Archive for the ‘Medienmafia’ Category

Zwangsgeldmißbrauch und Souveränbeleidigung

Monday, August 19th, 2013

Darf man annehmen, daß man in unserer so freien Welt nicht annehmen muß?

09.08.: Kurt Krömers “Late Night Show”: “Puffgänger” scheitert vor Gericht
http://www.stern.de/kultur/tv/kurt-kroemers-late-night-show-puffgaenger-scheitert-vor-gericht-2049188.html

    [*quote*]
    ——————————————–
    Wer sich in eine Show von Kurt Krömer begibt,
    weiß, was ihn erwartet. Sollte man meinen.
    Henryk Broder hatte sogar Erdbeersprühsahne
    mitgenommen, um sich gegen Deutschlands genialen
    Anarcho-Moderator wehren zu können.
    ——————————————–
    [*/quote*]

Woody Allen … nahm einen Preis nicht an. Lange her, damals wohlbekannt, und – kulturgutpäpstlich zwingend – auch heute noch.

Dieser Tage nahm Jemand ebenfalls einen Preis nicht an. Den Namen kannte ich nicht, ich habe ihn nach dem Lesen vergessen, den Vorfall jedoch nicht.

Herausragende Elemente des Selbstbewußtseins angesichts des parasitischen Kling-on der Medien- und sonstigen Welt. Aber wo bleibt das Selbstbewußtsein angesichts solcher Ungeheuerlichkeiten wie solchen Fernsehsendungen, für die “Moderator”, Pogrammdirektor und Fernsehdirektor auf der Stelle wegen Zwangsgeldmißbrauchs und Souveränbeleidigung in den Knast gehören?

Und die Justiz? Sagt die Justiz nicht, daß wer in eine solche Sendung geht, selbst schuld hat? Ist übrigens die gleiche Justiz, die Betrüger frei herumspringen läßt, nachdem sie Kranke betrogen.haben.

http://kidmed.info/forum/board25-kidmed-investigativ/board27-drahtzieher-abzocker-und-ihre-nuetzlichen-idioten-im-milliardengeschaeft-medizin/p134187-krebsbetrueger-peter-koppenhoefer/#post134187

Wendete man die gleiche Urteilsbegründung der Juristen an (was im übrigen der normale Bürger oft und lange tut – aufgrund einschlägiger Welt- und Bürgerlage), so dürfte man auch nie in ein Gericht gehen. Man weiß doch, was Einen dort erwartet…

Eine kleine Machtmusik

Monday, August 19th, 2013

Die Royals dieser Welt wollen hofiert werden. Wehe dem, der dieses nicht tut…

In der Schwyz geschah dieser Tage eine monströse Unverzeihlichkeit und die ganze Nation O. ist entsetzt, entrüstet, aufgebracht. Wo bleibt die Kriegserklärung?

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Oprah-Winfrey-erlebte-in-Zuerich-rassistischen-Vorfall/story/13261119

Ist nicht der einzige, der wirklich einen Grund zum Klagen hätte, der kleine Mann von der Straße, dem gleiches Ungemach JEDEN TAG passiert? Doch er erträgt es mit … nun ja, irgendwie, dieses, sein Los…

Ein Zauberspiegel, keine Spuren und Sachbeschädigung und Sabotage

Monday, August 19th, 2013

Wie ich aus gut unterrichteter Quelle erfahre, ist diese gut unterrichtete Quelle unzufrieden.

Ich bin so frei, diese Quelle zu offenbaren. Das ist sie:

http://netzwertig.com/2013/08/06/und-alles-wieder-von-vorn-die-deutsche-techpresse-verlernt-das-verlinken/

Das mit dem Zauberspiegel ist so eine Sache. Da hat man ihn, sieht hinein und weiß (fast) alles. Und dann sagt man “aus gut unterrichteter Quelle”. Ein Gefühl der Erhabenheit macht sich breit. Der Macht. Der Macht des Wissens. Das Verschweigen kann ja so schön sein.

Als die NZZ ihre Schritte in das Internet wagte, war sie vorsichtig und präzise. URLs wurden in einer sauberen Liste am Ende des Artikels angehängt und mit Referenznummern versehen, die im Artikel eingefügt waren. Die Webseiten konnten gedruckt werden und der Seite auf Papier konnte man alles entnehmen. Alles war sichtbar: der Text, die Bilder und die URLs. Wer diese Seiten las, der wußte etwas.

