Netzwerke und Seilschaften

Noni: Betrug mit ethnischen Details


23.07.2005

Hauptmotor der Lügen - und damit des Betrugs - mit Noni ist der amerikanische Fälscher Neil Solomon, der in mehreren "Büchern" die angebliche Heilwirkung von Noni-Saft bei allerlei Krankheiten beschrieben hat.

Neil Solomon ist aber nicht der erste Lügner. Schon der Beginn des Verkaufs von Noni außerhalb der Polynesischen Inseln wurde ausgelöst durch (vorsichtig gesagt) höchst zweifelhafte Behauptungen von Personen, deren Seriosität bis heute unbestritten NICHT vorhanden ist.

* * *

Je zurückgebliebener eine Kultur ist, desto stärker der Glaube an "Naturheilung", an die magischen Wirkungen von Pflanzen, Kräutern und Dämonen.

Planzen haben selbstverständlich eine medizinische Wirkung, aber nicht alle Pflanzen und auch nur in der richtigen Zubereitung und Anwendung. Es ist also kein Wunder, daß - wenn man in der Natur um sich herum - Planzen nimmt und damit experimentiert, es auch Wirkungen gibt. Betonung auf "auch"!

Es ist somit klar, daß, wenn man in der Natur um sich herum die Planzen nimmt, man irgendwann auch welche findet, die die eine oder andere Wirkung haben. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht und was man mit denen macht, die keine Wirkungen haben.

Wissenschaftliche Pharmakologie und Medizin suchen die wirksamen Stoffe in den wirksamen Pflanzen, ermitteln die notwendige Zubereitung und die richtige Anwendung für eine genau ermittelte Erkrankung und erforschen die Heilwirkung,

Ethnische Naturheiler KÖNNEN dies nicht. Sie können dies nicht, weil sie weder das biochemische Fachwissen haben noch überhaupt wissenschaftliches Vorgehen erlernt oder auch nur ansatzweise begriffen haben. Naturheiler sind durch ihre Herkunft sogar dazu verdammt, auch unwirkame Mittel anzuwenden, denn die Kunst der Naturheiler besteht darin, mit leeren Händen ihre Kundschaft bei Laune zu halten. Und natürlich liegt in all ihrem Tun, wenn sie die Kranken nicht gerade bewußt betrügen, eine furchtbare Menge Selbstbetrug.

Wenn ein Naturheiler etwas anwendet, folgt daraus noch lange nicht, daß es wirkt oder daß die von ihm verwendeten Stoffe eine Wirkung haben. Je zurückgebliebener ihre Kultur, desto zweifelhafter ihr Umgang mit natürlichen Heilmitteln.

Damit will ich keinesfalls sagen, daß die Mittel der Naturheiler nicht funktionieren! Die Giftfrösche ("Curare") der südamerikanischen Indianer sind eines der besten Beispiele dafür, daß die Naturheiler auch höchstwirksame Mittel besitzen. Mir geht es aber um ALLE Mittel, die sie verwenden. Wer nicht dort lebt, wo es Giftfrösche gibt, kann auch keine anwenden. Wer nicht dort wohnt, wo Digitalis wächst, kann keinen anwenden. Es ist deswegen immer eine Frage, wo etwas in der Natur vorhanden ist, das angewandt werden kann!

Die Kernfrage des Umgangs mit den ethnischen Naturheilern ist also die keineswegs triviale: "Was hat er für ein Mittel und wie funktioniert es? Funktioniert es überhaupt!?"

Wirksamkeit und Funktionsweise zu ermitteln kann Jahrzehnte dauern. Die Apotheke der Natur ist zwar vorhanden, aber sie verrät uns nichts. Zur Zeit laufen - glücklicherweise von freundlichen Firmen (natürlich nicht ohne Hintergedanken) finanziert - große Versuche in Südamerika, im Urwald neue Pflanzen und Tiere zu sammeln, um aus ihnen (wenn man Glück hat) in den nächsten Jahrzehnten Medikamente zu entwickeln. Das kostet viel Zeit, viel Geld und viel Geduld.

Bei der Begegnung mit anderen Kulturen gibt es in beiden Richtungen Wirkungen. So bringt der fortschrittliche Mediziner "aus dem Westen" (was nicht stimmt, weil es auch aus dem Osten ist!) wirksame Mittel und Methoden und die Eingeborenen interessieren sich für Wohlstand und Werkzeuge der Besucher.

Für die ethnischen Naturheiler brechen beim Besuch von fortschrittlichen Medizinern die Grundlage ihrer Arbeit, damit ihre Macht und ihre wirtschaftliche Existenz zusammen. Gleichzeitig sehen sie, wie zum Beispiel Geld eine Rolle spielt und wie man es bekommt...

