Archive for the ‘ZweiNull’ Category

Dashcamismo!

Friday, July 22nd, 2016

Phase 1: Als in den fernen Weiten im Osten, irgendwo ganz weit draußen, ein Meteorit herunterflog und explodierte, daß die Fensterscheiben zerbarsten, spätestens da begann die Aera der Dash-Cams: kleine Kameras, die aus dem Auto heraus die Straße filmen.

Phase 2 folgte ebenfalls bewegt, als “action-cam”: an Fahrradlenkern und auf dem Kopf mit Bändern befestigt.

Nun kommt Phase 3: Action-Cam, am Kopf getragen, mit ständiger Verbindung über das Handy.

Das Handy als solches ist zu klobig und zu schwer, und man hat die Hände nicht frei und – natürlich – man hat es in der Hosentasche, während gerade “etwas” passiert. Nein, Kamera am Kopf, das muß sein. Alles, was der Mensch sieht, sieht die Kamera auch. Und sie zeichnet alles sofort auf, vollautomatisch, ohne weiteres Zutun; die Welt ist der ständige Begleiter und sieht zu. Die Welt hört und sieht alles.

Natürlich, das gibt es schon längst, als Ausstattung von Reportern. Genau das wird es wieder sein. Grundausrüstung für Citizen-Reporter. Allzeit bereit!

Wer sollte so etwas tun? Verlage natürlich, die auf der Suche nach neuen Geldquellen neue Nachrichtenquellen anzapfen müssen – und sich neue erschaffen müssen.

Was kostet eine Action-Cam? Nicht viel. Für einen solventen Verlag ist es also kein Problem, 100 “Volksreporter” damit auszustatten. Die Werbewirkung alleine durch die Startaktion hat es in sich und steigert die Auflage bzw verhindert das weitere Absinken.

Und dann will Jeder so eine haben. Der Verlag sammelt und sortiert die eingehenden Videos und wirft sie in Massen auf seinen Server. Die Menge machts. Eines der Videos wird es bringen. Je mehr Videos man hat, desto größer die Wahrscheinlichkeit eines geldbringenden Zugmagneten.

Die Welt der Clip-Junkies. Wer braucht da noch echte Journalisten?

Das ist das Ende. [1]
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Aber, ist man ehrlich, ist DAS schon seit Jahrzehnten abzusehen. In der Filmbranche werden Filme nicht nach Qualität gemacht, sondern der Inhalt ist für ein blödes Publikum gemacht. Das einzige was zählt, sind verkaufte Kinokarten und Umsatz mit Merchandizing und Einsatz für Werbezwecke.

Anstatt das Publikum, also “die Öffentlichkeit”, die Bevölkerung, intellektuell anzuheben, ihr Wissen zu geben, verfiel die Filmbranche in immer primitivere Verhaltensschemata-Automaten, die die Gesellschaft prägten, also noch weiter verblödeten.

Gute Filme haben heute keine Chance, weil das Publikum sie gar nicht mehr versteht.

Ein Beispiel: “The Prisoner” [2] “The Prisoner” hat den Massenmarkt völlig verfehlt. Vor fast 50 Jahren: 1967-1968.

Volksverblödung ist kein neues Phänomen, sondern zwangsläufige Folge davon, daß nur die Geldmasse als Kriterium zählt.

Die neuen Eliten, sie werden Eliten sein, kleine Kreise und Gesellschaften, und immer anonymer und versteckter im Hintergrund agieren. Denn sie sind in Gefahr. Wer einen Kopf hat, wird um diesen kürzer gemacht…
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I am not a number. I am a free man.
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[1]
STEFAN NIGGEMEIER
“BREAKING NEWS
Das Ende des Nachrichtenfernsehens, wie wir es kennen”
http://uebermedien.de/6819/das-ende-des-nachrichtenfernsehens-wie-wir-es-kennen/

[2]
“The Prisoner
I am not a number. I am a free man”
http://www.portmeirion-village.com/visit/the-prisoner/

“Patrick McGoohan: The spy who started it all”
http://www.latimes.com/entertainment/tv/showtracker/la-et-st-the-prisoner-20140426-story.html

Kriegsgewinnler und ihre Folgen

Sunday, September 20th, 2015

Als ich bei Turi2 die Überschrift

sehe, ist meine erste Reaktion “Wie hält man einen Chefredakteur?” [1]

Na gut, der menschliche Zoo ist groß… [2]

Und es ist Freitag, ich bin müde, und ich habe wahrscheinlich die TAZ mal wieder völlig falsch verstanden…

Für sein Aussehen kann man nichts, für das Foto

aber schon. Und für Chef und -redakteure…

Und für Strafanzeigen…


Da kann der SWR hier gleich mächtig nachlegen:

Kostprobe:


    [*quote*]
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    Benjamin Adam Klein @BenjaminAdam_T

    @SteinbachErika du verwöhnte reiche politiker schlampe lauf du erst mal zu fuß in ein fremdes land ohne essen,trinken,geld usw.
    ———————————————————–
    [*/quote*]
    (https://twitter.com/BenjaminAdam_T/status/644170918743408640)

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Es ist nie geklärt worden, wie es dazu kommen konnte, daß Kohl, Schröder und Merkel gewählt werden konnten. Das Ausland, welches sich über die deutsche “Politik” gelinde gesagt “wundert”, könnte durch die neuen Entwicklungen eine Erklärung haben: wie gewisse Indianerstämme Amerikas haben auch die Stammdeutschen einen Hang, Irrsinn und Irren devot, untertänig und ergeben zu huldigen. [6]

Was uns zu unserer nächsten Epoche im deutschen Journalismus führt: deutsche Ausgaben der deutschen Zeitungen für Ausländer. [3]

Bekommen wir jetzt nach der Anti-Pegida-Lügenpresse das Nachfolgemodell “Anti-Realismus”? Hat der deutsche Journalismus denn gar nichts gelernt aus seiner erst kürzlichen Bruchlandung? Das Abfeiern von -ismus-Wellen ist kein Journalismus, sondern eine Heilpraktiker-mäßige [10] Joint-Action, ein Hit-Klicks-Endorphin-Rausch der Nullhirn-Klasse.

Ist Niemandem bewußt, daß die USA einen Zaun als Schutz gegen die illegalen Einwanderer aus Mexico gezogen haben? Es gibt sogar Kinofilme über die Situation. Die wurden sogar schon im deutschen Fernsehen gezeigt. SCHON VOR JAHREN!

Eine Lektion in Statistik:

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Grüße vom Balkan [9] [11]

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[1]
Wie hält sich die Industrie ein Magazin?
http://www.wuv.de/medien/3_von_10_ruegen_presserat_nimmt_sich_focus_online_vor

[1b]
“Focus” lügt den Lesern die Hucke voll:
“Die wichtigsten Infos über Homöopathie auf 32Seiten
Warum Homöopathie wirkt”
http://pdf.focus.de/focus-online-homoeopathie.html

[2]
“Die unfeinen Tischsitten des Kai Diekmann”
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7268

[3]
Deutschland für Deutsche, geschrieben von fremdstämmigen Journalisten [4] [7]

[4]
Als Alien darf ich das sagen. [5]

[5]
Ach du je! Die “Zeit” im Blog-Design! [6]
http://www.zeit.de/index

[6]
Keine Ruhmestat
http://www.zeit.de/kultur/2015-09/fluechtlinge-ressentiment-kiyaks-deutschstunde

[7]
Kindermörder-TV
“Impfen? Wir nicht!” [8]

https://www.youtube.com/watch?v=g_ABVPgPQo4

[8]
“Flüchtlinge kippen Gesundheitssystem”
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=8666

[noin]
Ach, hol’s der Tippfehler!
http://www.wuv.de/marketing/berlin_huawei_blamiert_sich_mit_mega_plakat

[10]
“29 Heilpraktiker und Homöopathen machen Kurzurlaub im Jenseits”
“Herumtorkelnde Heilpraktiker lösen Großeinsatz aus”
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=8658

[11]
Und DAS in doppeltem Sinn!

—–
Kriegsgewinnler und ihre Folgen…
“Fremdarbeiter für die Heimatfront!”
http://ariplex.com/folia/archives/1278.htm

Ist das ein Varoufakis, ein Böhmermann,

Wednesday, April 29th, 2015

“Arrogance is the worst (and most dangerous) trait a Dr can have. This blog by @GeorgeJulian shows why…”

Sunday, August 10th, 2014

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@GeorgeJulian allowed me to quote her blog text. I copy it here, so that it will be seen by more people than if it were on only one place in the Net.

    http://georgeblogs.wordpress.com/2014/08/06/the-blackest-of-wednesdays/
    [*quote*]
    ————————————————–
    The blackest of Wednesdays
    August 6, 2014 George Julian

    It was five years ago today, yet I remember nearly every bit of it as though it was yesterday. I can recall his name, his walk or rather his strut, his voice and his manner, perhaps one blessing in disguise is that I can’t remember his face. It’s odd that but I often wonder whether our brains are clever enough to protect us from a lifetime of searching. I can remember how insignificant this young doctor made me feel, how frustrated and unheard, how desperate and futile. He reduced me by his arrogance, his absolute refusal to listen, his lack of humility or awareness, his performance perhaps designed as much to convince himself as anyone else.

    Five years ago, Wednesday 5 August 2009 my Dad nearly died. In the end it was another 3 years, 3 months and 10 days until Dad did die, but five years ago today was our nearest miss. I don’t want to focus on the specifics of Dad’s situation because the reason I share it is in the hope that some learning may come of it! However, as context, Dad had been diagnosed with cholangiocarcinoma, bile duct cancer, a very rare cancer in Sept 2007. I’ve written elsewhere on this blog about the amazing treatment Dad received, he was diagnosed in less than two weeks, admitted to our local hospital Torbay, and transferred for specialist treatment inPlymouth, at Derriford, as soon as possible. Dad spent months in Derriford, no exaggeration. He initially had drains fitted to drain off the build up of bile, he then had a 12 hour liver resection op in January 2008 to remove the tumour (we hoped), a month long stay as an inpatient followed with a side order of MRSA. Dad got home and started his first lot of chemo in late Spring 2008, but he quit that early so the blisters on his feet would heal in time for him to walk my little sister down the aisle that summer.

