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Twitter, der Jauchekanal des WWW
Friday 14 June 2013 @ 4:03 am

Twitter ist ein gigantischer Haufen Schrott. Es ist Arbeitszeitvernichtung und Lebenszeitvernichtung im Giga-Maßstab.

Twitter wurde 2012 über 1/2 Jahr lang ausgiebig getestet. Das Ergebnis ist verheerend: Das uralte Usenet war schon vor 20 Jahren Twitter meilenweit voraus. Leider sind die meisten Netzbenutzer (“Netizen”) heute zu dumm, das Usenet und seine Möglichkeiten auch nur annähernd zu begreifen. Dabei will ich nicht sagen, daß ich das Usenet mag, beileibe nicht. Aber es hat ein ungeheures Potential, das nahezu völlig ungenutzt bleibt.

Eine der großen Chancen des Usenet: Daten werden von den Servern auf Vorrat gehalten (“retention-time” = Rückhaltezeit, Aufbewahrungszeit) – meist 90 Tage, aber auch weniger, wenn der Traffic sehr hoch ist. Man kann mehrere Tage Pause machen und bekommt trotzdem alle News, die in dieser Zeit geschickt und eingesammelt wurden. Bei Twitter dagegen werden neue Meldungen sehr schnell durchgespült und sind dann teilwese schon nach Minuten nicht mehr sichtbar.

Während das Einsammeln der Usenet-News auf Knopfdruck automatisch geschieht, unabhängig davon wieviele es sind, muß man bei Twitter beim Zurückhangeln der Meldungen in der Zeitleiste unter Umständen 1 Stunde und mehr immer wieder und immer wieder von Hand weiterklicken. Beim kleinsten Fehler bricht alles zusammen und man muß wieder von vorne anfangen. Twitter ist – nicht nur in diesem Punkt – ein hochgradig idiotisches und sadistisches System, das Menschen auf das Primitivniveau von stupiden Knöpfchendrückern zwingt.

Ein weiterer Vorteil des Usenets: Im Usenet können nahezu beliebig große Texte gesendet werden. Twitter dagegen ist eine geisteskranke Krücke mit lächerlichen 140 Zeichen, die Einem nicht einmal richtige Sätze oder Zitate ermöglichen.

Die selbstherrliche Administrierung bei Twitter kann einen User jederzeit rauswerfen, was gewisse Personen wie ein Herr Michael Seemann zum Beispiel so benutzen:


    [*quote*]
    ———————————————–
    Michael Seemann ?@mspro

    menschlicher abschaum zum spamblocken: @thistell, @stimmviech, @aribertdeckers, @berufszyniker16, @luggi07, @fishermanAC, @lido_lee. pls rt.
    4:15 AM – 27 May 13
    ———————————————–
    [*/quote*]

Das Usenet ist kein Ort der Watte und der flauschigen Freundlichkeit, im Gegenteil: Kriminelle wie Janet Mae Drew [1] und Andrew Ben Hua Chung [2] treiben dort jahrzehntelang ihr Unwesen. Das ist einer der Gründe, warum ich das Usenet nicht mag. Aber beim Usenet kann man wenigstens SEHEN, was geschieht. Bei Twitter kann man mit geisteskranken Spamblocks oder anderen Mätzchen daran gehindert werden, Dinge überhaupt zu sehen. Ein anderer Balken am Hirn der Twitter-Macher: die Schranke von 2000 Accounts, die man beobachten (“follow” = verfolgen) kann. Wie soll sich ein Journalist ernsthaft informieren, wenn die Zahl seiner Quellen mit dem Hackebeil beschränkt wird!? Das ist grotesk, das ist jenseits von lächerlich.

Wobei es aber User gibt, die mehr als 2000 Accounts folgen. Wie machen die das? Sehr einfach: Die sind mit der von Twitter vorgegebenen Dumpfbacken-Methode “Du folgst mir, ich folge Dir” Stück um Stück über die 2000-er Grenze hochgekommen. Wer ein Minimum an Followern hat, DARF mehr als 2000 Personen folgen.

Das heißt: Twitter ERZWINGT bestimmte primitive Verhaltensweisen. Unter anderem die Vernetzung der Personen untereinander ist dann weidlich ausschlachtbar in zukünftigen Strategieänderungen und Skript-Einbauten zur kommerziellen Ausbeutung der User. Die Macher von Twitter sind nicht dumm, sie sind niederträchtig.

Dazu gehört auch die ungeheure Menge an Traffic, den Twitter erzeugt, und zwar erzeugt durch völlig sinnlose Datenvernichtung. Während beim Usenet eingelesene Daten im PC gespeichert werden und danach ständig verfügbar sind (wenigstens bei guten Programmen wie “Forte Agent”), wird bei Twitter ständig neues Einlesen erzwungen. Wer mobil ins Netz geht, wird dadurch in hohe Trafficvolumen, also hohe Kosten gezwungen. Die Mobilfunkbetreiber können sich die Hände reiben. Wenn es Twitter nicht schon gäbe, es wäre eine ihrer lohnendsten Investitionen gewesen.

