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Homöopathie: Die “Potenzierung” ist entlarvt als ein Hütchenspielertrick

Tuesday, January 7th, 2014

Zu den Grundbehauptungen der Homöopathie gehört die Aussage, daß ein stärker “potenzierter” (ein über mehr Stufen verdünnter und geschlagener) Stoff stärkere Wirkung hat als ein weniger oft “potenzierter”, also weniger oft verdünnter und geschlagener. Wie konnte es zu dieser Behauptung kommen?

Gehen wir einen Schritt zurück, zur Ausgangsbasis der Homöopathie: “similia similibus curentur”.

Wie ich bereits 2011 gezeigt habe, ist Hahnemann NICHT der Erfinder der Idee “similia similibus curentur”:

    http://newsgroups.derkeiler.com/Archive/Misc/misc.health.alternative/2011-03/msg01043.html

    From: Happy Oyster [happy.oyster@xxxxxxxxxxx]
    Date: Thu, 17 Mar 2011 07:26:30 +0200

    Hahnemann barks in his Organon (6th. Edition):

      http://www.ariplex.com/ama/ama_org6.htm

      [*quote*]
      *********************************************************************
      Ja, es gab sogar von Zeit zu Zeit Aerzte, welche ahneten, daß die Arzneien durch
      ihre Kraft, analoge Krankheits-Symptome zu erregen, analoge Krankheits-Zustände
      heilen (2).

      So sagt der Verfasser des unter den Hippokratischen befindlichen Buches peri
      topwn tvn cat an Jxwpon (3) die merkwürdigen Worte: dia ta qmoia
      —–
      mit kaltem Wasser an, sondern auch W. Fabric. von Hilden (De combustionibus
      libellus, Basil. 1607. Cap. 5. S. 11.) versichert: “Kalte Umschläge sind bei
      Verbrennungen höchst nachtheilig und bringen die schlimmsten Zustände hervor; es
      erfolgt davon Entzündung, Eiterung und zuweilen Brand.”

      1) Zimmermann (Ueber die Erfahrung, II. S. 318.) lehrt, daß die Bewohner heißer
      Länder, mit dem besten Erfolge, eben so verfahren, und nach großen Erhitzungen
      etwas geistige Flüssigkeit zu sich nehmen.

      2) Auch diese folgenden Stellen aus den die Homöopathie ahnenden Schriftstellern
      führe ich nicht als Erweise der Gegründetheit dieser Lehre an, die wohl durch
      sich selbst feststeht, sondern um dem Vorwurfe zu entgehen, als hälte ich diese
      Ahnungen verschwiegen, um mir die Priorität der Idee zu sichern.

      3) Basil. Froben. 1538. S. 72.

      61

      nousoV ginetai, cai dia ta qmoia prosjeromena ec noseuntwn ugiainontai, æ dia to
      emeein epetoV pauetai.-

      Gleichfalls haben auch nachgängige Aerzte die Wahrheit der homöopathischen
      Heilart gefühlt und ausgesprochen. So sieht z.B. Boulduc (1) ein, daß die
      purgirende Eigenschaft der Rhabarber die Ursache ihrer Durchfall stillenden
      Kraft sey.

      Detharding erräth (2), daß der Sensblätter-Aufguß Colik bei Erwachsenen stille,
      vermöge seiner analogen, Colik erregenden Wirkung bei Gesunden.

      Bertholon (3) gesteht, daß die Elektrisität den höchst ähnlichen Schmerz, den
      sie selbst errege, in Krankheiten abstumpfe und vernichte.

      Thoury (4) bezeugt, daß die positive Elektrisität an sich zwar den Puls
      beschleunige, aber wenn er krankhaft schon zu schnell sey, denselben langsamer
      mache.

      Von Stoerck (5) kommt auf den Gedanken: “Wenn der Stechapfel den Geist zerrüttet
      und bei Gesunden Wahnsinn hervorbringt, sollte man dann nicht versuchen dürfen,
      ob er bei Wahnsinnigen durch Umänderung der Ideen gesunden Verstand
      wiederbringen könne?”

      Am deutlichsten aber hat ein dänischer Regiments-Arzt, Stahl, seine Ueberzeugung
      hierüber ausgesprochen, da er (6) sagt: “Ganz falsch und verkehrt sey die in der
      Arzneikunst angenommene Regel, man müsse durch
      —–

      1) Memoires de l’academie royale, 1710 .

      2) Eph. Nat. Cur. Cent. X. obs. 76.

      3) Medicin. Electrisität, II. S. 15 und 282.

      4) Memoire lu à l’acad. de Caen.

      5) Libell. de stram. S. 8.

      6) In Jo. Hummelii Commentatio de Arthritide tam tartarea,
      ***********************************************************************
      quam scorbutica, seu podagra et scorbuto, Büdingae 1738. 8. S. 40 -42.
      ***********************************************************************

      62
      gegenseitige Mittel (contraria contrariis) curiren; er sey im Gegentheile
      überzeugt, daß durch ein ähnliches Leiden erzeugendes Mittel (similia similibus)
      die Krankheiten weichen und geheilt werden, -Verbrennungen durch Annäherung ans
      Feuer, erfrorne Glieder durch aufgelegten Schnee und das kälteste Wasser,
      Entzündung und Quetschungen durch abgezogene Geister, und so heile er die
      Neigung zu Magensäure durch eine sehr kleine Gabe Vitriolsäure, mit dem
      glücklichsten Erfolge, in den Fällen, wo man eine Menge absorbirender Pulver
      vergeblich gebraucht habe.”

      So nahe war man zuweilen der großen Wahrheit! Aber man ließ es bei einem
      flüchtigen Gedanken bewenden, und so blieb die so unentbehrliche Umänderung der
      uralten ärztlichen Krankheitsbehandlung, des bisherigen unzweckmäßigen Curirens
      in eine ächte, wahre und gewisse Heilkunst, bis auf unsere Zeiten unausgeführt.

      63
      *********************************************************************
      [*quote*]

    Actually, Hahnemann’s quote of

    “Jo. Hummelii Commentatio de Arthritide tam tartarea, quam scorbutica, seu podagra et scorbuto, Büdingae 1738. 8. S. 40-42.”

    shows, that Hahnemann is NOT the inventor of homeopathy, but Johann Hummel.

    And now, Ladies and Gentlemen, please follow me into the archives to see some superb scans:

    http://vd18-proto.bibliothek.uni-halle.de/de-sub-vd18/content/pageview/2876753

    At the top of page 42, there it is:

    http://vd18-proto.bibliothek.uni-halle.de/de-sub-vd18/content/pageview/2876801

    “similia similibus”

    q.e.d.

*****

Der Scan der Buchseite 42 aus “Jo. Hummelii Commentatio de Arthritide tam tartarea, quam scorbutica, seu podagra et scorbuto, Büdingae 1738. 8. S. 40-42.”:

http://gdz-srv1.sub.uni-goettingen.de/content/PPN631466894/1000/0/00000046.jpg

In der 3. und 4. Textzeile stehen die Worte “similia similibus cedere & expugnari”.

Hahnemann ist nicht der Erfinder der Idee “similia similibus curentur”. Er hat sie lediglich angewendet. Dazu benutzte er alles, was ihm in die Hände fiel, vor allem Gifte.

