by Petra
----------------------------------------
Copyright © 1996-2001
Petra
and Copyright © 1997-2001
Antares Real-Estate
----------------------------------------
P-100
Wal-Mart speichert jeden Verkauf, der in einem seiner 2268 Verkaufsgeschäfte in den USA erfolgt, in einem zentralen Data Warehouse und erarbeitet daraus seine Marketing-Strategien.
P-101 20.10.1996: Die aktuelle Meldung Ich möchte hiermit auf folgende Warnung hinweisen:
Bonn, 18.Oktober 1996
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Dr. Joachim Jacob:
"Die Deutsche Post beachtet mit der Wurfsendung, mit der Anschriften erbeten werden, ihre eigenen Rechtsvorschriften nicht!
Mit dieser Wurfsendung sollen alle Haushalte per Antwortkarte Angaben zur Anschrift sowie allen Haushaltsmitgliedern machen. Damit möchte die Deutsche Post die Menge der fehlerhaft zugestellten Sendungen verringern. Bei dieser Aktion beachtet sie das für sie geltende Recht nicht. Die Deutsche Post darf zwar für Zwecke des Postdienstes Daten erheben, aber nur mit Einwilligung der Betroffenen. Und das heißt, daß jeder einzelne informiert wird, wofür seine Daten erfragt werden und was mit ihnen gemacht werden soll. Auch jeder einzelne - nicht nur der Haushaltsvorstand - muß seine Zustimmung mit Unterschrift bestätigen.
Diesen Anforderungen entspricht die Karte der Deutschen Post nicht, auch nicht der in der Karte angesprochene einfache Widerspruch.
Niemandem entstehen Nachteile, der die Karte nicht absendet. Denjenigen, die die Karte absenden oder schon abgesandt haben, sollte klar sein, daß die Anschriften Tür und Tor für Werbung und Direktmarketing öffnen.
Ich bedauere, daß sich die Deutsche Post vor dieser Aktion nicht mit mir in Verbindung gesetzt hat. Was umso unverständlicher ist nach den Erfahrungen, die die Telekom gerade mit einer Kundenaktion gemacht hat.
Ich werde bei der Generaldirektion der Deutschen Post AG darauf hinwirken, daß die Aktion auf rechtlich einwandfreien Fuß gestellt wird."
Bundesbeauftragter für Datenschutz Riemenschneiderstraße 11 53175 Bonn
8.8.2001
Korrektur!
Aktuelle Anschrift:
Bundesbeauftragter für Datenschutz
Friedrich-Ebert-Straße 1
53173 Bonn
Telefon: 0228-81995-0
P-102
Brisant die Meldung aus der CRN vom 20.6.97, p92 über die AGOF (Aktionsgemeinschaft Online-Forschung): Hier wird nichts geringeres geplant als die gezielte Ausschnüffelei von Web-Sufern.
Beteiligt :
dmmv Deutscher Multimedia Verband e.V. D-80805 München Tel: 089 /36192833 FAX: 089 / 36192834
P-103 10.4.1997: Die aktuelle Meldung
Die Deutsche Post AG startet noch im April schon wieder eine Aktion zur Ermittlung von Adressen.
Laut dpa: "Alle 34 Millionen Haushalte sollen noch im April eine
Postwurfsendung in ihren Briefkästen finden, mit der sie auf
einer Antwortkarte nach der richtigen Schreibweise von Namen und
Adressen gefragt werden."
Noch deutlicher: "Es sollen sich auch jene an der Aktion beteiligen, die nur selten falsch adressierte Sendungen erhalten." Das zeigt, daß die Post trotz ihrer letzten Pleite (siehe Warnung des Bundesbeauftragen für Datenschutz, Herrn Dr. Joachim Jacob, vom 10.10.1996) nichts unversucht läßt, um in den Besitz aller Privat- und Geschäftsadressen der deutschen Bürger zu gelangen. Die Deutsche Post AG benutzt diese Adressen schon heute nicht nur zur Steuerung der eigenen Logistik, sondern um sie in Zusammenhang mit anderen Firmen für Werbezwecke teuer zu verkaufen. Sollte sie diese Praxis in Zukunft etwa ändern? Mit Verlaub: Ich habe Zweifel! Ich rate jedem dringend, sich nicht an der Aktion zu beteiligen und die Karte auf keinen Fall zurückzusenden. Niemandem darf dadurch ein Nachteil entstehen.
Die Rückweisung der letzen Aktion durch den Bundesbeauftragten für Datenschutz erfolgte lediglich wegen des Verstoßes der Post gegen geltende Gesetze. Adressen zu sammeln und für Werbung zu verwenden, ist der Post jedoch nicht verboten! Darauf hat der Bundesbeauftragten für Datenschutz in seiner Warnung vom 10.10.1996 indirekt hingewiesen. Bitte beachten Sie den genauen Wortlaut seiner Pressemeldung.
