Wir leben in einer Zeit, in der Alle die gleichlaute Stimme haben, der kleine Zwitschervogel auf dem Baum genauso wie der mit 150.000-Euro Jahresgehalt betankte Superprof mit Dutzenden Leibeigener. Das Netz macht es möglich. Das ist nicht erst seit heute so, das ist schon seit gut 30 Jahren so, aber erst jetzt, durch die immer einfacher zu nutzenden (Maschinen)-Skripte und durch die Möglichkeit, sich nahezu gratis und ungestört ein eigenes Online-Reich zu schaffen, ist Herr Jedertweet in der Lage, 24 Stunden am Tag in voller Lautstärke zu pfeifen, zu flöten, zu flirten, zu brüllen … und zu schweigen.
Nur, wenn er schweigt, hört ihm auch keiner zu.
Die bisherigen Machthaber der Worte- und Bilderhoheit – die Presse, die Radiosender und die Fernsehstationen, und die vielen, vielen Buch- und Zeitschriftenverleger – wer hört ihnen noch zu? Und vor allem: wer bezahlt sie? Ein kompletter Verlag, gutsituiert, honorig, fest wie ein Fels in der Brandung – Herr Jedertweet kann es nicht nur mit ihm aufnehmen, er läßt ihn im Grundrauschen untergehen. Herr Jedertweet bemerkt es nicht einmal…
Ariane Friedrich outet Stalker im Netz:
*** http://www.facebook.com/pages/Ariane-Friedrich/147222666604
*** http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/1738796/
*** http://www.arianefriedrich.de/
Es gibt auch andere Stalker, wie ich gerade amüsiert feststellen darf. Ein besonders übles Exemplar, das unter anderem
*** http://promedwatch.blogspot.de/
betreibt, ist dabei an die Falschen geraten:
Jener Kriminelle, der bei YouTube die Stalk-Videos hochgeladen hat,
*** http://www.youtube.com/user/PeterrHantsen
gibt oben in seinem Profil freimütig diese Domain an:
==> http://zioncrimefactory.com
zu sehen siehe oben rechts im Profile.Diese Domain ist ebenso wie andere verknüpft mit einem Mike Delaney,
*** http://groups.google.com/group/apfn/msg/9e71d4d92cc6c497?dmode=source&output=gplain
auf den auch andere Domains wie
*** http://www.prothink.org
*** http://www.theholohoax.com
registriert sind
Die Verbindungen der Mietmäuler und Stalker zur extrem rechten Szene sind kein bißchen erstaunlich; die Naturheilmafia hat dicke Freunde und Förderer tief im braunen Sumpf – und zu einem nicht unbeträchtlichen Teil ist sie der braune Sumpf.
Meedia schreibt am 9.9.2011:
http://meedia.de/internet/was-assange-ueber-sich-selbst-enthuellt/2011/09/09.html
Zitat:
[*quote*]
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Als er am Ende gefragt wird, ob er sich selbst als ideologische Leitfigur versteht, sagt er: “Das ist ein Privileg, das uns als Folge unseres Kampfes verliehen wurde.” Interessant ist dabei, dass er “uns” sagt. Will er seine Wikileaks-Mitstreiter ganz selbstlos mit einbeziehen oder rutscht ihm da ein Pluralis Majestatis heraus? Man kann es sich aussuchen.
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[*/quote*]
Was sich die Redaktion von Meedia da erlaubt, ist eine unglaublich dreiste Frechheit. Soll jetzt etwa Jedem, der einer Gruppe angehört und von “uns” spricht, untergeschoben werden, er spräche im Pluralis Majestatis?
Wer so schreibt, schafft sich als Journalist selbst ab.
Die Menschen können lesen. Sie können sehen, was Wikileaks erreicht hat. Die Menschen können selbst sehen, was Julian Assange, der Wikileaks gegründet hat, mit seiner Arbeit erreicht hat.
Wikileaks hat sich mit den Mächtigsten angelegt. Wikileaks hat eine Wende in der Politik bewirkt. Das alles mit billigsten Angriffen auf Assange plattmachen zu wollen, ist eine Verhöhnung aller Menschen, die hinter Wikileaks stehen, und es ist eine Verhöhnung der Leser.
Ich schäme mich für Meedia.
