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Nutztierhaltung bei Journalisten

Friday, July 31st, 2015

Ameisen sind lustige Kerlchen, gehen sie doch auf die Weide und hüten ihre Herden und melken sie. Journalisten sind nicht minder lustig. Ihre Nutztiere sind anderer und mannigfaltiger Art.

Nutztiere haben eine Aufgabe. Sie sind kein Hobby, sondern bringen ihrem Besitzer bzw Bewacher Vorteile, direkte Nahrung und indirekte Nahrung. Broterwerb. So ist das. Bei den Ameisen gilt das Interesse dem süßen Zeug, das Läuse abgeben. Bei Journalisten ist es,…….. auch so eine Sache für sich, und auch sie hat ein G’schmäckle.

Da gibt es in einer großen Stadt X eine Zeitung Y. Die Zeitung berichtet hin und wieder über seltsame Dinge in der Stadt, Dinge über die man die Stirn runzeln muß.

Die Zeitung berichtet. Gut, das ist ihre Aufgabe. Aber ist das ihre einzige Aufgabe? Ein Gespräch mit der Redaktion offenbart, daß die Lage komplizierter ist als der arglose Leser vermutet. “Gäbe es etwas zu kritisieren,” denkt der Leser, “so würde die Zeitung es tun”. Wahr ist hingegen, daß die Redaktion sehr wohl weiß um die Eskapaden gewisser Personen in der Stadt, und daß diese Eskapaden durchaus gefährlich sind. Aber das schreibt die Zeitung nicht. Kritik läßt sie verschwinden. Warum? Weil der Unsinn, den die Personen anstellen, der Zeitung immer wieder Geschichten für die Seite 3 beschert. Kritik würde die Personen bloßstellen als das, was sie sind. Dann gäbe es durch sie keine weiteren Geschichten mehr für die täglich immer wieder zu füllende Seite 3.

Also halten die Redakteure still ihre Nutztiere, und die Stadt und ihre Bürger haben – wie die Pflanzen – Läuse auf dem Pelz…

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