{"id":647,"date":"2014-04-06T10:42:11","date_gmt":"2014-04-06T18:42:11","guid":{"rendered":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/?p=647"},"modified":"2015-10-29T14:44:15","modified_gmt":"2015-10-29T22:44:15","slug":"beweisstuck-der-anklage-das-homoopathische-arzneibuch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/archives\/647.htm","title":{"rendered":"Beweisst\u00fcck der Anklage: das Hom\u00f6opathische Arzneibuch"},"content":{"rendered":"<p>Hom\u00f6opathie ist nicht irgendein Betrug, sondern gef\u00e4hrlicher Medizinbetrug, der obendrein vom Gesetzgeber durch geisteskranke Gesetze de fakto vorgeschrieben wird &#8211; beispielweise dadurch, da\u00df Hom\u00f6opathie Teil des Pharmaziestudiums ist, und da\u00df das &#8220;Hom\u00f6opathische Arzneibuch&#8221;, abgek\u00fcrzt &#8220;HAB&#8221;, in jeder Apotheke vorhanden sein mu\u00df (und das immer auf dem neuesten Stand!). <\/p>\n<p>Was ist das &#8220;Hom\u00f6opathische Arzneibuch&#8221;? Die Antwort gibt gleich am Anfang des HAB, als allererstes, diese Erkl\u00e4rung:<\/p>\n<ul>Hom\u00f6opathisches Arzneibuch 2007 (HAB 2007)<br \/>\n<a href=\"http:\/\/ariplex.com\/folia\/archives\/643.htm\">http:\/\/ariplex.com\/folia\/archives\/643.htm<\/a><br \/>\n[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nHom\u00f6opathisches Arzneibuch 2007 (HAB 2007)\t<\/p>\n<p><strong>Das Hom\u00f6opathische Arzneibuch ist neben dem Deutschen Arzneibuch und dem Europ\u00e4ischen Arzneibuch Teil des Arzneibuchs nach \u00a7 55 des Arzneimittelgesetzes.<\/strong> Das Arzneibuch ist eine vom Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit bekannt gemachte Sammlung anerkannter pharmazeutischer Regeln \u00fcber die Qualit\u00e4t, Pr\u00fcfung, Lagerung, Abgabe und Bezeichnung von Arzneimitteln und den bei ihrer Herstellung verwendeten Stoffen. Es enth\u00e4lt auch Regeln f\u00fcr die Beschaffenheit von Beh\u00e4ltnissen und Umh\u00fcllungen. Die anerkannten pharmazeutischen Re\u00adgeln, die in Monographien und anderen Texten des Arzneibuchs beschrieben sind, entsprechen dem jeweils gesicherten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Das HAB ist verbindlich f\u00fcr <\/p>\n<p><i>&#8220;Regeln \u00fcber die<br \/>\n* Qualit\u00e4t,<br \/>\n* Pr\u00fcfung,<br \/>\n* Lagerung,<br \/>\n* Abgabe und<br \/>\n* Bezeichnung von Arzneimitteln und den bei ihrer Herstellung verwendeten Stoffen. <\/p>\n<p>Es enth\u00e4lt auch Regeln f\u00fcr die<br \/>\n* Beschaffenheit von Beh\u00e4ltnissen und Umh\u00fcllungen.&#8221;<\/i><\/p>\n<p>Das HAB enth\u00e4lt keine Vorgaben zur medizinischen Anwendung der Arzneimittel, weder zur medizinischen Indikation (wozu es eingesetzt wird) noch zur Dosierung.<\/p>\n<p>Der folgende Absatz ist somit der blanke Hohn:<\/p>\n<ul>Hom\u00f6opathisches Arzneibuch 2007 (HAB 2007)<br \/>\n[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nHom\u00f6opathisches Arzneibuch 2007 (HAB 2007)<br \/>\nDie anerkannten pharmazeutischen Re\u00adgeln, die in Monographien und anderen Texten des Arzneibuchs beschrieben sind, entsprechen dem jeweils gesicherten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p><strong>Es handelt sich um reine Herstellungs- und Lagerungsvorschriften. Es geht nicht um medizische Wirkung. Es gibt keinerlei Beweise, sondern ausschlie\u00dflich Anweisungen<\/strong> <\/p>\n<p>Dabei w\u00e4re es doch elementar gewesen, diese Anweisungen auf die Sinnhaftigkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen. Doch das ist nicht geschehen. Deswegen ist die Behauptung <\/p>\n<ul>Hom\u00f6opathisches Arzneibuch 2007 (HAB 2007)<br \/>\n[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nHom\u00f6opathisches Arzneibuch 2007 (HAB 2007)<br \/>\nDie anerkannten pharmazeutischen Re\u00adgeln, die in Monographien und anderen Texten des Arzneibuchs beschrieben sind, <strong>entsprechen dem jeweils gesicherten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse.<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>eine glatte L\u00fcge.<\/p>\n<p>Das hier zitierte Arzneibuch ist nicht die allerneueste Fassung, sondern jene von 2007. Aber das macht nichts, weil die grundlegenden Dinge unver\u00e4ndert sind: das Verd\u00fcnnen, das Sch\u00fctteln und das Verreiben. <\/p>\n<p>Zum Verd\u00fcnnen eines Stoffs mu\u00df diesem Stoff ein Verd\u00fcnnungsmittel beigemengt werden. Dieses Verd\u00fcnnungsmittel mu\u00df bestimmte Eigenschaften haben, die durch die zu verd\u00fcnnende Substanz vorgegeben sind. <\/p>\n<p>Was in Wasser l\u00f6slich ist, kann mit Wasser verd\u00fcnnt werden. Was nicht in Wasser, aber in \u00d6l oder Alkohol l\u00f6slich ist, mu\u00df in \u00d6l oder Alkohol verd\u00fcnnt werden. <\/p>\n<p>Soweit, so gut. Aber was ist mit Metallen? Hom\u00f6opathen verwenden METALLISCHE Stoffe, also keine Metallsalze, sondern die reinen Metalle. Die d\u00fcrfen auch nicht in S\u00e4uren aufgel\u00f6st werden, denn das erg\u00e4be Salze. Nein, Metalle m\u00fcssen verrieben werden. <\/p>\n<p>Salze &#8211; und \u00fcberhaupt kristalline Stoffe &#8211; zu verreiben ist relativ einfach, auch wenn die H\u00e4rte des Materials eine Rolle spielt. Gneis, Basalt oder Diamant werden die Apotheker jedoch in Verz\u00fcckung versetzen&#8230; <\/p>\n<p>Die in den Anweisungen angegebenen Zeiten (die sich auf mindestens 1 Stunde summieren) zeigen, wie schwer die physikalische Verd\u00fcnnung eines festen Stoffs ist. <\/p>\n<p>Fleisch, Pflanzen oder andere Stoffe sind auch nicht ohne. Als Feststoffe m\u00fcssen sie verrieben werden. <\/p>\n<p>Nun kommt die entscheidende Frage: WARUM!? Warum das alles?