“Deutsche Presse nicht kritisch genug”, sagt Julian Assange, schreibt Meedia:
[*quote*]
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“Deutsche Presse nicht kritisch genug”
Wikileaks-Gründer Julian Assange hat in einem Interview seine Organisation verteidigt. Für ein Datenleck, das vergangene Woche publik wurde und das zur Veröffentlichung von Klarnamen von Informanten führte, sei die britische Zeitung Guardian verantwortlich. Die Gefahr, dass aufgrund des Datenlecks Personen gefährdet seien, schätze er als gering ein. Ausgeschlossen sei eine Gefährdung aber nicht. Assange lehnt aber jegliche Verantwortung ab. Die deutsche Presse sei “nicht kritisch genug”.
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[*/quote*]
Quelle:
http://meedia.de/internet/assange-deutsche-presse-nicht-kritisch-genug/2011/09/06.html
Ein kritischer Begriff (“Medienpartner”) folgt weniger Zeilen später:
[*quote*]
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Es sei weiter wichtig für Wikileaks, mit Medien zu kooperieren, sagte Assange. Doch die, inklusive deutscher Medien und vor allem inklusive des Spiegel, seien zu unkritisch gewesen. Ein Artikel im Spiegel von dieser Woche stelle die Sachlage falsch da. Mit Ausnahme des Guardian und der New York Times unterhalte Wikileaks aber weiter Kooperationen mit über 50 Medienpartnern.
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[*/quote*]
Zu diesem Begriff – und zur Lage überhaupt – entgleitet der Spiegel-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron, siehe den “Nachtrag 12.40 Uhr” in der gleichen Quelle:
[*quote*]
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Nachtrag, 12.40 Uhr: Spiegel-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron hat auf dem Internationalen Medienkongress in Berlin die Entscheidung von Wikileaks, die US-Depeschen ebenfalls unbearbeitet und mit Klarnamen von Informanten zu veröffentlichen, scharf kritisiert. Beim Spiegel sei man “verwirrt und erschüttert”, dass die Dokumente unbearbeitet ins Netz gestellt worden seien. Das Material habe sich zwar schon zuvor “verselbstständigt”, aber mit dem Selbstverständnis des Spiegel sei das Vorgehen von Assange, den Blumencron “unberechenbar” nannte, nicht zu vereinbaren. Informanten beispielsweise in Diktaturen seien nun gezwungen, zu flüchten. “Wir haben das nicht begriffen”, sagte Blumencron. Das Wort “Medienpartner” sei ihm als Beschreibung des Verhältnisses zwischen Spiegel und Wikileaks “zu nah”. Ausgeschlossen sei eine weitere Zusammenarbeit aber nicht.
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[*/quote*]
#”Wir haben das nicht begriffen”, sagte Blumencron.#
Wie bitte!? Das ist ja nur noch peinlich.
Wenn durch den “Journalisten” des Guardian das Paßwort ÖFFENTLICH verraten wurde, ist für die Geheimdienste und andere interessierte Gruppen die Sache doch längst aufgeflogen und die Informanten müssen sich, falls ihnen bei Enttarnung tatsächlich Gefahr droht, sofort absetzen. Das Auffliegen ist schon in der Sekunde geschehen, in der das Buch veröffentlicht wurde.
Nachdem der “Journalist” des Guardian den Verrat begangen hat, war die Veröffentlichung des gesamten Materials zwingend notwendig; die Geheimdienste hatten es doch schon. Aber jetzt mußte Wikileaks an die Öffentlichkeit mit ALLEM. Denn vor allem durch die Öffentlichkeit werden jetzt die Informanten möglicherweise mitgeschützt, denn jetzt weiß die Öffentlichkeit, wer die Informanten sind, so daß es nicht mehr so leicht sein wird, die Informanten verschwinden zu lassen.
Öffentlichkeit ist ein notwendiger Schutz, das sollte man sich beim Spiegel hinter das Blatt schreiben.
Das Wort “Medienpartner”, das “sei ihm als Beschreibung des Verhältnisses zwischen Spiegel und Wikileaks ‘zu nah’”, sagt Blumencron laut Meedia. Das dürfte vermutlich zutreffen, denn die geübte Praxis vieler Medien ist ja, Informanten auszusaugen, die sind Lebendfutter – von einer Partnerschaft kann bei solchem Vampirismus in der Tat keine Rede sein.
