Archive for the ‘DreiNull’ Category

Antiqua

Sunday, April 19th, 2015

Antiqua on Antigua is antics on antique’s bar.

Müssen die Bürger sich über Vorgänge in Deutschland im Ausland informieren?

Friday, March 27th, 2015

Nach dem Lautwerden des Begriffs “Lügenpresse” zeigte sich – wieder einmal -,daß der Journalismus in Deutschland erheblich an Ansehen verloren hat.

Hier eine Studie:

http://meedia.de/2015/03/19/studie-nur-taxifahrer-haben-mehr-vertrauen-eingebuesst-als-journalisten/

Nach dem nun erbrachten Beweis, daß kein Flieger oben bleibt, sollte man sich ansehen, was alles runter kommt.

Vertrauen in Piloten haben:
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2002 91%
2005 96%
2010 92%
2014 87%
2015 82%

Nach 2001 (wie war der Wert VOR 2001 ?) waren es 2002 91%, die dann aber auf 96% stiegen.

Und jetzt? Flugbranche und Piloten auf Sinkflug… Zu recht. Die Fehler in den Sicherheitskonzepten deutscher Flugunternehmen sind katastrophal. Diese Fehler sind nicht aus Versehen entstanden, sondern in eiskaltem Kalkül. Das Ausland zeigt, wie man es besser macht.

Technik in Deutschland ist generell eine verheerende Katastrophe. Bahnreisende können sommers wie winters Lieder davon singen.
.

Daß der Massenmord nicht nur den Flieger runter bringt, sondern auch die Medien … ,das sollte man sich sehr genau ansehen.

Die Auseinandersetzung um Berichterstattung und Zensur, da geht es – schon wieder – ans Eingemachte. Müssen die Bürger sich über Vorgänge in Deutschland im Ausland informieren, weil die deutschen Medien – SCHON WIEDER – versagen?
.

Der Journalismus tut sich auch keinen Gefallen, Dünnbrettbohrer und Animateure als Richtschnurpeilgehilfen zu holen.

http://meedia.de/2015/03/27/trauern-in-live-tickern-medien-und-der-flugzeugabsturz/

Wenn man die Speerspitze der Information und Bildung sein will, wenn man sogar auf eine “Ethik” pocht, dann ganz bestimmt nicht mit jener Brühwürfelsuppe, aus der Pfaffen und “Trainer” ihre warmen Worte verlöffeln!
.

Und noch etwas: Kann es sein, daß in Haltern tatsächlich Absperrbänder aufgehängt werden mußten – um Journalisten zurückzuhalten?

Journalisten in Haltern? .....Schützt die Kinder!
(http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=8457)
(https://twitter.com/welt/status/581026312548040705)
.

Die Sache hat ja auch etwas in der Luft schweben: den Presserat. Wenn der Presserat sich erdreistet (was wohl in Arbeit ist) auch über Blogs herrschen zu wollen, dann hat selbstverständlich das gemeine Volk ein Wort mitzureden über die Zusammensetzung des Presserats – und dann werden dort einige, wenn nicht alle Sesselkleber in hohem Bogen rausfliegen.

Happy Landings!

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“Wer den Namen Andreas Lubitz nicht nennen will, sollte überlegen, seinen Presseausweis zurückzugeben”
http://meedia.de/2015/03/27/wer-den-namen-andreas-lubitz-nicht-nennen-will-sollte-ueberlegen-seinen-presseausweis-zurueckzugeben/

Auf dem Misthaufen Twitter wurde ein Misthaufen entdeckt

Wednesday, March 25th, 2015

Einer der Tricks bei Twitter besteht darin, sich bei existierenden Accounts anzuklemmen (ihnen zu “folgen”), um – alleine durch die Anwesenheit – Surfer zu verleiten, sich den Account und die Tweets desjenigen anzusehen, der da “folgt”.

Für diese parasitische Methode braucht man parasitische Technik. Das erledigen Bots.

Man braucht aber noch etwas: Rohmaterial für die Füllstoff-Tweets. Das wird zusammengeklaut aus anderen, gut laufenden Accounts oder zB aus Foto-Datenbanken.

Die Größe sollte man nicht unterschätzen. Ein Fotodieb kann in kürzester Zeit 100.000 geklaute Fotos bei Twitter gepostet haben. Von der Sorte gibt es nicht nur einen!

Rohmaterial für Texte beschafft man sich aus Zitat-Sammlungen, von Gandhi bis Einstein. Viele benützen auch blöde Sprüche, die – mal hier, mal da – aufgeklaubt werden. Und mit “blöde Sprüche” meine ich blöde Sprüche, insbesondere solche mit sexuellen Anspielungen. Früher oder später tauchen die Links zu Sex-Sites auf – dann ist die Verbindung eindeutig.

Sieht man sich die neuen Follower an, die Einem am Account hängen, erkennt man mit der Zeit die Methoden, entweder an den schon bekannten Fotos, die recycelt werden, an den schon bekannten Sprüchen, oder bereits am Verhaltensmuster.

Seit ich aktiv bei Twitter experimentiere, habe ich mit extremer Härte alles an Followern herausgeschmissen, was mir seltsam vorkam. Heute habe ich knapp 500 Follower, aber TAUSENDE habe ich hinausgeworfen. Wobei ich die nicht nur geblockt, sondern fast immer auch bei Twitter als Spammer gemeldet habe. Twitter hat zwar die “Report”-Möglichkeit, aber die hat einen schwerwiegenden Fehler:

    “O I’m not interested in this account
    O They are posting spam
    O Their account may be hacked
    O They’re being abusive or harmful”

Anklammernde Parasiten-Bots kann man noch immer nicht gezielt melden.

Heute morgen kam eine Meldung, die überrascht sowohl von der Zahl als auch von der Tatsache, daß endlich und überhaupt etwas unternommen wurde:

“750,000 Twitter Accounts Used by One Man for Spam Peddling
Spammer mimics real-life Twitter account structure”

http://news.softpedia.com/news/750-000-Twitter-Accounts-Used-by-One-Man-for-Spam-Peddling-476764.shtml

Der Spammer hat eine mehrstufige Struktur aufgebaut. Davor warne ich schon länger.

Bei Twitter’s mehreren hundert Millionen Accounts ist rund 1 Mio eine geringe Menge. Trotzdem wird es interessant sein zu beobachten, wie sich die Strukturen bei Twitter ändern werden. Ich kann Jedem nur raten, seine Follower einer genauen Prüfung zu unterziehen und suspekte Fälle sowohl rauszuwerfen ALS AUCH bei Twitter zu melden. Vor allem, wenn man seine eigenen Texte und Fotos nicht als Spammerfutter wiederfinden möchte. Die Diebe staffieren nämlich auch ihre Web-Farmen damit aus. Insbesondere gute Fotos sind begehrte Beute.

Altpapier ist nicht Makulatur

Tuesday, March 24th, 2015

Alte Zeitungen. Zeitungen sind alt ab dem Moment, ab der Sekunde, in der sie gedruckt wurden. Dann werden sie verteilt ins Land. Sie werden verkauft, sie werden verschenkt, sie werden irgendwo vergessen.

