Archive for December 5th, 2012

Telekom betreibt Netz-Terrorismus

Wednesday, December 5th, 2012

Laufend verschwinden Emails, werden einfach von Providern unterschlagen. Einer der Größten dabei: die Telekom.

Es handelt sich NICHT um technische Fehler, sondern um ganz bewußte Zensur, bei der gnadenlos und völlig faktenresistent und erkenntnisverweigernd die Grundrechte der User mit Füßen getreten werden.

Hier ein Auszug aus einer anonymisierten Mail vom November 2012, in der die Vorgehensweise beschrieben ist:

[*quote*]
—————————————
On […], November […] 2012 […], Deutsche Telekom Abuse Team […] wrote:
>
> Sehr geehrter Herr Deckers,
>
> on Wed, 14 Nov 2012 15:03:46 +0100, you wrote:
>
>> Da die Mail über einen Verteiler läuft,
>> der mehrere User bei t-online als Adressaten
>> hat, habe ich DARÜBER keine Angaben, außer
>> dem, was ich Ihnen schon geschickt hatte. Da
>> waren die Empfänger angegeben.
>
>
> Es geht hierbei nicht um Empfänger. Wir setzen einen serverbasierten Filter ein, d. h., die E-Mails werden direkt beim Eintreffen auf dem E-Mail-Server gefiltert. Aufgrund der hohen Anzahl empfangener E-Mails (mehrere Millionen pro Tag) erkennt das System anhand bestimmter Eigenschaften zuverlässig Spam-E-Mails.
>
> Ein besonderes Verfahren stellt sicher, dass keine Rückschlüsse auf den eigentlichen textlichen Inhalt der E-Mails möglich sind. Aus diesem Grund werden auch E-Mails abgewiesen, die einen ausreichenden Anteil von Spam (z.B. als Zitat) enthalten.
—————————————
[*/quote*]

Das ist höchstgradig psychopathisch.. Denn auf diese Weise zensiert die Telekom Meldungen, die wir untereinander ÜBER Betrüger usw austauschen.

Was die Telekom da betreibt, ist Netz-Terrorismus.


—————————————
> Wir nehmen Fehlklassifizierungen unseres Systems sehr ernst und
> würden sie gern auch für zukünftige Fälle schnellstmöglich beheben. Eine Analyse setzt allerdings voraus, dass uns mindestens die
> vollständige Meldung unserer Systeme vorliegt. In manchen Fällen ist eine Analyse auch nur möglich, wenn zusätzlich die vollständige Originalmail vorliegt.
>
> Wir werden in diesem Fall eine Analyse mit den uns vorliegenden Daten versuchen, vermutlich wird dies aber daran scheitern, dass uns nicht die vollständige Meldung unserer Systeme vorliegt. Im Falle einer wegen der Einstufung als Spam abgelehnten E-Mail gibt unser Mailsystem folgende Fehlermeldung aus:
>
> Message considered as spam or virus, rejected
>
> Your IP: $SENDER-IP
> Mailhost: $RECIPIENT_IP
> Timestamp: $TIMESTAMP
> Expurgate-ID: $EXPURGATE-ID
> Authenticator: $AUTHENTICATOR
>
> Your message has been rejected due to spam or virus
> classification. If you feel this is inapplicable, please report the above error codes back to […] to
> help us fix possible misclassification. We apologize for any inconvenience and thank you for your assistance!
>
> Die Annahme Ihrer Nachricht wurde abgelehnt, da sie als Spam oder Virus eingestuft wurde. Sollten Sie dies als unzutreffend ansehen, senden Sie bitte obige Fehlercodes an
> […], damit wir die Klassifizierung untersuchen
> können. Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten und bedanken uns für Ihre Unterstützung!
>
> Hinweis: Jede Zeile beginnt mit der Fehlernummer “550-5.7.0”, diese haben wir aus Platz- und Lesbarkeitsgründen hier weggelassen. Die groß geschriebenen Wörter, die mit einem “$” beginnen, stellen Platzhalter für die tatsächlich ausgegebenen Daten dar.
>
> Die Fehlermeldung besagt, dass sich der Versender der abgelehnten E-Mail an die in dieser Fehlermeldung angegebene E-Mail-Adresse
> wenden möge, um die Ursache des Problems zu klären. In jedem Fall benötigen die Kollegen den oberen Teil der Fehlermeldung bis ein- schließlich der Zeile ‘Authenticator: $AUTHENTICATOR’, anderenfalls wäre eine Bearbeitung nicht möglich.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> […]
>
> Deutsche Telekom AG
> Products & Innovation
> CT-AP-A-I / Abuse
> T-Online-Allee 1
> D-64295 Darmstadt
> E-Mail […]
>
> http://postmaster.t-online.de
> http://www.t-online.de/abuse
> http://www.telekom.de
>
> Deutsche Telekom AG
> Aufsichtsrat: Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender)
> Vorstand: René Obermann (Vorsitzender), Reinhard Clemens,
> Niek Jan van Damme, Timotheus Höttges, Dr. Thomas Kremer,
> Claudia Nemat, Prof. Dr. Marion Schick
> Handelsregister: Amtsgericht Bonn HRB 6794
> Sitz der Gesellschaft: Bonn
> WEEE-Reg.-Nr.: DE50478376
>
> Große Veränderungen fangen klein an – Ressourcen schonen
> und nicht jede E-Mail drucken.
>
> Hinweis: Diese E-Mail und / oder die Anhänge ist / sind vertraulich und ausschließlich für den bezeichneten Adressaten bestimmt. Jegliche Durchsicht, Weitergabe oder Kopieren dieser E-Mail ist strengstens verboten. Wenn Sie diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte unverzüglich den Absender und vernichten Sie die Nachricht und alle Anhänge. Vielen Dank.
—————————————
[*/quote*]