<\/p>\n<p>Hahnemann hat zu einer Zeit gelebt, in der man anfing, die Physik der Welt um den Menschen herum erst einmal &#8220;anzufassen&#8221;. Begriffen hat man sie noch nicht. Man hat die Welt beobachtet und zugesehen, was geschieht. Zum Beispiel: Was geschieht, wenn man auf ein in einem bestimmten r\u00e4umlichen Winkel zur Erde auf ein St\u00fcck Eisen schl\u00e4gt? Das Eisen wird durch das Schlagen magnetisch. Man wu\u00dfte, DASS es geschieht. Man wu\u00dfte jedoch nicht, WARUM es geschieht. Aber man gab sich M\u00fche dahinter zu kommen, nicht mehr wie in den Jahrtausenden zuvor, nur dazustehen und mit offenem Mund zuzusehen, sondern die physikalischen Gesetze zu erkennen und zu nutzen. <\/p>\n<p>Hahnemann erw\u00e4hnt das Magnetisieren, und zwar als ein Erkl\u00e4rung zu seinem &#8220;Dynamisieren&#8221;. Hahnemann spielt mit W\u00f6rtern herum. &#8220;Potenzieren&#8221;, &#8220;Dynamisieren&#8221;, &#8220;Dynamis&#8221; &#8211; alles beeindruckende lateinische W\u00f6rter. Wie geschaffen um kleine Geiste zu faszinieren und sich als gro\u00dfer Wissenschaftler aufzuspielen. Heute, 200 Jahre sp\u00e4ter, ist die magische Wirkung dieser W\u00f6rter ungebrochen&#8230; <\/p>\n<p>Hahnemann sagt nichts anderes, als da\u00df durch die physikalische Behandlung die verd\u00fcnnte Substanz mehr (Heil)kraft hat, also f\u00e4higer ist, potenter ist, mehr Kraft, mehr Energie, mehr &#8220;Dynamis&#8221; hat. <\/p>\n<p>Das h\u00e4tte er auch auf Deutsch sagen k\u00f6nnen. Aber dann w\u00e4re doch die ganze Angeberei dahin&#8230; <\/p>\n<p>Im Organon (hier zitiert aus der 6. Auflage) gibt Hahnemann zu, da\u00df er angegriffen wird, weil es lediglich Verd\u00fcnnungen sind. Der T\u00e4uscher BRAUCHT deswegen zu seiner Verteidigung eine Ausrede. Siehe:<\/p>\n<ul><a href=\"http:\/\/www.ariplex.com\/ama\/ama_org6.htm\">http:\/\/www.ariplex.com\/ama\/ama_org6.htm<\/a><br \/>\n(Fu\u00dfnote in Seiten 244, 245)<br \/>\n[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n 2) Man h\u00f6rt noch t\u00e4glich die hom\u00f6opathischen Arznei-Potenzen blo\u00df Verd\u00fcnnungen nennen, da sie doch das Gegentheil derselben, d.i. wahre Aufschlie\u00dfung der Natur-Stoffe und zu Tage-F\u00f6rderung und Offenbarung der in ihrem innern Wesen verborgen gelegenen, specifischen Arzneikr\u00e4fte<\/p>\n<p>sind, durch Reiben und Sch\u00fctteln bewirkt, wobei ein zu H\u00fclfe genommenes, unarzneiliches Verd\u00fcnnungs-Medium blo\u00df als Neben-Bedingung hinzutritt. Verd\u00fcnnung allein, z.B. die, der Aufl\u00f6sung eines Grans Kochsalz, wird schier zu blo\u00dfem Wasser; der Gran Kochsalz verschwindet in der Verd\u00fcnnung mit vielem Wasser und wird nie dadurch zur Kochsalz-Arznei, die sich doch zur bewundernsw\u00fcrdigsten St\u00e4rke, durch unsere wohlbereiteten Dynamisationen, erh\u00f6ht.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Das ganze Theater, das Hahnemann auff\u00fchrt, ist ein H\u00fctchenspieler-Trick: Hahnemann vergiftet die Kranken. Gibt er ihnen WENIGER Gift, so f\u00fcgt er ihnen weniger Schaden zu. Das &#8220;weniger Schaden Zuf\u00fcgen&#8221; bezeichnet er als Heilung. F\u00fcr diese angebliche Heilung braucht er eine Erkl\u00e4rung. Denn, h\u00e4tten sie gewu\u00dft, da\u00df Hahnemann nur verd\u00fcnnt, seine Zeitgenossen h\u00e4tten ihn ausgelacht und ihn &#8211; zu recht &#8211; auf der Stelle in den Knast gesteckt. Aber Hahnemann schw\u00fclstet in kaum verst\u00e4ndlicher Sprache, greift in die gro\u00dfe Trickkiste mit lateinischen W\u00f6rtern, erz\u00e4hlt etwas vom Magnetisieren &#8211; und behauptet, da\u00df durch die physikalische Behandlung wie beim Magnetisieren unsichtbare Kr\u00e4fte wirken und die Heilwirkung hervorrufen w\u00fcrden. Oben drauf setzt er dann eine mysthische &#8220;Lebenskraft&#8221;, die &#8220;verstimmt&#8221; ist: alles Dinge, die seine Zeitgenossen nicht nachpr\u00fcfen k\u00f6nnen. Er hat sie reingelegt.<\/p>\n<p>So weit, so schlecht. Aber an einer Stelle KANN man zupacken: bei der physikalischen Wirkung. <\/p>\n<p>Beim Magnetisieren eines Eisenst\u00fccks kann man durch Beobachten und Messen eine Menge herausfinden. Unter anderem, da\u00df man einen bestimmten r\u00e4umlichen Winkel zur Erde haben mu\u00df f\u00fcr ein optimales Ergebnis. Auch, wie stark und wie lange man schlagen mu\u00df &#8211; und wie das Ergebnis im Eisen dadurch wird. All das ist durch lange Me\u00dfreihen mit einer guten Genauigkeit zu ermitteln. <\/p>\n<p>W\u00fcrde man wie beim Magnetisieren unsichtbare Kr\u00e4fte annehmen (beim Magnetisieren \u00fcbt das Magnetfeld der Erde eine Kraft aus), so mu\u00df man beim Sch\u00fctteln gleicherma\u00dfen die physikalischen Kr\u00e4fe und die Wirkung messen. Mu\u00df zum Beispiel in Richtung Nordpol gesch\u00fcttelt werden? Wie schnell mu\u00df gesch\u00fcttelt werden? Wie hart mu\u00df der Schlag sein?<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Es mu\u00df in langen Versuchen pr\u00e4zise ermittelt werden, welche Parameter es gibt, und wie die dazu geh\u00f6renden Ergebnisse sind. <\/p>\n<p>Nehmen wir an, da\u00df es &#8211; vollkommen analog zur Magnetisierung &#8211; f\u00fcr das Sch\u00fctteln tats\u00e4chlich eine solche Kraft g\u00e4be, und da\u00df die Parameter zu ermitteln seien. Dann stellt sich die Frage, was denn dann mit den <strong>zu verreibenden Substanzen<\/strong> ist. <\/p>\n<p>Das Verreiben ist notwendig zur Verd\u00fcnnung. Aber, so die Hom\u00f6opathen, das Verd\u00fcnnen alleine ist es doch nicht &#8211; nein! -, denn es fehlt die Dynamisierung, das Einwirken der magischen, unsichtbaren Kraft. <\/p>\n<p><strong>Wenn die Stoffe verrieben sind, nun denn, dann werden sie eben anschlie\u00dfend gesch\u00fcttelt, sollte man annehmen, genauso wie die Fl\u00fcssigkeiten. DOCH EBEN DIES GESCHIEHT NICHT!<\/p>\n<p>Lesen Sie die Anweisungen des HAB genau durch: die einen Substanzen werden gesch\u00fcttelt, die anderen Substanzen werden verrieben. Bei einigen Substanzen wird &#8211; wenn sie als Feststoff verrieben wurden, aber fl\u00fcssig eingesetzt werden sollen &#8211; bei der jeweiligen in fl\u00fcssiger Form vorgenommenen Verd\u00fcnnungsstufe gesch\u00fcttelt. Aber nicht bei den Verreibungsstufen.