Archive for the ‘Raumschiff Erde, Touristenklasse’ Category

Komplizenschaft: WER ist die WAHRE Mafia?

Friday, September 6th, 2013

Liebe Freunde Martin Gardner’s und seiner schweren Denkaufgaben,

eine nahezu nicht unknackbare Aufgabe steht der Welt bevor, und das völlig unverschlüsselt:

Wenn die NSA allen Datenverkehr und alle Telefongespräche abhören konnte, warum konnten Madoff und Lehman Brothers ungehindert die größten Krisen auslösen?

Vielleicht genügt es nicht, die Daten zu lesen. Man muß sie auch verstehen können. ;O)

Patriot Act Author Says NSA Is Abusing Spy Law
By David Kravets 09.05.13 1:04 PM
http://www.wired.com/threatlevel/2013/09/nsa-abusing-patriot-act/

They were a small band of warriors
http://navajocodetalkers.org/

Happy Friday,
—–
Für den kleinen Datenhunger zwischendurch:
THE PATRIOT ACT
http://www.gpo.gov/fdsys/pkg/PLAW-107publ56/pdf/PLAW-107publ56.pdf

Wilhelm Busch, “Criticism of the Heart”

Tuesday, September 3rd, 2013

A translation of http://wehrhafte.medizin.se/amabusch.htm

    [*quote*]
    ——————————————————-
    Der Busch’sche Vogel

    Für alle, die auf dem Floß sitzen in den Hades,
    für alle, die den Schwarzen Hund zu Besuch haben,
    für alle, deren Leben kaum noch Leben ist,
    ein kleiner Trost von Wilhelm Busch:

      Kritik des Herzens

      Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
      Er flattert sehr und kann nicht heim.
      Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
      Die Krallen scharf, die Augen gluh.
      Am Baum hinauf und immer höher
      Kommt er dem armen Vogel näher.
      Der Vogel denkt: Weil das so ist
      Und weil mich doch der Kater frißt,
      So will ich keine Zeit verlieren,
      Will noch ein wenig quinquilieren
      Und lustig pfeifen wie zuvor.
      Der Vogel, scheint mir, hat Humor.

      Wilhelm Busch

    Leben ist mehr als Warten auf den Tod.

    Aribert Deckers
    ——————————————————-
    [*/quote*]

Busch is the very famous Wilhelm Busch, a painter and graphic artist, and a poet. Actually it is him who started the drawing of cartoons: Heinrich Christian Wilhelm Busch (15 April 1832 – 9 January 1908). His best-known one is “Max und Moritz”. His works are part of the German cultural heritage.

    [*quote*]
    ——————————————————-
    For all, who sit on the raft to Hades,
    for all, who have a visit by the Black Dog,
    for all, whose life is hardly life anymore,
    a small consolation by Wilhelm Busch:

      Criticism of the heart

      There sits a bird on the glue,
      He flutters a lot and can not get home.
      A black tomcat creeps near,
      The claws sharp, the eyes aglow,
      Up the tree and ever higher.
      He comes closer to the poor bird.
      The bird thinks: Because this is so,
      And because the cat will eat me yet,
      So, I don’t want to waste time,
      Will go on to trill a little more,
      Whistle happily as before.
      The bird, seems to me, has humor.

      Wilhelm Busch

    Life is more than waiting for death.

    Aribert Deckers
    ——————————————————-
    [*/quote*]

Artisten in der Zirkuskuppel? Trostlos!

Tuesday, May 14th, 2013

Die Medienlandschaft geht den Bach runter. Jeder greift nach einem Strohhalm.

Die Einnahmen schwinden, die Leser/Zuschauer ziehen weiter, zurück bleibt ein leerer Platz. Der Zirkus ist leer und der Wind bläst durch das Zelt. Einsame Szene im Wilden Westen. Das ist keine Analogie, sondern die Wahrheit.

Die ersten, die von den neuen Medien ins Aus gedrückt wurden, waren die Zirkusse. Was früher eine große Attraktion war, zu der man kommen mußte, um sie zu sehen, wurde durch das Fernsehen zur Alltäglichkeit. Wozu irgendwo für teures Geld unbequem in einem Zirkuszelt sitzen, wenn man auf der eigenen Couch mit Chips und Cola den Löwen und Tigern in Großaufnahme ins Gesicht sehen kann? Preiswerter (sic!) ist es auch. Und billig allemal.