Wird ein ethnischer Naturheiler zugeben, daß die Grundlage seines Tuns zu einem großen Teil Betrug und Selbstbetrug ist? Das ist nicht anzunehmen. Vielmehr wird er sich den neuen Gegebenheiten anpassen (müssen). Für Viele beginnt mit dem Auftreten der wissenschaftlichen Medizin der Niedergang: immer weniger Kunden, immer weniger Einfluß, immer weniger Geld. Wie können sie das kompensieren?

Je stärker verwurzelt die Magie in der jeweiligen Kultur ist, desto komplizierter die Vorgänge im Kopf der Leute. In den USA haben die Indianer anscheinend bis heute die Umstellung nicht geschafft: noch immer gibt es Ewiggestrige, die an ihrem Mummenschanz und Schamanentum festhalten. Auch die ach so klugen Deutschen sind Schandbeispiele für Blödheit und zwangsweise Verdummung. Wer heute, im Jahr 2005, in der hochaufgeklärten Industrie- und Wissenschaftsnation Deutschland (!), mit einem Pendel "feststellt", welche Medizin er seinem Kind geben soll [x1], ist Zeichen dafür, mit welch geistigem "Potential" wir es zu tun haben...

Dieses Potential als Goldgrube zu nutzen ist das Ziel krimineller Geschäftemacher. So wird in den USA deutsche Homöopathie verkauft und in den USA und dem Rest der Welt wird angeboten, was die ethnischen Naturheiler überall auf der Erde so an "Schätzen" in ihrem Vorrat haben. Je exotischer die Quelle, desto besser, desto höher der Handelswert.

Die Polynesischen Inseln haben als Quelle einen ganz besonderen Reiz, eine Magie, der seit 200 Jahren die Menschen in Europa erliegen. So ist es kein Wunder, daß die Vermarktung von "Heilmitteln" aus Polynesien ganz klar mit der Wirkung dieser Exotik arbeitet. Ja, bei der Vermarktung von Noni wird diese Exotik sogar als umsatzfördernd angepriesen! [x2]

Die Berührung von Kulturen und die Anpassung der ethnischen Naturheiler und die Spürnase der Geschäftemacher haben im Fall Polynesien und Noni zu einer wahren Explosion geführt. So wurden (wie Sie gleich lesen können) die Naturheiler in Polynesien Geld-orientiert und die lokale Wirtschaft (in Tahiti) profitiert vom geistigen Nullpotential "der Westler".

Journalisten und Wissenschaftler und Kriminalisten sind dabei Zuschauer, die sich wundern und analysieren, was da vor ihren Augen geschieht.

Für Botaniker, Pharmakologen und Mediziner ist es normale Arbeit und auch Pflicht, die Mittel der ethnischen Naturheiler (und die Pflanzen als die Grundlage davon) unter die Lupe zu nehmen. Wobei sie genau das sehen, was ich beschrieben habe: wie die Berührung der Kulturen auf die Anwender, also die ethnischen Naturheiler, wirkt und wie die Rückwirkungen sind.

Journalisten schreiben über alles, und es ist ihre Aufgabe, darüber zu berichten, was Wissenschaftler, Wirtschaftler, Geschäftemacher und das restliche Volk so alles treiben. Ganz sicher nämlich werden zum Beispiel die Geschäftemacher NICHT darüber berichten, was sich wirklich an der magischen Quelle ihres Reichtums abspielt und was die Wissenschaft darüber herausgefunden hat.

Allerdings ist das mit den Journalisten so eine Sache: gedruckt wird nur, was sich verkaufen läßt. Und darüber bestimmt der Chefredakteur und darüber der Zeitungsbesitzer bzw Medienmogul bzw Intendant eines Senders...

Wenn sich ein verkaufshindernder, weil kritischer Bericht einmal in eine Zeitung verirrt, ist das ein Tag, den man sich im Kalender ankreuzen kann. Zu groß sind die Macht des Geldes und der willigen Einsacker desselben...

* * *

Was ich hier geschrieben habe, ist kein Artikel, sondern vielmehr die Einleitung zu einem großen Zitat aus einer wissenschaftlichen Zeitschrift, in der ein Wissenschaftler, Will McClatchey, aus wissenschaftlicher Sicht schreibt über die wundersame Bewandtnis von Noni und den Naturheilern - und dem was WIRKLICH in Noni steckt.

Professor Dr. Will McClatchey ist unter anderem Associate Professor of Botany an der University of Hawai'i [x3] und hat mir sehr freundlich und großzügig die Wiedergabe seiner Texte erlaubt, wofür ich mich an dieser Stelle besonders bedanken möchte.

