{"id":754,"date":"2014-08-28T04:16:21","date_gmt":"2014-08-28T12:16:21","guid":{"rendered":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/?p=754"},"modified":"2014-08-31T02:15:28","modified_gmt":"2014-08-31T10:15:28","slug":"sperrung-angedroht-und-auf-dem-anderen-auge-blind","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ariplex.com\/folia\/archives\/754.htm","title":{"rendered":"Sperrung angedroht? &#8230; und auf dem anderen Auge blind?"},"content":{"rendered":"<p>Das Netzwerk Recherche hat in seinem neuen Newsletter auf folgenden Text verwiesen:<\/p>\n<ul><a href=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/blog\/server-sperrung-angedroht-weil-es-russische-zensoren-so-wollten\/\">https:\/\/netzwerkrecherche.org\/blog\/server-sperrung-angedroht-weil-es-russische-zensoren-so-wollten<\/a><\/p>\n<p>[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<strong>Server-Sperrung angedroht \u2013 weil es russische Zensoren so wollten<\/strong><\/p>\n<p>Autor: G\u00fcnter Bartsch \/ Datum: 12.08.2014<\/p>\n<p>Auf Spiegel Online berichtet Moritz Gathmann \u00fcber die Versuche der russischen Zensurbeh\u00f6rde Roskomnadsor, unliebsame Beitr\u00e4ge aus dem Internet zu verbannen. In seinem Bericht stellt Gathmann dar, wie die Medienaufsicht versuchte, einen Beitrag der ukrainischen News-Website Glavcom loszuwerden. Da die Glavcom-Seiten auf Servern des deutschen Webhosters Hetzner liegen, wandte sich Roskomnadsor an das Unternehmen \u2013 das seinem Kunden Glavcom mit einer Server-Sperrung drohte, wenn der fragliche Artikel nicht aus dem Netz genommen werde. Reporter ohne Grenzen kritisierte das Vorgehen scharf.<\/p>\n<p>Inzwischen hat sich Firmenchef Martin Hetzner bei Glavcom entschuldigt. Zum Verfahren teilte uns das Unternehmen auf Nachfrage mit:<\/p>\n<p>\u201cGrunds\u00e4tzlich werden bei uns alle Beschwerden gleich behandelt. Sobald eine Beschwerde \u00fcber eine auf unseren Servern gehostete Webseite eingeht, wird die Beschwerde formell gepr\u00fcft und der betroffene Kunde per E-Mail an die bei uns hinterlegte E-Mail-Adresse informiert und gebeten, binnen 24 Stunden eine Stellungnahme dazu abzugeben.<br \/>\nBei der formellen Pr\u00fcfung pr\u00fcfen wir, ob die beanstandete Webseite tats\u00e4chlich bei Hetzner Online gehostet wird. Dar\u00fcber hinaus erfolgt eine erste Blickpr\u00fcfung der Webseite, eine inhaltliche Pr\u00fcfung findet in dieser Stufe noch nicht statt.<br \/>\nErfolgt nach Fristablauf keine Reaktion\/Stellungnahme des Kunden, so wird eine Erinnerung an den Kunden gesendet, mit Angabe einer evtl. Sperrung bei weiterer Nichtreaktion. Bei weiterer Nichtreaktion wird diese Erinnerung nach weiteren 24 Stunden in der Regel nochmals versendet. Reagiert der Kunde weiterhin nicht, wird der Inhalt der beanstandeten Webseite gepr\u00fcft und ggf. die Sperrung durchgef\u00fchrt, um Schaden f\u00fcr den Kunden und Hetzner Online abzuwenden.<br \/>\nIn dem von Spiegel Online ver\u00f6ffentlichten Fall wurde von unserem Kunden auf unsere Anfragen nicht fristgerecht eingegangen. Eine Serversperrung ist trotz der mangelnden Kommunikation des Kunden nicht erfolgt.<br \/>\nBez\u00fcglich des Inhalts der angemahnten Website (sogut das \u00fcber die Sprachbarriere hinweg m\u00f6glich ist) sehen wir unsererseits keinen Grund, das Abuse-Ticket weiter zu verfolgen. Der Kunde wurde dar\u00fcber informiert, dass wir das Abuse-Ticket schliessen, und unsererseits keine weiteren Schritte notwendig sind. Was uns in k\u00fcnftigen \u00e4hnlichen F\u00e4llen sehr helfen w\u00fcrde, w\u00e4re eine Stellungnahme des Kunden. Wenn man die Argumente beider Seiten kennt, f\u00e4llt eine vern\u00fcnftige Entscheidung im Abuse-Vorgang wohlm\u00f6glich leichter, als wenn nur die Beschwerde eines Beschwerdef\u00fchrers vorliegt, welche vom Kunden ignoriert wird.\u201d<\/p>\n<p><strong>Das bedeutet also, dass ein entsprechender Vorgang zun\u00e4chst ohne inhaltliche Pr\u00fcfung in Gang kommt. Ein \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdiges Verfahren: Offenbar k\u00f6nnte jede Zensurbeh\u00f6rde der Welt einen entsprechenden Abuse-Vorgang ansto\u00dfen. Und die Androhungen haben es in sich, wie die bei Glavcom abgebildeten Hetzner-Mails zeigen:<br \/>\n\u201cPlease remove the requested link. The link violates our terms and conditions 6.\u201d<\/strong><\/p>\n<p>Auch netzwerk recherche hat Server von Hetzner angemietet. Wir werden pr\u00fcfen, ob dies auch in Zukunft m\u00f6glich sein wird.