{"id":1313,"date":"2015-09-20T09:20:08","date_gmt":"2015-09-20T17:20:08","guid":{"rendered":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/?p=1313"},"modified":"2015-09-20T09:20:08","modified_gmt":"2015-09-20T17:20:08","slug":"wohlfeile-zensur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/archives\/1313.htm","title":{"rendered":"Wohlfeile Zensur?"},"content":{"rendered":"<p>Houston,<\/p>\n<p>wir haben ein Problem.<\/p>\n<p>Wie auch immer man es dreht und wendet, da fliegt etwas in die Luft&#8230; und uns um die Ohren.<\/p>\n<ul><strong>&#8220;Asylanten d\u00fcrfen stehlen&#8221;: Beschwerden gegen &#8220;Ganze Woche&#8221;<br \/>\n18. September 2015, 14:22<br \/>\n&#8216;Presserat leitet ein Verfahren gegen das Wochenmagazin ein&#8217;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000022429738\/Asylanten-duerfen-stehlen-Beschwerden-gegen-Ganze-Woche?ref=rec\"><br \/>\nhttp:\/\/derstandard.at\/2000022429738\/Asylanten-duerfen-stehlen-Beschwerden-gegen-Ganze-Woche?ref=rec<\/a> <\/strong><\/ul>\n<p>Da gibt es einen Artikel und es gibt deswegen ein Verfahren. Der Artikel ist haarstr\u00e4ubend. Ich f\u00fcge ihn hier als Beweisst\u00fcck bei f\u00fcr den Fall, da\u00df das Original online verschwindet.<\/p>\n<p>Was an dem Artikel ist falsch? Ist alles frei erfunden? Sind wir schon so weit, da\u00df solche haarstr\u00e4ubenden Geschichten frei erfunden in die Welt gesetzt werden? Oder &#8211; falls doch etwas wahr sein sollte von den Anschuldigungen &#8211; werden Medien zur Zensur gezwungen?<\/p>\n<p>Wenn selbst einfache &#8220;b\u00f6se Ahnungen&#8221; bei Twitter justiziable Reaktionen ausl\u00f6sen wie diese<\/p>\n<ul>\nhttps:\/\/twitter.com\/BenjaminAdam_T\/status\/644170918743408640<br \/>\n[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nBenjamin Adam Klein @BenjaminAdam_T<\/p>\n<p>@SteinbachErika du verw\u00f6hnte reiche politiker schlampe lauf du erst mal zu fu\u00df in ein fremdes land ohne essen,trinken,geld usw.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<br \/>\n(<a href=\"https:\/\/twitter.com\/BenjaminAdam_T\/status\/644170918743408640\">https:\/\/twitter.com\/BenjaminAdam_T\/status\/644170918743408640<\/a>)<\/ul>\n<p>,dann sitzen wir tief in den Nesseln. Egal, was wir sagen oder schreiben, wir stehen mit dem R\u00fccken zur Wand. Wobei eines Jedem klar sein sollte: die Medien sind mitverantwortlich, und das nicht zu knapp&#8230;<\/p>\n<p>Schon vor \u00fcber 20 Jahren wurde hier, in der Provinz, nur ein Teil der kriminellen Vorf\u00e4lle in der Zeitung erw\u00e4hnt, weil man die Bev\u00f6lkerung &#8220;nicht beunruhigen&#8221; wollte. Die Politik hat die Inhalte der Zeitung bestimmt. Bei Berichten \u00fcber die DDR und den Ostblock nannte man das selbstverst\u00e4ndlich Zensur. Aber wir waren nicht die DDR. Wir waren die Guten. Also gab es auch keine Zensur.<\/p>\n<p>Wie tief sitzt die Schere im Hirn, da\u00df man Zensur nicht Zensur nennt?<\/p>\n<p>[x] Es ist f\u00fcnf nach zw\u00f6lf.<br \/>\n[x] Zutreffendes bitte streichen.