Schweigen? Über diese ungeheuerliche, dreiste Schweinerei? NIEMALS!

Ich weise nochmals darauf hin, daß gerade bei medizinischen Themen es lebenswichtig sein kann, daß eine Email ankommt.

Ich warte nur noch darauf, daß ein Kranker wegen der Telekom zu Schaden kommt…
.
.
Wehret den Anfängen? Nein, WEHRET DER PRAXIS!

Das Riepl’sche Gesetz

Wednesday, December 5th, 2012

Laut dieses Artikels

http://carta.info/51464/finanzierung-des-journalismus-die-falsche-debatte/

(und Quellen-Verweis in die Wikipedia) gibt es einen Herrn Riepl. Der soll laut Wikipedia geschrieben haben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rieplsches_Gesetz

    [*quote*]
    ————————————-
    Trotz aller solchen Wandlungen ist indessen festzustellen, daß neben den höchstentwickelten Mitteln, Methoden und Formen des Nachrichtenverkehrs in den Kulturstaaten auch die einfachsten Urformen bei verschiedenen Naturvölkern noch heute im Gebrauch sind […]. Andererseits ergibt sich gewissermaßen als Grundsatz der Entwicklung des Nachrichtenwesens, daß die einfachsten Mittel, Formen und Methoden, wenn sie nur einmal eingebürgert und brauchbar befunden worden sind, auch von den vollkommensten und höchst entwickelten niemals wieder gänzlich und dauernd verdrängt und außer Gebrauch gesetzt werden können, sondern sich neben diesen erhalten, nur daß sie genötigt werden können, andere Aufgaben und Verwertungsgebiete aufzusuchen.

    […]
    – Wolfgang Riepl, 1913: [1]
    Wolfgang Riepl. Das Nachrichtenwesen des Altertums.
    Hildesheim: Georg Olms 1972, S. 4. ISBN 3-487-04218-5
    (zuerst: Leipzig: Teubner 1913).
    ————————————-
    [*/quote*]

Wie Jedermann sehen kann, sind Tontafeln auch heute noch in Gebrauch, ebenso Papyri und Baumrinde. Nur die Zahl der Anwender ist klein – und beschränkt sich auf Scherzbolde, Glückwunschkartenhersteller und -versender. Und gelegentliche Restauratoren und Archäologen und Historiker.

Das Zeitungssterben ist gar keines. Die Branche der Historiker und Restauratoren erlebt eine ungeahnte Blüte. Die Archive quellen über und die Archivatoren können ihr Glück kaum fassen: noch ECHTES Papier in der Hand zu halten!

Die nächste Generation hat es schwerer. Tablets einzulagern dürfte langweiliger sein.

Auch dem unbezahlten Journalismus geht es schlecht.

Wednesday, December 5th, 2012

Auch dem unbezahlten Journalismus, sogar der politischen Agitation, geht es schlecht.

    [*quote*]
    ————————————-
    Indymedia steht vor dem Aus
    Vom modernen Netz überholt
    ————————————-
    [*/quote*]

mehr:
http://www.taz.de/Indymedia-steht-vor-dem-Aus/!106488/

Wenn alles heruntergebrochen wird auf einzeln errreichbare Artikel, was dann?

1.
Das Herunterbrechen verhindern und nur noch Zugriff auf Pakete, die bezahlt werden nach Zeit (Monatsabo) oder Menge (Anzahl der Artkel oder Länge), oder Kombinationen.

2.
Einen Massenansturm durch sexy Themen (jawohl, sex sells!) oder andere Publikumsmagnete auslöse.

Letzteres wird ja schon länger versucht. Weil es die Surfer nichts kostet, gab es auch fast keine Proteste. Der Haken ist nur, daß hier eine Massenmanipulation betrieben wird, eine Kombination aus Steuern und Folgen der Herde angepeitscht wird. Eben dies macht das alles so ungemein gefährlich, die Grenze zur Demagogie und der interessengesteuerten Einflußnahme wird schnell und oft überschrittem. Insbesondere dann, wenn äußere Kräfte (man nennt sich “PR”) als Infiltratoren mitunter sogar Hausrecht haben bzw dieses an sich reißen.