<\/strong> <\/p>\n<p>H\u00e4tte das Sch\u00fctteln tats\u00e4chlich die notwendige Wirkung auf die Substanzen, dann m\u00fc\u00dfte man ALLE Substanzen sch\u00fctteln. Aber das findet nicht statt. Damit wird das ganze Theater zur Farce. Im Endeffekt ist nur wichtig, DASS man etwas macht. Der Schamane h\u00fcpft herum &#8211; und weil er das macht, er, der Schamane, DESWEGEN, wird ein Gebr\u00e4u zur Medizin. Es ist eine magische Handlung. Also allerd\u00fcmmstes religiotisches Theater. <\/p>\n<p>Hahnemann macht genau das: Theater.<\/p>\n<p>Die Zahl der Sch\u00fcttelschl\u00e4ge mu\u00df nur aus einem einzigen Grund eine gewisse Mindestzahl sein: damit die Fl\u00fcssigkeiten ausreichend gut gemischt sind. Das Verreiben mu\u00df nur deswegen soundsolange erfolgen, damit die Mischung ausreichend homogen ist. Das ist alles. <\/p>\n<p>Das alles sind rein physikalische Grundlagen. Jeder Pharmazeut, jeder Apotheker mu\u00df das auf Anhieb erkennen. Pardon, er SOLLTE das erkennen k\u00f6nnen. Aber, wie man am HAB sieht, ist das nicht der Fall. Das HAB ist eine politische gewollte Farce und ein Element des Betruges durch organisierte Kriminalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Noch einmal, um diesen Punkt unmi\u00dfverst\u00e4ndlich klarzustellen:<\/p>\n<p><strong>Wenn das Sch\u00fctteln eine Wirkung hat, dann m\u00fcssen ALLE Stoffe bei JEDER Verd\u00fcnnungsstufe gesch\u00fcttelt werden. Aber das ist nicht der Fall.<\/p>\n<p>Die Tatsache, da\u00df es ausschlie\u00dflich durch Verreiben hergestellte Verd\u00fcnnungen gibt, beweist, da\u00df es einzig und allein um das Verd\u00fcnnen geht, und um nichts sonst.<\/strong><\/p>\n<p>Der Hokuspukus, den Hahnemann mit dem Versch\u00fctteln treibt, ist ein Ablenkungsman\u00f6ver, mit dem er eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr vort\u00e4uscht, da\u00df es den Kranken besser geht. Aber es geht ihnen besser, weil er sie weniger stark vergiftet hat. <\/p>\n<p>Heutige Hom\u00f6opathen ergehen sich in weitere T\u00e4uschungen und schieben ein &#8220;Ged\u00e4chtnis des Wassers&#8221; oder anderen Unfug vor; sie setzen auf den alten H\u00fctchenspielertrick noch weitere drauf. <\/p>\n<p>Wie sehr offizielle Institutionen den Betrug Hom\u00f6opathie unterst\u00fctzen sei am Beispiel der der Krankenversicherung AOK gezeigt.<\/p>\n<ul><a href=\"http:\/\/www.aok.de\/bundesweit\/gesundheit\/behandlung-nichtmedikamentoese-und-alternative-therapien-homoeopathie-8102.php\">http:\/\/www.aok.de\/bundesweit\/gesundheit\/behandlung-nichtmedikamentoese-und-alternative-therapien-homoeopathie-8102.php<\/a><br \/>\n(Hervorhebungen von mir)<br \/>\n[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nHom\u00f6opathie<br \/>\nWas versteht man darunter? <\/p>\n<p>Die Hom\u00f6opathie ist ein in sich v\u00f6llig abgeschlossenes Medizinsystem, das mit eigenen, oft hochgradig verd\u00fcnnten Arzneimitteln arbeitet. F\u00fcr die Heilwirkungen wurden Theorien entwickelt, die nicht auf einer naturwissenschaftlich gesicherten Basis beruhen.<\/p>\n<p>Der Begr\u00fcnder der Hom\u00f6opathie ist der deutsche Mediziner Samuel Hahnemann (1755-1843). Ausgangspunkt seiner Lehre war der so genannte Chinarinden-Versuch: Hahnemann stellte bei einem Selbstversuch fest, dass das Malaria-Mittel bei ihm fiebrige Symptome verursacht. Daraus schloss er generell, dass ein wirksames Medikament bei gesunden Menschen \u00e4hnliche Symptome hervorruft wie die Krankheit, gegen die es sich richtet.<br \/>\nAus dieser Erkenntnis heraus pr\u00e4gte Hahnemann den Satz: &#8220;\u00c4hnliches kann durch \u00c4hnliches geheilt werden&#8221;. Diese \u00c4hnlichkeits-Regel ist einer der Kernpunkte seiner Theorie und gab der Hom\u00f6opathie (griechisch: \u00e4hnliches Leiden) ihren Namen. Unter wissenschaftlich kontrollierten Bedingungen lie\u00df sich der von Hahnemann vor 200 Jahren unternommene Chinarinden-Versuch allerdings nicht erfolgreich wiederholen. <\/p>\n<p>Eine weitere Eigenart der Hom\u00f6opathie liegt in der Zubereitung ihrer Medikamente. Sie werden nach strengen Regeln aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Grundstoffen gewonnen. Dabei wird zun\u00e4chst eine &#8220;Urtinktur&#8221; hergestellt, beispielsweise aus einem Pflanzenpresssaft. Ein Teil der Urtinktur wird anschlie\u00dfend mit neun Teilen L\u00f6sungsmittel verd\u00fcnnt. Das ist die so genannte D1-Verd\u00fcnnung. Aus dieser Verd\u00fcnnung wird erneut ein Teil entnommen und wieder mit neun Teilen L\u00f6sungsmittel zu D2-verd\u00fcnnt. Nach insgesamt 30 Schritten ist zum Beispiel die Stufe D30 erreicht. Bei den C-Verd\u00fcnnungen betr\u00e4gt das Verh\u00e4ltnis Tinktur und L\u00f6sungsmittel jeweils 1:100. Zwischen jeder Verd\u00fcnnung ist die Fl\u00fcssigkeit zum Versch\u00fctteln zehnmal auf ein Lederkissen aufzuklopfen. <\/p>\n<p><strong>Bevor ein hom\u00f6opathisch arbeitender Therapeut ein Medikament ausw\u00e4hlt, wird er sich viel Zeit f\u00fcr ein einf\u00fchlsames Gespr\u00e4ch nehmen. Er m\u00f6chte auf diese Weise ein m\u00f6glichst vollst\u00e4ndiges Bild von seinem Patienten bekommen. Es l\u00e4sst sich dabei nicht nur die Krankheitssymptome schildern, sondern achtet auch auf die k\u00f6rperliche und seelische Verfassung.<\/strong> <\/p>\n<p>Wie wirkt die Therapie? <\/p>\n<p>Statistisch ist davon auszugehen, dass eine Verd\u00fcnnung von D24 kein Molek\u00fcl mehr aus der Urtinktur enth\u00e4lt. Trotzdem sind nach den Vorstellungen der Hom\u00f6opathen solche hoch verd\u00fcnnten Arzneien sogar wirksamer als die Urtinktur. <strong>Als eigentlicher Tr\u00e4ger der Wirkung werden nicht die chemischen Bestandteile der Urtinktur angesehen, sondern eine Information, die diese Stoffe an das L\u00f6sungsmittel weitergegeben haben. Durch die stetige Verd\u00fcnnung und das Sch\u00fctteln soll sich diese Information von Schritt zu Schritt verst\u00e4rken.