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Fremdarbeiter für die Heimatfront!
Friday 28 August 2015 @ 1:04 pm

Es ist schon ein paar Jahre her, da bedurfte die deutsche Industrie der Arbeitskraft von billigen Arbeitern. Sie bekam sie: Arbeiter aus dem Ausland, Fremde, die in billigen Unterkünften hausten, der deutschen Sprache kaum mächtig waren, und für wenig Geld schufteten.

Die Fremdarbeiter arbeiteten.

Sie lernten, sie arbeiteten, sie schickten Geld nachhause.

Sie wurden ethisch unbequem. Das Wort “Fremdarbeiter” paßte nicht mehr in den Geist der sich ändernden, angeblich “sozialdemokratischen” Zeit . So wurden sie “Gastarbeiter”.

Sie arbeiteten.

Sie lernten, sie arbeiteten, sie schickten Geld nachhause.

Die deutsche Industrie bedurfte der Arbeitskraft von billigen Arbeitern. Doch es kam anders. Es kamen Menschen. Menschen, die hier Familien gründeten, Angehörige aus den Heimatländern nachholten, und die Kinder bekamen.

Die deutsche Industrie bedurfte der Arbeitskraft von billigen Arbeitern. Doch es kam anders. Es kamen Menschen. Menschen, die hier blieben und die hier alt wurden. DAS ist das Problem.

DAS ist das Problem. Genau DAS!

Die Bevölkerungspyramide Deutschlands hat sich bis heute so verändert, daß es weniger Geburten als Sterbefälle gibt. Die Pyramide hat sich zum Alter hin verschoben: Immer weniger Junge stehen einer immer größer werdenden Zahl von Alten gegenüber, Alten, die von den Jungen ernährt werden müssen! Das magische Wort heißt “Rente”. Rente wird ausbezahlt an Alte, und das Geld stammt aus den aktuellen Einahmen aus dem Lohn der jetzt Arbeitenden. Immer mehr Alte – und die Last auf dem Rücken der Jungen wird immer größer.

Die Alten sind eine Last.

Fremde Arbeiter sind eine Entlastung, denn auch sie zahlen in die Rentenkasse ein. Der Haken ist nur: auch sie werden älter UND sie bleiben hier. An genau diesem Punkt ist die deutsche Politik gescheitert. Sei es aus totaler Hirnlosigkeit, sei es aus sozialfaschistischer Skrupellosigkeit – das Ergebnis ist dasselbe: Man holt Arbeitskräfte in das Land, die das wirtschaftliche Problem nicht lösen, sondern erstens in die Zukunft verschieben und zweitens dramatisch verschärfen.

Politik und Industrie machen eine Anleihe bei der Zukunft, die nicht zu bezahlen ist. Denn auch die neuen Arbeiter, die neuen Bürger, werden alt, und auch sie wollen später Rente, auch sie brauchen etwas zu essen und ein Dach über dem Kopf. Doch da ist nichts mehr. Da wird nichts mehr sein. Denn es wird alles im Jetzt aufgefressen.

Anfang August 2015 berichtete die Tagesschau:

    http://www.tagesschau.de/inland/modelleisenbahn-fleischmann-101.html

    [*quote*]
    ——————————————————————————-
    Modellbahnhersteller Fleischmann insolvent Pleite in der Modellbahnwelt

    Stand: 05.08.2015 16:06 Uhr

    Der Modellbahnhersteller Fleischmann hat Insolvenz angemeldet, um sich seiner Pensionskosten zu entledigen. Die nach Stellenabbau verbliebenen Mitarbeiter könnten sie nicht mehr erwirtschaften. Fleischmann-Loks sollen aber weiter produziert werden.

    In europäischen Kinderzimmern werden immer seltener Modelleisenbahnen aufgebaut – und die Hersteller der Miniaturzüge kämpfen ums Überleben. Branchenführer Märklin gelang nach der Insolvenz vor vier Jahren ein Neuanfang. Und den versucht jetzt auch das Traditionsunternehmen Fleischmann. Am Dienstag meldete es Insolvenz an.

    Fleischmann war in den vergangenen elf Jahren unter dem Druck hoher Personalkosten immer stärker geschrumpft – von einst 600 Mitarbeitern auf zuletzt 33. Am Standort im bayerischen Landkreis Ansbach sind nur noch Entwickler, Konstrukteure und Marketingfachleute beschäftigt. Produzieren lässt das Unternehmen längst im Ausland. Zuletzt lag der Umsatz bei 15 Millionen Euro.

    Pensionsansprüche treiben Fleischmann in die Insolvenz

    Genau dieser massive Stellenabbau wurde nun zum Problem. Die verbliebenen Mitarbeiter könnten die Betriebsrenten der früheren Beschäftigten nicht mehr schultern, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Dafür solle nun der Pensions-Sicherungs-Verein einspringen, mit dem die deutsche Wirtschaft Betriebsrentner bei Firmeninsolvenzen absichert.
    ——————————————————————————-
    [*/quote*]

Modellbahnhersteller Fleischmann als Modell für Deutschland? Wem will die Bundesrepublik Deutschland ihre Altenlast aufbürden? Da ist niemand! Da ist nichts als ein großes schwarzes Loch namens Zukunft, auf das wir in voller Fahrt zutreiben, immer schneller und schneller.

Und dann

gibt es “Soylent green”.