Der journalistische Stiel fegt heute anders. URLs sind nicht mehr sichtbar und druckbar, sondern eingebettet als Fließtext. Sichtbar werden sie nur, wenn man mit dem Mauszeiger über ihnen ist. Wobei es freundlicherweise einen Befehl gibt um eine andere URL zu zeigen statt des echten Ziels. Das geht so:

‘<'a href="http://www.hiergehtshin.com"'>‘http://www.tralala-die-welt-ist-schoen.com’<'/a'>‘

Wer dem “Tralala, die Welt ist schoen” folgt, wird getäuscht. Diesen Trick benutzen die Phisher. Es war einer der ersten überhaupt.

Warum, obwohl als gefährliches Einfallstor für Kriminelle bekannt, wird die Technik der verdeckten (oder eingebetten, “embedded”) URLs dennoch flächendeckend eingesetzt? Ist man intellektuell so unfortunirt, daß man lange URLs nicht umbrechen kann? Es soll ja sogar Computer geben, die so etwas berechnen können. Diese Computer sind sogar käuflich zu erwerben. Wer arm und darbend ist, und Verlage sind arme Schlucker, der kann solcherlei Gerät für 10 oder 20 Euro auch gebraucht käuflich erwerben. Vielleicht wäre auch eine Spendenaktion möglich, bei der Schulkinder ihre ausgemusterten Maschinen den Verlagen gnädig und gratis überlassen.

Was vor Beginn der großen technischen Revolution “Personal Computer” noch die gesamte technische Kalkulusmaschinenleistung der Vereinigten Staaten von Amerika ausmachte, genügt heute nicht einmal mehr Erstklässlern. Mit anderen Worten: An Geräten herrscht kein Mangel. Es ist einzig und allein der Wille.

Warum wird mit so einer brachialen Gewalt eine gefährliche Sicherheitslücke eröffnet, warum wird mit einer so unglaublichen Impertinenz das Lesen der Webseiten zu einer Beschäftigungstherapie degradiert und der Leser wie ein kleines Kind auf das primitive Niveau eines Vierfüßers degradiert, der alles erst mit der Hand angrabschen muß, damit er weiß, was es ist, wo diese oder jene URL hinführt??

Drucken kann man solche Web-Seiten natürlich nicht mehr. Das heiß: man könnte, aber es ist sinnlos, weil Bild und Text auf dem Papier landen, die URLs jedoch allesamt verschwiegen werden. Der Leser weiß mal wieder … nichts.

Wie schön ist es doch, allwissend und im Besitz des Zauberspiegels zu sein.

Wer so viel Macht hat, der kann so viel tun. Tun, was ihm beliebt.

*** Zum Beispiel den “Pop-ups blocken”-Parameter des Browsers ignorieren und bei Klick in der Web-Seite dennoch Reklame-Seiten starten.

*** Zum Beispiel großflächig über den Bildschirm Reklame spannen, die erst verschwindet, wenn sie angeklickt wurde. Wobei dieses Klicken eine Interaktion ist, dank derer man den Browser noch intensiver ausspähen und ihm Daten entlocken kann.

*** Zum Beispiel in eine Web-Seite ständig, alle paar Sekunden, neue Reklame einzuspeisen, was (vor allem bei Videos) den Leser mit Lärm, Flimmern und Blitzen belästigt.

*** Zum Beispiel mit Anderen, seien es Verlage, “Dienstleister”, oder … nennen wir sie “Gleichgesinnte” … Daten der Leser ausspionieren und vermarkten. Und diese Daten nach geheimen Wünschen, Interessen und Möglichkeiten (vor allem finanziellen) der Leser auswerten. Der Leser, sein Leben, alles, was man über ihn herausfinden kann, wird als Rohstoff verarbeitet und ausgebeutet.

*** Zum Beispiel die Navigation des Browsers kaltstellen, Navigationsbefehle blockieren (zum Beispiel “Pfeil rauf” oder “Pfeil runter” funktionieren nicht mehr), die Rollbalken verschwinden lassen, das Zoomen verhindern. Selbst die Größe der Buchstaben auf dem Schirm läßt sich zwingend und als vom Leser nicht beeinflußbar vorgeben. Der Leser wird zum Befehlsempfänger degradiert. Friß, Vogel, oder stirb.