    Fast forward to June 2009 and Dad was in pain, it turned out that an abscess had formed under his scar. Immediate surgery followed and he was home being looked after by the District Nurses within a week. No sign of the MRSA, or any tumour activity, relief all round. July 2009 saw the emergence of swine flu, a quick google image search for ‘swine flu newspaper’ produces these gems:

    screenshot from 'George blogs' showing newspaper frontpages concerning swine flu
    http://georgeblogs.files.wordpress.com/2014/08/screenshot-2014-08-06-08-53-49.png?w=595&h=317
    Screenshot 2014-08-06 08.53.49

    Remember it? When Dad felt ill again in July, lethargic and generally groggy one of the first things the GP tested for was swine flu, it came back negative. Dad carried on, making no fuss, took a course of antibiotics and that was that, until a few weeks later things got worse and we called the GP first thing that Wednesday. Dad was having rigors (not as scary as they look, extreme shivers, almost like a fit and sweltering temperature), it wasn’t the first time he’d had them but it was often an indicator that something was seriously wrong and he was fighting infection. The GP decided the best place for Dad was hospital and he called to arrange an ambulance. The ambulance crew were brilliant, taking Mum with Dad and I followed on behind in my car. A&E was busy, Dad spent about an hour or so in the corridor before a nurse ran through a checklist of symptoms and directed us to an isolation room. It was sweltering and close and stuffy that day and we were told to wait in this room, the three of us, and not prop the door open. We were so used to Dad being in isolation due to his experiences with MRSA that we didn’t think anything of it. Another hour and a half passed, Dad’s rigors got worse, sweat was dripping off him (and Mum and I weren’t exactly comfortable) and in the end I couldn’t wait any longer, you get to a point where you think you’ve been forgotten (on this occasion I don’t think we had, but you never know) and I couldn’t watch Dad in such discomfort any more, and I could smell that he was toxic.

    I’m no medic but there is a certain smell that comes hand in hand with blood poisoning or sepsis, it isn’t pleasant and once you’ve learned what it is, it’s hard to forget. Oh and once you’ve been in a room barely bigger than a bed with someone giving it off, on a very hot day, for over an hour….you definitely can smell it. I headed for the nurses station, pulse racing, feeling clammy and that low level guilt. No-one likes to complain in hospitals, you’re playing russian roulette, what if you make things worse for your loved on, what if someone else needs the staff’s attention more urgently etc etc. Anyway I asked if anyone would be along to see Dad soon and if I could give him a drink (answer no, until he was seen by a doctor but it shouldn’t be too much longer).

    Twenty minutes later, Dr Strut (*not his real name) walked in. He was about my age, obviously delighted to introduce himself as a Senior House Officer, not the best bedside manner really. Talked to Dad, ignored Mum (and me, but that would have been ok if he’d acknowledged Mum). Dad at this stage was barely awake,which worried me even more, and Dr Strut just kept directing questions at him. Dad did his best to answer and Mum chipped in, he shot her that wary look (he didn’t, but a roll of the eyes wouldn’t have been out of character). I could see us in his eyes immediately, pushy daughter, neurotic wife and clammy patient who doesn’t seem too bothered either way. Dr Strut deigned to allow Mum to answer for and with Dad, he listened to her explanation of what had happened, cutting her short to ask the questions on his checklist (and yes he actually had a clipboard with it on)….have you felt dizzy? Any difficulty breathing? Temperature? He went on and sure enough lots of Dad’s symptoms were similar to swine flu.

    He immediately pronounces that Dad must be taken home, with a course of antibiotics and given TLC. Yup, he actually prescribed ‘TLC – tender loving bloody care’. How rude and how arrogant. What the hell did he think we’d been doing for the last two years? Our tender loving care wasn’t fixing his cancer and it wasn’t going to cure Swine Flu either. At this point I couldn’t stay quiet any longer, ‘Excuse me Dr Strut but Dad has already tested negative for Swine Flu, you can check with the GP, it should be in his notes. I’m really worried that this is something else, he had surgery for an abscess last month. I’m sorry but we can’t take him home like this’.

    So what did Dr Strut do? Check Dad’s surgery site, nope. Check his notes, nope. Call the GP, nope. He summoned all his patient skills training, touched me on my arm (not a welcome invasion of personal space at this point I might add) and said ‘With all due respect, your father is an infection risk and he doesn’t need to be here’.

    Arrrggggggh, he hadn’t heard me, he didn’t listen. I don’t think I’ve ever really heard the phrase ‘with all due respect’ since without thinking of how readily it’s used as cover for ‘with absolutely no respect I’m right and you’re wrong’. Nothing I’d said had made an impression, he was so intent on getting us out of A&E that I could have been talking to myself. After very disturbed sleep at Mum and Dad’s the night before, a frustrating and ultimately pointless morning, I did what all sleep deprived, un-heard, patronised people would do in that situation and promptly burst into tears.

    This flummoxed Dr Strut a little. So he somehow attempts to make it better with ‘I’m sure it must be very difficult for you with your father’s illness, very draining, but I can assure you he doesn’t need to be here’. Again, made it worse, he had no idea how difficult it was or wasn’t for me, he hadn’t engaged with anything I’d said, just rolled off some meaningless assurance, his opinion and what he wanted, us out of there.

    He dismissed himself with a cheery ‘Good Day’, told us to collect the prescription on our way out and reiterated the need for the room. At this point I was beaten, Mum was also close to tears, Dad just wanted the fuss over and didn’t want me upset, so Mum asked me to go get my car. I left the room a dishevelled mess and was half way to the car park when my mobile started ringing and it was Mum. I felt sick all over, what now, what had happened. She told me not to worry, not to get the car but to come back. When I got back to the room in A&E, the door was propped open, Mum had a glass of water, Dad was sat up in bed, clammy and ashen looking but smiling for the first time that day. A female doctor was with them, turns out she’d seen me leave in a state and had asked someone at the nurses’s station who was in the room. She’d then taken it upon herself to look at Dad’s notes and pop her head around and ask Mum if everything was ok. Mum had said we were worried but had been told to take Dad home, she said she’d give him the once over to check if that would reassure us.

    As I walked in she looked me in the eye, said that she was going to look after Dad and immediately said ‘you were right, I suspect your Dad is septic’. Mum had told her what I’d said. What followed was an hour of the best A&E treatment we could have hoped for. Super doctor checked Dad over, actually looked at him and his belly where the abscess had been and checked his original scar, she ordered bloods and put him on a saline drip. She asked a nurse to bring in another chair so I could sit down for the first time that morning, and when she went out to see another patient, as we were waiting for the bloods to come back, she re-emerged with a fan. This woman was amazing, like a perfect antidote to Dr Strut.

    Dad was admitted onto a ward from A&E that day, he was kept in for two weeks of intravenous antibiotics, treating blood poisoning caused by an MRSA infection. As the porter arrived to take Dad to the ward, Dr Amazing graciously accepted our thanks (we must have looked quite manic at this point, no food, little sleep the night before, four hours in A&E, all the anxiety and emotion, and then someone literally saving the day), she said she’d have a word with Dr Strut later and she touched me on my arm (which didn’t in any way feel like an invasion of personal space), looked me in the eye, and said ‘You did what any daughter would have done today, and you must keep doing it. We do our bests but we need people to speak up. Thank you’.

    I carried her words with me into every A&E admittance over the three years that followed. Mum and I often reminisced about it, Dad also in his final weeks referenced it a couple of times, as ‘the time I’d have died if you’d not said something’. A false praise really, it wasn’t my saying something that made the difference, it was my defeated retreat that Dr Amazing happened to notice. Still, I like to think I’d have refused to take Dad home that day.

    It was the weekend as I recounted our experience to a friend of mine that he asked what day of the week it was. Wednesday said I, a knowing chuckle, ‘ahhh Black Wednesday, that’s killing season alright’. I had no idea what he was talking about at the time, but turns out the first Wednesday of August is the day in which all the new junior doctors take up their post, and others rotate. Dr Strut wasn’t a junior doctor, but I strongly suspect now that he was Day One of being a SHO, giddy on the excitement of no longer being at the bottom of the pile, proud as punch of his superiority and damn determined that everyone would give him the respect he deserved.

    I hope that he took something away from his interaction with us, I hope that as he went home that night he stopped and reflected on what his mistake could have cost us. It’s five years later and it’s coming up to two years since Dad died, and still his words and manner haunt me. Still the fear of what could have been. If you have the privilege of working as a doctor in A&E, if you ever find yourself with a checklist in one hand and a distraught family member in front of you, just suspend your own agenda for a minute or two, please, you never know they may have something useful to say!

    NB I must end by pointing out this was the exception, not the norm, of the treatment we received throughout Dad’s illness. We were supported and looked after by amazing caring doctors, nurses and HCAs. I have blogged lots about this wonderful treatment, and I don’t offer today’s post to detract from that, more as something to reflect on and maybe learn from.
    ————————————————–
    [*/quote*]

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It was a narrow escape. George’s dad was lucky. But how many each day are not…?

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A place to read, this is George’s blog:
http://georgeblogs.wordpress.com

Diese Welt ist ein Jammertal. Wozu noch Eintritt zahlen?