Zeitungen sind Papier und Druckfarbe. Könnte man die Druckfarbe aus dem Papier ziehen, wäre das Papier Papier – und wenn es altes Papier ist, dann eben altes Papier. Altpapier.

Gäbe es die Druckfarbe für sich, würde sie Buchstaben formen, Bilder sein, Zeichen in der Luft formen – brauchte man das Papier nicht mehr. Altes Papier wäre altes Papier – und keine Makulatur.

Ohne Farbe, die Buchstaben und Bilder und Zeichen als reine Information, so brauchte man auch die Farbe nicht mehr. Und ohne Druckfarbe gäbe es keine Makulatur. Die Zeit der Makulatur wäre vorbei.

Schön wäre die Welt. Papier wäre Papier. Es wäre schön, es wäre gut, es würde alt werden. Und es wäre Papier. Die Texte, die Bücher, die Artikel, die Bilder, sie alle würden existieren als reine Information. Keine Farbe brauchte man für sie, und dennoch würden sie für uns erscheinen.

Schöne Welt. Und ein Trugschluß.

Papier lebt, Papier bleibt. Papier wird alt. 1000 Jahre sind keine Zeit.

Ein falscher Knopfdruck, ein falscher Stromimpuls – oder auch nur eine einzige diffundierte Zelle unter Milliarden -, schon ist ein elektronisches Buch dahin oder eine ganze Bibliothek. Pardon, nicht Bibliothek, denn Bücher gibt es nicht mehr, es gibt nur noch Daten. Und die gibt es dann auch nicht mehr…

Wenn der Kühlschrank schmilzt

Tuesday, March 24th, 2015

Was tut ein Kühlakku?: Er kühlt. Bis seine Kapazität erschöpft ist und er die Umgebungstemperatur erreicht hat.

Grönland und die Antarktis halten riesige Mengen Wasser gefroren, das nun auftaut. Solange es taut, bleibt die Temperatur niedrig und gaukelt eine noch heile Welt vor. Doch dann beginnt das Inferno: Das Methanhydrat, das jetzt noch im Kälteschlaf ist, wird wieder zu Gas und kommt in die Atmosphäre, wo es die Erwärmung noch weiter anheizt.

Es gibt kein Zurück.

“Greenland ice loss doubles from late 2000s”
http://www.bbc.com/news/science-environment-28852980

Intellektuelle

Saturday, February 21st, 2015

Die “ZEIT”, das war früher die Zeitung für Intellektuelle: Wer die kaufte (wenn auch nicht las), der war intellektuell. Er mußte nur mit dem Ding in der Hand gesehen werden.

Ich erinnere mich noch daran, wie der Sohn einer Lehrerin unbedingt meinte erzählen zu müssen, daß er die “ZEIT” läse. In dem Moment wünschte ich, ich wäre wieder daheim, auf dem Mars. Und dachte – mit gefrorenem Gesicht – so weit hinter den feindlichen Linien, daß Schweigen die beste Deckung ist.

Die Briten unterscheiden “intellectuals” und “intellectualists”. Aber die haben ja auch welche, die sie unterscheiden können!

Die Tragikomik der Realsatire

Saturday, February 21st, 2015

Die Tragikomik der Realsatire

‘…und bis heute habe ich darüber geschwiegen.’

Tuesday, February 17th, 2015

Bevor die folgende Web-Seite – aus welchen juristischen Gründen auch immer – möglicherweise verschwindet, sollte man unter Umständen einen Blick drauf werfen…

    https://heisersstimme.wordpress.com/2015/02/16/sz-leaks-schleichwerbung-fur-steuerhinterziehung/

    [*quote*]
    ——————————————————-
    klar und deutlich
    Hier spricht Sebastian Heiser

    SZ-Leaks: Schleichwerbung für Steuerhinterziehung

    Offshore-Leaks, Lux-Leaks und jetzt Swiss-Leaks: Die Süddeutsche Zeitung ist das Sturmgeschütz des Finanzamts. Die Redaktion veröffentlicht regelmäßig Informationen aus internen Bankunterlagen, an die sie durch Whistleblower kommt. Was die Zeitung nie erwähnt: Dass sie selbst ihre Leser auf die Steuerhinterziehung im Ausland hingewiesen hat und sich dafür von den Banken bezahlen ließ. Ich war damals in der Redaktion dafür zuständig. Es war das Jahr 2007, es war mein erster Job nach dem Studium und bis heute habe ich darüber geschwiegen.
    ——————————————————-
    [*/quote*]

Übrigens ist da noch etwas:

“Weltweite Medienkooperation enttarnt Steuerparadiese”
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7754

“Panama, oh schönes Land der kapitalen Kapitalien”
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=1286

“Sebastan Heiser: Die Rechtslage bei verdeckten Recherchen”
http://ariplex.com/folia/archives/228.htm

Rauhes Land, so ganz allein zwischen den Buchstaben und Ziffern. Und erst die Kommas!…

Die ultimativen Terroristen

Sunday, February 15th, 2015

Liebe Freunde,

wir erleben eine brutale Welle der Gewalt. Nein, ich meine nicht Kopenhagen, Braunschweig, oder sonstwo. Ich meine ZUHAUSE!

Vor über 40 Jahren habe ich eine SF-Geschichte gelesen, die ich nicht mehr vergessen werde. Sie handelt von Menschen in einem Gebiet in einer Stadt. Das Areal gehört einer Firma. Die Menschen darin auch. Sie dürfen nur essen, trinken, kaufen, tun, was von der Firma ist.

Ein anderes Areal gehört einer anderen Firma. Feinde. Darf man nichts von kaufen. Ist verboten.

Ein anderes Areal gehört noch einer anderen Firma. Feinde.

Und noch mehr Feinde.

Denken? Verboten.

Wie gesagt, ich werde diese Geschichte nicht vergessen. Warum? Weil wir immer und immer mehr in diese Situation gepreßt werden. Mit brutaler Gewalt.

Microsoft zerstört unsere Sprache. [1]

Google stiehlt unsere Fotos, unsere Häuser und unsere Gesichter.

Adobe ist eine Spionagefirma [2]. Will man zur Videowiedergabe in einem Browser das Adobe PLUG-IN für Flash-Player installieren (weil zB Jon Stewart nur so zu sehen ist), installiert Adobe ungefragt einfach drauflos rotzfrech Google Chrome. Obwohl bereits 2 Browser installiert sind!

Opera installiert eine Reihe von Identifikationsmarkern, die bei Programmstart sofort ins Netz zu den Spionagefirmen gesandt werden. Die Marker werden PERMANENT eingesetzt zur Überwachung des Browser-Anwenders.

