Satire « Folia lib.
Buchstabensalat, wohlangerichtet
Sunday 10 July 2016 @ 7:32 am

Liebe Freunde,

es ist Sonntag und wir lauschen und lesen Kunstfiguren, die – mit bunten Bildern garnierend – über die Last des Lebens erzählen. Es sind auch Radfahrer darunter.

Gar schwer ist die Bürde der Tage, unerträglich ihre Zahl – aber irgendwie kriegt man sie rum. So oder so.

Das Dumme bei der Sache ist: Wir haben bloß ein bißchen mehr als 2 Dutzend Buchstaben. Die zirkulieren, kehren immer wieder. Bei der Genetik ist es noch schlimmer. Was sich DA alles wiederholt …

Und doch, mal ein paar Buchstaben anders hier, ein paar dort, schon entstehen neue Wörter. Das ist die Kunst. Davon kann man leben.

Das Dumme bei der Sache ist: Soviele Wörter gibt es nun auch wieder nicht, selbst wenn man sie mit Anleihen aus dem Ausland anreichert, ihnen mehrere Bedeutungen gibt – oder sie verhunzt. Ja, das kommt auch vor, das muß man ehrlich zugeben.

So baut man denn Sätze, nach diesen oder jenen Regeln, die über den Haufen zu werfen auch schon eine Kunst in sich ist. Damit ist man dann auch lange beschäftigt. Und das ist gut so. Davon kann man leben.

Bis jetzt. Außer den biologisch angereicherten und wieder abbaubaren Körpern mit mindestregelwerkbasierter Steuerung gibt es elektrische, von den ersteren gebaut. Die können das alles auch. Die ersteren nennt man Menschen, die zweiten Roboterjournalisten. Es gibt noch eine Zwischenstufe, die, solange die ersteren an den Regelwerken für die zweiten basteln, noch eine Nischenexistenz führen. Das ist Kunst. Die Kunst eine Kunst als Kunst zu betreiben, die Kunst, Buchstaben zu sortieren, umzusortieren, Wörter und Sätze zu bauen, umzubauen, und, das ist erst recht Kunst, wie in der Genetik immer wieder fremde DNA (direkte nette Ausleihen) einzufügen. Es ist Kunst.

So sind wir des Sonntags hier und hören und lesen immer wieder die selben Buchstaben – aus vergilbten Blättern, die längst von Bits im Computer ersetzt sind, die sich auch immer und immer wiederholen. Warum? Setzen wir doch an unsere Stelle Blechgestalten, die sich statt uns die Wiederholungen anhören und anlesen, die ihnen andre Blechgestalten vorlesen, die sie irgendwo ausgeliehen, neu zusammengemischt und kunstvoll, auf ihre Weise, hintereinandergereiht haben. Buchstaben, Wörter, Sätze. Sie haben viel Zeit – im Gegensatz zu uns, denen der Sonntag schon wieder entgleitet, dem Montag zu…

Dort unten ist Milano…

http://www.nzz.ch/feuilleton/medien/plagiate-in-weltwoche-und-reportagen-tom-kummers-unlautere-textcollagen-ld.104200
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Grüße aus der Gutenberg-Galaxis
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Die Kunst, die Nerven zu bewahren
http://timesofindia.indiatimes.com/tech/tech-news/Avaya-to-launch-Slate-chatbot-by-year-end/articleshow/52967685.cms

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Ist das ein Varoufakis, ein Böhmermann,
Wednesday 29 April 2015 @ 9:58 am

… oder ist das ein ZDF?:

https://pbs.twimg.com/media/CDwMM2pWIAEVA-l.jpg:large

http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/38149810/1/data.pdf

via
https://twitter.com/danielmack/status/593008726719750144
.

Ich meine, das Ding SOLL ja echt aussehend sein…
.

Grüße an der Googleberg-Galaxis [1]

[1] http://wahrheitskrieger.blogspot.de/

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Man muß auch schweigen können!
Tuesday 21 April 2015 @ 3:47 pm

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http://meedia.de/2015/04/13/ganz-boese-doppelseite-beim-thema-hsv-fehlen-selbst-der-mopo-redaktion-mittlerweile-die-worte/

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[*] Zitat aus “Fisches Gesang”, nach Gehör

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3D-Drucken
Friday 14 March 2014 @ 3:46 pm

3D-Drucken ist doch bloß miniaturisiertes Lego.