Tuesday, February 11th, 2014

In der Schweiz wurde ein interessantes Experiment gemacht: Leserkommentare verhökern. Nicht wie üblich (die Leser zahlen), sondern umgekehrt: wer auf den Putz hauen will, muß zahlen. So jedenfalls habe ich den Artikel dazu verstanden.

    http://medienwoche.ch/2014/01/17/den-kommentarmuell-versilbern/

    [*quote*]
    ——————————————
    Das Problem mit der zweifelhaften Qualität der Leserkommentare
    kennen längst nicht alle Online-Medien. Wer frühzeitig klare
    Spielregeln aufstellt und diese auch durchsetzt, hat gute
    Chancen nicht in den Schlamassel reinzurutschen. Wer aber die
    Zügel schleifen lässt, hat verloren. Kommentarbereiche ziehen
    Mitteilungsbedürftige aller Couleur an. Und wenn sie sich lange
    genug ungestört unter ihresgleichen austoben dürfen, wollen sie
    immer mehr davon.
    ——————————————
    [*/quote*]

In Deutschland ist Prügeln eine heiter betriebene Volksbelustigung, siehe

Die Massen an Traffic, mit denen die eingebettete Reklame den Inserenten verkauft wird, stammen aus einer nicht mal großen Zahl von Schlammspringern (nennen wir sie mal so), die den lieben langen Tag nichts anderes mit sich anzufangen wissen, als in Kommentarteilen sinnlos herumzuquasseln.

Ob den Inserenten diese Tatsache der Trafficerzeugung in voller Konsequenz bewußt ist? Darüber wurde übrigens schon 2001 geschrieben, vor über 13 Jahren!:

Natürlich, eines sollte klar sein: das “in Kommentarteilen sinnlos herumzuquasseln” stimmt nur dann, wenn es in der Tat sinnlos ist. OB es sinnlos ist, hängt aber von der Moderation ab! Es ist nicht der Schlammspringer für die Situation verantwortlich, sondern die Moderation der Kommentare. Genau da ist das Problem: fast Niemand in Deutschland ist dazu geistig in der Lage, weder in Kleinstredaktionen noch in den großen GEZ-zwangsbezahlten Milliardenunternehmen.

Wenn man eine Zeitung machen will, dann macht man eine Zeitung. Ein ZUSÄTZLICHES Einkommen oder eine Festigung der Marktposition (“Leser-Blatt-Bindung”) durch “Beteiligung des Bürgers/Lesers” gibt es aber nur durch ZUSÄTZLICHE Leistung.

Eben die wird nicht erbracht.

Ein koreanischer Domaingrabber blamiert sich bis auf die Knochen

Thursday, January 30th, 2014

Wenn ich etwas verachte, dann sind es Domaingrabber. Das heutige Zusammentreffen mit einem von ihnen ist ein Lehrbuchbeispiel.

    [*quote*]
    —————————————————-
    Subject: nonisaft.com
    From: “Steve, Jun” <mail@bckk.com>
    Date: Thu, January 30, 2014 16:01
    To: deckers[…]

    Dear Sir,

    We are selling nonisaft.com ( http://nonisaft.com ) domain name.
    This domain 14 years old and rare premium .COM domain name.
    Are you interested in this nonisaft.com ?

    Kind Regards,
    David, Jun
    —————————————————-
    [*/quote*]

Eine kurze Überprüfung im Web-Archive ergibt: Diese Domain wurde noch nie sinnvoll genutzt. Sie wurde erstmals registriert am 24.5.2002:

    [*quote*]
    —————————————————-
    Registrant
    JUN SUK MIN +82.1027604978 +82.324271588
    JUN SUK MIN
    E-HO B/D 3F, 1527-7, Juan 8 Dong, Nam-Gu
    INCHON,INCHON,KR 402-860

    Domain Name:nonisaft.com
    Record last updated at 2013-08-20 23:31:27
    Record created on 5/24/2002
    Record expired on 05/24/2015
    —————————————————-
    [*/quote*]

Seit dem ersten Tag war die Web-Site leer, bis auf das Angebot, daß die Domain zu verkaufen ist.

ZWEI JAHRE vor dem Registrierdatum der Domain nonisaft.com war ich bereits online mit einem Meilenstein im Kampf gegen das Verbrechen “MLM” (“Multi-Level-Marketing”, einer der vielen Name für Schneeball-Systeme) und habe gründlich mit dem Betrug mit Noni-Saft aufgeräumt:

    http://www.ariplex.com/ama/ama_noni.htm

    [*quote*]
    —————————————————-
    Netzwerke und Seilschaften
    MLM Multi-Level-Marketing
    Network-Marketing
    Empfehlungsmarketing

    14.6.2000
    —————————————————-
    [*/quote*]

Die Behauptungen des Domaingrabbers

    [*quote*]
    —————————————————-
    This domain 14 years old and rare premium .COM domain name.
    —————————————————-
    [*/quote*]

sind unwahr. Weder ist die Domain 14 Jahre alt noch ist sie rar noch ist sie hochwertig (“premium”).

Die Wahrheit ist, daß die Domain erst 12 Jahre alt ist, in diesen 12 Jahren offensichtlich unverkäuflich geblieben ist, und die bloße Existenz und der witzlose Name die Domain keinesfalls hochwertig machen.

Die Journalisten sind eine Minderheit.

Friday, January 10th, 2014

Die Journalisten sind eine Minderheit. Nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch bei den Schreibenden. Und jetzt auch noch bei den ÖFFENTLICH Schreibenden…!

Heute schreibt fast Jeder.

Öffentlich.

Da haben wir zum Beispiel einen wenig wortkargen Informatiker, der sich dem ent-ent-emanzipatorischen Wandel im Journalismus widmet:

    Die Entmännerung des Journalismus
    http://www.danisch.de/blog/2014/01/10/die-entmannerung-des-journalismus/

    [*quote*]
    ———————————————————
    Bemerkenswert fand ich auch das Gejammer bei der letzten Jahreskonferenz des Netzwerks Recherche. Ein Heulen und Wehklagen wegen der sinkenden und immer bedrohlicher werdenen Umsätze. Man befände sich in Gefahr. Schuld daran sei natürlich – pauschal und ohne irgendeine Begründung – das böse Internet. Weil die Erklärung ja so einfach und bequem ist.
    ———————————————————
    [*/quote*]

Besonders schön finde ich diesen Absatz:

    [*quote*]
    ———————————————————
    Mal von der miesen Qualität ganz abgesehen: Selbst wenn man auf sowas steht, warum sollte man die teuren Medien kaufen, wenn doch überall das gleiche drinsteht? Dann tut’s auch das billigste.
    ———————————————————
    [*/quote*]

Wir haben einen großen (Daten)strom, in dem viele Fische und anderes Getier schwimmen. Mittendrin, irgendwo und irgendwie, paddeln ein paar Journalisten…

Twitter, der Jauchekanal des WWW

Friday, June 14th, 2013

Twitter ist ein gigantischer Haufen Schrott. Es ist Arbeitszeitvernichtung und Lebenszeitvernichtung im Giga-Maßstab.

Twitter wurde 2012 über 1/2 Jahr lang ausgiebig getestet. Das Ergebnis ist verheerend: Das uralte Usenet war schon vor 20 Jahren Twitter meilenweit voraus. Leider sind die meisten Netzbenutzer (“Netizen”) heute zu dumm, das Usenet und seine Möglichkeiten auch nur annähernd zu begreifen. Dabei will ich nicht sagen, daß ich das Usenet mag, beileibe nicht. Aber es hat ein ungeheures Potential, das nahezu völlig ungenutzt bleibt.

Eine der großen Chancen des Usenet: Daten werden von den Servern auf Vorrat gehalten (“retention-time” = Rückhaltezeit, Aufbewahrungszeit) – meist 90 Tage, aber auch weniger, wenn der Traffic sehr hoch ist. Man kann mehrere Tage Pause machen und bekommt trotzdem alle News, die in dieser Zeit geschickt und eingesammelt wurden. Bei Twitter dagegen werden neue Meldungen sehr schnell durchgespült und sind dann teilwese schon nach Minuten nicht mehr sichtbar.

Während das Einsammeln der Usenet-News auf Knopfdruck automatisch geschieht, unabhängig davon wieviele es sind, muß man bei Twitter beim Zurückhangeln der Meldungen in der Zeitleiste unter Umständen 1 Stunde und mehr immer wieder und immer wieder von Hand weiterklicken. Beim kleinsten Fehler bricht alles zusammen und man muß wieder von vorne anfangen. Twitter ist – nicht nur in diesem Punkt – ein hochgradig idiotisches und sadistisches System, das Menschen auf das Primitivniveau von stupiden Knöpfchendrückern zwingt.

Ein weiterer Vorteil des Usenets: Im Usenet können nahezu beliebig große Texte gesendet werden. Twitter dagegen ist eine geisteskranke Krücke mit lächerlichen 140 Zeichen, die Einem nicht einmal richtige Sätze oder Zitate ermöglichen.

Die selbstherrliche Administrierung bei Twitter kann einen User jederzeit rauswerfen, was gewisse Personen wie ein Herr Michael Seemann zum Beispiel so benutzen:


    [*quote*]
    ———————————————–
    Michael Seemann ?@mspro

    menschlicher abschaum zum spamblocken: @thistell, @stimmviech, @aribertdeckers, @berufszyniker16, @luggi07, @fishermanAC, @lido_lee. pls rt.
    4:15 AM – 27 May 13
    ———————————————–
    [*/quote*]

Das Usenet ist kein Ort der Watte und der flauschigen Freundlichkeit, im Gegenteil: Kriminelle wie Janet Mae Drew [1] und Andrew Ben Hua Chung [2] treiben dort jahrzehntelang ihr Unwesen. Das ist einer der Gründe, warum ich das Usenet nicht mag. Aber beim Usenet kann man wenigstens SEHEN, was geschieht. Bei Twitter kann man mit geisteskranken Spamblocks oder anderen Mätzchen daran gehindert werden, Dinge überhaupt zu sehen. Ein anderer Balken am Hirn der Twitter-Macher: die Schranke von 2000 Accounts, die man beobachten (“follow” = verfolgen) kann. Wie soll sich ein Journalist ernsthaft informieren, wenn die Zahl seiner Quellen mit dem Hackebeil beschränkt wird!? Das ist grotesk, das ist jenseits von lächerlich.

Wobei es aber User gibt, die mehr als 2000 Accounts folgen. Wie machen die das? Sehr einfach: Die sind mit der von Twitter vorgegebenen Dumpfbacken-Methode “Du folgst mir, ich folge Dir” Stück um Stück über die 2000-er Grenze hochgekommen. Wer ein Minimum an Followern hat, DARF mehr als 2000 Personen folgen.