Vor mehreren Jahren gab es eine Revolution in einer deutschen Stadt: alle Amtstitel wurden in der weiblichen Form verzwangt. Der männliche Bürgermeisterin war davon ebenso betroffen wie alle anderen gewählten und ungewählten Amtspersonen und Angestellten der Stadt.
Blick zurück im Zorn.
Im Krankenhaus. 50-er Jahre? 60-er Jahre? Egal. Irgendwann. Der Zorn des Gerechten, er erbost sich in seiner Not, allein gelassen zu sein: “Wo ist der Arzt!? Wo ist der Arzt!? Ich will endlich einen Arzt!” Der Arzt steht neben ihm. Es ist eine Frau. Er aber akzeptiert keine FRAU. Er will einen MANN.
Eine Frau als Arzt? Undenkbar!
Glücklicherweise hat diese Idiotie ein Ende bekommen. Erreicht oder gar passiert hat sie dieses Ende nicht.
Idioten gibt es auch auf der Gegenseite, in der Form der “Political Correctness”, bei der es an einem Wort immer ein “Innen” gibt. So findet sich beim Lesen eines Werbeprospekts für eine Kreuzfahrt auch ein Hinweis auf “Bullauge/innen”. Aha, der Bullauge. Wir wissen Bescheid. Und was ist, neben Steward/innen, der Job eines Bullauge/innen? Verrückt? Nein, sondern realer Gedankenunfall, vor mehreren Jahren in Deutschland passiert und mit Verschwörermiene und verschmitztem Gesicht weitererzählt.
Der Zwang zum Geschlechtsfetischismus und Geschlechtsfaschismus nimmt immer bizarrere Formen an. Eine Frau als Arzt? Undenkbar! Aber noch schlimmer: ein Mann als Krankenschwester. Nicht einmal “Krankenbruder” als Berufsbezeichnung wurde akzeptiert, es wurde ein neuer Begriff kreiert: der “Krankenpfleger”.
Ewiggestrige, könnte man meinen: unfähig für auch nur einen Funken Hirnleistung, eingefroren in ihrem Sprachnazi-Betonbunkerschädel – irgendwo zwischen 80 und scheintot. Aber der Naziismus gebiert ständig neue Ungeheuer, hirnlos, brutal, menschenverachtend.
Wann wird das Wort “Mensch” nicht mehr für Frauen gelten? Wann wird es “Menschin” heißen müssen? Das ist keine leere Frage, wie das Beispiel “Student” zeigt. Jetzt, im Jahr 2011.
http://info-parkour.de/hamburg-haw-studenten-magazin-pressefreiheit-zensur-asta.html
[*quote*]
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Das unabhängige Studenten-Magazin der HAW Hamburg
Stellungnahme: Unsere Meinung ist nicht käuflich
Das unabhängige Online-Studenten-Magazin der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, info-parkour.de, stellt seinen Betrieb bis auf Weiteres ein.
Wie kommt’s?
Wie ihr vielleicht wisst, wurde info-parkour und seine Redakteure seit Februar 2010 durch den AStA der HAW finanziert.
Im Sommer 2011 stand eine Verlängerung dieser Finanzierung an, die der AStA neben legitimen Forderungen wie Nachhaltigkeit u.ä. allerdings auch von Formulierungsstandards abhängig machen wollte. Diesen Formulierungen konnte info-parkour nicht zustimmen.
Und was sind das für Formulierungen?
Das Magazin verwendet seit Gründung 2008 für die Mehrzahl von Studenten und Studentinnen das Wort “Studenten”. Mit dieser Formulierung verstößt info-parkour neuerdings gegen den AStA-Satzungs-Punkt “Geschlechtergerechtigkeit”. Der AStA beschuldigt info-parkour also der Geschlechter-Diskriminierung.
Für eine erneute Finanzierung wären die Redakteure von info-parkour dazu gezwungen, in allen veröffentlichten Artikeln die Formulierung “Studierende” zu verwenden, da diese laut einer Studie angeblich als geschlechtsneutral angesehen wird.
Und jetzt macht ihr wegen dieses Wortes so viel Wind?
Uns geht es bei dieser Diskussion nicht um das Wort “Studenten” an sich. Vielmehr geht es darum, dass info-parkour zum Start der Finanzierung 2010 redaktionelle Unabhängigkeit zugesprochen bekam, mit der der AStA info-parkour in der Öffentlichkeit beworben hat.