<\/strong> <\/p>\n<p>Trotz vielf\u00e4ltiger Bem\u00fchungen ist es bisher noch nicht gelungen, das physikalische Prinzip zu entschl\u00fcsseln, auf dem die von den Hom\u00f6opathen angenommene Information basieren k\u00f6nnte. Viele naturwissenschaftlich orientierte \u00c4rzte halten daher die Wirkung der hom\u00f6opathischen Medikamente eher f\u00fcr einen Placebo-Effekt \u2013 also f\u00fcr eine Wirkung, die nicht aus dem Medikament, sondern aus dem Umfeld der Behandlung und der Person des Arztes resultiert. <\/p>\n<p>Rezepte zum Selbermachen <\/p>\n<p>Nach hom\u00f6opathischen Vorstellungen setzt die Wahl des richtigen Mittels immer eine eingehende Diagnose durch den Therapeuten voraus. Der Charakter, die Interessen und die k\u00f6rperliche Konstitution entscheiden mit, welches Medikament das richtige ist. So kann es sein, dass zwei Patienten mit derselben Krankheit verschiedene Mittel verabreicht bekommen. <\/p>\n<p>Je nachdem, welche Begleitsymptome vorliegen, wird ein Hom\u00f6opath das Mittel festlegen. Beispiel Bluthochdruck:<br \/>\nHerzklopfen mit Schmerzen, die in den linken Arm ausstrahlen k\u00f6nnen: Aconitum napellus (Eisenhut) D12<br \/>\nlangsamer Puls, Beklemmungsgef\u00fchl in der Brust, Ohrensausen: Barium carbonicum (Bariumcarbonat) D12<br \/>\nbohrende, rei\u00dfende Kopfschmerzen, pochende Adern im Kopf: Aurum metallicum (Gold) D12<br \/>\nDr\u00fcckende Kopfschmerzen mit Schwindel, Traurigkeit: Plumbum metallicum (Blei) D12<\/p>\n<p><strong>Entgegen diesem Konzept der so genannten &#8220;klassischen Hom\u00f6opathie&#8221; ist mittlerweile eine Reihe von &#8220;Komplexmitteln&#8221; auf dem Markt, die ein Gemisch verschiedener Hom\u00f6opathika enthalten. Bei diesen entf\u00e4llt die individuelle Diagnosestellung, und sie k\u00f6nnen meist rezeptfrei in der Apotheke erworben werden.<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Was bezahlt die AOK? <\/p>\n<p>Die Hom\u00f6opathie z\u00e4hlt nach den Regelungen des Krankenversicherungsrechts zu den besonderen Therapierichtungen. <\/p>\n<p>Die \u00dcbernahme hom\u00f6opathischer Arzneimittel durch die AOK ist nicht ausgeschlossen. Allerdings gelten seit der Gesundheitsreform 2004 bei den nichtverschreibungspflichtigen Arzneimitteln (Arzneimittel, die man ohne Rezept bekommt) die gleichen gesetzlichen Einschr\u00e4nkungen wie f\u00fcr die allopathischen (&#8220;schulmedizinischen&#8221;) Arzneimittel auch.<\/strong><br \/>\nQuellen<br \/>\n* Harrisons Innere Medizin, ABW Wissenschaftsverlag 15. Auflage<br \/>\n* Leitfaden Naturheilkunde: Methoden, Konzepte und praktische Anwendung von Volker Schmiedel (Herausgeber), Matthias Augustin (Herausgeber), Urban &#038; Fischer Verlag\/Elsevier GmbH; Auflage: 6 (2012)<br \/>\n* Naturheilverfahren, Leitfaden f\u00fcr die \u00e4rztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung von Dieter Melchart, Rainer Brenke, Gustav Dobos, Markus Gaisbauer, Reinhard * Saller, Schattauer Verlag, Studienausgabe 2008<br \/>\n* <strong>Das gro\u00dfe Hom\u00f6opathie-Handbuch von Markus Wiesenhauer und Suzann Kirschner-Brouns, , Melchart, Augustin, Harrison, Wiesenhauer et al, GU-Verlag,  2007<\/strong><br \/>\n* Hom\u00f6opathie in der Kinder- und Jugendmedizin von Herbert Pfeiffer, Michael Drescher und Martin Hirte,  et al, Urban&#038;Fischer-Verlag, 2007<br \/>\n* GEO Wissen Nr. 42, 2008, S. 50 ff.<br \/>\n* Deutsche Hom\u00f6opathie-Union<\/p>\n<p>Letzte Aktualisierung: Januar 2013<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Das ist aalglatt zusammengelogen aus teilweise primitiven Reklameschriften, denn die T\u00e4tigkeit so mancher &#8220;Autoren&#8221; ist nichts anderes als Auftragsarbeit f\u00fcr die Hom\u00f6opathika-Hersteller. Von neutraler, wissenschaftlicher Arbeit KANN also gar keine Rede sein.<\/p>\n<p>F\u00fcr den einfachen B\u00fcrger, Medizinlaie (und als solcher seiner Krankenversicherung vertrauend), erscheint diese d\u00fcmmliche Nacherz\u00e4hlung als ein &#8220;Wir wissen nicht, warum es funktioniert, aber wir zahlen es&#8221; als eine Zustimmung der Krankenversicherung, also als eine Best\u00e4tigung der Wirksamkeit der Hom\u00f6opathie. Denn warum sollte eine Krankenversicherung etwas bezahlen, was nicht wirkt? Und schon ist der einfache B\u00fcrger gutgl\u00e4ubig in die Falle gegangen&#8230;<\/p>\n<p>Dieser Absatz zeigt auch, wer ma\u00dfgeblich an dem Betrug mitverantwortlich beteiligt ist: der Gesetzgeber.<\/p>\n<ul>[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nWas bezahlt die AOK? <\/p>\n<p><strong>Die Hom\u00f6opathie z\u00e4hlt nach den Regelungen des Krankenversicherungsrechts zu den besonderen Therapierichtungen.<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00dcbernahme hom\u00f6opathischer Arzneimittel durch die AOK ist nicht ausgeschlossen. Allerdings gelten seit der Gesundheitsreform 2004 bei den nichtverschreibungspflichtigen Arzneimitteln (Arzneimittel, die man ohne Rezept bekommt) die gleichen gesetzlichen Einschr\u00e4nkungen wie f\u00fcr die allopathischen (&#8220;schulmedizinischen&#8221;) Arzneimittel auch.<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>In dem ganzen Text der AOK ist keine f\u00fcr den einfachen B\u00fcrger erkennbare Kritik enthalten. Nein, es wird sogar auf Gesetze verwiesen (&#8220;Regelungen des Krankenversicherungsrechts zu den besonderen Therapierichtungen&#8221;). <\/p>\n<p>Auch die Sprache ist von Hom\u00f6opathen diktiert, siehe deren Schimpfwort &#8220;allopathisch&#8221; f\u00fcr die wissenschaftliche Medizin. Dabei sollte es bei diesem milliardenschweren Unternehmen AOK doch bekannt sein, da\u00df die gemachten Aussagen T\u00e4uschungen sind. Bei der Erw\u00e4hnung der &#8220;Komplexmittel&#8221; h\u00e4tte die AOK auf krasse Fehler im System der praktizierten Hom\u00f6opathie hinweisen m\u00fcssen, zum Beispiel beim von ihr ausgewalzten Punkt der Herstellung. Aber sie tut es nicht. (Mehr \u00fcber Komplexmittel in einem weiteren Text, der noch folgen wird.)