Hahnemann mußte den Kranken diese Gifte verabreichen. Aber wie? Sehr einfach: Hahnemann verdünnte sie.

Hahnemann ging also von geringen Verdünnungen aus und machte mit dem Verdünnen weiter bis die Überlebensrate der Kranken stieg. Der Beginn seiner Experimente war eindeutig mit giftigen Dosen. Ausgangspunkt war “similia similibus curentur”, das heißt: lediglich eine Idee. Zu der jedoch fehlten jegliche weiteren Fakten.

Hätte Hahnemann lediglich “similia similibus curentur” befolgt, so hätte er den Kranken ein Gift IRGENDWIE gegeben – und exitus. Die Situation erzwang, daß Hahnemann herausfinden mußte, WIE, in welcher Dosierung, er den Kranken die Mittel geben mußte. DESWEGEN MUSSTE er mit Verdünnungen experimentieren.

Das Verdünnen ist die zwangsläufige Folge der Idee “similia similibus curentur”.

Ebensozwangsläufig ist, daß die Gifte in schwacher Verdünnung den Kranken schaden und es zu einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustands kommen MUSSTE.

Benutzte Hahnemann stärker verdünnte Mittel, war die Giftwirkung geringer, wozu Hahnemann BEHAUPTETE, daß sein Mittel die Kranken heilte.

Um 1800 wußte man von Physik noch fast gar nichts. Man wußte aber: Schlägt man auf einen Eisennagel, der in einer bestimmten Richtung gehalten wird, so wird dieser Nagel magnetisch. Man wußte also, daß es einen geheimnisvolle Mechanismus gibt, der durch das Schlagen den Nagel magnetisch macht.

Der reine Akt des Verdünnens der homöopathischen Mittel ist lächerlich. Aber mit dem Zauber einer magischen Ritualhandlung ließ er sich verkaufen: Hahnemann behauptete, das Schlagen der Substanzen auf ein in Leder gebundenes Buch sei am besten geeignet um seinen Substanzen eine heilende Wirkung zu geben.

Schlagen auf den Nagel hier, Klopfen auf ein Buch dort. Der Ansatz ist völlig identisch.

Während man in der Physik die Wirkung des Schlagens auf den Nagel genau erfassen konnte, war das bei Hahnemann’s Täuschungen natürlich nicht so. Und in den über 200 Jahren seit Beginn des Betrugs Homöopathie ist eine Überprüfung der für eine Heilwirkung notwendigen Zahl von Schlägen geflissentlich unterlassen worden. Kein Wunder, denn der Betrug wäre sonst aufgeflogen. Ebenso wäre der Betrug Homöopathie aufgeflogen, wenn man die Homöopathie ALS METHODE untersucht hätte.

Die Grundbehauptung der Homöopathie, daß ein stärker “potenzierter” (ein über mehr Stufen verdünnter und geschlagener) Stoff stärkere Wirkung hätte als ein weniger oft “potenzierter”, ist eine faustdicke Lüge, ein Hütchenspielertrick. Der besteht in einem Detail: daß verdünnt UND geschlagen wird. Würde man der Physik folgen und auch der reinen Logik der Vernunft folgen, brauchte man einen Stoff doch gar nicht verdünnen, um ihn stärker wirksam zu machen, sondern lediglich die Zahl der Schläge zu erhöhen!

Nein, die Kombination von zwei Dingen ist es, die den Blick verschleiert. Und nicht nur das! Ohne die Verdünnung würden die Kranken durch die Gifte vergiftet. Hahnemamann MUSSTE verdünnen, DAMIT er die Kranken WENIGER STARK vergiftete.

Wir sehen also: Die Verdünnung ist eine zwangsläufige Folge von “similia similibus curentur” UND die “Potenzierung” (also “Verstärkung der Wirkung”) durch das Klopfen auf das Buch ist ein zwangsläufig notwendiger Alibitrick.

Schon zu Hahnemann’s Zeit war das logisch erkennbar. Auch wenn Hahnemann am Anfang lediglich aus Neugier experimentiert hat, so mußte ihm irgendwann klar werden, was er wirklich tat. Für die mehr als 200 Jahre seit damals gilt das erst recht. Niemand kann und darf behaupten, das Klopfen auf ein Buch würde eine Heilwirkung hervorrufen, denn diese Behauptung ist eindeutig eine Lüge.

Die “Potenzierung” und die “Erstverschlimmerung” sind miteinander verzahnte Teile eines Betruges. Beide sind nichts anderes als Täuschungsmanöver, nichts anderes als primitive Hütchenspielertricks.

Daß die Ärztekammern die Betrüger aus ihren Reihen hinausexpedieren, ist lange überfällig. Daß die Krankenversicherungen aufhören, mit Betrugen wie Homöopathie Kunden zu locken oder den Betrug Homöopathie wider besseres Wissen zu fördern, ist nicht nur überfällig, sondern auch eine Aufgabe von Politik und Justiz – ebenso wie die Aufgabe, die Ärztekammern zur Raison zu bringen.

Politik und Justiz sind zum Schutz der Bürger da, nicht zum Schutz der Betrüger.

Homöopathie: Das Rätsel der “Erstverschlimmerung” gelöst

Thursday, January 2nd, 2014

Homöopathie ist einer der größten Betruge in der Geschichte der Menschheit. Millionen Menschen wurden ihr Opfer und jedes Jahr werden Kranke mit Homöopathie um Milliarden Euro gebracht.

Zu den bisher eher mysthisch betrachteten Dingen des Betrugs Homöopathie gehört die “Erstverschlimmerung”. Selbst die schärfsten Kritiker haben sie bisher nicht analysieren können. Dabei ist es ganz einfach: Man darf sie nicht isoliert betrachten, denn sie ist Teil eines niederträchtigen Taschenspielertricks mit MEHREREN Teilen.

Zunächst einmal die Grundlagen. Homöopathie ist eine METHODE. Bei dieser Methode wird ein Stoff verdünnt, das Verdünnte auf einen Gegenstand geschlagen, dann wieder verdünnt, dann wieder geschlagen, … Und so weiter… Das ist eine Methode!

Bei dieser Methode nehmen die Homöopathen alles, was ihnen in die Hände fällt, als Ausgangsstoff. Alle Studien zur Wirksamkeit der Homöopathie unterschlagen, daß Homöopathie eine Methode ist, und machen den Fehler, nur einige wenige Stoffe oder nur einen einzigen Stoff zu untersuchen. Falls tatsächlich einer der Stoffe eine pharmakologische Wirkung hat, bestätigt so eine Studie lediglich die pharmakologische Wirkung dieses einen Stoffs, nicht aber die Homöopathie.

Zu den Grundbehauptungen der Homöopathie gehört die Aussage, daß ein stärker “potenzierter” (ein über mehr Stufen verdünnter und geschlagener) Stoff stärkere Wirkung hat als ein weniger oft “potenzierter”, also weniger oft verdünnter und geschlagener. Diese für die Homöopathie grundlegend wichtige Behauptung wurde noch nie richtig untersucht. Und wenn untersucht, dann mit Pfuschmethoden oder mit einem vernichtenden Ergebnis für die Homöopathie.

