Datum: 23.08.2001 17:33:01 Autor: quak ©
Frank Steffel: Die Stimme des Volkes
Frank Steffel: Die Stimme des Volkes
Berlin ist aus dem Häuschen: Nach dem stillen, bedächtigen Eberhard Diepgen bewirbt sich jetzt für die CDU ein Mann für das höchste Amt, der über die typische "Berliner Schnauze" verfügt.
Wo andere in gequälten und gekünstelten Begriffen sprechen, die manch ein Berliner nicht versteht, redet Steffel frei von der Leber weg, daß den Berlinern die Spucke wegbleibt.
"Endlich ma eener, den ma versteht" hört man jetzt öfters über Steffel.
Steffel nennt die Dinge beim Namen. Mißverstehen kann man diesen Mann nicht. Dabei ist Steffels Vorliebe für das offene Wort keine angelernte Masche für den Wahlkampf: Wie jetzt bekannt wurde, hat auch der jugendliche Steffel kein Blatt vor den Mund genommen. Deshalb wirkt Steffels Sprache auch so frisch, echt, ehrlich, markant männlich während sein Gegenkandidat weich und irgendwie unbestimmt wirkt.
Das ist die Wahl, die die Berliner haben:
Hier der kraftvoll zupackende Renaissance-Mensch, der ein offenes, manchmal derbes Wort spricht, dort der überspitzte Intellektuelle, der sich in höflichen Mehrdeutigkeiten ergeht.