Und jetzt das:


    http://www.theverge.com/2015/2/11/8017771/samsung-smart-tvs-inserting-unwanted-ads

    [*quote*]
    ———————————————————
    Samsung’s smart TVs are inserting unwanted ads into users’ own movies

    By James Vincent
    on February 11, 2015 05:15 am
    @jjvincent

    Samsung’s smart TVs have already come under fire this week for a poorly worded privacy policy that apparently let the devices listen in on owners’ conversations. Now, there are reports that the sets are inserting ads “every 20-30 minutes” into users’ own, locally stored content. There’s been a string of complaints online by customers using third-party video apps such as Plex and Australian service Foxtel, with most referring to rogue Pepsi ads interrupting their viewing. “After about 15 minutes of watching live TV, the screen goes blank, and then a 16:9 sized Pepsi ad (taking up about half the screen) pops up,” wrote a professed Samsung smart TV owner on Foxtel’s support forums. “It’s as if there is a popup ad on the TV.”
    […]

    However, despite these earlier complaints it seems the same Yahoo scheme might also be to blame for the new intrusions, with Reddit users advising one another to uncheck the web company’s privacy notice to disable the ads. At the time of writing, Samsung hadn’t responded to our request for comment, but the company’s Australian division told CNET that ads seen by the country’s users were the “result of an error that occurred as part of a recent software update that was not intended for the Australian market” and that the problem was now “rectified.” Note that Samsung isn’t saying that the ads weren’t planned — but merely that they weren’t planned for the Australian market.

    The internet has given consumers more control than ever before over what TV they watch and when, and adding this connectivity to the biggest screen in the house certainly makes sense on paper. However, companies like Samsung and LG have proven time and time again that smart TVs aren’t about giving more control to consumers — they’re about taking it away; with obtrusive privacy policies, clunky software, and adverts, adverts, adverts. So much for the future: perhaps it’s time to bring back the dumb TV.

    ViaArs Technica
    Source Reddit Foxtel (community forums)
    Related Items samsung privacy smart tvs adverts pop-up adverts
    ———————————————————
    [*/quote*]

Dies ist der im Text erwähnte Screenshot der “privacy notice”:

https://cdn0.vox-cdn.com/thumbor/8bY1mHv2b0fU2Ji8QFNPeUPYP6g=/800×0/filters:no_upscale%28%29/cdn0.vox-cdn.com/uploads/chorus_asset/file/3398196/2015-02-10_20.17.09.0.jpg

Die gleiche Firma Samsung fiel bereits auf, weil deren Fernseher Mikrofone haben, und die Gespräche und Geräusche der Menschen vor dem Fernseher aufnehmen und ins Internet schicken.

Daß Adobe diese Praxis SEIT JAHREN in ihren Programmen hat, daß es sogar Gerichtsverfahren wegen Datendieben gab [3], das wird geflissentlich ignoriert.

Nicht einmal in unseren eigenen 4 Wänden, mit unseren eigenen Bildern, unseren eigenen Videos, unseren eigenen Texten, unseren eigenen Worten und Gesprächen sind wir allein.

Lange her, in einem früheren Leben, glaube ich gehört zu haben, daß Journalisten eine Verschwiegenheit haben. Daß sie ihre Informanten schützen.

Heute nicht mehr. Heute sind wir Freiwild. Alle.

[1] “Spellchecker” und Zeichensetzung in “Word”, Sabotage bei Installation von nicht-Microsoft-Programmen (Windows-Notebook mit Win XP weigert sich, “Opera”-Browser zu installieren)

[2] Kamerakontrolle UND Mikrofon-Kontrolle der Kamera und des Mikrofons DES NOTEBOOKS (!) in einem Video-ABSPIEL-Programm

[3] Ein Spanner hat Mädchen Trojaner untergejubelt und sie dann über die Kameras ihrer Notebooks beobachtet. In Deutschland.

[4] Stasi war gestern. Heute ist Adobe-Google-Microsoft-Samsung.
Und wo wohnst Du?

Von der ‘New York Times’ lernen heißt siegen lernen

Monday, January 26th, 2015

Zugegeben, die Überschrift ist bei Mao geklaut.

Und die Fotos… ?

Zwischen den Zeilen zu lesen ist wichtig:

Es gab eine Zeit, da beschwerten sich Journalista lauthals über die Überschriften der BILD-Zeitung.

Vergleicht man die BILD-Schlagzeilen mit denen der Analyse der erfolgreichen Twitter-Zeilen der NYT, könnte sich Kai Diekmann in sein Notizbuch schreiben, daß nun auch die NYT erfolgreich von der BILD-Zeitung gelernt hat – wenn auch nicht so ganz direkt…

Nachdem die “New York Times” – sogar mit Statistik! – die Methoden der BILD-Zeitungs-Überschriftengestaltung salonfähig gemacht hat, kann – und darf – “man” bei der “New York Times” lernen – und die “BILD-Zeitung” leise lächelnd … überholen…

Es lebe die Camouflage!

Hängt der freie Journalismus vom Micopayment ab? *

Monday, January 26th, 2015

Liebe Freunde,

irgendwo her MUSS das Geld ja kommen. Dabei ist die Hauptfrage: “WIE!?” Kleingeld durch den Hörer schieben oder per Zahlschlitz am Bildschirm? Schön wär’s, aber das gibt es nicht. Die alten Gaszähler und Stromzähler (in Deutschland, UK, USA in alten Filmen noch sehr berüchtigt) wären eine nette Vorlage, doch eine generelle Übernahme der Methode in die EDV-Technik fand nie statt. Einzig Internet-Cafes haben hier einen Zeitsprung geschafft. Doch von denen kann Journalismus so nicht leben.

Wie wäre es mit dem guten alten Wiener Cafe-Haus [**], mit Internet, mit Journalen von überall aus der Welt, per echt antikem Zahl-Apparatismus? Oder wenigstens mit einer Kreditkarte?

Was wäre, wenn…?

Wenn Bibliotheken und Lese-Clubs und Cafes Verlags-Abonnements hätten und wenn die Gäste am Tisch-Bildschirm pro Seite eine Microabbuchung in ihre Rechnung bekämen?

Wenn WLAN-Zugang über örtliche Provider käme, die – wie zum Beispiel Uni-Bibliotheken – Zugang zu Verlags-Abonnements haben? Universitäten können ihren bestehenden Aktivitätsrahmen in die Städte hinein vergrößern. Die ganze Stadt als Universität – WARUM NICHT!?

Einige deutsche Universitäten haben eigene Journalismus-Abteilungen der Studenten, und das NICHT in einem Journalismus-Studium, sondern zB in Naturwissenschaften. Die haben jetzt die Nase vorn. Die haben das *INHALTLICHE* FACHWISSEN *UND* die technische INFRASTRUKTUR. Die sind nicht nur direkt AN der Quelle, die SIND die Quelle…

Was wäre, wenn die Universitäten sich zusammenschlößen, weltweit…?

Was wäre, wenn Universitäten Verleger wären…?

Grüße aus dem Cafe-Haus

[*] JA!
[**] In UK gab es die Clubs.

