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Aribert Deckers
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Betroffene berichten..., 1
25.6.1999
Diese Seite ist ein MIRROR! Das Original dieser Seite befindet sich
hier:
http://home.t-online.de/home/a.hessel/borre2.htm.
Der nachfolgende Text schildert kurz den Krankheitsverlauf und die
Behandlungsgeschichte einer Borreliose Erkrankung. Auch die aufgetretenen
vielfältigen Symptome dieser
Krankheit werden in Stichpunkten geschildert.
Die Behandlung ist immer noch nicht abgeschlossen und die geschilderten
Symptome treten immer wieder auf.
Die betroffene Person möchte ungenannt bleiben.
Behandlungsverlauf
Seit 1996
- Verschlechterung des Gesamtzustandes.
- Ich werde auf Darmpilze behandelt.
- Die Therapie spricht aber in keinster Weise an. Es geht mir im
Gegenteil sogar schlechter.
- Amalgamausleitung wird unternommen
- Magenspiegelung. Kopf CT, Unterbauch CT Ohne Befund.
- Kein Borrelien-Titer wird bestimmt.
- Nach Aussage meiner Ärztin deuten die Laborbefunde auf
etwas chronisches hin.
März 1997
- Mein Zustand wird immer schlechter.
- Schreckliche Müdigkeit, ich kann mich vor lauter Schwäche
kaum noch auf den Beinen halten, bin übernervös, habe bei der
geringsten Anstrengung hohes Herzrasen.
- Blutabnahme vor Antibiotikabehandlung. (Auch auf Borrelien-Titer)
- Ich bitte meine Ärztin mir ein Antibiotikum zu verschreiben.
- Nach 2 Tagen geht es mir unglaublich viel besser. Alle Symptome sind
verschwunden.
- Dieser gute Zustand hält 3 Monate.
Juli 97 bis Januar 1998
- Mein Zustand ist schrecklich. Ich fühle mich wie eine Marionette,
die nur noch an einem Faden hängt.
- Man "gewährt" mir nach meinem Drängen wieder ein
Antibiotikum (Doxycyclin 200 über 7 Tage).
- Mein Zustand verbessert sich dramatisch.
Nach 5-6 Wochen erneute Verschlechterung.
- Wieder Antibiotikum.
- Unmerkliche Besserung.
- Nach einer Woche tritt ein völliger Erschöpfungszustand nach einer
halbstündigen leichten Fahrradtour auf.
- Schüttelfrost, das Augenlid hängt, schreckliches
Vakuumgefühl
Mai 98
- Überweisung in ein Krankenhaus
- Es wird jegliche Ausschlußdiagnostik unternommen.
- Alles ohne Befund
- Im Krankenhaus treten brennende Gliederschmerzen von der rechten
Schulter bis in die Fingerspitzen auf.
- Nackensteifigkeit, trotz völliger Erschöpfung finde ich
keinen Schlaf.
- Schreckliches Herzrasen, Kribbeln in den Lippen.
2 Tage später sind diese fast taub.
- Ich habe Probleme meine Station und Zimmernummer abzurufen
- Ich bekomme 2 g Rocephin intravenös.
- Nach 3 Tagen tritt keine Besserung ein.
- Die Dosis wird auf 4 g erhöht.
- Die Ärzte stellen die Diagnose auf dringenden Verdacht auf
chronische Borreliose.
- 4 Borrelientestwerte sind grenzwertig.
- Nach 2 Tagen deutliche Besserung.
- Ich lasse mich entlassen und bekomme weiterhin 4 g Rocephin ambulant
bei einem Neurologen intravenös. (Insgesamt 4 Wochen)
- Die Besserung ist unglaublich.
Ich möchte jetzt nicht näher auf die neurologischen
Besserungen eingehen, aber ich habe das Gefühl ein neuer
Mensch zu sein.
In der dritten Woche gibt es einen erneuten Einbruch.
- Vakuumgefühle, Konzentrationsstörungen, Probleme mit
Kurzzeitgedächtnis, kribbeln in den Füßen und
Gesichtszuckungen treten ca 6 Stunden lang massiv auf.
- Nach Aussage des behandelnden Neurologen sei ich "zu
sensibilisiert für meine Geschichte".