Diese redaktionelle Freiheit, die in der geltenden deutschen Pressefreiheit verankert ist, würde info-parkour in diesem Falle durch den AStA verwehrt.
Warum schreibt ihr nicht einfach, wie der AStA will, und ihr bekommt dafür weiterhin das Geld?
Darüber haben wir uns natürlich auch Gedanken gemacht. Nur würde die Redaktion unter diesen Umständen gegen ihre ausdrückliche Überzeugung handeln und nicht mehr unabhängig entscheiden. Wir würden uns also kaufen lassen.
Die ausdrückliche Überzeugung liegt darin, dass Studien nicht darüber entscheiden können, welche Worte im deutschen Sprachgebrauch erlaubt sind und welche verboten sind. Darüber entscheidet der Gesetzgeber und nicht irgendein AStA.
Als journalistisches Projekt bezieht sich info-parkour daher bei Formulierungsstandards auf deutschsprachige journalistische Institutionen wie Frankfurter Allgemeine Zeitung, Der Spiegel, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit oder Neue Zürcher Zeitung.
Aber die HAW und das STUDIERENDENwerk schreiben doch auch so?
Absolut, das ist deren gutes Recht. info-parkour will diese Formulierung ja auch nicht verbieten, stellt sie aber in Frage. Die Basis demokratischer Diskussionskultur.
Wenn Studenten an der HAW studieren oder in der Mensa essen wollen, werden sie ja auch nicht dazu verpflichtet nur noch von “Studierenden” zu sprechen.
Die einzige Forderung von info-parkour an den AStA der HAW zur Weiterfinanzierung war das Recht auf freie Meinungsäußerung, die dem Magazin so aber nicht gewährt würde.
“Der AStA kann dem info-parkour die Pressefreiheit nur gewähren, sofern auch deren Arbeit [info-parkour] satzungskonform ist.” (aus der offiziellen Stellungnahme des AStA-Vorstandes, Tilmy Alazar)
Weder obliegt das Gewähren der Pressefreiheit dem AStA, noch steht die AStA-Satzung über der Pressefreiheit.
info-parkour verzichtet aufgrund dieser Entscheidung des AStA auf eine Weiterfinanzierung, um den AStA vor einem möglichen Vorwurf wegen Zensur zu schützen.
Ihr wurdet doch schon über ein Jahr vom AStA finanziert, warum fällt denen das jetzt erst auf?
Ja, da ist sie wieder, die Sache mit den Studien. Plötzlich tauchte eine Studie auf und wir sollten uns verpflichten diese neue Formulierung einzuhalten.
Jedes einzelne Teammitglied hat für sich entschieden, dass info-parkour unter solch pressefeindlichen Bedingungen nicht Teil dieses AStA der HAW sein kann.
AStAs und ihre Satzungen kommen und gehen, die Pressefreiheit bleibt.
Und warum macht ihr nicht einfach weiter?
Das haben wir natürlich vor, nur wurden durch den AStA acht HAW-Studenten als Redakteure des Magazins finanziert. Die meisten studentischen Geldbeutel sind dabei auf jeden Euro angewiesen, der nun anderweitig verdient werden muss. So wird das Zeitkonto für den info-parkour vorerst geschmälert.
Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage
info-parkour existiert als in der Hochschule verankertes Studenten-Magazin seit 2008 und fühlte sich verpflichtet, die Campuskultur der HAW zu fördern und Studenten die Möglichkeit zu geben, sich frei und unabhängig in allen Bereichen journalistischer Tätigkeiten auszuprobieren und sich weiterzuentwickeln.
Hierbei fand info-parkour als journalistisches Magazin immer wieder Akzeptanz und Unterstützung in der Hochschule direkt und es wurde nie versucht, Einfluss auf den Inhalt oder die Formulierung zu nehmen.
Das Magazin musste sich in den vergangenen vier Jahren häufiger Herausforderungen finanzieller sowie organisatorischer Natur stellen, aus denen info-parkour immer gestärkt hervorging. Dass der AStA (bestehend aus Studenten!) nun maßgeblich an der vorübergehenden Einstellung des Magazins mit verantwortlich ist, entbehrt einer gewissen Ironie nicht.
info-parkour bedankt sich beim AStA der HAW für die zurückliegende Zusammenarbeit und finanzielle Unterstützung und wünscht deren Mannschaft (und Frauschaft, natürlich) darüber hinaus mehr Mut im Umgang mit Campuskultur, die als allererstes auf Meinungsfreiheit und deren ungehinderter Äußerung basiert.