Indymedia ist nur ein Fall von vielen, vielen, vielen. Der Brunnen verdorrt, die Karawane zieht weiter. Habe ich schon 2001, vor 11 Jahren, beschrieben:

http://www.ariplex.com/ama/ama_for1.htm

Wie will man die Masse halten? Nur über die Masse kann man die Werbung verkaufen. Oder selber Waren verkaufen – was wohl auch in den VZ ein mächtiger Reinfall war.

Ist den Verantwortlichen bewußt, in der vollen Tragweite bewußt, auf welchem verdammt schmalen Grat wir uns bewegen, und wie SIE, die Verantwortlichen, jene, die NOCH an der Macht sind, die Fahrt in die Todesspirale noch weiter zum freien Fall machen?

“Die Sondernutzung der deutschen Sprache durch Beamte sollte verboten werden.”

Wednesday, December 5th, 2012

Der Journalist WOLF SCHNEIDER

Wolf Schneider ist ein sehr munterer Journalist, der mit der “Süddeutschen Zeitung” eine Reihe von Videos gemacht hat, die ich gestern bei YouTube entdeckt habe. Inzwischen ist er 87 – und kein bißchen leise. Sein neues Buch ist von Mitte des Jahres, siehe Video am Ende der Liste.

“Die Sondernutzung der deutschen Sprache durch Beamte sollte verboten werden. Dabei ist es doch so einfach, verstaubte Ausdrücke in frisches Deutsch zu verwandeln. Wir verraten Ihnen wie – im Sprach-Videoblog von Wolf Schneider”

Zuwiderhandlung – unerlaubt!
http://www.youtube.com/watch?v=Ed3WPd1XYr0

Speak Schneider! (1): In Teufelins Küche
http://www.youtube.com/watch?v=PKnZwncYHPQ

Speak Schneider! (2): Liebe Deutschlehrer!
http://www.youtube.com/watch?v=Myj4ysTNazI

Speak Schneider! (3): Im Fokus der Bratkartoffel
http://www.youtube.com/watch?v=1RwlldeI4qI

Speak Schneider! (4): Benzin schmeckt nicht
http://www.youtube.com/watch?v=9ttdvzW1nL4

Speak Schneider! (5): Auf den Leim gegangen
http://www.youtube.com/watch?v=XNnfJc9Lme8

Speak Schneider! (8): Besorgte Terroristen
http://www.youtube.com/watch?v=S5mPEYIFlfs

Speak Schneider! (9): Liebe Blogger
http://www.youtube.com/watch?v=JD3SeSic39k

Speak Schneider! (10): Scherzkekse vom Wetteramt
http://www.youtube.com/watch?v=KtW_5B7uFOU

Speak Schneider! (18): So ist er, der Sommer
http://www.youtube.com/watch?v=llTId4d2w9E

Speak Schneider! (20) – Das hält ja keiner aus
http://www.youtube.com/watch?v=_-g5S54QHDc

Speak Schneider! (21) Selbstverwirklichung – wirklich?
http://www.youtube.com/watch?v=ZCV4fvQWNGw

Die Medien bitten zur Kasse
http://www.youtube.com/watch?v=htKXspcKli4

Zuwiderhandlung – unerlaubt!
http://www.youtube.com/watch?v=Ed3WPd1XYr0

Speak Schneider! (20) Vergesst die Balance!
http://www.youtube.com/watch?v=62ujwU8LjCg

Wolf Schneider
http://www.youtube.com/watch?v=B5yf9iBhNzk

Wolf Schneider Summerschool 2011
http://www.youtube.com/watch?v=RTVUSdEbAi4

Wolf Schneider über “Schweinegrippe-Journalismus”
http://www.youtube.com/watch?v=KrookwRhy24

Speak Schneider ! – Schöner leiden
http://www.youtube.com/watch?v=WiK9FK2Eb7g

Lob der Beleidigung!
http://www.youtube.com/watch?v=ZIPzrbAPpxA

Autor Wolf Schneider | NDR Talkshow
http://www.youtube.com/watch?v=A13eU-dbW68
“Published on Jul 23, 2012
Der Journalist Wolf Schneider ist Koryphäe, Sprachkritiker und
Sprachstillehrer – und ehemaliger NDR Talk Show Moderator.
Nun erscheint sein Buch “Die Wahrheit über die Lüge””

Ein kleine, aber sehr gut gewürzte Hommage an Wolf Schneider:

“Die Wahrheit
Auf dem Speakwalk
11.05.2012
Die neue Kollektion des Sprachzaren Wolf Schneider. von Leo Fischer”

http://www.taz.de/!93136/

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