- Absetzen des Rocephins, orale Therapie mit Tetracyclin
(1500 mg täglich)
- Seit der vierten Woche habe ich wechselnde neurologische
Veränderungen
- Ständige Stimmungswechsel, völlig gestörter Schlaf-
Wachrhythmus, absolut kein Hungergefühl, ich muß die
einfachsten Dinge abrufen.
- Zwischendurch wieder völlige Klarheit.
- Dieser Zustand macht mir verständlicherweise große Angst.
Seit August 1998 wieder orale Einnahme von Tetracyclin. Keine
wesentliche Verbesserung meines Zustandes. Seit November gepulste
Therapie mit Rocephin intravenös. Nach 6 Injektionen noch keine
Besserung.
Symptome
Viele der Symptome bestanden nur ein paar Wochen oder Monate, manche wie zum
Beispiel das Vakuumgefühl sind schon ziemlich lange vorhanden, manche
haben sich in einem kontinuierlichen Prozeß (Nervosität)
verschlimmert.
Zeckenbiß vor 20-21 Jahren im Halswirbelbereich
- Ob Rötungen oder sonstige Hauterscheinungen um die Einstichstelle
aufgetreten sind, sowie an grippeähnliche Symptome kann ich mich
verständlicherweise nicht mehr erinnern.
- Gefühl der Abgeschlagenheit
- Stimmungsschwankungen
- Auftreten von Herpes-Infektionen, mehrmals im Jahr, manchmal die ganze
Unterlippe betreffend
- Ungewöhnliche Gewichtszunahme von 12-14 kg ohne Veränderung
des Eßverhaltens
- Einige Monate später unerklärliche Gewichtsabnahme auf 52 kg
Körpergewicht
- Extreme Auffälligkeit von "guten" und "schlechten
Tagen (Müdigkeit, schlechtes Aussehen, Schwitzen)
- Heißer Kopf
- Ständige Infektionen der oberen Atemwege
- Wochenlang anhaltender Husten
- Immer wiederkehrende Nackensteifheit
- Brennende Gliederschmerzen in Armen und Außenseiten der Beine,
immer Nachts auftretend
- Kopfschmerzen (meistens Stirn und Augenhöhlen betreffend)
- Magenschmerzen
- Starke Lichtempfindlichkeit, ich werde immer nervöser
- Haarausfall
- Vor ca. 8 Jahren wurde ich aufmerksam auf taube erbsengroße
Stellen an beiden großen Zehen, diese Taubheiten haben sich
mittlerweile ausgebreitet auf Fersen, kleine Zehen.
- Taubheitsgefühle der Lippen, Außen- und Innenhaut der
Wangen, sowie Haut um die Einstichstelle
- Hängendes linkes Augenlid, sowie Kribbeln darin oder Schwellung
- Verstärkung der Symptome vor der Menstruation (extrem schlechtes
Aussehen, Herzrasen, habe mich kaum mehr unter Kontrolle)
- Schreckliche innere Unruhe, habe das Gefühle Ameisen laufen
über mich
- Herzrasen, Herzstolpern, das Gefühl nie genug Luft zu kriegen
- Gleichgewichtsstörungen
- Chronische Erschöpfungszustände
- Veränderung der Mimik (Maskengesicht)
- Tote Augen
- Schlafstörungen (Erwachen immer nach 4-5 Stunden)
- Gefühl in einem Vakuum zu stecken
- Angst vor dem Verlust der Selbstkontrolle
- Das Gefühl fremdgesteuert zu sein
- Angst vor Amokaktionen
- Klaustrophobie
- Alkoholunverträglichkeit (völlig wirr nach einem Glas Sekt)
- Verwirrungen und Irrungen, Wahrnehmungsstörungen
- Schusseligkeit
- Verlust von spontanem Handeln
- Denkschwierigkeiten
- Ständiges Frieren
- Kein Körpergefühl
- Schreckliche Gedankenspiele
- Desorientiertheit
- Zurechtlegen der Wörter bevor ich etwas sagen will
- Unangemesssen aggressives Verhalten
- Blackouts
- Wesensveränderungen, die ich wahrnehme, als meinem eigentlichen
Ich nicht entsprechend
- Abrufen von Dingen wie z.B. wo habe ich mein Auto geparkt, wieviele
Personen sind wir in der Familie, wie decke ich einen Tisch
- Probleme mit Rechtschreibung und Schrift
- Gesichtszuckungen
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