Hahnemann behauptet, daß ein homöopathisches Arzneimittel einen Menschen gesund macht (indem es die Verstimmung der Lebenskraft positiv beeinflußt). Lassen wir den esoterischen Blödsinn beiseite und betrachten nur das, was real geschehen ist: Hahnemann nahm Gifte und gab sie den Kranken.

Gifte tun das, was ihr Name besagt: sie vergiften den Menschen. In hoher Dosierung ist die Giftwirkung stärker, mit größerer Verdünnung wird die Giftwirkung schwächer.

Hahnemann hat also die Kranken schlicht und einfach vergiftet. Gab er ihnen stärker “potenzierte” (also höher verdünnte) Gifte, war die Giftwirkung schwächer. Der Betrüger Hahnemann behauptete dann, die Menschen würden gesunden. Dabei hat er sie in Wahrheit bloß weniger stark vergiftet.

So weit, so schlecht. Das war bisher bekannt. Aber was ist dann mit der “Erstverschlimmerung”?

Bei der “Erstverschlimmerung” wurde bisher lediglich angenommen, daß die Krankheit weiterbesteht, und daß die (als sehr stark verdünnt angenommenen) homöopathischen Mittel keine Wirkung gegen die Krankheit haben.

Daß hochverdünnte Mittel ohne pharmakologische Wirkung keine pharmakologische Wirkung haben, ist logisch. Wobei ein grundlegender Fehler fast jeder Kritik an Homöopathie dem Irrtum unterliegt, daß die Mittel keine pharmakologische Wirkung haben, weil sie ja so stark verdünnt sind. Das ist ein verhängnisvoller und auch tödlicher Fehler. Wie ich schon vor über 12 Jahren in

http://www.ariplex.com/ama/ama_rep1.htm

gezeigt habe, verwenden Homöopathen starke Gifte durchaus in hoher Konzentration, so zum Beispiel Quecksilber und Arsen. Es ist auch bekannt geworden, daß es durch homöopathische Arzneimittel Todesfälle gab.

An eben diesem Punkt “Vergiftung durch ein homöopathisches Mittel” greift Hahnemanns Taschenspielertrick mit der “Erstverschlimmerung”.

Bisher wurde immer angenommen, daß sich eine Krankheit verschlechtert und die Gabe eines wirkungslosen Mittels (also eines Homöopathikums (das man fälschlicherweise eben immer als wirkungslos ansah]) keine Wirkung hat. Man ging bei dieser Betrachtung davon aus, daß die Krankheit sich verschlechtert. Genau das ist falsch. Es ist falsch, weil es 2 Zustände ignoriert:

1. es geht dem Kranken UNVERÄNDERT schlecht

2. es geht dem Kranken besser (weil sein Körper die Krankheit erfolgreich bekämpft oder eine Phase mit weniger Beschwerden durchmacht)

Um das zu verstehen, muß man eine weitere Grundbehauptung Hahnemanns beachten: daß solche Stoffe als Grundstoff für Homöopathika verwendet werden, deren SCHADWIRKUNG jene Beschwerden hervorruft, die auch die Krankheit hat.

Gibt man einem Menschen ein nur schwach verdünntes Gift, wird er die gleichen Symptome haben wie wenn er die Krankheit hätte. Von den Symptomen her kann man als Primitiv”arzt” zwischen Krankheit und Vergiftung nicht unterscheiden.

Erst recht kann man nicht unterscheiden, wenn Jemand mit einem Gift X vergiftet wurde. Homöopathen geben in ihrer abgrundtiefen Blödheit einem mit einem Gift Vergifteten durchaus DAS GLEICHE GIFT als Homöopathikum!

Nehmen wir nun an, daß Hahnemann einem Kranken zum Zeitpunkt Z ein schwach verdünntes Gift ALS HOMÖOPATHIKUM gibt. Ohne Homöopathikum könnte

1. die Krankheit sich verschlechtern
2. die Krankheit gleich bleiben
3. es dem Kranken besser gehen.

Bekommt der Kranke jedoch von Hahnemann das nur schwach verdünnte Gift, wird der Kranke selbstverständlich Symptome der Vergiftung zeigen, die jedoch der KRANKHEIT zugeordnet werden.

Bei einem Kranken, dessen Zustand sich sowieso verschlechtert hätte, fällt das weniger auf. Aber in den Fällen 2 und 3 fiele der Betrug auf. Was tut der Betrüger Hahnemann? Er behauptet, diese “Erstverschlimmerung” sei normal und ein Zeichen dafür, daß der Körper auf die Behandlung anspräche.

Gibt man dann, weil die Wirkung ja angeblich eingesetzt hat, weniger oder gar nichts mehr von diesem Homöopathikum, dann läßt selbstverständlich auch die Vergiftungswirkung nach.

Wird, weil man ja angeblich das richtige Mittel hat, eine stärkere Form, also die höhere “Potenzierung” (also die höhere Verdünnung) benutzt, ist darin weniger Gift enthalten, so daß der Kranke WENIGER STARK vergiftet wird – also weniger starke Vergiftungssymptome zeigt. Nach der ersten Vergiftungswelle, der “Erstverschlimmerung”, geht es dem Kranken dann tatsächlich besser. Aber eben nicht, weil das Homöopathikum ein HEILENDES Medikament ist, sondern weil man den Kranken nicht mehr so stark vergiftet.

Die “Erstverschlimmerung” ist nicht nur eine Ausrede für ein pharmakologisch unwirksames Mittel, sondern vor allem auch eine Ausrede für den Tatbestand, daß der Kranke durch ein Homöopathikum vergiftet wird – eben etwas, das vor allem Hahnemann mit seinen geringen Verdünnungen oft getan hat.

Die Ausrede “Erstverschlimmerung” ist sehr gefährlich. Sie ist gefährlich, weil sie pharmakologisch unwirksame Mittel nicht als unwirksam erkennen läßt.

Und sie ist gefährlich, weil ausgerechnet schwache Verdünnungen, also stärker giftige Mittel, als zur Selbstmedikation durch Laien geeignet verkauft werden.

Die Swissmedic, die Homöopathen, und die Hintertüren der Pharmamafia

Thursday, February 21st, 2013

Die Schweizer Swissmedic, und überhaupt die Schweiz, werden von Esottern übel mißbraucht. In den letzten Monaten schwappten wieder Wellen von falschen, total falschen, und verlogenen Pamphleten durch Print und Web, in denen der Eindruck erweckt wird, “die Schweiz” hätte sich pro esoteristischen Medizinmumpitz entschieden, weil der sich als wirksam erwiesen hätte. Die Wahrheit sieht anders aus.

Im “Laborjournal” (http://www.laborjournal.de) ist jetzt, Januar 2013, ein Interview erschienen, das Florian Fisch mit Petra Dörr, Leiterin des Direktionsstabes der Swissmedic, führte. Dank der freundlichen Erlaubnis des Verlags darf ich die Seite 51 des in der Printausgabe von Heft 1-2/2013 auf den Seiten 48,49,50,51 erschienenen Interviews hier wiedergeben.
Das vollständige Interview bekommen Sie im gedruckten Heft vom Verlag:
http://laborjournal.de/rubric/abo/index.lasso

    Das Interview:
    [*quote*]
    ———————————
    Kasten:

    Petra Dörr
    … kennt beide Seiten der Arzneimittelzulassung. Bei Promedipharm, Fresenius Medical Care und Valeant Pharmaceuticals war die Apothekerin zehn Jahre für die Zulassungsverfahren zuständig. Seit 2004 leitet Dörr den Direktionsstab von Swissmedic und pflegt die Beziehungen zu externen Beteiligten.