Das Fernsehen war ein neues Medium, und eine Branche hat es nahezu völlig vernichtet. Nur noch vereinzelt gibt es so etwas wie einen Zirkus. Die letzten von ihnen werden von Tierschützern um ihre Attraktion “Tier” ärmer gemacht. Was bleibt, sind einige wenige Artisten, die in riesigen Firmen und Aufbauten einen extravagant teuren Hauch von Exotik bieten können, den das Fernsehen NICHT vermitteln kann. Der Rest … ist Vergangenheit.

Die Zirkuslandschaft ist nahezu völlig leer.

Wer heute in Wiederholungen alter Filme Szenen mit Artisten sieht, wer war schon dabei, wer hat in seinem Leben EIN MAL in einem Zirkus gesessen? Ab einem Alter x sieht die Generation Netbook, schon gefolgt von Generation Tablet, Dinge aus einer Zeit vor ihr, Dinge die ebensogut im Mittelalter hätten sein können, so groß ist die geistige Distanz. Weit, weit weg…

Man sieht die alten Filme, hört das Wort Zirkus. Irgendwas seltsames muß das gewesen sein, der “Zirkus”. Die Leute damals fanden ihn … Wie? Spannend? Interessant? Selbst die Worte zur Beschreibung fehlen. Auch die Sprache hat sich geändert. Gewaltig geändert. Schrill ist sie geworden, und auch leer.

Das bedruckte Papier stirbt. Nicht schnell, aber mit großen Sprüngen. Ein schwerer Schlag gegen die gedruckten Medien kam… durch das Fernsehen. Das Fernsehen war überall, es kommt direkt ins Haus zu den Menschen. Es ist schnell und es kostet nahezu nichts. Bedrucktes Papier, das ist Druckerschwärze, aber Fernsehen ist bewegte Bilder und ist Ton. Ja, bewegte Bilder, Ton,.. Dinge des Kinos. Auch das Kinosterben geht auf das Konto des Fernsehens.

Kino wird nur von Wenigen gemacht: Filmstudios, irgendwo, und vor Ort in den Städten Kinos. Sonst ist niemand beteiligt – außer als Konsument. Aber eine Zeitung ist persönlicher. Im Ort gibt es mehr Menschen, die von und mit der Zeitung leben, die berichten, die Werbung machen, die über ihre Vereine und über das Leben in der Stadt berichten. Die Zeitung, das sind wir. Kino ist das nicht. Das Kinosterben ging an der Masse unpersönlich vorbei. Der Journalist, den kannte man, gewöhnte sich an ihn, sah ihn vieleicht, sprach mit ihm. Zeitung, das war das Leben in der Stadt.

“Zeitung, das sind wir.” Das ist vorbei.

Die Zeitungen sterben. Immer weniger Geld durch direkten Verkauf und noch weniger Geld durch Werbeeinnahmen. Wovon die Leute bezahlen? “Kein Geld, keine Journalisten” – eine einfache Rechnung.

Keine Journalisten, keine Inhalte. Womit dann die Zeitung füllen? Womit die Leser anlocken? Nun, vieles in der Zeitung ist gar nicht von “der Zeitung”. Es stammt von Nachrichtenagenturen, die landesweit arbeiten, die Texte und Bilder liefern, die von den vielen Journalisten in den vielen Redaktionen gelesen und wiedergegeben werden, umgeschrieben werden, oder ganz einfach mit cut+paste kopiert werden. Die Ware Information, sie stammt nicht aus der Zeitung. An Tausenden von Orten wurde die gleiche Information anders und einzeln verkauft. Das geht aber nur solange gut wie die einzelnen Leser nur eine oder eine handvoll Zeitungen lesen können.

In dem Moment, wo die Leser – inzwischen im Internet – alle diese Zeitungen parallel vor Augen haben, bricht das System Zeitung zusammen. Der Löwenanteil der Meldungen ist nicht vom Platz “vor Ort”, sondern national und international. Dieser große Anteil des nicht den Ort betreffenden Inhalts ist für die meisten Zeitungen gleich. Lediglich ein paar eigene Artikel hier und dort, aber in der Mehrzahl Kommentare, und keine eigenen Berichte.

“Zeitung, das sind wir.” Made in India.

Von der wirklich den Ort betreffenden, das “Wir”-Gefühl erzeugenden Atmosphäre der Zeitung bleibt nicht viel. Zu wenig Inhalt, zu wenig Einnahmen. Oft auch zu wenig Stoff. Wo nichts passiert, gibt es nichts zu berichten. Wo nur Belangloses geschieht – wer will das schon lesen? Die überregionalen Teile der Zeitung fangen diese Unzulänglichkeit auf, aber nur solange es sie gibt! Und eine Zeitung nur aus Sonntagsbeilage, Rätsel und Sport? Kauft auch keiner.