Das heißt: Twitter ERZWINGT bestimmte primitive Verhaltensweisen. Unter anderem die Vernetzung der Personen untereinander ist dann weidlich ausschlachtbar in zukünftigen Strategieänderungen und Skript-Einbauten zur kommerziellen Ausbeutung der User. Die Macher von Twitter sind nicht dumm, sie sind niederträchtig.

Dazu gehört auch die ungeheure Menge an Traffic, den Twitter erzeugt, und zwar erzeugt durch völlig sinnlose Datenvernichtung. Während beim Usenet eingelesene Daten im PC gespeichert werden und danach ständig verfügbar sind (wenigstens bei guten Programmen wie “Forte Agent”), wird bei Twitter ständig neues Einlesen erzwungen. Wer mobil ins Netz geht, wird dadurch in hohe Trafficvolumen, also hohe Kosten gezwungen. Die Mobilfunkbetreiber können sich die Hände reiben. Wenn es Twitter nicht schon gäbe, es wäre eine ihrer lohnendsten Investitionen gewesen.

Weiter: Da Twitter ständige Aufmerksamkeit erfordert, lenkt es vom normalen (Berufs)arbeiten am PC ab. Bei 100 Mio Usern und pro Tag nur 5 Minuten UNNÜTZEM (!) Warten auf das Einlesen aus dem Datenstrom sind das 500 Mio Minuten Zeitverschwendung pro Tag. Laut
http://www.digitalnext.de/twitter-200-mio-aktive-nutzer/
hatte Twitter im Dezember 2012 200 Mio User erreicht. Macht mehr als 1 Milliarde Minuten Zeitvernichtung pro Tag.

Es sind aber nicht 5 Minuten am Tag, sondern ein x-faches davon!

Der gesamtwirtschaftliche Schaden sollte Grund genug sein, Twitter auf der Stelle abzuschalten.

Um die Gefahr zu verdeutlichen: Zeitvernichter wie Twitter haben einen sehr starken Suchtcharakter. Während Rauschgifte wie Opium, Heroin, usw per Gesetz verboten sind, ist das bei Internet-verbundenen Suchtgiften noch nicht der Fall. Die Süchtigen mögen lamentieren, daß Kneipen auch nicht verboten sind. Das ist wohl wahr, nur ist einerseits deren Gefahr schon lange bekannt und es wurden Sperrstunden, Altersgrenzen usw eingeführt. Bei Internet-verbundenen Suchtmitteln werden dagegen selbst die Existenz der Süchte und deren Gefährlichkeit noch immer entschieden geleugnet, am meisten von denen, die davon profitieren. Daß die Betreiber von “social media” teilweise sogar extrem kriminelles Verhalten an den Tag legen, ist kein Geheimnis mehr – aber Staat und Politik tun nichts dagegen. “non olet” regiert, die Kumpanei von Vollblödheit, Charakterlosigkeit und Korruption.

Es wird behauptet, Twitter sei ein gutes Werkzeug für Journalisten. Nein, dem ist nicht so! Um das zu verdeutlichen, zeige ich 2 weitere Fallen: die Zahl der “Follower” und die Zeitabhängigkeit.

Eine große Zahl von “Followern” bedeutet (fast) gar nichts. Viele “Follower” sind nichts weiter als von Robotern (“bots”) eingetragene Accounts. Der Sinn dieser Eintragungen ist sehr einfach: Reklame. Ein Reklameverteiler setzt sich rotzfrech in die Reihe der Follower einer Person. ANDERE Surfer werden dann aus Neugier sehen wollen, wer dieser Follower ist – und schon sind sie hereingefallen.

Früher war es “name-dropping” – die Namen einer zu bewerbenden Firma oder Ware erwähnen, damit die NAMEN im Gedächtnis der Leser und Zuhörer bleiben – heute werden in privaten Web-Seiten und Follower-Listen Namen und URLs injiziert.

Bösartige Roboter verteilen direkt oder indirekt URLs von mit Trojanern und Viren vergifteten Web-Sites. Neuere Tricks machen das nicht direkt, sondern über eine oder mehrere Zwischenstufen.

Insgesamt ist das Ziel der Kriminellen: Sich so oft wie möglich überall einzuklinken und die vorhandenen Accounts echter User zu überschwemmen.

Je größer die Fläche, die erobert wird, desto größer die Chance, daß sich Surfer dorthin verirren und einen der Links anklicken.

Das Erobern muß nicht aktiv geschehen durch Verschicken von direkt adressierten “Tweets” (Meldungen in Twitter werden so genannt) oder Zustimmungen (“favorites”) zum neugierig-Machen. Nein es genügt das passive Vorhandensein und Warten.

Es sind Fallensteller; ihre Werkzeuge sind die Neugier der Surfer und die Zeit.

Die Fallensteller kommen zuhauf. Oft sind pro Tag mehr Follower durch “Bots” (Roboter) eingetragen als durch echte Menschen. Wer viele Meldungen verschickt, hat für Fallensteller einen höheren Wert und bekommt deswegen mehr Überfälle durch Bots. Eine Zahl von 1000 oder 10.000 Followern besagt also gar nichts. Selbst ein völlig ruhiger Account wird mit der Zeit durch Bots bevölkert. Sich einer großen Zahl von Followern zu erfreuen und meinen, man habe eine Wichtigkeit, ist eine Selbsttäuschung. Man ist nichts weiter als ein Ankerplatz für Fallensteller. Räumt man nicht auf, macht man sich zu deren Komplizen.

Fallensteller sind Parasiten. Twitter ist nichts anderes als eine riesige Verteilorganisation dafür. Wer sich mit Twitter beschäftigt, sollte sich diese Parasiten schnell und hart vom Hals schaffen. Tut man das nicht, sorgt man durch bloßes Nichtstun für deren Verbreitung und übergibt die echten Menschen um sich herum diesen Parasiten. Darf man das verantworten?

Nun zum Faktor Zeit. Angenommen Jemand habe 30.000 Follower. Was besagt das? Nicht viel. Ich habe 2012 Joseph Mercola, einen besonders üblen PR-Mafioso beobachtet, der anscheinend vor gar nichts zurückschreckt. So sind in seiner Web-Site alleine 36 Web-Seiten damit befaßt, dem kriminellen Psychopathen Ryke Geerd Hamer
http://www.todessekte.de
http://www.deathsect.com
zu huldigen und ihm das Flair eines großen Wissenschaftlers zu geben – angesichts der hunderte Todesfälle, für die Hamer verantwortlich ist, eine durch und durch kriminelle Handlung.
Joseph Mercola hatte seinerzeit, wenn ich mich nicht irre, rund 30.000 Follower.

Interessant war zu sehen, wie die Reaktionen waren auf Tweets von Mercola – oder auf Kritik, wenn man ihm Vorhaltungen wegen seiner Reklame für Hamer macht.

Das Ergebnis: Trotz 30.000 Follower fast keine Resonanz. Während Mercola’s idiotische medizinische Behauptungen und Lügen nur von einer handvoll Surfer weitergereicht (“retweeted”) werden, ist die Reaktion auf Kritik noch seltener. Amüsanterweise stellt sich heraus, daß Reaktionen auf Kritik oft nicht von Anhängern Mercola’s kommen, sondern von anderen Kritikern.

Das aus der Vogelperspektive zu sehen (was damals noch möglich war – Twitter hat inzwischen einiges stark eingeschränkt) war sehr ernüchternd. Trotz 30.000 Followern ist man ein Rufer in der Wüste. Die Frage ist: Warum!?

Nehmen wir an, ein User X habe 24.000 Follower und diese seien gleichmäßig um den Globus verteilt. Dann kommen 1000 pro Stunde überhaupt in das Zeitfenster, etwas von X zu sehen. Vielleicht sogar noch weniger. Sogar VIEL weniger, denn um einen Tweet von X zu sehen, müssen sie möglichst zeitnah zu diesem Tweet die neuen Meldungen einlesen. Sind sie zeitlich zu weit entfernt, bekommen sie den Tweet gar nicht auf den Schirm.

Das Ganze ist ungefähr so als ob man an einem Fluß säße und andauernd werfen Leute etwas hinein. Man sieht dann nur das, was IN DEM MOMENT, wo man hinschaut, an einem vorbeischwimmt. Da sind also die viele Abfallstücke und jede Menge Unrat, die an Einem vorübertreiben. In einem Augenblick sind sie da, und im nächsten sind sie weg. Man müßte, um sich einigermaßen ein Bild zu verschaffen, STÄNDIG in die Brühe starren. Macht das einen Sinn? Nein!

Im Usenet werden die “Posts” (Meldungen) vom Server gesammelt und man erhält sie allesamt auf Knopfdruck. Man kann sie filtern, man kann sie sortieren. Sie sind gespeichert und problemlos durchsuchbar mit einer Volltextsuche auf Zeichenketten-Basis.

Bei Twitter guckt man in den vorbeitreibende Unrat und kann oft selbst einfache Dinge höchstens mit einem Screenshot festhalten.

Während im Usenet etwas 1x gepostet (in das Netz geschickt) werden muß und dort die Empfänger auch erreicht, ist es bei Twitter eine völlig sinnlose Lotterie – man kommt nur zu denen durch, die gerade hinsehen, also lächerlich wenige.

Zu meinen, daß man mit Twitter ernsthaft Neuigkeiten verschicken könnte, ist ein ganz, ganz dicker Trugschluß.

Wer den Zeitfenster-Effekt auffangen will, indem er eine Meldung mehrere Male immer wieder neu verschickt, erlebt 2 unangenehme Überraschungen. Erstens nimmt Twitter oft Wiederholungen gar nicht erst an und zweitens sind Wiederholungen verpönt und führen dazu, daß man gemieden wird. Mit anderen Worten: Man sitzt in der Falle. Man erreicht das Publikum nicht, und man wird obendrein gemieden.

Twitter als Verbreitungsmedium ist ein Witz. Das einzige, wozu sich Twitter wirklich eignet: wie ein Huhn herumzugackern und meinen, daß Einem Jeder zuhört, meinen, man sei der Mittelpunkt der Welt.