Diese Situation ist nicht neu, sondern seit Jahrzehnten bekannt. Siehe diese beiden vor rund 20 Jahren geschriebenen Artikel:

“Unterhalten wir uns mal über das Sterben.”
(C-001.316
written ……….: 19.3.96
last time revised : 23.12.96)
(http://www.ariplex.com/tina/tina_cf.htm)

“Sagte Adam Riese: Item: Es ist ein Mann mit Arbeit, der arbeit volle 6 Jahr. Wisse: Er beginnet die Arbeit mit 27 Jahr und sterbt mit 77. Wieviel muß er verdienen, auf daß er der Rente bis ins hohe Alter genieße?”
(P-050)
(http://www.ariplex.com/petra/petra000.htm)
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Wir erwarten jetzt in Deutschland 800.000 Asylsuchende pro Jahr. Die Industrie freut sich. Das tat sie auch über die Fremdarbeiter. Doch die Zeche zahlen Andere, in der Zukunft, in einer Zukunft, die sie nicht haben werden, denn dann ist die Erde kahlgefressen.

Immer neues Kanonenfutter für die Heimatfront ist NICHT die Lösung, sondern der Tod. Die einzige Rettung ist die sofortige radikale Senkung der Geburtenrate in den explodierenden Ländern in Afrika, Asien und den Amerikas.

Impfkampagnen sind eine gute Sache und sie retten Leben. Aber ohne gleichzeitige radikale Geburtenkontrolle sind sie Massenmord.

Die Menschen wollen auch morgen leben. Und wir haben nur eine Erde.

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Stürmt die Bastille!
Friday 28 August 2015 @ 11:32 am
    “Das Hamburger Abendblatt holt Flüchtlinge als Reporter”
    http://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article205612527/Das-Hamburger-Abendblatt-holt-Fluechtlinge-als-Reporter.html

    [*quote*]
    —————————————————————————–
    Hamburg. In einer neuen wöchentlichen Kolumne “Mein Leben in Hamburg” werden von September an fünf Flüchtlinge für das Hamburger Abendblatt schreiben. Sie sollen aus ihrer Perspektive berichten und auch je nach Lage die Situation von Flüchtlingen in Hamburg aus einer authentischen Sicht beleuchten. Ihre Texte werden für die Zeitung und den Onlineauftritt abendblatt.de ins Deutsche übersetzt.

    Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider sagte: “Wir wollen den Flüchtlingen nicht nur ein Gesicht, sondern eine Stimme geben. Und mit ihrer Hilfe nicht nur etwas über sie, sondern vor allem auch über uns erfahren.” Es sei geplant, dass eine irakische Ärztin, ein syrischer Bankkaufmann, ein Foto-Journalist und eine Politikwissenschaftlerin aus Afghanistan sowie ein Taxifahrer aus Eritrea abwechselnd die wöchentliche Kolumne verfassen. Sie sollen wie andere freie Mitarbeiter nach Zeile honoriert werden.
    —————————————————————————–
    [*/quote*]

Was heißt das? Nichts anderes, als daß es

Erstens

5 Wochen dauert, bis Fremdarbeiter X wieder mit einem Bericht dran ist.

Zweitens

Logorrhoe bezahlt wird, aber keine Fakten. Zeilenhonorar, wie ich das hasse.

Warum volle FÜNF WOCHEN warten? Es gibt so viel über Flüchtlinge zu berichten, jedes zweibeinige Vakuum aus dem Bundestag wird zig mal zu (was auch immer) befragt und zitiert, wobei die Bundestagler bekannterweise die mit der wenigsten Ahnung und den wenigsten Skrupeln sind.

Die Arbeitswoche hat 5 Tage. Warum nicht JEDEN TAG ein Bericht von der Heimatfront? Warum nicht den “neuen Freien” einen GUTEN festen Betrag zahlen für “Mindestlänge sind X Zeichen – und wenn mehr Stoff da ist, den ebenfalls nehmen” ?

Wenn Deutschland 800.000 neue Bürger bekommt IN EINEM JAHR, dann ist das eine Verdopplung der Geburtenrate. Ein bißchen älter, die neuen Landeskinder, aber sie sind neu und sie sind da.
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Wenn die Politiker schon Vollidioten sind, müssen die Journalisten sich wie Politiker verhalten…?
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Wer, wenn nicht die Medien, sind die Einzigen, die die technischen Mittel haben UND den Verstand HABEN SOLLTEN, um neue Maßstäbe zu setzen?
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Wir sind an einem Punkt einer NEUEN Revolution: einer Revolution DURCH die Medien.
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Venceremos!
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—–
“Der gefährliche Deutsche”

In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.(Kurt Tucholsky)
(https://pbs.twimg.com/media/CLT15FaWEAADENe.jpg:large)

“In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist,
für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.”
(Kurt Tucholsky)

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Sicherheit? Bei Journalisten…!?
Sunday 23 August 2015 @ 4:03 am

Meine Freundlichkeit kommt langsam, aber sehr sicher, in das Gebiet negativer Kelvin. [1]

Nahezu täglich gibt es neue Meldungen über Spionage. Ganze Redaktionen scheinen ausschließlich von Berichten über Spionage zu leben. Man sollte sich alleine die kumulierten Umsätze der Berichte über Snowden servieren lassen…

Es ist ein Wirtschaftsfaktor.