Sportmeldungen, die macht inzwischen der Computer. Lokale Meldungen werden in Indien getippt, zusammengeschustert aus im WWW zu findenden Puzzleteilen. Der Betrug an den Lesern ist aufgeflogen, aber aufgegeben wird er nicht. Solange es keinen Vermerk “hyperlokal = made in India” gibt, kann der Leser nichts davon erkennen.

Alles kracht zusammen. Rette sich, wer kann.

Weg vom langsamen und teuren bedruckten Papier – hin zur schnellen und billigen Internetversorgung. Die gedruckte Zeitung ist ein Komplettpaket, aus dem sich der Leser dieses oder jenes rauspickt. Wer liest schon eine ganze Zeitung, alle Meldungen von der ersten bis zur letzten Seite? Niemand. Aber bezahlen tut er sie. Im WWW aber nicht! Dort wird nur gelesen, was interessiert. Bezahlt wird (noch) nicht. Kostenlos muß es sein!

Kostenlos? Wenn kein Geld durch den Verkauf von Einzelartikeln kommt oder durch Abonnements, gibt es nur 2 Geldquellen: Reklame und Spenden. Das mit der bezahlten Reklame ist alt. Und Spenden? Daran wird noch gearbeitet. Der neueste Schrei: das “Crowdfunding”. Aber das, was wirklich zählt, das gibt es noch nicht: daß die Bewohner eines Ortes ihre eigene Zeitung freiwillig durch Spenden bezahlen. Bis so etwas geschieht, muß sich ein ausreichender Leidensdruck erst aufbauen.

Wir, das ist Zeitung.

Der Raubtierkapitalismus läßt sich Gelegenheiten zum Geldeinsacken nicht entgehen. Mit dem Wegziehen der Bürger aus dem realen Leben in virtuelle Internetwelten ergab sich eine neue Geldquelle: die Bürger schreiben lassen und deren Texte für Werbegeld vermarkten. Die Autoren kriegen natürlich nichts. Die schreiben von sich aus. Natürlich nicht jeder, aber wenn es ausreichend viele sind, kann man durch die Werbung Geld einfahren. Eine Maschine zum Gelddrucken. Soziale Netzwerke, das waren die Zielobjekte der Begierde. Sie wurden hochgefahren, sie wurden gekauft. Und sie implodieren. Aber noch floriert der Markt. Der Hang zum Ratschen und Tratschen, die Neugier, alles verlagert sich vom Gespräch auf die Straße, vom Treppenhaus — alles rein ins WWW. Niveau Null, aber in Milliardenzahl. Das bringt Geld.

Facebook, Twitter,… Zeitvernichtung, Geldabschöpfung, Ratlosigkeit.

Die Frage ist: Wie können Zeitungen überleben? Wie können Journalisten mit ihrer Arbeit Geld verdienen?

Fragen wir lieber: Was ist überhaupt noch Journalismus?

Wenn alle Menschen ins WWW ziehen, wenn sie kein Geld zahlen wollen, wie kann ein Journalist dann noch bezahlt werden? Wer überhaupt ist ein Journalist? Was muß er tun, damit er gelesen wird?

Früher mußte er seinen Chefs gefallen. Er wurde gedruckt und seine Artikel als Teile von Paketen verkauft. Heute zählt jeder einzelne Artikel. Geld kommt nur, wenn genug Surfer sie lesen und dafür von den Werbenden genug bezahlt wird.

Wer wird heute noch gelesen? Was wird gelesen? Wieviel wird gelesen?

Damit sind wir wieder beim Zirkus. Wer kommt in den Zirkus und sieht den Artisten zu? Wie aufreizend muß seine Darbietung sein? Was muß der Dompteur tun für den Nervenkitzel? Und wie dompteuriert der Journalist seine Leser, damit sie ihm folgen?

Einige wenige Journalisten sind sehr bekannt, haben viele “Follower” und Leser – und vielleicht auch bringen sie genug Anreiz für Werbung – und vielleicht auch bekommen sie sogar genug Geld zum Leben. Aber der Rest?

