{"id":1240,"date":"2015-08-07T10:59:21","date_gmt":"2015-08-07T18:59:21","guid":{"rendered":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/?p=1240"},"modified":"2015-08-23T04:14:24","modified_gmt":"2015-08-23T12:14:24","slug":"lokaljournalismus-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/archives\/1240.htm","title":{"rendered":"Lokaljournalismus? In Deutschland?"},"content":{"rendered":"<p>Zeitungen, das war fr\u00fcher etwas, das man lesen mu\u00dfte, um zu erfahren, was um Einen herum geschieht in der Welt, nah und fern.<\/p>\n<p>Das ist lange her. <\/p>\n<p>Zeitungen wurden geschrieben und gedruckt, dann verteilt und verkauft. Radio &#8211; und sp\u00e4ter Fernsehen &#8211; waren schneller. Der Druck f\u00e4llt ganz weg, und die Journalisten k\u00f6nnen sich sogar das Schreiben sparen und gleich frei ins Mikrofon bzw die Kamera sprechen. Ausstrahlung &#8220;live&#8221;, schneller geht es nicht. Ein Sender, eine Region, Jeder kann teilhaben. Informationen f\u00fcr Alle.<\/p>\n<p>Das Ende kam auf leisen Sohlen &#8211; und im Anzug. Die PR. Die Zeitungen sprechen eine gro\u00dfe Gruppe Menschen an. PR dagegen will nur diejenigen ansprechen, denen sie etwas verkaufen kann. Zur Optimierung wurde Reklamematerial nicht an Alle versandt, sondern konnte auf Postkarten angefordert werden. Im Zeitalter der Kennzifferzeitschriften &#8211; wir sind immer noch drin! &#8211; wird gezielt auf &#8220;individualisierte Information&#8221; gesetzt. Mit dem Beginn des Internets ist dies extrem versch\u00e4rft, indem nicht alle Informationen f\u00fcr Alle gezeigt werden, sondern von Anfang an nur noch selektierte Teile: Jeder sieht nur noch das, was der Computer f\u00fcr ihn (nach welchen Kriterien auch immer) herausgesucht hat. <\/p>\n<p><strong>Gefilterte Information &#8211; der Tod der Freiheit<\/strong><\/p>\n<p>Gefilterte information ist das Schlimmste \u00fcberhaupt, denn es ist \u00fcbelste Manipulation durch Desinformation, durch Vorenthalten von Informationen. <\/p>\n<p>Wenn PR dazu dient, Waren zu verkaufen und daf\u00fcr nur jene anzusprechen, die sie vielleicht kaufen werden, so ist das eine Sache. Eine ganz andere hingegen ist, wenn Journalisten politische oder andere Dinge nur noch ausgew\u00e4hltem Publikum zug\u00e4nglich machen, und dem Rest der Menschheit gar nicht. An genau an dieser Stelle sind wir seit dem Beginn des Internets!<\/p>\n<p>Zeitungen, das war fr\u00fcher einmal. Heute ist das Internet DER Informationskanal. Das Internet ist nicht nur das Ende der Zeitungen, sondern auch das Ende der freien und gleichen Information f\u00fcr Alle. <\/p>\n<p>Die PR mit ihren Methoden ist vorangeprescht, voll an den Zeitungen vorbei, und die PR ist es, die den Zeitungen endg\u00fcltig den Garaus macht, auch und erst recht im Internet. <\/p>\n<p>Die Zeitung, das ist freie Information f\u00fcr Alle. PR dagegen ist: &#8220;Jedem nur das, was WIR f\u00fcr ihn bestimmt haben!&#8221;<\/p>\n<p>PR ist heute das Mittel, um Geld zu machen. Werbung bringt Geld. Eine Zeitung kann ohne Werbung nicht leben. Schon seit Jahren ist der Zeitungsmarkt auf den Kopf gestellt: die PR h\u00e4lt sich Zeitungen. Nicht mehr wird Werbung in Zeitungen gef\u00fcllt, sondern PR verh\u00fcllt sich in journalistische M\u00e4ntel um bei ihrer Zielgruppe einzudringen. Das sogar mit kriminellen Methoden.