Nicht irgendeiner, sondern einer der Medienszene.

Anfang 2015 ist es – dank einer Meldung einer russischen Sicherheitsfirma – diesen Kronenleuchtern und -juwelen der Intelligenz endlich aufgefallen, daß man Festplatten zur Spionage benutzen kann. [2]

Man darf also nicht nur annehmen, sondern kann *UND MUSS* VORAUSSETZEN, daß ein VERBAND von Journalisten zumindest IRGENDWANN EINMAL gehört bzw gelesen hat, daß HTML in Email dumm ist, dumm jenseits von Sonderschule.

Erst recht [zensiert], weil brandgefährlich, sind BILDER in Emails.

Mein Email-Provider entfernt also – aus Sicherheitsgründen – Bilder aus Emails. MAN SIEHT SIE NICHT! SIE SIND NICHT DA!

Und HTML? HTML wird nicht dargestellt. Nur plain ascii.

Warum? AUS SICHERHEITSGRÜNDEN.

Das macht er und das machen andere Provider SEIT JAHREN. Das Problem ist nämlich nicht neu, sondern SEIT JAHREN bekannt.

Trotzdem verschickt ein Journalistenverband, ein deutscher, *DER* DEUTSCHE JOURNALISTENVERBAND DJV, seine Newsletter mit brachialer Bosheit als HTML. Mit Bildern darin!

Auszug aus dem Source-Code der Email:

    [*quote*]
    ————————————————————————————————-
    This is a multi-part message in MIME format.
    […]
    Content-Type: text/plain; charset=”ISO-8859-1″
    Content-Transfer-Encoding: quoted-printable

    Dieser Newsletter wird ausschliesslich im HTML-Format verschickt. Bitte
    wechseln Sie zur HTML-Ansicht, um zum Inhalt zu gelangen.
    […]
    ————————————————————————————————-
    [*/quote*]

.

.
DJV-Newsletter: 'Dieser Newsletter wird ausschliesslich im HTML-Format verschickt.'
.

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Entweder hat keiner der Empfänger begriffen, was er da tut – oder Niemand liest, was der DJV verschickt. [3]

Journalisten sind, zumindest nach deren Selbstverständnis, gelehrte und belesene Menschen, immer frisch informiert. Und immer auf Sicherheit bedacht. Garanten für die Sicherheit ihrer Informanten.

Wie können sie das sein, wo sie doch die Sicherheit, allen voran ihre eigene, so mit Füßen treten?
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.
[1] Angeblich gibt es keine “Grad Kelvin”, sondern nur “Kelvin”.
[2] http://ariplex.com/folia/archives/911.htm
[3] Beides würde mich nicht wundern.
—–
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“Focus” lügt den Lesern die Hucke voll:
“Die wichtigsten Infos über Homöopathie auf 32 Seiten
Warum Homöopathie wirkt”

http://pdf.focus.de/focus-online-homoeopathie.html

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Das Glück einer guten Note
Friday 14 August 2015 @ 7:24 pm

Ein Lehrbuchbeispiel dafür, daß der Komponist oder Autor eines Liedes der hoffnungslos ungeeignetste Interpret seines Werkes ist.

“Ansiedad” ist ein Lied von José Enrique “Chelique” Sarabia. Die einzige wirklich hörbare Darbietung ist diese unvergleichlich schöne von Viktor Lazlo (Sonia Dronier) mit ihrer samtweichen Stimme:

Viktor Lazlo: “Ansiedad”, MP3
https://www.song365.co/download/viktor-lazlo-ansiedad-1062285.html

Der Text:

    http://www.musica.com/letras.asp?letra=1926529
    [*quote*]
    ——————————————————————
    ANSIEDAD-ALFREDO SADEL

    Ansiedad de tenerte en mis brazos
    musitando palabras de amor
    Ansiedad de tener tus encantos
    y en la boca volverte a besar (bis)

    Tal vez esté llorando al recordarte,
    tus lágrimas son perlas que caen al mar
    hace que estés presente en mi soñar

    Quizás esté llorando tu pensamiento,
    estreches mi retrato con frenesí
    y hasta tu oído llegue la melodía salvaje
    y el eco de la pena de estar sin ti.

    Interl. musical

    Tal vez esté llorando al recordarte…

    Por la ansiedad de tenerte en mis brazos
    y el eco de la pena de estar sin ti.
    ——————————————————————
    [*/quote*]

.

Es gibt auch Videos. Leider.

Viktor Lazlo: “Ansiedad”, VIDEO
Belgian tv performance 1990
https://www.youtube.com/watch?v=7FQXhf6qhAM


.

Viktor Lazlo: “Ansiedad”, VIDEO
https://www.youtube.com/watch?v=8JF0vFVK4Ec


.

So nicht:

Alfredo Sadel: “Ansiedad (versión oríginal)”, VIDEO
https://www.youtube.com/watch?v=kIU1-Q5yl_s


.