3-D-printing is only miniaturized Lego.

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Handschuhe für Alle?
Thursday 3 January 2013 @ 7:41 am

Schreibt schneller, und Euch wird warm werden!

Im Mittelalter der Burgen waren es auch nur 14 Grad. Falls. Der Begriff “Hausmantel” kommt doch nicht von ungefähr. Die alten Bilder, Herr Spitzweg’s Poet ist nur einer der Bemützelten, zeigen: früher fror es sich besser. Und es ist auch so natürlich. Abhärtung, Gevatter Kneipp’s originelle Idee, auch in der heimischen Wohnung. Und, natürlich, am Arbeitsplatz. Wozu Kohlen mitbringen (alte deutsche Büroordnung, wohlgemerkt!), wenn sich durch schnelleres Arbeiten der Energieausgleich viel effizienter erreichen läßt?

    [*quote*]
    ——————————————————-
    Kosten-Explosion!
    Erste Firma dreht Heizung runter
    Arbeiter müssen mit 16 Grad auskommen
    03.01.2013 – 16:07 Uhr
    Von ALBERT LINK (Rom)
    […]
    Italien diskutiert über die höchst ungewöhnliche Sparmaßnahme einer Firma bei Turin, die ihren Hauptsitz im Badischen hat: Mit einer Absenkung der Arbeitstemperatur von 18 auf 16 Grad will der ins Trudeln geratene Auto-Zulieferer „Neumayer Tekfor“ Heizkosten einsparen.
    ——————————————————-
    [*/quote*]

mehr:
http://www.bild.de/geld/wirtschaft/euro-krise/firma-dreht-heizung-runter-rettet-jobs-27943506.bild.html

Schreibt schneller, Genossen, sonst geht der Bürogummibaum ein!




“Die Sondernutzung der deutschen Sprache durch Beamte sollte verboten werden.”
Wednesday 5 December 2012 @ 6:31 am

Der Journalist WOLF SCHNEIDER

Wolf Schneider ist ein sehr munterer Journalist, der mit der “Süddeutschen Zeitung” eine Reihe von Videos gemacht hat, die ich gestern bei YouTube entdeckt habe. Inzwischen ist er 87 – und kein bißchen leise. Sein neues Buch ist von Mitte des Jahres, siehe Video am Ende der Liste.

“Die Sondernutzung der deutschen Sprache durch Beamte sollte verboten werden. Dabei ist es doch so einfach, verstaubte Ausdrücke in frisches Deutsch zu verwandeln. Wir verraten Ihnen wie – im Sprach-Videoblog von Wolf Schneider”

Zuwiderhandlung – unerlaubt!
http://www.youtube.com/watch?v=Ed3WPd1XYr0

Speak Schneider! (1): In Teufelins Küche
http://www.youtube.com/watch?v=PKnZwncYHPQ

Speak Schneider! (2): Liebe Deutschlehrer!
http://www.youtube.com/watch?v=Myj4ysTNazI

Speak Schneider! (3): Im Fokus der Bratkartoffel
http://www.youtube.com/watch?v=1RwlldeI4qI

Speak Schneider! (4): Benzin schmeckt nicht
http://www.youtube.com/watch?v=9ttdvzW1nL4

Speak Schneider! (5): Auf den Leim gegangen
http://www.youtube.com/watch?v=XNnfJc9Lme8

Speak Schneider! (8): Besorgte Terroristen
http://www.youtube.com/watch?v=S5mPEYIFlfs

Speak Schneider! (9): Liebe Blogger
http://www.youtube.com/watch?v=JD3SeSic39k

Speak Schneider! (10): Scherzkekse vom Wetteramt
http://www.youtube.com/watch?v=KtW_5B7uFOU

Speak Schneider! (18): So ist er, der Sommer
http://www.youtube.com/watch?v=llTId4d2w9E

Speak Schneider! (20) – Das hält ja keiner aus
http://www.youtube.com/watch?v=_-g5S54QHDc

Speak Schneider! (21) Selbstverwirklichung – wirklich?
http://www.youtube.com/watch?v=ZCV4fvQWNGw