Wer sich durch die Praxis der Post benachteiligt sieht oder generell Beschwerde einlegen möchte, sollte sich bitte so schnell wie möglich wenden an den Bundesbeauftragten für Datenschutz.
Seine Adresse lautet:
Bundesbeauftragter für Datenschutz Riemenschneiderstraße 11 53175 Bonn
8.8.2001
Korrektur!
Aktuelle Anschrift:
Bundesbeauftragter für Datenschutz
Friedrich-Ebert-Straße 1
53173 Bonn
Telefon: 0228-81995-0
P-104 28.1.1998: Die aktuelle Meldung
Das Bundespostministerium wurde abgeschafft und ersetzt durch eine neue Behörde, die Regulierungsbehörde für Telekommunikation, die noch aufwendiger und teurer ist als das alte Bundespostministerium.
Diese Regulierungsbehörde für Telekommunikation hat eine neue Kundenschutzverordnung erlassen, die im Internet bekanntgegeben wird unter der URL http://www.bapt.de/rechtsgrundlagen/tkv.htm
P-105 3.2.1998
Laut CZ vom 29.1.98 [Seite 3, "Siemens zahlt sicher"] "erwägt der Elektronikkonzern [Siemens] den Antrag auf eine Vollbanklizenz."
Schon Bertolt Brecht schlug die Gründung von Banken vor. Warum sollte nicht ein Elektronikkonzern, der eh schon genug Geld in der Portokasse hat, auch dieses Geld arbeiten lassen? Wo dies doch viel effizienter ist als im rauhen Elektronik- und im Elektromarkt, in denen die Preise purzeln und es ein Überlebenskampf auf Hauen und Stechen ist? Aber, es gibt da noch ein Schmankerl, das man nicht übersehen sollte: Siemens stellt Chipkarten her. Das sind die Dinger, wie man weiß, die von den Banken eingesetzt werden sollen, um das Bargeld abzuschaffen. Liegt es da nicht nahe, daß der Hersteller dieser Karten die Banken - seine bisherigen Kunden - einfach umgeht und er höchstselbst in das höchst lukrative Geschäft mit dem Geld einsteigt? Ist es nicht ein gutes Ding, wenn die eigenen Angestellten mit dem eigenen Geld bezahlt werden, das da liegt und liegen bleibt auf der eigenen Bank?
Ich glaube, mich erinnern zu können daran, daß auch die Minengesellschaften in Südamerika einmal eigenes Geld gedruckt haben. Aber das war ganz bestimmt auf einem anderen Planeten...
P-106 17.4.98 6.11.96, leider immer noch aktuell
Zunächst die harmlos klingenden technischen Daten, die ich von TINA erhalten habe:
Aber auch das sind nur Kleinigkeiten! Für die TV-Geräte und die Video-Recorder ist in den USA per Gesetz der V-Chip Pflicht. Also muß ein Gerät, das den Recorder ablösen soll, zwangsläufig ähnliche Funktionen haben. Es hat! Der Chip von LSI Logic "erlaubt" die Konvertierung eines Films zwischen "R" und "PG" -klassifizierten Versionen. Das bedeutet, daß von einem Film Sequenzen in verschiedenen Varianten produziert werden, von denen nur eine gewisse Auswahl abgespielt wird.
TINA"
Große Frage: Welche "Klassifikationen" gibt es? Sind diese Klassifikationen in dem Chip bereits festverdrahtet implementiert oder gibt es die Möglichkeit zur "Erweiterung"?
Die bevorstehende Einbeziehung von Telefon-, TV-Breitbandkabel-, Satelliten- oder Internet-Anbindungen von Haushaltsgeräten (ganz besonders Informations-Geräten!) läßt eine Möglichkeit offen: Der DVD-Player MUSS einen solchen Kommunikationsanschluß haben, sonst bietet er nur die minimale Funktion. Über den Informationsanschluß bekommt er die Anweisungen, welche "Klassifikation" der Besitzer des Geräts hat und welche Informationen im gezeigt werden dürfen.
Praktische Beispiele?
Fall 1: USA
Die V-Chips und andere Überwachungsmethoden werden so
abgeändert, daß der Besitzer des Gerätes bei
einer Datenbank ein "Konto" hat. Je nach dortiger "Datenlage"
werden von dem DVD-Player die erlaubten Teile der auf der
DVD-Disc gespeicherten Filme oder sonstiger Daten abgespielt. DVD
heißt nicht umsonst "digital versatile"! Der Anschluß
am Computer bzw die Nutzung als Datenträger für
Computeranwendungen ist bereits eingeplant...
