER Diskussion.

Die gehören nicht in eine Arztpraxis. Und doch sind sie da. In einem Regal der Firma IDS. Wer ist dafür verantwortlich?

Das ist auch kein Einzelfall. Immer wieder und wieder sind höchst zweifelhafte Hefte höchst zweifelhaften Inhalts im Wartezimmer. In wieviel tausend Praxen in Deutschland?

Es geht nicht um das eine Heft von “Zentrum der Gesundheit”, denn das ist nur EIN Beispiel. Es geht um das gesamte System, bei dem geltende Gesetze eiskalt gebrochen werden. Es geht um ein System, das dieses Beispiel durchgezogen hat. Es geht um ein System, bei dem Millionen Patienten systematisch hintergangen, indoktriniert und ausgebeutet werden.

Wer ist IDS? Wer steckt dahinter? Warum hat noch niemand etwas gegen diese Organisation getan? “Mehrere zehntausende Ärztinnen und Ärzte lassen sich in Deutschland kostenfrei ihre Praxen mit dem Service an Gesundheitsinformationen beliefern und betreuen.” heißt es.

.

Ich frage nicht, ob wir in einer Bananenrepublik leben, denn die Antwort kennen wir schon. Ich hätte lediglich gerne eine Revolution.

Was tun? Man gibt das Thema einem Journalisten…

Friday, July 6th, 2018

Hin und wieder gibt es Themen, für die ist ein kleiner Blog viel zu klein. Handfeste Skandale gehören vor ein großes Publikum. Was tun? Man gibt das Thema einem Journalisten.

Man gibt das Thema einem Journalisten. Leichter gesagt als getan. Zuerst muß man nämlich einen finden, der etwas mit dem Thema machen könnte. Dann muß man einen finden, der Einem zuhört. Und das Schlimmste: Man muß einen finden, der die Sache auch begreift. Das sind große Hürden – und oft habe ich hinterher festgestellt, daß es einfacher gewesen wäre, doch selbst über das Thema zu schreiben. Einfacher und schneller, denn bis man dem Journalisten etwas erklärt und er es begriffen hat, hätte man die Sache längst dreimal selbst geschrieben. Gespräche mit Journalisten kosten Zeit und Nerven…

Im Laufe der Jahre habe ich mit Zeitungsredaktionen und Fernsehredaktionen zusammengearbeitet, von der Hamburger Morgenpost über TV2 in Norwegen über RAI 3 in Italien bis Radio Canada. Nicht oft. Aber es hat gereicht.

Es ist ja nicht so, daß jedes Thema sofort aufgegriffen und verarbeitet wird. Nein, das ist die extrem seltene Ausnahme. In der Regel werden Themen beschnuppert, liegen gelassen und vergessen. Das erfährt man natürlich erst, wenn es längst zu spät und das Thema wie Gemüse auf dem Wochenmarkt verwelkt ist. Viele Themen haben nur eine sehr begrenzte Haltbarkeit.

Meine erste größere Zusammenarbeit mit einem Sender war 2005 – und sie kostete Nerven. Ich hatte mehrere Texte bereits fertig und konnte sie auf den Server laden, aber das hätte die Recherchen der Redaktion beeinträchtigt. Deswegen hielt ich die Web-Seiten zurück. Mehr als 1/2 Jahr. Es kostete Nerven.

Das Thema kam durch, es wurde gesendet und es war ein Erfolg. Die meisten anderen Themen, auch große Skandale, gingen jedoch ein wie Primeln.

2006 hatte ich einen Buchtext über Impfgegner fertig, eine sehr, sehr umfangreiche Recherche- und Schreibarbeit – und der Verlag wollte sich nach dem Papstbesuch wieder bei mir melden. Man war jedoch so faul, daß man mir nicht einmal eine Absage schickte.

Ich habe den Text dann als eigenständige Domain veröffentlicht, auf

“Impfkritiker
Was man über sie wissen sollte,
wenn man überleben will”
http://www.pharmamafia.com
http://www.impfkritiker.de und
http://www.pharmamafia.de

Es ist der größte und umfangreichste Text, der je über Impfkritiker und deren Hintergründe gemacht wurde. Von mir stammt nur ein Teil des Materials, denn mehrere Autoren haben mir freundlicherweise Teile ihrer Arbeit kostenlos zur Verfügung gestellt.

2009 gab es den Rigividerm-Skandal. Mein fertiger Text gefiel nicht. Also habe ich ihn erweitert und selbst veröffentlicht:

“Der Regividerm-Skandal
Der größte deutsche Medienskandal seit dem 2. Weltkrieg”
http://www.kindersprechstunde.at

Der eigentliche Skandal waren nicht die Vorgänge im WDR selbst, sondern das bundesweite Totschweigen des Skandals. Ein ganz bewußtes Versagen der Medien, die in Nibelungentreue einen der ihren vor der Kritik schützten. Daß die Medien die 4. Macht im Staate sein sollten, daß sie objektiv berichten sollten, oh je, eine schöne Mär. Die Realität ist eine Wagenburg, und wehe dem, der sich ihr nähert…

2010 wurde ein großer Ring von Hamer-Praktizierern entdeckt. Mehr als 1000 Beteiligte. Nichts geschah.

2016 wurde dieser Ring wiederentdeckt mit inzwischen rund 2000 Beteiligten. Nichts geschah.

2017 und 2018 wurden wieder Journalisten informiert. Nichts geschah. Da ist ein riesiger, vermutlich sogar Europa-weiter Skandal, aber die Journalisten schweigen.

“Rückgrad”
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?board=432.0

“2010: Meldung an den ORF”
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9657.0

Rund 2000 “Ausgebildete” in einer sogenannten “Dorn-Therapie”, bei der jedoch außer Dieter Dorn (ein einfacher Mann aus dem Volk, der Medizin macht, indem er den Leuten auf dem Rücken herumdrückt), der die bekannte Zentralfigur ist, eine weitere Person mitspielt: der kriminelle Psychopath Ryke Geerd Hamer, beziehungsweise dessen “Germanische Neue Medizin”, die beim Unterricht nicht nur unterrichtet wurde, sondern ein ganz zentraler Teil der “Ausbildung” ist, wo in großen Postern zu den Knochen usw. die jeweiligen Hamer’schen Erklärungen eingetragen sind.

Ob Hamer davon wußte, ist unerheblich. Der war sowieso wütend auf die Nachahmer und Raubkopierer, die mit “seiner” “Germanischen Neuen Medizin” Geld machen. Viel wichtiger ist die Frage, ob Dieter Dorn wußte, was dort geschah. Leider starb er 2011, so daß man ihn nicht mehr fragen kann. Aber vor seinem Tod war er im Trainingszentrum und muß deswegen die Schulungsmaterialien gesehen haben. Es sei denn, man hat sie ihm ganz bewußt verschwiegen, was ich aber nicht glaube, denn bei 2000 Personen wird die eine oder andere früher oder später doch den Kontakt mit dem Meister gesucht und mit ihm gesprochen haben über die Ausbildung.

Man muß sich die Tragweite einmal vorstellen: Da gibt es rund 2000 Menschen, die als “Heiler” (oder mit welcher Bezeichnung auch immer) Menschen behandeln, und die mit der Germanischen Neuen Medizin nach Ryke Geerd Hamer indoktriniert wurden. Alle Welt denkt, daß die Dorn-Therapie eine rein manuelle Therapie ist – und in Wahrheit ist ein 2000 Mann starkes internationales Netzwerk von Hamer-Anhängern unter diesem Tarnmantel aktiv, außer in Deutschland auch in mehreren anderen europäischen Ländern. Es wird sogar staatlich gefördert. Es gibt einen Bundesverband. Es gibt Landesverbände. Und so weiter. Ein Skandal, der zum Himmel stinkt.

Und Niemand ahnt etwas davon.

Und die Journalisten … schweigen.

In Gelsenkirchen gibt es eine Kinderklinik, die nach Ryke Geerd Hamer’s Germanischer Neuer Medizin behandelt.

“Hamer-Anhänger in der Kinderklinik”
http://www.klinikskandal.com

Und die Journalisten schweigen.

Eigentlich sollten Journalisten sehr beredt sein und ausgiebig über Skandale und Verbrechen berichten.

Eigentlich…

Eigentlich sollten Journalisten lesen und verstehen, sie sollten zuhören und schreiben können.

Eigentlich.

2014 habe ich den Betrug Homöopathie geknackt. Haben Journalisten darüber berichtet? Nein, kein einziger.

Hier sind einige meiner Texte zum Thema:

“Homöopathie: Das Rätsel der “Erstverschlimmerung” gelöst”
http://ariplex.com/folia/archives/565.htm

“Homöopathie: Die “Potenzierung” ist entlarvt als ein Hütchenspielertrick”
http://ariplex.com/folia/archives/570.htm

“Homöopathie ist nichts anderes als Trickbetrug und organisierte
Kriminalität und Korruption”
http://ariplex.com/folia/archives/585.htm

“Beweisstück der Anklage: Auszug aus dem Homöopathischen Arzneibuch”
http://ariplex.com/folia/archives/643.htm

“Beweisstück der Anklage: das Homöopathische Arzneibuch”
http://ariplex.com/folia/archives/647.htm

“Wenn Journalisten pfuschen”
http://ariplex.com/folia/archives/406.htm

Ich will das natürlich nicht überbewerten. Jeder 4.- oder 5.-Klässler hätte das auch gekonnt! Homöopathie ist wirklich ganz einfach. Man muß nur verstehen, wie sie funktioniert. Dazu muß man lesen – und man muß genau hingucken. Zugegeben, ich habe 12 Jahre gebraucht, bis ich darauf gekommen bin. Aber ich habe es geschafft. Ich habe das geschafft, was Millionen Menschen in 220 Jahren nicht geschafft haben. Aber wenn ich mir ansehe, was Journalisten so alles NICHT schaffen, wundert mich gar nichts mehr. Es ist ein Wunder, daß überhaupt etwas funktioniert…
.

2015, ein Jahr später, begann mit Material aus den USA eine sehr aufwendige Recherche über den Betrüger Dewayne Lee Smith und seine Komplizen, die von Saltlake City bzw Herriman in Utah aus ein Wundermittel “BX Protocol” vermarkten (sie tun es immer noch), und die Verbindungen bis in die Schweiz und Großbritannien haben.

“The Dewayne Lee Smith files, BX Protocol, Delta Institute, Utah”
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?board=427.0

Deutsche Journalisten? Fehlanzeige. Nichts. Niemand. Kein einziger Artikel. Gründe wurden keine genannt.

In den USA gibt es einen Paul van Osdol, der bei einem TV-Sender ist, der (unbeabsichtigt) für die Betrügerbande Reklame gemacht hatte. Das reizt natürlich, die Scharte auszuwetzen. Doch er versagte auf der ganzen Linie. Die wirklich riesige Masse an Material (fast 200 MegaByte) wurde kein bißchen berücksichtigt. Statt dessen glänzte er mit einem Hinweis auf die journalistische Ethik.

Einen solchen Hinweis kannte ich schon – von einer Journalistin, die ich seinerzeit als einer der ersten in Deutschland auf Material zum Bombenbau hinwies, das im Netz kursierte. Ich bot ihr damals an, ihren Artikel vor Veröffentlichung kurz zu prüfen, um sicherzustellen, daß inhaltlich alles einwandfrei ist. Sie lehnte erbost ab – mit dem wütendem Hinweis auf “journalistische Ethik”. Der Artikel war denn auch …

Die Fehler wären zu vermeiden gewesen. Aber das widersprach ja ihrer journalistischen Ethik – oder was sie dafür hielt.

Über Paul van Osdol habe ich hier berichtet:

“Paul van Osdol and ‘BX Protocol’ – or: how badly can a ‘journalist’ mess up?”
http://ariplex.com/folia/archives/1555.htm

Merke: Wenn jemand auf “journalistische Ethik” pocht, ist Gefahr im Verzug. Am besten, man schreibt den Artikel selbst, dann stimmt er auch.
.

Es gibt noch weitere Fälle totalen Versagens. Nicht nur bei Journalisten, auch bei anderen Berufsgruppen. So bei weltberühmten Filmschauspielern wie Geena Davis, Tommy Lee Jones, und noch rund 20 anderen. Bei meinen Recherchen über die Hamer-Szene und einen ihrer Ableger, die “Meta-Medizin”, bzw “Meta-Health”, wie man dann umfirmierte, war ich 2007 darauf gestoßen.

“Meta-Health is murder”
“Meta-Medizin ist Mord”
http://www.healbreastcancerawards.org

Ich habe seinerzeit sogar mit dem Büro von Arnold Schwarzenegger, damals noch Gouverneur von Kalifornien, Kontakt aufgenommen. Keine Chance. Nichts.

Und die Journalisten? Schweigen.

Über die Meta-Mediziner hat erst TV2 in Norwegen berichtet. Dort hatte es durch die Meta-Mediziner mehrere Todesfälle gegeben.

.

Hin und wieder gibt es Themen, für die ist ein kleiner Blog viel zu klein. Handfeste Skandale gehören vor ein großes Publikum. Was tun? Man gibt das Thema einem Journalisten.

Wie wäre es mit einem bundesweiten Skandal, bei dem 20.000 Ärzte beteiligt sind? Wäre das kein Thema?

Ein Thema schon. Aber für Journalisten?

Im Juni 2018 bekam ich Material, das ich an mehrere Journalisten weitergab. Gibt man es EINEM Journalisten, wird nichts draus. Und mehreren?

Nachdem ich die Journalisten informiert hatte, geschah … nichts. Nichts. Und nichts.