Weiter: Da Twitter ständige Aufmerksamkeit erfordert, lenkt es vom normalen (Berufs)arbeiten am PC ab. Bei 100 Mio Usern und pro Tag nur 5 Minuten UNNÜTZEM (!) Warten auf das Einlesen aus dem Datenstrom sind das 500 Mio Minuten Zeitverschwendung pro Tag. Laut
http://www.digitalnext.de/twitter-200-mio-aktive-nutzer/
hatte Twitter im Dezember 2012 200 Mio User erreicht. Macht mehr als 1 Milliarde Minuten Zeitvernichtung pro Tag.

Es sind aber nicht 5 Minuten am Tag, sondern ein x-faches davon!

Der gesamtwirtschaftliche Schaden sollte Grund genug sein, Twitter auf der Stelle abzuschalten.

Um die Gefahr zu verdeutlichen: Zeitvernichter wie Twitter haben einen sehr starken Suchtcharakter. Während Rauschgifte wie Opium, Heroin, usw per Gesetz verboten sind, ist das bei Internet-verbundenen Suchtgiften noch nicht der Fall. Die Süchtigen mögen lamentieren, daß Kneipen auch nicht verboten sind. Das ist wohl wahr, nur ist einerseits deren Gefahr schon lange bekannt und es wurden Sperrstunden, Altersgrenzen usw eingeführt. Bei Internet-verbundenen Suchtmitteln werden dagegen selbst die Existenz der Süchte und deren Gefährlichkeit noch immer entschieden geleugnet, am meisten von denen, die davon profitieren. Daß die Betreiber von “social media” teilweise sogar extrem kriminelles Verhalten an den Tag legen, ist kein Geheimnis mehr – aber Staat und Politik tun nichts dagegen. “non olet” regiert, die Kumpanei von Vollblödheit, Charakterlosigkeit und Korruption.

Es wird behauptet, Twitter sei ein gutes Werkzeug für Journalisten. Nein, dem ist nicht so! Um das zu verdeutlichen, zeige ich 2 weitere Fallen: die Zahl der “Follower” und die Zeitabhängigkeit.

Eine große Zahl von “Followern” bedeutet (fast) gar nichts. Viele “Follower” sind nichts weiter als von Robotern (“bots”) eingetragene Accounts. Der Sinn dieser Eintragungen ist sehr einfach: Reklame. Ein Reklameverteiler setzt sich rotzfrech in die Reihe der Follower einer Person. ANDERE Surfer werden dann aus Neugier sehen wollen, wer dieser Follower ist – und schon sind sie hereingefallen.

Früher war es “name-dropping” – die Namen einer zu bewerbenden Firma oder Ware erwähnen, damit die NAMEN im Gedächtnis der Leser und Zuhörer bleiben – heute werden in privaten Web-Seiten und Follower-Listen Namen und URLs injiziert.

Bösartige Roboter verteilen direkt oder indirekt URLs von mit Trojanern und Viren vergifteten Web-Sites. Neuere Tricks machen das nicht direkt, sondern über eine oder mehrere Zwischenstufen.

Insgesamt ist das Ziel der Kriminellen: Sich so oft wie möglich überall einzuklinken und die vorhandenen Accounts echter User zu überschwemmen.

Je größer die Fläche, die erobert wird, desto größer die Chance, daß sich Surfer dorthin verirren und einen der Links anklicken.

Das Erobern muß nicht aktiv geschehen durch Verschicken von direkt adressierten “Tweets” (Meldungen in Twitter werden so genannt) oder Zustimmungen (“favorites”) zum neugierig-Machen. Nein es genügt das passive Vorhandensein und Warten.

Es sind Fallensteller; ihre Werkzeuge sind die Neugier der Surfer und die Zeit.

Die Fallensteller kommen zuhauf. Oft sind pro Tag mehr Follower durch “Bots” (Roboter) eingetragen als durch echte Menschen. Wer viele Meldungen verschickt, hat für Fallensteller einen höheren Wert und bekommt deswegen mehr Überfälle durch Bots. Eine Zahl von 1000 oder 10.000 Followern besagt also gar nichts. Selbst ein völlig ruhiger Account wird mit der Zeit durch Bots bevölkert. Sich einer großen Zahl von Followern zu erfreuen und meinen, man habe eine Wichtigkeit, ist eine Selbsttäuschung. Man ist nichts weiter als ein Ankerplatz für Fallensteller. Räumt man nicht auf, macht man sich zu deren Komplizen.

Fallensteller sind Parasiten. Twitter ist nichts anderes als eine riesige Verteilorganisation dafür. Wer sich mit Twitter beschäftigt, sollte sich diese Parasiten schnell und hart vom Hals schaffen. Tut man das nicht, sorgt man durch bloßes Nichtstun für deren Verbreitung und übergibt die echten Menschen um sich herum diesen Parasiten. Darf man das verantworten?