Die Medien bitten zur Kasse
http://www.youtube.com/watch?v=htKXspcKli4

Zuwiderhandlung – unerlaubt!
http://www.youtube.com/watch?v=Ed3WPd1XYr0

Speak Schneider! (20) Vergesst die Balance!
http://www.youtube.com/watch?v=62ujwU8LjCg

Wolf Schneider
http://www.youtube.com/watch?v=B5yf9iBhNzk

Wolf Schneider Summerschool 2011
http://www.youtube.com/watch?v=RTVUSdEbAi4

Wolf Schneider über “Schweinegrippe-Journalismus”
http://www.youtube.com/watch?v=KrookwRhy24

Speak Schneider ! – Schöner leiden
http://www.youtube.com/watch?v=WiK9FK2Eb7g

Lob der Beleidigung!
http://www.youtube.com/watch?v=ZIPzrbAPpxA

Autor Wolf Schneider | NDR Talkshow
http://www.youtube.com/watch?v=A13eU-dbW68
“Published on Jul 23, 2012
Der Journalist Wolf Schneider ist Koryphäe, Sprachkritiker und
Sprachstillehrer – und ehemaliger NDR Talk Show Moderator.
Nun erscheint sein Buch “Die Wahrheit über die Lüge””

Ein kleine, aber sehr gut gewürzte Hommage an Wolf Schneider:

“Die Wahrheit
Auf dem Speakwalk
11.05.2012
Die neue Kollektion des Sprachzaren Wolf Schneider. von Leo Fischer”

http://www.taz.de/!93136/




In der Küche des Verfassungsrichters
Thursday 2 August 2012 @ 11:05 am

Ein Journalist wurde eine der Zutaten.




Meine Mutter…
Monday 9 April 2012 @ 5:17 am

Auf dem Spielplatz, im Gras, sitzen zwei kleine Kinder.

“Du, meine Mammi hat mir gegen Krankheiten einen Zettel in die Tasche gesteckt.”

“Ja?”

“Sie ist Magier und macht die Dinge, wie sie sie will”.

“Was steht denn drauf?”

‘Es werde Licht!’

Sie übt noch…”




Amtsverunmöglichung, die
Sunday 26 February 2012 @ 6:55 pm

Ich lese mit Staunen die “Zeit”. Die Medien, hatte ich neulich mitbekommen, wird gesagt, hätten eine Rolle übernommen, die ihnen nicht zusteht: die einer öffentlichen Macht. Aha. Hätten wir also Legislative, Judikative, Exekutive, Lobbykative, und jetzt noch Journikative.

Die Gewalten im Staat, wurde tief in meiner finsteren Jugend in der Schule für das Gemeine Volk gelehrt, seien unabhängig und würden sich gegenseitig überwachen.

In der “Zeit” steht jetzt (ZEIT, 9/2012) unter dem Titel “Keine Frage der Ehre” (“Ex-Bundespräsident Christian Wulff soll seinen Ehrensold bekommen – das Ende seiner Karriere ist Strafe genug”, von Heinrich Wefing):

[*quote*]
—————————————————————–
Natürlich war Christian Wulffs Rücktritt ein politischer Akt. Er hat auf sein Amt nicht aus persönlichen Motiven verzichtet, etwa weil er sich der Rosenzucht verschrieben hätte oder auswandern wollte, sondern weil er von Vorwürfen derart umstellt war, dass er seine Aufgaben als erster Repräsentant der Republik nicht mehr erfüllen konnte, im Inland nicht und auch im Ausland, wie seine letzte Reise, der Staats besuch in Italien, drastisch gezeigt hat.
—————————————————————–
[*/quote*]

Ins Lexikon des gehobenen deutschen Staatsbürgertums wäre also aufzunehmen:

Amtsverunmöglichung, die

sowie die eingehende Analyse, ob sie heilbar, eine berufsbedingte Krankheit, und auch, ob sie auf Krankenschein zu behandeln wäre.

Lothar Späth’s früher Befund (1988!)

“Uns geht’s gut. Und wem’s schlecht geht,
dem geht’s schlecht auf hohem Niveau.”