<\/p>\n<p>Nun weiter mit der Herstellung der Hom\u00f6opathika, denn da gibt es noch mehr haarstr\u00e4ubende Ungereimtheiten, Widerspr\u00fcche und L\u00fcgen.<\/p>\n<p>Im folgenden Zitat aus dem Organon (6. Auflage) sieht man, da\u00df Hahnemann sein Herstellungsverfahren ge\u00e4ndert hat. Anfangs hat Hahnemann die Verd\u00fcnnung der Fl\u00fcssigkeiten Stufe f\u00fcr Stufe FL\u00dcSSIG vorgenommen. Dann aber hat er jeweils einen Zwischenschritt gemacht: ein Zuckerk\u00fcgelchen mit der Fl\u00fcssigkeit benetzt, es aufgel\u00f6st UND DIESE FL\u00dcSSIGKEIT dann in der n\u00e4chsten Stufe verd\u00fcnnt. <\/p>\n<p>Aufgrund der Mengenverh\u00e4ltnisse zwischen der Zuckerkugel und der Fl\u00fcssigkeit darf man einen Verd\u00fcnnungsfaktor von mindestens 100 annehmen. Dieser Verd\u00fcnnungsfaktor ist aber aufgrund der Methode (irgendwie &#8220;Bespr\u00fchen einer Zuckerkugel&#8221; ungenau ermittelter Gr\u00f6\u00dfe) KEINE exakte Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p>Dieser Verd\u00fcnnungsfaktor wird jedoch bei der Angabe der Potenzierungsstufe NICHT angegeben! Siehe dazu den Schlu\u00df des Zitats.<\/p>\n<p>Das Layout von Hahnemanns B\u00fcchern ist grauenhaft, vor allem durch gestaffelte Fu\u00dfnoten, die sich \u00fcber mehrere Seiten hinziehen. Im folgenden Zitat ist zur besseren Lesbarkeit der Haupttext fett hervorgehoben. Die Fallen stecken aber auch in den Fu\u00dfnoten. Ich werde auf diese einzeln eingehen.<\/p>\n<ul><a href=\"http:\/\/www.ariplex.com\/ama\/ama_org6.htm\">http:\/\/www.ariplex.com\/ama\/ama_org6.htm<\/a><br \/>\n(Paragraph \u00a7245, Seiten 245ff)<br \/>\n[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n245<\/p>\n<p>\u00a7270<\/p>\n<p><strong>Um nun diese Kraft-Entwickelung am besten zu bewirken, wird ein kleiner Theil der zu dynamisirenden Substanz, etwa Ein Gran, zuerst durch dreist\u00fcndiges Reiben mit dreimal 100 Gran Milchzucker auf die unten (1) angegebne Weise zur millionfachen Pulver-<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8211;<br \/>\n[&#8230;]<br \/>\n1) Man tr\u00e4gt den dritten Theil von 100 Gran Milchzucker-Pulver in eine glasirte, porcellanene, am Boden mit feinem, feuchtem Sande mattgeriebene Reibeschale und thut dann oben auf dies Pulver Einen Gran von der zu bearbeitenden gep\u00fclverten Arznei-Substanz (Einen Tropfen Quecksilbers, Stein\u00f6hls u.s.w.). Der, zur Dynamisation anzuwendende Milchzucker mu\u00df von jener vorz\u00fcglich reinen Gattung sein, welche an F\u00e4den krystallisirt, in Form rundlicher Stangen zu uns k\u00f6mmt. Einen Augenblick lang mischt man Arznei und Pulver mittels eines Spatels von Porcellan zusammen und reibt etwa 6, 7 Minuten lang mit dem, unten matt geriebenen, porcellanenen Pistill, die Mischung ziemlich stark; darauf scharrt man vom Boden der Reibeschaale und unten vom ebenfalls unten matt geriebenen Pistill die Masse wohl auf, um sie gleichartig zu machen, binnen etwa 3, 4 Minuten; sechs bis sieben Minuten lang f\u00e4hrt man dann wieder, ohne Zusatz, mit der Reibung in gleicher St\u00e4rke fort und scharrt w\u00e4hrend 3, 4 Minuten vom Boden des M\u00f6rsers und unten vom Pistill, das Geriebene auf, worauf man das zweite Drittheil des Milchzuckers hinzuthut, einen Augenblick lang das Ganze mit dem Spatel umr\u00fchrt, mit gleicher St\u00e4rke 6, 7 Minuten lang reibt, darauf etwa 3, 4 Minuten lang wieder aufscharrt, das Reiben 6, 7 Minuten lang ohne Zusatz wiederholt und 3, 4 Minuten lang aufscharrt; ist dies geschehen, so nimmt man das letzte Drittheil Milchzucker,<br \/>\n246<\/p>\n<p><strong>Verd\u00fcnnung gebracht. Aus Gr\u00fcnden die weiter unten in der Anmerkung angegeben sind, wird zuerst Ein Gran dieses Pulvers in 500 Tropfen eines, aus einem Theile Branntwein und vier Theilen destillirtem Wasser<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8211;<br \/>\nr\u00fchrt mit dem Spatel um, reibt wieder 6, 7 Minuten lang stark, scharrt w\u00e4hrend etwa 3, 4 Minuten zusammen und schlie\u00dft endlich mit der letzten, 6, 7 min\u00fctlichen Reibung und sorgf\u00e4ltigsten Einscharrung. Das so bereitete Pulver, wird in einem wohl zugepfropften, vor Sonne und Tageslicht gesch\u00fctzten Fl\u00e4schchen aufbewahrt, welches man mit dem Namen der Substanz und mit der Aufschrift des ersten Products 100, bezeichnet. Um nun dies Product bis zu 10.000 zu erheben, nimmt man einen Gran des Pulvers \/100, tr\u00e4gt ihn mit dem Drittheil von 100 Gran gep\u00fclverten Milchzuckers in die Reibeschaale, mischt das Ganze mit dem Spatel zusammen und verf\u00e4hrt dann wie oben angezeigt; indem man jedoch sorgf\u00e4ltig jedes Drittheil zweimal stark verreibt, jedesmal w\u00e4hrend etwa 6, 7 Minuten und unterde\u00df w\u00e4hrend etwa 3, 4 Minuten aufscharrt, bevor man das zweite und letzte Drittheil des Milchzuckers dazuthut. Nach Hinzuf\u00fcgung eines jeden dieser Drittheile, verf\u00e4hrt man auf dieselbe Weise wie zuvor. Wenn alles beendigt ist, thut man das Pulver in ein wohl verpfropftes, mit der Aufschrift \/10.000 versehenes Fl\u00e4schchen. Wenn man nun in derselben Art mit Einem Gran dieses letzten Pulvers verf\u00e4hrt, so erhebt man dasselbe auf I.d.h. auf die millionste Potenz, dergestalt, da\u00df jeder Gran dieses Pulvers den millionsten Theil eines Grans der urspr\u00fcnglichen Substanz enth\u00e4lt. Demnach erfordert eine solche Pulverbereitung f\u00fcr drei Grade sechsmal 6, 7 Minuten zur Verreibung und sechsmal 3, 4 Minuten zum Aufscharren, was folglich eine Stunde f\u00fcr jeden Grad bedingt. Dann enth\u00e4lt nach der ersten, einst\u00fcndigen Reibung das Pr\u00e4parat in jedem Grane l:100, nach der zweiten jeder Gran l:10.000 und nach der dritten und letzten in jedem Grane 1\/1000000 der dazu angewendeten Arzneisubstanz *). M\u00f6rser,<\/p>\n<p>*) Dies sind die drei Grade der trockenen Pulver-Verreibung, welche wohl vollf\u00fchrt, schon einen guten Anfang zur Kraft-Entwickelung (Dynamisation) der Arzneisubstanz bewirkt haben.