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Leserbrief zu "Unkonventionell zu neuen Kunden", Nordsee-Zeitung, 8.7.95

Bremerhaven, 8.7.95

1. Ein Geschäft, das am Sonntag geschlossen hat, ist tödlich in einer Stadt, die vom Tourismus leben will (ja, leben muß, weil es keine andere Arbeit mehr gibt). Wir können nicht auf der einen Seite ein Ocean-Dingsbums bauen wollen - und dann gleichzeitig die Läden geschlossen halten!

2. Die Klett-Passage in Stuttgart hat lange Jahre - täglich bis 22.oo Uhr geöffnet - bewiesen, daß andere Öffnungszeiten sinnvoll und machbar sind.

3. Bei vielen Berufen ist man tagsüber nicht in der Lage, einkaufen zu gehen. Der Samstag reicht auch nicht oder ist auch ein Arbeitstag und fällt damit weg. Sind all diese Menschen wegen ihres Berufes nun Menschen 2. Klasse?

4. Sind es gerade die kleinen Läden, die sich durch andere Öffnungszeiten gegen Supermärkte durchsetzen können, weil für große Läden das Personal zu teuer ist.

5. Wie oft kommt es vor, daß man zu spät bemerkt, daß noch etwas fehlt oder (gar in einer fremden Stadt!) daß man Hunger hat. Soll man dann mit hungerndem Magen herumlungern, bis morgens ein Kiosk gnädigerweise wieder öffnet? Soll man das Wochenende ganz streichen müssen?

Es ist entwürdigend!

Armes Deutschland

e-Mail: sfb@ariplex.com

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