Glücklicherweise jedoch gibt es die freie Presse, die Medien. SIE können darüber berichten. SIE tragen die Fackel des Wissens und der Freiheit.

Zu dumm, daß es gerade die Medien sind, welche die Leser auf die beschriebene Weise unterjochen, demütigen, knechten und ausbeuten, ihnen den freien Willen verweigern, ihn nicht nur absprechen, sondern durch gezielte (“individuelle”) Information manipulieren, steuern, blenden und verblöden.

Wie schön ist es doch, allwissend und im Besitz der Macht zu sein.

Nicht die NSA ist unser größtes Problem, sondern die Medien

Tuesday, August 6th, 2013

Nicht die NSA ist unser größtes Problem, sondern die Medien selbst, allen voran die Verlage, deren einer glänzt mit diesem rotzfrechen Statement in seinen Web-Seiten:

    [*quote*]
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    Wenn Sie eine Webseite unseres Internetauftritts aufrufen, die den Button enthält, baut Ihr Browser eine direkte Verbindung mit den Servern von Facebook auf. Der Inhalt des Plugins wird von Facebook direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Webseite eingebunden. Für weitere Informationen zum Thema Datenschutz klicken Sie auf das i.
    —————————————————-
    [*/quote*]

Die bezahlten staatlichen Datenschützer kommen ihrer Pflicht nicht nach. Warum wird darüber nicht berichtet? Weil die Medien über ihre eigenen Verbrechen berichten müßten?

Es ist nicht nur “Verbrechen”, es ist organisierte Kriminalität.

Die Erdenferne derer im Elfenbeinturm

Monday, July 22nd, 2013

Liebe Freunde,

dieses Mal bin ich ein Bote für eine Email an dradio.de. Natürlich, dies ist das Intranet und nicht dradio, aber das Problem, um das es geht, ist nicht auf dradio beschränkt. Es geht darum, daß Tatsachen als Meinung diffamiert werden, und daß im Sinne einer vorgeblichen Ausgewogenheit diese “Meinungen” kritiklos verbreitet und die Medien zur Propagandamaschine für gefährliche und sogar lebensgefährliche Dinge gemacht werden. Die Medien dienen dann nicht mehr der sachlichen Information, sondern sind Werkzeuge zur Indoktrination und zur Verdummung. Zur gefährlichen Verdummung, die Menschen das Leben kosten kann. Im vorliegenden Fall geht es um Kinder, denn das Thema der Sendung ist das Impfen bzw das Unterlassen von Impfungen.

Im Psiram-Forum ist der ganze Beitrag des Emailschreibers:

    http://forum.psiram.com/index.php?topic=11633.msg144373#msg144373

    [*quote*]
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    Andere Webseiten oder Medien / Re: Impflücke auf Deutschlandfunk heute ab 10 Uhr
    « Letzter Beitrag von Haftlmacher am Heute um 23:14:38 »

    Schade, daß offenbar niemand sich da (Gefahr im Verzug? – Die wachsende Impflücke in Deutschland Deutschlandfunk, Kontrovers, Montag, 22. Juli 2013 10:10) kurz mal zu Wort melden konnte. Ich kann um die Zeit – wenn überhaupt – so leider nur nebenbei ein bißchen mithören. Anrufen geht gar nicht. Aber was ich da mitbekommen habe, das hat gereicht. Gottseidank war wenigstens war ein vernünftiger Mensch (der Kinderarzt) im Studio, der doch ziemlich viel gerade gerückt hat.

    In der “Diskussionssendung” von heute früh morgens (Vorsicht Masern – wird in Deutschland zu wenig geimpft? Deutschlandradio Kultur, 2254, Montag, 22. Juli 2013 01:05) gab es nur eine hilflose Moderatorin. Sie hat den Anrufern so ziemlich jeden Unsinn durchgehen lassen.

    Das Dilemma ist – so scheint mir – schon das Format solcher Sendungen. Es dient ja in aller Regel dem “Meinungsaustausch” nach dem Motto: “Wie sehen Sie das?”.