[1]<\/p>\n<p>Vergessen wir nicht: Das letzte noch einwandfrei funktionierende HTML war HTML3. Was danach kam, wurde der Bev\u00f6lkerung gezielt aufgezwungen, um ihr damit Reklame und Spionage aufpressen zu k\u00f6nnen. HTML5 ist der Inbegriff des Nazi-Drecks: Man ist nicht mehr Herr seines eigenen Computers. Die Tastatur funktioniert nicht mehr, und die Navigation macht nur noch, was der Reklame-Server ihr erlaubt. Der Computer (unser eigener Computer!) ist zu einem Reklame-Werkzeug verkommen.<br \/>\n.<\/p>\n<p>Betrachten wir nun einen wesentlichen Teil des Journalismus, den Lokaljournalismus, in einer v\u00f6llig anderen Perspektive als \u00fcblich, n\u00e4mlich aus der technischen Sicht.<\/p>\n<p>Diese Domain <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeitung.de\">http:\/\/www.zeitung.de<\/a><\/p>\n<p>ist schon lange im Web. Heute findet man dort in <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeitung.de\/regional\/\">http:\/\/www.zeitung.de\/regional\/<\/a><\/p>\n<p>eine kleingehackte und unlesbar gemachte \u00dcbersicht von Regionalzeitungen. Die Liste war bis zum Fr\u00fchjahr diesen Jahres noch wesentlich besser lesbar online, wie man an diesem Schnappschu\u00df vom Februar 2015 sieht, den ich herunterzuladen dringend rate: <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20150214181417\/http:\/\/www.zeitung.de\/haupt.html\">http:\/\/web.archive.org\/web\/20150214181417\/http:\/\/www.zeitung.de\/haupt.html<\/a><\/p>\n<p>Eine Liste von Regionalzeitungen. Aber wo bleibt der Lokaljournalismus? Eine Liste der Lokalzeitungen bzw der Lokalredaktionen war nicht zu finden. <\/p>\n<p>Der &#8220;Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger&#8221; (BDZV) schreibt [2]:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bdzv.de\/maerkte-und-daten\/wirtschaftliche-lage\/zeitungen-in-zahlen-und-daten\/\">http:\/\/www.bdzv.de\/maerkte-und-daten\/wirtschaftliche-lage\/zeitungen-in-zahlen-und-daten\/<\/a><\/p>\n<ul>[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nZeitungen und ihre Leser in Stichworten 2014\/2015<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\nT\u00e4glich erscheinen hier 351 Tageszeitungen mit 1.528 lokalen Ausgaben in einer &#8211; gedruckten &#8211; Gesamtauflage von 16,8 Millionen Exemplaren. Daneben kommen 21 Wochenzeitungen mit 1,7 Millionen Exemplaren und sieben Sonntagszeitungen mit einer Auflage von 2,9 Millionen heraus. Das bedeutet: Auf je 1.000 Einwohner \u00fcber 14 Jahre kommen in Deutschland 306 Zeitungsexemplare.<\/p>\n<p>[&#8230;]<br \/>\nDie Bundesrepublik Deutschland bietet [in Europa] mit 351 Tageszeitungen (davon 129 Zeitungen mit Vollredaktion, die 1.528 lokale Ausgaben herausgeben) das vielf\u00e4ltigste Angebot.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Nur 351 Tageszeitungen. Das ist erschreckend wenig. Aber was bedeutet 1528 &#8220;lokale Ausgaben&#8221;? Was davon, wieviel Prozent der Druckseiten, sind wirklich lokal?