    Swissmedic
    … ist das Schweizerische Heilmittelinstitut, das 2012 sein 10jähriges Bestehen feierte. Um den Nutzen von Medikamenten gegen die Risiken abzuwägen – ohne dabei an die Kosten zu denken – wurde eigens für Swissmedic ein neues Heilmittelgesetz erlassen. Die öffentlich-rechtliche Anstalt ist für die Zulassung von Medikamenten und die Überwachung des Marktes zuständig. -FF-

    ———————————
    Interview:

    “Swissmedic prüft die Wirksamkeit komplementärmedizinischer Arzneimittel nicht oder nur aufgrund von Literaturangaben.”

    Laborjournal:
    Warum gelten für Medikamente der Homöopathie, Antroposophie und traditionellen chinesischen Medizin andere Kriterien? Da sie schlicht nicht wirksam sind, verdienen sie keine entsprechende Nutzen-Risiko-Bewertung?

    Dörr:
    So kann man das nicht sagen. Diese Therapieformen genießen in der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert. Unsere Anforderungen für die Zulassung orientieren sich am Risiko, das von diesen Produkten ausgeht. Bei einem synthetischen neuen Wirkstoff, der noch nie in einem zugelassenen Arzneimittel eingesetzt wurde, sind die Risiken hoch und entsprechend hoch sind auch unsere Anforderungen. Arzneimittel der sogenannten Komplementärmedizin basieren dem gegenüber in aller Regel auf altbekannten Ausgangsstoffen. Diese werden zudem meist ohne Indikation zugelassen, weil der Therapieansatz anders ist: Der Therapeut legt im Einzelfall fest, welches Arzneimittel angewandt wird. Die Therapeuten trifft in diesem Bereich eine grosse Verantwortung für den richtigen Arzneimitteleinsatz, weshalb Swissmedic die Wirksamkeit solcher Arzneimittel gar nicht oder nur aufgrund von Angaben aus der Literatur prüft. Unser Fokus liegt bei Arzneimitteln der Komplementärmedizin auf der Herstellungsqualität und der Sicherheit.

    Laborjournal:
    Das heißt, Sie sind mit komplementärme­dizinischen Medikamenten weniger streng.

    Dörr:
    Wirksamkeitsnachweise verlangen wir nur dort, wo eine medizinische Indikation beantragt wird. Zum Beispiel bei Baldriantropfen. Wenn man mit Arzneimitteln schon viel Erfahrung hat, weil sie traditionell in anderen Ländern angewendet werden, dann muss für die Arzneimittel kein eigener Wirkungsnachweis mehr erbracht werden. Das gilt zum Beispiel für asiatische oder homöopathische Arzneimittel. Für deren Zulassung eine doppelblinde,Plazebo-kontrollierte Studie zu verlangen, würde dem Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Therapieform keine Rechnung tragen. Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.

    Laborjournal:
    Swissmedic legitimiert dadurch indirekt Arzneimittel, die den Beweis ihrer Wirksamkeit schuldig bleiben.

    Dörr:
    Dies ist im Heilmittelgesetz und den Ausführungsbestimmungen so vorgegeben, und die aktuelle Vorlage der Revision des Heilmittelgesetzes wird – wie wiederholt vom Parlament gefordert – weitere Vereinfachung vorsehen. Swissmedic ist auch hier reine Vollzugsbehörde.

    Laborjournal:
    Wieso müssen eigentlich Nahrungsergän­zungsmittel nicht von Swissmedic zugelassen werden? Wenn zum Beispiel angepriesen wird, dass es vor Grippe schützt, ist es doch ein Arzneimittel.

    Dörr:
    Nahrungsergänzungsmittel und auch Kosmetika werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) beurteilt. Wenn ein Produkt mit einer medizinischen Indikation beworben werden soll, zum Beispiel Schutz vor Grippe, dann ist es klar ein Arzneimittel. Natürlich gibt es auch bei der Bewerbung von Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln eine gewisse Grauzone, die von Firmen ausgelotet wird. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe, die sich aus Mitarbeitenden von BAG, Swissmedic und Kantonsvertretern zusammensetzt, klärt regelmässig die Zuständigkeiten.

    Laborjournal:
    Wäre es nicht besser, die Schweizer Behörden Swissmedic, BAG und die nun aufkommenden “Health Technology Assessments” zusammenzulegen?

    Dörr:
    Es gibt international beide Modelle. Die überwiegende Mehrheit der Staaten hat sich aber wie die

    Schweiz für das getrennte Modell entschieden. Für die Aufteilung spricht, dass die Beurteilung von Nutzen und Risiken unabhängig von Kostenüberlegungen passieren soll. Die Marktzulassung durch Behörden wie Swissmedic soll nicht bereits den Marktzugang einschränken.

    Laborjournal:
    Wozu braucht es neben der FDA und der EMA überhaupt noch Swissmedic? Ist es sinn­vollfür ein kleines Land diesen Aufwand zu tätigen? Sollte die Schweiz nicht der EMA beitreten?

    Dörr:
    Wir können nicht einfach der EMA beitreten. Voraussetzung hierfür wäre, dass die Schweiz die entsprechende Gesetzgebung der EU übernimmt. Das ist nicht in unserer Hand. Zu beachten ist hierbei aber, dass alle EU- und EWR-Länder weiterhin nationale Heilmittelbehörden haben. Swissmedic würde es also auch dann noch geben!
    ———————————
    [*/quote*]

.
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Das ganze Elend wird bereits in den ersten Absätzen beschrieben:

    [*quote*]
    ———————————
    Dörr:
    Wirksamkeitsnachweise verlangen wir nur dort, wo eine medizinische Indikation beantragt wird. Zum Beispiel bei Baldriantropfen. Wenn man mit Arzneimitteln schon viel Erfahrung hat, weil sie traditionell in anderen Ländern angewendet werden, dann muss für die Arzneimittel kein eigener Wirkungsnachweis mehr erbracht werden. Das gilt zum Beispiel für asiatische oder homöopathische Arzneimittel. Für deren Zulassung eine doppelblinde,Plazebo-kontrollierte Studie zu verlangen, würde dem Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Therapieform keine Rechnung tragen. Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.

    Laborjournal:
    Swissmedic legitimiert dadurch indirekt Arzneimittel, die den Beweis ihrer Wirksamkeit schuldig bleiben.

    Dörr:
    Dies ist im Heilmittelgesetz und den Ausführungsbestimmungen so vorgegeben, und die aktuelle Vorlage der Revision des Heilmittelgesetzes wird – wie wiederholt vom Parlament gefordert – weitere Vereinfachung vorsehen. Swissmedic ist auch hier reine Vollzugsbehörde.
    ———————————
    [*/quote*]

Die Swissmedic kann nicht selbst entscheiden, sondern ist an die Gesetze gebunden: “Swissmedic ist auch hier reine Vollzugsbehörde.” Es sind also die Politiker, die (bar jedes Wissens und Verstandes) zum Beispiel beschlossen haben, daß
Für die Zulassung von asiatische oder homöopathischen Arzneimitteln eine doppelblinde,Plazebo-kontrollierte Studie zu verlangen, dem Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Therapieform keine Rechnung tragen würde.

