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Leserbrief zu "kaltes Büffet für 20 Mark", Nordsee-Zeitung, 12.6.95

Bremerhaven, 12.6.95

Für die private Nutzung von öffentlichem Eigentum gibt es bereits ausreichend Präzedenzfälle und Beispiele, so daß der derzeitige Sturm im Wasserglas recht albern anmutet. Die in solchen Fällen übliche Regel sieht vor, daß für die privatwirtschaftliche Nutzung der Träger einen Obolus erhält. Im Fall des Lehrrestaurants wäre das ein "Beitrag zur Beherbergung /Bewirtschaftung", den es in all jenen Fällen zu zahlen hat, wo es in den freien Markt verkauft. Ob es dabei Reklame macht oder nicht, ist juristisch unerheblich. Maßgebend ist auch nicht der Hotel- und Gaststättenverband, sondern die mißbräuchliche Nutzung öffentlichen Eigentums, bzw öffentlich geförderter Institutionen. Zuständig sind also die Stadt bzw das Land. Die Lösung wird sich orientieren müssen an den Preisen, die für die Büffets etc. im freien Markt verlangt werden. Wenn das Lehrrestaurant sich durch diese Abgabe ebenfalls im allgemein üblichen Preisniveau bewegt, dann ist es zwar ein Konkurrent zu den Gastronomen, aber nicht unfair bevorteilt. Dem Bildungsträger dürfte das zusätzlich erwirtschaftete Geld sicherlich auch gut tun. Und daß sie dabei betriebswirtschaftlich rechnen lernen, wird den Schülern gut tun; den späteren Arbeitgebern kann es nur nützen!

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