<br \/>\n247<\/p>\n<p><strong>bestehenden Gemisches aufgel\u00f6st und hievon ein einziger Tropfen in ein Fl\u00e4schchen gethan. Hiezu f\u00fcgt man 100 Tropfen guten Weingeist (1) und giebt dann dem, mit seinem St\u00f6psel zugepfropften Fl\u00e4schchen, 100 starke Sch\u00fcttelst\u00f6\u00dfe mit der Hand gegen einen harten, aber elastischen K\u00f6rper (2) gef\u00fchrt. Dies ist die Arznei im ersten Dynamisations-Grade, womit man feine Zucker-Streuk\u00fcgelchen (3) erst wohl befeuchtet (4) dann schnell auf Flie\u00dfpapier ausbreitet, trocknet und in einem zugepfropften Gl\u00e4schen aufbewahrt, mit dem Zeichen des ersten (I) Potenzgrades.<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8211;<br \/>\nPistill und Spatel m\u00fcssen wohl gereinigt sein, ehe die Bereitung einer andern Arznei damit unternommen wird. Mit warmem Wasser wohl gewaschen und rein abgetrocknet, werden M\u00f6rser, Pistill und Spatel, dann nochmals eine halbe Stunde lang in einem mit Wasser gef\u00fcllten Kessel ausgekocht; man m\u00fc\u00dfte denn etwa die Vorsicht so weit treiben wollen, diese Werkzeuge auf Kohlen einer, bis zum Anfang des Gl\u00fchens gesteigerten Hitze auszusetzen.<\/p>\n<p>1) Womit das Potenzirungs-Fl\u00e4schchen zu zwei Dritteln angef\u00fcllt wird.<\/p>\n<p>2) Etwa auf ein mit Leder eingebundenes Buch.<\/p>\n<p>3) Man l\u00e4\u00dft sie unter seinen Augen vom Zuckerb\u00e4cker aus St\u00e4rke-Mehl und Rohr-Zucker verfertigen, und die so verkleinten Streuk\u00fcgelchen mittels der n\u00f6thigen Siebe zuerst von den allzu feinen, staubartigen Theilen befreien, dann aber durch einen Durchschlag gehen, dessen L\u00f6cher nur solche K\u00fcgelchen durchlassen, wovon 100 Einen Gran wiegen, &#8211; die brauchbarste Kleinheit f\u00fcr den Bedarf eines hom\u00f6opathischen Arztes.<\/p>\n<p>4) Man hat ein kleines zylindrisches Gef\u00e4\u00df von der Form eines Fingerhutes von Glas, Porcellan oder Silber, mit einer feinen Oeffnung am Boden, worein man die Streuk\u00fcgelchen tut, welche man arzneilich machen will; hierin befeuchtet man sie mit etwas von dem so dynamisirten arzneilichen Weingeiste, r\u00fchrt sie um, und klopft dann das kleine (umgekehrte) Gef\u00e4\u00df, auf das Flie\u00dfpapier aus, um sie schnell zu trocknen.<br \/>\n248<\/p>\n<p><strong>Hievon wird nur ein einziges (1) K\u00fcgelchen zur weitern Dynamisirung genommen, in ein zweites, neues Fl\u00e4sch-<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8211;<br \/>\n1) Als noch nach der anf\u00e4nglichen Vorschrift immer ein voller Tropfen der Fl\u00fcssigkeit niedrern Potenz-Grades zu 100 Tropfen Weingeist zum h\u00f6her Potenziren genommen ward, war dies Verh\u00e4ltni\u00df des Verd\u00fcnnungs-Mediums zu der, darin zu dynamisirenden Arznei-Menge, (100. zu 1.) viel zu eng beschr\u00e4nkt, als da\u00df eine Menge solcher Sch\u00fcttel-Schl\u00e4ge, ohne gro\u00dfe Gewalt anzuwenden, die Kr\u00e4fte der angewendeten Arznei-Substanz geh\u00f6rig und in hohem Grade h\u00e4tten entwickeln k\u00f6nnen, wie mich m\u00fchsame Versuche davon \u00fcberzeugt haben. Nimmt man aber ein einziges solches Streuk\u00fcgelchen, wovon 100 einen Gran wiegen, um es mit hundert Tropfen (Weingeist) zu dynamisiren, so wird das Verh\u00e4ltni\u00df wie 1 zu 50,000, ja gr\u00f6\u00dfer noch, indem 500 solcher Streuk\u00fcgelchen noch nicht v\u00f6llig Einen Tropfen zu ihrer Befeuchtung annehmen k\u00f6nnen. Bei diesem ungleich h\u00f6herm Verh\u00e4ltnisse zwischen Arzneistoff und Verd\u00fcnnnngs-Medium, k\u00f6nnen viele Sch\u00fcttel-Schl\u00e4ge des mit Weingeist bis zu 2\/3 angef\u00fcllten Fl\u00e4schchens eine bei weitem gr\u00f6\u00dfere Kraft-Entwickelung hervorbringen. Werden aber bei einem so geringen Verd\u00fcnnungs-Medium, wie 100. zu 1. der Arznei sehr viele St\u00f6\u00dfe mittels einer kr\u00e4ftigen Maschine gleichsam eingezwungen, so entstehen Arzneien, welche, vorz\u00fcglich in den h\u00f6hern Dynamisations-Graden, fast augenblicklich, aber mit st\u00fcrmischer, ja gef\u00e4hrlicher Heftigkeit, besonders auf den schw\u00e4chlichen Kranken einwirken, ohne dauernde, gelinde Gegenwirkung des Lebensprincips zur Folge zu haben. Die von mir angegebne Weise hingegen, erzeugt Arznei von h\u00f6chster Kraft-Entwickelung und gelindester Wirkung, die aber, wohl gew\u00e4hlt, alle kranken Punkte heilkr\u00e4ftig ber\u00fchrt*). Von diesen weit vollkommner dynamisirten Arznei-<br \/>\n&#8212;&#8211;<br \/>\n*) Nur in den sehr seltenen F\u00e4llen, wo bei schon fast v\u00f6llig hergestellter Gesundheit und bei guter Lebenskraft, dennoch ein altes, beschwerliches Local\u00fcbel unverr\u00fcckt fortdauert ist es nicht nur erlaubt, sondern sogar unumg\u00e4nglich n\u00f6thig, die, sich daf\u00fcr als hom\u00f6opathisch h\u00fclfreich erwiesene Arznei, jedoch mittelst vieler Hand-Sch\u00fcttelschl\u00e4ge bis zu einem sehr hohen Grade potenzirt, in steigenden Dosen einzugeben, worauf ein solches Local\u00fcbel oft wunderbarer Weise sehr bald verschwindet.<br \/>\n249<\/p>\n<p><strong>chen gethan (mit Einem Tropfen Wasser, um es aufzul\u00f6sen) und dann mit 100 Tropfen guten Weingeistes auf gleiche Weise, mittels 100 starker Sch\u00fcttel-St\u00f6\u00dfe dynamisirt. Mit dieser geistigen Arznei-Fl\u00fcssigkeit werden wiederum Streuk\u00fcgelchen benetzt, schnell auf Flie\u00dfpapier ausgebreitet, getrocknet, in einem verstopften Glase vor Hitze und Tageslicht verwahrt und mit dem Zeichen des zweiten Potenz-Grades (II.) versehen. Und so f\u00e4hrt man fort, bis durch gleiche Behandlung Ein aufgel\u00f6stes K\u00fcgelchen XXIX mit 100 Tropfen Weingeist, mittels 100 Sch\u00fcttel-St\u00f6\u00dfen, eine geistige Arznei-Fl\u00fcssigkeit gebildet hat, wodurch damit befeuchtete und getrocknete Streuk\u00fcgelchen den Dynamisations-Grad XXX erhalten.