    Allein das zeigt m.E., daß Sender/Redakteure nicht verstanden haben, daß Nutzen und Risiko von Impfungen eben keine Frage von Meinungen ist. Da geht es um Wissen – das Ergebnis wissenschaftlicher Untersuchungen. Das Erkennen und Verstehen der körperlichen (und sonstigen) Vorgänge beim Impfen. Meinungs-Pluralismus ist da doch eher kontraproduktiv.

    Freilich kann – und muß – in der Wissenschaft auch “diskutiert” werden: wo, wenn nicht da. Aber da geht es eben doch etwas anders zu.

    Wenn Standpunkte oder Erklärungen einander widersprechen, so bleiben die nicht einfach nebeneinander stehen. Weil dann in aller Regel auf der Hand liegt, daß mindestens eine/r davon falsch sein düfte. Und man möchte doch gern wissen, wie es sich tatsächlich verhält. Also schreitet man so dann zu einem ordentlichen Streit zum Zwecke der Klärung: welcher Standpunkt stimmt denn nun: einer? Gar keiner? Deiner? Meiner?

    Wenn man bei solchen (Radio-)Diskussionen wirklich was klarstellen möchte, gerät man unvermeidlich in eine Zwickmühle. Entweder man relativiert die eigene – hoffentlich wohlbegründete – Ansicht und gibt sich damit zufrieden, eine Meinung von den unendlich vielen denkbaren vorzutragen. Oder man besteht auf der Richtigkeit der vorgebrachten Argumente – und zieht sich den Vorwurf zu, intolerant, besserwisserisch und dogmatisch zu sein. Man könnte glatt meinen, so etwas Unschuldiges wie Argumente könnten die Entscheidungsfreiheit dieser Leute einschränken!

    Das ist in der Diskussion ja auch prompt passiert. Und das, obwohl der Kinderarzt bewunderungswürdig ruhig und sachlich war. Er hat lediglich seinerseits auf seinem Standpunkt bestanden, den er – im Gegensatz zu seinen Kritikern mit – stichhaltigen! – Argumenten begründet hat. Das reichte schon, um den Vorwurf gleich mehrmals zu provozieren: “… und gleich wird man als uninformiert und verantwortungslos hingestellt. Das lasse ich mir nicht nachsagen.”

    Deswegen fürchte ich kommt man nicht darum herum, den falschen Ausgangspunkt zum Thema zu machen.

    Mich hat das so geärgert: ich habe ganz auf die Schnelle eine notgedrungen nicht sehr ausgefeilte E-Mail zusammengeschustert und an den DLF geschickt. Ich habe dann aber nicht mehr mitgekriegt, ob die überhaupt erwähnt worden ist. Ich glaube aber eher nicht. In einer Meinungssendung das Meinen kritisieren – das kommt sicher nicht gut.

      [Zitat]
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      Ich bin entsetzt über die Art und Weise, wie die Medien – insbesondere
      Deutschlandradio/Deutschlandfunk das Thema behandeln. Sie hatten schon letzte Nacht eine ziemlich trostlose Diskussion zum Thema (Nachtgespräche DLR). Von richtiger Information keine Spur – dabei täte die so dringend not.

      Das zeigt gerade die aktuelle Debatte. Da werden Argumente ins Feld geführt – da stehen mir die Haare zu Berge! Sie entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage und stehen im Gegensatz zu gesichertem Wissen. Aber die Stichhaltigkeit dieser Argumente wird höchst selten mal sachkundig hinterfragt.

      Stattdessen tun sie so, als handele es sich um eine Meinungsfrage. Das zeigt allein schon die Auswahl Ihrer Gäste: jede Meinung – und sei sie noch so schlecht begründet – soll vertreten sein. Sie sind gleichberechtigt. Richtig und falsch – so was gibt es da offenbar nicht.

      Dabei gibt es doch gesichertes Wissen zu Impfungen. Für „Für“ wie „Wider“ gibt es wissenschaftliche Argumente. Und die sprechen ganz eindeutig für Impfungen.

      Impfgegner berufen sich u.a. gern auf ihre Erfahrungen. Aber persönliche Erfahrungen können nun mal nicht verallgemeinert werden.

      Weiter berufen sie sich gern auf Studien. Aber so einfach ist das auch wieder nicht: bei den Studien gibt es gute und schlechte. Gute liefern handfeste Beweise, schlechte tun das nicht. Man muß sich nur die richtigen rauspicken … Und im übrigen stützen sie sich auf Argumente, die samt und sonders wissenschaftlich widerlegt sind.