Würde man den Netzstecker ziehen – die Öffentlichkeitswirkung ist nur unwesentlich geringer…

Twitter ist Schrott.

—–
[1] Janet Mae Drew
FAQ about JAN DREW, the Net stalker and agent for the naturopathic mafia
http://www.transgallaxys.com/~aktenschrank/zerobrainers/DREW_FAQ.txt

Home of Jan Drew the usenet kook!
AKA Janet Drew, Janet Mae Drew, Janet Mae Nelson, Janet Mae Stidd
http://jandrew.somebastard.net/

[2] Andrew Ben Hua Chung
FAQ about murderous Satan Andrew Ben Hua Chung, guilty for the death of a child
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7628

Wenn der Absender von nichts weiß

Thursday, April 4th, 2013

Wenn der Absender von nichts weiß

Unwissenheit schützt vor Veröffentlichung nicht. Oder so ähnlich. Heute
morgen machte eine Email den Weg in das Internet, deren Ursprung sich
jetzt erst einmal selber finden muß. Wer da in Buchstaben gebadet und
sauniert hat, vielleicht so eiskalt, daß ihm zu heiß ist, weiß ich
nicht, obwohl, vestigia terrent, eine Sauna in der Sache nicht unbeteiligt
zu sein scheint…

Nachdem “humannews”, der Transporteur der Email, mir in der Vergangenheit
mehrere Male so eckig auffiel in einem Maß und Rahmen, daß ich sie eher
unter “rund” und “Ablage” katalogisiere, heute mit “Rüdiger Keuchel” als
Absender in Erscheinung trat, bin ich der Meinung “DANKE, darauf habe ich
gewartet…!”

Grüße aus der Gutenberg-Galaxis

Die Swissmedic, die Homöopathen, und die Hintertüren der Pharmamafia

Thursday, February 21st, 2013

Die Schweizer Swissmedic, und überhaupt die Schweiz, werden von Esottern übel mißbraucht. In den letzten Monaten schwappten wieder Wellen von falschen, total falschen, und verlogenen Pamphleten durch Print und Web, in denen der Eindruck erweckt wird, “die Schweiz” hätte sich pro esoteristischen Medizinmumpitz entschieden, weil der sich als wirksam erwiesen hätte. Die Wahrheit sieht anders aus.

Im “Laborjournal” (http://www.laborjournal.de) ist jetzt, Januar 2013, ein Interview erschienen, das Florian Fisch mit Petra Dörr, Leiterin des Direktionsstabes der Swissmedic, führte. Dank der freundlichen Erlaubnis des Verlags darf ich die Seite 51 des in der Printausgabe von Heft 1-2/2013 auf den Seiten 48,49,50,51 erschienenen Interviews hier wiedergeben.
Das vollständige Interview bekommen Sie im gedruckten Heft vom Verlag:
http://laborjournal.de/rubric/abo/index.lasso

    Das Interview:
    [*quote*]
    ———————————
    Kasten:

    Petra Dörr
    … kennt beide Seiten der Arzneimittelzulassung. Bei Promedipharm, Fresenius Medical Care und Valeant Pharmaceuticals war die Apothekerin zehn Jahre für die Zulassungsverfahren zuständig. Seit 2004 leitet Dörr den Direktionsstab von Swissmedic und pflegt die Beziehungen zu externen Beteiligten.

    Swissmedic
    … ist das Schweizerische Heilmittelinstitut, das 2012 sein 10jähriges Bestehen feierte. Um den Nutzen von Medikamenten gegen die Risiken abzuwägen – ohne dabei an die Kosten zu denken – wurde eigens für Swissmedic ein neues Heilmittelgesetz erlassen. Die öffentlich-rechtliche Anstalt ist für die Zulassung von Medikamenten und die Überwachung des Marktes zuständig. -FF-

    ———————————
    Interview:

    “Swissmedic prüft die Wirksamkeit komplementärmedizinischer Arzneimittel nicht oder nur aufgrund von Literaturangaben.”

    Laborjournal:
    Warum gelten für Medikamente der Homöopathie, Antroposophie und traditionellen chinesischen Medizin andere Kriterien? Da sie schlicht nicht wirksam sind, verdienen sie keine entsprechende Nutzen-Risiko-Bewertung?

    Dörr:
    So kann man das nicht sagen. Diese Therapieformen genießen in der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert. Unsere Anforderungen für die Zulassung orientieren sich am Risiko, das von diesen Produkten ausgeht. Bei einem synthetischen neuen Wirkstoff, der noch nie in einem zugelassenen Arzneimittel eingesetzt wurde, sind die Risiken hoch und entsprechend hoch sind auch unsere Anforderungen. Arzneimittel der sogenannten Komplementärmedizin basieren dem gegenüber in aller Regel auf altbekannten Ausgangsstoffen. Diese werden zudem meist ohne Indikation zugelassen, weil der Therapieansatz anders ist: Der Therapeut legt im Einzelfall fest, welches Arzneimittel angewandt wird. Die Therapeuten trifft in diesem Bereich eine grosse Verantwortung für den richtigen Arzneimitteleinsatz, weshalb Swissmedic die Wirksamkeit solcher Arzneimittel gar nicht oder nur aufgrund von Angaben aus der Literatur prüft. Unser Fokus liegt bei Arzneimitteln der Komplementärmedizin auf der Herstellungsqualität und der Sicherheit.

    Laborjournal:
    Das heißt, Sie sind mit komplementärme­dizinischen Medikamenten weniger streng.

    Dörr:
    Wirksamkeitsnachweise verlangen wir nur dort, wo eine medizinische Indikation beantragt wird. Zum Beispiel bei Baldriantropfen. Wenn man mit Arzneimitteln schon viel Erfahrung hat, weil sie traditionell in anderen Ländern angewendet werden, dann muss für die Arzneimittel kein eigener Wirkungsnachweis mehr erbracht werden. Das gilt zum Beispiel für asiatische oder homöopathische Arzneimittel. Für deren Zulassung eine doppelblinde,Plazebo-kontrollierte Studie zu verlangen, würde dem Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Therapieform keine Rechnung tragen. Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.

    Laborjournal:
    Swissmedic legitimiert dadurch indirekt Arzneimittel, die den Beweis ihrer Wirksamkeit schuldig bleiben.

    Dörr:
    Dies ist im Heilmittelgesetz und den Ausführungsbestimmungen so vorgegeben, und die aktuelle Vorlage der Revision des Heilmittelgesetzes wird – wie wiederholt vom Parlament gefordert – weitere Vereinfachung vorsehen. Swissmedic ist auch hier reine Vollzugsbehörde.

    Laborjournal:
    Wieso müssen eigentlich Nahrungsergän­zungsmittel nicht von Swissmedic zugelassen werden? Wenn zum Beispiel angepriesen wird, dass es vor Grippe schützt, ist es doch ein Arzneimittel.

    Dörr:
    Nahrungsergänzungsmittel und auch Kosmetika werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) beurteilt. Wenn ein Produkt mit einer medizinischen Indikation beworben werden soll, zum Beispiel Schutz vor Grippe, dann ist es klar ein Arzneimittel. Natürlich gibt es auch bei der Bewerbung von Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmitteln eine gewisse Grauzone, die von Firmen ausgelotet wird. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe, die sich aus Mitarbeitenden von BAG, Swissmedic und Kantonsvertretern zusammensetzt, klärt regelmässig die Zuständigkeiten.

    Laborjournal:
    Wäre es nicht besser, die Schweizer Behörden Swissmedic, BAG und die nun aufkommenden “Health Technology Assessments” zusammenzulegen?

    Dörr:
    Es gibt international beide Modelle. Die überwiegende Mehrheit der Staaten hat sich aber wie die

    Schweiz für das getrennte Modell entschieden. Für die Aufteilung spricht, dass die Beurteilung von Nutzen und Risiken unabhängig von Kostenüberlegungen passieren soll. Die Marktzulassung durch Behörden wie Swissmedic soll nicht bereits den Marktzugang einschränken.

    Laborjournal:
    Wozu braucht es neben der FDA und der EMA überhaupt noch Swissmedic? Ist es sinn­vollfür ein kleines Land diesen Aufwand zu tätigen? Sollte die Schweiz nicht der EMA beitreten?

    Dörr:
    Wir können nicht einfach der EMA beitreten. Voraussetzung hierfür wäre, dass die Schweiz die entsprechende Gesetzgebung der EU übernimmt. Das ist nicht in unserer Hand. Zu beachten ist hierbei aber, dass alle EU- und EWR-Länder weiterhin nationale Heilmittelbehörden haben. Swissmedic würde es also auch dann noch geben!
    ———————————
    [*/quote*]

.
.
Das ganze Elend wird bereits in den ersten Absätzen beschrieben:

    [*quote*]
    ———————————
    Dörr:
    Wirksamkeitsnachweise verlangen wir nur dort, wo eine medizinische Indikation beantragt wird. Zum Beispiel bei Baldriantropfen. Wenn man mit Arzneimitteln schon viel Erfahrung hat, weil sie traditionell in anderen Ländern angewendet werden, dann muss für die Arzneimittel kein eigener Wirkungsnachweis mehr erbracht werden. Das gilt zum Beispiel für asiatische oder homöopathische Arzneimittel. Für deren Zulassung eine doppelblinde,Plazebo-kontrollierte Studie zu verlangen, würde dem Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Therapieform keine Rechnung tragen. Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.

    Laborjournal:
    Swissmedic legitimiert dadurch indirekt Arzneimittel, die den Beweis ihrer Wirksamkeit schuldig bleiben.

    Dörr:
    Dies ist im Heilmittelgesetz und den Ausführungsbestimmungen so vorgegeben, und die aktuelle Vorlage der Revision des Heilmittelgesetzes wird – wie wiederholt vom Parlament gefordert – weitere Vereinfachung vorsehen. Swissmedic ist auch hier reine Vollzugsbehörde.
    ———————————
    [*/quote*]

Die Swissmedic kann nicht selbst entscheiden, sondern ist an die Gesetze gebunden: “Swissmedic ist auch hier reine Vollzugsbehörde.” Es sind also die Politiker, die (bar jedes Wissens und Verstandes) zum Beispiel beschlossen haben, daß
Für die Zulassung von asiatische oder homöopathischen Arzneimitteln eine doppelblinde,Plazebo-kontrollierte Studie zu verlangen, dem Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Therapieform keine Rechnung tragen würde.