Studie über das Verrotten von Web-Quellen

Sunday, December 28th, 2014

Die Ersten haben inzwischen begriffen, was ich 1998 festgestellt habe: daß in großem Ausmaß Quellen im WWW verschwinden. Damals habe ich mich mit Lyme-Disease beschäftigt und fand beim Suchen im WWW, daß rund ein Drittel der von den Suchmaschinen angegebenen Links nicht mehr funktionierten. Ein Drittel! Für ein medizinisches Thema ist das eine Katastrophe.

Es ist als ob reihenweise Bibliotheken, Archive und Verlage abgebrannt würden.

[*quote*]
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Research Article
Scholarly Context Not Found: One in Five Articles Suffers from Reference Rot

Martin Klein,
Herbert Van de Sompel,
Robert Sanderson,
Harihar Shankar,
Lyudmila Balakireva,
Ke Zhou,
Richard Tobin

Published: December 26, 2014
DOI: 10.1371/journal.pone.0115253

Abstract

The emergence of the web has fundamentally affected most aspects of information communication, including scholarly communication. The immediacy that characterizes publishing information to the web, as well as accessing it, allows for a dramatic increase in the speed of dissemination of scholarly knowledge. But, the transition from a paper-based to a web-based scholarly communication system also poses challenges. In this paper, we focus on reference rot, the combination of link rot and content drift to which references to web resources included in Science, Technology, and Medicine (STM) articles are subject. We investigate the extent to which reference rot impacts the ability to revisit the web context that surrounds STM articles some time after their publication. We do so on the basis of a vast collection of articles from three corpora that span publication years 1997 to 2012. For over one million references to web resources extracted from over 3.5 million articles, we determine whether the HTTP URI is still responsive on the live web and whether web archives contain an archived snapshot representative of the state the referenced resource had at the time it was referenced. We observe that the fraction of articles containing references to web resources is growing steadily over time. We find one out of five STM articles suffering from reference rot, meaning it is impossible to revisit the web context that surrounds them some time after their publication. When only considering STM articles that contain references to web resources, this fraction increases to seven out of ten. We suggest that, in order to safeguard the long-term integrity of the web-based scholarly record, robust solutions to combat the reference rot problem are required. In conclusion, we provide a brief insight into the directions that are explored with this regard in the context of the Hiberlink project.
——————————————————–
[*/quote*]

Der gesamte Artikel:

http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0115253

Die Parasiten sorgen sich um ihren Anteil an der Beute

Thursday, September 25th, 2014

Alle sorgen sich um ihre persönlichen Daten? Nein, natürlich nicht! Sondern um ihren Anteil an der Beute…

Früher nannte man so etwas zutreffenderweise Kriegsgewinnler.

Es hat sich NICHTS geändert, GAR NICHTS.

Kampf den Daten-Nazis! (1)

Wednesday, September 17th, 2014

Kampf_den_Daten_Nazis_2.jpg
(Screenshot von http://ernie.kcd.com/phn/_60/727/584/57)

Ein guter Trick im Kampf gegen die Daten-Nazis: Verwirrung stiften!

Wenn alle Daten richtig sind, ist das Leben einfach. Je mehr falsche Daten im System sind, desto schwerer ist es, die richtigen darin zu erkennen.

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Um sich einen Teil des Werbe-Kuchens zu stehlen, sind “Spezialisten” auf die Idee gekommen, mit Spidern fremde Web-Sites abzugrasen und Daten zu extrahieren, um diese dann in eigenen Datenbanken zu speichern. Einzeldaten werden sortiert und kombiniert; aus Puzzleteilen werden Personen Dinge zugeordnet wie

– Alter,
– Telefonnummer,
– Wohngegend,
und so weiter, und so weiter.

Ob die Daten richtig sind, interessiert die Täter nicht. Die Masse macht es. Aus der werden Myriaden von Web-Seiten generiert, die dann von Suchmaschinen gespidert werden und den Traffic bringen.

Viel! Hauptsache viel!

So werden aus wenigen echten Daten viele, viele, viele. Und die Daten-Nazis leben davon wie die Maden im Speck.

Diese Verbrechenspraxis hat 2 Gruppen von Opfern

1. Personen, deren Daten mißbraucht werden und die durch die falsch
zugeordneten Daten in völlig falsche Zusammenhänge gebracht werden

2. Journalisten und Andere, die sich auf der Suche nach Personen durch einen Morast von Datenschrott
kämpfen müssen – und womöglich noch bezahlen müssen für den Datensalat, der ihnen von den Verbrechern verkauft wird.

Die Suchmaschinen sind VOLL mit Treffern aus Web-Seiten der Daten-Nazis. Leider nämlich werden die Daten-Nazis von den Suchmaschinen nicht gesperrt, eine in logischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht völlig hirnverbrannte Kaltschnäuzigkeit der Suchmaschinenbetreiber, denn durch das unnötige Spidern in den Sites der Daten-Nazis werden Resourcen vergeudet und die unnötigen Treffer bringen den Daten-Nazis Werbegeld, das die Suchmaschinen selbst bekommen könnten. Es sei denn, die Daten-Nazis und die Suchmaschinenbetreiber stecken unter einer Decke…

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Die einfachste Möglichkeit des Kampfes gegen die Daten-Nazis ist zugleich die wirksamste: nicht Daten vermeiden, sondern riesige Halden von Datenmüll erzeugen und ins Netz schütten.

Oben im Screenshot sieht man ein sehr interessantes Beispiel einer solchen Aktion, die der Autor so beschreibt:

    http://ernie.kcd.com/phn/_60/727/584/57
    (List sorted, typos corrected by me)
    [*quote*]
    ———————————————
    Why does this exist?

    This exists to help hide and obscure people’s real identity. This is done by seeding the fake data into search engines.

    Fake identities on the public internet are not dangerous. Real identities are!
    How does publishing fake identities help obscure my real identity?

    There are several companies that gather your identity information, either from public sources, or via scraping information on the internet, creating identity profiles of people.

    Web sites like

    amazeline.com,
    calleridtracer.com,
    credit-report-ssn.com,
    findnamebycellphonenumber.com,
    homes.com,
    lookupmonkey.com,
    mmnumber.com,
    mobilecellowner.com,
    mobilecellowner.info,
    mobilelookups.info,
    phoneaddressdirectory.com,
    phonenumberauthority.com,
    phonery.com,
    reversenumber.com,
    reversenumberdatabase.com,
    spokeo.com,
    ssn-search-online.com,
    ssn-lookup-pad.com,
    ssnlookup123.com,
    usa-ssn-info.com,
    usa-ssn-data.com,
    realtor.com,
    trulia.com,
    unknowncalls.com,
    valueappeal.com,
    willow.com,
    whycall.me,

    and others advertize access to this information to anyone via google search.

    Some companies charge a monthly fee for this service, some ask you to contribute your information in exchange, some will let you pay to remove the information. Regardless of the revenue model, it is easy and likely that someone can learn enough from the web to hijack your identity.

