Archive for April 25th, 2015

Wie weit darf Reklame gehen?

Saturday, April 25th, 2015

Wie weit würde eine Zeitung gehen in einer redaktionellen Werbung?

In der Web-Site einer Zeitung ist die Wiedergabe dessen, was offensichtlich auch gedruckt wurde:

    [*quote*]
    ————————————————————–
    Sa, 25. April 2015 00:00 Uhr
    Artikel aus der gedruckten Badischen Zeitung zu diesem Thema: Ein Getreide, das fröhlich macht
    ————————————————————–
    [*/quote*]

Darin diese Sätze:

    [*quote*]
    ————————————————————–
    “Wenn ich jemals Krebs bekäme, würde ich mich mit einem Sack voll Dinkel und etwas Salz auf eine Alp zurückziehen und nur von Dinkel und Wasser leben. Dann würde man sehen, wer der Stärkere ist – ich oder der Krebs.”
    ————————————————————–
    [*/quote*]

Das ist ein Zitat. Es wird nicht zitiert Jemand, der interviewt wurde, und auch nicht der Besitzer der beworbenen Firma, sondern eine mehr als nur extrem dubiose “Heilmittel”-Schleuder.

Beworben wird nicht Dinkel, sondern eine Backstube, in der es Backwerk aus Dinkel gibt.

Werbung für Lebensmittel mit gesundheitsbezogenen Aussagen ist verboten, auch wenn diese nur zitiert sind.

Die Werbung wirkt auch nicht wie Werbung, sondern wie ein ganz normaler Bericht über eine lokale Backstube. Lediglich, etwas verirrt unter dem ersten Absatz, mittendrin in kleiner, bleicher Schrift, steht verloren das Wort “Werbung” – man weiß gar nicht, wo es hingehört und was es soll.
.

Unter seriösem Journalismus habe ich mir etwas anderes vorgestellt, selbst in der badischen Provinz…

Und noch etwas: Diese Web-Seite

http://www.badische-zeitung.de/freizeit/gastronomie/la-spelta-in-freiburg-feines-dinkelbrot-aus-herdern

der Zeitung verursacht einen Einbruch in meinen Computer und Hausfriedensbruch. In glasklarem Bruch der eingestellten Browser-Parameter wird heimlich, im Hintergrund, ein Fenster aufgemacht und darin Reklame für “Lotto24” aufgebaut:

http://www1.mpnrs.com/tracker/tracker2?adl=3127&adc=13645&adm=24076&adr=51&ada=2&rid=1429979561137&turl=http://pubads.g.doubleclick.net/pagead/adview?ai=B6gA7ssE7VfquFM6fbp6IgeADoeK-hwcAAAAQASCBssUgOABYmeDKhpYBYJWa8YGcB7IBF3d3dy5iYWRpc2NoZS16ZWl0dW5nLmRlugEJZ2ZwX2ltYWdlyAEJ2gFnaHR0cDovL3d3dy5iYWRpc2NoZS16ZWl0dW5nLmRlL2ZyZWl6ZWl0L2dhc3Ryb25vbWllL2xhLXNwZWx0YS1pbi1mcmVpYnVyZy1mZWluZXMtZGlua2VsYnJvdC1hdXMtaGVyZGVybpgCqh-pAoprsDzFO7I-wAIC4AIA6gJALzU3NjYvb21zLmJhZGlzY2hlLXplaXR1bmcuZGUvZW50ZXJ0YWlubWVudC9mcmVpemVpdC9nYXN0cm9ub21pZfgC9NEekAPIBpgDyAaoAwHgBAGSBQkIBxgBIKHHmQWQBgGgBiDYBwA&sigh=okD0i1OOmhI&cid=5GhrCk03cFbLZ675Ud58nv6q&adurl=

All das einschließlich Datenspionage, denn jeder dieser Zugriffe dieser und weiterer, verbundener und verlinkter Server zieht interne Daten aus meinem Computer.

Diese Zeitung in der badischen Provinz ist weißdarwin nicht die einzige, die permanent Rechtsbruch begeht. Es sind auch “Große”, wie zB der “Focus”.