<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Haben Sie es bemerkt?: Die Globuli werden zum Trocknen auf FLIESSPAPIER gesch\u00fcttet. Warum Flie\u00dfpapier? Warum nicht eine gro\u00dfe Glasplatte, die keine Feuchtigkeit aufnimmt? Ein Kardinalfehler, durch den auch das Aufspr\u00fchen zu einer magischen Ritualhandlung verkommt. <\/p>\n<p>Gez\u00e4hlt werden von Hahnemann nur die SCH\u00dcTTELSTUFEN:<\/p>\n<ul>[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nEin aufgel\u00f6stes K\u00fcgelchen XXIX mit 100 Tropfen Weingeist, mittels 100 Sch\u00fcttel-St\u00f6\u00dfen, eine geistige Arznei-Fl\u00fcssigkeit gebildet hat, wodurch damit befeuchtete und getrocknete Streuk\u00fcgelchen den Dynamisations-Grad XXX erhalten.<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Damit wird bei einem angenommenen Verd\u00fcnnungsverh\u00e4ltnis von 1:100 f\u00fcr den \u00dcbergang von Fl\u00fcssigkeit auf Zuckerkugel eben nicht <\/p>\n<p>D30 (1: 10 hoch 30)<\/p>\n<p>,sondern <\/p>\n<p>1: (10*100) hoch 30<\/p>\n<p>also <\/p>\n<p>1: 1000 hoch 30<\/p>\n<p>als tats\u00e4chliche Verd\u00fcnnung hergestellt. <\/p>\n<p>Damit brechen s\u00e4mtliche Versuche zusammen, die von Hahnemann und seinen Zeitgenossen und Nachfolgern gemachten Versuche \u00fcberhaupt nachverfolgen und untersuchen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Wie Sie dem HAB entnehmen k\u00f6nnen, wird heute jede Verd\u00fcnnungsstufe (gesch\u00fcttelt oder ger\u00fchrt (das hei\u00dft: verrieben)) als ein Potenzschritt angegeben, und behauptet, das sei nach Hahnemann. Ja, nach welchem Hahnemann denn, bittesch\u00f6n!?<\/p>\n<p>Die Angaben des Verd\u00fcnnungsfaktors HEUTE sind ebenfalls in sich falsch, denn wenn ein fl\u00fcssiger Stoff auf Globuli aufgetragen wird, ist doch ebenfalls ein Verd\u00fcnnungsfaktor von weit \u00fcber 100 im Spiel, der allerdings NICHT angegeben wird.<\/p>\n<p>Die folgende Fu\u00dfnote aus Seite 248 (oben bereits zitiert), zeigt, wie Hahnemann betrogen hat:<\/p>\n<ul>[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n1) <strong>Als noch nach der anf\u00e4nglichen Vorschrift immer ein voller Tropfen der Fl\u00fcssigkeit niedrern Potenz-Grades zu 100 Tropfen Weingeist zum h\u00f6her Potenziren genommen ward, war dies Verh\u00e4ltni\u00df des Verd\u00fcnnungs-Mediums zu der, darin zu dynamisirenden Arznei-Menge, (100. zu 1.) viel zu eng beschr\u00e4nkt, als da\u00df eine Menge solcher Sch\u00fcttel-Schl\u00e4ge, ohne gro\u00dfe Gewalt anzuwenden, die Kr\u00e4fte der angewendeten Arznei-Substanz geh\u00f6rig und in hohem Grade h\u00e4tten entwickeln k\u00f6nnen, wie mich m\u00fchsame Versuche davon \u00fcberzeugt haben.<\/strong><\/p>\n<p>Nimmt man aber ein einziges solches Streuk\u00fcgelchen, wovon 100 einen Gran wiegen, um es mit hundert Tropfen (Weingeist) zu dynamisiren, so wird das Verh\u00e4ltni\u00df wie 1 zu 50,000, ja gr\u00f6\u00dfer noch, indem 500 solcher Streuk\u00fcgelchen noch nicht v\u00f6llig Einen Tropfen zu ihrer Befeuchtung annehmen k\u00f6nnen. <strong>Bei diesem ungleich h\u00f6herm Verh\u00e4ltnisse zwischen Arzneistoff und Verd\u00fcnnnngs-Medium, k\u00f6nnen viele Sch\u00fcttel-Schl\u00e4ge des mit Weingeist bis zu 2\/3 angef\u00fcllten Fl\u00e4schchens eine bei weitem gr\u00f6\u00dfere Kraft-Entwickelung hervorbringen.<\/strong><\/p>\n<p><strong> Werden aber bei einem so geringen Verd\u00fcnnungs-Medium, wie 100. zu 1. der Arznei sehr viele St\u00f6\u00dfe mittels einer kr\u00e4ftigen Maschine gleichsam eingezwungen, so entstehen Arzneien, welche, vorz\u00fcglich in den h\u00f6hern Dynamisations-Graden, fast augenblicklich, aber mit st\u00fcrmischer, ja gef\u00e4hrlicher Heftigkeit, besonders auf den schw\u00e4chlichen Kranken einwirken, ohne dauernde, gelinde Gegenwirkung des Lebensprincips zur Folge zu haben.<\/strong> Die von mir angegebne Weise hingegen, erzeugt Arznei von h\u00f6chster Kraft-Entwickelung und gelindester Wirkung, die aber, wohl gew\u00e4hlt, alle kranken Punkte heilkr\u00e4ftig ber\u00fchrt*). Von diesen weit vollkommner dynamisirten Arznei-<br \/>\n&#8212;&#8211;<br \/>\n*) Nur in den sehr seltenen F\u00e4llen, wo bei schon fast v\u00f6llig hergestellter Gesundheit und bei guter Lebenskraft, dennoch ein altes, beschwerliches Local\u00fcbel unverr\u00fcckt fortdauert ist es nicht nur erlaubt, sondern sogar unumg\u00e4nglich n\u00f6thig, die, sich daf\u00fcr als hom\u00f6opathisch h\u00fclfreich erwiesene Arznei, jedoch mittelst vieler Hand-Sch\u00fcttelschl\u00e4ge bis zu einem sehr hohen Grade potenzirt, in steigenden Dosen einzugeben, worauf ein solches Local\u00fcbel oft wunderbarer Weise sehr bald verschwindet.<br \/>\n249<\/p>\n<p><strong>chen gethan (mit Einem Tropfen Wasser, um es aufzul\u00f6sen) und dann mit 100 Tropfen guten Weingeistes auf gleiche Weise, mittels 100 starker Sch\u00fcttel-St\u00f6\u00dfe dynamisirt. Mit dieser geistigen Arznei-Fl\u00fcssigkeit werden wiederum Streuk\u00fcgelchen benetzt, schnell auf Flie\u00dfpapier ausgebreitet, getrocknet, in einem verstopften Glase vor Hitze und Tageslicht verwahrt und mit dem Zeichen des zweiten Potenz-Grades (II.) versehen. Und so f\u00e4hrt man fort, bis durch gleiche Behandlung Ein aufgel\u00f6stes K\u00fcgelchen XXIX mit 100 Tropfen Weingeist, mittels 100 Sch\u00fcttel-St\u00f6\u00dfen, eine geistige Arznei-Fl\u00fcssigkeit gebildet hat, wodurch damit befeuchtete und getrocknete Streuk\u00fcgelchen den Dynamisations-Grad XXX erhalten.