Fall 2: Rotchina
Per Informationsanschluß wird die der jeweiligen Person
erlaubte Informations-Teilmenge der DVD-Disc zugänglich.
Betrachten wir das nicht nur für Filme, sondern an einem zur Zeit typischen (weil boomenden) Anwendungsfall im Computerbereich: Ein Lexikon mit sogar Millionen Einzelinformationen ist auf einer DVD-Disc gespeichert. Die Klassifikation eines "Mannes von der Straße" erlaubt diesen nur den Zugang zu nationalen Themen Rotchinas - und auch davon nur die von der Zensur freigegebenen Teile. Ein höherer Funktionär darf vielleicht auch wirtschaftliche Daten oder andere Daten anderer Länder erfahren...
Man könnte einwenden, daß Zensur KEINE neue Erfindung ist. Das ist richtig. Aber noch nie konnte man sie auf einen einzigen Chip konzentrieren, noch nie konnte man sie in diesem gewaltigen Umfang einsetzen wie mit einem IC, das per Gesetz und Unterhaltungsindustrie (wohlgedeckt durch politische Interessensgruppen!) derartig massiv in den Markt gebracht wird und zu dem es (Achtung!) KEINE Alternative gibt, denn die anderen Chip-Hersteller werden die gleichen Funktionalitäten liefern müssen...
Bleibt eine kleine Frage zum Schluß: Wann kommt der DVD-Player (und andere Geräte), die sich ausschließlich mit glasummantelten Transpondern aktivieren lassen?
P-107 17.4.98 16.11.96, immer noch aktuell
Werbung ist sehr teuer. Laut "Postplus", Nr 5 '96, herausgegeben von der Deutschen Post AG, wurden für "Direktmarketing" ausgegeben:
1989: 10,5 Milliarden DM 1994: 23,3 Milliarden DM
Alles getreu dem Slogan "Erfolg kann man kaufen" - angeblich sogar sehr gut, denn (laut "Postsplus") zeigen Marktforschungsstudien, daß 75% aller Empfänger von Werbebriefen diese als Informationsquelle nutzen und 25% aller Empfänger JEDE persönlich adressierte Sendung lesen.
Nur an einer Stelle klemmt es noch mit dem Erfolg - bei der Post selbst: Die Mehrheit der 2,6 Millionen kleinen und mittelständigen Betriebe halten sich beim Direktmarketing sehr zurück.
Man kann eben NICHT alle(s) kaufen...
P-108 17.4.98 4.12.96, leider immer noch aktuell
Thomas Hoene
(Spezialist für DV-Recht bei der Anwalts- und Notarskanzlei "Siegle Loose Schmidt-Diemitz & Partner" in Stuttgart-Degerloch) ["Computerwoche extra", 29.11.96, p32]
...und so harren wir auch heute noch der Dinge und warten auf das große Ereignis "Datenschutz", auf daß es uns endlich vom Data-Warehouse und erst recht dem Data-Mining befreien möge...
P-109 17.4.98 4.12.96, leider immer noch aktuell
All die neuen Funktionen, die in so großer Zahl in Internet-Browser eingebaut werden: Wem dienen sie? Werden sie wirklich für die Endkunden gemacht. Ist es tatsächlich der Wunsch der User, Frames zu haben?
Nein! Hintergrund für ALLE diese Funktionen sind rein kommerzielle Überlegungen.
Ein Beispiel: Die Möglichkeit, ein Tickerband in der Statuszeile durchlaufen zu lassen. Kein Anwender wäre so dumm, sich so etwas zu wünschen, denn die Statuszeile gibt ihm wertvolle Hinweise, zB auf die URL, die sich hinter einem Link verbirgt oder auf den aktuellen Stand einer gerade laufenden Aktion. Durch die Tickerzeile wird aber diese Information plattgewalzt. Nutznießer ist also die Werbung, die eine Möglichkeit mehr hat, dem Inhaber der Kaufkraft näher an sein Geld zu rücken...
P-110 17.4.98 15.12.96, leider immer noch aktuell
Tobias Engler [c't, Heft 12/96, p98]:
"Beispielsweise sind die Eingriffe einer ActiveX-Datei in das Client-Betriebssystem praktisch unbegrenzt."
Wer sich das näher ansehen möchte:
Dr. Hans-Jochen Schmitt [c't, Heft 12/96, p258]:
Entwickler erhalten das AvtiveX-SDK für Windows kostenlos unter http://www.activex.org
Wie fährt man Win95 damit herunter? ===> http://www.halcyon.com/mclain/ActiveX
P-111 17.4.98 6.11.96, leider immer noch aktuell
Laut M+T, Nr 44, vom 31.10.96 hat Microsoft gewonnen: Der Vertrieb von original Microsoft-Software ist aufgrund urheberrechtlicher Bestimmungen nur in Verbindung mit Hardware gestattet. Entscheidung vom 27.8.96 des Landgerichts Berlin (AZ: 16 581/95).
