Satire | Folia lib.
Meine Mutter…
Monday 9 April 2012 @ 5:17 am

Auf dem Spielplatz, im Gras, sitzen zwei kleine Kinder.

“Du, meine Mammi hat mir gegen Krankheiten einen Zettel in die Tasche gesteckt.”

“Ja?”

“Sie ist Magier und macht die Dinge, wie sie sie will”.

“Was steht denn drauf?”

‘Es werde Licht!’

Sie übt noch…”




Amtsverunmöglichung, die
Sunday 26 February 2012 @ 6:55 pm

Ich lese mit Staunen die “Zeit”. Die Medien, hatte ich neulich mitbekommen, wird gesagt, hätten eine Rolle übernommen, die ihnen nicht zusteht: die einer öffentlichen Macht. Aha. Hätten wir also Legislative, Judikative, Exekutive, Lobbykative, und jetzt noch Journikative.

Die Gewalten im Staat, wurde tief in meiner finsteren Jugend in der Schule für das Gemeine Volk gelehrt, seien unabhängig und würden sich gegenseitig überwachen.

In der “Zeit” steht jetzt (ZEIT, 9/2012) unter dem Titel “Keine Frage der Ehre” (“Ex-Bundespräsident Christian Wulff soll seinen Ehrensold bekommen – das Ende seiner Karriere ist Strafe genug”, von Heinrich Wefing):

[*quote*]
—————————————————————–
Natürlich war Christian Wulffs Rücktritt ein politischer Akt. Er hat auf sein Amt nicht aus persönlichen Motiven verzichtet, etwa weil er sich der Rosenzucht verschrieben hätte oder auswandern wollte, sondern weil er von Vorwürfen derart umstellt war, dass er seine Aufgaben als erster Repräsentant der Republik nicht mehr erfüllen konnte, im Inland nicht und auch im Ausland, wie seine letzte Reise, der Staats besuch in Italien, drastisch gezeigt hat.
—————————————————————–
[*/quote*]

Ins Lexikon des gehobenen deutschen Staatsbürgertums wäre also aufzunehmen:

Amtsverunmöglichung, die

sowie die eingehende Analyse, ob sie heilbar, eine berufsbedingte Krankheit, und auch, ob sie auf Krankenschein zu behandeln wäre.

Lothar Späth’s früher Befund (1988!)

“Uns geht’s gut. Und wem’s schlecht geht,
dem geht’s schlecht auf hohem Niveau.”

(Lothar Späth, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13527237.html)

wird heute von der Journikative mitgetragen:

[*quote*]
—————————————————————–
Tag für Tag muss der Ex-Bundespräsident nun mit seiner Frau in dem
Eigenheim leben, das ihm das eigene Scheitern vor Augen führt.
—————————————————————–
[*/quote*]
(ZEIT, 9/2012)

Die Gewalten im Staat, wurde tief in meiner finsteren Jugend in der Schule für das Gemeine Volk gelehrt, seien unabhängig und würden sich gegenseitig überwachen.

Nein, sie sitzen mit am Fürstentisch!

—–
[http://www.ariplex.com/gbb/gbb_020.htm]




Mit einer Kolibri-Feder Beton zu spalten
Sunday 26 February 2012 @ 6:43 pm

Mit einer Kolibri-Feder Beton zu spalten, ist schwer, und es gelingt mir oft nicht, denn, kaum daß die Feder den Beton berührt hat. zerfällt er schon zu Staub.

Vielleicht bin ich zu ungestüm.

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Michael Moore’s neuer Dokumentarfilm über den 2. Weltkrieg
Wednesday 22 June 2011 @ 3:52 am

Michael Moore hat einen neuen Dokumentarfilm über den 2. Weltkrieg. Nicht der Michael Moore von heute, sondern der Michael Moore von heute als der Michael Moore von damals.

Der Dokumentarfilm über den Dokumentarfilm:




Verschweigen wir denn auch nicht, daß…
Monday 16 August 2010 @ 6:52 am

Eine Studie zu publizieren ist eine Sache mit Ehre. Das Image des Autors wird mit jeder weiteren Publikation verschönert. Interessant ist nun, wie das Image von Autoren dazu führt, daß sie publiziert werden. Wobei das dem Medium und erst recht dem Verlag wenig Ehre bereitete.

Der wichtigste Satz des Kommentars ist kurz. Er lautet:

[*QUOTE*]
The authors of the original source material — Mark, Matthew and Luke — could not be reached.
[*/QUOTE*]

Diese drei Herren sind die Erstautoren. Vielleicht erhellt es die Lage ein wenig, ihre gebräuchlichen Namen zu nennen: Markus, Matthäus und Lukas. Zusätzlich noch der Hinweis, daß dies augenscheinlich ihre bekannten Namen sind. Die nähere Familienzuordnung zu nennen ist unüblich.

Markus, Matthäus und Lukas als Erstautoren wurden in einer Analyse genannt. Weise wäre es gewesen, sie vor Veröffentlichung zu befragen. Doch man begnügte sich mit dem Lesen ihrer Berichte.

Vielleicht erhellt es die Lage ein wenig, ihre Berichte Berichte zu nennen und nicht Studie. Erwähnen sollte man auch, daß die originalen Papiere der drei Herren verschollen sind, so die denn je in Schrift existiert haben sollten. Die Berichte, das muß also gesagt werden, wurden kolportiert, von Personen, deren Werke wiederum kolportiert wurden. Information nicht aus erster Hand und nicht aus zweiter, vielmehr waren die Analytiker die letzten in einer langen Reihe. Verschweigen wir denn auch nicht, daß diese Reihe 2000 Jahre brauchte von den Erstautoren zu den Analytikern.

Die Analytiker gaben sich die Ehre, die Werke der Erstautoren zu lesen und daraus ihre Schlüsse zu ziehen. Diese wurden dann veröffentlicht in einem wissenschaftlichen Journal, woraus diese Veröffentlichung Ehre bringen sollte. Allein, dem war nicht so, das Werk wurde zurückgezogen. Warum, das berichtet Ivan Oransky, ein Redakteur einer Nachrichtenagentur:

http://retractionwatch.wordpress.com/2010/08/12/the-shroud-of-retraction-virology-journal-withdraws-paper-about-whether-christ-cured-a-woman-with-the-flu/
.

Der Berichterstatter dieses ist gleichwohl auch in einer Kette, beginnend mit Ivan Oransky, mittels P.Z. Myers, sowie cohen in esowatch.com; es sind auch ihm wie den Analytikern die Erstautoren leider nicht zu einer Stellungnahme verfüglich über die Eigenschaften jenes Virus, das sich unkörperlich, rein geistig, obwohl völlig ohne Geist, seit 2000 Jahren auf der Erde verbreitet und in dieser Zeit seiner Existenz mehr Tote hinterließ als alle anderen Infektionskrankheiten.




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