Datum: 15.08.2001 03:24:19 Autor: Udo Teichmann ©
Mißbräuchlich gelöschte Threads, moderationswidrige Sperre von Marco Münzer


Der Stein des Anstoßes
Liebe Mitdiskutanten,

in einer Antwort auf Beiträge von mir hat sich Marco Münzer folgendermaßen geäußert:

---Zitat---
Datum: 31.07.2001 22:22:15 Autor: marco@home.it ©
Umstellung der Anmeldung zum Forum

Anmerkung zu U. Teichmann und ein Angebot

"Die Registrierung hier ist ein technisch sinnvoller Schritt, um hartnäckige Blödelattacken oder gesetzwidrige Hetze zu unterbinden."

Ich persönlich halte eine Anzeige der Absender-IP für sinnvoller. Außer bei AOL-Nutzern, wo man schon die gleiche IP haben kann, wenn man aus dem selben Bundesland anruft, unterbindet das den größten Teil des Kasperltheaters mit multiplen Pseudos, das hier der Diskussion am meisten schadet. Die chronischen Spammer finden auch so noch einen Weg, hier reinzukommen, da bin ich mir fast sicher. Aber die subtile Beeinflussung der Diskussion, indem man seinem Gegenüber vermittels multipler Pseudos widersprüchliche 'Argumente' entgegenwirft oder eine nicht vorhandene Meinungsführerschaft vortäuscht, wirkt hier viel zersetzender. Dies wird durch die aktuelle Maßnahme nicht unterbunden. Wie um alle vom Moser-Clan Angepißten zu verhöhnen, wurde in den letzten Tagen das Pseudo 'Sybillle' gesperrt, um 'Sybille' zu beschützen.

"Dadurch wächst der Redaktion aber eine höhere Eingriffsmacht zu. Deshalb müßte die Erhöhung der technischen Möglichkeiten ergänzt werden durch eine besondere Anstrengung der Redaktion, ihr Amt künftig besonders fair, professionell und im Rahmen der Verfassung wahrzunehmen."

Ich gehe davon aus, daß die Einrichtung eines Registrierungszwangs selbstverständlich ganz ohne Hintergedanken eine Reaktion auf die allseits bekannten Mißstände ist.

Zu meinem Angebot:

Falls dennoch jemand aus moderationswidrigen Gründen gesperrt wird, der sich für mich nachvollziehbar um die Einhaltung der Moderationsregeln und eines sachlichen und demokratischen Stils bemüht hat, dann werde ich ihm einen neuen (gegenüber der Reda anonymen abzüglich meiner und seiner IP) Account einrichten, sofern er selbst nicht über die nötigen Internet-Kenntnisse verfügt.

Im Falle des Falles bin ich unter marcomuenzer@yahoo.de erreichbar.
---tatiZ---

Das "Angebot" war der Stein des Anstoßes. Die Redaktion ärgerte sich darüber, daß jemand sich dazu anbot, zur Umgehung einer eventuellen Sperre durch die Redaktion Beihilfe zu leisten. Sie übersah dabei, daß schon die Art der Anmeldung technisch eine Umgehung der Sperre zum Kinderspiel machte. Die Formulierung Münzers "einen neuen (gegenüber der Reda anonymen abzüglich meiner und seiner IP) Account einrichten" klang wahrscheinlich so konspirativ, daß laienhaft offenbar Illegalität oder ähnlich Grausliches vermutet wurde.

Als Münzer sich darüber empörte, "grundlos" gesperrt worden zu sein, begründete die Redaktion ihr Vorgehen gegenüber "diddl" folgendermaßen:

---Zitat---
Hallo Diddl,

die "Grundlosigkeit" von M.M. bestand darin, anderen Usern anzubieten, nach Sperrung durch uns ihnen einen neuen Account einzurichten, und das bevor überhaupt jemand gesperrt wurde!
---tatiZ---

Die neue Moderationsregel 12 bestimmt, wann jemand gelöscht werden kann:

12. Pseudonyme, die mehrfach durch strafrechtlich relevante oder moderationswidrige Beiträge aufgefallen sind, können gesperrt werden.

Indem Marko Nachhilfe in Internet-Allgemeinwissen anbot, hat er die Regel 12 nicht verletzt.

Peter Stadler teilte in einem Schreiben an mich, ohne Rücksicht auf die Moderationsregeln, den allgemeinen Rechtsgrundsatz der CDU-Redaktion mit:

---Zitat---
Merke, die Regeln bestimmen wir! Wer sich daran nicht hält, bzw. meint, sie unterlaufen zu können, wird gelöscht oder auch gesperrt.
---tatiZ---

Die Umgehung von Sanktionen aber ist eine Fachdisziplin, in der es die CDU zu Meisterschaft gebracht hat. Sie sollte daher nicht nur für sich geltend machen, daß nur eine explizite Sanktionsdrohung (etwa im Parteiengesetzt) Sanktionen zur Folge haben dürfe, sondern diesen für die CDU-Kasse so segensreichen Gedankengang auch bei der Ausführung der Moderation auf tüchtige Beitragsschreiber anwenden.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Teichmann