Begreifen diese Menschen noch immer nicht, warum man sie zum Teufel wünscht? Was nützt der Presserat, wenn sich niemand um diese Verbrechen kümmert, etwa “weil es Alle so machen”?

Ach ja, da ist noch etwas: die journalistische Ethik. Wie weit geht die journalistische Ethik beim Decken solcher Rechtsbrüche..?

.
.
.

Sicherheitshalber: Dies ist der Text der Seite:

    [*quote*]
    ————————————————————–
    Backstube
    La Spelta in Freiburg: Feines Dinkelbrot aus Herdern

    Brot, süße Stückchen und ein täglich wechselnder Mittagstisch: La Spelta ist eine kleine Dinkelbackstube in Freiburg-Herdern. Sie hat regen Zulauf – Dank eines Getreides, das fröhlich macht.

    [La Spelta-Chefin Karla Marinac-Stock | Foto: […]]

    La Spelta-Chefin Karla Marinac-Stock Foto: […]
    [Feines Dinkelbrot aus Freiburg-Herdern | Foto: […]]

    Feines Dinkelbrot aus Freiburg-Herdern Foto: […]
    [La Spelta-Chefin Karla Marinac-Stock | Foto: […]]

    La Spelta-Chefin Karla Marinac-Stock Foto: […]
    [Feines Dinkelbrot aus Freiburg-Herdern | Foto: […]]

    Feines Dinkelbrot aus Freiburg-Herdern Foto: […]

    Vorheriges Bild

    1 / 2
    Nächstes Bild

    Es ist die Geschichte eines Quereinstiegs, wie sie schöner nicht sein könnte. Karla Marinac-Stock wurde 1961 in Zagreb im heutigen Kroatien geboren. Ihr Abitur hat sie in Frankfurt gemacht und dann in Freiburg Anglistik und Slawistik studiert. Sie hat in Freiburg eine Tochter bekommen und wollte dann in Dalmatien, so quasi als “Früh-Früh-Rentnerin”, in einem kleinen Laden mit frischen, regionalen Produkten und einer kleinen Dinkelbäckerei ihr beschauliches Dasein mit mediterraner Lebensqualität gestalten. Sie hat es genau drei Jahre ausgehalten und ist dann im August 2013 wieder in ihr geliebtes Freiburg zurückgekehrt. “Was dann passiert ist, war Fügung”, erzählt die quicklebendige Backstubenchefin mit ihren glitzernden Augen. “Ich war mit meinem Dalmatiner spazieren und sah dieses kleine Ladengeschäft am Herdermer Kirchplatz. Es war Liebe auf den ersten Blick! Also gut, dachte ich, fangen wir hier noch einmal von vorne an – und kaufte mir umgehend meinen nächsten Brotbackofen. Dann habe ich alles umgebaut, neu eingerichtet und so ist neben der Brot- und Kaffeetheke auch ein kleiner Gastraum entstanden.” Mit Dinkel hat Karla Marinac-Stock schon sehr früh im Leben Freundschaft geschlossen. Sie rührt seit vier Jahren keinen Weizen mehr an. “Weizen, auch Vollkornweizen, ist doch heute fast nur noch ein reines Industrieprodukt. Der Dinkel ist dem Weizen in allen Belangen überlegen”, erklärt Marinac-Stock. “Obwohl ich eigentlich grundsätzlich gar nicht so bio eingestellt bin, mag ich am liebsten gesunde und regionale Produkte!”

    Werbung

    WARUM DINKEL?

    Das Urgetreide Dinkel ist aus Einkorn und Emmer, beides auch frühste Getreidesorten, entstanden und war schon bei den Kelten und Ägyptern als Nahrungsmittel sehr beliebt. Die deutsche Ordensfrau, Mystikerin und Ikone der Heilkunde, Hildegard von Bingen, machte den Dinkel schon im 12. Jahrhundert unsterblich. In Ihrem Werk “Physika” schreibt sie über den Dinkel: “… das beste Getreidekorn, es wirkt wärmend und fettend, ist hochwertig und gelinder als alle anderen Getreidekörner. Wer Dinkel isst, bildet gutes Fleisch. Dinkel führt zu einem rechten Blut, gibt ein aufgelockertes Gemüt und die Gabe des Frohsinns. Wie immer zubereitet ihr Dinkel esst – so oder so – als Brot oder als andere Speise gekocht, Dinkel ist mit einem Wort gut und leicht verdaulich.”