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Ist der Text soweit verstanden worden? Dann bitte ich, das Augenmerk auf diese Worte zu richten:<\/p>\n<ul>[*quote*]<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n<strong>Das bedeutet also, dass ein entsprechender Vorgang zun\u00e4chst ohne inhaltliche Pr\u00fcfung in Gang kommt. Ein \u00e4u\u00dferst fragw\u00fcrdiges Verfahren: Offenbar k\u00f6nnte jede Zensurbeh\u00f6rde der Welt einen entsprechenden Abuse-Vorgang ansto\u00dfen. Und die Androhungen haben es in sich, wie die bei Glavcom abgebildeten Hetzner-Mails zeigen:<br \/>\n\u201cPlease remove the requested link. The link violates our terms and conditions 6.\u201d<\/strong><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n[*\/quote*]<\/ul>\n<p>Das bezieht sich auf Seiten im Web. Dabei bezieht es sich auf Seiten, die bereits im Web sind!<\/p>\n<p><strong>Wie sieht es dagegen mit dem Terrorismus aus, den Email-Admins SEIT JAHREN ver\u00fcben, wo Emails NICHT beim Empf\u00e4nger ankommen, sondern von den Admins unterschlagen werden?<\/strong><\/p>\n<p>Da gibt es Nazi-Server im Netz, wo JEDER BELIEBIGE als Spammer diffamiert werden kann &#8211; und schwupps! &#8211; sind die so blockwartm\u00e4\u00dfigen Admins dabei &#8211; und Emails der diffamierten Absender werden NICHT mehr dem Empf\u00e4nger zugestellt. Teilweise kommt dann eine Fehlermeldung beim Absender an, sehr h\u00e4ufig aber nicht einmal das.<\/p>\n<p>Bis eine Fehlermeldung eintrifft, das kann TAGE dauern. Gibt keine Fehlermeldung, erf\u00e4hrt der Absender nicht einmal, da\u00df seine Email nicht ankam.<\/p>\n<p><strong>Von diesem Netzterrorismus ist JEDER betroffen: Aus heiterem Himmel kann pl\u00f6tzlich dieser oder jene Absender oder Absender-Server von Verleumdern angegriffen werden &#8211; und schon ist man (mund)tot.<\/strong><\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>Inzwischen sind (nach \u00f6ffentlichen \u00c4mtern und Beh\u00f6rden)  sogar Arzt-Praxen und Kliniken betroffen.<\/strong><\/p>\n<p>Was ist, wenn Jemand schnell etwas mitteilen mu\u00df oder fragen mu\u00df, und dies SOFORT per Email tut? Vielleicht gibt es eine Notlage, vielleicht ein Unfall, was auch immer. Und dann&#8230; PENG!: Email tot. Der Absender erf\u00e4hrt es nicht. Und wenn er es erf\u00e4hrt, wird ihm gesagt, er k\u00f6nne die Email doch noch einmal schicken. Ja, wie denn!? Erstens besteht die Blockade m\u00f6glicherweise immer noch und zweitens n\u00fctzt einem Toten keine nachtr\u00e4gliche &#8220;mach&#8217;s nochmal&#8221;-Anweisung. <strong>Tot ist tot. Die Email ist tot. Und das Opfer ist erledigt.<\/strong><\/p>\n<p>Die Wurschtigkeit und Dreistigkeit der IT-Szene UND der obersten Heeresleitungen der Beh\u00f6rden (und Sender!) ist erschreckend. Ein &#8220;Argument&#8221; ist dann, man k\u00f6nne sich ja bei den Nazi-Servern wieder austragen lassen. Ja, wie denn!? Ersten tun das die Nazi-Server nicht immer, zweitens nur wenn sie Lust haben, drittens einige nur f\u00fcr Geld, und viertens <strong>ist der Fall doch schon passiert! Tot ist tot. Die Email ist tot.<\/strong><\/p>\n<p>Angesichts des immer st\u00e4rkeren Zwangs auf die B\u00fcrger, auch mit den Bh\u00f6rden und Firmen &#8211; UND \u00dcBERHAUPT! &#8211; mit Email zu kommunizieren, ist die Praxis der Provider &#8211; und insbesondere der &#8220;Netzwerk-Sch\u00fctzer&#8221; &#8211; ein Nazi-Skandal ohnegleichen, nicht nur, weil auf diese Weise Menschen &#8220;kaltgestellt&#8221; werden, sondern, und das ist der Gipfel, sich in diesem Land (und nicht nur in diesem) nichts r\u00fchrt, um diese Nazi-Schweinerei zu beenden.<\/p>\n<p>Und dann gibt es doch immer noch die Frage an unsere Eltern, wie sie Hitler zulassen konnten.<\/p>\n<p><strong>Hitler war gestern. Email-Nazis sind heute!<\/strong><\/p>\n<p>.<br \/>\n&#8230; und die Medien haben durch ihr Schweigen ihren Anteil daran.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Netzwerk Recherche hat in seinem neuen Newsletter auf folgenden Text verwiesen: https:\/\/netzwerkrecherche.org\/blog\/server-sperrung-angedroht-weil-es-russische-zensoren-so-wollten [*quote*] &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212; Server-Sperrung angedroht \u2013 weil es russische Zensoren so wollten Autor: G\u00fcnter Bartsch \/ Datum: 12.08.2014 Auf Spiegel Online berichtet Moritz Gathmann \u00fcber die Versuche der russischen Zensurbeh\u00f6rde Roskomnadsor, unliebsame Beitr\u00e4ge aus dem Internet zu verbannen. 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