Eine doppelte Schlampigkeit, bei der schon die völlige Ignoranz gegenüber den Gefahren der Homöopathie zeigt, wie wenig Sachwissen und wie wenig Verantwortungsbewußtsein die Politiker haben. Um so schlimmer ist es im Fall der importierenten asiatischen Mittel, denn die sind noch weit weniger kontrolliert als der einheimische homöopathische Zirkus.

“Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.” sagt Frau Dörr. Doch genau das findet nicht statt! Denn wenn die Sicherheit gefordert ist, dann muß sie auch kontrolliert werden. Aber eben dies wird mit Verweis auf die Kosten (“Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Therapieform”) nicht getan.

“Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.” sagt Frau Dörr.Sie beschreibt denn auch so ein bißchen die Zulassung und läßt dabei eine notwendige Erklärung aus: die Erklärung der BEDEUTUNG der Indikation, und was es damit auf sich hat.

    [*quote*]
    ———————————
    Arzneimittel der sogenannten Komplementärmedizin basieren dem gegenüber in aller Regel auf altbekannten Ausgangsstoffen. Diese werden zudem meist ohne Indikation zugelassen, weil der Therapieansatz anders ist: Der Therapeut legt im Einzelfall fest, welches Arzneimittel angewandt wird.
    ———————————
    [*/quote*]

In Deutschland dürfen Homöopathika einfach und ohne jede Prüfung in den Markt gebracht werden. Sie dürfen dabei jedoch keine Angabe über den Anwendungszweck (zum Beispiel “hilft gegen Schnupfen”) haben. Diese Angabe ist die “Indikation”. Gibt es solch eine Angabe (“Indikation”), dann MUSS der Hersteller eine Zulassung beantragen. Doch die kostet Geld. Warum Geld verschwenden und sich Ärger einhandeln, wenn OHNE diese Angabe es so viel einfacher geht?

DESWEGEN keine Angabe der Indikation! Der Gesetzgeber hat in den Gesetzen eine riesige Hintertür geschaffen, durch die die Hersteller des esoterischen Mumpitz in aller Seelenruhe hindurchspazieren können. Daß die Sicherheit im Vordergrund stünde, ist ein Märchen, denn ginge es dem Gesetzgeber tatsächlich um Sicherheit, bestünde diese Hintertür nicht!

Ein weiterer Trick ist die Verlagerung der Verantwortlichkeit auf die “Therapeuten”:

    [*quote*]
    ———————————
    Die Therapeuten trifft in diesem Bereich eine grosse Verantwortung für den richtigen Arzneimitteleinsatz, weshalb Swissmedic die Wirksamkeit solcher Arzneimittel gar nicht oder nur aufgrund von Angaben aus der Literatur prüft. Unser Fokus liegt bei Arzneimitteln der Komplementärmedizin auf der Herstellungsqualität und der Sicherheit.
    ———————————
    [*/quote*]

Wenn denn die Mittel so harmlos wären, wieso tragen dann die “Therapeuten” eine große “Verantwortung”? Auch hier widerspricht sich das System eindeutig.

Ein Riesenfehler bei der Betrachtung der Homöopathie besteht in der immer wieder vorgebrachten Behauptung, in homöopathischen Mitteln sei kein Wirkstoff enthalten, die seien so hoch verdünnt. Wie ich unter anderem in

gezeigt habe, können in homöopathischen Mitteln durchaus erhebliche Mengen starker Gifte enthalten sein, die zudem von den Homöopathen in großem Umfang eingesetzt werden.

Spielt bei der Giftigkeit die Indikation (also die Tatsache, daß das krankheitsbezogene Anwendungsgebiet auf der Verpackung oder im Begleitzettel angegeben ist) eine Rolle?

Nein, natürlich nicht! Diese Stoffe sind immer giftig, ohne Ansehen der Person und ohne sonstigen Firlefanz, den die “Therapeuten” treiben.

Die Indikation ist eine Hintertür. Homöopathie ist nichts anderes als ein stupides Probierverfahren, bei dem man durchaus TAUSENDE von Mittelchen ausprobieren darf, denn man weiß doch gar nicht, welches Mittelchen der Kranke braucht. DAS ist GRUNDLAGE der Homöopathie, so erfunden von Hahnemann!

Tatsache ist: Homöopathie ist strohdumm. Homöopathie kann nicht diagnostizieren.

Deshalb probiert man herum und herum und herum. Deshalb, und nur deshalb, gibt es bei der Homöopathie keine Indikation.

Und aus dieser Strohdummheit und um diese Strohdummheit herum wurde die Hintertür mit der Indikation geschaffen. Nur aus diesem Grund. Man muß als Politiker schon reichlich dämlich sein, um diese Falle nicht zu sehen, und hochkriminell, um den Verbrechern wissentlich die sperrangelweite Hintertür zu verschaffen.

Interessant, und das vor allem in juristischer Hinsicht, ist die Intensität, mit der die Hersteller homöopathischer Mittel DURCHAUS eine Indikation angeben. (Dies sogar bei Mitteln, für die es nicht einmal homöopathische Arzneimittelprüfungen gibt.) Das nennen die Homöopathen dann “bewährte Mittel”. Doch was ist die Angabe “bewährtes Mittel” anderes als eine Zuweisung für bestimmte Anwendungsgebiete, also eine Indikation? Wie man sieht, betrügen Homöopathika-Hersteller in einem ERHEBLICHEN Umfang.

In einer Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Hamm, die ich heute erhalten habe, gibt es eine nicht unwesentliche Aussage des Gerichts zu just dem Punkt der Indikation:

    http://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseOLGs/20_02_2013/index.php

    (Hervorhebung von mir)
    [*quote*]
    ———————————
    Oberlandesgericht Hamm: Verbraucherschutz: unzulässige Werbung für Schüßler-Salze als “sanfte Begleiter in der Schwangerschaft”

    20.02.2013

    Die in der Deutschen Hebammenzeitschrift in Bezug auf zwei homöopathische Arzneimittel veröffentlichte Werbeaussage “Schüßler-Salze … Sanfte Begleiter in der Schwangerschaft” ist irreführend. Das hat der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm am 13.12.2012 entschieden und damit eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Dortmund bestätigt, die diese Werbeaussage untersagt.

    Das beklagte Unternehmen aus Rheda-Wiedenbrück vertreibt Schüßler-Salze u.a. als homöopathische Arzneimittel, die als solche registriert, aber nicht mit Anwendungsgebieten zugelassen sind. Sie hatte in der Deutschen Hebammenzeitschrift mit der Aussage “Schüßler-Salze … Sanfte Begleiter in der Schwangerschaft” für zwei ihrer homöopathischen Arzneimittel geworben, worin der klagende Verband eine irreführende Werbung sah und von der Beklagten ein Unterlassen der Werbeaussage verlangt hat.