P-112 17.4.98 12.12.96, leider immer noch aktuell
Im Zusammenhang mit dem Thema Data Warehouse wird etwas anderes zunehmend brisanter, das Job-Suchen per Internet oder auch nur per Vermittlungsagentur. Ohne weiteres können sich selbst bei einer einfachen Agentur mehrere Zigtausend Personalbogen in einer Datenbank befinden, mit präzisen Angaben zu Lebenslauf, Einkommen und vielen anderen persönlichen Angaben.
Erstens ist es nicht sinnvoll, über eine Datenbank-Agentur eine neue Arbeitsstelle zu suchen, denn die Agentur wird - vor allem mit zunehmendem Inhalt in der Datenbank - dem Arbeitgeber eine nach irgendeiner mysteriösen Formel berechneten Punktewert nur die jeweils X "besten" Bewerber dem Arbeitgeber anbieten. Frage: Wie wird aus einem persönlichen Lebenslauf ein "100 Punkte"-Kandidat? Wie kann man aus einem höchst persönlichen, an so unendlich vielen Facetten reichen Leben eine Zahl machen? Wer, bitteschön, wird so etwas mit sich machen lassen wollen!?
Zweitens ist es ein sehr hohes Risiko, diese Angaben in einer Datenbank herumliegen zu lassen. Keine böse Absicht des Betreibers unterstellend, muß man doch damit rechnen, daß durch einen Bedienungsfehler oder durch böse Absicht irgendeines Mitarbeiters Daten an die Außenwelt gelangen, die eben nicht in unbefugte Hände gelangen dürfen.
Drittens wird man sich für die Zukunft fragen müssen, wie denn Daten aus der Datenbank zum Arbeitgeber gelangen. Wird es möglich sein, per Internet anzufragen? Ich will nicht unterstellen, daß Hacker eindringen können. Das ist dann selbstverständlich ein weiteres, sogar erhebliches Risiko. Nein, mir geht es um die Möglichkeit, eine Datenbank von außen sukzessive nach Mustern zu überprüfen, also das zu tun, was die wichtigste Grundlage beim Data Warehousing ist, eben Mustererkennung zu betreiben. Dies kann dann in mannigfaltiger Weise ausgenutzt werden.
Viertens kommt ein weiteres Risiko hinzu: Durch die anonyme Suche weiß man nicht, nach welchen Kriterien eigentlich vorgegangen wird. Es ist für kriminelle Elemente ein leichtes, durch die Vorgabe bestimmter Muster (wozu auch Verhaltensmuster gehören können UND werden!) nach ganz bestimmten Merkmalen zu fahnden, nach Menschen, die sich als Strohmänner für kriminelle Operationen gut eignen. Was wäre, wenn eine Firma vor dem geplanten Konkurs steht und man schnell noch einen neuen Geschäftsführer braucht oder jemand anderen, der dann als angeblich Verantwortlicher diese "Suppe auslöffeln" darf, die man ihm von langer Hand einbrockt. Dies ist nichts neues; sogar Bücher sind über dieses Thema geschrieben worden - eine Frau gehört auch zu den Opfern und ist so zur Autorin geworden.
Fazit: Risiken, Risiken, Risiken! Die bisherigen Methoden zur Suche von Arbeitsplätzen oder Mitarbeitern, brav und bieder mit Telefon und Papier, sind immer noch das beste.
Niemand, ich wiederhole NIEMAND!, sollte irgendwelche persönlichen Daten per eMail verschicken!!! Schon seit Monaten ist es fast reproduzierbar, daß Personen eMails erhalten, die nicht an sie adressiert waren. Ich gehe davon aus, daß fast jeder im Internet diese Erfahrung mindestens einmal hat machen müssen.
Bewerbungen per eMail zu verschicken, ist glatter Daten-Selbstmord!
17.4.98
Die inzwischen auf real weit über 5 Millionen angewachsene Zahl der Arbeitslosen (Kritiker sprechen von rund 10 Millionen) treibt die Menschen in ihrer Verzweiflung zu immer gefährlicheren Aktionen. So werden von Universitäten (oder auch von Studentengruppen selbst) Verzeichnisse ihrer Studienabgänger erstellt, damit sich die Arbeitgeber daraus die Rosinen herauspicken können. Sogar im WWW findet man inzwischen Verzeichnisse mit Selbstdarstellungen und Lebensläufen sowie anderen persönlichen Daten von Arbeitssuchenden. Dabei wird völlig übersehen, daß Handel und Industrie diese Listen als Negativlisten führen.
"Solche Leute wollen wir nicht. Wir suchen uns unsere Mitarbeiter selbst aus, direkt an den Hochschulen."