Weil ich den Drang gewisser Kreise kenne, sich groß in Szene zu setzen mit Themen, die SIE angeblich entdeckt und recherchiert haben, habe ich mir das Vergnügen gemacht, beizeiten eine Boje auszusetzen, scheinbar ganz unverfänglich und ohne Hinweis auf den eigentlichen Kern des Skandals:

“Das Wartezimmer als Spiegel der Arztpraxis”
http://ariplex.com/folia/archives/2115.htm
.
Faites vos yeux!

Instant Karma … ‘Wissenschaftlich bewiesen’

Wednesday, April 18th, 2018

‘Schreibwerkstatt @HubertaWeigl’ (https://twitter.com/HubertaWeigl/with_replies) hat mir ein schönes Fundstück präsentiert:

https://www.woerterfall.com/wissenschaftlich-bewiesen-was-heisst-das-eigentlich/

von

    “wörterfall – die kommunikationswerkstatt, Michaela Albrecht”

Der “Artikel” ist mit Sicherheit in gewerblicher Absicht geschrieben und veröffentlicht worden, wie auch andere in der klar ersichtlich gewerblichen Web-Site.

Der Artikel beginnt mit diesen Worten:

    [*quote*]
    ————————————–
    Wissenschaftlich bewiesen – was heißt das eigentlich?

    Wissenschaftlich bewiesen – das klingt so gut, aber was bedeutet das? Und umgekehrt, was bedeutet es, wenn etwas wissenschaftlich nicht bewiesen ist? In meiner Arbeit habe ich ständig mit Heilpraktikern zu tun, die mit unwissenschaftlichen Methoden arbeiten. Und geht es Ihnen nicht auch so, dass man bei dem Begriff „unwissenschaftlich“ automatisch Bilder von mittelalterlichen Jahrmärkten im Kopf hat, wo marktschreierische Quacksalber einem getrocknete Krähenfüße gegen Rheuma angedreht haben?
    Als ich dem Begriff „wissenschaftlich bewiesen“ auf den Grund gehen wollte, stieß ich auf einen hervorragenden Artikel von Prof. Harald Walach, von dem ich vieles übernommen habe. Andere Teile stammen von mir oder von Wikipedia.
    […]
    ————————————–
    [*/quote*]

Bei der Erwähnung von Harald Walach dürfte den meisten Lesern ein Entsetzensschrei über die Lippen gekommen sein. Harald Walach und Wissenschaft, das verträgt sich nicht.

Wer mehr über Harald Walach wissen will: oben rechts im Suchfenster in

http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php

    walach

eingeben und die Suche starten. Besonders die “Studie” zum Stichwort “Kozyrev” hat es in sich…

Zurück zum “Artikel” von Michaela Albrecht, in dem es einige Absätze weiter heißt:

    [*quote*]
    ————————————–
    Auftauchende Schwierigkeiten bei der Replikation von Studien

    In der Physik gelten sehr strenge Richtlinien, bis experimentelle Ergebnisse ernstgenommen werden.
    ————————————–
    [*/quote*]

Das Stichwort hier ist “Replikation”. Bezogen auf den “Artikel” ist das mindeste, was man erwarten darf, daß man diesen Artikel zitieren kann und ihn zur näheren Untersuchung und Beweisführung auf die eigene Festplatte sichern kann. Zur Beweismittelsicherung.

Doch weder kann man den “Artikel” sichern noch kann man aus ihm zitieren, denn es erscheint eine Warnmeldung eines vorsätzlich eingebauten Blockers, der elementare Funktionen des Browsers blockiert:

“ALERT! You are not allowed to copy content or view source”
.

Der Screenshot zeigt die Warnmeldung:

Das ist der klare, eindeutige und unwiderlegbare Beweis, daß dieser Artikel ganz unter gar nicht die Kriterien der Wissenschaft erfüllt.

Doch Wissenschaft kann mehr als nur staunen machen. Wissenschaft kann Beweisstücke sichern.

Hier der Beweis:


(http://archive.is/LJdul/image)

Sogar die ganze Seite ist inhaltlich gesichert:

http://archive.is/LJdul

Instant Karma.

Instant Karma kann aber noch mehr.

In ihrer gewerblichen Web-Site hat Michaela Albrecht noch mehr Seiten, darunter diese, und die – auch das ist evident – in gewerblicher Absicht:

https://www.woerterfall.com/abmahnung-heilpraktiker/

Die Seite beginnt mit diesen Worten:

    [*quote*]
    ————————————–
    Abmahnung Heilpraktiker – So reduzieren Sie die Gefahr!

    Abmahnung Heilpraktiker – Welche Formulierungen sind gefährlich?

    Abmahnung Heilpraktiker: Um den Kontakt mit dem Verband Sozialer Wettbewerb bzw. mit dem Gericht zu vermeiden, dürfen Sie viele Formulierungen nicht verwenden.
    […]
    ————————————–
    [*/quote*]

.
Am Ende der Seite ist die gewerbliche Absicht gerichtsfest veröffentlicht:

    [*quote*]
    ————————————–
    “Was darf ich denn überhaupt noch sagen? Irgendwie muss ich doch werben?”

    Ja, es ist unerquicklich. Die Rechtsprechung wird immer absurder, denn langfristig soll der Beruf des Heilpraktikers ausgetrocknet werden, ähnlich wie der Beruf der Hebamme. Wenn Sie Ärger vermeiden wollen, sollten Sie vorsichtig und sehr erfinderisch sein. Und am besten sollten Sie mich anrufen. Denn es ist billiger, mit mir und Frau Dr. Oberhauser zu arbeiten, anstatt eine Vertragsstrafe vom € 5.100,- pro falscher Formulierung an den Verband Sozialer Wettbewerb zu zahlen.
    ————————————–
    [*/quote*]

(Instant Karma: http://archive.is/qmTUr)

Instant Karma.
Quod erat demonstrandum.

.
.
PS:

Vielleicht – man sollte das doch fragen dürfen, und man darf – ist auch die erstgenannte Seite in einer mehr als nur unilateralen gewerblichen Absicht entstanden?

Denn in der zweiten Seite ist eine werbliche Absicht zu erkennen im Hinblick auf Rechtsberatung durch eine dort genannte Anwältin. Ob die davon weiß, sollte doch zu eruieren sein.

Die Anwaltskammer, denke ich, wird das bestimmt können.

Und die erste Seite wiederum erwähnt einen Harald Walach, der Mitglied der “Kommission D” des BfArm ist, die unter anderem zuständig ist für die Zulassung homöopathischer Komplexmittel, die wiederum, auch das wird so gerne verschwiegen (vor allem von den “Skeptikern”), den deutschen Herstellern homöopathischer Mittel mehr als die Hälfte des Umsatzes bringen.

2012 betrug für die deutschen Hersteller der Gesamtumsatz für homöopathische Mittel 453 Millionen Euro, woraus man für die Komplexmittel auf mehr als 250 Millionen Euro schließen darf – und das alleine für 2012. 2018 dürfte der Anteil bei weit mehr als 350 Millionen Euro liegen.

Wobei, um auch das zu erwähnen, homöopathische Komplexmittel aus mehr als einer Grundsubstanz bestehen UND diese Grundsubstanzen sogar in unverdünnter und unpotenzierter Rohtinktur beigemischt werden dürfen und werden. Es ist mitnichten so, daß da “gar nichts drin ist”. Solche als homöopathisch verkauften Mittel haben durchaus pharmazeutische Wirkung.

Schon vor mehr als 2 Jahren habe ich am 22.11.2015 in

über die Bestandteile von Komplexmitteln geschrieben. Ich zitiere das von mir nachgeprüfte Beispiel:

2014 habe ich folgende Salbe entdeckt, welche die Urtinktur in unverdünntem und nicht geschlagenem Zustand enthält in 5 Gramm auf 100 Gamm, also 5 Prozent NICHTDYNAMISIERTE Urtinktur. Ich halte das für Betrug, weil diese Salbe als homöopathisches Arzneimittel verkauft wird, obwohl ein klarer Bruch der Grundregeln der Homöopathie besteht. In der Liste der Bestandteile sind sogar weitere unverdünnte Anteile:

    http://www.medpex.de/antimas-selz-salbe-p5560838
    (Hervorhebungen von mir)
    [*quote*]
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    Anbieter: pharmarissano Arzneimittel GmbH
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    ANTIMAS SELZ Salbe
    homöopathische Arzneimittel

    Creme und Mischung – Ein Produkt auf natürlicher Basis
    Antimas Selz Creme und Antimast Selz TN sind homöophatische Arzneimittel
    zur Anwendung bei Erwachsenen. Sanft, gut verträglich und phytologisch
    wirksam.
    Unter der Behandlung mit Antimas-Selz Salbe gehen Lymphdrüsenschwellungen
    und -verhärtungen zurück. Pulsatilla und Hydrastis normalisieren und
    fördern die Funktion der Schleimhäute, zugleich haben sie eine
    gefäßstärkende Wirkung. Thuja zeigt eine deutliche Affinität zu
    proliferativen (zellwuchernden) Prozessen unterstützt von Condurango und
    wirkt diesen durch Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte entgegen.
    Agnus castus hat sich besonders bei hormonabhängigen Beschwerden, wie sie
    insbesondere während des weiblichen Zyklus oder den Wechseljahren
    auftreten, bewährt.

    Indikationen:
    – imakterische Mastophatie
    – prämenstruelle Mastodynie
    – prämenstruelles Syndrom
    – Mastophatie
    – Mastitis

    Zusammensetzung:
    100 g Salbe enthalten:
    5,0 g Condurango ø;
    1,0 g Agnus castus ø;
    1,0 g Hydrastis D4;
    0,5 g Pulsatilla D4;
    0,5 g Lilium tigrinum ø,
    Konservierung:
    100 mg Parabene
    E214,
    E216,
    E218 mit Phenoxyethanol

    Menge:
    Salbe 100 ml
    ——————————————————–
    [*/quote*]

.
.

Würden Sie jetzt noch immer behaupten wollen “in Homöopathika ist nichts drin”…?

Damit sind wir wieder bei Harald Walach, dem Mitglied der “Kommission D” des BfArm, das über solche Komplexmittel entscheidet. Eine der Fragen, die man zu Harald Walach stellen MUSS:

Wieso ist Harald Walach Mitglied der “Kommission D”?

Die Antwort: Weil ihn das Gesundheitsministerium dorthin DELEGIERT hat. Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums, und damit in der Verantwortung des Gesundheitsministers, haben – man muß fragen: WARUM!? – Harald Walach in die “Kommission D” delegiert, OBWOHL bereits bekannt war, daß die “Universität” Viadrina in Frankfurt an der Oder ausgerechnet wegen Harald Walach sehr ernste Schwierigkeiten hatte.


(Bild aus http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6486

Die GWUP, ein von Harald Walach allzeit geschätzter Freundeskreis (ich bitte vermerken zu wollen, daß dies tiefrabenschwarzer Humor ist…) schrieb am 9.6.2012 über die Eskapaden an der Viadrina und über deren Bewertung durch die Hochschulstrukturkommission des Landes Brandenburg:

    https://blog.gwup.net/2012/06/09/hogwarts-an-der-oder-vernichtendes-urteil-der-hochschulkommission/

    [*quote*]
    ————————————–
    Hogwarts an der Oder: Vernichtendes Urteil der Hochschulkommission

    9. Juni 2012 von Bernd Harder

    Die Hochschulstrukturkommission des Landes Brandenburg hat gestern ihren Abschlussbericht vorgelegt.

    Dieser war mit Spannung erwartet worden, weil der Präsident der Europa-Universität Viadrina („Hogwarts an der Oder“) sich erst danach zu den esoterischen Abwegen des „Instituts für transkulturelle Gesundheitswissenschaften“ (INTRAG) äußern wollte.

    In dem Bericht der Strukturkommission heißt es nun unter anderem:

    [**quote**]
    ————————————–
    Gegen das Institut für Transkulturelle Gesundheitswissenschaften an der EUV bestehen seitens der Kommission durchgreifende strukturelle Bedenken. Das Institut besitzt nur in begrenztem Umfang Bezüge zu den fachlichen Schwerpunkten der Universität.

    Zugleich besteht in seiner Aufstellung und der Konzeption des über das Institut angebotenen weiterbildenden MA-Studienganges „Kulturwissenschaften – Komplementäre Medizin“ dabei aus Sicht der Kommission eine qualitative Problematik.

    Eine in der Zielsetzung des Instituts formulierte geisteswissenschaftliche Reflexion an den Rändern der naturwissenschaftlichen Medizin ist zwar grundsätzlich wünschenswert. Auch in den medizinischen Fakultäten deutscher Universitäten finden sich (zweifellos nicht in dem wünschenswerten Ausmaß) Reflexionen medizinischen Handelns und Entscheidens. Es erscheint jedoch äußerst zweifelhaft, dass diese Reflexion im Rahmen des Instituts in geeigneter Weise erfolgen kann.

    Denn die Befassung mit komplementärer Medizin erfordert zwingend die enge Verbindung mit der naturwissenschaftlichen Seite, der Medizin, da sie nicht alleine als kulturwissenschaftliches Thema wissenschaftlich und praktisch bearbeitet werden kann. Komplementarität bedarf notwendigerweise des Zusammenwirkens von zwei sich gleichwertig einbringenden Komponenten. Die personellen Voraussetzungen hierfür sind allerdings an der EUV nicht gegeben.

    Die personelle Ausstattung des Studienganges findet auf der Seite der naturwissenschaftlichen Medizin nahezu ausschließlich über Lehrbeauftragte, überwiegend aus niedergelassenen Praxen, statt. Ein wissenschaftlicher Hintergrund vom Range universitärer Medizin lässt sich dabei nicht in ausreichendem Maße feststellen.