      Sie berufen sich auf die Wünsche und Ängste ihrer Patienten – wie Ihr alternativ-medizinischer Gast. Die “Patienten da abholen, wo sie sind” – das ist ein bißchen arg einfach. Information und Aufklärung – das ist es, was not tut! Aber das ist auch ein ganzes Ende mühsamer.

      Niemand kann einem Menschen verwehren, sich selbst gesundheitlichen Schaden zuzufügen – wenn er das denn unbedingt so will. Vermutlich weiß er nicht, daß es das ist, was er tut. Ich kenne jedenfalls niemanden, der das wissentlich macht.

      Aber Impfgegner treffen eine Entscheidung, für deren Folgen nicht sie allein, sondern auch andere einstehen müssen – und zwar nicht nur ihre eigenen Kinder.

      Da sollte man – wie bei Ärzten übrigens auch – erwarten, daß sie sich – richtig! – kundig machen, welche Risiken Impfungen mit sich bringen und welchen Nutzen. Und deswegen bin ich für eine Impfpflicht – obwohl ich weiß, daß die nicht wirklich vollzogen werden kann.
      —————-
      [Zitatende]

    Wenn schon im Radio eine dem Thema angemessene Diskussion nicht geht …
    ———————————————
    [*/quote*]

Leider gibt es von der dradio-Sendung kein Transkript. Im Sender erklärte man mir, das würde zuviel Arbeit machen. Man stelle statt dessen den Mitschnitt der Sendung online. Hier ist er:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/07/22/dlf_20130722_1010_8eda1e75.mp3

Ca 54 Minuten. Nur was für Leute mit Nerven wie Stahlseile.

Die Web-Seite zu der Sendung:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kontrovers/2184069/

Emails wie jene wandern den Weg, den Ihr alle kennt: in den Mülleimer. Selbstbewußt und selbstsicher weiß der Journalist, daß Ausgewogenheit alles ist, und daß echtes Wissen es gar nicht gibt, denn alles ist Meinung. Und deswegen sterben Kinder.

Würde man sauber recherchieren, fände man auch Dinge wie diese:

Walther Bühler und Wilhelm zur Linden, zwei anthroposophische Ärzte, schreiben 1982 in “Vom Sinn der Kinderkrankheiten” WÖRTLICH:

    [*quote*]
    ——————————————————————————-
    Daran kann man erkennen, mit welcher verzweifelten Kraft ein
    gesund geborenes Kind einmal, ein einziges Mal eine Krankheit
    wirklich erleben und durchstehen möchte.
    ——————————————————————————-
    [*/quote*]

Das gilt selbstverständlich bereits für Säuglinge.

Wenn diese Kinder dann sterben, ist das die gerechte Strafe für deren Vergehen in einem früheren Leben. Früheres Leben, denn man wird nach dem Glauben der Anthroposophen endlos wiedergeboren. Dem Karma (der Strafe) darf ein Arzt auch nicht zuwiderhandeln. Dieser Arzt heilt nicht, er ist ein Sterbebegleiter.

Aus journalistischer Sicht ist das alles Meinung. Aber es bleiben lebenslang Behinderte und Leichen zurück. DAS ist keine Meinung. Das ist eine Tatsache. Das sind Behinderte und Tote.

Wir haben heute das so oft gehörte Wort “mutmaßlich”: mutmaßlich dieses und mutmaßlich jenes. Bloß nicht anecken, immer schön locker bleiben, nie eine Angriffsfläche bieten, immer schön brav beide Seiten zeigen. Und wenn deswegen Kinder sterben: selbst schuld, hätten in ihren früheren Leben keinen Mist bauen sollen.

Würde man die gleiche Erfindungsgabe und die gleiche Akribie anwenden, mit der man sich rückgratlos “ausgewogen” zeigt, und statt dessen Tatsachen als Tatsachen darstellen, wäre das – verdammt nochmal! – verdammenswert und fundamentalistisch, denn dann könnte man auch gleich 2×2=4 sagen. Aber das darf nicht sein. Und wir Alle wissen, warum…

Grüße aus dem Heute
—–
Überleben in der Zeit des Wahnsinns
http://www.pharmamafia.com

Lest Ihr hin und wieder auch … verboten gute Dinge…?