Nat King Cole: “Ansiedad”, “VIDEO”
https://www.youtube.com/watch?v=Q5XvLJrW6Fg


.
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Barbarisch!:

CHELIQUE SARABIA: “ANSIEDAD”, Video
“Presentación de José Enrique “Chelique” Sarabia en la sesión MALAVISTA SOCIAL CLUB como parte del 2do. Festival de Música Contemporánea Caracas en Contratiempo 2014 junto a los maestros Alí Aguero, Anibal Abreu, Miguel Delgado Estévez, Telésforo Naranjo, Municipal de Chacao. De acuerdo a palabras del Sr, César Miguel Rondón, hasta que el el gran Simón Díaz lanzó al mundo su Caballo Viejo, Ansiedad fue la canción mas internacional que tuvo Venezuela.”
https://www.youtube.com/watch?v=HttOnfzcn2c

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Vater lässt Tochter ertrinken – und ‘Focus’ macht Reklame für Beerdigungen
Monday 10 August 2015 @ 1:41 pm

“Vater lässt Tochter ertrinken – damit die Berührung der Retter sie nicht “entehrt”” titelt der “Focus” einen Artikel, datiert “Montag, 10.08.2015, 11:48”.

Der Inhalt des Artikels: Ein Vater, offensichtlich ein religioter Vollidiot, hindert Rettungsschwimmer daran, seine ertrinkende Tochter aus dem Meer zu retten.

An derlei haben wir uns den den letzten Jahren gewöhnen dürfen müssen. Auch Deutschland ist von diesen Randerscheinungen der Evolution nicht verschont geblieben.

Nicht verschont wird man in Deutschland auch von den Methoden des “Focus”, wie man an diesem Screenshot vom 10.8.2015 sieht:

FOCUS_MISSBRAUCHT_RELIGIOTENMORD_FUER_BEERDIUNGSREKLAME_20150810_800.jpg

(Screenshot von
http://www.focus.de/panorama/welt/werde-unfall-nie-vergessen-maedchen-sollte-nicht-entehrt-werden-vater-laesst-eigene-tochter-ertrinken_id_4870084.html )

Zu den Punkten im einzelnen:

1.
“Am Strand in Dubai ertrank ein 20-jähriges Mädchen (Symbolbild)” Wozu ein “Symbolbild” eines Handelshafens mit Kamelreitern davor? WOZU!?

2.
Wozu diese Zwischenzeilen!?:

“Mädchen sollte nicht entehrt werden
Vater ließ Tochter bewusst ertrinken
Mädchen hätte noch eine Chance gehabt”

WOZU!?

3..
“Ein asiatischer Vater war mit seiner Familie an einem Strand in Dubai …” heißt es, und “in Dubai” ist hinterlegt mit einem Link. Warum hinterlegt? Warum wird man auf Infantilniveau gezwungen? Warum wird die URL nicht sichtbar gezeigt!?

Das ist sie:
http://www.focus.de/orte/dubai/

Der Artikel des “Focus” beruht auf einer Meldung von “Emirates 24/7”. Der Artikel erwähnt das und hinterlegt “Emirates 24/7” mit einem Link dorthin. Warum hinterlegt? Warum wird man auf Infantilniveau gezwungen? Warum wird die URL nicht sichtbar gezeigt!?

Das ist sie:
http://www.emirates247.com/news/emirates/dad-let-daughter-die-rather-than-be-touched-by-strange-rescuer-2015-08-09-1.599613

“Dad lets daughter die, rather than be touched by ‘strange’ rescuer
Asian father stopped rescue team from saving his drowning daughter”

heißt der Artikel und ist von “Muna Ahmed, Published Sunday, August 09, 2015”

4.
“Vater wollte Tochter lieber tot als entehrt” Entehrt? Entehrt!? Wo ist die Kritik an diesem Wahn? Wo sind, mindestens, die Gänsefüßchen für das idiotische “entehrt”!?

“It cost him the life of his daughter.” heißt es im englischen Original. “”Es hat ihm das Leben seiner Tochter gekostet.”” macht daraus der “Focus”. Er sollte Deutsch lernen.
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5.
Die “Krönung” des Artikels ist mittendrin diese eingeblendete Werbung:

    [*quote*]
    (Die Hervorhebungen sind im Original!)
    ————————————————————
    Alle Infos zur Finanzierung von Beerdigungen

    Ein lieber Mensch ist gestorben. Trotz der Trauer müssen die Angehörigen jetzt die Beerdigung organisieren. Doch wer nicht aufpasst, zahlt leicht mehr als nötig. Wie Sie sich und Ihre Angehörigen vor Ausbeutung schützen, zeigen wir Ihnen in unserem PDF-Ratgeber.

    Klicken Sie hier für mehr Infos und den Download
    [LINK: https://pdf.focus.de/focus-online-beerdigungen.html]
    ————————————————————
    [*/quote*]

Reklame für einen Artikel, der anscheinend 4 Seiten hat und 4,99 Euro kosten soll, als PDF.
.
.

Es heißt, in Deutschland gäbe es einen Presserat. Es heißt sogar, Journalisten hätten eine Ethik.

Die Frage ist jedoch nicht, OB es etwas gibt, sondern wie das ist, was es gibt.

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In einer Welt
Monday 10 August 2015 @ 6:57 am

In einer Welt, in der man von rechts wegen täglich mit Guillotine und Axt zuschlagen müßte, fällt es schwer, mit einer Feder die gleiche Wirkung zu erreichen.

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Lokaljournalismus? In Deutschland?
Friday 7 August 2015 @ 10:59 am

Zeitungen, das war früher etwas, das man lesen mußte, um zu erfahren, was um Einen herum geschieht in der Welt, nah und fern.

Das ist lange her.