    Die Zielgruppe der Ärzte, Apotheker und Psychotherapeuten, an die sich das Studienangebot „Komplementäre Medizin“ des Instituts besonders richtet, wird insgesamt von einem Lehrkörper betreut, dem überwiegend medizinische Kenntnisse fehlen. Dies gilt besonders für die Forschung, die der Lehre zugrunde liegen sollte.

    Insgesamt ist die für eine der Themenstellung adäquate Forschung im universitären Rahmen erforderliche personelle wie sachliche Ausstattung des Instituts aus Sicht der Kommission nicht erkennbar. Auch erschließt sich der Wert des seitens des Instituts formulierten „Praktika-basierten Forschungszweckes“ nicht.

    Mit Blick auf das Gesamtprofil der EUV erscheint schließlich auch die Feststellung angezeigt, dass keine Hinweise auf eine Internationalisierung des MA-Studienganges erkennbar sind. Insbesondere liegt auch keine sichtbare internationale Anbindung an die naturwissenschaftliche Medizin vor.

    Die Hochschulstrukturkommission empfiehlt der EUV dementsprechend nachdrücklich den künftigen Verzicht auf das Angebot des MA-Studienganges „Kulturwissenschaften – Komplementäre Medizin“.

    Eine Fortführung des Instituts für transkulturelle Gesundheitswissenschaften ist weder wie bisher als In-Institut noch als An-Institut zu befürworten. Vertretbar erscheint allenfalls, das Institut privatwirtschaftlich außerhalb der Hochschule weiter zu betreiben.“
    ————————————–
    [**quote**]

Vernichtender kann ein Urteil kaum ausfallen.
[…]
————————————–
[*quote*]

“Vernichtender kann ein Urteil kaum ausfallen.”.

Warum, das MUSS man fragen, wird Harald Walach TROTZDEM vom Gesundheitsministerium in die “Kommission D” des BfArm delegiert?

Und WARUM wird Harald Walach von Michaela Albrecht als Experte zu – ausgerechnet! – Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit zitiert?

Wobei, auch das darf man nicht vergessen, Monika Albrecht ihre Web-Site gewerblich produziert und veröffentlicht. Wer sind ihre Auftraggeber – und warum?

Medien = kollektives Hirnversagen

Tuesday, March 6th, 2018

Am 6. März 2018 ist die Lage im medialen Wasserglas wie gewohnt: normal unruhig. Heutiges Thema des Tages: die öffentliche Zuschaustellung der Versagensleistung der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, kurz “FAZ”:

    [*quote*]
    —————————————————–

    06.03.2018 | 15:58 Uhr
    06.03.2018 um 16:32 Uhr
    FAZ.net ordnet Blogs neu und trennt sich von Don Alphonso

    Die FAZ hat angekündigt, auf ihrer Website die Sektion mit Blogs umzubauen. Künftig sollen Blogs bei FAZ.net stärker als “Experimentierfeld” genutzt werden und auch mehr Podcasts veröffentlicht werden. Im Zuge der Neuausrichtung werden einige alte Blogs eingestellt, darunter auch “Stützen der Gesellschaft” und “Deus ex Machina” des ebenso bekannten wie streitbaren Bloggers Don Alphonso. Dessen Fans laufen bei Twitter Sturm.
    […]
    —————————————————–
    [*/quote*]
    Quelle:
    http://meedia.de/2018/03/06/faz-net-ordnet-blogs-neu-und-schmeisst-dabei-don-alphonso-raus/

.

Da hat der Verlag eine der wenigen lesbaren Kristallisationsfiguren des Landes – und wirft sie einfach raus.

Wenn man etwas Neues ausprobieren wollte, wie der Verlag behauptet, so kann man das doch in Hülle und Fülle tun – PARALLEL zu den bisherigen Blogs. im Gegensatz zu Papier ist das Internet in seriner Größe unbegrenzt. Und wenn die Blogs Anzeigenerlöse bringen, dann ist das doch genau das, wozu ein Verlag da ist: Geld machen mit Veröffentlichungen.

Aber es geht anscheinend nicht um Geld. Es geht auch nicht um geistige Größe. Es geht um eine politische Machtdemonstration. Und um eine politische Richtung. Um eine Gleichschaltung.

Nur: eine Gleichschaltung ist nicht immer dadurch gegeben, daß von Oben etwas angeordnet wird. Eine Gleichschaltung kann auch eintreten dadurch, daß ALLE nicht begreifen. Oder sich weigern etwas zu begreifen. Keine Order von oben, sondern Hirnversagen.

Wer und wie bei der “FAZ” versagt hat, das wissen “die” bei der “FAZ” am besten. Oder gar nicht.

Für weniger als 30 Euro pro Jahr kann man Web-space mieten, samt Domain-Registrierung. Einen Blog zu installieren dauert nur wenige Minuten. Dann kann man schreiben. Jeder kann das. Tagein-tagaus. Und die Welt ist zu Gast.

Die “FAZ” ist nur EIN Platz im WWW. Einer. Einer unter hunderten von Millionen.

Willkommen im Zeitalter der Beobachtbarkeit.

Offene Programmbeschwerde an den SWR

Monday, March 5th, 2018

An den Intendanten (Peter Boudgoust)
und den Fernsehrat des

Südwestrundfunk
Anstalt des öffentlichen Rechts

Neckarstraße 230
70190 Stuttgart

Telefon: 0711 929 0
Fax: 0711 929 11300

Offene Programmbeschwerde

Bremerhaven, 5.3.2018

Sehr geehrter Herr Boudgoust,

ich erhebe Programmbeschwerde

gegen die Sendung “Sensible Wale, rätselhafte Delfine”, produziert von “Planet Wissen”, wegen schwerer handwerklicher Fehler.

Sendetermine waren laut dieser Web-Seite von “Planet Wissen”:

https://www.planet-wissen.de/sendungen/sendung-wale-und-delfine-100.html

[*quote*]
——————————————-
Sendehinweis: SWR | 22. Januar 2018, 11:15 – 12:15 Uhr
Sendehinweis: WDR | 22. Januar 2018, 13:00 – 14:00 Uhr
Sendehinweis: ARD-alpha | 22. Januar 2018, 15:00 – 16:00 Uhr
——————————————-
[*/quote*]

Ebenfalls Sendetermin:

https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/programmkalender/ausstrahlung-1290766.html

[*quote*]
——————————————-
Planet Wissen Sensible Wale, rätselhafte Delfine
Moderator Dennis Wilms (links) mit Studiogast Robert Marc Lehmann, Meeresbiologe und Forschungstaucher. | Bild: BR/SWR/Brigitte Karwath

Dienstag, 23.01.2018
11:00 bis 12:00 Uhr

ARD-alpha
2017

Moderation: Birgit Klaus, Dennis Wilms

Redaktion: Armin Olbrich
——————————————-
[*/quote*]

Das sind die an der Sendung Beteiligten:

[*quote*]
——————————————-
Autorin Annika Erbach
Regie Tom Lindner
Redaktion Martina Janning

Planet Wissen
Eine Coproduktion von Südwestrundfunk
und Westdeutscher Rundfunk
in Zusammenarbeit mit ARD-alpha
2017
——————————————-
[*/quote*]

Herr Lehmann, der Gast der Sendung, hat, woher auch immer, schon im Oktober 2017 die ganze Sendung bei YouTube hochgeladen:

https://www.youtube.com/watch?v=omUVRFKnxGc
[*quote*]
——————————————-
Sensible Wale, rätselhafte Delfine ©SWR Planet Wissen mit dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann
——————————————-
[*/quote*]

In dieser Aufzeichnung der Sendung ist ab ca 8:20 ein eingespielter Trickfilm zu sehen. Ich habe mehrere Screenshots gemacht:

Der Screenshot 1 zeigt das Logo des SWR und “Planet Wissen”, woraus man schließen kann, daß es eine Eigenproduktion des SWR ist.

http://ariplex.com/carlixon/pix/PLANET_WISSEN_WALSTRANDUNG_HAMER_1_800.jpg

Im Screenshot 2 sieht man einen gestrandeten Wal, über dem ein sechseckiges Symbol mit der Abkürzung “SBS” ist:

http://ariplex.com/carlixon/pix/PLANET_WISSEN_WALSTRANDUNG_HAMER_2_800.jpg

In Screenshot 3 ist neben dem gestrandeten Wal zusätzlich dieser Text zu sehen:

    “Wassermangel
    +
    Existenzangst
    ==>
    sinnvolles biologisches Sonderprogramm”

http://ariplex.com/carlixon/pix/PLANET_WISSEN_WALSTRANDUNG_HAMER_3_800.jpg

In Screenshot 4 ist zusätzlich beim Wal das Bild einer Niere sowie Wassertropfen;

http://ariplex.com/carlixon/pix/PLANET_WISSEN_WALSTRANDUNG_HAMER_4_800.jpg

In Screenshot 7 sieht man die letzte Szene des eingespielten Trickfilms, die Statistik über Rettungserfolge bei gestrandeten Walen in Kalifornien:

http://ariplex.com/carlixon/pix/PLANET_WISSEN_WALSTRANDUNG_HAMER_7_800.jpg

In Screenshot 9 sieht man die beiden Moderatoren der Sendung und ihren Gast – und im Hintergrund die in Screenshot 7 schon gezeigte letzte Szene des Einspielers.

http://ariplex.com/carlixon/pix/PLANET_WISSEN_WALSTRANDUNG_HAMER_9_800.jpg

Dies ist das Transkript, das ich von dem Einspieler gemacht habe:

[*quote*]
——————————————-
“Sensible Wale, rätselhafte Delfine ©SWR Planet Wissen mit dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann”
[…]

Wenn ein Wal strandet, ist das nicht sofort sein Todesurteil, denn sein Körper ist für diesen Fall gewappnet.
Automatisch startet das sinnvolle biologische Sonderprogramm SBS für Wassermangel und Existenzangst.
Das SBS sorgt dafür, daß die Nieren mehr Wasser zurückhalten und der Wal mit seinen Reserven länger überleben kann.
Das verschafft dem gestrandeten Tier wertvolle Zeit.
Etwa 1 Stunde kann der Wal so durchhalten und auf die rettende Flut warten, die ihn zurück ins Meer spült.
Kommt die nächste Flut nicht rechtzeitig, verendet der Wal langsam und qualvoll.
Das immense Gewicht des Tieres zerquetscht seine Organe.
Der Wal trocknet aus.
Sein Kreislauf kollabiert und er beginnt zu ersticken.
Doch darf der Mensch in diese natürlichen Vorgänge eingreifen und wie sinnvoll ist das Retten eines sterbenden Wals überhaupt?
Selbst Tierschützer streiten darüber.
Ihre Organisation RSPCA rät zum Einschläfern um einen sterbenden Wal von seinem Leiden zu erlösen.
Das Retten eines gestrandeten Tierst ist ein Wettlauf gegen die Zeit.
Damit der Wal überhaupt eine Chance hat, den Stress einer Rettungsaktion zu überleben, müssen seine Vitalfunktionen stabil sein.
Dann kann er ins tiefe Wasser zurückgebracht werden.
Oder er wird erst aufgepäppelt, so lange, bis er fit genug für seine Rückkehr ins Meer ist.
Doch Untersuchungen zeigen schlechte Aussichten für die geretteten Wale.
Etwa die Hälfte starb schon in den ersten 24 stunden nach der Rettung.
Andere verendeten in den ersten Wochen nach ihrer Freilassung.
Von 68 Zahnwalen überlebten nur 5 eine Rettung.
——————————————-
[*/quote*]

Die Aussagen des eingespielten Trickfilms in Bezug auf das “Sinnvolles biologisches Sonderprogramm” (“SBS”) sind in Text und Bild ein hanebüchener Schwachsinn. Aber nicht irgendein Schwachsinn, sondern tödliche Lügen der “Germanische Neue Medizin” des kriminellen Psychopathen Ryke Geerd Hamer, wegen dem und wegen seiner Anhänger hunderte Kranke einen extremst qualvollen Tod starben.

Der Scharlatan Ryke Geerd Hamer ist international bekannt, unter anderem wegen des Falls “Olivia”, wo Olivia Pilhar, ein kleines österreichisches Mädchen mit einem riesigen Wilms-Tumor, von seinen Eltern ins Ausland entführt wurde, damit es keine Krebs-Operation bekommt. Der Fall ging seinerzeit durch die Medien. Später wurde über Hamer und seine Anhänger immer wieder berichtet, unter anderem von RBB “Kontraste”.

Ich recherchiere und veröffentliche seit rund 18 Jahren über die Hamer-Szene und habe TV- und Zeitungs-Redaktionen im In- und Ausland bei ihren Recherchen und Produktionen beraten. Über die Hamer-Szene betreibe ich unter anderem die Domains

http://www.todessekte.de
http://www.klinikskandal.com
http://www.healbreastcancerawards.org
http://www.metamedicine.at/

Hamer’s “Germanische Neue Medizin” ist absolut tödlich. Es gibt keinen einzigen Überlebenden.

Hier ist ein Nachruf auf Michaela Jakubczyk-Eckert, eines von Hamer’s Opfern:

http://www.ariplex.com/ama/amamicha.htm

Wer Hamer ist, und was er und seine Szene anrichten – und vor allem ihre Gefährlichkeit! – dürfte Ihnen damit hoffentlich klar sein.

Der in dem Einspieler benutzte Begriff “Sinnvolles biologisches Sonderprogramm” (“SBS”) ist eine Erfindung von Hamer. Er ist eines seiner Kernthemen und ist Hamer EINDEUTIG zuzuordnen. Die Beschreibung, zu sehen im Transkript, ist Hamer EINDEUTIG zuzuordnen.