Professor McClatchey hat unter anderem geschrieben:

Aus dem 2. Text, erschienen im "Journal of Integrative Cancer Therapy", gebe ich nun den Teil (plus Literaturverzeichnis) wieder, in dem sich Professor McClatchey mit der kommerziellen Ausbeutung von Noni (morinda citrifolia) beschäftigt. Die Seitenzahlen beziehen sich auf die Veröffentlichung im "Journal of Integrative Cancer Therapy". Die Formatierung und Hervorhebungen, sowie mehrere Referenzen sind von mir. Hervorhebungen und von mir eingefügte Referenzen beziehen sich auf Dinge, die ich in meinen Web-Seiten beschreibe.


http://www.botany.hawaii.edu/faculty/mcclatchey/CV%20Elements/Publications/Morinda%20citrifolia.pdf
(Hervorhebungen von mir)

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Will McClatchey

From Polynesian Healers to Health Food Stores:

Changing Perspectives of Morinda citrifolia (Rubiaceae)

[...]

Morinda citrifolia in Commercialized Hawaiian Medicine

Much of the interest in commercial production of noni products can be traced to an outrageous publication in the "Pacific Tropical Botanical Garden Bulletin". 25

This unreferenced and authoritatively written report appearing in an horticultural bulletin, proposes the presence of an active compound in M. citrifolia known as xeronine, which is said to be derived from a precursor, proxeronine.

It is interesting that this seemingly biochemical report is published in the bulletin of a botanical garden, because it may have been better published in the "Journal of Irreproducible Results".

No chemical structure is given for the alkaloid xeronine, although many results are discussed without a clear indication of the scientific research from which they are derived.

Among the results are the following that continue to impact marketing and consumption of noni products.

[116 INTEGRATIVE CANCER THERAPIES 1(2); 2002]


I have not located any subsequent publications reporting a structure for xeronine or proxeronine, although much chemical work has been conducted.

If this question has not been resolved, then much of Heinicke's report should be in question.

If, on the other hand, xeronine is described, then this may lend support to his other findings and open the door for production of specific commercial products.

Many modern, commercialized healers in Hawaii claim that noni has miraculous powers, particularly in the treatment of diabetes and cancer.

Dixon et al [24] have summarized the claims (Table 4) of commercial producers of noni products.

Younger healers are in some cases associated with companies, as either the sources of plant materials/products or as advocates of a particular product line.

Contrary to the perspectives of traditional healers, the commercialized healers are willing to charge for their services and products, and they see the powerful nature of noni as something to be used within their practices.

Typical modern usage of noni in Hawaii involves the following process.

Although decomposed noni fruit is consumed as a liquid in modern Hawaii, an array of other forms have been developed for easier marketing, greater consistency of dosage and product, and presumably, longer shelf life. These include preserved juice drinks, encapsulated freeze-dried fruit juice, concentrated extracts, powders, tinctures, and even fruit leather.

Many of these products are made with ripe or subripe fruit that is processed without decaying or adding water. The fruit may be chipped and dried (Figure 3) in commercial farming operations for later rehydration and juice extraction in distant factories.

Isabella Abbott (personal communication) has proposed that the use of noni in a decomposed form is based upon a Chinese-introduced technology. Indeed, prior to the arrival of Europeans in the late 1700s, Hawaiians had no sealable glass or other containers.

Dixon et al [24] have likewise stated that the mode of preparation is consistent with Chinese technologies for food preparation that are prominent in Hawaii's ethnic Chinese communities.

In ancient times, the same process could probably have taken place (at least in part) in an open wooden or gourd bowl, but I could find no evidence of such practices.

The oldest Hawaiian record that is reminiscent of the modern production process comes from Degener [17] who reports that fresh spring water was mixed with juice of the fruit to produce a drink used to treat side effects of "awa" (Piper methysticum) intoxication.

The popularity of M. citrifolia fruit in modern Hawaii seems to hinge on a combination of its tradition of use among Polynesians, development and

[From Polynesian Healers to Health Food Stores
INTEGRATIVE CANCER THERAPIES 1(2); 2002 117]


distribution of modern products, and a mixture of factual and fanciful information provided directly by manufacturers and indirectly by academic researchers.

Since traditional Polynesian medicines were neither mass produced nor sold, some modifications have been made, including changes in dosage form, standardization of dose, and actual sale of medicine for a profit.

Commercial claims for M. citrifolia fruit products (Table 4) have been separated into 3 categories.

