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H ist ein Schwein
Sunday 31 March 2013 @ 8:48 pm

H ist ein Schwein. Ein mieses Schwein. Ein Sadist. Er genießt es, Menschen ins Unglück zu stürzen. Er genießt es. Ganz besonders genießt er es, dafür hofiert und auch noch bezahlt zu werden. Das ist ihm die Krone seines Schaffens. Und seines Genusses.

Seine Opfer sucht er nicht selbst aus. Sie erwählen ihn. Wie ein Magnet zieht er sie an; früher oder später steuern sie ihn an. Auf ihn zu. Das ist ihr Ende.

Seine Begabung ist das Ausdenken, das Erfinden, das Phantasieren. Zu einem Literaturpreis allerdings … reicht es nicht. Kein bißchen. Dazu ist H’s Erfindungsgabe zu einfach. Die Erfindungshöhe seines Schaffens ist so niedrig, daß er sich seine Methode geradezu patentieren lassen könnte.

Da ist ein Gift, es zerstört, es vernichtet, es kann töten. Doch was sagt H? H sagt: “Dieses wunderbare Mittel der Natur kann dich heilen!” Das ist seine Methode: das Lügen. Je größer die Lüge, desto eher wird sie ihm geglaubt. Das ist die Magie seines Lebens.

H verkauft die Lügen und er verkauft das Gift. Er wird verehrt und geliebt. Man bewundert ihn. Das ganz Besondere an seiner Magie: sie verselbständigt sich. Ohne sein Zutun erwachsen ihm Jünger, die seine Lügen weitertragen, verkünden – und natürlich Geld damit machen.

Er ist der Schöpfer der Lüge und des Tods. Er ist ein Magier.

Das genießt er.

Die Menschen kaufen seine Lügen, sie kaufen sein Gift, sie vergiften sich, sie sterben, und noch im Tod rufen sie ihn an. Er ist Gott.

Okay, okay, ganz so weit ist er noch nicht. Er ist nicht Gott. Er ist ein Gott. Aber immerhin, er ist wer.

Er, ein schäbiger Piefke, der es zu nichts, aber auch gar nichts gebracht hat, er ist ein Gott. Durch die Kraft seines Geistes, seiner Phantasie – okay, durch seine Lügen, also, durch seine Lügen hat er die Menschen in der Hand. Eine Lüge hier, eine Lüge da, einfach so reingeworfen in die Welt, früher oder später wird Jemand sie lesen und weiter verbreiten.

Eine Lüge hier, eine Lüge dort. “Impfen tötet”. Eine Lüge. Aber sie verkauft sich gut. “Petroleum entgiftet die Leber.” Eine Lüge. Aber sie verkauft sich gut. “Die Aliens sind um uns”. Eine Lüge. Und wie gut sie sich verkauft!

Eine Lüge kann nicht sterben. Irgend jemand gräbt sie wieder aus. Immer und immer wieder. Eine Lüge kann nicht sterben. “Dieser Edelstein heilt dich!” Eine Lüge. seit 2000 Jahren endlos wiedergeboren. Seine Lügen, auch sie wird es in 2000 Jahren noch geben. Lügen sind unsterblich. Man braucht nichts weiter, er braucht nichts weiter, als Idioten, die sie glauben, und skrupellose Killer, die sie verbreiten. Helfer, Helfershelfer. Apologeten, Abzocker, Profiteure. Schieber, Ganoven, eiskalte Mörder. Wobei sie, ihm gleich, ebenfalls Erfinder sind, Erzähler sind. Lügner sind. Er erfindet seine Lügen und sie erfinden ihre Lügen. Ein Netz, eine Gesellschaftsklasse, eine Welt für sich. Er weiß, daß sie lügen, sie wissen, daß er lügt. Doch wie in einer Comedia spielt jeder seine Rolle, ob es donnert oder kracht, ob die Razzia zuschlägt oder der Tod im Rausch… Jeder bewahrt das Gesicht; das ist die hohe Kunst. Okay, okay, so hoch ist sie nicht. Aber sie spielen jeder eine Rolle, und jeder ist ein Schauspieler und jeder ist ein Gott.

Und jeder ist ein Schwein.




Meinungsfreiheit
Thursday 7 March 2013 @ 9:41 pm
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    “DJV: Meinungsfreiheit muss auch in Internetforen gelten

    Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert, dass die Meinungsfreiheit in vollem Umfang auch in Internetforen und -portalen gelte müsse. Hintergrund ist der Fall eines Portalbetreibers, dem das Landgericht Duisburg Beugehaft angedroht hat, wenn er nicht die Daten zu einem Forenbeitrag herausgibt, in dem ein Krankenhaus kritisch bewertet wird.”
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Hat sich eigentlich jemand mal NÄHER mit der Materie befaßt? Dann wäre ihm aufgefallen eine hochperverse Situation:

Die Betreiber von Web-Foren sichern die Meinungsfreiheit, indem sie ihre Web-Sites im Ausland lagern, in Ländern, die alles andere als menschenfreundlich sind, und die immer wieder durch drakonische Härten gegen Journalisten auffallen.

Ist es nicht seltsam, daß wir kritischen Journalisten in Deutschland den kritischen Journalismus nur aufrecht erhalten können mit Hilfe von Ländern, die Pressefreiheit und Menschenrechte mit Füßen treten?

Ein noch schlimmeres Armutszeugnis für die deutsche Politik und die deutsche Justiz kann es gar nicht geben.

Aribert Deckers
20.02.13 12:08
(http://meedia.de/internet/djv-meinungsfreiheit-muss-auch-in-internetforen-gelten/2013/02/19.html)




Kontinental-Drift
Thursday 7 March 2013 @ 9:37 pm

Wenn Politik und Justiz unentwegt das bauen, was der Landwirt ganz einfach “Mist” nennt, ist bürgerlicher Ungehorsam noch die mildeste Form der Kritik.

Wenn ein ganzer Staat, das sind Millionen Menschen, von Politik und Justiz in den Ruin gebracht wird (wie nicht nur in Griechenland, sondern auch und vor allem in Deutschland), dann ist bürgerlicher Ungehorsam nicht das Mittel der Wahl des Widerstands.

Nach den Revolutionen in Afrika ist Europa an der Reihe. Zeit aufzuwachen.

Aribert Deckers
21.06.11 18:59
(http://meedia.de/internet/hacker-legen-website-der-britischen-polizei-lahm/2011/06/21.html)




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