Eine doppelte Schlampigkeit, bei der schon die völlige Ignoranz gegenüber den Gefahren der Homöopathie zeigt, wie wenig Sachwissen und wie wenig Verantwortungsbewußtsein die Politiker haben. Um so schlimmer ist es im Fall der importierenten asiatischen Mittel, denn die sind noch weit weniger kontrolliert als der einheimische homöopathische Zirkus.

“Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.” sagt Frau Dörr. Doch genau das findet nicht statt! Denn wenn die Sicherheit gefordert ist, dann muß sie auch kontrolliert werden. Aber eben dies wird mit Verweis auf die Kosten (“Nutzen-Risiko-Verhältnis dieser Therapieform”) nicht getan.

“Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.” sagt Frau Dörr.Sie beschreibt denn auch so ein bißchen die Zulassung und läßt dabei eine notwendige Erklärung aus: die Erklärung der BEDEUTUNG der Indikation, und was es damit auf sich hat.

    [*quote*]
    ———————————
    Arzneimittel der sogenannten Komplementärmedizin basieren dem gegenüber in aller Regel auf altbekannten Ausgangsstoffen. Diese werden zudem meist ohne Indikation zugelassen, weil der Therapieansatz anders ist: Der Therapeut legt im Einzelfall fest, welches Arzneimittel angewandt wird.
    ———————————
    [*/quote*]

In Deutschland dürfen Homöopathika einfach und ohne jede Prüfung in den Markt gebracht werden. Sie dürfen dabei jedoch keine Angabe über den Anwendungszweck (zum Beispiel “hilft gegen Schnupfen”) haben. Diese Angabe ist die “Indikation”. Gibt es solch eine Angabe (“Indikation”), dann MUSS der Hersteller eine Zulassung beantragen. Doch die kostet Geld. Warum Geld verschwenden und sich Ärger einhandeln, wenn OHNE diese Angabe es so viel einfacher geht?

DESWEGEN keine Angabe der Indikation! Der Gesetzgeber hat in den Gesetzen eine riesige Hintertür geschaffen, durch die die Hersteller des esoterischen Mumpitz in aller Seelenruhe hindurchspazieren können. Daß die Sicherheit im Vordergrund stünde, ist ein Märchen, denn ginge es dem Gesetzgeber tatsächlich um Sicherheit, bestünde diese Hintertür nicht!

Ein weiterer Trick ist die Verlagerung der Verantwortlichkeit auf die “Therapeuten”:

    [*quote*]
    ———————————
    Die Therapeuten trifft in diesem Bereich eine grosse Verantwortung für den richtigen Arzneimitteleinsatz, weshalb Swissmedic die Wirksamkeit solcher Arzneimittel gar nicht oder nur aufgrund von Angaben aus der Literatur prüft. Unser Fokus liegt bei Arzneimitteln der Komplementärmedizin auf der Herstellungsqualität und der Sicherheit.
    ———————————
    [*/quote*]

Wenn denn die Mittel so harmlos wären, wieso tragen dann die “Therapeuten” eine große “Verantwortung”? Auch hier widerspricht sich das System eindeutig.

Ein Riesenfehler bei der Betrachtung der Homöopathie besteht in der immer wieder vorgebrachten Behauptung, in homöopathischen Mitteln sei kein Wirkstoff enthalten, die seien so hoch verdünnt. Wie ich unter anderem in

gezeigt habe, können in homöopathischen Mitteln durchaus erhebliche Mengen starker Gifte enthalten sein, die zudem von den Homöopathen in großem Umfang eingesetzt werden.

Spielt bei der Giftigkeit die Indikation (also die Tatsache, daß das krankheitsbezogene Anwendungsgebiet auf der Verpackung oder im Begleitzettel angegeben ist) eine Rolle?

Nein, natürlich nicht! Diese Stoffe sind immer giftig, ohne Ansehen der Person und ohne sonstigen Firlefanz, den die “Therapeuten” treiben.

Die Indikation ist eine Hintertür. Homöopathie ist nichts anderes als ein stupides Probierverfahren, bei dem man durchaus TAUSENDE von Mittelchen ausprobieren darf, denn man weiß doch gar nicht, welches Mittelchen der Kranke braucht. DAS ist GRUNDLAGE der Homöopathie, so erfunden von Hahnemann!

Tatsache ist: Homöopathie ist strohdumm. Homöopathie kann nicht diagnostizieren.

Deshalb probiert man herum und herum und herum. Deshalb, und nur deshalb, gibt es bei der Homöopathie keine Indikation.

Und aus dieser Strohdummheit und um diese Strohdummheit herum wurde die Hintertür mit der Indikation geschaffen. Nur aus diesem Grund. Man muß als Politiker schon reichlich dämlich sein, um diese Falle nicht zu sehen, und hochkriminell, um den Verbrechern wissentlich die sperrangelweite Hintertür zu verschaffen.

Interessant, und das vor allem in juristischer Hinsicht, ist die Intensität, mit der die Hersteller homöopathischer Mittel DURCHAUS eine Indikation angeben. (Dies sogar bei Mitteln, für die es nicht einmal homöopathische Arzneimittelprüfungen gibt.) Das nennen die Homöopathen dann “bewährte Mittel”. Doch was ist die Angabe “bewährtes Mittel” anderes als eine Zuweisung für bestimmte Anwendungsgebiete, also eine Indikation? Wie man sieht, betrügen Homöopathika-Hersteller in einem ERHEBLICHEN Umfang.

In einer Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Hamm, die ich heute erhalten habe, gibt es eine nicht unwesentliche Aussage des Gerichts zu just dem Punkt der Indikation:

    http://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseOLGs/20_02_2013/index.php

    (Hervorhebung von mir)
    [*quote*]
    ———————————
    Oberlandesgericht Hamm: Verbraucherschutz: unzulässige Werbung für Schüßler-Salze als “sanfte Begleiter in der Schwangerschaft”

    20.02.2013

    Die in der Deutschen Hebammenzeitschrift in Bezug auf zwei homöopathische Arzneimittel veröffentlichte Werbeaussage “Schüßler-Salze … Sanfte Begleiter in der Schwangerschaft” ist irreführend. Das hat der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm am 13.12.2012 entschieden und damit eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Dortmund bestätigt, die diese Werbeaussage untersagt.

    Das beklagte Unternehmen aus Rheda-Wiedenbrück vertreibt Schüßler-Salze u.a. als homöopathische Arzneimittel, die als solche registriert, aber nicht mit Anwendungsgebieten zugelassen sind. Sie hatte in der Deutschen Hebammenzeitschrift mit der Aussage “Schüßler-Salze … Sanfte Begleiter in der Schwangerschaft” für zwei ihrer homöopathischen Arzneimittel geworben, worin der klagende Verband eine irreführende Werbung sah und von der Beklagten ein Unterlassen der Werbeaussage verlangt hat.

    Der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat den Unterlassungsanspruch bestätigt. Die zu beanstandende Werbeaussage beinhalte auch aus Sicht der angesprochenen fachkundigen Hebammen ein falsches Wirkungsversprechen im Sinne von § 3 Nr. 1 Heilmittelwerbegesetz. Beworben würden registrierte homöopathische Arzneimittel, bei denen das eigentliche Anwendungsgebiet wie z. B. der Bereich einer Krankheit, in dem das Arzneimittel wirken solle, nicht genannt werden dürfe, um eine Irreführung zu vermeiden. Für diese Mittel dürfe dann erst recht nicht mit einem umfassenderen Einsatzbereich – einen solchen stelle die Schwangerschaft dar – geworben werden. In Bezug auf die Schwangerschaft werde mit der Werbeaussage der Eindruck erweckt, dass die genannten Mittel schonend und dauerhaft positiven Einfluss speziell für die Schwangeren entfalten könnten, die Krankheiten oder Beschwerden aus dem Anwendungsbereich der in Frage stehenden Mittel aufwiesen. Der Eindruck sei falsch, weil die Wirkung der beworbenen Arzneimittel nicht wissenschaftlich gesichert sei. Es bestehe die Gefahr, dass Hebammen den Schwangeren im Vertrauen auf die Werbeangabe zur Einnahme des beworbenen homöopathischen Arzneimittels rieten. Das halte die Schwangere möglicherweise von der Befragung ihres Arztes oder von der Einnahme angeblich mehr belastender, aber besser helfender Präparate ab.

    rechtskräftiges Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm (I-4 U 141/12)

    Christian Nubbemeyer, Pressedezernent
    ———————————
    [*/quote*]

“Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.” sagt Frau Dörr. Doch genau das findet nicht statt! Freundlicherweise hat das Oberlandesgericht Hamm in seiner Begründung folgendes gesagt (ich wiederhole den notwendigen Teil und hebe ein wesentliches Element hervor):

    [*quote*]
    ———————————
    Die zu beanstandende Werbeaussage beinhalte auch aus Sicht der angesprochenen fachkundigen Hebammen ein falsches Wirkungsversprechen im Sinne von § 3 Nr. 1 Heilmittelwerbegesetz. Beworben würden registrierte homöopathische Arzneimittel, bei denen das eigentliche Anwendungsgebiet wie z. B. der Bereich einer Krankheit, in dem das Arzneimittel wirken solle, nicht genannt werden dürfe, um eine Irreführung zu vermeiden. Für diese Mittel dürfe dann erst recht nicht mit einem umfassenderen Einsatzbereich – einen solchen stelle die Schwangerschaft dar – geworben werden. In Bezug auf die Schwangerschaft werde mit der Werbeaussage der Eindruck erweckt, dass die genannten Mittel schonend und dauerhaft positiven Einfluss speziell für die Schwangeren entfalten könnten, die Krankheiten oder Beschwerden aus dem Anwendungsbereich der in Frage stehenden Mittel aufwiesen. Der Eindruck sei falsch, weil die Wirkung der beworbenen Arzneimittel nicht wissenschaftlich gesichert sei. Es bestehe die Gefahr, dass Hebammen den Schwangeren im Vertrauen auf die Werbeangabe zur Einnahme des beworbenen homöopathischen Arzneimittels rieten. Das halte die Schwangere möglicherweise von der Befragung ihres Arztes oder von der Einnahme angeblich mehr belastender, aber besser helfender Präparate ab.
    ———————————
    [*/quote*]

Wesentliche Kernaussage:

“Es bestehe die Gefahr, dass Hebammen den Schwangeren im Vertrauen auf die Werbeangabe zur Einnahme des beworbenen homöopathischen Arzneimittels rieten. Das halte die Schwangere möglicherweise von der Befragung ihres Arztes oder von der Einnahme angeblich mehr belastender, aber besser helfender Präparate ab.”

