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Liebe Leser, haltet die Schnauze! … rein prophylaktisch, natürlich…
Thursday 29 May 2014 @ 7:55 am

Liebe Freunde der Zensurschere und anderer Ursulitäten,

weil man nie weiß, ob das Internet morgen noch steht, hier kurz der Artikel [1], bevor er vorausnacheilendem Gehorsamsvollzug zum Opfer fällt:

    http://www.pesterlloyd.net/html/1422vorauseilendezensur.html

    [*quote*]
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    (c) Pester Lloyd / 22 – 2014 NACHRICHTEN 29.05.2014

    Vorauseilende Zensur: Medien in Ungarn haften künftig für das Verhalten ihrer Leser

    Das ungarische Verfassungsgericht sah sich diese Woche veranlasst ein Zensuredikt des Obersten Gerichtes zur Verantwortlichkeit für Leserkommentare unter Online-Artikeln zu bestätigen und einen von der Vereinigung der Content Provider eingebrachte Beschwerde dagegen zu verwerfen.

    Protest im ungarischen Parlament anlässlich der Mediengesetze…

    Die Kurie bestand darauf, dass die rechtliche Verantwortung für Kommentare von Lesern, die “die Grenzen der freien Meinungsäußerung” überschreiten, bei den Betreibern der jeweiligen Webseite liegt, unabhängig davon, ob es sich um ein moderiertes oder unmoderiertes Forum handelt.

    Auslösender Fall war jedoch nicht eines der neonazistischen Hetzportale, die tagtäglich gegen alle nur denkbaren Gesetze verstoßen, sondern eine zuvor abgehandelte Verleumdungsklage seitens des Staatssekretär János Lázár, Orbáns rechter Hand, der sich durch Leserkommentare in einer oppositionellen Zeitung beleidigt fühlte und den Prozess gewann. Unmittelbar nach dem Urteil veranlasste er eine entsprechende Gesetzesverschärfung.

    Die Anbietervereinigung, aber auch die Bürgerrechtsgruppe TASZ stehen hingegen auf dem Standpunkt, dass jeder mündige Bürger für seine Taten selbst verantwortlich ist und es völlig ausreichend sei, dass die Provider und Publisher im Falle von strafrechtlichen Übertretungen den Strafverfolgungsbehörden die Verbindungsdaten ausliefern und die inkriminierten Texte entfernen. Alles andere sei gegen Grundrechte gerichtet.

    Nach neuer Rechtsprechung können die Medien nun auch für bereits gelöschte, aber dokumentierte Kommentare belangt werden. Diese Ausdehnung der Verantwortung auf die Medienanbieter würde diese existentiell gefährden, die Folge wäre vorauseileinde Repression gegen die Presse- und Meinungsfreiheit und damit die Einschränkung eines gesellschaftlichen Diskurses, denn nun würden – aus Angst vor kostenintensiven Verfahren oder Strafen – auch Meinungen zensiert, die womöglich gar nicht rechtlich relevant sind.

    Das Verfassungsgericht, das bereits fast zur Hälfte aus von Orbán besetzten Richtern besteht, folgte diesen Befürchtungen nicht, es stellt sich auf den Standpunkt, dass die Ausübung dieser Grundfreiheiten nicht durch die Haftungsausweitung auf die Medien beeinträchtigt wird.
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    [*/quote*]

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Die Harmonisierung des Rechts wird uns noch wundersame Überraschungen bescheren (sic !) – unabhängig davon, ob an dem Artikel etwas dran ist oder man etwas dran läßt.
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1984 war gestern…

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[1] Vielen Dank an den PESTER LLOYD (http://www.pesterlloyd.net) für die Erlaubnis zur Wiedergabe des Artikels.




Homeopathy is a Potemkin village of imposturing analphabets
Monday 26 May 2014 @ 1:36 pm

So they did not read Hahnemann even once, those great masters of medicine in general and of the universe in special?

We never would have guessed that, honestly…




Aktivismus und Journalismus: Friedrichs-Regel “offenkundig falsch”
Friday 9 May 2014 @ 3:59 am

“Aktivismus und Journalismus: Friedrichs-Regel “offenkundig falsch””

http://derstandard.at/1399507025370/Aktivismus-und-Journalismus-Friedrichs-Regel-offenkundig-falsch
(Der Standard)

Und was ist jetzt? Ist der Satz falsch, weil er von Friedrichs nicht gesagt wurde? Oder weil er inhaltlich falsch ist?

Darf der Satz nur angegriffen werden, weil man die Quelle nicht finden kann?

Was ist mit denen, die fast 20 Jahre lang mit diesem Satz maltraitiert und indoktriniert wurden? Werden sie endlich den Mund aufmachen dürfen oder ist die Schere im Kopf schon zu zerstörerisch gewesen und der Hirnschaden irreparabel?

Es gibt ein 2. Beispiel: “Positiv denken!” Das kam vor über 50 Jahren nach Europa. Und es wütet immer noch.

Wieviele Jahrzehnte soll sich der Journalismus einer definitiv INHALTLICH falschen Order unterwerfen?
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Es stellt sich übrigens auch eine ganz andere Frage: Was wäre, wenn Jemand etwas inhaltlich richtiges gesagt hat, und sich hinterher herausstellt, daß er es gar nicht gesagt hat?: Wird die Aussage dann plötzlich ungültig, obwohl sie doch inhaltlich wahr ist?

Warum wird immer wieder Gurus hinterhergehechelt? Warum werden immer wieder Gurus aufgebaut, denen sich Andere zu unterwerfen haben?

Warum wird nicht ENDLICH der *INHALT* in den Mittelpunkt des Journalismus gestellt?
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Der real praktizierte Journalismus als Suhle von Herdentriebsendorphinikern muß ein-für-allemal ein Ende haben!




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