    The fake identities in this site are designed to rank higher in search engines compared to the other companies listings. In the case of phone numbers and social security numbers, our sites rank first. This fact will keep some of the curious away from attempting to pry into your true identity.

    How was this made?

    To start, the Author legally obtained access to 78 million real contacts, with permission to publish the data in this way. The contact information was then scrambled, and filtered against listed names to avoid any coincidences with real people.

    A customized set of programs designed to work with the high volume of data was created. Current database technology is too general purpose, and too slow to handle such a large volume of information. Even with these fast advances, it took 20 months in order to process the data.

    A technical summary will be posted in the future.
    ———————————————
    [*/quote*]

Mit anderen Worten: Man kauft sich eine DVD mit Daten, die man dann weiterbenutzen darf. Die ECHTEN Datensätze darf man wegen des Urheberrechts natürlich nicht wiederveröffentlichen.

Aber gefälschte Datensätze sind ja bearbeitet und somit eigene Leistung, und es sind auch nicht die gekauften, die man veröffentlicht.

Es empfiehlt sich also ein Blick in die Geschäftsbedingungen der Verkäufer von Daten-DVDs … und schon hat man für weniger als 20 Euro Datensätze von mehreren zig Millionen Personen zur völlig freien Gestaltung.

Man muß bei der englischen Beschreibung schon Obacht geben: es ist nicht die Rede davon, daß die 78 Millionen PERSONEN gefragt wurden! Es geht nur um die Verwendung von Datensätzen…

Wer lesen darf, hat mehr vom Leben

Monday, September 8th, 2014

Liebe Freunde der geschliffenen und der gehobelten Sprache,

wer lesen kann, hat mehr vom Leben. Ob man allerdings lesen WILL, das hängt entscheidend davon ab, ob der Magen noch mitmacht. Bei zu leichter Kost wird es schwer.

Beispiel Deutscher Bundestag:

    “Bundes-Tag ist der Name für eine Gruppe von Menschen, die in diesem Haus arbeiten. Die Menschen in dieser Gruppe nennt man auch: Abgeordnete. Es gibt 631 Abgeordnete. Es sind Frauen und Männer. Die Abgeordneten dürfen für alle anderen Menschen in Deutschland Entscheidungen treffen. Sie bestimmen die Gesetze in Deutschland. Die Abgeordneten werden alle 4 Jahre gewählt. Das nennt man: Bundes-Tags-Wahl. Die letzte Wahl war im Jahr 2013. Die nächste Wahl ist im Jahr 2017.”

Beispiel Gaza-Konflikt:

    “Im Gaza-Streifen ist immer noch Krieg. Soldaten aus Israel kämpfen dort gegen Palästinenser. Die Soldaten haben auch Schulen mit Raketen angegriffen. Viele Menschen sind schon gestorben. Jetzt schickt Israel noch mehr Soldaten in den Gaza-Streifen.”

So einfaches Deutsch, das schlägt auf den Magen. Und auf’s Hirn.

Die Inklusion der Implosion ist eine Explosion der gottverdammten Blödheit.

—–
Hirnschäden programmiert:
http://www.nzz.ch/wissenschaft/bildung/weil-einfach-einfach-einfach-ist-1.18378994

We are being spied on!

Monday, September 1st, 2014

Mum, keep your mouth shut! - The Twitter has ears!

.
(Original http://www.usmm.org/p/keepmum.jpg
at “American Merchant Marine at War” http://www.usmm.org)

Roughly 3/7 of the population on earth have access to the internet.

My hope for good figures from the CIA was in vain: The latest figures in the “World Factbook” of the CIA
https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/rankorder/2153rank.html
are from 2009 – and the newest number of 464 users on the “Christmas Island” even is from 2001…
I can’t even tell them because the recording tape of the tape recorder of their phone answering machine is full. Perhaps the NSA should share a bit of its wealth with their starving colleagues at the CIA…

Some new figures:

23.7.2014:
“Facebook now has 1.32 billion users, with 30% only using it on their mobile – and the average American spends 40 minutes a DAY on the site”
http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-2703440/Theres-no-escape-Facebook-set-record-stock-high-results-beats-expectations-1-32-BILLION-users-30-mobile.html

24.7.2014:
“Facebook is probably even bigger than you think it is. The company actually has more than 2.2 billion monthly active users (MAUs) across its flagship properties:
Facebook has 1.3 billion MAUs.
WhatsApp has 500 million MAUs.
Instagram has 200 million MAUs
Messenger has 200 million MAUs.
Total users: 2.2 billion”
http://www.businessinsider.com/facebook-inc-has-22-billion-users-2014-7

25.8.2014:
“WhatsApp Now Has 600 Million Monthly Active Users”
http://mashable.com/2014/08/25/whatsapp-600-million-users/

Active data at 1.9.2014:
“Statistics
829 million daily active users on average in June 2014
654 million mobile daily active users on average in June 2014
1.32 billion monthly active users as of June 30, 2014
1.07 billion mobile monthly active users as of June 30, 2014
Approximately 81.7% of our daily active users are outside the US and Canada”
http://newsroom.fb.com/company-info/

Active data at 1.9.2014:
“Number of worldwide internet users from 2000 to 2014 (in millions)
This statistic gives information on the total number of worldwide internet users from 2000 to 2014. As of 2014, the number of internet users worldwide was 2.92 billion, up from 2.71 billion in the previous year.”
http://www.statista.com/statistics/273018/number-of-internet-users-worldwide/

Roughly more than 2/3 of the users on earth are in Facebook. Twitter is not as large as Facebook, but gaining influence.

What does that mean? Where does that lead to?

    http://www.kantarmedia.de/en/social-media.html
    (emphasis by me)
    [*quote*]
    ———————————————
    Social Media

    More than three billion blogs, forums, portals, review sites, micro-blogs, news groups with over 900,000 new entries in 24 hours – trend on the rise – are an infinite pool of original resources for every PR specialist, market and opinion researcher. At the same time, the sheer mass of information presents a problem. The reason: while a full survey is vital for the accumulation of market data, usually less than ten percent of the entries are in fact of any relevance.

    Monitoring

    Kantar Media works with its own leading meta search technology that searches the complete international social media world as a full survey with no source restrictions.

    Evaluation

    Social Media analyses give you an insight into the unbiased consumer perspective. Here, you will find the answers to strategic questions that drive your business, a service that goes a step further than classic market research.
    ———————————————
    [*/quote*]

.

Dive in Twitter

I made long-lasting and intensive experiments at Twitter. One of the results everyone can check for himself:

At Twitter post a tweet with some words and a URL of a web-forum. The forum must have a counter to show how often a thread was read. Immediately after you tweet an URL that URL is acessed – which can be seen by the rising number of accesses. But watch it! The number goes up so fast, within 1-3 seconds, that actually no humans COULD have reacted that fast.

The reason is simple: you are being spied on. 8-13 spiders IMMEDIATELY grab for the URL you tweet, and digest it. It is spiders what the forum counter gets. No humans. Spiders.

You can repeat that experiment at any time.