Aber DAS gilt immer, völlig unabhängig von “mit Indikation” oder ohne!

Zusätzlich zu der “Werbeangabe” (auf der Verpackung oder Firmenprospekten des Herstellers) gibt es doch noch die Armee der Mietmäuler und PR-Schleudern, die, bezahlt von der Homöopathika-Industrie, als journalistische Arbeit behauptete Presseerzeugnisse unter das Volk bringen, die in Wahrheit nichts anderes sind als megatonnenweise zusammengefaselte Wirksamkeitsbehauptungen und Indikationen und sogar Dosierungsanleitungen und Einnahmehinweise.

Mit dieser Darstellung übertreibe ich keinesfalls. Die Homöopathika-Hersteller überführen sich sogar selbst der Lüge. Behaupten sie doch und behaupten die Medien (die von ihr bezahlten und auch die nicht von ihr bezahlten) eine große Akzeptanz und steigende Beliebtheit der Homöopathie bei der Bevökerung. In den Verkaufszahlen der Homöopathia-Industrie sieht es dagegen ganz anders aus. Laut den offiziellen Zahlen des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie e.V. machen die Homöopathika-Hersteller erhebliche Verluste. Sieht man nämlich nicht auf die verschleiernden absoluten Umsatzzahlen, sondern berücksichtigt die Inflation, ist das Ergebnis tiefrot:

Bildquelle:
http://transgallaxys.com/~aktenschrank/Mietmaul_Claus_Fritzsche_aufgeflogen/dramatische_Verluste_der_Homeoeopathika_Umsaetze_inflationsbereinigte_Zahlen_normiert.jpg
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7581

All die wohlwollende Presse ist ein Teil eines abgekarteten Spiels, bei dem angeblich unabhängige Parteien eine Wirksamkeit der HOMÖOPATHIE AN SICH, als Methode, behaupten, UNABHÄNGIG von einer Indikation. Aber sie sind entweder nicht unabhängig, sondern gehören zu dem Komplott dazu, oder sie sind völig unfähig, und gehören dann als nützliche idioten ebenfalls zum Komplott.

Es ist diese Presse, es ist die hochaggressive Indoktrination durch submedizinisches Fußvolk, es ist der Verkaufsdruck in den Apotheken, es ist der Gruppendruck durch Esotter, der einem Mittel, das (einfach per Behauptung!) als “homöopathisch” in den Verkehr gebracht wird, eine Wirksamkeit zuweist. Zuweist! Denn zu nichts von alledem an Wirksamkeitsbehauptungen gibt es einen erfolgreichen Nachweis. Kann es auch nicht geben, denn Homöopathie ist eine Form religiösen Wahnsinns: des Glaubens, der Mensch sei Gottes Geschöpf und als solches unverwundbar, und des Glaubens, daß in der Natur für jede Krankheit ein Mittel sei, man müsse es nur finden,

Es ist dieser Druck, von dem das Oberlandesgericht Hamm in seinem Urteil nur ein kleines Teilchen nennt:

“Es bestehe die Gefahr, dass Hebammen den Schwangeren im Vertrauen auf die Werbeangabe zur Einnahme des beworbenen homöopathischen Arzneimittels rieten. Das halte die Schwangere möglicherweise von der Befragung ihres Arztes oder von der Einnahme angeblich mehr belastender, aber besser helfender Präparate ab.”

Es ist dieser Druck, der das Gefühl der Sicherheit erzeugt.

“Wir fokussieren, wie gesagt, auf die Sicherheit und die Qualität, weniger auf die Wirksamkeit.” sagt Frau Dörr.

Es ist genau das, was in Wahrheit nicht ist.

Das ist nicht die Schuld der Swissmedic. Es ist einzig und allein die Schuld der Politik.

Netznazis und die Grenzen der Scham

Wednesday, October 31st, 2012

Der so oft beschworene Citizen-Journalismus stellt eine größere Gefahr da als den Menschen bewußt ist, bzw als die ihn ausbeutenden Firmen (Namen fangen mit “B” – und vor allem mit “B” – an…) zugeben wollen.

(Video: http://www.youtube.com/watch?v=bX_Ao2_XQTI&feature=related)

Was in dem Video ausgekostet wird, ist nur ein mikroskopischer Teil der Vorgänge. Wie ungeheuerlich die Welle ist, die im Netz rollt, zeigen die Zahlen in

http://diepresse.com/home/techscience/internet/sicherheit/1306874/Fotos-aus-Social-Networks-tauchen-oft-auf-SexSites-auf

Und DAS ist noch nicht einmal der Anfang. Sobald Bilder in bewegte Szenen gemorpht werden können, DANN geht der Krieg los.

Hier ist noch eine Ergänzung:

http://www.goslarsche.de/Home/startseite/harzticker_arid,276205.html

Wer diesen Vorfall in Braunlage für eine Ausnahme hält, der irrt sich; der irrt sich gewaltig. Ich kann mich noch an wilde Kriegsszenen im Netz erinnern während der ersten Jahre, in denen ich im Internet war. Da waren es unter anderem GERADE LEHRER, die mit übergroßer Schnauze über Andere im Netz herfielen, weil jene Anderen es nicht gut fanden, daß diese Lehrer ihre Schüler ZWANGEN, mit vollem Namen (“Realname”, siehe “Realnamen-Diskussion”) im (Internet)unterricht weltweit sichtbar (also nicht in abgeschotteten hausinternen Netzen) aufzutreten.

DIESE “LEHRER” (und “Journalisten”) sind Säulen der Gesellschaft. Damals rissen sie die Schnauze auf und mobbten und schikanierten Andersdenkende im In- und Ausland. (Ein Tierarzt in der Schweiz bekam das intensiv zu spüren.)

Diese “Lehrer” und “Journalisten” und “Netzaktivisten” und “Bürgerrechtler” und “Datenschutzexperten” und “‘Privacy’vorkämpfer” (jawohl, man glaubt seinen Augen nicht, wenn man sieht, WO diese Herrschaften sich hervortaten und wofür sie ÖFFENTLICH GERÜHMT wurden und werden) haben 2 Jahrzehnte lang die Rechte von Anderen mit Füßen getreten.

Und sie sind sich, selbstverständlich, keiner Schuld bewußt … nie einer gewesen.

Und sie reißen ihre Schnauze immer noch auf.

“The Sober Witness”

Thursday, June 14th, 2012

Als ich ins Internet kam, fiel mir seinerzeit “The Sober Witness” von Jason Moore auf

http://www.brokenpencilarchive.tuesdayafternoon.net/view.php?id=227

,ein sehr trockener und nüchterner Beobachter. Im Web-Archive beginnt er bei 1996:


http://web.archive.org/web/19961229014556/http://www.sober.com/

Jason Moore hat sich auf Design verlegt und ist dann an eine Uni in Dänemark gegangen. Die Domain sober.com hat er anscheinend verkauft.

Durch “The Sober Witness” ist Jason Moore, nicht nur meiner Meinung nach, eine Web-Legende.

Heute nun schreibt Steffen Meier (Ulmer Verlag) einige interessante Dinge und – wie ich auf den ersten Blick meine – nüchterne Betrachtungen. So schreibt er:

[*quote*]
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Mich persönlich verwundert dabei die, ich sags mal direkt, Hochnäsigkeit
vieler Verlagskollegen den Zielgruppenbloggern da draussen gegenüber.
Vielleicht sind diese Blogs nicht so durchgestylt wie unsere Website,
vielleicht schauen nicht fünf Lektoren über die einzelnen Artikel. Aber
viele davon erreichen mit ihrer Fachkenntniss und ehrlichen Kommunikation
heute schon deutlich höhere Reichweiten als unsere heißgeliebten sterilen,
binnenblickorientierten Web-Auftritte. Das sollte einem vielleicht zu
denken geben, etwas Demut im Umgang beibringen – und den Weg zu wichtigen
Multiplikatoren öffnen.
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[*/quote*]

In dem neuen Artikel sind embedded links, daher bitte das Original lesen:
http://www.akeplog.de/social-media-verlag-setup-steffen-meier-ulmer/

Nachdem immer mehr Zeitungen Blogs ihrer Mitarbeiter haben, könnte man da nicht sagen, die Zeitungen würden von innen heraus umgekrempelt auf das gleiche, was in der Umgebung (im WWW) schon vorhanden ist? Haben die Mitarbeiter-Blogs eventuell schon höhere Reichweiten als die regulären Artikel?

Werden Zeitungs-Blogs – de fakto – Einzelunternehmen, räumlich und finanziell verwaltet von einem Verlag?

Eine Zeitung verkauft ein Materialpaket. Das Netz bricht dieses wieder auf in einzelne Items, von Artikeln bis Video-Clips.

Ist ein Verlag eine Markthalle, in der einzelne Kleinstunternehmer ihre Waren anbieten, einschließlich Gauklern und Animateuren?

Stehen diese Verlage in Konkurrenz zu (Web-)Warenhäusern, die ebenfalls ein gemischtes Sortiment haben?