Zeitungen wurden geschrieben und gedruckt, dann verteilt und verkauft. Radio – und später Fernsehen – waren schneller. Der Druck fällt ganz weg, und die Journalisten können sich sogar das Schreiben sparen und gleich frei ins Mikrofon bzw die Kamera sprechen. Ausstrahlung “live”, schneller geht es nicht. Ein Sender, eine Region, Jeder kann teilhaben. Informationen für Alle.

Das Ende kam auf leisen Sohlen – und im Anzug. Die PR. Die Zeitungen sprechen eine große Gruppe Menschen an. PR dagegen will nur diejenigen ansprechen, denen sie etwas verkaufen kann. Zur Optimierung wurde Reklamematerial nicht an Alle versandt, sondern konnte auf Postkarten angefordert werden. Im Zeitalter der Kennzifferzeitschriften – wir sind immer noch drin! – wird gezielt auf “individualisierte Information” gesetzt. Mit dem Beginn des Internets ist dies extrem verschärft, indem nicht alle Informationen für Alle gezeigt werden, sondern von Anfang an nur noch selektierte Teile: Jeder sieht nur noch das, was der Computer für ihn (nach welchen Kriterien auch immer) herausgesucht hat.

Gefilterte Information – der Tod der Freiheit

Gefilterte information ist das Schlimmste überhaupt, denn es ist übelste Manipulation durch Desinformation, durch Vorenthalten von Informationen.

Wenn PR dazu dient, Waren zu verkaufen und dafür nur jene anzusprechen, die sie vielleicht kaufen werden, so ist das eine Sache. Eine ganz andere hingegen ist, wenn Journalisten politische oder andere Dinge nur noch ausgewähltem Publikum zugänglich machen, und dem Rest der Menschheit gar nicht. An genau an dieser Stelle sind wir seit dem Beginn des Internets!

Zeitungen, das war früher einmal. Heute ist das Internet DER Informationskanal. Das Internet ist nicht nur das Ende der Zeitungen, sondern auch das Ende der freien und gleichen Information für Alle.

Die PR mit ihren Methoden ist vorangeprescht, voll an den Zeitungen vorbei, und die PR ist es, die den Zeitungen endgültig den Garaus macht, auch und erst recht im Internet.

Die Zeitung, das ist freie Information für Alle. PR dagegen ist: “Jedem nur das, was WIR für ihn bestimmt haben!”

PR ist heute das Mittel, um Geld zu machen. Werbung bringt Geld. Eine Zeitung kann ohne Werbung nicht leben. Schon seit Jahren ist der Zeitungsmarkt auf den Kopf gestellt: die PR hält sich Zeitungen. Nicht mehr wird Werbung in Zeitungen gefüllt, sondern PR verhüllt sich in journalistische Mäntel um bei ihrer Zielgruppe einzudringen. Das sogar mit kriminellen Methoden.[1]

Vergessen wir nicht: Das letzte noch einwandfrei funktionierende HTML war HTML3. Was danach kam, wurde der Bevölkerung gezielt aufgezwungen, um ihr damit Reklame und Spionage aufpressen zu können. HTML5 ist der Inbegriff des Nazi-Drecks: Man ist nicht mehr Herr seines eigenen Computers. Die Tastatur funktioniert nicht mehr, und die Navigation macht nur noch, was der Reklame-Server ihr erlaubt. Der Computer (unser eigener Computer!) ist zu einem Reklame-Werkzeug verkommen.
.

Betrachten wir nun einen wesentlichen Teil des Journalismus, den Lokaljournalismus, in einer völlig anderen Perspektive als üblich, nämlich aus der technischen Sicht.

Diese Domain

http://www.zeitung.de

ist schon lange im Web. Heute findet man dort in

http://www.zeitung.de/regional/

eine kleingehackte und unlesbar gemachte Übersicht von Regionalzeitungen. Die Liste war bis zum Frühjahr diesen Jahres noch wesentlich besser lesbar online, wie man an diesem Schnappschuß vom Februar 2015 sieht, den ich herunterzuladen dringend rate:

http://web.archive.org/web/20150214181417/http://www.zeitung.de/haupt.html

Eine Liste von Regionalzeitungen. Aber wo bleibt der Lokaljournalismus? Eine Liste der Lokalzeitungen bzw der Lokalredaktionen war nicht zu finden.

Der “Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger” (BDZV) schreibt [2]:

http://www.bdzv.de/maerkte-und-daten/wirtschaftliche-lage/zeitungen-in-zahlen-und-daten/

    [*quote*]
    ————————————————————————-
    Zeitungen und ihre Leser in Stichworten 2014/2015
    […]
    Täglich erscheinen hier 351 Tageszeitungen mit 1.528 lokalen Ausgaben in einer – gedruckten – Gesamtauflage von 16,8 Millionen Exemplaren. Daneben kommen 21 Wochenzeitungen mit 1,7 Millionen Exemplaren und sieben Sonntagszeitungen mit einer Auflage von 2,9 Millionen heraus. Das bedeutet: Auf je 1.000 Einwohner über 14 Jahre kommen in Deutschland 306 Zeitungsexemplare.

    […]
    Die Bundesrepublik Deutschland bietet [in Europa] mit 351 Tageszeitungen (davon 129 Zeitungen mit Vollredaktion, die 1.528 lokale Ausgaben herausgeben) das vielfältigste Angebot.
    ————————————————————————-
    [*/quote*]

Nur 351 Tageszeitungen. Das ist erschreckend wenig. Aber was bedeutet 1528 “lokale Ausgaben”? Was davon, wieviel Prozent der Druckseiten, sind wirklich lokal?