Der Zirkus ist leer und der Wind bläst durch das Zelt. Einsam schreibt ein Journalist seine Artikel. Doch keiner liest sie. Das WWW ist – genau besehen – eine riesige Geisterstadt. Hin und wieder zieht ein Touristenbus durch eine Straße vorbei – mit einer Horde johlenden Publikums und vornedrin die Animateure, sich gegenseitig überbietend, eine Mischung aus Guru und Feuerschlucker – Gaukler, Schwindler, Magier, Losverkäufer und Hellseher.

Panem et circensis.

Und die Löwen werden Euch fressen. Die sind echt.

Handschuhe für Alle?

Thursday, January 3rd, 2013

Schreibt schneller, und Euch wird warm werden!

Im Mittelalter der Burgen waren es auch nur 14 Grad. Falls. Der Begriff “Hausmantel” kommt doch nicht von ungefähr. Die alten Bilder, Herr Spitzweg’s Poet ist nur einer der Bemützelten, zeigen: früher fror es sich besser. Und es ist auch so natürlich. Abhärtung, Gevatter Kneipp’s originelle Idee, auch in der heimischen Wohnung. Und, natürlich, am Arbeitsplatz. Wozu Kohlen mitbringen (alte deutsche Büroordnung, wohlgemerkt!), wenn sich durch schnelleres Arbeiten der Energieausgleich viel effizienter erreichen läßt?

    [*quote*]
    ——————————————————-
    Kosten-Explosion!
    Erste Firma dreht Heizung runter
    Arbeiter müssen mit 16 Grad auskommen
    03.01.2013 – 16:07 Uhr
    Von ALBERT LINK (Rom)
    […]
    Italien diskutiert über die höchst ungewöhnliche Sparmaßnahme einer Firma bei Turin, die ihren Hauptsitz im Badischen hat: Mit einer Absenkung der Arbeitstemperatur von 18 auf 16 Grad will der ins Trudeln geratene Auto-Zulieferer „Neumayer Tekfor“ Heizkosten einsparen.
    ——————————————————-
    [*/quote*]

mehr:
http://www.bild.de/geld/wirtschaft/euro-krise/firma-dreht-heizung-runter-rettet-jobs-27943506.bild.html

Schreibt schneller, Genossen, sonst geht der Bürogummibaum ein!

Welcome Unboxing Day

Wednesday, December 26th, 2012

Traditions change. Sometimes slow, sometimes very fast. Sometimes even unnoticed. Some even don’t have a name. But for the new one, emerged from the digital age. It is

    Unboxing Day

The many videos, flooding the Net, showing in detail on how to open the blister packs, unwrap the lollipops, open the multi-language manuals on how to bind your shoelaces (it is an art, you know), all that “unboxing” gave the former “Christmas Day” a new name. Considering the offensiveness in the old name, the change had been long overdue.

“Unboxing Day” + “Boxing Day”, a perfect match now.

What next? After the – oh so controversial – “Labor Day” a new light shines up: “Unlabor Day”…

Man sagt “Danke!”

Saturday, December 8th, 2012

Man sagt “Danke!”:

http://www.motherjones.com/thanks

[*quote*]
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Thanks for signing up!

Thanks for signing up for our free email updates. We’ve added you to our list, and your first update will hit your inbox soon.

While we have your attention, we’d like to let you know that Mother Jones is a 501(c)(3) nonprofit that depends on our readers to support our hard-hitting investigative journalism. Want to support us? Please subscribe to the magazine for just $12 or make a tax-deductible contribution to the Mother Jones Investigative Fund.

Thanks again for signing up. We’re glad you’re part of our community.

Madeleine Buckingham,
President, Mother Jones
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[*/quote*]

Danke dafür, daß Journalisten bezahlt werden können, die so etwas schreiben:

http://www.motherjones.com/politics/2011/09/jon-huntsman-pyramid-scheme-mlm
http://www.motherjones.com/politics/2011/09/jon-huntsman-pyramid-scheme-mlm?page=2

Wem sagt man in Deutschland “Danke”?

Knapp daneben…

Saturday, December 8th, 2012

“Knapp daneben ist auch vorbei”, heißt es. Wie ich jetzt sehe, ist das “knapp daneben” der Präsidentenwahl in den USA leider nicht vorbei.

http://www.motherjones.com/politics/2011/09/jon-huntsman-pyramid-scheme-mlm
http://www.motherjones.com/politics/2011/09/jon-huntsman-pyramid-scheme-mlm?page=2

“Kriminelle auf der Grundlage der geltenden Gesetze zur Strecke zu bringen, ist schwer –
vor allem, wenn man es mit Gesetzen tun muß, die eben diese Kriminellen selbst gemacht haben.”
(George Bernard Blowe, http://ariplex.com/gbb/gbb_006.htm )

… und in Deutschland?