Es ist zu erwarten, daß die im Netz befindlichen persönlichen Daten gezielt mit Web-Spidern gescannt und dann in Datenbanken gesammelt werden - zur späteren Verwendung... Banken und andere sind dankbare Abnehmer solchen Materials.
P-113
22.5.1998
"Die Sicherheitslücken in der Programmiersprache Java lieferten in den letzten Monaten Stoff für heiße Diskussionen (siehe die regelmäßige Berichterstattung in PC-Online, zum Beispiel in Heft 8/96, Seiten 18ff, und in der aktuellen Ausgabe ab S. 44). Nun hat auch das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) in Bonn öffentlich Stellung zu Java bezogen. Unter dem Motto "Die Einführung von Java zeigt wieder einmal, daß Sicherheit für viele Hersteller kein Thema ist." warnt das BSI alle User vor dem unbedarften Gebrauch von Dateien und Programmen aus Online-Diensten und dem Internet. Als Schutz vor Trojanischen Pferden und Viren sei auch Vorsicht vor ausführbaren Programmen und Makros geboten. Das BSI empfiehlt allen Usern festzustellen, welche Programme eine Verbindung nach außen aufbauen, zu wem, und ob ohne Abfrage Daten übertragen werden. Cookies sollte man durch Read-only-Dateien verhindern. Und: Java Script und das automatische Anzeigen von Postscript-Dateien seien auf jeden Fall abzuschalten. Für den Schutz der persönlichen Daten solle der User alle verfügbaren Optionen des Betriebssystems nutzen und für den Datenverkehr etwa PGP einsetzen."
Zur Verdeutlichung wiederhole ich die Warnung des "Bundesamts für
Sicherheit in der Informationstechnik":
Mit großem Erstaunen und Befremden muß ich daher feststellen, daß es zutrifft, was mir per eMail mitgeteilt wurde:
Wer sich beim "SIS", dem StellenInformationsService der "Bundesanstalt für Arbeit" im WWW, die dortigen Angebote ansehen will, der MUSS Javascript einschalten! Andernfalls gibt es NICHTS zu sehen! Ohne eingeschaltetes Javascript ist selbst Navigation NICHT möglich!
Hiervon möge sich jeder bitte selbst überzeugen. Die URL der "Bundesanstalt für Arbeit" lautet: http://www.arbeitsamt.de
Ein Auszug aus einer ihrer Javascript-verseuchten WWW-Pages:
<HTML>
<BODY>
<font size="1">
function schreibeJavaScript (obj)
{
var tf0d;
var tf1d = top.frames[1].document;
if (obj.value.indexOf ("/SCRIPT") != -1)
{
tf1d.write ("<" + obj.value + ">");
return (true);
}
if (obj.name == "parentSubmit")
{
tf1d.writeln("<SCRIPT LANGUAGE='JavaScript'>");
tf1d.writeln("function parentSubmit(val, zuTop) {");
tf1d.writeln("if (zuTop)");
tf1d.writeln("parent.frames[0].document.forms[0].target='_top';");
tf1d.writeln("parent.frames[0].document.forms[0].DEFAKTION.value = val;");
tf1d.writeln("parent.frames[0].document.forms[0].submit(); }");
}
else if (obj.name == "browserZu")
{
tf1d.writeln ("<SCRIPT LANGUAGE='JavaScript'>");
tf1d.writeln ("function browserZu() {");
tf1d.writeln ("if (window.top.frames[0])");
tf1d.writeln ("window.top.close();");
tf1d.writeln ("else window.close(self); }");
}
else if (obj.name == "setDefFocus")
{
tf1d.writeln ("<SCRIPT LANGUAGE='JavaScript'>");
tf1d.writeln ("function setDefFocus()");
tf1d.writeln ("{ self.focus(); }");
}
else if (obj.name == "oeffneSISVormerk")
{
tf1d.writeln ("<SCRIPT LANGUAGE='JavaScript'>");
tf1d.writeln ("function schreibeKopf(vorh) {");
tf1d.writeln ("var vd = vormerkSIS.document; vd.open();");
tf1d.writeln ("vd.writeln(\"<META HTTP-EQUIV='content-type' CONTENT='text/html;charset=iso-8859-1'>\");");
tf1d.writeln ("vd.writeln(\"<META NAME='generator' CONTENT='GoLive CyberStudio'>\");");
tf1d.writeln ("vd.writeln(\"<META HTTP-EQUIV='content-type' CONTENT='text/html'>\");");
tf1d.writeln ("function schreibeFuss() {");
tf1d.writeln ("var vd = vormerkSIS.document;");
tf1d.writeln ("vd.writeln('<\/HTML>'); vd.close(); }");
tf1d.writeln ("function schreibeRumpf(obj) {");