    Der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat den Unterlassungsanspruch bestätigt. Die zu beanstandende Werbeaussage beinhalte auch aus Sicht der angesprochenen fachkundigen Hebammen ein falsches Wirkungsversprechen im Sinne von § 3 Nr. 1 Heilmittelwerbegesetz. Beworben würden registrierte homöopathische Arzneimittel, bei denen das eigentliche Anwendungsgebiet wie z. B. der Bereich einer Krankheit, in dem das Arzneimittel wirken solle, nicht genannt werden dürfe, um eine Irreführung zu vermeiden. Für diese Mittel dürfe dann erst recht nicht mit einem umfassenderen Einsatzbereich – einen solchen stelle die Schwangerschaft dar – geworben werden. In Bezug auf die Schwangerschaft werde mit der Werbeaussage der Eindruck erweckt, dass die genannten Mittel schonend und dauerhaft positiven Einfluss speziell für die Schwangeren entfalten könnten, die Krankheiten oder Beschwerden aus dem Anwendungsbereich der in Frage stehenden Mittel aufwiesen. Der Eindruck sei falsch, weil die Wirkung der beworbenen Arzneimittel nicht wissenschaftlich gesichert sei. Es bestehe die Gefahr, dass Hebammen den Schwangeren im Vertrauen auf die Werbeangabe zur Einnahme des beworbenen homöopathischen Arzneimittels rieten. Das halte die Schwangere möglicherweise von der Befragung ihres Arztes oder von der Einnahme angeblich mehr belastender, aber besser helfender Präparate ab.

    rechtskräftiges Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm (I-4 U 141/12)

    Christian Nubbemeyer, Pressedezernent
    ———————————
    [*/quote*]

“Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.” sagt Frau Dörr. Doch genau das findet nicht statt! Freundlicherweise hat das Oberlandesgericht Hamm in seiner Begründung folgendes gesagt (ich wiederhole den notwendigen Teil und hebe ein wesentliches Element hervor):

    [*quote*]
    ———————————
    Die zu beanstandende Werbeaussage beinhalte auch aus Sicht der angesprochenen fachkundigen Hebammen ein falsches Wirkungsversprechen im Sinne von § 3 Nr. 1 Heilmittelwerbegesetz. Beworben würden registrierte homöopathische Arzneimittel, bei denen das eigentliche Anwendungsgebiet wie z. B. der Bereich einer Krankheit, in dem das Arzneimittel wirken solle, nicht genannt werden dürfe, um eine Irreführung zu vermeiden. Für diese Mittel dürfe dann erst recht nicht mit einem umfassenderen Einsatzbereich – einen solchen stelle die Schwangerschaft dar – geworben werden. In Bezug auf die Schwangerschaft werde mit der Werbeaussage der Eindruck erweckt, dass die genannten Mittel schonend und dauerhaft positiven Einfluss speziell für die Schwangeren entfalten könnten, die Krankheiten oder Beschwerden aus dem Anwendungsbereich der in Frage stehenden Mittel aufwiesen. Der Eindruck sei falsch, weil die Wirkung der beworbenen Arzneimittel nicht wissenschaftlich gesichert sei. Es bestehe die Gefahr, dass Hebammen den Schwangeren im Vertrauen auf die Werbeangabe zur Einnahme des beworbenen homöopathischen Arzneimittels rieten. Das halte die Schwangere möglicherweise von der Befragung ihres Arztes oder von der Einnahme angeblich mehr belastender, aber besser helfender Präparate ab.
    ———————————
    [*/quote*]

Wesentliche Kernaussage:

“Es bestehe die Gefahr, dass Hebammen den Schwangeren im Vertrauen auf die Werbeangabe zur Einnahme des beworbenen homöopathischen Arzneimittels rieten. Das halte die Schwangere möglicherweise von der Befragung ihres Arztes oder von der Einnahme angeblich mehr belastender, aber besser helfender Präparate ab.”

Aber DAS gilt immer, völlig unabhängig von “mit Indikation” oder ohne!

Zusätzlich zu der “Werbeangabe” (auf der Verpackung oder Firmenprospekten des Herstellers) gibt es doch noch die Armee der Mietmäuler und PR-Schleudern, die, bezahlt von der Homöopathika-Industrie, als journalistische Arbeit behauptete Presseerzeugnisse unter das Volk bringen, die in Wahrheit nichts anderes sind als megatonnenweise zusammengefaselte Wirksamkeitsbehauptungen und Indikationen und sogar Dosierungsanleitungen und Einnahmehinweise.

Mit dieser Darstellung übertreibe ich keinesfalls. Die Homöopathika-Hersteller überführen sich sogar selbst der Lüge. Behaupten sie doch und behaupten die Medien (die von ihr bezahlten und auch die nicht von ihr bezahlten) eine große Akzeptanz und steigende Beliebtheit der Homöopathie bei der Bevökerung. In den Verkaufszahlen der Homöopathia-Industrie sieht es dagegen ganz anders aus. Laut den offiziellen Zahlen des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie e.V. machen die Homöopathika-Hersteller erhebliche Verluste. Sieht man nämlich nicht auf die verschleiernden absoluten Umsatzzahlen, sondern berücksichtigt die Inflation, ist das Ergebnis tiefrot:

Bildquelle:
http://transgallaxys.com/~aktenschrank/Mietmaul_Claus_Fritzsche_aufgeflogen/dramatische_Verluste_der_Homeoeopathika_Umsaetze_inflationsbereinigte_Zahlen_normiert.jpg
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7581

All die wohlwollende Presse ist ein Teil eines abgekarteten Spiels, bei dem angeblich unabhängige Parteien eine Wirksamkeit der HOMÖOPATHIE AN SICH, als Methode, behaupten, UNABHÄNGIG von einer Indikation. Aber sie sind entweder nicht unabhängig, sondern gehören zu dem Komplott dazu, oder sie sind völig unfähig, und gehören dann als nützliche idioten ebenfalls zum Komplott.

Es ist diese Presse, es ist die hochaggressive Indoktrination durch submedizinisches Fußvolk, es ist der Verkaufsdruck in den Apotheken, es ist der Gruppendruck durch Esotter, der einem Mittel, das (einfach per Behauptung!) als “homöopathisch” in den Verkehr gebracht wird, eine Wirksamkeit zuweist. Zuweist! Denn zu nichts von alledem an Wirksamkeitsbehauptungen gibt es einen erfolgreichen Nachweis. Kann es auch nicht geben, denn Homöopathie ist eine Form religiösen Wahnsinns: des Glaubens, der Mensch sei Gottes Geschöpf und als solches unverwundbar, und des Glaubens, daß in der Natur für jede Krankheit ein Mittel sei, man müsse es nur finden,

Es ist dieser Druck, von dem das Oberlandesgericht Hamm in seinem Urteil nur ein kleines Teilchen nennt:

“Es bestehe die Gefahr, dass Hebammen den Schwangeren im Vertrauen auf die Werbeangabe zur Einnahme des beworbenen homöopathischen Arzneimittels rieten. Das halte die Schwangere möglicherweise von der Befragung ihres Arztes oder von der Einnahme angeblich mehr belastender, aber besser helfender Präparate ab.”

Es ist dieser Druck, der das Gefühl der Sicherheit erzeugt.

“Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.” sagt Frau Dörr.

Es ist genau das, was in Wahrheit nicht ist.

Das ist nicht die Schuld der Swissmedic. Es ist einzig und allein die Schuld der Politik.