Saturday, July 20th, 2013

Liebe Brüder und Schwestern, Mitreisende auf dem großen Wort- und Datenstrom,

lest ihr hin und wieder auch was Andere schreiben? Ich meine so verboten gute Dinge wie die BILD-Zeitung [1] oder das Handelsblatt. Es genügt nicht mehr, nur zu lesen. Interaktive Happenings werden inszeniert, bei dem über mehrere Medien und Plattformen der Konsument als “Running Man” [2] Lebenszeit geben muß, um von Stufe zu Stufe in der Verdauungsmaschine des Konsums procederisiert zu werden: Texte werden in kleine und kleinste Segmente zerlegt, die, isoliert, vom System erst in weiteren Prozeßtakten zur Visualisierung freigegeben werden, um dann wieder zu verschwinden. Das Leben als Abenteuer im Großstadtschungel “Grand Theft Lifetime, retardil”. Die Konditionierung besonders im Bizzinizz-Ambiente wird vom Handelsblatt in prägende Momente gefaßt: das Lesen als Assessment-Center. Exemplarisch sei genannt eines der aktuellen Oeuvres [3]:

    [*quote*]
    ————————————————————–
    Fünf Thesen: Wie die Welt zum Shopping-Center wird
    These 1: Wer wartet, ist schon tot

    Ladenbesitzer machen zunehmend mobil und mischen sich per Handy ein in Zeitbudgets und Tagesabläufe ihrer Kunden. Via rasch wachsenden Internet-Rabattdiensten wie „Groupon“ locken sie preissensible Käufer mit Schnäppchenangeboten wieder in die Läden. Besonders ausgeklügelte mobile Dienste stimmen die Lockangebote dabei zeitlich exakt mit schwach frequentierten Öffnungszeiten ab.
    These 2: Der Laden wird anklickbar
    These 3: Was digitalisiert werden kann, wird wegdigitalisiert
    These 4: Die Welt verwandelt sich in eine Verkaufsfläche
    These 5: Jeder ist nur ein Händler auf Zeit
    ————————————————————–
    [*/quote*]

Jede der Thesen ist ein Event, das zu erreichen wohldosierte Einzelmengen Adrenalin freisetzt und Endorphine. Doping, Pawlow – Führungskunst der besonderen Art: immer nur ein Element ist sichtbar, die anderen sind verborgen. Der Fokus wird permanent geführt und die Reaktionen dienen dem System als Trigger für weitere Sequenzen. Individuelle Kontrolle dank höchstqualitativer Algorithmen, 150%-ig legal, abgesichert durch international verankerte Normen und Gesetze und – above all – Handelsabkommen.

Als Vergleich die althergebrachte Darstellung: eine platte Bleiwüste:

    [*quote*]
    Fünf Thesen: Wie die Welt zum Shopping-Center wird

    These 1: Wer wartet, ist schon tot

    Ladenbesitzer machen zunehmend mobil und mischen sich per Handy ein in Zeitbudgets und Tagesabläufe ihrer Kunden. Via rasch wachsenden Internet-Rabattdiensten wie „Groupon“ locken sie preissensible Käufer mit Schnäppchenangeboten wieder in die Läden. Besonders ausgeklügelte mobile Dienste stimmen die Lockangebote dabei zeitlich exakt mit schwach frequentierten Öffnungszeiten ab.

    These 2: Der Laden wird anklickbar

    Produkte und Sortimente im Laden werden mit Zusatzinfos wie z.B. Herkunftshinweisen aus der virtuellen Welt angereichert. Die greifbare Ladenwelt vermischt sich mit digitalen Dienste. Damit einher gehen neue „Augmented Reality“ Anwendungen: Dank der virtuellen Anprobe die von Modeketten wie „Topshop“ getestet wird, könnte das mühsame Umziehen in engen Umkleidekabinen bald überflüssig werden. Wer das Serviceerlebnis für seine Kunden im Laden nicht optimiert, hat ein Problem.

    These 3: Was digitalisiert werden kann, wird wegdigitalisiert

    Ausgerüstet mit einem 3D-Drucker können Konsumenten bald selber zum „Digital Fabricator“ werden und Gegenstände wie Becher, Socken und Teller selber produzieren und „ausdrucken“ – kein schöner Ausblick für Shopbesitzer. Es sei denn, sie richten eine 3D-Werkstatt ein und lassen ihre Kunden mit individuellen Entwürfen an der Fabrikation der gewünschten Ware teilhaben, statt fertige Produkte zu verkaufen.