tf1d.writeln ("var vd = vormerkSIS.document;");
tf1d.writeln ("var df = top.frames[0].document.forms[0];");
tf1d.writeln ("var anzEle = 0;");
tf1d.writeln ("var aus; var i = 0;");
tf1d.writeln ("vd.writeln(\"<FRAMESET ROWS='*,37' FRAMESPACING='2' BORDER='2'>\");");
tf1d.writeln ("aus=\"<FRAME NORESIZE SRC='\" + df.SCRIPTDIR.value + \"/aoWebCGI?\";");
tf1d.writeln ("anzEle = df.elements.length;");
tf1d.writeln ("while (i<anzEle) { var nam = '';");
tf1d.writeln ("if ( ! df.elements[i]) break;");
tf1d.writeln ("nam = df.elements[i].name;");
tf1d.writeln ("if (nam == 'ZEICHEN' || nam == 'AAONLINE' ||");
tf1d.writeln ("nam.substring(0,11) == 'MAX_CONTEXT')");
tf1d.writeln ("{ i++; continue; }");
tf1d.writeln ("if (nam.substring(0,5) == 'INDEX') {");
tf1d.writeln ("if (df.elements[i].checked == false) {");
tf1d.writeln ("i++; continue; } }");
tf1d.writeln ("aus = aus + df.elements[i].name + '=' + df.elements[i].value + '&'; i++; }");
tf1d.writeln ("for (i=1; i<=4;i++) { var j = i-1;");
tf1d.writeln ("if (obj[j] == '') break;");
tf1d.writeln ("aus = aus + 'MAX_CONTEXT_0' + i + '=' + obj[j] + '&';}");
tf1d.writeln ("aus = aus + \"'>\"; vd.writeln(aus);");
tf1d.writeln ("vd.writeln(\"<FRAME SRC='/Leer.html' SCROLLING='NO' NORESIZE>\")");
tf1d.writeln ("vd.writeln('<\/FRAMESET>');}");
tf1d.writeln ("function oeffneSISVormerk(uact) {");
tf1d.writeln ("var arr = new Array('','','','');");
tf1d.writeln ("var anw = '';");
tf1d.writeln ("var vorhanden = 0;");
tf1d.writeln ("vormerkSIS = window.open('','SISVORMERK','WIDTH=700,HEIGHT=400,scrollbar=1,resizable=1,menubar=1status=1,toolbar=1');");
tf1d.writeln ("if (vormerkSIS.top.frames[0]) {");
tf1d.writeln ("var vtfdf=vormerkSIS.top.frames[0].document.forms[0];");
tf1d.writeln ("var wtfdf = self.top.frames[0].document.forms[0];");
tf1d.writeln ("for (var i=1; i<=4; i++) { var j = i-1;");
tf1d.writeln ("anw = 'vtfdf.MAX_CONTEXT_0' + i;");
tf1d.writeln ("if ( ! eval (anw)) break;");
tf1d.writeln ("anw = anw + '.value'; arr[j] = eval (anw); }");
tf1d.writeln ("wtfdf.DEFAKTION.value = uact; vormerkSIS.close();");
tf1d.writeln ("for (var z=0;z<10000;z++) {");
tf1d.writeln ("var anw = 'z = z + 1'");
tf1d.writeln ("eval(anw); }");
tf1d.writeln ("vormerkSIS = window.open('','SISVORMERK','WIDTH=700,HEIGHT=400,scrollbar=1,resizable=1,menubar=1status=1,toolbar=1'); } else {");
tf1d.writeln ("var wtfdf = self.top.frames[0].document.forms[0];");
tf1d.writeln ("for (var i=1; i<=4; i++) { var j = i-1;");
tf1d.writeln ("anw = 'wtfdf.MAX_CONTEXT_0' + i;");
tf1d.writeln ("if ( ! eval (anw)) break;");
tf1d.writeln ("anw = anw + '.value'; arr[j] = eval (anw); }");
tf1d.writeln ("wtfdf.DEFAKTION.value = uact; }");
tf1d.writeln ("schreibeKopf(vorhanden); schreibeRumpf(arr); ");
tf1d.writeln ("schreibeFuss(); return (true); } ");
}
return (true);
}
function defAktion(varName, wert, mit)
{
anw = "document.forms[0]." + varName + ".value='" + wert + "';";
eval (anw);
if (mit)
{
if (wert == "INDEX120" &&
document.forms[0].action.indexOf("cgi-bin") != -1)
{
document.forms[0].action = "/cgi-bin/aoWebCGIForum";
}
document.forms[0].submit();
}
}
function schreibeKopf()
{
var vd = vormerkSIS.document;
vd.open();
vd.writeln("<META HTTP-EQUIV='content-type' CONTENT='text/html;charset=iso-8859-1'>");
vd.writeln("<META NAME='generator' CONTENT='GoLive CyberStudio'>");
vd.writeln("<META HTTP-EQUIV='content-type' CONTENT='text/html'>");
}
function schreibeFuss()
{
var vd = vormerkSIS.document;
vd.writeln("<\/HTML>");
vd.close();
}
function schreibeRumpf(obj)
{
var vd = vormerkSIS.document;
var appNa = navigator.appName;
var appVe = navigator.appVersion;
var df;
var anzEle = 0;
var aus;
var i = 0;
if (appNa.indexOf ("Microsoft") >= 0 &&
appVe.indexOf ("2.0") >= 0)