Nicht vergessen sollte man, daß PR (oder das, was dazu erklärt wird) bei diesen Dingen eine wesentliche Rolle spielt. Auch in Deutschland. Außer dem Rotlichtmilieu (mit seinen geringen Gewinnspannen) sind Bauindustrie gut und Banker dick und Pharma bestens im Geschäft.

Und wie nennt man noch dieses eklige Dings, das einem ehrenwerten Geschäftsmann den Tag vermiest? Journa…, Journa…, irgendsoein “ismus”… Aber dagegen gibt es ja Gesetze. Kann man kaufen. Wie Richter…

… und dabei habe ich das M-Wort noch nicht mal erwähnt…

Die Polizei steht vor der Tür

Sunday, December 2nd, 2012

… und drinnen sitzt der unglaubliche A.F. James MacArthur Ph.A.L. und schreibt…

“Wednesday, November 28, 2012
WARRANTED PERSECUTION: Police Seek Baltimore Spectator

In a rare and compelling piece of candid radio, A.F. James MacArthur revealed to his audience, the fact that there was a warrant issued for his arrest.”

Das war am 28.11.2012. Am 1.12.2012 eine gespenstische Szene: Die Polizei, bewaffnet, Gelände um das Haus geräumt, draußen, und James MacArthur, drinnen, in einer langen Telefonverhandlung. Man hört am Lautsprecher mit, wie bei Orson Welles im “Krieg der Welten”. Aber das hier ist echt.

http://www.baltimoresun.com/entertainment/tv/z-on-tv-blog/bal-barricaded-man-tweets-broadcasts-police-standoff-from-basement-20121201,0,1117243.story
“Man tweets, broadcasts police standoff from basement in Baltimore
A new kind of prime-time police drama on web radio, social media”

A.F. James MacArthur
http://www.baltimorespectator.com/

mehr:
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=3381.msg17634#new
mit Live-Mitschnitt

James MacArthur ist einmalig.

Gretchenfrage: zurück zu den Anfängen der BILD?

Friday, June 22nd, 2012

Entscheidend für die Arbeit der Journalisten ist die Apperzeption der – wie auch immer – zahlenden Endverbraucher.

Zurück zum Mentalambiente der Mumins und Teletubbies?:

“22. Juni 2012:
Bildungsbericht veröffentlicht
Jeder Fünfte kann kaum lesen”

http://www.stern.de/politik/deutschland/bildungsbericht-veroeffentlicht-jeder-fuenfte-kann-kaum-lesen-1844609.html

Schmelzt die Schreibmaschinen ein. Nach Blei wird auch der Stahlstift obsolet.

Willkommen zurück in der Welt der Enten und Federn…

Herr Jedertweet bei 120 Dezibel Schweigen

Monday, May 7th, 2012

Wir leben in einer Zeit, in der Alle die gleichlaute Stimme haben, der kleine Zwitschervogel auf dem Baum genauso wie der mit 150.000-Euro Jahresgehalt betankte Superprof mit Dutzenden Leibeigener. Das Netz macht es möglich. Das ist nicht erst seit heute so, das ist schon seit gut 30 Jahren so, aber erst jetzt, durch die immer einfacher zu nutzenden (Maschinen)-Skripte und durch die Möglichkeit, sich nahezu gratis und ungestört ein eigenes Online-Reich zu schaffen, ist Herr Jedertweet in der Lage, 24 Stunden am Tag in voller Lautstärke zu pfeifen, zu flöten, zu flirten, zu brüllen … und zu schweigen.

Nur, wenn er schweigt, hört ihm auch keiner zu.

Die bisherigen Machthaber der Worte- und Bilderhoheit – die Presse, die Radiosender und die Fernsehstationen, und die vielen, vielen Buch- und Zeitschriftenverleger – wer hört ihnen noch zu? Und vor allem: wer bezahlt sie? Ein kompletter Verlag, gutsituiert, honorig, fest wie ein Fels in der Brandung – Herr Jedertweet kann es nicht nur mit ihm aufnehmen, er läßt ihn im Grundrauschen untergehen. Herr Jedertweet bemerkt es nicht einmal…

Ein strikt logischer Mensch

Thursday, April 19th, 2012

Ein strikt logischer Mensch zu sein erscheint den Neurotikern als Neurose.