    Dinkel gehört zu den Spelzgetreiden, sein Korn ist von einer festen Außenhülle – dem Spelz – umschlossen, dieser muss meist vor der Verarbeitung entfernt werden. Er wächst sehr hoch, hat eine rötliche Farbe, ist dem Boden gegenüber sehr genügsam, seine Inhaltstoffe lösen sich in Wasser gut und schnell auf. Er enthält viele Aminosäuren und Mineralstoffe, Mangan, Eisen, Phosphor, Magnesium und Chrom. All das nimmt der Körper rasch auf. Dinkel ist reich an den Vitaminen A, E, B1 und B2 und an Niacin. Er fördert eine gesunde Nervenfunktion, einen geregelten Stoffwechsel, sorgt für gute Haut und wirkt auf Psyche und Wohlbefinden stabilisierend. Viele Weizenallergiker vertragen Dinkel gut. Selbst bei Krebserkrankungen wird ihm eine heilende Wirkung zugesprochen. Gottfried Hertzka, einer der Entdecker der Hildegard-Medizin, sagte im Internetportal www.zentrum-der-gesundheit.de: “Wenn ich jemals Krebs bekäme, würde ich mich mit einem Sack voll Dinkel und etwas Salz auf eine Alp zurückziehen und nur von Dinkel und Wasser leben. Dann würde man sehen, wer der Stärkere ist – ich oder der Krebs.”

    DAS SORTIMENT

    Karla Marinac-Stock verarbeitet eine reine Dinkelsorte, das “Oberkulmer Rotkorn” von der Stadtmühle Geisingen in Donaueschingen. Für ihr helles Dinkelbrot “Hilda” nimmt sie Dinkelmehl Typ 630 und für ihr “Spelta Spezial” Vollkorndinkel und Dinkelflocken. Außerdem vertreibt sie Dinkelnudeln und Dinkelflocken der Stadtmühle.

    Für ihren Kaffeeausschank verwendet sie frisch geröstete Arabica- und Robustabohnen von den Freiburger Röstereien “Schwarzwild” und “Elephant Beans”. Daneben bietet die Chefin einen Mittagstisch, der sich einer stark wachsenden Fangemeinde erfreut. Montags gibt es beispielsweise Gemüse-Dinkellasagne, Spinat-Feta-Dinkeltarte oder Tomaten-Champignon-Schinken-Dinkeltarte, dienstags ist es eine Dinkellasagne mit magerem Rinderhack, Dinkelomelette an Kräuterrahmsauce, mittwochs kann es Kräuter-Kalbsragout mit Zitronen-Dinkelotto oder Dinkelgrieß-Brokkoli-Gemüsesuppe sein und am Freitag gibt es Dinkelburger, Gemüseburger oder Fischfilet-Gemüseeintopf mit Dinkelnudeln. Alle Gerichte kommen mit einem Salat und werden unter zehn Euro angeboten.

    Schon jetzt haben die vielen süßen Teilchen, das eigene Gebäck und der Kuchen von Marinac-Stock einen ganz besonderen Ruf. “Backen war schon immer mein Steckenpferd. Aber auch das Kochen macht mir große Freude und es ist mir wichtig, immer zu 100 Prozent erklären zu können, was darin enthalten ist”, saagt Marinac-Stock. “Wer einen Sonderwunsch hat, soll bitte anrufen und vorbestellen. Ich würde mich auch freuen, mein Brot in Restaurants zu liefern.” Ein Ausflug nach Herdern lohnt, ein Besuch bei La Spelta umso mehr. Guten Appetit!
    »La Spelta, Sandstraße 4, 79104 Freiburg,
    0761/60064050, La Spelta ist auf Facebook
    Spelta-Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 7 bis 18 Uhr,
    Do. Ruhetag, Sa. 8 bis 16 Uhr, So. 9 bis 16 Uhr
    ————————————————————–
    [*/quote*]

Der Name des Fotografen wurde von mir entfernt.

Videos, Slideshows and Podcasts by Cincopa Wordpress Plugin