The first category consists of claims that are probably based upon traditional Polynesian uses and therefore are possibly consistent with ancient ethnopharmacological thinking.

The second category consists of claims that are based upon Heinicke. [25] Since these claims do not seem to have any prior reference in records of Polynesian traditions, I assume that these are the results of Heinicke's work.

The third category includes miscellaneous claims that are either too vague to hold serious meaning, e.g. being used for "internal disorders", or are likely based upon more recent research in immunology, virology, cancer, and so on.

Cancer Studies With Morinda citrifolia Papa Kalua Kaiahua, a contemporary Hawaiian healing expert stated, "I have used noni to help people with cancer, kidney problems, diabetes, and tumors. . . . To me, noni is the most important of the herbs used in medicine. [23]

Based upon this statement, Hirazumi [X] studied anticancer and immunotherapy potential of M. citrifolia fruit for her dissertation project.

Hirazumi [X] et al [26] and Hirazumi [23] [X] demonstrated that M. citrifolia fruit juice is active in the Lewis Lung peritoneal carcionmatosis model[27]. She determined that juice was able to stimulate an immune response from murine effector cells through the release of several mediators including tumor necrosis factor-? (TNF), interleukin- 1?, interleukin-10, interleukin-12, interferon-3, and nitric oxide.

Hirazumi [23] [X] and Hirazumi [X] et al [26],[28] identified the immunomodulatory activity as occurring in a polysaccharide-rich portion of the juice (aqueous extract).

Although the studies of Hirazumi [23] [X] used the Lewis Lung carcinoma model that has been dropped by the US National Cancer Institute, her work has pointed to possible roles of M. citrifolia fruit aqueous polysaccharides in mediation of certain kinds of cancer.

Wang [X] et al [30] isolated a trisaccharide fatty acid ester and 3 novel glycosides [31] fromMcitrifolia fruit.

Liu et al [32] studied 2 M. citrifolia fruit glycosides in the mouse epidermal JB6 cell line. They found that the compounds were effective in suppressing TPA- and EGF- induced cell transformation and associated AP-1 activities.

Fong et al [33] reported preliminary results of their studies of 4 noni fruit extracts (hexane, ethyl acetate, butanol, and water). Anti-proliferative activity was

[McClatchey 118 INTEGRATIVE CANCER THERAPIES 1(2); 2002]


identified from the water and butanol fractions against a breast carcinoma cell line (MCF-7) and a colon carcinoma line (HCT-116). Furthermore, they isolated a novel glycoside demonstrating antiproliferative activity against MCF-7 as well as 6 other active compounds from the butanol fraction. Morphological changes in the MCF-7 cells were reported to be indicative of apoptosis. Finally, they explored the genetic basis for possible apoptosis: An Atlas cDNA array specific to apoptosis revealed that the active compounds in the water extract appear to affect several genes of the TNF apoptotic pathway and cell cycle, and result in inhibition of cancer cell growth. [33].

The National Institutes of Health recently provided support for a phase I clinical study of M. citrifolia fruit. The principal investigator, Brian Issell, MD, with the Cancer Research Center of Hawaii, is studying the effects of freeze-dried noni fruit extract in cancer patients. The hypothesis being tested is that noni, at a specific dosing, provides cancer patients with a sufficient benefit-to-toxicity profile to be useful as a therapeutic. The specific aims of the study [34] are to:

1. Determine the maximum tolerated dose of capsules containing 
   500mg of freeze-dried noni fruit extract. 
2. Define toxicities associated with the ingestion of noni. 
3. Collect preliminary information on the efficacy of noni 
   in respect to antitumor and symptom control properties to 
   help select specific patients for subsequent Phase II studies. 
4. Identify chemical constituents of the extract that can be used 
   to characterize the bioavailability and pharmacokinetics of 
   noni food supplement. 

The eligibility criteria for the study [34] are:

1. Patients must have a pathologically or cytologically verified 
   diagnosis of cancer and evidence of disease for which no 
   standard treatment is available. 
2. Patients must be ambulatory, capable of self care, and up and 
   about more that 50% of waking hours 
   (Zubrod Performance Status 0-2). 
3. Patients should have completed all other cancer treatments at 
   least 4 weeks previously. 
4. If patients are taking medications that are considered by their 
   allopathic practitioner to be essential for their health (eg 
   antidiabetic, antihypertensive, lipid lowering), they must 
   have been on these medications at consistent dosing for at least 
   4 weeks prior to starting noni. 
5. Patients must agree to take no other CAM DEFINE CAMtreatments 
   while taking noni and agree to keep a diary, recording all 
   medications taken daily, including all nonprescription products 
   and to record the time that noni is taken. 