<\/p>\n<p>[x] Gr\u00fc\u00dfe aus der Provinz<\/p>\n<p>x<\/p>\n<p>&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ganzewoche.at\/inhalte\/artikel\/?idartikel=8905\/Asylanten-duerfen-bei-uns-stehlen\">http:\/\/www.ganzewoche.at\/inhalte\/artikel\/?idartikel=8905\/Asylanten-duerfen-bei-uns-stehlen<\/a><\/p>\n<p>[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n<strong>&#8220;Asylanten d\u00fcrfen bei uns stehlen&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Die Gemeinde St. Georgen im Attergau (O\u00d6) hat t\u00e4glich mit Asylwerbern zu k\u00e4mpfen, die den B\u00fcrgern und den Gesch\u00e4ftsleuten das Leben schwer machen. Autos werden bespuckt, Frauen m\u00fcssen sich sexuelle Anspielungen gefallen lassen und Diebst\u00e4hle stehen an der Tagesordnung. Weil die Polizei der Straftaten nicht Herr wird, lassen die Gesch\u00e4ftsleute bereits die Asylwerber einen bestimmten Betrag im Monat entwenden.<br \/>\nDie Beschwerdebriefe t\u00fcrmen sich auf dem Schreibtisch von B\u00fcrgermeister Ferdinand Aigner (\u00d6VP). Und immer betreffen sie die Asylanten in seiner ober\u00f6sterreichischen Gemeinde St. Georgen im Attergau. \u201eDie Asylwerber bespucken Autos, M\u00fctter f\u00fcrchten sich, ihre Kinder alleine auf die Stra\u00dfe zu schicken, auch sexuelle Bel\u00e4stigungen der Frauen kommen vor. K\u00fcrzlich hat sich sogar das Zugpersonal unserer Lokalbahn dar\u00fcber beschwert, dass ein Asylwerber randaliert hat, weil er nicht gratis mitfahren durfte. Und Diebst\u00e4hle in unseren Gesch\u00e4ften geh\u00f6ren sowieso zur Tagesordnung\u201c, meint Aigner resignierend.<\/p>\n<p>Wie er seine 4.400 Sch\u00e4fchen sch\u00fctzen soll, wei\u00df der Ortschef nicht. Er f\u00fchlt sich von allen Seiten im Stich gelassen. Mehr noch, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (\u00d6VP) setzt scheinbar alles daran, das wilde Treiben fortzuf\u00fchren. Denn das im Ortsteil Thalham angesiedelte Erstaufnahmezentrum ist mit 300 Asylanten bereits \u00fcberbelegt und soll nun zu einem Lager f\u00fcr abgeschobene Fl\u00fcchtlinge aus anderen EU-L\u00e4ndern werden. Eine Entscheidung des Innenministeriums. Aus welchen L\u00e4ndern die Fl\u00fcchtlinge kommen sollen, ist dort nicht bekannt. \u201eIch wei\u00df wirklich nicht um jeden biografischen Hintergrund eines Fl\u00fcchtlings Bescheid\u201c, meint Karl-Heinz Grundb\u00f6ck, Sprecher im Innenministerium. Und auch in der Landespolizeidirektion Ober\u00f6sterreich regiert Ahnungslosigkeit, der Polizei-Sprecher Bernd Innendorfer meint jedoch: \u201eZur\u00fcckschiebungen von Asylanten nach Ungarn werden t\u00e4glich durchgef\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bewohner von St. Georgen ist dies kein Trost. Sie f\u00fchlen sich ihres Lebens nicht mehr sicher. Deshalb hat B\u00fcrgermeister Aigner an jeden Haushalt und an jeden Gesch\u00e4ftsbetreiber ein Erhebungsblatt f\u00fcr \u201eVorf\u00e4lle betreffend Asylthematik\u201c verschickt, auf dem jeder seinem \u00c4rger schriftlich freien Lauf lassen kann.