Hallo Herr Teichmann,
"Meinungsfreiheit als Frage der Geographie. Und notfalls kann der Andersdenkende seine Meinung ja auch in der menschenleeren Lüneburger Heide den Heidschucken verklickern: Laura, ich sagen ihnen eine große Karriere in der CDU voraus."
Jetzt spalten Sie aber die Haarspitzen. Ich traue Ihnen zu, dass Sie wissen, was ich sagen will. Ich habe übrigens nicht vor, in der CDU Karriere zu machen.
"Die Meinungsfreiheit in China wird verletzt, wenn jemand am Platz des Himmlischen Friedens keine Handzettel verteilen darf - und wenn ihn dann die Geheimpolizei als Ausweichmöglichkeit darauf verweist, daß er seine Zettel ja ungestört womöglich im Affenhaus des Zoologischen Gartens von Köln verteilen könnte, dann würde Laura ob solchen kommunistischen Zynismus laut schallend protestieren..."
Laura würde immer laut protestierten, wenn jemand wegen einer Meinung verfolgt würde. Aber, Herr Teichmann, niemand verfolgt Sie wegen Ihrer Meinung in Deutschland, denn es geht hier um die Meinungsfreiheit in Deutschland und nicht in China. Und die in Deutschland sehe ich wirklich nicht in Gefahr, weil die CDU-Redaktion Beiträge löscht. Die Menschen in China, die wegen ihrer Meinung in Gefängniszellen sitzen, würden über den Vergleich laut protestieren.
"Das technische Auslöschen einer Meinungsäußerung ist eine flagrante Verletzung der Meinungsfreiheit in dem öffentlichen Raum des Internet, zumal wenn der Veranstalter eine große demokratische Volkspartei ist, die ihr Forum für lebhaften Meinungsaustausch angedient hat. Das genau ist der Ort des politischen Diskurses in unserer Gesellschaft: Hic Rhodos, hic salta - nicht in der menschenleeren Lüneburger Heide..."
Die Lüneburger scheint Sie wirklich verärgert zu haben... Es geht mir darum, dass Sie, ich und andere keinen Anspruch darauf haben, dass Parteien öffentliche Foren anbieten. Also, was könnte die Konsequenz sein??? Sie sollten vielleicht die Klage erweitern um den Punkt, dass die CDU dazu verpflichtet ist, dieses Diskussionsforum vorzuhalten.
Was an der Äußerung von Schließungsbefürchtungen mich zur Opportunistin stempelt, das ist mir schleierhaft. Ich möchte gerade Ihnen, der so sehr für die Meinungsfreiheit kämpft, selbstverständlich nicht unterstellen, dass ihre Einschätzung daraus resultiert, dass ich eine andere Meinung als die Ihre vertrete. Gruß Laura
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