Helmut Pilhar, der Vater von Olivia Pilhar, ist Anhänger und Profiteur von Hamer’s “Germanische Neue Medizin”. Er amusiert sich über die Sendung und schreibt in seiner Web-Site:

http://www.germanische-heilkunde.at/dokumentation-beitrag-anzeigen/swr.html

[*quote*]
https://www.youtube.com/watch?v=94NpEtwBLqw

“Sinnvolle Biologische Sonderprogramme” und “Existenzangst” bei Walen? – Kurioser TV-Bericht
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Hamer verstehen
Published on Jan 24, 2018

Kurioser TV-Bericht mit Bezug auf die Biologischen Naturgesetze von Dr. Hamer.

Beitrag aus der ARD-Sendung “Planet Wissen: Sensible Wale, rätselhafte Delfine”, ausgestrahlt am 22.01.2018 auf SWR.
[*/quote*]

Einen Ausschnitt mit dem Einspieler hat er bei YouTube hochgeladen, siehe die obige URL.

Wie man sieht, erkennen Hamer-Anhänger SOFORT, was in dem Einspieler gezeigt wird: Ryke Geerd Hamer’s “Germanische Neue Medizin”!

Der Einspieler ist, siehe Logo, eine Produktion des SWR.

War man bei der Produktion der Sendung so leichtsinnig, daß man nicht einmal den Moderatoren den hauseigenen Einspieler vor der Sendung vorgeführt hat?

War man bei der Produktion der Sendung so leichtsinnig, daß nicht einmal die SWR-Redaktion den hauseigenen Einspieler gesehen und abgenommen hat?

Offensichtlich sind auch andere Redaktionen mit der Sendung betraut. War man auch dort so leichtsinnig, sich den Einspieler nicht anzusehen?

Selbst für den Fall, daß die Moderatoren den Einspieler vor der Aufnahme nicht kannten, hätten sie die Aufnahme abbrechen müssen bzw die Fehler des Einspielers sofort kritisieren und auf gar keinen Fall unkommentiert lassen dürfen. Aber das haben sie nicht getan. Sind die Moderatoren dermaßen unfähig, daß sie den Irrsinn der Behauptungen des Einspielers nicht erkennen?

“Planet Wissen” soll, so ist zumindest der Anspruch zu verstehen, eine Sendung über Wissenschaft sein. Das setzt bei Redaktionen und Moderatoren ein Mindestmaß an Erkenntnisfähigkeit und Wissen voraus. Doch davon ist hier nichts zu bemerken. Selbst wenn man Hamer’s “Germanische Neue Medizin” nicht kennt, so sind die Fehler im Einspieler eindeutig und sofort zu erkennen.

Und was ist mit der Autorin der Sendung? Wie kann es angehen, daß jemand Ryke Geerd Hamer’s geisteskranke Lügen der “Germanische Neue Medizin” als wahre Tatsachen in eine Sendung schmuggelt?

Die Qualifikation einer ganzen Reihe von Mitarbeitern Ihres und der anderen beteiligten Sender steht offensichtlich nicht mehr zur Debatte. Weil nicht vorhanden.

Mit freundlichem Gruß

Aribert Deckers
[Adresse]

Sic transit gloria Dodo

Monday, February 26th, 2018

The quoted text is in German, but you don’t have to actually read it. Just go down to the last paragraph of that article and see the names there.

“The Dodo” is something which appears on Twitter. Until now I had no idea that “The Dodo” belongs to Axel Springer.

Well, this news explains a bit why some videos are a bit peculiar. I wondered WHY THE HELL do people, who just see a harmed animal on the street, or elsewhere, IMMEDIATELY start making video clips of it, when they still are busy with saving the animal?

Looks if a lot, if not all, of that video stuff is fakes. All made up. What a damned shame.

Sic transit gloria mundi.

For me “The Dodo” is dead. As dead as dodo. In the real sense.
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    http://meedia.de/2018/02/26/jens-mueffelmann-geht-axel-springer-von-der-fahne-usa-chef-wechselt-in-venture-capital-branche/

    [*quote*]
    ——————————————–
    26.02.2018 um 12:32 Uhr
    Jens Müffelmann geht Axel Springer von der Fahne: USA-Chef wechselt in Venture-Capital-Branche
    […]

    Gemeinsam mit Discovery Communications Inc. und dem Finanzinvestor Lerer Hippeau hatte Axel Springer 2016 mehrere US-Beteiligungen zur Group Nine Media zusammengelegt. Das Joint-Venture beherbergt Digital-Unternehmen wie NowThis, Thrillist oder The Dodo. 2015 übernahm Axel Springer außerdem die Mehrheit an Business Insider.
    ——————————————–
    [*/quote*]

Die Arzt-Reklame in der Provinz wird immer unverschämter. Die Wahrheit über Dr. med. Marcus Oggenthür.

Sunday, January 7th, 2018

Die Arzt-Reklame in der Provinz wird immer unverschämter.

Eine mehrere Meter hohe Reklame, nachts mit Beleuchtung.

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groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/MARCUS_OGGENTHUER_INTERNIST_1_1431.jpg

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Die Tafel im Detail:

http://ariplex.com/carlixon/pix/MARCUS_OGGENTHUER_INTERNIST_2_1431.jpg

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    Dr. med. Marcus Oggenthür
    Internist
    alle Kassen

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Als ich vor einigen Monaten bei Twitter längere Zeit und unübersehbar auf diese Reklame hinwies, war das Echo schlecht. Es gab keine einzige Reaktion, nicht einmal, wenn ich den Leuten diese Reklame “direkt vor die Nase” setzte.

Bis auf einen, ein “Skeptiker”, der mich ganz einfach blockte. Sehr beeindruckend. Dabei ist er sogar Arzt, und das mindeste, was er hätte tun können, wäre nachzufragen, wo diese Reklame steht. Oder er hätte fragen können, wer dieser seltsame “Dr. Marcus Oggenthür” sein soll.

So ist das bei den Skeptikern, den Ärzten – und überhaupt – bei den Weißkitteln. Wenn es um die eigenen Kittel geht, herrscht Funkstille.

Dabei hätte man allen Grund gehabt, zu fragen, wer der “Dr. Marcus Oggenthür” ist.

Zugegeben, ich hätte es mit einem einfacher zu durchschauenden Namen versuchen können. Zum Beispiel mit

    Doktor Roggentüth
    staatlich approbierter Kusentrekker

Dann wäre der Groschen vielleicht gefallen. Vielleicht. Aber nur vielleicht. Sicher bin ich mir da nicht. Denn das Foto ist echt.

Das Foto ist echt. Die Aufschrift

    Dr. med. Marcus Oggenthür
    Internist
    alle Kassen

habe ich allerdings selbst ins Bild montiert. Vorher – und überhaupt – sieht die Szene so aus:

[Beweisstück]


groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/HEILPRAKTIKER_REKLAME_P9290041_FULLSIZE.jpg

[Beweisstück]


groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/HEILPRAKTIKER_REKLAME_P9290042_FULLSIZE.jpg

.

Ein Blick auf die Reklame am Haus:

[Beweisstück]


groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/HEILPRAKTIKER_REKLAME_P9290043_FULLSIZE.jpg

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Bei Dunkelheit leuchtet die Reklame weithin sichtbar:

[Beweisstück]


groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/HEILPRAKTIKER_REKLAME_P4090178_FULLSIZE.jpg

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Bei Dunkelheit die Szene von der anderen Straßenseite aus betrachtet:

[Beweisstück]


groß:
http://ariplex.com/carlixon/pix/HEILPRAKTIKER_REKLAME_P4090192_FULLSIZE.jpg

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Die Wahrheit über Dr. med. Marcus Oggenthür
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Es gibt keinen “Dr. med. Marcus Oggenthür”, denn diese dreiste Reklame ist in Wahrheit die einer Heilpraktikerin. Wie man an den Reklametafeln am Haus sieht, macht sie sogar Krebsbehandlungen.

Als ich auf die Reklame hinwies, geschah dies zu einer Zeit, als die Angriffe auf die Heilpraktiker – zu recht! – besonders heftig geworden waren. Nachwirkungen der 4 Todesfälle des Heilpraktikers Klaus Ross in Bracht:

Und Nachwirkungen einer Affaire in Handeloh:

Und Nachwirkungen extremer geistiger Verfinsterung im Homöopathen-Milieu:

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Es gibt Grenzen

Was wir im Heilpraktiker-Milieu erleben, sprengt alle Grenzen. Es kann und darf nicht sein, daß mit Billigung von Staat, Politik und Justiz charakterlich und fachlich völlig unqualifizierte Personen mit und ohne Heilpraktikerschein “Heilungen”, “Coaching” und ähnliches betreiben und damit Gesunde und Kranke direkt oder indirekt in ernste Gefahr bringen, sie teilweise lebenslang schädigen oder sogar töten.

Staat, Politik und Justiz haben die Pflicht, die Bürger vor solchen Dingen zu schützen. Dieser Pflicht kommen sie vorsätzlich nicht nach. Vorsätzlich! Denn es ist nicht so, daß Staatsorgane, Politiker und Justiz nicht um die Gefährlichkeit der “Heiler” wüßten!

Um das zu verdeutlichen: Die “Germanische Neue Medizin” des kriminellen Psychopathen Ryke Geerd Hamer hat hunderte Menschen auf grausamste Weise in den Tod gebracht. Viele dieser Kranken könnten heute noch leben, wenn man die Betrüger gestoppt und die Kranken mit wissenschaftlicher Medizin behandelt hätte.

In Erinnerung an Michaela Jakubczyk-Eckert; sie ist eines von Hamer’s Opfern:

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Hamer ist inzwischen tot. Doch auch in den Jahren vor seinem Tod hat Hamer schon lange keine bedeutende Rolle mehr gespielt, denn er war nur noch einer von Vielen, die – in welcher Spielart auch immer – die “Germanische Neue Medizin” – praktizieren.

Es gibt sogar internationale Organisationen, die – mit vollem Wissen der Staaten, der Politiken und der Justizen – in aller Öffentlichkeit “Germanische Neue Medizin” betreiben. Doch es geschicht den Täter nichts.

Über den tödlichen Betrug mit “Metamedizin” bzw “Meta-Health”:

Im Gegenteil! Wenn sogar Bundestagsabgeordnete, die selbst Krebs haben, und als Juristen sogar in der Justiz bewandert sind, aus dem Recht der Kranken auf Wahl ihrer Behandlung das Recht der Täter machen, jeden Betrug anzubieten, dann weiß man, wo wir leben: in Deutschland, dem Täterland. Hier darf man alles.

DIE SIEGER — Treppenanbau im Souterrain des real existierenden Journalismus

Saturday, December 23rd, 2017

Im Fernsehen ist die Praxis schon lange bekannt, seit Jahrzehnten: der Moderator X der einen Sendung holt den Moderator Y der anderen Sendung zu Gast in seine Sendung. Z holt A und B in die Sendung, R holt Z und X in die Sendung, und so weiter, und so weiter. Sie holen sich gegenseitig, sie beweihräuchern sich, sie helfen sich gegenseitig in den Sattel. Und halten sich gegenseitig im Sattel. Die Gesichter sind immer die gleichen. Immer die gleichen. Ein festes Netzwerk. In der Politik nennt so etwas “Filz”.

Die Methode in den Medien hat auch einen Namen: “Ich verfeature dich, du verfeaturest mich”.

Hier ein Zitat aus einer Notiz aus einem Forum, sie stammt aus dem Jahr 2011:

    http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7078.0

    [*quote*]
    ————————————————
    Geistige Inzucht wird betrieben und gegenseitig hievt man sich in die Sessel: “Ich verfeature dich, du verfeaturest mich.” Uralter Spruch, mindestens 20 oder 30 Jahre alt. Schon damals wußte man, wie der Redaktionshase läuft.

    An Politikern wird Korruption, werden Seilschaften und Hinterzimmerklüngel kritisiert. Daß die Journalisten das gleiche machen und sich noch als Richter und Erzieher und ethische Oberinstanz der Nation aufspielen (natürlich neben, besser über den Kirchen), und den Leuten Müll ins Hirn stopfen, das wird geflissentlich ignoriert. Kritik ist verboten. Daß Zapp, diese pöhse Sendung des NDR existiert, ist schon ein Wunder, und wohl auch ein Ventil, wenn jemand gar zu blöden Mist gebaut hat, daß sogar die Branche darüber lachen darf.

    Aber darf sie denn? Zum Selbstbild der Journalisten gehört doch, supergut, superpräzise, superecht zu sein. Daran zu zweifeln ist Gotteslästerung.

    Aber es gibt keinen Gott und es gibt keine Götter. Es gibt nur Pfeifen, die sich dafür halten.
    ————————————————
    [*/quote*]

Auch in diesem Jahr, in 2017, dem Journalismus geht es schlecht, schreiben und reden Journalisten.

Nicht nur dem Journalismus, auch ihnen geht es schlecht.

Dem Journalismus geht es schlechter.

Die Journalisten schreiben. Sie schreiben über die Welt – und sie schreiben über sich. Die Journalisten schreiben über Preise. Und sie schreiben über sich. Über sich und ihre Preise.

“MedWatch.de” schreibt bei Twitter über einen Preis:
.

.

.

“Wir sind Journalist des Jahres” – das klingt nach dem 1. Preis. Als Journalist.

Bei Näherem betrachtet ist es nicht der 1. Preis.

Es ist auch nicht der 2.

Nein, auch nicht der 3.

Auch der 4. ging an ihnen vorbei.

Sie sind die erst die Nummer 5.