Conclusions

Ancient Polynesians used M. citrifolia as one of their primary medicinal plants. As Polynesian traditions have been blended with introduced cash economies, particularly in the heavily colonized islands of Hawaii, modified medicinal systems have evolved. These systems are based upon both commercialized healers and commercialized plant-based remedies.

Elements that have contributed to the commercialization of M. citrifolia include key publications such as Heinicke, [25] technological introductions from other cultures (China?), and shifts from indications with existing over-the-counter commercial products (eg, topical antibiotics) to indications with few satisfactory over-thecounter commercial products (eg, internal treatment of cancer, diabetes, hypertension, etc).

As with other panaceas, M. citrifolia is being marketed as "hope in a bottle, which will naturally treat illnesses that are otherwise out of the control of the average person.

In modern society, which is dominated by a bioscience paradigm, claims of efficacy need to be linked to specific chemical causes and mechanisms of action.

Heinicke [25] provided both of these elements in one fell swoop. Without these supporting scientific findings, M. citrifolia fruit products would probably not have developed as rapidly as they have.

It is interesting that although the rationale for turning to natural products is to avoid perceived harshness, reductionist, and unnatural attributes of synthetic medicinal products, people still have a desire to know why a natural product works and expect that rationale to include a bioscience explanation of activity.

Claims of efficacy are bolstered by beliefs that the plant being used has been developed by traditional healers. Modern claims for M. citrifolia are difficult to support in light of actual usage in traditional cultures such as that of Rotuma.

Marketing strategies, as reviewed by Dixon et al [2] follow a bait-and-switch approach, leading with claims that the plant is used by Polynesians, followed by claims that are inconsistent with traditional usage patterns.

Finally, intensive cultural use of a plant, either within other cultures or within Western culture, drives researchers to explore for potential biological activity. This research may initially follow the implied indications of the culture that developed the plant's use. Other leads may be followed as they arise from happenstance of the research process. Although there do not seem to be traditional indications for its use in cancer, M. citrifolia is offering promise in this area. It seems ironic that the initial drive to explore the fruit for anticancer activity was propelled by the, as yet, unsupported claims of Heinicke.

[From Polynesian Healers to Health Food Stores
INTEGRATIVE CANCER THERAPIES 1(2); 2002 119]


References

Accessed October 10, 2001.

Editorial Note

Noni has made a rapid transition from a traditional Hawaiian medicine to an NIH-funded experimental agent. Cancer patients around the country have used it.

However, as McClatchey shows, the science behind the use of noni in cancer is still rather minimal. He mentions his inability to find scientific references to xeronine and proxeronine in the literature. The associate editor of "Integrative Cancer Therapies", Charlotte Gyllenhaal, has served for many years on the staff of NAPRALERTSM, a highly reputable international database on phytochemistry and pharmacology of medicinal plants located at the University of Illinois at Chicago. We also have been unable to locate these names in NAPRALERTSM or in other chemical databases, and we remain unconvinced of the reality of these substances.

McClatchey 120 INTEGRATIVE CANCER THERAPIES 1(2); 2002

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Anmerkungen:

[X] Hinweis den Personen:

[x1] [ Wann werden sie auf dem Besen reiten? ] 

[x2] [ MLM Multi-Level-Marketing ]
     [ Network-Marketing         ]
     [ Empfehlungsmarketing      ]

[x3] http://www.botany.hawaii.edu/faculty/mcclatchey/default.htm
     University of Hawai'i at Manoa
     Botany Department
     St. John 405
     3190 Maile Way
     Honolulu, HI 96822

     Additional Academic Appointments:
     http://www.botany.hawaii.edu/faculty/McClatchey/CV%20Elements/academic_appointments.htm

[x4] Die Noni-Connection:
     [ Die Noni-Connection, Teil 1 ]
     [ Die Noni-Connection, Teil 2 ]
     [ Die Noni-Connection, Teil 3 ]

     [ Noni + gesundheitsbezogene Werbung ]
     [ Noni + gesundheitsbezogene Werbung ,2 ]

[x5] Der Fälscher Neil Solomon: 
     http://www.ariplex.com/ama/ama_noni.htm 
     http://www.ariplex.com/ama/ama_no12.htm 
     http://www.ariplex.com/ama/ama_no15.htm 

[x6] Artikel über Tahitian Noni von Dr. Steven Novella
     http://www.mlm-beobachter.de/morinda/nonifruitjuice.htm

[x7] Generalstaatsanwalt drosselt Behauptungen zu "Tahitian Noni"
     http://www.mlm-beobachter.de/morinda/tahitiannoni.htm

 


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