df = window.document.forms[0];
else
df = top.frames[0].document.forms[0];
anzEle = df.elements.length;
vd.writeln("<FRAMESET ROWS='*,37' FRAMESPACING='2' BORDER='2'>");
aus = "<FRAME NORESIZE SRC='" + df.SCRIPTDIR.value + "/aoWebCGI?";
while (i<anzEle)
{
var nam = "";
if ( ! df.elements[i])
break;
nam = df.elements[i].name;
if (nam == "ZEICHEN" || nam == "AAONLINE" ||
nam.substring(0,11) == "MAX_CONTEXT")
{
i++;
continue;
}
if (nam.substring(0,5) == "INDEX")
{
if (df.elements[i].checked == false)
{
i++;
continue;
}
}
aus = aus + df.elements[i].name + "=" + df.elements[i].value + "&";
i++;
}
for (i=1; i<=4;i++)
{
var j = i-1;
if (obj[j] == "")
break;
aus = aus + "MAX_CONTEXT_0" + i + "=" + obj[j] + "&";
}
aus = aus + "'>";
vd.writeln(aus);
vd.writeln("<FRAME SRC='/Leer.html' SCROLLING='NO' NORESIZE>");
vd.writeln("<\/FRAMESET>");
}
function oeffneSISVormerk(uact)
{
var appNa = navigator.appName;
var appVe = navigator.appVersion;
var arr = new Array("","","","");
var anw = "";
if (appNa.indexOf ("Microsoft") >= 0 && appVe.indexOf ("2.0") >= 0)
{
alert ("Die Vormerkliste kann mit Ihrem Browser nicht aufgebaut werden!");
return (true);
}
vormerkSIS = window.open("","SISVORMERK","WIDTH=700,HEIGHT=400,scrollbar=1,resizable=1,status=1,toolbar=1");
if (vormerkSIS.top.frames == null)
{
var vtfdf = vormerkSIS.top.frames[0].document.forms[0];
if (appNa.indexOf ("Microsoft") >= 0 &&
appVe.indexOf ("2.0") >= 0)
wtfdf = self.document.forms[0];
else
wtfdf = self.top.frames[0].document.forms[0];
for (var i=1; i<=4; i++)
{
var j = i-1;
anw = "vtfdf.MAX_CONTEXT_0" + i;
if ( ! eval (anw))
break;
anw = anw + ".value";
arr[j] = eval (anw);
}
wtfdf.DEFAKTION.value = uact;
vormerkSIS.close();
for (var z=0;z<5000;z++)
{
var anw = "z = z + 1";
eval(anw);
}
vormerkSIS = window.open("","SISVORMERK","WIDTH=700,HEIGHT=400,scrollbar=1,resizable=1,status=1,toolbar=1");
}
else
{
var wtfdf;
if (appNa.indexOf ("Microsoft") >= 0 &&
appVe.indexOf ("2.0") >= 0)
wtfdf = self.document.forms[0];
else
wtfdf = self.top.frames[0].document.forms[0];
for (var i=1; i<=4; i++)
{
var j = i-1;
anw = "wtfdf.MAX_CONTEXT_0" + i;
if ( ! eval (anw))
break;
anw = anw + ".value";
arr[j] = eval (anw);
}
wtfdf.DEFAKTION.value = uact;
}
schreibeKopf();
schreibeRumpf(arr);
schreibeFuss();
return (true);
}
function setDefFocus()
{
var appNa = navigator.appName;
var appVe = navigator.appVersion;
if (appNa.indexOf ("Netscape", 0) >= 0 ||
(appNa.indexOf ("Microsoft", 0) >= 0 &&
appVe.indexOf ("2.0", 0) < 0))
self.focus();
}
function angebotButtons()
{
var anz = 0;
var tf0d;
var i = 0;
var anzForms = 0;
var val = "";
var appNa = navigator.appName;
var appVe = navigator.appVersion;
if (appNa.indexOf ("Microsoft") >= 0 &&
appVe.indexOf ("2.0") >= 0)
return (false);
if ( ! top.frames)
return (false);
if (top.frames.length == 0)
return (false);
if ( ! top.frames[0].document)
return (false);
tf0d = top.frames[0].document;
if ( ! tf0d.BUTTONS)
return (false);
anzForms = tf0d.forms.length;
anzForms = anzForms - 1;
anz = tf0d.forms[anzForms].elements.length;
tf1d = top.frames[1].document;
tf1d.open();
for (i=0; i<anz; i++)
{
val = tf0d.forms[anzForms].elements[i].value;
if (val.indexOf ("SCRIPT") != -1)
{
schreibeJavaScript (tf0d.forms[anzForms].elements[i]);
continue;
}
tf1d.write ("<" + val + ">");
}
tf1d.close();
return (true);
}
</SCRIPT>
<TABLE COLS=2 RULES=none FRAME=none>
</TABLE>
Wie man allein schon an der Menge sieht, handelt es sich um kein Versehen, sondern um eine gezielte Maßnahme. Die "Bundesanstalt für Arbeit" schuldet der Öffentlichkeit (und ganz besonders den Arbeitslosen) eine rückhaltlose Aufklärung dieses Skandals. Der Direktor der "Bundesanstalt für Arbeit" und sein Dienstherr, der Bundesminister für Arbeit, sollten schon mal ihre Koffer packen.