Es ist auch kein Preis für Journalismus. “Entrepreneur” nennt man sie. “Unternehmer” klingt so einfach, so bieder, so deutsch. Aber man ist doch wer. Stimmt. Aber wer ist “man” denn? Jemand, der sich “Entrepreneur” nennen muß…

Und wofür gibt es den Preis? Für die Beschaffung eines Arbeitsplatzes – für sich. Nannte man das früher nicht “Ich-AG”? Oder so ähnlich? Aber lassen wir das. Wofür gibt es den Preis, was unternehmert man denn? Den Start von “Medwatch.de”. Pardon, das kennen wir doch schon – und ein paar, nennen wir es “Ungereimtheiten” dieses Starts:

“Folgen des Überflusses”
http://ariplex.com/folia/archives/1975.htm

“MedWatch, das ist gelogen!”
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9382

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DIE SIEGER
Treppenanbau im Souterrain des real existierenden Journalismus

Folgen des Überflusses

Monday, November 27th, 2017

Viele Studenten verlassen die Universitäten und Hochschulen, viele brechen ab, viele schaffen tatsächlich den Abschluß. Viele, viele, viele. Aber wo bleiben sie?

Ein Diplom ist keine Garantie für einen Arbeitsplatz in dem Fachgebiet, in dem man studiert hat. Außerdem ist ein anspruchsvolles Studium, wie der Name sagt, anspruchsvoll. Was ist, wenn der Titel mit viel Mühe erkämpft wurde, aber mit weniger Mühe Geld zu machen näher liegt? Der Abstieg in intellektuell schwächere Gebiete liegt auf der Hand.

Der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft. Für einen zu besetzenden Arbeitsplatz türmen sich bei den Personalsachbearbeitern hunderte Bewerbungen: Augen zu, eine, zwei, drei wahllos herausgreifen, der Rest wandert gleich in den Müll. Seit über 2 Jahrzehnten läuft das so. Faulheit siegt. Personalentscheider in den Firmen sind unfähig, unwillig, oft böswillig und gnadenlos dumm. Vor allem gnadenlos. Und vor allem dumm. Der desolate Zustand extrem vieler deutscher Firmen ist eine direkte Folge davon. Wer Unfähige einstellt, braucht sich über das Ergebnis nicht zu wundern.

So sieht es aus in Deutschland mit dem Start in den Beruf, in welchen auch immer. Auf der Gegenseite, im Beruf, ist es ebenfalls nicht rosig. Viele Firmen entlassen, manche Wirtschaftszweige sind radikal geschrumpft und bluten vollends aus. Aus dem existierenden Arbeitsplatz wird ein nicht mehr existierender. Ex und hopp! Am lautesten hört man den Abstieg bei den Journalisten. Warum? Weil “die in den Medien” die sind, die darüber schreiben und reden, in Zeitungen, im Rundfunk, im Fernsehen – und im Internet.

In Zeiten wirtschaftlicher Krisen ist ein Ausweg: sich selbständig machen. Neue Nischen finden, Waren und Dienstleistungen vermarkten, und – wenn gar nichts mehr hilft – sich selbst vermarkten. Die neue Welt ist zu einem Sklavenmarkt verkommen. Vornedran: Journalisten. Schreiberlinge für Dutzendartikel werden bezahlt nach Textseiten, 10 Artikel 50 Dollar. Das läuft in den USA seit über 10 Jahren so. In Deutschland wurde dieses “Geschäftsmodell” so und ähnlich auch versucht. Verleger wie Burda hatten ihre Finger drin im Billigmarkt. Daß die Qualität des Journalismus am Ende ist, ist bekannt. Vor allem, daß sie am unteren Ende ist. Am ganz unteren Ende: die “Lügenpresse”. Es ist ja nicht so, daß Journalismus ein hehres Gefilde hehrer Heroen wäre, oh nein! Journalismus ist vor allem: Durchsetzen von Ideologien.

“Berufsstände und ihre Wahnvorstellungen”
http://ariplex.com/folia/archives/1955.htm

So haben wir in einem Land, das politisch, wirtschaftlich, ethisch und moralisch am Ende ist, auch noch das dicke Ende: eine Flut von Arbeitssuchenden. Was könnte man tun? Sich selbständig machen. Für Journalisten geht das ganz einfach: schreiben, schreiben, schreiben. Und das Geschriebene auf irgendwelche Server befördern, auf eigene und fremde Web-Sites, und hoffen, daß die Werbung Manna vom Internet-Himmel fallen läßt. Für Hoffnung ist immer noch Platz. Und für Geld sorgt, manchmal, das Arbeitsamt.

Viele Journalisten sind auf Hartz IV. Wenn noch Geld kommt, kann man schreiben. Man kann schreiben, man kann sich zusammentun. Man kann neue Nischen suchen. Besonders elusiv: “investigativer Journalismus”. Investigativ kann sich Jeder nennen, schon die Bezeichnung “Journalist” ist nicht geschützt. So werden Klüngel gestartet, die sich investigativ nennen.

Verlage meinten, sich besonders damit hervortun zu müssen, daß sie “investigativ” seien. Dabei hätte das Investigative, das Forschen und Recherchieren nach Fakten, ohnehin schon ihre Aufgabe sein müssen – wenn sie die erfüllt hätten. “Investigativer Journalismus” ist, bei Licht betrachtet, eine Tautologie. Abgeguckt haben die “investigativen” Verlage die Masche bei jenen Journalisten, die sich in der freien Wildnis deutscher (und internationaler) Arbeitsverhältnisse in Grüppchen zusammengetan und EIGENE “Portale” geschaffen hatten. Konkurrenz für die Verlage! Namen nenne ich hier keine.

Verlage wollen sich mehr Marktanteile verschaffen.

Wenn dieser oder jener Verlag diesen oder jenen Journalisten als “investigativ” anheuert, ist das ein Tropfen auf den heißen Stein. Es sind immer noch mehr da, die ohne Arbeit sind. Und es sind jene da, die vom Kuchen etwas abhaben wollen. Und jene, die als Mittler anderen Journalisten zu einem Standbein verhelfen wollen. Und dann…

… dann gibt es “MedWatch.de”

Bei Deutschlandradio angekündigt – und in deren Mediathek

http://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html?audioMode=2&audioID=4&state=

zu finden unter dem Rubrum “WISSENSCHAFT IM INTERNET” – ging eine Audio-Sendung

“Dr. med. Internet. Segen und Fluch von Ratgebern im Netz”
(Autor: Keller, Martina – 28:18 min)
26.11.27 16:30 Uhr
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/11/dr_med_internet_segen_und_fluch_von_ratgebern_im_netz_dlf_20171126_1630_31b3c1e4.mp3

auf die Reise. 28 Minuten lang etwas Undurchschaubares. Aber immerhin 28 Minuten, das bringt Geld. Besprochen und beworben wird, nach einem sehr langen Beweinen der ach so fürchterlichen Situation im Internet, von der mensch ja so fürchterlich geplagt ist, ein Fall von – auch das noch! – konstruktivem Journalismus:

“Sie finden im Internet nicht zurecht? Wir helfen Ihnen!”

Das haben sie zwar wörtlich nicht so gesagt und das Wort “konstruktiver Journalismus” kam wohl auch nicht vor. Aber das muß ja auch nicht sein. Die 28 Minuten sind lang genug.
.

In der beworbenen Web-Site “MedWatch.de” heißt es wörtlich:

    “Faktenchecker versuchen seit Monaten in Deutschland, sich falschen Meldungen in Politik und Gesellschaft entgegen zu stellen. Im Gesundheitsbereich fehlt ein solcher Check – bisher”
    (http://www.medwatch.de)

Die Aktion “MedWatch.de” tut als ob es vor ihr nichts gegeben hätte. Und stürzt sich voll in die Arbeit. Natürlich für Geld. Von einem Betrag im hohen 5-stelligen Bereich ist in der Sendung die Rede, der per Crowdfunding für die PERSONALKOSTEN (sic!) usw eingesammelt werden soll.

Das Muster ist bekannt. Andere haben auch so angefangen. Für den Einen oder anderen war es ein Sprungbrett zu einem Verlagsjob. Was allerdings unangenehm auffällt: daß Nicola Kuhrt und Hinnerk Feldwisch-Drentrup, die Macher von “MedWatch.de”, geflissentlich unterschlagen, daß Andere schon vor ihnen da waren – und da sind.

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. So heißt es im Forum TG-1 unter der Überschrift “MedWatch, das ist gelogen!”:

    http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9382

    [Zitat]
    [*quote*]
    Diese beiden schreiben

    “Faktenchecker versuchen seit Monaten in Deutschland, sich falschen Meldungen in Politik und Gesellschaft entgegen zu stellen. Im Gesundheitsbereich fehlt ein solcher Check – bisher”

    DAS IST GELOGEN!

    Der erste, der eine bekannte Kritiker-Site hochgezogen hat, war Roland Wilhelm Ziegler. Kurze Zeit später begann Aribert Deckers auf ariplex.com mit seiner “Wehrhafte Medizin”. Diese Site gibt es immer noch: http://www.ariplex.com/ama/ama_p0.htm Klein ist die auch nicht. “Wehrhafte Medizin” hat mehr als 2000 Dateien online. Ziegler hatte wesentlich weniger Dateien, viel Ärger, und ist vor einigen Jahren aus dem Leben geschieden. Von seiner Site gibt es Kopien, die als “ParaLexx” im Netz kursieren.
    Ab 1998 hat das Webarchiv die vor rund 20 Jahren begonnene Domain neuropsychiater.org archiviert, die von Thomas Kajdi gemacht wurde, der sich später der Politik zuwandte, und in seiner Zeit bei neuropsychiater.org Übersetzungen der amerikanischen Site quackwatch.com veröffentlichte: http://web.archive.org/web/19981111183442/http://www.neuropsychiater.org:80/
    Vor nicht ganz 20 Jahren stieg Ralf Behrmann mit seiner Site Kidmed.de in den Kampf gegen die Medizinbetrüger ein.
    Im Juli 2005 begann das TG-1 mit diesem Post: http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=1
    Inzwischen ist noch Psiram.com (früher “Esowatch”) online gegangen, auch das schon vor 10 Jahren.

    Roland Wilhelm Ziegler, VRZ [1]
    Aribert Deckers, Wehrhafte Medizin, 21 Jahre ONLINE
    Thomas Kajdi, neuropsychiater.org
    Ralf Behrmann, Kidmed.de
    TG-1, Transgallaxys Forum 1, http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo , 12 Jahre ONLINE
    Esowatch/Psiram, psiram.com, 10 Jahre ONLINE

    Die großen 3 sind online: 21 Jahre, 12 Jahre, 10 Jahre. [3]

    UND DANN STELLEN SICH KUHRT UND FELDWISCH-DENTRUP HIN UND BEHAUPTEN, ES GÄBE KEINE FAKTEN-CHECKER.

    Das ist der Gipfel der Frechheit.
    [*/quote*]

    Nun, es gibt auch noch Andere im Feld, darunter

    “Gute Pillen – schlechte Pillen”
    (Unabhängige Informationen zur Gesundheit ohne Werbung. Verbraucherzeitschrift zur Orientierung im Pharmadschungel)
    http://gutepillen-schlechtepillen.de

    Aber die sind in Bielefeld, dann gibt es die wohl nicht.

    Und es gibt die GWUP:

    “gwup | die skeptiker
    Die gemeinnützige GWUP ist die größte und älteste Skeptiker-Organisation im deutschsprachigen Europa.
    Die mehr als 1.200 Mitglieder der GWUP engagieren sich für Wissenschaft, Verbraucherschutz und kritisches Denken.
    Vier Mal jährlich gibt die GWUP den SKEPTIKER heraus.
    Der SKEPTIKER ist die einzige deutschsprachige Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken.”
    https://blog.gwup.net/

    Eine 1200 Mann starke Gruppe, seit über 30 Jahren aktiv und online seit 1996 [2]. Aber auch das zählt wohl nicht bei Nicola Kuhrt und Hinnerk Feldwisch-Drentrup.

    Vestigia terrent.

    Die Konstruktion des “konstruktiven Journalismus” ist in sich eine Falle.

    .

    .
    —–
    [1]
    ParaLexx
    ParaLexx wurde vom Web-Archive archiviert, unter anderem von:

    http://web.archive.org/web/*/http://home.arcor.de/paralexx/*

    Weil der Web-Hoster Arcor die Site hat verschwinden lassen, ist dieser Einstieg beim Web-Archive die zur Zeit sicherste Seite:

    http://web.archive.org/web/20090127005113/http://home.arcor.de:80/paralexx/content/index.htm

    neuropsychiater.org
    http://web.archive.org/web/*/http://www.neuropsychiater.org/*

    Kidmed.de
    Kidmed.de ist im Web-Archive nicht enthalten.