Do it, do it again with a different URL of the same forum, do it again fast with more different URLs of the same forum – and you can drive up the numbers beyond 100 in a few minutes.

The aftermath

What is done after the spider took the URL and walked into the web? The answer is quite simple – and amazing: the spider takes only that one single web-page. Not more. This for several reasons:

1. It would consume too much time and effort.
2. it would be useless.
3. …

Poof! Nothing more. It really would be useless. Why so? Because the most important thing for the spies is the PERSONAL connection. They relate the person at Twitter with the contents of that very single web-page. The person at Twitter is related with what it tweets as words – AND with what contents there is in the web-pages the person links to. It all is a matter of statistics.

The next phase comes more or less fast:

1. One’s mailbox is bombed with spam, relating to what one wrote AND to what is in the linked web-pages one referred to…

2. Google pushes advertisement contents into web-pages one gets on the screen, and the advertisement contents DIRECTLY relates to what one wrote at Twitter and to what is in the web-pages one mentioned.

Another experiment goes like this: enter Twitter, post some few tweets – and look at the forum of which you so often posted URLs: the access numbers of the guests in the forum go up. You are awaited by the spiders…

.
One of my most-agressively attacked web-pages has about 10000 accesses each month. Why so? Because it contains thousands of names, and NAMES is what the spies are after. (But as there is no connection with anything else in that very web-page, the spies bite the dust…)

.
Names is what the spies are after. And phone numbers, street names, email-addresses. And more, much more…

About 3/7 of the population on earth is in the internet. This is an immense ocean full of prey to grab for. And then to sell whatever junk the companies have to sell. And to tell lies, PR-lies, political lies, whatever lies. To manipulate and control people. Brain-washing.

The powers of the whole financial weight of the whole commerce on earth is put into this. Politicians and intelligence agencies (like CIA or NSA) are irrelevant dwarfs, they are little leaves in the wind. No, HERE is the real owners of the earth…

And they spy on you…

Sperrung angedroht? … und auf dem anderen Auge blind?

Thursday, August 28th, 2014

Das Netzwerk Recherche hat in seinem neuen Newsletter auf folgenden Text verwiesen:

    https://netzwerkrecherche.org/blog/server-sperrung-angedroht-weil-es-russische-zensoren-so-wollten

    [*quote*]
    ———————————————————
    Server-Sperrung angedroht – weil es russische Zensoren so wollten

    Autor: Günter Bartsch / Datum: 12.08.2014

    Auf Spiegel Online berichtet Moritz Gathmann über die Versuche der russischen Zensurbehörde Roskomnadsor, unliebsame Beiträge aus dem Internet zu verbannen. In seinem Bericht stellt Gathmann dar, wie die Medienaufsicht versuchte, einen Beitrag der ukrainischen News-Website Glavcom loszuwerden. Da die Glavcom-Seiten auf Servern des deutschen Webhosters Hetzner liegen, wandte sich Roskomnadsor an das Unternehmen – das seinem Kunden Glavcom mit einer Server-Sperrung drohte, wenn der fragliche Artikel nicht aus dem Netz genommen werde. Reporter ohne Grenzen kritisierte das Vorgehen scharf.

    Inzwischen hat sich Firmenchef Martin Hetzner bei Glavcom entschuldigt. Zum Verfahren teilte uns das Unternehmen auf Nachfrage mit:

    “Grundsätzlich werden bei uns alle Beschwerden gleich behandelt. Sobald eine Beschwerde über eine auf unseren Servern gehostete Webseite eingeht, wird die Beschwerde formell geprüft und der betroffene Kunde per E-Mail an die bei uns hinterlegte E-Mail-Adresse informiert und gebeten, binnen 24 Stunden eine Stellungnahme dazu abzugeben.
    Bei der formellen Prüfung prüfen wir, ob die beanstandete Webseite tatsächlich bei Hetzner Online gehostet wird. Darüber hinaus erfolgt eine erste Blickprüfung der Webseite, eine inhaltliche Prüfung findet in dieser Stufe noch nicht statt.
    Erfolgt nach Fristablauf keine Reaktion/Stellungnahme des Kunden, so wird eine Erinnerung an den Kunden gesendet, mit Angabe einer evtl. Sperrung bei weiterer Nichtreaktion. Bei weiterer Nichtreaktion wird diese Erinnerung nach weiteren 24 Stunden in der Regel nochmals versendet. Reagiert der Kunde weiterhin nicht, wird der Inhalt der beanstandeten Webseite geprüft und ggf. die Sperrung durchgeführt, um Schaden für den Kunden und Hetzner Online abzuwenden.
    In dem von Spiegel Online veröffentlichten Fall wurde von unserem Kunden auf unsere Anfragen nicht fristgerecht eingegangen. Eine Serversperrung ist trotz der mangelnden Kommunikation des Kunden nicht erfolgt.
    Bezüglich des Inhalts der angemahnten Website (sogut das über die Sprachbarriere hinweg möglich ist) sehen wir unsererseits keinen Grund, das Abuse-Ticket weiter zu verfolgen. Der Kunde wurde darüber informiert, dass wir das Abuse-Ticket schliessen, und unsererseits keine weiteren Schritte notwendig sind. Was uns in künftigen ähnlichen Fällen sehr helfen würde, wäre eine Stellungnahme des Kunden. Wenn man die Argumente beider Seiten kennt, fällt eine vernünftige Entscheidung im Abuse-Vorgang wohlmöglich leichter, als wenn nur die Beschwerde eines Beschwerdeführers vorliegt, welche vom Kunden ignoriert wird.”

    Das bedeutet also, dass ein entsprechender Vorgang zunächst ohne inhaltliche Prüfung in Gang kommt. Ein äußerst fragwürdiges Verfahren: Offenbar könnte jede Zensurbehörde der Welt einen entsprechenden Abuse-Vorgang anstoßen. Und die Androhungen haben es in sich, wie die bei Glavcom abgebildeten Hetzner-Mails zeigen:
    “Please remove the requested link. The link violates our terms and conditions 6.”

    Auch netzwerk recherche hat Server von Hetzner angemietet. Wir werden prüfen, ob dies auch in Zukunft möglich sein wird.
    ———————————————————
    [*/quote*]

Ist der Text soweit verstanden worden? Dann bitte ich, das Augenmerk auf diese Worte zu richten:

    [*quote*]
    ———————————————————
    Das bedeutet also, dass ein entsprechender Vorgang zunächst ohne inhaltliche Prüfung in Gang kommt. Ein äußerst fragwürdiges Verfahren: Offenbar könnte jede Zensurbehörde der Welt einen entsprechenden Abuse-Vorgang anstoßen. Und die Androhungen haben es in sich, wie die bei Glavcom abgebildeten Hetzner-Mails zeigen:
    “Please remove the requested link. The link violates our terms and conditions 6.”

    ———————————————————
    [*/quote*]

Das bezieht sich auf Seiten im Web. Dabei bezieht es sich auf Seiten, die bereits im Web sind!