Amtsverunmöglichung, die

Sunday, February 26th, 2012

Ich lese mit Staunen die “Zeit”. Die Medien, hatte ich neulich mitbekommen, wird gesagt, hätten eine Rolle übernommen, die ihnen nicht zusteht: die einer öffentlichen Macht. Aha. Hätten wir also Legislative, Judikative, Exekutive, Lobbykative, und jetzt noch Journikative.

Die Gewalten im Staat, wurde tief in meiner finsteren Jugend in der Schule für das Gemeine Volk gelehrt, seien unabhängig und würden sich gegenseitig überwachen.

In der “Zeit” steht jetzt (ZEIT, 9/2012) unter dem Titel “Keine Frage der Ehre” (“Ex-Bundespräsident Christian Wulff soll seinen Ehrensold bekommen – das Ende seiner Karriere ist Strafe genug”, von Heinrich Wefing):

[*quote*]
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Natürlich war Christian Wulffs Rücktritt ein politischer Akt. Er hat auf sein Amt nicht aus persönlichen Motiven verzichtet, etwa weil er sich der Rosenzucht verschrieben hätte oder auswandern wollte, sondern weil er von Vorwürfen derart umstellt war, dass er seine Aufgaben als erster Repräsentant der Republik nicht mehr erfüllen konnte, im Inland nicht und auch im Ausland, wie seine letzte Reise, der Staats besuch in Italien, drastisch gezeigt hat.
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[*/quote*]

Ins Lexikon des gehobenen deutschen Staatsbürgertums wäre also aufzunehmen:

Amtsverunmöglichung, die

sowie die eingehende Analyse, ob sie heilbar, eine berufsbedingte Krankheit, und auch, ob sie auf Krankenschein zu behandeln wäre.

Lothar Späth’s früher Befund (1988!)

“Uns geht’s gut. Und wem’s schlecht geht,
dem geht’s schlecht auf hohem Niveau.”

(Lothar Späth, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13527237.html)

wird heute von der Journikative mitgetragen:

[*quote*]
—————————————————————–
Tag für Tag muss der Ex-Bundespräsident nun mit seiner Frau in dem
Eigenheim leben, das ihm das eigene Scheitern vor Augen führt.
—————————————————————–
[*/quote*]
(ZEIT, 9/2012)

Die Gewalten im Staat, wurde tief in meiner finsteren Jugend in der Schule für das Gemeine Volk gelehrt, seien unabhängig und würden sich gegenseitig überwachen.

Nein, sie sitzen mit am Fürstentisch!

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[http://www.ariplex.com/gbb/gbb_020.htm]

Das Fenster im Himmel

Sunday, October 9th, 2011

Das Fenster im Himmel

Die Selbstvermarktung der Medien und der Untergang des Landes Japan

Thursday, March 17th, 2011

Es wird bei vielen Gelegenheiten gesagt, in dieser Republik gäbe es
Gebiete, Szenen, Gruppen, Inseln, Nischen – kurz: Ansammlungen von
Menschen -, die mehr oder minder isoliert vom Rest der Welt existieren und
eine wachsende Kluft zwischen diesen Gruppen.

Wenn ausgerechnet auf dem Gebiet der Kommunikation (Journalismus sollte,
zumindest vom urprünglichen Ansatz her, doch irgendwann einmal etwas –
wenn auch sehr entfernt – mit Kommunikation zu gehabt haben) die nach
ihrer Selbstverstandortung und nach der – wenn auch kindlich-naiven
Scheinwelt-geprägten – Weltsichtvermutung der Otto-Normal-Bevölkerung die
die Kommunikationsbranche Seienden sich weitab von Wissen und von
KommunikationsFÄHIGKEIT befinden, kommen da wirklich NIEMANDEM leise
Zweifel, wenn der zweiäugig Blinde dem Tauben Farben erklären will?

Die kafkaesken Verrenkungen der Medien – ihr Vakuum zu verkaufen als
Fakten – rufen bei den Fachleuten nur noch schieres Entsetzen hervor.

Die Kommunikationsbranche schafft sich selbst ab.

A Labertasche does not a Sendung make.

Ganz kleine Hände

Monday, August 30th, 2010

Wer ein menschliches Baby sieht, hält dessen Hände für klein. Doch wie klein ist dagegen die Hand eines Froschs?
.

Bilder aus einem Zoo:

http://www.zooborns.com/zooborns/