    [2]
    GWUP.org
    Online seit mindestens Februar 1996, im Web-Archive ab November 1996 archiviert:

    http://web.archive.org/web/19961105174330/http://gwup.org:80/

    http://web.archive.org/web/*/http://gwup.org:80/

    [3]
    Wehrhafte Medizin: 2000 Texte
    TG-1: mehr als 5000 Texte
    Psiram: mehr als 5000 Texte

    Wehrhafte Medizin: 21 Jahre online
    TG-1: 12 Jahre online
    Psiram: 10 Jahre online

    .
    —–
    addendum 4.1.2018

    “Gute Pillen – Schlechte Pillen” hat in seiner aktuellen Ausgabe “2018/01” auf Seite 28 einen großen Warnhinweis:

    http://gutepillen-schlechtepillen.de/wp-content/uploads/2017/12/Werbung-Aufgepasst-800.jpg
    Gute Pillen – Schlechte Pillen: 2018 / 01 S. 28Werbung-Aufgepasst-800
    Quelle:
    http://gutepillen-schlechtepillen.de/werbung-aufgepasst-versteckte-homoeopathie/

    Wie wird “MedWatch.de” auf diese Bielefelder Aktion reagieren? Fachlich hat “Medwatch.de” nichts veröffentlicht, jedenfalls nichts erkennbares. Aber “MedWatch.de”, inzwischen preisgekrönt mit einem Orden 5. Klasse,

    5. Platz auf dem Siegertreppchen
    “DIE SIEGER — Treppenanbau im Souterrain des real existierenden Journalismus”
    http://ariplex.com/folia/archives/2021.htm

    hat seinen Preis ja auch nicht für Journalismus bekommen, sondern für das erfolgreiche Ergattern eines Arbeitsplatzes. Vielleicht liegt die Kompetenz von “MedWatch.de” auch gar nicht im Journalistischen, sondern in der Organisation? Vielleicht nur in der Organisation?

    .

    Der Journalismus erlebt einen Wandel. So ist aus dem “JoNet”

    ,einer über 2 Jahrzehnte gewachsenen Gruppe von mehr als 3000 Journalisten eine verwelkte Primel geworden, deren Web-Site leer und deren Domain anonym registriert ist. Sic transit gloria mundi. So verwelkt der Ruhm des Journalismus.

    Einzig das “Medienlog”

      “Das Medienlog ist die werktäglich publizierte Medienschau des Journalistennetzwerks jonet (1994 von Jochen Wegner gegründet).
      Das Medienlog wird von Corinna Blümel, Katrin Schwahlen, Susanne Wankell und Gerti Windhuber geschrieben.”

      http://www.jonet-medienlog.de

    hält wie ein Leuchtfeuer im Ozean eisern und beharrlich und unermüdlich die Stellung. Aber dafür gibt es für Corinna Blümel, Katrin Schwahlen, Susanne Wankell und Gerti Windhuber leider keine Preise, weder für Journalismus noch für Organisation noch für Ausdauer.

    Das Leben ist hart auf diesem Planeten.

Wie der Schweine”journalismus” Opfer verheizt

Tuesday, May 23rd, 2017

Wie der Schweine”journalismus” Opfer verheizt:

(https://twitter.com/VictoriaLIVE/status/866952152240898048)

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Wenn die “Journalisten” wirklich hätten helfen wollen, hätten sie nicht die Mutter, sondern das Foto des Mädchens – UND NUR DAS FOTO – in voller Bildschirmgröße gezeigt.

‘Redaktionen lieben Emotionen, wollen Story-Telling.’

Sunday, May 7th, 2017

“Redaktionen lieben Emotionen, wollen Story-Telling.” ??? Redaktionen? Was wollen Redaktionen? Geld machen. Sich wichtig fühlen. Dafür verbraten sie Menschen.

Jeden Tag gehen ungezählten Berichte über Sender, das Internet und Papier ins Land, in denen Jemand erzählt – ein Opfer, ein Verwandter, ein Zuschauer, ein Vorbeigänger, ein was auch immer. Je mehr es trieft, desto besser.

Wollen die Menschen das wirklich? Wollen die Bürger jeden Tag dieses Getriefe sehen? Wollen Sie es lesen? Wollen sie vorheulen, was ihnen oder jemand anderem passiert ist? NEIN!!!

“Die Medien” sind zu einer menschenverachtenden Freßmaschine gekommen, die mit Alarmismus, Hurra-Geschrei und tiefsten Emotionen Aufmerksamkeit erschleicht. Dabei bleiben Opfer und Zuschauer und Leser auf der Strecke; sie sind nur nützliche Idioten, nach Gebrauch wegwerfen und vergessen.

Für das sinnleere und sinnlose Herumgesülze hat man sogar einen Anglizismus gefunden: “story-telling”. “Geschichten erzählen” klingt nicht so gelehrt; das würde den Heiligenschein ankratzen.

Bedauerlicherweise sind nicht alle Bürger gleichermaßen als Opfer geeignet, Förster zum Beispiel… :

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    Emotionen: Förster flennen nicht

    Redaktionen lieben Emotionen, wollen Story-Telling.

    Das ist gut, weil viele Themen langweilig werden, wenn die Fakten einfach aneinander gereiht werden. Mit einer persönlichen Geschichte kann man Zuschauer und Leser direkter ansprechen und abstrakte Informationen anschaulich machen.

    Redaktionen wollen aber auch emotionale Statements – am besten sogar Tränen in den Augen oder bebende Stimmen.

    Es wird aber nicht immer gelingen, dass Gesprächspartner Emotionen zeigen. Einige Berufsgruppen machen ihre Gefühle normalerweise aber nicht öffentlich.

    Förster flennen nicht. Es ist einfach so.

    Author Heidje Beutel
    Categories Allgemein Posted on 7. Januar 2017 Leave a comment
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    Quelle:
    http://www.jointh.de/emotionen-foerster-flennen-nicht/

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“Es wird aber nicht immer gelingen, dass Gesprächspartner Emotionen zeigen.” Warum sollte es “gelingen”? Werden die Menschen manipuliert? Gibt es eine gezielte Auswahl genau jener – wenn auch kurzen – Momente, in denen ein Mensch Nerven zeigt?

WARUM!?

Die Medien beklagen sich über den Verlust ihres Ansehens, über sinkende Verkaufszahlen, über immer weniger Leser und Zuschauer.

Es wäre müßig, den “Journalisten” den Grund erklären zu wollen. Er wurden ihnen schon so oft erklärt. Aber sie WOLLEN ihn nicht wissen. Und dann wundern sie sich, warum man sie “Lügenpresse” nennt…

Der real existierende Journalismus ist eine Sekte in einer geistig abgeschotteten Parallelwelt. Mit der Realität hat er nichts mehr zu tun. Außer, daß er sie parasitiert.

Der real existierende Journalismus, das Erwerbszweig gewordene Versagenselend des Schulsystems.

Tuesday, May 2nd, 2017

Die schlimmste Kinderkrankheit ist nicht Mumps, Masern oder Röteln. Nein, auch nicht Keuchhusten. Sondern eine infektiöse Geisteskrankheit. Jedes Kind fällt ihr zum Opfer, so oder so, mit schweren und schwersten bleibenden Schäden.

Sie heißt Schule.

Damit wir nicht über Abstraktes reden, hier ein Teil der DNA, vorgefunden in der Schweiz, Stand 1992:

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Zitat, Seite 6:

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    Allgemeine Leitideen für die Volksschule

    Das Volksschulgesetz vom 14. September 1969 legt in §1 folgende Grundsätze fest:

    1. Die solothurnische Volksschule unterstützt die Familie in der Erziehung der Kinder zu Menschen, die sich vor Gott und gegenüber dem Nächsten verantwortlich wissen und danach handeln. Sie entfaltet die seelischen, geistigen und körperlichen Kräfte in harmonischer Weise, erzieht zu selbständigem Denken und Arbeiten und vermittelt die grundlegenden Kenntnisse zur Bewährung im Leben.

    2. Die Volksschule respektiert die Glaubens- und Gewissensfreiheit. Sie führt die Kinder von unterschiedlicher Herkunft zur Gemeinschaft, fördert die Erziehung zur Mitverantwortung in unserem demokratischen Staatswesen und weckt die Achtung vor der heimatlichen Eigenart.
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Abgesehen davon, daß es höllischer (sic!) Blödsinn ist, denn es gibt keinen Gott, wird hier festgelegt, wer die Opfer dieses (Teil-)systems sind: Volksschüler. Schülern anderer Schularten ergeht es aber auch nicht anders…

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Auf Seite 32 heißt es:

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    3. Klasse

    1 Verstehen und mitteilen

    Schülerinnen und Schüler entwickeln die Fähigkeit, persönliche Erfahrungen, Erlebnisse, Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken und Interessen mitzuteilen, die Äusserungen anderer wahrzunehmen, zu verstehen und mit den eigenen in Beziehung zu setzen.

    * Erlebnisse verständlich berichten

    * Informationen aus erster und zweiter Hand verstehen, festhalten und weitergeben

    * partnerbezogenes Gesprächsverhalten in der Klassengemeinschaft kennenlernen und anwenden

    * Anweisungen verschiedener Art verstehen, ausführen und weitergeben

    * beobachten – Fragen stellen – zuhören – Meinungen verstehen

    * Konflikte aus eigener und anderer Sicht wahrnehmen, beurteilen und gemeinsam bearbeiten

    * kommunikatives Verhalten in Alltagssituationen ausbauen, zum Beispiel telefonieren mit Fremden
    .

    2 Texte gestalten

    Sachtexte gestalten:

    Schülerinnen und Schüler sind fähig, Sachverhalte aus ihrer näheren und weiteren Umgebung so zu fassen, dass sie vom Adressaten verstanden werden.

    Freie Texte gestalten:
    Schülerinnen und Schüler erhalten Gelegenheiten zum freien sprachlichen Gestalten. Sie können in freien Texten persönliche Erfahrungen, Erlebnisse, Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken, Beobachtungen und Interessen verständlich ausdrücken.

    * Beobachtungen, verarbeitete Informationen festhalten

    * Sach- und Erlebnisberichte, Bildergeschichten sprachlich verständlich gestalten

    * Einladungen, Beschreibungen, Anweisungen, Entschuldigungen formulieren

    * über sich selbst schreiben, eigene Erfahrungen mitteilen

    * Geschichten aufschreiben, umgestalten, eigene Geschichten erfinden

    * Erfahrungen mit dem Überarbeiten von Texten sammeln
    .

    3 Texte verstehen

    Schülerinnen und Schüler können unterschiedliche Texte – Sachtexte, Gebrauchstexte, literarische Texte – verstehend lesen und kritisch verarbeiten. Sie finden Zugang zu literarischen, erdachten Texten.

    * in eigenen und gemeinsamen Leseerlebnissen Freude an der Lektüre entwickeln

    * persönliche Zugänge zu Texten finden durch Hören, Lesen, Umgestalten, über Gelesenes miteinander reden

    * Eigenarten und Absichten unterschiedlicher Texte erfassen

    * Sach- und Gebrauchstexten selbständig Informationen entnehmen

    * literarischen Texten begegnen: erzählende Texte, Märchen, Gedichte, dramatische Formen (Dialoge, Spielszenen), Comics

    * Kinderbuchautorinnen und -autoren kennenlernen

    * im gestaltenden Umgang mit Texten unterschiedliche Formen der Bearbeitung erfahren und erproben, zum Beispiel darstellen, nacherzählen, um- und weiterschreiben
    .

    4 Spielerischer Umgang mit Sprache

    Im spielerischen Umgang mit Sprache erfahren und entwickeln Schülerinnen und Schüler ihre kreativen und gestalterischen Kräfte.

    * Sprache in ihren verschiedenen Rhythmen erfahren

    * spielerisch Satzmuster erproben (z.B. durch umstellen, weglassen, erweitern)

    * pantomimische Formen ausprobieren und nachahmen

    * Phantasiesprachen erfinden und im Spiel einsetzen

    * Sprachspiele spielen
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    [*/quote*]

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Dienen die ersten 1 bis 2 Jahre nur der Einpassung, der Unterwerfung der Opfer in das System, geht es im 3. Jahr der angeblichen Bildung an die Substanz.

Hier – in einem einzigen Satz untergebracht – der Schrecken aller Schrecken und das Ende so mancher hoffnungsvollen Kinderexistenz:

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    * im gestaltenden Umgang mit Texten unterschiedliche Formen der Bearbeitung erfahren und erproben, zum Beispiel darstellen, nacherzählen, um- und weiterschreiben
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    [*/quote*]

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Natürlich müssen die hintereinandergereihten Wörter auch einen Sinn ergeben. Sprache hat Struktur, Wörter haben eine Bedeutung – und der Lehrplan, so hofft man, auch:

Zitat:

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    6 Über die Wirkung von Sprache nachdenken

    Schülerinnen und Schüler erfassen immer besser, wie und mit welchen Absichten Sprache gebraucht wird. Damit erweitern sie ihr eigenes Sprachvermögen und ihr Sprachbewusstsein.

    * Wirkungen unterschiedlicher Erzählungen und Erzählweisen auf die Zuhörer erfahren und einschätzen

    * verschiedene Absichten im Gebrauch der Sprache erfassen (z.B. überzeugen, werben, bitten, trösten, ermuntern)

    * Bilder und Bildsprachen lesen, verstehen und mitteilen

    * Informationen aus einem Text, Teilschritte einer Handlung entsprechenden Bildern zuordnen
    .

    7 Wortschatz aufbauen, Bedeutungen erschliessen

    Schülerinnen und Schüler erweitern in der Arbeit an Sachen und Problemen ihren Wortschatz. Sie erwerben neue Begriffe und differenzieren zunehmend bereits erworbene Begriffe. Sie lernen, Wortbedeutungen zu erschliessen.

    * ein Gefühl für Wortbedeutungen und Wortzusammenhänge aufbauen

    * erfahren, dass Wörter mit anderen Wörtern in speziellen Beziehungen stehen (Wort- und/oder Bedeutungsverwandtschaft)

    * in Situationen Wörter nach inhaltlichen Gesichtspunkten ordnen und Bedeutungen durch ein- und zuordnen klären
    .

    8 Einsicht in die Sprachstrukturen gewinnen

    Schülerinnen und Schüler gewinnen zunehmend Einsicht in den Bau der Sprache und in die unterschiedlichen Regeln ihres Gebrauchs.