Vergleichen wir mit der Liste aller Gemeinden in Deutschland. Man kann sie hier herunterladen:

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Administrativ/AdministrativeUebersicht.html

Ob diese direkte URL

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Administrativ/Aktuell/Zensus_Gemeinden.xls;jsessionid=7A2EC3AC3A4CF220E09E0EFD93EE0E00.cae1?__blob=publicationFile

später noch funktionieren wird, weiß ich nicht.

Die Liste hat rund 11300 Zeilen. Jede Zeile bedeutet einen Ort. 1.528 lokale Ausgaben für rund 11.000 Orte ist ein deutliches Mißverhältnis. Wie lokal ist “lokal” überhaupt? Was an einer Stelle ein Wohnblock ist, ist woanders ein ganzer Ort, eine Gemeinde…
.

Vergleichen wir mit Facebook:

Facebook hat (grob geschätzt) über 1,1 Milliarden User. Jeder davon hat sein eigenes Verzeichnis. Macht 1,1 Milliarden Verzeichnisse – jedes davon ist eindeutig EINER Person zugeordnet.

1,1 Milliarden Verzeichnisse. Das heißt: Facebook hat 100.000 mal soviel Strukturen wie Deutschland Orte hat.

Aber Facebook ist nicht Orts-orientiert, sondern Personen-orientiert, also GENAU DAS, was PR will: eine EINDEUTIG *EINER PERSON* zugeordnete Zielfläche. Besser geht es gar nicht.

Jeder, der es will, kann heute auf einem ganz gewöhnlichen Server in kürzester Zeit den gesamten Lokaljournalismus Deutschlands (das sind lächerliche 1.528 lokale Ausgaben!) weit hinter sich lassen. Facebook hat es bereits getan. Und nicht nur Facebook! Viele Andere auch!

Es gibt keinen Lokaljournalismus mehr. Es gibt nur noch Einzelpersonen-orientierte Informationsfütterung, von Parametern zahlender Kunden permanent gesteuert und kontrolliert.
.
.

[1]
“Netzmißbrauch durch Medien-Stümper und Kriminelle”
http://ariplex.com/folia/archives/1127.htm

“Traffic-Diebstahl durch Verlage und “Medien”
http://ariplex.com/folia/archives/1143.htm

[2]

    http://www.bdzv.de/maerkte-und-daten/wirtschaftliche-lage/zeitungen-in-zahlen-und-daten/

    [*quote*]
    ————————————————————————-
    Wirtschaftliche Lage
    “Zeitungen in Zahlen und Daten”

    Zeitungen und ihre Leser in Stichworten 2014/2015

    1. Deutschland ist ein Zeitungsland: Deutschland ist ein Zeitungsland. Täglich erscheinen hier 351 Tageszeitungen mit 1.528 lokalen Ausgaben in einer – gedruckten – Gesamtauflage von 16,8 Millionen Exemplaren. Daneben kommen 21 Wochenzeitungen mit 1,7 Millionen Exemplaren und sieben Sonntagszeitungen mit einer Auflage von 2,9 Millionen heraus. Das bedeutet: Auf je 1.000 Einwohner über 14 Jahre kommen in Deutschland 306 Zeitungsexemplare.

    2. Die erste Zeitung erschien 1605 in Straßburg: Deutschland war immer schon ein Zeitungsland: Die älteste Zeitung der Welt erschien erstmals vor 410 Jahren: In Straßburg druckte und verkaufte Johann Carolus ab 1605 seine “Relation” genannten Nachrichten aus aller Welt, statt sie, wie bis dahin üblich, mühselig mehrfach von Hand abzuschreiben. Die älteste TAGESzeitung der Welt kommt aus Leipzig. Am 1. Juli 1650 brachte hier der Drucker und Verleger Timotheus Ritzsch erstmals sein “Einkommende Zeitungen” genanntes Blatt heraus, das sechs-, zeitweilig sogar sieben Mal die Woche erschien.

    3. Abonnement Rückgrat der Verlage: Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen in Deutschland haben treue Leser. Gut 11,3 Millionen Exemplare werden täglich im Abonnement zugestellt, das heißt, durch Zeitungszusteller oder per Post bis an die Haustür gebracht. Etwa 600.000 Exemplare pro Tag gehen am Kiosk oder im Laden über die Theke. Die überregionalen Zeitungen verkaufen gut 750.000 Zeitungen täglich im Abonnement und weitere 130.000 Exemplare im Einzelverkauf. Bei den Kaufzeitungen dagegen wird der Umsatz mit 2,7 Millionen Exemplaren täglich am Kiosk gemacht, mehr als 240.000 Exemplare werden aber auch Tag für Tag an Abonnenten zugestellt.

    4. Dichtestes Händlernetz der Welt: Wer seine Tageszeitung nicht abonnieren möchte, kann sie auch an einer der rund 116.000 Verkaufsstellen des Einzelhandels in Deutschland erwerben. Das bedeutet eine “Händlerdichte” von etwa 1,4 Einzelhändlern pro 1.000 Einwohner. In Deutschland gibt es damit das dichteste Händlernetz der Welt. An circa 5.000 Absatzstellen wird zusätzlich internationale Tagespresse angeboten; dabei setzen Bahnhöfe und Flughäfen mit ihren rund 460 Verkaufsstellen weit über die Hälfte der internationalen Presse ab.