<\/p>\n<p>Vergleichen wir mit der Liste aller Gemeinden in Deutschland. Man kann sie hier herunterladen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/LaenderRegionen\/Regionales\/Gemeindeverzeichnis\/Administrativ\/AdministrativeUebersicht.html\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/LaenderRegionen\/Regionales\/Gemeindeverzeichnis\/Administrativ\/AdministrativeUebersicht.html<\/a><\/p>\n<p>Ob diese direkte URL<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/LaenderRegionen\/Regionales\/Gemeindeverzeichnis\/Administrativ\/Aktuell\/Zensus_Gemeinden.xls;jsessionid=7A2EC3AC3A4CF220E09E0EFD93EE0E00.cae1?__blob=publicationFile\">https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/LaenderRegionen\/Regionales\/Gemeindeverzeichnis\/Administrativ\/Aktuell\/Zensus_Gemeinden.xls;jsessionid=7A2EC3AC3A4CF220E09E0EFD93EE0E00.cae1?__blob=publicationFile<\/a><\/p>\n<p>sp\u00e4ter noch funktionieren wird, wei\u00df ich nicht.<\/p>\n<p>Die Liste hat rund 11300 Zeilen. Jede Zeile bedeutet einen Ort. 1.528 lokale Ausgaben f\u00fcr rund 11.000 Orte ist ein deutliches Mi\u00dfverh\u00e4ltnis. Wie lokal ist &#8220;lokal&#8221; \u00fcberhaupt? Was an einer Stelle ein Wohnblock ist, ist woanders ein ganzer Ort, eine Gemeinde&#8230;<br \/>\n.<\/p>\n<p>Vergleichen wir mit Facebook: <\/p>\n<p>Facebook hat (grob gesch\u00e4tzt) \u00fcber 1,1 Milliarden User. Jeder davon hat sein eigenes Verzeichnis. Macht 1,1 Milliarden Verzeichnisse &#8211; jedes davon ist eindeutig EINER Person zugeordnet.<\/p>\n<p>1,1 Milliarden Verzeichnisse. Das hei\u00dft: Facebook hat 100.000 mal soviel Strukturen wie Deutschland Orte hat.<\/p>\n<p>Aber Facebook ist nicht Orts-orientiert, sondern Personen-orientiert, also GENAU DAS, was PR will: eine EINDEUTIG *EINER PERSON* zugeordnete Zielfl\u00e4che. Besser geht es gar nicht. <\/p>\n<p>Jeder, der es will, kann heute auf einem ganz gew\u00f6hnlichen Server in k\u00fcrzester Zeit den gesamten Lokaljournalismus Deutschlands (das sind l\u00e4cherliche 1.528 lokale Ausgaben!) weit hinter sich lassen. Facebook hat es bereits getan. Und nicht nur Facebook! Viele Andere auch!<\/p>\n<p>Es gibt keinen Lokaljournalismus mehr. Es gibt nur noch Einzelpersonen-orientierte Informationsf\u00fctterung, von Parametern zahlender Kunden permanent gesteuert und kontrolliert.<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p>[1]<br \/>\n&#8220;Netzmi\u00dfbrauch durch Medien-St\u00fcmper und Kriminelle&#8221;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/ariplex.com\/folia\/archives\/1127.htm\">http:\/\/ariplex.com\/folia\/archives\/1127.htm<\/a><\/p>\n<p>&#8220;Traffic-Diebstahl durch Verlage und \u201cMedien&#8221;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/ariplex.com\/folia\/archives\/1143.htm\">http:\/\/ariplex.com\/folia\/archives\/1143.htm<\/a><\/p>\n<p>[2]<\/p>\n<ul><a href=\"http:\/\/www.bdzv.de\/maerkte-und-daten\/wirtschaftliche-lage\/zeitungen-in-zahlen-und-daten\/\">http:\/\/www.bdzv.de\/maerkte-und-daten\/wirtschaftliche-lage\/zeitungen-in-zahlen-und-daten\/<\/a><\/p>\n<p>[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nWirtschaftliche Lage<br \/>\n&#8220;Zeitungen in Zahlen und Daten&#8221;<\/p>\n<p>Zeitungen und ihre Leser in Stichworten 2014\/2015<\/p>\n<p>    1. Deutschland ist ein Zeitungsland: Deutschland ist ein Zeitungsland. T\u00e4glich erscheinen hier 351 Tageszeitungen mit 1.528 lokalen Ausgaben in einer &#8211; gedruckten &#8211; Gesamtauflage von 16,8 Millionen Exemplaren. Daneben kommen 21 Wochenzeitungen mit 1,7 Millionen Exemplaren und sieben Sonntagszeitungen mit einer Auflage von 2,9 Millionen heraus. Das bedeutet: Auf je 1.000 Einwohner \u00fcber 14 Jahre kommen in Deutschland 306 Zeitungsexemplare.