Wie sieht es dagegen mit dem Terrorismus aus, den Email-Admins SEIT JAHREN verüben, wo Emails NICHT beim Empfänger ankommen, sondern von den Admins unterschlagen werden?

Da gibt es Nazi-Server im Netz, wo JEDER BELIEBIGE als Spammer diffamiert werden kann – und schwupps! – sind die so blockwartmäßigen Admins dabei – und Emails der diffamierten Absender werden NICHT mehr dem Empfänger zugestellt. Teilweise kommt dann eine Fehlermeldung beim Absender an, sehr häufig aber nicht einmal das.

Bis eine Fehlermeldung eintrifft, das kann TAGE dauern. Gibt keine Fehlermeldung, erfährt der Absender nicht einmal, daß seine Email nicht ankam.

Von diesem Netzterrorismus ist JEDER betroffen: Aus heiterem Himmel kann plötzlich dieser oder jene Absender oder Absender-Server von Verleumdern angegriffen werden – und schon ist man (mund)tot.

.
Inzwischen sind (nach öffentlichen Ämtern und Behörden) sogar Arzt-Praxen und Kliniken betroffen.

Was ist, wenn Jemand schnell etwas mitteilen muß oder fragen muß, und dies SOFORT per Email tut? Vielleicht gibt es eine Notlage, vielleicht ein Unfall, was auch immer. Und dann… PENG!: Email tot. Der Absender erfährt es nicht. Und wenn er es erfährt, wird ihm gesagt, er könne die Email doch noch einmal schicken. Ja, wie denn!? Erstens besteht die Blockade möglicherweise immer noch und zweitens nützt einem Toten keine nachträgliche “mach’s nochmal”-Anweisung. Tot ist tot. Die Email ist tot. Und das Opfer ist erledigt.

Die Wurschtigkeit und Dreistigkeit der IT-Szene UND der obersten Heeresleitungen der Behörden (und Sender!) ist erschreckend. Ein “Argument” ist dann, man könne sich ja bei den Nazi-Servern wieder austragen lassen. Ja, wie denn!? Ersten tun das die Nazi-Server nicht immer, zweitens nur wenn sie Lust haben, drittens einige nur für Geld, und viertens ist der Fall doch schon passiert! Tot ist tot. Die Email ist tot.

Angesichts des immer stärkeren Zwangs auf die Bürger, auch mit den Bhörden und Firmen – UND ÜBERHAUPT! – mit Email zu kommunizieren, ist die Praxis der Provider – und insbesondere der “Netzwerk-Schützer” – ein Nazi-Skandal ohnegleichen, nicht nur, weil auf diese Weise Menschen “kaltgestellt” werden, sondern, und das ist der Gipfel, sich in diesem Land (und nicht nur in diesem) nichts rührt, um diese Nazi-Schweinerei zu beenden.

Und dann gibt es doch immer noch die Frage an unsere Eltern, wie sie Hitler zulassen konnten.

Hitler war gestern. Email-Nazis sind heute!

.
… und die Medien haben durch ihr Schweigen ihren Anteil daran.

*ESPIONAGE ACT CASE WAS “OVERCHARGED,” DEFENSE SAYS*

Thursday, July 3rd, 2014

Steven Aftergood kindly allowed me to reproduce his article here.

[*quote*]
————————————————————————
*SECRECY NEWSfrom the FAS Project on Government SecrecyVolume 2014, Issue
No. 44
June 30, 2014
*Secrecy News Blog:
http://blogs.fas.org/secrecy/

*** ESPIONAGE ACT CASE WAS “OVERCHARGED,” DEFENSE SAYS*
*** ARMY DOCTRINE ON GEOSPATIAL ENGINEERING*
*** ODNI DECLASSIFIES DATA ON FREQUENCY OF SURVEILLANCE*

*ESPIONAGE ACT CASE WAS “OVERCHARGED,” DEFENSE SAYS*

In 2012, former Navy linguist James F. Hitselberger was indicted
(http://fas.org/blogs/secrecy/2012/11/collector_charged/)
on two felony counts under the Espionage Act statutes after several classified documents were found in his possession. In 2013, a superseding indictment
(http://fas.org/sgp/jud/hitsel/indict-sup.pdf)
charged him with another four felony counts.

But in the end, Mr. Hitselberger pleaded guilty
(http://www.politico.com/blogs/under-the-radar/2014/04/exnavy-lingust-pleads-guilty-in-secret-documents-case-187436.html)
this year to a single misdemeanor charge of removing classified documents without authorization.

Now both the defense
(http://fas.org/sgp/jud/hitsel/062414-defsent.pdf)
and the prosecution
(http://fas.org/sgp/jud/hitsel/062414-govsent.pdf)
are endorsing Hitselberger’s request that any jail penalty be limited to the time he has already served, including two months in DC jail and eight months of home confinement. The sentencing hearing is scheduled for July 17.

Despite the stark disparity between the multiple felony counts with which Hitselberger was charged, and the single misdemeanor of which he was convicted, the prosecution said that it had no second thoughts about the way the matter was handled.

“It is important to note that the government’s case against Mr. Hitselberger did not collapse,” prosecutors said
(http://fas.org/sgp/jud/hitsel/062414-govsent.pdf)
in a June 27 sentencing memorandum. To the contrary, prosecutors wrote, “in several ways, the government’s case became stronger than what it had been when the charges were first obtained.”

Defense attorneys disputed that assertion and said the government had overreached.

“At a minimum, the evidence demonstrates that the government significantly overcharged the case, and the guilty plea to a misdemeanor not only was the appropriate result, but also demonstrates how the offense should have been charged from the beginning,” the defense wrote in a June 27 reply
(http://fas.org/sgp/jud/hitsel/062714-reply.pdf)

The mountain of Espionage Act charges that yielded a molehill of a misdemeanor in this case recalls a similar progression in the prosecution of former NSA official Thomas Drake, where ten felony counts gave way
(http://fas.org/blogs/secrecy/2011/07/drake_transcript/)
to a technical misdemeanor. This recurring pattern may indicate that overcharging is a standard prosecutorial approach to such cases, or that the judicial process is effectively winnowing out excessive felony charges, or perhaps both.

A June 26 sentencing memorandum submitted by the defense
(http://fas.org/sgp/jud/hitsel/062414-defsent.pdf)
presented its own account of the facts of the case, along with several moving testimonials from Hitselberger’s friends and relatives as to his character.

In another pending Espionage Act case, the Obama Administration must decide if it will pursue a subpoena against New York Times reporter James Risen.
For a current update, see Reporter’s Case Poses Dilemma for Justice Dept.
(http://www.nytimes.com/2014/06/28/us/case-of-james-risen-times-reporter-poses-dilemma-for-justice-department.html)
by Jonathan Mahler, New York Times, June 27.

*ARMY DOCTRINE ON GEOSPATIAL ENGINEERING*

Those who are involved (or merely interested) in the field of geospatial intelligence will want to know about a new Army doctrinal publication on the subject.