    5. 30,9 Millionen Unique User auf der Website: Drei von vier Deutschen über 14 Jahren (63,2 Prozent) lesen regelmäßig eine gedruckte Tageszeitung. Das sind 44,7 Millionen Männer und Frauen. Bei den lokalen und regionalen Abonnementzeitungen liegen die Leserinnen (52 Prozent) sogar leicht vor den Lesern (50,2 Prozent). Dagegen werden Kaufzeitungen und überregionale Abonnementzeitungen stärker von Männern (23,2 Prozent beziehungsweise 5,7 Prozent) als von Frauen (13,2 Prozent beziehungsweise 3,6 Prozent) genutzt. Angebote der Zeitungen im Internet besuchen mittlerweile 30,9 Millionen Unique User über 14 Jahren (43,9 Prozent). Hinzu kommen mehr als 9,6 Millionen mobile Nutzer, die sich via Smartphone oder Tablet-App mithilfe mobiler Verlagswebsites über das Tagesgeschehen informieren.

    6. Zeitungswebsites bei Jugendlichen sehr beliebt: Nach Altersgruppen betrachtet, erreichen die gedruckten Tageszeitungen ihre höchste Reichweite traditionell bei den 50- bis über 70-jährigen Lesern, nämlich zwischen 72 und 79 Prozent. Auch bei den 40- bis 49-Jährigen greifen mehr als 64 Prozent regelmäßig zur Tageszeitung; und bei den 30- bis 39-Jährigen sind es knapp 54 Prozent. Bei den jüngeren Altersgruppen wird die gedruckte Zeitung in geringerem Maß genutzt: Von den 20- bis 29-Jährigen werden rund 45 Prozent durch die Zeitung erreicht; bei den 14- bis 19-Jährigen sind es fast ein Drittel (31 Prozent). Die 14- bis 29-Jährigen wiederum sorgen mit 67 Prozent Reichweite für die höchsten Werte bei den Online-Angeboten der Zeitungen.

    7. Werbeumsätze bei 3,1 Milliarden Euro: Die Netto-Werbeeinnahmen der Tages- und Wochenzeitungen lagen 2013 bei 3,1 Milliarden Euro. An der Spitze stand das Fernsehen (4,1 Milliarden Euro). Auf den Plätzen drei, vier und fünf folgen Anzeigenblätter (1,9 Milliarden), Publikumszeitschriften (1,2 Milliarden) sowie Online-Angebote und Mobile (1,1 Milliarden). Mehr zur wirtschaftlichen Lage der Zeitungen lesen Sie hier http://www.bdzv.de/markttrends-und-daten/wirtschaftliche-lage/artikel/detail/zur_wirtschaftlichen_lage_der_zeitungen_in_deutschland_2014/.

    8. Lokale Nachrichten bei den Lesern auf Platz 1: Die lokalen Nachrichten interessieren die Leser in ihrer Zeitung ganz besonders, 86 Prozent lesen sie “im Allgemeinen”. Auf den nächsten Plätzen in der Beliebtheitsskala folgen politische Meldungen und Berichte aus Deutschland (67 Prozent) und dem Ausland (55 Prozent) sowie Sportberichte und Anzeigen (beide 44 Prozent). Wichtig finden die Leser ferner Leitartikel, Tatsachenberichte aus dem Alltag und Leserbriefe. Nur 38 Prozent widmen sich hingegen regelmäßig der Kultur, 34 Prozent lesen regelmäßig Nach-richten aus der Wirtschaft, 33 Prozent interessieren sich für Gerichtsberichterstattung und 31 Prozent für Nachrichten aus Wissenschaft und Technik.

    9. Täglich 39 Minuten für die Zeitung: Durchschnittlich 39 Minuten wenden Zeitungsleser täglich für ihre Lektüre auf, am Wochenende sind es sogar 44 Minuten. Männer lesen mit 40 Minuten etwas länger als Frauen (38). Die Lesergruppe der über 50-Jährigen liest deutlich länger (47 Minuten) als die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen (30 Minuten).

    10. Zeitungswerbung besonders glaubwürdig: Anzeigen in der Tageszeitung sind gewünschter Lesestoff. Nach Lokalteil, Politik und Leitartikel nehmen Anzeigen in der Lesergunst den vierten Platz ein. Obendrein gelten Zeitungsanzeigen als besonders glaubwürdig: Während zum Beispiel 78 Prozent der Befragten auf Werbung im Fernsehen gut verzichten könnten, halten nur 38 Prozent der Leser Anzeigen in der Tageszeitung für überflüssig. Dabei profitiert die Werbung in der Zeitung auch von der Glaubwürdigkeit des redaktionellen Teils.

    11. Berichterstattung sehr seriös: Die Zeitung genießt bei ihren Lesern eine besonders hohe Glaubwürdigkeit. Einer Umfrage der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft zufolge vertrauen bei lokalen und regionalen Themen 46 Prozent der Befragten der von Zeitungen vermittelten Information. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen erzielt einen Wert von 23 Prozent, es folgen der öffentlich-rechtliche Hörfunk (10 Prozent) und das Internet (8 Prozent). Die Schlusslichter bilden das private Fernsehen und der private Hörfunk (beide 3 Prozent).