<\/p>\n<p>Dabei kam unter anderem heraus, dass im Vormonat Asylanten Parf\u00fcms im Wert von 2.000 Euro gestohlen haben. \u201eWie dreist sie dabei vorgegangen sind, ist einfach unglaublich\u201c, sagt eine Verk\u00e4uferin des gesch\u00e4digten Ladens. Meistens kommen sie zu dritt in das Gesch\u00e4ft, werfen einen Blick nach rechts, dann nach links und schon verschwinden die Gegenst\u00e4nde in ihren Rucks\u00e4cken. Anzeige erstatten wir erst gar nicht, das bringt nichts. Wie uns ergeht es vielen Gesch\u00e4ftsleuten. Weil die Diebst\u00e4hle \u00fcberhand genommen haben und den Fl\u00fcchtlingen nicht beizukommen ist, haben wir bereits resigniert. Deshalb d\u00fcrfen die Fl\u00fcchtlinge Produkte im Wert von mehreren hundert Euro pro Monat stehlen. Das wird dann von uns als ,normaler Schwund\u2018 einkalkuliert.\u201c<\/p>\n<p>Es ist immer wieder das gleiche Bild. Auf der einen Seite der \u201earme Fl\u00fcchtling\u201c, auf der anderen Seite die \u201ereichen Europ\u00e4er\u201c. Wer gegen Fl\u00fcchtlinge etwas sagt, gilt als ausl\u00e4nderfeindlich. Deshalb wagt es in St. Georgen kein Unternehmer, drastische Schritte gegen die T\u00e4ter zu unternehmen. Offiziell hei\u00dft es, wie Lucia Urban von der REWE International AG erkl\u00e4rt, \u201eTats\u00e4chlich verzeichnen wir in den beiden Filialen von BIPA und BILLA in Thalham einen leicht erh\u00f6hten Schwund. Aus diesem Grund verf\u00fcgen diese Standorte \u2013 wie etwa die H\u00e4lfte aller Filialen der REWE International AG \u2013 auch \u00fcber Video\u00fcberwachung. Wie bei allen unseren Filialen \u00fcblich, wird bei Diebstahl, so er nachweisbar ist, selbstverst\u00e4ndlich die Polizei gerufen und der Diebstahl zur Anzeige gebracht. Das weitere Vorgehen obliegt dann der Exekutive. Es gibt keinerlei Vorgaben seitens der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung in Thalham, anders vorzugehen als in den anderen rund 1.100 BILLA- und mehr als 620 BIPA-Filialen in unserem Land.\u201c<\/p>\n<p>Die Diebe nehmen, was sie kriegen k\u00f6nnen. Und selbst wenn es einmal zu einem Gerichtsverfahren kommt, bleibt das f\u00fcr den Asylwerber ohne Folgen. \u201eMir wurden zum wiederholten Mal ein Paar Herren-Mokassins gestohlen. Diesen Diebstahl habe ich angezeigt. Es kam zur Gerichtsverhandlung und der Asylant musste mir die Schuhe zur\u00fcckgeben. Das ist aber eher die Ausnahme\u201c, sagt Nina Kaiser (Name von der Redaktion ge\u00e4ndert) von einem \u00f6rtlichen Schuhgesch\u00e4ft. \u201eEs gab aber auch Zeiten, da wurden mir jede Woche ein paar Schuhe gestohlen, die ich nie wieder gesehen habe.\u201c Die T\u00e4ter bleiben in Thalham, denn straff\u00e4llige Asylwerber d\u00fcrfen nur in Ausnahmef\u00e4llen abgeschoben werden. Und zwar dann, wenn ein \u201ebesonders schweres Verbrechen\u201c vorliegt, das \u201eeine Gefahr f\u00fcr die Gemeinschaft\u201c darstellt.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n[*\/quote*]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Houston, wir haben ein Problem. Wie auch immer man es dreht und wendet, da fliegt etwas in die Luft&#8230; und uns um die Ohren. &#8220;Asylanten d\u00fcrfen stehlen&#8221;: Beschwerden gegen &#8220;Ganze Woche&#8221; 18. September 2015, 14:22 &#8216;Presserat leitet ein Verfahren gegen das Wochenmagazin ein&#8217; http:\/\/derstandard.at\/2000022429738\/Asylanten-duerfen-stehlen-Beschwerden-gegen-Ganze-Woche?ref=rec Da gibt es einen Artikel und es gibt deswegen ein Verfahren. 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