<\/p>\n<p>    2. Die erste Zeitung erschien 1605 in Stra\u00dfburg: Deutschland war immer schon ein Zeitungsland: Die \u00e4lteste Zeitung der Welt erschien erstmals vor 410 Jahren: In Stra\u00dfburg druckte und verkaufte Johann Carolus ab 1605 seine &#8220;Relation&#8221; genannten Nachrichten aus aller Welt, statt sie, wie bis dahin \u00fcblich, m\u00fchselig mehrfach von Hand abzuschreiben. Die \u00e4lteste TAGESzeitung der Welt kommt aus Leipzig. Am 1. Juli 1650 brachte hier der Drucker und Verleger Timotheus Ritzsch erstmals sein &#8220;Einkommende Zeitungen&#8221; genanntes Blatt heraus, das sechs-, zeitweilig sogar sieben Mal die Woche erschien.<\/p>\n<p>    3. Abonnement R\u00fcckgrat der Verlage: Die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen in Deutschland haben treue Leser. Gut 11,3 Millionen Exemplare werden t\u00e4glich im Abonnement zugestellt, das hei\u00dft, durch Zeitungszusteller oder per Post bis an die Haust\u00fcr gebracht. Etwa 600.000 Exemplare pro Tag gehen am Kiosk oder im Laden \u00fcber die Theke. Die \u00fcberregionalen Zeitungen verkaufen gut 750.000 Zeitungen t\u00e4glich im Abonnement und weitere 130.000 Exemplare im Einzelverkauf. Bei den Kaufzeitungen dagegen wird der Umsatz mit 2,7 Millionen Exemplaren t\u00e4glich am Kiosk gemacht, mehr als 240.000 Exemplare werden aber auch Tag f\u00fcr Tag an Abonnenten zugestellt.<\/p>\n<p>    4. Dichtestes H\u00e4ndlernetz der Welt: Wer seine Tageszeitung nicht abonnieren m\u00f6chte, kann sie auch an einer der rund 116.000 Verkaufsstellen des Einzelhandels in Deutschland erwerben. Das bedeutet eine &#8220;H\u00e4ndlerdichte&#8221; von etwa 1,4 Einzelh\u00e4ndlern pro 1.000 Einwohner. In Deutschland gibt es damit das dichteste H\u00e4ndlernetz der Welt. An circa 5.000 Absatzstellen wird zus\u00e4tzlich internationale Tagespresse angeboten; dabei setzen Bahnh\u00f6fe und Flugh\u00e4fen mit ihren rund 460 Verkaufsstellen weit \u00fcber die H\u00e4lfte der internationalen Presse ab.<\/p>\n<p>    5. 30,9 Millionen Unique User auf der Website: Drei von vier Deutschen \u00fcber 14 Jahren (63,2 Prozent) lesen regelm\u00e4\u00dfig eine gedruckte Tageszeitung. Das sind 44,7 Millionen M\u00e4nner und Frauen. Bei den lokalen und regionalen Abonnementzeitungen liegen die Leserinnen (52 Prozent) sogar leicht vor den Lesern (50,2 Prozent). Dagegen werden Kaufzeitungen und \u00fcberregionale Abonnementzeitungen st\u00e4rker von M\u00e4nnern (23,2 Prozent beziehungsweise 5,7 Prozent) als von Frauen (13,2 Prozent beziehungsweise 3,6 Prozent) genutzt. Angebote der Zeitungen im Internet besuchen mittlerweile 30,9 Millionen Unique User \u00fcber 14 Jahren (43,9 Prozent). Hinzu kommen mehr als 9,6 Millionen mobile Nutzer, die sich via Smartphone oder Tablet-App mithilfe mobiler Verlagswebsites \u00fcber das Tagesgeschehen informieren.