Das info-parkour-Team bedankt sich außerdem bei vielen ehemaligen Teammitgliedern, Autoren, Unterstützern aus der Hochschule und dem Stadtteil St. Georg.
Katharina Bildredaktion
Anatzki Bildredaktion
Marc Stellenbörse
Beham Stellenbörse
Christine Chefredaktion
Gärtner Chefredaktion
Redaktion
Katja Harms Redaktion
Darja Redaktion
Hentschel Redaktion
Elmas Redaktion
Pekdemir Redaktion
Waldemar Videoredaktion
Schmidt Videoredaktion
Patrick Herausgeber
Schulz Herausgeber
redaktion[at]info-parkour.de
Info-Parkour
Archiv
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[*/quote*]
Aus Solidarität mit den Redakteuren von Info-Parkour habe ich ihren Text als mahnende Erinnerung übernommen.
Bei meiner morgendlichen Visite im WWW finde ich diese Kulturkritik:
http://blog.esowatch.com/?p=3971
,aus der ein Abschnitt lautet:
[*quote*]
Liebe Frau Thorbrietz, werter Herr Schröder, der Artikel ist schon schlimm genug, wie er so dick und gemütlich auf der falschen Seite liegt. Aber dass Sie beide sich auch noch als unparteiische Vermittler, als gewissenhafte Interpreten der wissenschaftlichen Debatte darstellen wollen und dazu kein Mittel Ihrer professionellen Rhetorik scheuen, das ist, mit Verlaub: DAS LETZTE.
[*/quote*]
Das Letzte zum Tagesbeginn ist ein leider nicht ungewöhnlicher Anfang. Vielleicht sollte dieser oder jener Herausgeber sich doch gelegentlich auch sein eigenes Heft ansehen. Bei GEO, so kann ich hier
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7204
lesen, hieß es einmal “Mein GEO hat versagt.”
Manchen Journalisten kann man bescheinigen, daß sie sehr gründlich sind.
Auch darin, ein Magazin endgültig zu vermasseln…
Wobei, das sollte ebenfalls gesagt sein, auch ein Weltmarktführer mit 730 Mio US-Dollar Jahresumsatz, Dinge tut, die erstaunlich sind: So verdünnt er etwas, das es gar nicht gibt, und verkauft das dann als WIRKSAME Medizin.
Wohlgemerkt: als WIRKSAME MEDIZIN!
Quellen zu diesen Angaben gibt es hier verlinkt:
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7197
Ink and paper do not a magazine make.
Michael Moore hat einen neuen Dokumentarfilm über den 2. Weltkrieg. Nicht der Michael Moore von heute, sondern der Michael Moore von heute als der Michael Moore von damals.
Der Dokumentarfilm über den Dokumentarfilm:
Wenn die Surfer die Gelegenheit hätten, den Web-Designern nachts im Park zu begegnen, sähe das Web besser aus.
Daß jemand nicht abschreibt, macht ihn nicht automatisch zu einem guten Doktor. Auch viele Professoren kann man, gemessen an wissenschaftlichen Standards, als gesellschaftlichen Totalverlust abschreiben.
In seinem Buch “Die Zunft” schreibt Siegfried Bär über “das Wesen der Universität, dargestellt an der Geschichte des Professorwerdens und des professoralen Liebeslebens”.
Wissenschaft und Universität sind nicht dasselbe.
Die Selbstverständlichkeit, mit der Werbeeinnahmen als tragendes Element der Zeitungsproduktion betrachtet und verteidigt werden, zeigt, wie unterspült das Denkgebäude ist, in dem die Journalisten eingesperrt sind.
Ist denn nicht der redaktionelle Inhalt einer Zeitung das, was der Leser will und wofür er bezahlt?
Die Leser werden mit Gewalt konditioniert, eine mit Reklame vollgestopfte Farbenwüste hinzunehmen, in der zwischendrin einzelne Informationsbrocken sind, manche sogar wahr und brauchbar.
Was wäre, wenn die Leser wieder echte Informationen PUR bekämen und dafür sogar bezahlen würden?
Eine Revolution. Aber wirklich so undenkbar?