    12. Größte Zeitungsvielfalt in Europa: In Europa erscheinen täglich etwa 2.500 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 85 Millionen Exemplaren. Die Bundesrepublik Deutschland bietet mit 351Tageszeitungen (davon 129 Zeitungen mit Vollredaktion, die 1.528 lokale Ausgaben herausgeben) das vielfältigste Ange-bot. An zweiter Stelle steht Italien mit 111 Zeitungen. Es folgen: Spanien (110), United Kingdom (94), Frankreich (84), Schweden (75), Norwegen (74), Finnland (46), Dänemark (30) und die Niederlande (28). Österreich (15), Irland (9) und Luxemburg bilden die Schlusslichter. Unter den jüngeren EU-Mitgliedern haben Tschechien (79), Bulgarien (61), Polen (35) und Ungarn (30) besonders viele Titel anzubieten.

    13. China und Indien größte Zeitungsmärkte der Welt: Nach verkaufter Auflage stellen die deutschen Tageszeitungen mit 16,8 Millionen Exemplaren den mit Abstand größten Tageszeitungsmarkt in West-Europa, gefolgt von Großbritannien mit einer Auflage von 9,8 Millionen Zeitungen täglich. So genannte “Mittelmärkte” sind bei den Tageszeitungen zum Beispiel Frankreich (6,2 Millionen Exemplare), Italien (3,2 Millionen), die Niederlande (3,0), Spanien (2,6), und Polen (2,2). Schweden, Österreich und die Schweiz liegen bei gut 1,8 Millionen. Bei den übrigen nationalen Zeitungsmärkten handelt es sich um “Kleinmärkte” mit Zeitungsauflagen von 112.000 Exemplaren wie in Luxemburg bis zu 1,3 Millionen Exemplaren wie in Belgien. Weltweit stellen China und Indien die größten Zeitungsmarkt mit 116 und 112 Millionen verkauften Exemplaren täglich. Platz drei belegt Japan mit gut 47 Millionen Exemplaren. Deutschland rangiert – nach den USA (40 Millionen) – an fünfter Position.

    14. Unterschiedliche Zeitungsreichweiten in Europa: In Westeuropa existieren bei der Zeitungsreichweite deutliche Unterschiede. In Deutschland greifen 67 Prozent der über 14-Jährigen regelmäßig zur gedruckten Zeitung (inklusive Wochen- und Sonntagszeitung). Dabei werden sie noch übertroffen von den Schweizern (77 Prozent) und Österreichern (72). Vergleichsweise wenig regelmäßige Zeitungsnutzer über 14 Jahren gibt es dagegen in Frankreich (49), Italien (40) und Spanien (32). Lange führend bei den Reichweiten waren die skandinavischen Länder, sie pendeln sich mittlerweile jedoch auf dem Niveau der übrigen Länder ein mit 73 Prozent (Finnland), 66 Prozent (Schweden) und 44 Prozent Reichweite (Norwegen).

    15. 662 verschiedene Zeitungswebsites in Deutschland: Bereits sehr früh waren die deutschen Zeitungen im Internet präsent. Als erste machten 1995 “taz – die tageszeitung” (Berlin), die “Schweriner Volkszeitung”, “Die Zeit” (Hamburg), die “Süddeutsche Zeitung” (München) und die “Rheinische Post” (Düsseldorf) eigene Online-Angebote. Im Sommer 1996 waren nach einer Zählung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bereits 41 Zeitungen neben der gedruckten Ausgabe auch online aktiv; im Jahr 2014 sind es 662 verschiedene Zeitungswebsites.

    16. Hierzulande werden 125 fremdsprachige Titel verkauft: In Deutschland besteht eine erhebliche Nachfrage nach internationaler Tagespresse. Etwa 125 fremdsprachige Titel werden täglich angeboten. Besonders groß ist der Markt für türkische Tageszeitungen, allein “Hürriyet” hat eine in Deutschland vertriebene Auflage von 23.000 Exemplaren. Den Löwenanteil machen jedoch englischsprachige Titel aus den USA und dem Vereinigten Königreich aus. Gleichzeitig gibt es im Ausland aber auch einiges Interesse an deutschen Tageszeitungen. 1,3 Prozent der Auflage werden jenseits der Grenzen vertrieben.

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    [*/quote*]

[3]
Der “Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger” (BDZV) ist so analphabetisch, daß er in der Mitte der Web-Seite

http://www.bdzv.de/maerkte-und-daten/wirtschaftliche-lage/zeitungen-in-zahlen-und-daten/

nur einen einzigen Textbaustein anzeigt. und so der Leser gezwungen wird, wie ein dressierter Affe weiterzuklicken, um an Erdnüsse zu gelangen, von Textbaustein 1 bis Textbaustein 16.

Was der Leser nicht weiß: ALLE Teile des Texts sind vollständig in der Web-Seite enthalten! Die Klickerei ist eine reine Schikane.

Wie ich feststellte, wird, wenn man einen gewissen Bereich markiert, DER GESAMTE TEXT ins Clipboard übernommen, siehe [2].

Auf einen solchen “Journalismus” wie eben jenen dieser Herrschaften kann die Welt gut verzichten.

Comments Off on Lokaljournalismus? In Deutschland? - Posted in Hochkultur,Medienmafia by  



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