<\/p>\n<p>    6. Zeitungswebsites bei Jugendlichen sehr beliebt: Nach Altersgruppen betrachtet, erreichen die gedruckten Tageszeitungen ihre h\u00f6chste Reichweite traditionell bei den 50- bis \u00fcber 70-j\u00e4hrigen Lesern, n\u00e4mlich zwischen 72 und 79 Prozent. Auch bei den 40- bis 49-J\u00e4hrigen greifen mehr als 64 Prozent regelm\u00e4\u00dfig zur Tageszeitung; und bei den 30- bis 39-J\u00e4hrigen sind es knapp 54 Prozent. Bei den j\u00fcngeren Altersgruppen wird die gedruckte Zeitung in geringerem Ma\u00df genutzt: Von den 20- bis 29-J\u00e4hrigen werden rund 45 Prozent durch die Zeitung erreicht; bei den 14- bis 19-J\u00e4hrigen sind es fast ein Drittel (31 Prozent). Die 14- bis 29-J\u00e4hrigen wiederum sorgen mit 67 Prozent Reichweite f\u00fcr die h\u00f6chsten Werte bei den Online-Angeboten der Zeitungen.<\/p>\n<p>    7. Werbeums\u00e4tze bei 3,1 Milliarden Euro: Die Netto-Werbeeinnahmen der Tages- und Wochenzeitungen lagen 2013 bei 3,1 Milliarden Euro. An der Spitze stand das Fernsehen (4,1 Milliarden Euro). Auf den Pl\u00e4tzen drei, vier und f\u00fcnf folgen Anzeigenbl\u00e4tter (1,9 Milliarden), Publikumszeitschriften (1,2 Milliarden) sowie Online-Angebote und Mobile (1,1 Milliarden). Mehr zur wirtschaftlichen Lage der Zeitungen lesen Sie hier http:\/\/www.bdzv.de\/markttrends-und-daten\/wirtschaftliche-lage\/artikel\/detail\/zur_wirtschaftlichen_lage_der_zeitungen_in_deutschland_2014\/.<\/p>\n<p>    8. Lokale Nachrichten bei den Lesern auf Platz 1: Die lokalen Nachrichten interessieren die Leser in ihrer Zeitung ganz besonders, 86 Prozent lesen sie &#8220;im Allgemeinen&#8221;. Auf den n\u00e4chsten Pl\u00e4tzen in der Beliebtheitsskala folgen politische Meldungen und Berichte aus Deutschland (67 Prozent) und dem Ausland (55 Prozent) sowie Sportberichte und Anzeigen (beide 44 Prozent). Wichtig finden die Leser ferner Leitartikel, Tatsachenberichte aus dem Alltag und Leserbriefe. Nur 38 Prozent widmen sich hingegen regelm\u00e4\u00dfig der Kultur, 34 Prozent lesen regelm\u00e4\u00dfig Nach-richten aus der Wirtschaft, 33 Prozent interessieren sich f\u00fcr Gerichtsberichterstattung und 31 Prozent f\u00fcr Nachrichten aus Wissenschaft und Technik.<\/p>\n<p>    9. T\u00e4glich 39 Minuten f\u00fcr die Zeitung: Durchschnittlich 39 Minuten wenden Zeitungsleser t\u00e4glich f\u00fcr ihre Lekt\u00fcre auf, am Wochenende sind es sogar 44 Minuten. M\u00e4nner lesen mit 40 Minuten etwas l\u00e4nger als Frauen (38). Die Lesergruppe der \u00fcber 50-J\u00e4hrigen liest deutlich l\u00e4nger (47 Minuten) als die Gruppe der 14- bis 29-J\u00e4hrigen (30 Minuten).<\/p>\n<p>    10. Zeitungswerbung besonders glaubw\u00fcrdig: Anzeigen in der Tageszeitung sind gew\u00fcnschter Lesestoff. Nach Lokalteil, Politik und Leitartikel nehmen Anzeigen in der Lesergunst den vierten Platz ein. Obendrein gelten Zeitungsanzeigen als besonders glaubw\u00fcrdig: W\u00e4hrend zum Beispiel 78 Prozent der Befragten auf Werbung im Fernsehen gut verzichten k\u00f6nnten, halten nur 38 Prozent der Leser Anzeigen in der Tageszeitung f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig. Dabei profitiert die Werbung in der Zeitung auch von der Glaubw\u00fcrdigkeit des redaktionellen Teils.