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"Orphans"

Idiopathische Thrombozytopenie

03.05.2005

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Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Sonja Luz, 03.05.2005 15:41

Morbus Werlhof: GlaxoSmithKline forscht an einem Wirkstoff gegen die
seltene Autoimmunerkrankung

Idiopathische Thrombozytopenie - auch Morbus Werlhof genannt - ist
eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die
Blutpl„ttchen (Thrombozyten) angreift. Dabei heften sich Antik”rper an
die Oberfl„che dieser fr die Blutgerinnung zust„ndigen
Blutk”rperchen. Diese bleiben dann im feinmaschigen Blutgef„ásystem
der Leber und Milz h„ngen und werden dort vorzeitig abgebaut. Das
fhrt dazu, dass die Zahl der Thrombozyten im Blut dann verringert ist
und es zu St”rungen des Blutgerinnungssystems kommt.

Forscher von GlaxoSmithKline (GSK) entwickeln eine neue Substanz,
einen Thrombopoetin-Agonisten, der die Thrombozytenzahl wieder erh”hen
soll. Erste Studien mit gesunden Probanden haben gezeigt, dass die
Gabe des Thrombopoetin-Agonisten die Thrombozyten um eine Zahl von
etwa 100/æl ansteigen lassen kann. "Das w„re ein neuer Therapieansatz
und eine neue Hoffnung in der Therapie dieser seltenen Erkrankung", so
Dr. Jrgen Dethling, Fachbereichsleiter Infektiologie, Virologie und
Onkologie bei GSK.

In Deutschland erkranken j„hrlich ca. 500-1.000 Kinder und 1.300-2.000
Erwachsene an ITP. Betroffen sind vor allem junge Frauen. Ein Teil der
Patienten hat keine Symptome und die Krankheit wird zuf„llig w„hrend
einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt. Andere Patienten mssen wegen
akuten Blutungen sofort in die Klinik. Ein typisches Merkmal der ITP
sind kleine r”tlich-braune "flohstichartigen" Flecken, die so
genannten "Petechien", die meistens zuerst an den Sprunggelenken und
Unterschenkeln bemerkt werden. Erste Zeichen k”nnen auch "blaue
Flecken" sein, die schon bei leichtem Anstoáen entstehen und sich
sogar bis zu groáen Blutgerinnseln ausdehnen k”nnen. Ein weiteres
Indiz ist verst„rktes Nasen- oder Zahnfleischbluten; bei Frauen
auff„llig starke Monatsblutungen. Im Extremfall k”nnen Blutungen im
Magen-Darm-Trakt oder sogar lebensgef„hrliche Hirnblutungen auftreten.
Jedes Jahr sterben ein bis drei Prozent der Patienten.

Ursache der Erkrankung ist eine fehlerhafte Aktivierung des
Immunsystems, das sich dann gegen die k”rpereigenen Thrombozyten
richtet. Die Therapie besteht in erster Linie aus der Gabe von
Medikamenten, die das Immunsystem hemmen, sowie der Infusion von
Immunglobulinen. In manchen F„llen bessert sich die Erkrankung erst
nach einer Entfernung der Milz. Es gibt jedoch F„lle, in denen die ITP
trotz aller Maánahmen fortbesteht.

Hier k”nnte der von GlaxoSmithKline entwickelte Wirkstoff Hoffnung
bringen. Bevor dieser Wirkstoff zugelassen werden kann, mssen noch
Studien durchgefhrt werden, die die Wirksamkeit und Vertr„glichkeit
best„tigen. Solche Studien laufen bereits in den USA. In Deutschland
wird GlaxoSmithKline diese Studien ab der zweiten Jahresh„lfte 2005
durchfhren. Sollten diese erfolgreich sein, rechnen die GSK-Forscher
damit, dass das Medikament den Patienten ab 2008 zur Verfgung steht.

Unternehmensinformation

GlaxoSmithKline - eines der weltweit fhrenden forschungsorientierten
Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich fr die
Verbesserung der Lebensqualit„t, um Menschen ein aktiveres, l„ngeres
und gesnderes Leben zu erm”glichen.


Ansprechpartner fr Journalisten:

Sonja Luz
Wissenschafts-PR
Telefon: 089/360 44-8256
Fax: 089/360 44-8066
E-mail: Sonja.Luz {at} gsk.com

Florian Martius
Leiter Unternehmenskommunikation
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E-mail: Florian.Martius {at} gsk.com

Postanschrift:
GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Pressestelle
Theresienh”he 11
80339 Mnchen
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