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Leserbrief zu "Akteneinsicht verwehrt", Nordsee-Zeitung, 29.5.95, Seite 1

Bremerhaven, 29.5.95

Im Kampf gegen das Verbrechen soll jetzt den Betreibern der Mobilfunknetze D1, D2 und Eplus ein Verfahren aufgezwungen werden, womit ein Abhören ermöglicht wird. Das versteht jeder, denn jedem ist klar, daß durch das Handy jeglicher kriminellen Organisation eine ungeheuer mächtige Waffe in die Hand gegeben ist: So können Einbrüche gezielt gesteuert werden, der "Schmiere" Stehende kann ständig die neuesten Meldungen durchgeben, Zuhälter bewachen (schon seit Jahren) ihr "Revier" per Funk, Werksspione können direkt aus der Firma per FAX über das Handy herausfunken, ja, ein ständig sendendes Handy kann als Minispion benutzt werden. Alles für jeden verständlich. Wenn aber in offensichtlich kriminellen Fällen schon bereits vorhandene Akten nicht zur Ermittlung benutzt werden dürfen, dann wird man stutzig. Wenn es sich dabei sogar um politische Fälle handelt, bei denen Personen involviert sind, die über uns herrschen, dann wird es gefährlich. Wenn hier Akteneinsichten verwehrt werden, weil ganz offensichtlich nicht nur 1 Verbrechen an den Tag käme, dann darf es niemanden wundern, wenn die Bevölkerung zwischen den gewöhnlichen Kriminellen und den Politischen keinen Unterschied mehr sehen kann - falls es denn je einen gab...!

Armes Deutschland

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