Datum: 15.08.2001 18:04:45 Autor: Richard Robert ©
Mißbräuchlich gelöschte Threads, moderationswidrige Sperre von Marco Münzer


Das letzte Wort habe ICH!
Hallo Herr Teichmann,

ich finde Ihre Ausdauer ausgesprochen bewundernswert und möchte dies bei dieser Gelegenheit noch einmal betonen.

An der Einlassung von Herrn Stadler hat mich insbesondere der Satz »Die Regeln hier machen wir, und wer sich nicht daran hält, fliegt raus!« (sinngemäß) erschreckt. Welche Einstellung verbirgt sich eigentlich dahinter?

Zudem hat die Redaktion verlautbart, daß die Entscheidungen der Redakion gottgegeben sind, man also diese gefälligst hinzunehmen und nicht zu kritisieren hat.

In der Politik-Simulation dol2day (xxxxx://www.dol2day.de) gibt es so gar eigens eine Kategorie »Redaktion«, in der über die Redaktion diskutiert werden kann. Welch ein Vorbild für die CDU-Redaktion!

Ich finde es ein knappes Jahr vor der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes ausgesprochen bedenklich, wenn die Redaktion hier Härte und Willkür zeigt, möglicherweise um Exempel zu statuieren, um möglicherweise schon mal die Pfähle für den Wahlkampf einzuklopfen, nach denen dann gegebenenfalls mißliebige User gesperrt werden können.

Herr Stadler teilte mir heute mit, daß er eine Diskussionsgruppe von mir gelöscht habe (»Unerträglich!«) - wegen Polemik. Ich setzte mich in dieser Diskussionsgruppe kritisch mit dem Verhalten der CDU/CSU-Führungstruppe am Gedenktag des Mauerbaus auseinander und bescheinigte unter anderem Heuchelei und Pharisärtum.

Rückfragend muß ich fragen, ob denn der Anwurf mehrerer Protagonisten der CDU an die PDS, sie sei die »Partei der Mauermörder« denn nicht polemisch, und gar noch viel schlimmer sind, weil sie immerhin aktiven Politikern der PDS ein Kapitalverbrechen (Mord) unterstellen. Wer austeilt, muß auch einstecken können. Dieses Motto wird ja auch gerne von Herrn Stadler bemüht.

Meine Befürchtung ist in der Tat, daß die Sperrung von Marco Münzer erst der Anfang war, und daß wir uns während des Bundestagswahlkampf mit vielen weiteren fragwürdigen Entscheidungen der Redaktion nach deren Willen eben nicht auseinandersetzen dürfen.

Die Feststellung, daß die Redaktion hier das letzte Wort hat, ist ja schon öfter getroffen worden, und daß davon gelegentlich weidlich Gebrauch gemacht wird, auch. Es ist eben der Respekt vor dem Andersdenkenden, der hier fehlt, und das nicht nur bei einigen Usern.

Mit freundlichen Grüßen,

Richard Bercanay