Nun zum Faktor Zeit. Angenommen Jemand habe 30.000 Follower. Was besagt das? Nicht viel. Ich habe 2012 Joseph Mercola, einen besonders üblen PR-Mafioso beobachtet, der anscheinend vor gar nichts zurückschreckt. So sind in seiner Web-Site alleine 36 Web-Seiten damit befaßt, dem kriminellen Psychopathen Ryke Geerd Hamer
http://www.todessekte.de
http://www.deathsect.com
zu huldigen und ihm das Flair eines großen Wissenschaftlers zu geben – angesichts der hunderte Todesfälle, für die Hamer verantwortlich ist, eine durch und durch kriminelle Handlung.
Joseph Mercola hatte seinerzeit, wenn ich mich nicht irre, rund 30.000 Follower.

Interessant war zu sehen, wie die Reaktionen waren auf Tweets von Mercola – oder auf Kritik, wenn man ihm Vorhaltungen wegen seiner Reklame für Hamer macht.

Das Ergebnis: Trotz 30.000 Follower fast keine Resonanz. Während Mercola’s idiotische medizinische Behauptungen und Lügen nur von einer handvoll Surfer weitergereicht (“retweeted”) werden, ist die Reaktion auf Kritik noch seltener. Amüsanterweise stellt sich heraus, daß Reaktionen auf Kritik oft nicht von Anhängern Mercola’s kommen, sondern von anderen Kritikern.

Das aus der Vogelperspektive zu sehen (was damals noch möglich war – Twitter hat inzwischen einiges stark eingeschränkt) war sehr ernüchternd. Trotz 30.000 Followern ist man ein Rufer in der Wüste. Die Frage ist: Warum!?

Nehmen wir an, ein User X habe 24.000 Follower und diese seien gleichmäßig um den Globus verteilt. Dann kommen 1000 pro Stunde überhaupt in das Zeitfenster, etwas von X zu sehen. Vielleicht sogar noch weniger. Sogar VIEL weniger, denn um einen Tweet von X zu sehen, müssen sie möglichst zeitnah zu diesem Tweet die neuen Meldungen einlesen. Sind sie zeitlich zu weit entfernt, bekommen sie den Tweet gar nicht auf den Schirm.

Das Ganze ist ungefähr so als ob man an einem Fluß säße und andauernd werfen Leute etwas hinein. Man sieht dann nur das, was IN DEM MOMENT, wo man hinschaut, an einem vorbeischwimmt. Da sind also die viele Abfallstücke und jede Menge Unrat, die an Einem vorübertreiben. In einem Augenblick sind sie da, und im nächsten sind sie weg. Man müßte, um sich einigermaßen ein Bild zu verschaffen, STÄNDIG in die Brühe starren. Macht das einen Sinn? Nein!

Im Usenet werden die “Posts” (Meldungen) vom Server gesammelt und man erhält sie allesamt auf Knopfdruck. Man kann sie filtern, man kann sie sortieren. Sie sind gespeichert und problemlos durchsuchbar mit einer Volltextsuche auf Zeichenketten-Basis.

Bei Twitter guckt man in den vorbeitreibende Unrat und kann oft selbst einfache Dinge höchstens mit einem Screenshot festhalten.

Während im Usenet etwas 1x gepostet (in das Netz geschickt) werden muß und dort die Empfänger auch erreicht, ist es bei Twitter eine völlig sinnlose Lotterie – man kommt nur zu denen durch, die gerade hinsehen, also lächerlich wenige.

Zu meinen, daß man mit Twitter ernsthaft Neuigkeiten verschicken könnte, ist ein ganz, ganz dicker Trugschluß.

Wer den Zeitfenster-Effekt auffangen will, indem er eine Meldung mehrere Male immer wieder neu verschickt, erlebt 2 unangenehme Überraschungen. Erstens nimmt Twitter oft Wiederholungen gar nicht erst an und zweitens sind Wiederholungen verpönt und führen dazu, daß man gemieden wird. Mit anderen Worten: Man sitzt in der Falle. Man erreicht das Publikum nicht, und man wird obendrein gemieden.

Twitter als Verbreitungsmedium ist ein Witz. Das einzige, wozu sich Twitter wirklich eignet: wie ein Huhn herumzugackern und meinen, daß Einem Jeder zuhört, meinen, man sei der Mittelpunkt der Welt.

Würde man den Netzstecker ziehen – die Öffentlichkeitswirkung ist nur unwesentlich geringer…

Twitter ist Schrott.

—–
[1] Janet Mae Drew
FAQ about JAN DREW, the Net stalker and agent for the naturopathic mafia
http://www.transgallaxys.com/~aktenschrank/zerobrainers/DREW_FAQ.txt

Home of Jan Drew the usenet kook!
AKA Janet Drew, Janet Mae Drew, Janet Mae Nelson, Janet Mae Stidd
http://jandrew.somebastard.net/

[2] Andrew Ben Hua Chung
FAQ about murderous Satan Andrew Ben Hua Chung, guilty for the death of a child
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7628




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