Da wir gerade beim Thema "SIS" sind: Das, was einem Arbeitssuchenden von der "Bundesanstalt für Arbeit" zum Download zugemutet wird, ist eine Frechheit. Ohne weiteres kommen Datenmengen von 800 Kilobytes zustande. Große Fonts und viel Farbe, sowie sonstiger Schnickschnack lassen den Ausdruck auf Papier zu einer Orgie der Verschwendung werden. Mit einem kurz zusammengestrickten Perl-Skript habe ich versuchsweise die unnötigen Dinge entfernt. Als Ergebnis bleibt nur noch ca. 1/3 übrig. Das bedeutet, daß für einen Nutzinhalt (einschließlich Formatierungsbefehlen) von ca. 250 Kilobytes man etwa 800 Kilobytes downloaden muß. Der Server der "Bundesanstalt für Arbeit" ist alles andere als schnell, so daß man für diese 800 Kilobytes eine glatte Viertelstunde benötigt. Davon sind, wie erwähnt, 2/3, also 10 Minuten, sinnlose Verschwendung: Statt die Angebote in 5 Minuten laden zu können, muß der Arbeitssuchende weitere 10 Minuten lang den Großkonzern "Telekom AG" durchfüttern. Ein wahrhaft soziales Verhalten der "Bundesanstalt für Arbeit"!
Es ist mir zwar nicht möglich, direkt bei der "Bundesanstalt für Arbeit" einzugreifen und den Download auf das tatsächlich notwendige Volumen zu beschränken. Für den Ausdruck kann ich aber bereits eine Hilfe zur Verringerung des Papierbedarfs anbieten:
Wer sich generell für Perl interessiert oder auch nur einen neueren Interpreter möchte, sollte sich bei der Web-Site http://www.perl.com umsehen, die ich ohnehin JEDEM nur empfehlen kann!
P-114
29.6.1998
Auch exotische Betriebssysteme sind heute kein Schutz mehr: Jeden Tag gibt es neue Viren, die durch Disketten, CDs, Netze oder das WWW verbreitet werden. Jeder Virus hat typische Byte-Folgen. Diese werden in Datenbanken gesammelt und die Virensuchprogramme suchen in allem, was sie auf der Festplatte vorfinden, nach diesen Byte-Folgen. Virensucher sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Grundausrüstung eines jeden Computers geworden. Virensucher gibt es im Abonnement mit Download-Möglichkeiten auch im WWW oder auch mit Push-Verfahren. Jeder hat sich daran gewöhnt, die neuesten Virensucher auszuprobieren, sobald er sie nur bekommen kann.
Der neueste Coup der Virensucher ist die Zusammenarbeit mit den internationalen Polizeibehörden. Alle Bilder, die im Zusammenhang mit Kinderpornographie erfaßt werden, werden nach typischen Byte-Folgen untersucht. Die für jedes dieser Bilder typischen Byte-Folgen werden in Datenbanken gesammelt, einschließlich aller Varianten in den verschiedenen Datenformaten. Die Datenbasen der bekannten Virensuchprogramme werden um diese Datenbanken erweitert. Für die Programme macht das keinen Unterschied; die Arbeitsweise ist vollkommen identisch - bis auf einen kleinen Unterschied: Die neuesten Versionen der Virensucher können online arbeiten (manche müssen es sogar!) und beim Auffinden von Kinderpornographie werden an bestimmte Adressen markante Daten des vorgefundenen Materials verschickt. Auch Email und deren Attachments werden online gescannt. ISPs und Betreiber von Mailboxen erhalten spezielle Versionen dieser Suchprogramme.