“Geospatial intelligence is the exploitation and analysis of imagery and geospatial information to describe, assess, and visually depict physical features and geographically referenced activities on the earth. Geospatial intelligence consists of imagery, imagery intelligence, and geospatial information.”

The new publication provides a comprehensive introduction to the theory and practice of the field. See Geospatial Engineering
(http://fas.org/irp/doddir/army/atp3-34-80.pdf)
,ATP 3-34.80, June 2014 (very large pdf).

*ODNI DECLASSIFIES DATA ON FREQUENCY OF SURVEILLANCE*

The Office of the Director of National Intelligence released
(http://icontherecord.tumblr.com/transparency/odni_transparencyreport_cy2013)

the “2013 Statistical Transparency Report” detailing the frequency of use of various intelligence surveillance authorities and the estimated number of targets affected by the surveillance.

While the reported numbers give some rough sense of the scale of intelligence surveillance — civil liberties groups said the estimated numbers are bound to be misleadingly low — the report provides no basis for evaluating the utility or legitimacy of the surveillance activities.

How many of the collection activities were authorized on the basis of erroneous information? How many actually produced useful intelligence? The report
(http://fas.org/sgp/othergov/intel/stat-2013.pdf)
doesn’t say, and the raw numbers are not a substitute. If they were ten times higher, or ten times lower, we would be none the wiser.

(A supplemental response
(http://fas.org/irp/news/2014/06/odni-062714.pdf)
from ODNI to Senator Wyden was released
(http://www.wyden.senate.gov/news/press-releases/wyden-releases-details-of-backdoor-searches-of-americans-communications)
today.)

See U.S. Phone Searches Expanded in 2013
(http://online.wsj.com/news/article_email/u-s-phone-searches-expanded-in-2013-1403914720-lMyQjAxMTA0MDIwNzEyNDcyWj)
by Siobhan Gorman, *Wall Street Journal*, June 27, and related coverage elsewhere
(WashPost
(http://www.washingtonpost.com/world/national-security/us-releases-data-on-sensitive-surveillance-programs-for-first-time/2014/06/27/46bbd47e-fe3a-11e3-8176-f2c941cf35f1_story.html)
,Wired
(http://www.wired.com/2014/06/90000-foreigners-targeted-for-spying/)
,Openthegovernment.org
(http://classifiedsection.openthegovernment.org/2014/06/30/odnis-transparency-report-what-it-tells-us-and-what-it-doesnt/)
,Huffington Post
(http://www.huffingtonpost.com/2014/06/27/nsa-transparency-report_n_5538171.html)
).

From a secrecy policy point of view, perhaps the most intriguing feature of the new release is the unconventional timing of its declassification. The report
(http://fas.org/sgp/othergov/intel/stat-2013.pdf)
is dated June 26, 2014 and was classified at the TOP SECRET/NOFORN level. But it says it was declassified by DNI Clapper three days *earlier* on June 23, 2014!

This temporally fluid approach to declassification could have many useful applications.

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Secrecy News is written by Steven Aftergood and published by the Federation
of American Scientists.

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————————————————————————
[*/quote*]

Leserfinanzierter Journalismus? Das wäre wirklich etwas Neues.

Wednesday, June 4th, 2014

Leserfinanzierter Journalismus? Das wäre wirklich etwas Neues. Das wäre ja so als ob man Bücher kaufen würde.

Liebe Leser, haltet die Schnauze! … rein prophylaktisch, natürlich…

Thursday, May 29th, 2014

Liebe Freunde der Zensurschere und anderer Ursulitäten,

weil man nie weiß, ob das Internet morgen noch steht, hier kurz der Artikel [1], bevor er vorausnacheilendem Gehorsamsvollzug zum Opfer fällt:

    http://www.pesterlloyd.net/html/1422vorauseilendezensur.html

    [*quote*]
    ———————————————————-
    (c) Pester Lloyd / 22 – 2014 NACHRICHTEN 29.05.2014

    Vorauseilende Zensur: Medien in Ungarn haften künftig für das Verhalten ihrer Leser

    Das ungarische Verfassungsgericht sah sich diese Woche veranlasst ein Zensuredikt des Obersten Gerichtes zur Verantwortlichkeit für Leserkommentare unter Online-Artikeln zu bestätigen und einen von der Vereinigung der Content Provider eingebrachte Beschwerde dagegen zu verwerfen.

    Protest im ungarischen Parlament anlässlich der Mediengesetze…

    Die Kurie bestand darauf, dass die rechtliche Verantwortung für Kommentare von Lesern, die “die Grenzen der freien Meinungsäußerung” überschreiten, bei den Betreibern der jeweiligen Webseite liegt, unabhängig davon, ob es sich um ein moderiertes oder unmoderiertes Forum handelt.

    Auslösender Fall war jedoch nicht eines der neonazistischen Hetzportale, die tagtäglich gegen alle nur denkbaren Gesetze verstoßen, sondern eine zuvor abgehandelte Verleumdungsklage seitens des Staatssekretär János Lázár, Orbáns rechter Hand, der sich durch Leserkommentare in einer oppositionellen Zeitung beleidigt fühlte und den Prozess gewann. Unmittelbar nach dem Urteil veranlasste er eine entsprechende Gesetzesverschärfung.

    Die Anbietervereinigung, aber auch die Bürgerrechtsgruppe TASZ stehen hingegen auf dem Standpunkt, dass jeder mündige Bürger für seine Taten selbst verantwortlich ist und es völlig ausreichend sei, dass die Provider und Publisher im Falle von strafrechtlichen Übertretungen den Strafverfolgungsbehörden die Verbindungsdaten ausliefern und die inkriminierten Texte entfernen. Alles andere sei gegen Grundrechte gerichtet.

    Nach neuer Rechtsprechung können die Medien nun auch für bereits gelöschte, aber dokumentierte Kommentare belangt werden. Diese Ausdehnung der Verantwortung auf die Medienanbieter würde diese existentiell gefährden, die Folge wäre vorauseileinde Repression gegen die Presse- und Meinungsfreiheit und damit die Einschränkung eines gesellschaftlichen Diskurses, denn nun würden – aus Angst vor kostenintensiven Verfahren oder Strafen – auch Meinungen zensiert, die womöglich gar nicht rechtlich relevant sind.

    Das Verfassungsgericht, das bereits fast zur Hälfte aus von Orbán besetzten Richtern besteht, folgte diesen Befürchtungen nicht, es stellt sich auf den Standpunkt, dass die Ausübung dieser Grundfreiheiten nicht durch die Haftungsausweitung auf die Medien beeinträchtigt wird.
    ———————————————————-
    [*/quote*]

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Die Harmonisierung des Rechts wird uns noch wundersame Überraschungen bescheren (sic !) – unabhängig davon, ob an dem Artikel etwas dran ist oder man etwas dran läßt.
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1984 war gestern…

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[1] Vielen Dank an den PESTER LLOYD (http://www.pesterlloyd.net) für die Erlaubnis zur Wiedergabe des Artikels.