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Bremerhaven, 4.6.98

Das Zugunglück bei Eschede zeigt gravierende Sicherheitsmängel auf

Es ist nicht möglich, jedes einzelne Rad und jedes andere Teil eines Eisenbahnwaggons oder auch nur des Fahrgestells ständig elektrisch zu überwachen. Aber das ist auch gar nicht notwendig, denn es gibt Methoden, ganze Bereiche auf einmal zu überwachen. Dazu bedarf es nur eines Mikrophons und eines Computers, der die damit aufgenommenen Geräusche oder Vibrationen analysiert. Der Zugführer befindet sich in einer sehr gut gegen Lärm isolierten Fahrerkabine. (Zu gut isoliert, wie man jetzt weiß.) Ein von einem Überwachungscomputer ausgelöstes Alarmsignal hätte die anormalen Geräusche erkennen und dem Zugführer melden, vielleicht auch direkt in einen Lautsprecher durchschalten können.

Die Installation einer solchen Sicherheitseinrichtung erfordert außer den Mikrophonen, Zwischenverstärkern und Kabeln lediglich die Geräusch-Auswertungscomputer. Letztere kann man preiswert als Module kaufen. Teurer als 100.000 DM pro Zug wird die Überwachungselektronik nicht sein. Verglichen mit den Preisen eines Waggons lächerlich wenig.

In der chemischen Industrie gibt es die akustische Sicherheitsüberwachung schon. Warum wird sie nicht endlich auch bei der Eisenbahn eingeführt?

Armes Deutschland

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