A Lecture in Rhetorics: How to sandblast Anti-Vaxxers

Saturday, January 12th, 2013

Today I have the fun of showing a nice video. But first let me explain some backgrounds.

We often are confronted with people asking us what we think of this or that. There are so many frightening things in the web, one more scary than the other, in anti-vaxxer web-sites.

Oh hell, what shall parents do with all that scary stuff?

Let’s have an example:

Yes, I make that link in full, and I even make it clickable.

Now, I had a glimpse on that garbage over there. The method that guy uses is simple:

    “Drown people in a gigantic swamp of shit!”

There is such an enormous mass of utter bullshit, that no layman can stand up against. The mere mass is too much for people to handle. And the longer the read, the more they are drowned and easier to indoctrinate.

“Some piece of shit must get stuck in their heads.” That is an easy cookbook recipe, intensively used by esotters and conspiracy maniacs.

If one attacks such a mass of shit, it is not necessary to attack in full breadth. Instead, we only have to go and look for clear and simple pieces, which a layman will understand. Take one or two – and demolish them. Blast them to pieces. THAT a layman will understand.

Now, having done that, do we have to go through the ordeal of chopping down each single piece of crap in that garbage yard? No! Because the rest of that pile of shit is of the very same idiocy. We could go trough that shit piece for piece, but it would only lead to one point after the other demonstrating that it is shit, shit, shit. If one wants to go on digging in that shit, well…“Go ahead, it is your time you spoil, because the case already is absolutely clear.”

Let’s have a look at the aforementioned URL. I was curious and – at random – picked one of those URLs that guy links to. Oh, wow!

Now, let’s have some fun.

Part 1:

Look at what it is:

    “GRAPHICAL EVIDENCE SHOWS VACCINES DIDN’T SAVE US”
    http://www.vaclib.org/sites/debate/web1.html

    [*quote*]
    The above graphs, based on the official death numbers as recorded in the Official Year Books of the Commonwealth of Australia, are taken from Greg Beattie’s excellent book “Vaccination A Parent’s Dilemma” and represent the decline in death rates from infectious disease in Australia. They clearly show that vaccines had nothing to do with the decline in death rates. (Note: Graphical evidence on the decline in death rates from infectious disease for USA, England, New Zealand and many other countries shows the exact same scenario as above).
    [*/quote*]

6 diseases:

– whooping cough
– diphtheria
– measles
– scarlet fever
– typhoid fever
– polio

The trick is always the very same: to only show the number of dead per (say) 100.000 inhabitants over the course of time. It is logical that this number goes down – because of development of better ways of treatment.

In 2006, 7 years ago, I debunked that trick in http://www.pharmamafia.com/

Search in my domain-page http://www.pharmamafia.com/ for the character sequence

    hpa

You will find the graphics by the HPA (UK) and – below them – the table with the statistical data. BOOM!


(Bild: Britische Statistik: Tote durch Masern, 1940 – 2004
Quelle: http://www.hpa.org.uk/infections/topics_az/measles/images/mea_death_graph.gif)
http://pharmamafia.com/ama_im27.gif


(Bild: Britische Statistik: Jährlich gemeldete Masernfälle versus Durchimpfungssraten, 1950 – 2000
Quelle: http://www.hpa.org.uk/infections/topics_az/measles/images/vaccover.gif)
http://pharmamafia.com/ama_im28.gif

Yesterday there was a blog article about fun in Australia:


http://reasonablehank.com/2013/01/12/australian-arm-of-the-anti-vaccination-cult-openly-and-honestly-embraces-its-anti-vaccinationism/

One URL given there is:

http://luckylosing.com/2012/08/18/australian-vaccination-network-crashes-and-burns-on-seminar-tour/

Now, take a deep breath … and enjoy the video:

(http://www.youtube.com/watch?v=k3SuALSZjNY)

There we have data from Australia. Good ammunition to have.

The anti-vaxxer in http://www.vaclib.org/sites/debate/web1.html says (see above):

    [*quote*]
    (Note: Graphical evidence on the decline in death rates from infectious
    disease for USA, England, New Zealand and many other countries shows the
    exact same scenario as above).
    [*/quote*]

Yes, and the statistical data from each country shows the exact same scenario about the INCIDENCES of the diseases: that vaccination is cutting down and exterminating those diseases.

Part 2:

The anti-vaxxers use their insane trick again and again and again. And with some few sentences and 1 or 2 graphics they can be blasted.

Part 3:

Now, do note: Try to find such occurrences, when anti-vaxxers were confronted with this (just like what happened in Australia, and is wonderfully documented in that video!). If the very same anti-vaxxers later try to use their old trick again, they can not claim “we did not know”.

NO!, they DO know, and their using the same trick again demonstrates that they knowingly make false statements; in other words: THEY DO LIE.

Since the anti-vaxxers have a very limited assortment of lies, it is possible to – over time – catch them in such incidents. And piece for piece they can be shown to willfully lie.

Now, how can parents, caring for their children, believe people who are so easy to debunk and who are again and again uncovered as rotten liars?

THAT is part 3 of the logical chain.

Part 1: debunk the foul trick
Part 2: confront the anti-vaxxers IN PUBLIC with the plain and undeniable facts
Part 3: catch the anti-vaxxers in the act of lying to parents

It is as easy as that. Anti-vaxxers are criminals, through and through.

Where is the police to crack down on the vile criminals who tramp on the victims of violence!?

Saturday, December 22nd, 2012

Just look at the SURROUNDINGS of these videos, look at the bylines and notes:

Where is the police to crack down the vile criminals who tramp on the victims of such violence!?

The very same type of denial of truth like with the uploaders of these videos we see with the anti-vaccinationists and with so many other types of health-fraudsters.

It is all the very same pattern:

  • 1. symply deny facts
  • 2. claim the facts to be fakes and forgeriers
  • 3. claim some dark powers of money/government/”mainstream/medicine”/pharmamafia to be the real doers
  • 4. claim media to cover up the true facts and to lie

In Australia it is Meryl Dorey

and Judy Wilyman

who, among others, act that way, lying, cheating, forging, and terrorizing victims of tragedies.

In each country we have the same type of criminals. Why does justice, why does politics not stop them? It is an outraging shame that such criminals still are free to terrorize victims and their families.

All the victims of violence are not in a position like Lord *, to defend themselves, and to fight back.

All the victims are NOT supported by media, by politics, by justice, to turn down the violence of the criminals. Do we have a class system, where the normal people do not count, are zero, worth nothing?

It is a damned shame, and we must stop it.

“The Sober Witness”

Thursday, June 14th, 2012

Als ich ins Internet kam, fiel mir seinerzeit “The Sober Witness” von Jason Moore auf

http://www.brokenpencilarchive.tuesdayafternoon.net/view.php?id=227

,ein sehr trockener und nüchterner Beobachter. Im Web-Archive beginnt er bei 1996:


http://web.archive.org/web/19961229014556/http://www.sober.com/

Jason Moore hat sich auf Design verlegt und ist dann an eine Uni in Dänemark gegangen. Die Domain sober.com hat er anscheinend verkauft.

Durch “The Sober Witness” ist Jason Moore, nicht nur meiner Meinung nach, eine Web-Legende.