<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Hahnemann rechnet sogar das Verd\u00fcnnungsverh\u00e4ltnis einer Potenzierungsstufe aus: 1:50.000<\/p>\n<p>Am Anfang der Fu\u00dfnote macht Hahnemann ein weitreichendes Gest\u00e4ndnis:<\/p>\n<ul>[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n1) Als noch nach der anf\u00e4nglichen Vorschrift immer ein voller Tropfen der Fl\u00fcssigkeit niedrern Potenz-Grades zu 100 Tropfen Weingeist zum h\u00f6her Potenziren genommen ward, <strong>war dies Verh\u00e4ltni\u00df des Verd\u00fcnnungs-Mediums zu der, darin zu dynamisirenden Arznei-Menge, (100. zu 1.) viel zu eng beschr\u00e4nkt<\/strong>, als da\u00df eine Menge solcher Sch\u00fcttel-Schl\u00e4ge, ohne gro\u00dfe Gewalt anzuwenden, die Kr\u00e4fte der angewendeten Arznei-Substanz geh\u00f6rig und in hohem Grade h\u00e4tten entwickeln k\u00f6nnen, <strong>wie mich m\u00fchsame Versuche davon \u00fcberzeugt haben.<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Bei einem einfachen Verd\u00fcnnen mit 1 Tropfen auf 100 Tropfen war, nach Hahnemann&#8217;s eigenen Worten &#8220;dies Verh\u00e4ltni\u00df des Verd\u00fcnnungs-Mediums zu der, darin zu dynamisirenden Arznei-Menge, (100. zu 1.) viel zu eng beschr\u00e4nkt&#8221;. Wobei &#8220;beschr\u00e4nkt&#8221; eine hinterh\u00e4ltige Umschreibung ist f\u00fcr &#8220;zu stark&#8221;.<\/p>\n<p>Da\u00df Hahnemann seine Patienten vergiftet hat, sieht man an diesem harmlos klingenden Nebensatz:<\/p>\n<p><strong>&#8220;wie mich m\u00fchsame Versuche davon \u00fcberzeugt haben.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>An wem h\u00e4tte er die Versuche denn machen k\u00f6nnen, wenn nicht an seinen Patienten?<\/p>\n<p>Erst als er das Verh\u00e4ltnis auf (seinen Worten nach) 1:50.000 \u00e4ndert, erzielt er eine bessere Wirkung:<\/p>\n<ul>[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n<strong>Bei diesem ungleich h\u00f6herm Verh\u00e4ltnisse zwischen Arzneistoff und Verd\u00fcnnnngs-Medium<\/strong>, k\u00f6nnen viele Sch\u00fcttel-Schl\u00e4ge des mit Weingeist bis zu 2\/3 angef\u00fcllten Fl\u00e4schchens <strong>eine bei weitem gr\u00f6\u00dfere Kraft-Entwickelung hervorbringen.<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Wobei die bessere Wirkung nichts anderes ist als eine geringere Vergiftung. Woraus man ersehen kann, DASS Hahnemann am Anfang seine Patienten tats\u00e4chlich vergiftet hat. Erst mit einer gr\u00f6\u00dferen Verd\u00fcnnung ging es den Patienten besser. Das ist logisch, denn sie wurden WENIGER STARK VEGIFTET.<\/p>\n<p>In folgendem Zitat aus dem Organon sieht man das deutlich: <\/p>\n<ul><a href=\"http:\/\/www.ariplex.com\/ama\/ama_org6.htm\">http:\/\/www.ariplex.com\/ama\/ama_org6.htm<\/a><br \/>\n(Paragraph \u00a7161, Seiten 183)<br \/>\n[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n183<\/p>\n<p>\u00a7161<\/p>\n<p>Wenn ich die sogenannte hom\u00f6opathische Verschlimmerung, oder vielmehr die, <strong>die Symptome der urspr\u00fcnglichen Krankheit in etwas zu erh\u00f6hen scheinende Erstwirkung der hom\u00f6opathischen Arznei<\/strong>, hier auf die erste oder auf die ersten Stunden setze, so ist die\u00df allerdings bei den mehr acuten, seit Kurzem entstandenen Uebeln der Fall; wo aber Arzneien von langer Wirkungsdauer ein altes oder sehr aItes Siechthum zu bek\u00e4mpfen haben, da d\u00fcrfen keine dergleichen, anscheinende Erh\u00f6hungen der urspr\u00fcnglichen Krankheit, w\u00e4hrend des Laufes der Cur sich zeigen und <strong>zeigen sich auch nicht, wenn die treffend gew\u00e4hlte Arznei in geh\u00f6rig kleinen, nur allm\u00e4lig erh\u00f6heten Gaben, jedesmal durch neue Dynamisirung (\u00a7. 247) um etwas modificirt wird<\/strong> (1); dergleichen Erh\u00f6hungen der urspr\u00fcnglichen Symptome der chronischen Krankheit, k\u00f6nnen dann nur zu Ende solcher Curen zum Vorscheine kommen, wenn die Heilung fast oder g\u00e4nzlich vollendet ist.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Die (Vergiftungs)symptome der &#8220;Erstverschlimmerung&#8221; <strong>&#8220;zeigen sich auch nicht, wenn die treffend gew\u00e4hlte Arznei in geh\u00f6rig kleinen, nur allm\u00e4lig erh\u00f6heten Gaben, jedesmal durch neue Dynamisirung (\u00a7. 247) um etwas modificirt wird&#8221;<\/strong>. Was nichts anderes besagt, als da\u00df durch die weitere &#8220;Dynamisierung&#8221;, also Verd\u00fcnnung, WENIGER Gift verabreicht wurde.<\/p>\n<p>Die Zuckerkugeln haben es in sich: es gibt sie in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen &#8211; und genormt sind sie auch nicht (siehe &#8220;&#8230; bis &#8230;&#8221;) : <\/p>\n<ul>Hom\u00f6opathisches Arzneibuch 2007 (HAB 2007)<br \/>\n[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n5.4.4 Spezielle Herstellungsvorschriften, Vorschrift 10 1\t<\/p>\n<p>\tVorschrift 10: Streuk\u00fcgelchen (Globuli)<br \/>\n\tGr\u00f6\u00dfe Nr.\tAnzahl Streuk\u00fcgel\u00adchen\tMasse [g]<br \/>\n\t1\t470 bis 530\t1<br \/>\n\t2\t220 bis 280\t1<br \/>\n\t3\t110 bis 130\t1<br \/>\n\t4\t70 bis 90<br \/>\n\t5\t40 bis 50\t1<br \/>\n\t6\t22 bis 28\t1<br \/>\n\t7\t10\tetwa 1<br \/>\n\t8\t5\tetwa 1<br \/>\n\t9\t3\tetwa 1<br \/>\n\t10\t2\tetwa 1<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Es herrscht finsterste Beliebigkeit. Aber wen sollte das noch wundern?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hom\u00f6opathie ist nicht irgendein Betrug, sondern gef\u00e4hrlicher Medizinbetrug, der obendrein vom Gesetzgeber durch geisteskranke Gesetze de fakto vorgeschrieben wird &#8211; beispielweise dadurch, da\u00df Hom\u00f6opathie Teil des Pharmaziestudiums ist, und da\u00df das &#8220;Hom\u00f6opathische Arzneibuch&#8221;, abgek\u00fcrzt &#8220;HAB&#8221;, in jeder Apotheke vorhanden sein mu\u00df (und das immer auf dem neuesten Stand!). Was ist das &#8220;Hom\u00f6opathische Arzneibuch&#8221;? 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