Warum fällt mir dabei DocCheck ein, eine Werbeagentur für Pharma- und Medizinprodukteunternehmen, die bezahlte Artikel kostenlos ins WWW stellt…? Wobei DocCheck es sogar geschafft hat, sich mit dem “password service” in die Funktion eines Zugangskontrolleurs bei anderen Web-Sites zu hieven.

… outet Stalker im Netz

Wednesday, April 25th, 2012

Ariane Friedrich outet Stalker im Netz:

*** http://www.facebook.com/pages/Ariane-Friedrich/147222666604
*** http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/1738796/
*** http://www.arianefriedrich.de/

Es gibt auch andere Stalker, wie ich gerade amüsiert feststellen darf. Ein besonders übles Exemplar, das unter anderem

*** http://promedwatch.blogspot.de/

betreibt, ist dabei an die Falschen geraten:

*** http://kidmed.org/1062/homoopathie/homoopathen-besinnen-sich-auf-alte-traditionen-claus-fritzsche-curt-kosters-und-die-nazis/

Jener Kriminelle, der bei YouTube die Stalk-Videos hochgeladen hat,

*** http://www.youtube.com/user/PeterrHantsen

gibt oben in seinem Profil freimütig diese Domain an:

==> http://zioncrimefactory.com

zu sehen siehe oben rechts im Profile.Diese Domain ist ebenso wie andere verknüpft mit einem Mike Delaney,

*** http://groups.google.com/group/apfn/msg/9e71d4d92cc6c497?dmode=source&output=gplain

auf den auch andere Domains wie

*** http://www.prothink.org
*** http://www.theholohoax.com

registriert sind

Die Verbindungen der Mietmäuler und Stalker zur extrem rechten Szene sind kein bißchen erstaunlich; die Naturheilmafia hat dicke Freunde und Förderer tief im braunen Sumpf – und zu einem nicht unbeträchtlichen Teil ist sie der braune Sumpf.

Analphabetisierung und Vampirismus der deutschen Medien

Tuesday, September 6th, 2011

“Deutsche Presse nicht kritisch genug”, sagt Julian Assange, schreibt Meedia:

[*quote*]
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“Deutsche Presse nicht kritisch genug”

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat in einem Interview seine Organisation verteidigt. Für ein Datenleck, das vergangene Woche publik wurde und das zur Veröffentlichung von Klarnamen von Informanten führte, sei die britische Zeitung Guardian verantwortlich. Die Gefahr, dass aufgrund des Datenlecks Personen gefährdet seien, schätze er als gering ein. Ausgeschlossen sei eine Gefährdung aber nicht. Assange lehnt aber jegliche Verantwortung ab. Die deutsche Presse sei “nicht kritisch genug”.
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[*/quote*]

Quelle:
http://meedia.de/internet/assange-deutsche-presse-nicht-kritisch-genug/2011/09/06.html

Ein kritischer Begriff (“Medienpartner”) folgt weniger Zeilen später:

[*quote*]
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Es sei weiter wichtig für Wikileaks, mit Medien zu kooperieren, sagte Assange. Doch die, inklusive deutscher Medien und vor allem inklusive des Spiegel, seien zu unkritisch gewesen. Ein Artikel im Spiegel von dieser Woche stelle die Sachlage falsch da. Mit Ausnahme des Guardian und der New York Times unterhalte Wikileaks aber weiter Kooperationen mit über 50 Medienpartnern.
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[*/quote*]

Zu diesem Begriff – und zur Lage überhaupt – entgleitet der Spiegel-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron, siehe den “Nachtrag 12.40 Uhr” in der gleichen Quelle:

[*quote*]
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Nachtrag, 12.40 Uhr: Spiegel-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron hat auf dem Internationalen Medienkongress in Berlin die Entscheidung von Wikileaks, die US-Depeschen ebenfalls unbearbeitet und mit Klarnamen von Informanten zu veröffentlichen, scharf kritisiert. Beim Spiegel sei man “verwirrt und erschüttert”, dass die Dokumente unbearbeitet ins Netz gestellt worden seien. Das Material habe sich zwar schon zuvor “verselbstständigt”, aber mit dem Selbstverständnis des Spiegel sei das Vorgehen von Assange, den Blumencron “unberechenbar” nannte, nicht zu vereinbaren. Informanten beispielsweise in Diktaturen seien nun gezwungen, zu flüchten. “Wir haben das nicht begriffen”, sagte Blumencron. Das Wort “Medienpartner” sei ihm als Beschreibung des Verhältnisses zwischen Spiegel und Wikileaks “zu nah”. Ausgeschlossen sei eine weitere Zusammenarbeit aber nicht.
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[*/quote*]

#”Wir haben das nicht begriffen”, sagte Blumencron.#

Wie bitte!? Das ist ja nur noch peinlich.

Wenn durch den “Journalisten” des Guardian das Paßwort ÖFFENTLICH verraten wurde, ist für die Geheimdienste und andere interessierte Gruppen die Sache doch längst aufgeflogen und die Informanten müssen sich, falls ihnen bei Enttarnung tatsächlich Gefahr droht, sofort absetzen. Das Auffliegen ist schon in der Sekunde geschehen, in der das Buch veröffentlicht wurde.

Nachdem der “Journalist” des Guardian den Verrat begangen hat, war die Veröffentlichung des gesamten Materials zwingend notwendig; die Geheimdienste hatten es doch schon. Aber jetzt mußte Wikileaks an die Öffentlichkeit mit ALLEM. Denn vor allem durch die Öffentlichkeit werden jetzt die Informanten möglicherweise mitgeschützt, denn jetzt weiß die Öffentlichkeit, wer die Informanten sind, so daß es nicht mehr so leicht sein wird, die Informanten verschwinden zu lassen.

Öffentlichkeit ist ein notwendiger Schutz, das sollte man sich beim Spiegel hinter das Blatt schreiben.

Das Wort “Medienpartner”, das “sei ihm als Beschreibung des Verhältnisses zwischen Spiegel und Wikileaks ‘zu nah'”, sagt Blumencron laut Meedia. Das dürfte vermutlich zutreffen, denn die geübte Praxis vieler Medien ist ja, Informanten auszusaugen, die sind Lebendfutter – von einer Partnerschaft kann bei solchem Vampirismus in der Tat keine Rede sein.

Michael Moore’s neuer Dokumentarfilm über den 2. Weltkrieg

Wednesday, June 22nd, 2011

Michael Moore hat einen neuen Dokumentarfilm über den 2. Weltkrieg. Nicht der Michael Moore von heute, sondern der Michael Moore von heute als der Michael Moore von damals.

Der Dokumentarfilm über den Dokumentarfilm:

Der Blick in den Spiegel

Sunday, June 5th, 2011

“So viel Verlogenheit und Scheinheiligkeit wie jetzt in der Debatte um Karl Theodor zu Guttenberg war selten in Deutschland, meine Damen und Herren.”

Angela Merkel (1.3./2.3. 2011)

Web-Design hat die Grenze zum Verbrechen an der Allgemeinheit schon lange überschritten.

Friday, June 3rd, 2011

Wenn die Surfer die Gelegenheit hätten, den Web-Designern nachts im Park zu begegnen, sähe das Web besser aus.

Homöopathen betrügen ihre Patienten

Wednesday, June 1st, 2011

Die meisten Medien sind im Umgang mit Betrug im Gesundheitssystem blind, insbesondere, wenn die Täter sich als “Naturheilkundler” ausgeben. Um so wichtiger ist das Interview, das der ORF jetzt veröffentlicht.

Prof. Edzard Ernst spricht deutliche Worte und es ist wichtig, daß der ORF dies in einer klaren und eindeutigen Überschrift seinen Zuschauern und Lesern weitergibt: “Homöopathen betrügen ihre Patienten”.

[*quote*]
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“Homöopathen betrügen ihre Patienten”

Der Deutsche Edzard Ernst gilt als profiliertester Kritiker der Homöopathie. 1993 hat er in England den weltweit ersten Lehrstuhl für Komplementärmedizin eingenommen. Knapp vor seiner Pensionierung zieht er nun ein Resümee: Zahlreiche Studien hätten bewiesen, dass Homöopathie für sich genommen keine Wirkung hat.

Placeboeffekte und die soziale Zuwendung des Arztes zum Patienten würden zwar einen Teil der positiven Auswirkungen erklären, seien aber kein Argument für diese alternativmedizinische Methode. Schließlich würden sie auch in der konventionellen Medizin eine Rolle spielen.

Anlässlich einer “Skeptiker”-Konferenz in Wien greift Ernst gegen Ende seiner Karriere noch einmal tief in die Kiste seiner Erfahrungen – und erzählt in einem science.ORF.at-Telefoninterview auch, warum ihm der Wiener Hang zu Intrigen das Fürchten beigebracht hat.
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Das Interview finden Sie hier:
http://science.orf.at/stories/1683407/
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Abschreibungen

Monday, May 16th, 2011

Daß jemand nicht abschreibt, macht ihn nicht automatisch zu einem guten Doktor. Auch viele Professoren kann man, gemessen an wissenschaftlichen Standards, als gesellschaftlichen Totalverlust abschreiben.

In seinem Buch “Die Zunft” schreibt Siegfried Bär über “das Wesen der Universität, dargestellt an der Geschichte des Professorwerdens und des professoralen Liebeslebens”.

Wissenschaft und Universität sind nicht dasselbe.

30 Silberlinge Reklamegeld

Friday, April 8th, 2011

Die Selbstverständlichkeit, mit der Werbeeinnahmen als tragendes Element der Zeitungsproduktion betrachtet und verteidigt werden, zeigt, wie unterspült das Denkgebäude ist, in dem die Journalisten eingesperrt sind.

Ist denn nicht der redaktionelle Inhalt einer Zeitung das, was der Leser will und wofür er bezahlt?

Die Leser werden mit Gewalt konditioniert, eine mit Reklame vollgestopfte Farbenwüste hinzunehmen, in der zwischendrin einzelne Informationsbrocken sind, manche sogar wahr und brauchbar.

Was wäre, wenn die Leser wieder echte Informationen PUR bekämen und dafür sogar bezahlen würden?

Eine Revolution. Aber wirklich so undenkbar?

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