Heute nun schreibt Steffen Meier (Ulmer Verlag) einige interessante Dinge und – wie ich auf den ersten Blick meine – nüchterne Betrachtungen. So schreibt er:

[*quote*]
——————————————————–
Mich persönlich verwundert dabei die, ich sags mal direkt, Hochnäsigkeit
vieler Verlagskollegen den Zielgruppenbloggern da draussen gegenüber.
Vielleicht sind diese Blogs nicht so durchgestylt wie unsere Website,
vielleicht schauen nicht fünf Lektoren über die einzelnen Artikel. Aber
viele davon erreichen mit ihrer Fachkenntniss und ehrlichen Kommunikation
heute schon deutlich höhere Reichweiten als unsere heißgeliebten sterilen,
binnenblickorientierten Web-Auftritte. Das sollte einem vielleicht zu
denken geben, etwas Demut im Umgang beibringen – und den Weg zu wichtigen
Multiplikatoren öffnen.
——————————————————–
[*/quote*]

In dem neuen Artikel sind embedded links, daher bitte das Original lesen:
http://www.akeplog.de/social-media-verlag-setup-steffen-meier-ulmer/

Nachdem immer mehr Zeitungen Blogs ihrer Mitarbeiter haben, könnte man da nicht sagen, die Zeitungen würden von innen heraus umgekrempelt auf das gleiche, was in der Umgebung (im WWW) schon vorhanden ist? Haben die Mitarbeiter-Blogs eventuell schon höhere Reichweiten als die regulären Artikel?

Werden Zeitungs-Blogs – de fakto – Einzelunternehmen, räumlich und finanziell verwaltet von einem Verlag?

Eine Zeitung verkauft ein Materialpaket. Das Netz bricht dieses wieder auf in einzelne Items, von Artikeln bis Video-Clips.

Ist ein Verlag eine Markthalle, in der einzelne Kleinstunternehmer ihre Waren anbieten, einschließlich Gauklern und Animateuren?

Stehen diese Verlage in Konkurrenz zu (Web-)Warenhäusern, die ebenfalls ein gemischtes Sortiment haben?

Warum fällt mir dabei DocCheck ein, eine Werbeagentur für Pharma- und Medizinprodukteunternehmen, die bezahlte Artikel kostenlos ins WWW stellt…? Wobei DocCheck es sogar geschafft hat, sich mit dem “password service” in die Funktion eines Zugangskontrolleurs bei anderen Web-Sites zu hieven.

… outet Stalker im Netz

Wednesday, April 25th, 2012

Ariane Friedrich outet Stalker im Netz:

*** http://www.facebook.com/pages/Ariane-Friedrich/147222666604
*** http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/1738796/
*** http://www.arianefriedrich.de/

Es gibt auch andere Stalker, wie ich gerade amüsiert feststellen darf. Ein besonders übles Exemplar, das unter anderem

*** http://promedwatch.blogspot.de/

betreibt, ist dabei an die Falschen geraten:

*** http://kidmed.org/1062/homoopathie/homoopathen-besinnen-sich-auf-alte-traditionen-claus-fritzsche-curt-kosters-und-die-nazis/

Jener Kriminelle, der bei YouTube die Stalk-Videos hochgeladen hat,

*** http://www.youtube.com/user/PeterrHantsen

gibt oben in seinem Profil freimütig diese Domain an:

==> http://zioncrimefactory.com

zu sehen siehe oben rechts im Profile.Diese Domain ist ebenso wie andere verknüpft mit einem Mike Delaney,

*** http://groups.google.com/group/apfn/msg/9e71d4d92cc6c497?dmode=source&output=gplain

auf den auch andere Domains wie

*** http://www.prothink.org
*** http://www.theholohoax.com

registriert sind

Die Verbindungen der Mietmäuler und Stalker zur extrem rechten Szene sind kein bißchen erstaunlich; die Naturheilmafia hat dicke Freunde und Förderer tief im braunen Sumpf – und zu einem nicht unbeträchtlichen Teil ist sie der braune Sumpf.

Meine Mutter…

Monday, April 9th, 2012

Auf dem Spielplatz, im Gras, sitzen zwei kleine Kinder.

“Du, meine Mammi hat mir gegen Krankheiten einen Zettel in die Tasche gesteckt.”

“Ja?”

“Sie ist Magier und macht die Dinge, wie sie sie will”.

“Was steht denn drauf?”

‘Es werde Licht!’

Sie übt noch…”

Homöopathen betrügen ihre Patienten

Wednesday, June 1st, 2011

Die meisten Medien sind im Umgang mit Betrug im Gesundheitssystem blind, insbesondere, wenn die Täter sich als “Naturheilkundler” ausgeben. Um so wichtiger ist das Interview, das der ORF jetzt veröffentlicht.

Prof. Edzard Ernst spricht deutliche Worte und es ist wichtig, daß der ORF dies in einer klaren und eindeutigen Überschrift seinen Zuschauern und Lesern weitergibt: “Homöopathen betrügen ihre Patienten”.

[*quote*]
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“Homöopathen betrügen ihre Patienten”

Der Deutsche Edzard Ernst gilt als profiliertester Kritiker der Homöopathie. 1993 hat er in England den weltweit ersten Lehrstuhl für Komplementärmedizin eingenommen. Knapp vor seiner Pensionierung zieht er nun ein Resümee: Zahlreiche Studien hätten bewiesen, dass Homöopathie für sich genommen keine Wirkung hat.

Placeboeffekte und die soziale Zuwendung des Arztes zum Patienten würden zwar einen Teil der positiven Auswirkungen erklären, seien aber kein Argument für diese alternativmedizinische Methode. Schließlich würden sie auch in der konventionellen Medizin eine Rolle spielen.

Anlässlich einer “Skeptiker”-Konferenz in Wien greift Ernst gegen Ende seiner Karriere noch einmal tief in die Kiste seiner Erfahrungen – und erzählt in einem science.ORF.at-Telefoninterview auch, warum ihm der Wiener Hang zu Intrigen das Fürchten beigebracht hat.
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[*/quote*]

Das Interview finden Sie hier:
http://science.orf.at/stories/1683407/
.

doctores – con oro’s causa: Titel-Betrug in Deutschland als florierender Erwerbszweig

Monday, May 16th, 2011

Titel-Wahn und kommerziell betriebene, vorsätzliche Hochstapelei sind besonders in der Medizin festzustellen. Wie krass es da zugeht, zeigt der Fall Donsbach, bei dem noch über 20 Jahre, nachdem der Kerl mit seinen Betrugen aufflog, sich die Leute immer noch mit den bei ihm gekauften Titeln schmücken, darunter auch Täter aus Deutschland:

http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=5413

Title-Mills gibt es inzwischen auch in Deutschland. Weder Politik noch Justiz greifen ein, und schon gar nicht durch.

Konnte man noch vor einigen Jahren über einen “Doktor der Unsterblichkeit” lachen (der wurde erwischt, aber, soweit ich mich erinnere, wegen des abstrusen Titels nicht verurteilt), packt Einen das nackte Entsetzen, wenn an einer deutschen Universität (!) Geistheilerei und anderes Narrenzeug promoviert wird und dann als “Herr Doktor” in der Arztpraxis vor Einem steht.

http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6486

Dagegen sind selbst Guttenberg und Co. harmlose Anfänger und Dilettanten.

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