<\/p>\n<p>    11. Berichterstattung sehr seri\u00f6s: Die Zeitung genie\u00dft bei ihren Lesern eine besonders hohe Glaubw\u00fcrdigkeit. Einer Umfrage der ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft zufolge vertrauen bei lokalen und regionalen Themen 46 Prozent der Befragten der von Zeitungen vermittelten Information. Das \u00f6ffentlich-rechtliche Fernsehen erzielt einen Wert von 23 Prozent, es folgen der \u00f6ffentlich-rechtliche H\u00f6rfunk (10 Prozent) und das Internet (8 Prozent). Die Schlusslichter bilden das private Fernsehen und der private H\u00f6rfunk (beide 3 Prozent).<\/p>\n<p>    12. Gr\u00f6\u00dfte Zeitungsvielfalt in Europa: In Europa erscheinen t\u00e4glich etwa 2.500 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 85 Millionen Exemplaren. Die Bundesrepublik Deutschland bietet mit 351Tageszeitungen (davon 129 Zeitungen mit Vollredaktion, die 1.528 lokale Ausgaben herausgeben) das vielf\u00e4ltigste Ange-bot. An zweiter Stelle steht Italien mit 111 Zeitungen. Es folgen: Spanien (110), United Kingdom (94), Frankreich (84), Schweden (75), Norwegen (74), Finnland (46), D\u00e4nemark (30) und die Niederlande (28). \u00d6sterreich (15), Irland (9) und Luxemburg bilden die Schlusslichter. Unter den j\u00fcngeren EU-Mitgliedern haben Tschechien (79), Bulgarien (61), Polen (35) und Ungarn (30) besonders viele Titel anzubieten.<\/p>\n<p>    13. China und Indien gr\u00f6\u00dfte Zeitungsm\u00e4rkte der Welt: Nach verkaufter Auflage stellen die deutschen Tageszeitungen mit 16,8 Millionen Exemplaren den mit Abstand gr\u00f6\u00dften Tageszeitungsmarkt in West-Europa, gefolgt von Gro\u00dfbritannien mit einer Auflage von 9,8 Millionen Zeitungen t\u00e4glich. So genannte &#8220;Mittelm\u00e4rkte&#8221; sind bei den Tageszeitungen zum Beispiel Frankreich (6,2 Millionen Exemplare), Italien (3,2 Millionen), die Niederlande (3,0), Spanien (2,6), und Polen (2,2). Schweden, \u00d6sterreich und die Schweiz liegen bei gut 1,8 Millionen. Bei den \u00fcbrigen nationalen Zeitungsm\u00e4rkten handelt es sich um &#8220;Kleinm\u00e4rkte&#8221; mit Zeitungsauflagen von 112.000 Exemplaren wie in Luxemburg bis zu 1,3 Millionen Exemplaren wie in Belgien. Weltweit stellen China und Indien die gr\u00f6\u00dften Zeitungsmarkt mit 116 und 112 Millionen verkauften Exemplaren t\u00e4glich. Platz drei belegt Japan mit gut 47 Millionen Exemplaren. Deutschland rangiert &#8211; nach den USA (40 Millionen) &#8211; an f\u00fcnfter Position.<\/p>\n<p>    14. Unterschiedliche Zeitungsreichweiten in Europa: In Westeuropa existieren bei der Zeitungsreichweite deutliche Unterschiede. In Deutschland greifen 67 Prozent der \u00fcber 14-J\u00e4hrigen regelm\u00e4\u00dfig zur gedruckten Zeitung (inklusive Wochen- und Sonntagszeitung). Dabei werden sie noch \u00fcbertroffen von den Schweizern (77 Prozent) und \u00d6sterreichern (72). Vergleichsweise wenig regelm\u00e4\u00dfige Zeitungsnutzer \u00fcber 14 Jahren gibt es dagegen in Frankreich (49), Italien (40) und Spanien (32). Lange f\u00fchrend bei den Reichweiten waren die skandinavischen L\u00e4nder, sie pendeln sich mittlerweile jedoch auf dem Niveau der \u00fcbrigen L\u00e4nder ein mit 73 Prozent (Finnland), 66 Prozent (Schweden) und 44 Prozent Reichweite (Norwegen).<\/p>\n<p>    15. 