(Lothar Späth, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13527237.html)

wird heute von der Journikative mitgetragen:

[*quote*]
—————————————————————–
Tag für Tag muss der Ex-Bundespräsident nun mit seiner Frau in dem
Eigenheim leben, das ihm das eigene Scheitern vor Augen führt.
—————————————————————–
[*/quote*]
(ZEIT, 9/2012)

Die Gewalten im Staat, wurde tief in meiner finsteren Jugend in der Schule für das Gemeine Volk gelehrt, seien unabhängig und würden sich gegenseitig überwachen.

Nein, sie sitzen mit am Fürstentisch!

—–
[http://www.ariplex.com/gbb/gbb_020.htm]




Mit einer Kolibri-Feder Beton zu spalten
Sunday 26 February 2012 @ 6:43 pm

Mit einer Kolibri-Feder Beton zu spalten, ist schwer, und es gelingt mir oft nicht, denn, kaum daß die Feder den Beton berührt hat. zerfällt er schon zu Staub.

Vielleicht bin ich zu ungestüm.

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Michael Moore’s neuer Dokumentarfilm über den 2. Weltkrieg
Wednesday 22 June 2011 @ 3:52 am

Michael Moore hat einen neuen Dokumentarfilm über den 2. Weltkrieg. Nicht der Michael Moore von heute, sondern der Michael Moore von heute als der Michael Moore von damals.

Der Dokumentarfilm über den Dokumentarfilm:




Verschweigen wir denn auch nicht, daß…
Monday 16 August 2010 @ 6:52 am

Eine Studie zu publizieren ist eine Sache mit Ehre. Das Image des Autors wird mit jeder weiteren Publikation verschönert. Interessant ist nun, wie das Image von Autoren dazu führt, daß sie publiziert werden. Wobei das dem Medium und erst recht dem Verlag wenig Ehre bereitete.

Der wichtigste Satz des Kommentars ist kurz. Er lautet:

[*QUOTE*]
The authors of the original source material — Mark, Matthew and Luke — could not be reached.
[*/QUOTE*]

Diese drei Herren sind die Erstautoren. Vielleicht erhellt es die Lage ein wenig, ihre gebräuchlichen Namen zu nennen: Markus, Matthäus und Lukas. Zusätzlich noch der Hinweis, daß dies augenscheinlich ihre bekannten Namen sind. Die nähere Familienzuordnung zu nennen ist unüblich.

Markus, Matthäus und Lukas als Erstautoren wurden in einer Analyse genannt. Weise wäre es gewesen, sie vor Veröffentlichung zu befragen. Doch man begnügte sich mit dem Lesen ihrer Berichte.

Vielleicht erhellt es die Lage ein wenig, ihre Berichte Berichte zu nennen und nicht Studie. Erwähnen sollte man auch, daß die originalen Papiere der drei Herren verschollen sind, so die denn je in Schrift existiert haben sollten. Die Berichte, das muß also gesagt werden, wurden kolportiert, von Personen, deren Werke wiederum kolportiert wurden. Information nicht aus erster Hand und nicht aus zweiter, vielmehr waren die Analytiker die letzten in einer langen Reihe. Verschweigen wir denn auch nicht, daß diese Reihe 2000 Jahre brauchte von den Erstautoren zu den Analytikern.

Die Analytiker gaben sich die Ehre, die Werke der Erstautoren zu lesen und daraus ihre Schlüsse zu ziehen. Diese wurden dann veröffentlicht in einem wissenschaftlichen Journal, woraus diese Veröffentlichung Ehre bringen sollte. Allein, dem war nicht so, das Werk wurde zurückgezogen. Warum, das berichtet Ivan Oransky, ein Redakteur einer Nachrichtenagentur:

http://retractionwatch.wordpress.com/2010/08/12/the-shroud-of-retraction-virology-journal-withdraws-paper-about-whether-christ-cured-a-woman-with-the-flu/
.

Der Berichterstatter dieses ist gleichwohl auch in einer Kette, beginnend mit Ivan Oransky, mittels P.Z. Myers, sowie cohen in esowatch.com; es sind auch ihm wie den Analytikern die Erstautoren leider nicht zu einer Stellungnahme verfüglich über die Eigenschaften jenes Virus, das sich unkörperlich, rein geistig, obwohl völlig ohne Geist, seit 2000 Jahren auf der Erde verbreitet und in dieser Zeit seiner Existenz mehr Tote hinterließ als alle anderen Infektionskrankheiten.




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