    * über das, was an Sprachstrukturen auffällt, reden n gebräuchliche Ein- und Mehrzahlformen unterscheiden und formgerecht bilden

    * mit Klang- und Verschiebeproben einfache Baumöglichkeiten von Sätzen kennenlernen

    * Gegenwartsform und Vergangenheitsformen des Verbs unterscheiden und in einfachen Erzählungen verwenden lernen
    .

    9 Sprache richtig schreiben

    Schülerinnen und Schüler gewinnen Einsicht in die gegenwärtig bestehenden Sprachnormen und ihren gesellschaftlichen Stellenwert. Sie können in verschiedenen Situationen die entsprechenden Normen immer angemessener berücksichtigen.

    * im Umgang mit eigenen Texten Regelmässigkeiten der Schreibung entdecken, besprechen und befolgen: Nomen gross schreiben, Sätze mit einem Satzschlusszeichen (.?!) versehen, Dehnungen und Schärfungen bei gebräuchlichen Wörtern aus dem Grundwortschatz beachten.

    * einen kurzen Text möglichst richtig (ab-)schreiben

    * einen abgeschriebenen Text im Vergleich mit dem Original auf Korrektheit überprüfen lernen

    * Wortbilder in zusammengesetzte Wörter erkennen

    * durch Vergleiche und Analogiebildung Schreibweisen auf neue Wörter übertragen

    * Hilfsmittel für die Rechtschreibung kennen- und anwenden lernen (individuelle Fehlersammlung, Wörterbücher)
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    [*/quote*]

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So gelehrt das auch klingt, so brutal wird auch darauf hingewiesen, auf welchem Niveau wir uns befinden: ganz weit unten…

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    * im Umgang mit eigenen Texten Regelmässigkeiten der Schreibung entdecken, besprechen und befolgen: Nomen gross schreiben, Sätze mit einem Satzschlusszeichen (.?!) versehen, Dehnungen und Schärfungen bei gebräuchlichen Wörtern aus dem Grundwortschatz beachten.
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    [*/quote*]

“Sätze mit einem Satzschlusszeichen (.?!) versehen”! Was für eine Aufgabe! Immerhin, wir befinden ist bei Kindern im Alter von rund 9-10 Jahren.

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4 Jahre später, in 7. Klasse

Zitat, Seite 39:

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    8 Einsicht in die Sprachstrukturen gewinnen

    Schülerinnen und Schüler gewinnen zunehmend Einsicht in den Bau der Sprache und in die unterschiedlichen Regeln ihres Gebrauchs.

    * auf Regelmässigkeiten in der Struktur und im Gebrauch der Sprache aufmerksam werden und sie zum Thema machen

    * linguistische Verfahren (Proben) als wirkungsvolle Werkzeuge für die Textredaktion wir für die Erforschung von Strukturen nutzen

    * direkte und indirekte Rede kennen und verwenden

    * in den Bau von Sätzen eingeführt werden (einfacher Satz und zusammengesetzter Satz, Satzglieder)

    * die Struktur des einfachen Satzes kennen, Teilsätze in zusammengesetzten Sätzen erkennen lernen

    * das System der Wortarten als eine Form der grammatischen Beschreibung kennen und Wörter zuordnen

    * Möglichkeiten der Veränderung beim Verb (Tempus, Modus) kennen
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    [*/quote*]

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Die Hölle der Sprache, Nacherzählung mit indirekter Rede und oben drauf Genitiv und Dativ … und Konjunktiv.

Heute ohne Rohrstock, dafür mit Gruppendruck und Soziologieterrorismus, der Schulunterricht hinterläßt in den Gehirnen der Kinder bleibende Schäden. Schäden solcher Art, daß sich Viele im Rest ihres Lebens nicht davon erholen.

Es gibt, irgendwo und irgendwie, eine Behauptung von Psychologen, Opfer von traumatischen Erlebnissen würden diese immer und immer wieder durchgehen. Immer, immer wieder. Ihr ganzes Leben lang.

In diesem einem Punkt könnten die Psychologen, obschon sonst jeder Wahrheit fremd, aus Versehen recht haben.

Noch einmal, auf daß es nicht vergessen werde: So gelehrt das alles auch klingt, das Niveau, das so liebevoll und fürsorglich beschrieben wird, ist ganz weit unten… DAS *DARF* man nicht vergessen, vor allem nicht, wenn es um die lebenslänglichen Schäden geht. Die sind ganz weit unten…

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Ein ganzer Berufsstand als (Ge)folge einer psychologischen Katastrophe im Bildungssystem

Das Peter-Prinzip, folgend aus psychologischen Beobachtungen in Hierarchien in Politik und Arbeitswelt, besagt im Kern, daß Jemand so lange in der Hierarchie nach oben befördert wird, bis er seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann. Dann bleibt er in jener Stufe im System hängen. Vielleicht sollte man unter diesem Aspekt einen ganzen Berufsstand betrachten: den Journalismus.

Ist die Hölle von Nacherzählen und indirekter Rede und Konjunktiv eine bleibende und vernichtende Prägung, so ist mit Peter-Prinzip und Psychologie klar, wohin das führt: wie Sisyphos täglich das Elend neu durchleben, nacherzählen, nacherzählen, nacherzählen. Und Umschreiben. Und nacherzählen.

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Der real existierende Journalismus, das Erwerbszweig gewordene Versagenselend des Schulsystems.

Man könnte behaupten, das sei nur eine These und die sei übertrieben. Natürlich, das könnte man. Doch jahrelange Beobachtungen zeigen, daß die tägliche Wiederholung im “Beruf” des Journalisten ist

… … nacherzählen, nacherzählen, nacherzählen, und umschreiben

Und was das Niveau angeht: ganz weit unten…

Ein aktuelles – um nicht zu sagen ein akutes – Beispiel haben wir hier, vor 2 Tagen in Bremerhaven “angerichtet”:

Ohne auch nur an Minimum an Nachprüfung und Kritik nachgeplappert das, was Michael Peuser, ein seit fast 17 Jahren im WWW bekannter Vermarktungshelfer von Aloe vera-Produkten wider besseres Wissen seit fast 17 Jahren ungebremst an Unfug und gefährlichen und lebensgefährlichen Unwahrheiten von sich gibt. Dabei sind in nur wenigen Minuten im WWW Quellen zu finden, die eine deutliche Sprache über Michael Peuser und seine Unwahrheiten sprechen, Quellen, die Fakten auf den Tisch legen und Peuser Punkt für Punkt unmißverständlich, eindeutig und einwandfrei widerlegen.

Eine solche Quelle ist

Aber der Journalist plappert Michael Peuser nicht nur einfach nach, sondern stellt es durch seine Kritiklosigkeit so dar, als seien es Wahrheiten, die er da in gedruckter Form auf Zeitungspapier und als PDF im Internet für Peuser und dessen Hintermänner werbewirksam unters Volk bringt.

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Man könnte behaupten, das sei nur ein Beispiel, und daraus weitreichende Schlüsse zu ziehen sei übertrieben. Natürlich, das könnte man. Doch jahrelange Beobachtungen über alle Kontinente hinweg zeigen, daß es kein Einzelfall ist.

“Hinterfragen”, eines der so oft benutzten, doch nahezu nie umgesetzen Wunderwörter der 68-er und ihrer Spießgesellen und Erben, hinterfragen soll ein Journalist. So wird behauptet. So wird der Welt vorgeschwindelt. Doch der real existierende Journalismus ist davon weit entfernt. So weit entfernt, daß das Recherchieren erst einmal in Forschungsstipendien erforscht und gelernt werden muß.

Ein akutes, aktuelles Beispiel:

Zitat, buchstabengetreu wiedergegeben:

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    Wie und warum entstehen Fake News? Wir erkennt man Falschmeldungen und Halbwahrheiten? Was kann man gegen Hatespeech tun? Und wie lassen sich Social Bots entlarven? Das sind nur einige wichtige Fragen, die derzeit rund um das Thema der Nachrichten- und Meinungsmanipulation gestellt werden.
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    [*/quote*]

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Das Trauma sitzt tief. Der Deutschunterricht mit seinen Schrecken indirekter Rede, Genitiv, und Punkt am Satzende, hat sich unauslöschlich in die Hirne eingegraben, und wieder und wieder, immer wieder, werden die Qualen neu durchlebt. Und jetzt, jetzt ist auch diese Welt am Ende, weil sich herausstellt, daß es mehr gibt … das Wortall, unendliche Breiten, mit Fallen und Lügen und Fälschungen, mit Politikern, Geschäftemachern und anderen Berufslügnern…

Man könnte behaupten, das sei doch nichts Neues. Seit Beginn des Buch- und Zeitungsdrucks – und schon in den Zeiten davor – sei die reale Welt eine schlechte gewesen. Natürlich, das ist wohl wahr. Doch jahrelange Existenzen im Journalismus zeigen, daß sie das noch immer nicht begriffen haben.

Noch mehr Nazi-Dreck im Netz

Tuesday, April 25th, 2017

Liebe Freunde,

laßt Euch raten:

    Seid zahm, sagt ja nichts Böses,
    immer unter der Decke bleiben,
    bloß nicht auffallen,
    immer warme Worte schreiben !!!

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Nein, nicht der Böse Wolf wird Euch holen, sondern Ihr werdet in /dev/nul ,das Datenloch, geschmissen – und weg seid Ihr!
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Frisch aus dem Grill:

    http://meedia.de/2017/04/25/project-owl-google-will-haerter-gegen-fake-news-in-suchergebnissen-vorgehen/

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    25.04.2017 um 16:55 Uhr
    „Project Owl“: Google will härter gegen Fake News in Suchergebnissen vorgehen

    Google hat eine Initiative gestartet, um stärker gegen gefälschte Nachrichten und Hassbotschaften in Netz vorzugehen. Der Internet-Konzern kündigte am Dienstag das Project Owl (Projekt Eule) an, mit dem “minderwertiger Content” aus seinen Suchergebnissen und anderen Diensten weitgehend verbannt werden soll. Dabei sollen menschliche Testpersonen den Suchalgorithmus entsprechend trainieren.
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    [*/quote*]

Mit einer Software, das heißt mit “neuronalen Netzen”, wird von den Blechdosen darüber entschieden, ob Ihr artig seid oder auf den Schrottplatz kommt.
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Mielke, der Brave, er hätte seine Freude gehabt an diesem lieben Spielzeug.

Und der Führer auch. Ganz sicher.

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Die Geschichte lehrt, daß der Mensch aus der Geschichte nichts lernt…

Zwischen “minderwertigem Content” und “entarteter Kunst” gibt es keinen Unterschied. Nicht für den Zensor. Und nicht für die oberste Heeresleitung.

Der real existierende Journalismus

Saturday, April 8th, 2017

War es nicht so, daß in 2015 und 2016 wüste Debatten tobten, daß es “rechtsradikal” und was nicht noch alles ist (ich erspare mir hier die gefallenen Worte), zu sagen, daß es einen Anstieg der Kriminalität bei den Hereinströmern gäbe?

Man beachte den letzten Satz des eingefügten Artikels:

“Sie bestätigte den Trend, dass die Gesamtzahl der Straftaten von Zuwanderern von 2015 bis 2016 deutlich gestiegen sei.”

2015 !

Welche Rolle spielte dabei der real existierende Journalismus, dessen Vertreter so über jene herfielen, die die Wahrheit sagten?
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Der Artikel der “Welt” vom 7.4.2017, hier zitiert als Beweisstück:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article163497705/Straftaten-von-Zuwanderern-BKA-Lagebericht-zeigt-einen-Trend.html

    [*quote*]
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    Deutschland
    Vorläufige Zahlen Straftaten von Zuwanderern – BKA-Lagebericht zeigt einen Trend
    Stand: 07.04.2017

    Wie steht es um die Kriminalität unter Flüchtlingen? Darüber wird seit Monaten in Deutschland immer wieder spekuliert. Das BKA bilanziert in einem vertraulichen Bericht die verübten oder versuchten Straftaten.

    Quelle: N24/Larissa Herber
    Vorläufige Zahlen des BKA zeigen, dass die Zahl der Straftaten von Zuwanderern deutlich gestiegen ist. Ausländerspezifische Delikte wie Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht wurden nicht berücksichtigt.

    Das Bundeskriminalamt (BKA) geht davon aus, dass im Jahr 2016 mehr Straftaten von Zuwanderern verübt wurden als im Vorjahr. Das geht aus einem Lagebericht mit vorläufigen Zahlen hervor, über den Hr-Info am Freitag berichtet. Demnach wurden im vergangenen Jahr 295.000 Straftaten mit Zuwanderern als Tatverdächtigen verzeichnet. 2015 hatte diese Zahl bei 209.000 gelegen. Allerdings sind die Zahlen nach Angaben des BKA nur bedingt vergleichbar, da sich die Datenbasis der beiden Jahre unterscheide.

    Die meisten Straftaten waren danach Vermögens- und Fälschungsdelikte (29 Prozent), Diebstahl (26 Prozent) und Rohheitsdelikte wie Körperverletzung (24 Prozent). In rund 450 Fällen wurden Zuwanderer verdächtigt, Straftaten gegen das Leben verübt zu haben. Darunter waren 66 vollendete Tötungsdelikte mit insgesamt 82 Opfern, unter ihnen die Opfer des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember. Bei zwei Dritteln der Straftaten gegen das Leben waren auch die Opfer Zuwanderer, bei Rohheitsdelikten in vier von fünf Fällen.

    Als „Zuwanderer“ definiert der Bericht Asylbewerber, anerkannte Flüchtlinge, Ausländer mit Duldung und Menschen ohne Aufenthaltsrecht. Ausländerspezifische Delikte wie Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht wurden nicht berücksichtigt.

    Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums kündigte auf Anfrage des Senders an, das Ministerium werde Ende April gesicherte Zahlen auf der Grundlage der Kriminalstatistiken der Länder vorstellen. Sie bestätigte den Trend, dass die Gesamtzahl der Straftaten von Zuwanderern von 2015 bis 2016 deutlich gestiegen sei.
    KNA/tan
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    [*/quote*]

2015: 209.000 Straftaten

2016: 295.000 Straftaten

Davon rund ein Viertel Gewalttaten (Körperverletzung, usw.):

2015: ca 50.000x Gewalttaten (Körperverletzung, usw.)

2016: ca 75.000x Gewalttaten (Körperverletzung, usw.)

Es geht auch anders. Ich habe nach 1975 mit vietnamesischen Flüchtlingen gelebt. DIE hatten und haben Kultur. Da gab und gibt es diese Exzesse der Kriminalität nicht.

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Ein “vertraulicher Bericht” des BKA? Warum sagt man der Bevölkerung nicht ENDLICH die Wahrheit?

Warum wird gelogen, gelogen und gelogen !?

Lügenpresse, Lügenregierung, Lügenkanzler, Lügenminister, Lügenparteien…

Habe ich noch etwas vergessen?

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Und noch etwas zum Pseudojournalismus: Anstatt die Katastrophen ENDLICH aus den Sendern zu entfernen, gibt man ihnen NOCH MEHR – und teure – Sendezeit…

Beispiele:

“Aus dem „ZDFdonnerstalk“ wird „Dunja Hayali“ – das ZDF-Talkmagazin wird fortan am Mittwoch gezeigt
„ZDFdonnerstalk“ wird zu „Dunja Hayali“: neuer Programmplatz, neuer Titel und mehr Sendungen”
http://meedia.de/2017/04/07/zdfdonnerstalk-wird-zu-dunja-hayali-neuer-programmplatz-neue-titel-und-mehr-sendungen/

“Wieder eine Abend-Show, wieder mit Sofa, jetzt aber bei Sat.1: Der ehemalige Showmaster Thomas Gottschalk ist zurück.
Neue Sat.1-Show „Little Big Stars“ mit Thomas Gottschalk: „Servus, da bin ich wieder“”
http://meedia.de/2017/04/04/neue-sat-1-show-little-big-stars-mit-thomas-gottschalk-servus-da-bin-ich-wieder/

“257 Suchergebnisse für „illner“”
http://meedia.de/?s=illner

“230 Suchergebnisse für „maischberger“”
http://meedia.de/?s=maischberger

222 Suchergebnisse für „plasberg“
http://meedia.de/?s=plasberg
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8,2 Milliarden Euro pro Jahr. Zwangsgeld. Und das ist nur ein Teil vom Kuchen…
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Und eine Geheime Geheimjustiz haben wir jetzt auch.

Der geheime Geheimminister Heiko Maas und sein neues Terrorregime
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/heiko-maas-und-facebook-bussgelder-in-hassrede-gesetz-geaendert-a-1141853.html
Demnächst Stasi 2.0, als Privatarmee?
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Grüße aus der Provinz,

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“Ernsthaftes Bildungsproblem der Ruhr-Universität Bochum”
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9199

Übermedien außer Kurs

Monday, February 20th, 2017

In der Guten Alten Zeit, als es nur gedruckte Zeitungen gab, war die Welt noch in Ordnung. Da gab es das bayerische Amtsgericht, Leberkäs, und eine Fisch-gerechte Zeitung aus Papier. Alles übersichtlich, behaglich, geordnet. Eine friedliche kleine Welt.

Es gab die edlen Federn und die edlen Drucke; zunehmend wurde es bunt und bunter, und sogar schreiend bunt, bis zur Yellow Press. Aber es war übersichtlich. Es gab viele Zeitungen. Irgendwo. Doch die las man nicht, denn die waren weit weg. Man las nur das, was in der Nähe war. Die Berichte aus der Ferne kamen von Agenten und Korrespondenten und durch die Herolde anderer Zeitungen. Die gedruckte Welt war und blieb klein.

Wieviele Zeitungen gab es in Deutschland? Mehr als 1000? Wahrscheinlich nicht. Bemerken tat man von ihrer Zahl fast nichts. Die bestausgestattete Auslage war meist die am Bahnhof – wegen der Reisenden.

Die Welt war übersichtlich, und so war es in Ordnung. Man wußte, wo man war; man wußte, wer man war; und man wußte, wer und wo die Anderen waren. Es herrschte Ordnung. Nichts, worüber man sich aufregen mußte. Das Leben war beschaulich und schön, es plätscherte seinen ruhigen Gang.

Die gute Alte Zeit, das Internet hat sie erschossen. Zeitungen sind ein Relikt, eine kleine, gedrückte Minderheit. Untergegangen sind sie in einem Ozean von “Medien”, die von Text über Ton und Video sogar komplette interaktive Maschinerien enthalten. Der Mensch als solcher ist winzig. Er steht vor diesem Ozean hifloser als ein Wassertropfen am Pazifik. Nicht nur der Leser, auch der Über-Leser, der Ratgeber für den Ozean ist sang- und klanglos ersoffen. Mehr als 2 Milliarden Menschen schreiben und veröffentlichen im Internet. Wer kann da noch den ÜBER-Blick behalten?

Edle Federn? Es gibt Millionen! Weniger Edle?: der Rest…

Wem sollen die Ratgeber nachlaufen, um dann als Wissende zu verkünden, was die Edlen und die weniger Edlen sagen und meinen? Alles verläuft sich, Jeder verläuft sich, das Geschriebene und Ton und bewegte Bilder, alles versickert. Das Internet ist ein Treibsand.

Die Orientierungslosigkeit ist einem kompletten Chaos gewichen. Entropie regiert. An sich wäre das nicht so schlimm, rein vom Inhalt her, doch da ist das leidige Problem: Wer soll das bezahlen? “Die Medien” wollen Geld!

Und überhaupt, “DAS PROBLEM” ist viel allgemeiner: Wovon soll man leben?

Seit nicht wenigen Jahren geistert ein Gespenst durch die Welt: “das bedingungslose Grundeinkommen”.

Indirekt haben die Bürger es durch die Sozialämter und deren Grundsicherung, wie auch immer die mit Namen heißt. Aber was machen “die Medialen”, die Nachfolger der “Journalisten”? Und was machen die Verlage und ihre Nachfolger?

Einige haben sich gerettet: in ein bedingtes bedingungsloses Grundeinkommen. Man nennt es GEZ-Gebühr. Oder so ähnlich. Irgendeinen Namen wird man schon finden, um die Milliarden, die der Bevölkerung dafür abgenommen werden, zu verbuchen – und sie dann einem kleinen Grüppchen gutsitierter Organisationen zu geben, damit diese der Bevölkerung Ratgeber sind (nominell natürlich, rein nominell)…

Und der Rest, Überbleibsel und traurige Erben der glorreichen Epoche der Zeitungen aus echtem Papier? Der DARF schreiben, und schreiben und schreiben. Aber Geld bekommt er dafür keines. Und Lesen wird seine Werke auch kaum Jemand. Sandkörner in der Sahara haben einen höheren Aufmerksamkeitswert.
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So sitzt er da, der Journalist, der Texter, der Filmer, der Regisseur, der Mediale, und werkelt vor sich hin, nach oben und nach unten gegen die totale Leere.

Und die ÜBER-Medien, die Berichter über die Medien, der Medien-Journalismus? Die treiben ohne Kompass durch das All. Kein Oben, kein Unten, kein Vor und kein Zurück. Aber jede Strömung, jede Staubfahne wird augenblicklich gemeldet als “DER STROM”, dem die “User” (ehemals “Leser”) im Herdentrieb folgen sollen. Links, rechts, rauf, runter geht die wilde Jagd, möglichst wild und schrill. Edle Federn zählen nicht, gute Ideen nicht – keine klaren Gedanken. Nein, nur die bewegte Masse, denn die bringt Geld. Aufpeitschen, einpeitschen, anheizen, DAS ist …. Früher nannte man das “Demagogie”. Aber DAS hat die Welt längst vergessen.

Journalismus = Schnappatmung der Telefonaffen?

Tuesday, February 14th, 2017

Endzeit-Journalismus ist nichts neues. Selbst im Mittelalter war er steinalt. Daß schon den Galliern der Himmel auf den Kopf fiel, wissen wir, auch daß daß der Himmel immer noch oben ist, bloß ein Gerücht ist. Alles Fake-News.

Die herrschende “politische Klasse” (ein anderes Wort für “DEIN SKLAVENHALTER!”) jagte vor 2 Wochen eine SENSATION! durch den Blätterwald:

Eine Erregungswelle nach der anderen. Manchmal fällt das sogar auf: “Da war doch was!”:

Zitat:

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    “Affen am Telefon”

    Ein Vorzeige-Projekt in Sachen Constructive Journalism ist das Web-Angebot Perspective Daily, das im vergangenen Jahr mit reichlich prominenter Unterstützung (u.a. von Nora Tschirner, Mehmet Scholl, Klaas Heufer-Umlauf), im Rahmen eines Crowdfundings an den Start ging. Die Neurowissenschaftler Maren Urner, Han Langeslag und der Physikochemiker Bernhard Eickenberg wollten mit Perspective Daily einen Gegenentwurf zu klassischen Medien und Journalismus schaffen. Dort wird pro Tag nur ein Artikel zu einem Thema veröffentlicht. Der Anspruch ist es, wissenschaftlich und tiefgehend zu sein. Eine journalistische Ausbildung haben die Macher nicht, sie sehen eine solche auch eher als hinderlich an. Niemand der mittlerweile 25 Redaktionsmitarbeiter in Münster hat ein Volontariat. Gründerin Maren Urner bezeichnete Journalisten jüngst in einem Beitrag des NDR Medienmagazins „Zapp“ ganz unwissenschaftlich als „Affen am Telefon“.
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    [*/quote*]

Eine Breitseite. Und das

    “Eine journalistische Ausbildung haben die Macher nicht, sie sehen eine solche auch eher als hinderlich an.”

ist existenzbedrohende Apostasie. Keine Unterwerfung mehr unter die Amtsmacht der Herren der Druckschwärze. Nicht nur, daß die Abweichler keine journalistische Ausbildung haben, nein, sie negieren sogar deren Notwendigkeit! Das Ende ist nah.

Der “konstruktive Journalismus” könnte sich allerdings an sich selbst ein Beispiel nehmen. Eine Erziehungsmaßnahme – ausnahmsweise nicht am zahlenden Publikum, sondern am unbezahlbaren Staatspräsidenten – wurde in den USA von einem Journalisten eingeleitet:

Würde man das in Deutschland (und woanders auch) passend für das Zielpublikum “Journalisten” tun wollen, müßte die Bevölkerung Zeitungsannoncen veröffentlichen

“Liebe Journalisten, was Ihr über Euren Job wissen solltet”

Der Souverän wäre not amused – und er ist es in der Tat auch wahrlich nicht. Bislang versucht er immer noch mit Leserbriefen der Journaille Nachhilfeunterricht zu geben. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs nunmehr 71 lange Jahre. Eine wirklich lange Zeit. Viele starben eher als ihre Geduld…

Nur: Geduld ist nicht selbstverständlich, und trotz aller Güte und Freundlichkeit der Bürger sind deren Güte und Freundlichkeit nicht unbegrenzt, die Geduld nähert sich zunehmend dem Ende, und führt zu einer notwendigen, längst überfälligen Härte der Sprache. Denn wo selbst Engelszungen das Ohr der Politiker und der Journaille nicht zu erreichen vermögen, sind Jerichoposaunen angebracht.

Die herrschende Klasse empfindet den Ton als ausgesprochen degoutant und schilt. Frank-Walter Steinmeier, der #guantanamopräsident, hebt klagend die Stimme ob einer “Verrohung der Sprache”:

Früher hieß es “vae victis!”.

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Happy Valentine’s Day! Laßt Blumen sprechen!

Auf daß es Kaktusse regne!

Der Perversitäten Schau bringt Zaster

Saturday, February 4th, 2017

Liebe und verehrte Freunde, wertes Publikum,

der Perversitäten Schau bringt Zaster. Das wußten schon die bänkelnden Sänger und ihre Kumpane von der Zoon Humanum Unlimited. War nicht der echte Elefantenmensch auch Teil solcher Ausstellungen?

Verlage, fern jeglicher moralischer Grundwerte, näher Grund und Werten, üben sich in der Tradition des Gelderwerbs vermittels … [mir fehlen die Worte]…

http://www.tilllate.com/de/

“Tilllate – Der Jugendkanal von 20 Minuten”. Von Tamedia AG.

Tamedia AG ist ein “Medium”, ein Mittler zwischen den geistigen und den finanziellen Welten. Unter Ausschaltung des Verstands, will mir scheinen…

Für so einiges, was man dort sieht, wären vor noch nicht langer Zeit die Urheber in den Knast gewandert…

Boston, München, Berlin: Die Medien als Totalversager

Monday, December 19th, 2016

Die Medien haben völlig versagt in

[x] Boston
[x] München
[x] Berlin

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Mein Dank für wirklich GUTE Öffentlichkeitsarbeit geht an

Boston:
Jeff Barrett @BarrettAll
https://twitter.com/BarrettAll

Boston Police Dept. @bostonpolice
https://twitter.com/bostonpolice

München:
Pressesprecher Martins da Gloria der
Polizei München @PolizeiMuenchen
#MarcusdaGloriaMartins #OEZ
https://twitter.com/PolizeiMuenchen

Berlin:
PolizeiBerlinEinsatz @PolizeiBerlin_E
https://twitter.com/PolizeiBerlin_E

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