662 verschiedene Zeitungswebsites in Deutschland: Bereits sehr fr\u00fch waren die deutschen Zeitungen im Internet pr\u00e4sent. Als erste machten 1995 &#8220;taz &#8211; die tageszeitung&#8221; (Berlin), die &#8220;Schweriner Volkszeitung&#8221;, &#8220;Die Zeit&#8221; (Hamburg), die &#8220;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8221; (M\u00fcnchen) und die &#8220;Rheinische Post&#8221; (D\u00fcsseldorf) eigene Online-Angebote. Im Sommer 1996 waren nach einer Z\u00e4hlung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bereits 41 Zeitungen neben der gedruckten Ausgabe auch online aktiv; im Jahr 2014 sind es 662 verschiedene Zeitungswebsites.<\/p>\n<p>    16. Hierzulande werden 125 fremdsprachige Titel verkauft: In Deutschland besteht eine erhebliche Nachfrage nach internationaler Tagespresse. Etwa 125 fremdsprachige Titel werden t\u00e4glich angeboten. Besonders gro\u00df ist der Markt f\u00fcr t\u00fcrkische Tageszeitungen, allein &#8220;H\u00fcrriyet&#8221; hat eine in Deutschland vertriebene Auflage von 23.000 Exemplaren. Den L\u00f6wenanteil machen jedoch englischsprachige Titel aus den USA und dem Vereinigten K\u00f6nigreich aus. Gleichzeitig gibt es im Ausland aber auch einiges Interesse an deutschen Tageszeitungen. 1,3 Prozent der Auflage werden jenseits der Grenzen vertrieben.<\/p>\n<p>    Previous<br \/>\n    Next<\/p>\n<p>2\/16<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>[3]<br \/>\nDer &#8220;Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger&#8221; (BDZV) ist so analphabetisch, da\u00df er in der Mitte der Web-Seite<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bdzv.de\/maerkte-und-daten\/wirtschaftliche-lage\/zeitungen-in-zahlen-und-daten\/\">http:\/\/www.bdzv.de\/maerkte-und-daten\/wirtschaftliche-lage\/zeitungen-in-zahlen-und-daten\/<\/a><\/p>\n<p>nur einen einzigen Textbaustein anzeigt. und so der Leser gezwungen wird, wie ein dressierter Affe weiterzuklicken, um an Erdn\u00fcsse zu gelangen, von Textbaustein 1 bis Textbaustein 16.<\/p>\n<p>Was der Leser nicht wei\u00df: ALLE Teile des Texts sind vollst\u00e4ndig in der Web-Seite enthalten! Die Klickerei ist eine reine Schikane.<\/p>\n<p>Wie ich feststellte, wird, wenn man einen gewissen Bereich markiert, DER GESAMTE TEXT ins Clipboard \u00fcbernommen, siehe [2].<\/p>\n<p>Auf einen solchen &#8220;Journalismus&#8221; wie eben jenen dieser Herrschaften kann die Welt gut verzichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeitungen, das war fr\u00fcher etwas, das man lesen mu\u00dfte, um zu erfahren, was um Einen herum geschieht in der Welt, nah und fern. Das ist lange her. Zeitungen wurden geschrieben und gedruckt, dann verteilt und verkauft. Radio &#8211; und sp\u00e4ter Fernsehen &#8211; waren schneller. Der Druck f\u00e4llt ganz weg, und die Journalisten k\u00f6nnen sich sogar [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,9],"tags":[],"class_list":["post-1240","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hochkultur","category-medienmafia"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1240"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1240\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1266,"href":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1240\/revisions\/1266"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}