    These 4: Die Welt verwandelt sich in eine Verkaufsfläche

    Die Welt selber wird zunehmend zu einem einzigen großen Shopping-Center. Etwa, wenn Konsumenten irgendeinen Artikel im Schaufenster anklicken, via Barcode einscannen und kaufen können. Mit der „ScanLife“ Technologie geht das via QR-Code schon heute – unabhängig von Öffnungszeiten. Doch es naht ein Gegentrend: Gewisse Dinge werden limitiert und mit Exklusivität belegt – und das wird Begehrlichkeiten wecken.

    These 5: Jeder ist nur ein Händler auf Zeit

    Wenn Händler bisher von der Bildfläche verschwanden, hatte dies meist mit Konkurs, einer Übernahme oder Geschäftsaufgabe zu tun. Künftig verschwinden sie, weil die Generation mit dem mobilen Internet in der Hosentasche sie in ihrer Funktion als Lagerraum und Ort des Abverkaufs schlichtweg nicht mehr braucht. Für den heutigen Händler heißt das: Kein Laden – ob on- oder offline – wird mehr für die Ewigkeit gebaut. Das verdeutlicht schon die wachsende Zahl der temporär installierten Pop-Up-Stores.

    Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0 – der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten
    ————————————————————–
    [*/quote*]

Willkommen im 21. Jahrhundert. [5]

[1]
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=3014.msg18225#msg18225

[2]
http://www.imdb.com/title/tt0093894/

[3]
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/rocket-internet-samwer-brueder-sammeln-eine-milliarde-dollar-ein/8506286.html

[4]
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/rocket-internet-samwer-brueder-sammeln-eine-milliarde-dollar-ein-seite-all/8506286-all.html

[5]
Ja, sind wir denn Analphabeten!?

Twitter, der Jauchekanal des WWW

Friday, June 14th, 2013

Twitter ist ein gigantischer Haufen Schrott. Es ist Arbeitszeitvernichtung und Lebenszeitvernichtung im Giga-Maßstab.

Twitter wurde 2012 über 1/2 Jahr lang ausgiebig getestet. Das Ergebnis ist verheerend: Das uralte Usenet war schon vor 20 Jahren Twitter meilenweit voraus. Leider sind die meisten Netzbenutzer (“Netizen”) heute zu dumm, das Usenet und seine Möglichkeiten auch nur annähernd zu begreifen. Dabei will ich nicht sagen, daß ich das Usenet mag, beileibe nicht. Aber es hat ein ungeheures Potential, das nahezu völlig ungenutzt bleibt.

Eine der großen Chancen des Usenet: Daten werden von den Servern auf Vorrat gehalten (“retention-time” = Rückhaltezeit, Aufbewahrungszeit) – meist 90 Tage, aber auch weniger, wenn der Traffic sehr hoch ist. Man kann mehrere Tage Pause machen und bekommt trotzdem alle News, die in dieser Zeit geschickt und eingesammelt wurden. Bei Twitter dagegen werden neue Meldungen sehr schnell durchgespült und sind dann teilwese schon nach Minuten nicht mehr sichtbar.

Während das Einsammeln der Usenet-News auf Knopfdruck automatisch geschieht, unabhängig davon wieviele es sind, muß man bei Twitter beim Zurückhangeln der Meldungen in der Zeitleiste unter Umständen 1 Stunde und mehr immer wieder und immer wieder von Hand weiterklicken. Beim kleinsten Fehler bricht alles zusammen und man muß wieder von vorne anfangen. Twitter ist – nicht nur in diesem Punkt – ein hochgradig idiotisches und sadistisches System, das Menschen auf das Primitivniveau von stupiden Knöpfchendrückern zwingt.

Ein weiterer Vorteil des Usenets: Im Usenet können nahezu beliebig große Texte gesendet werden. Twitter dagegen ist eine geisteskranke Krücke mit lächerlichen 140 Zeichen, die Einem nicht einmal richtige Sätze oder Zitate ermöglichen.

Die selbstherrliche Administrierung bei Twitter kann einen User jederzeit rauswerfen, was gewisse Personen wie ein Herr Michael Seemann zum Beispiel so benutzen:

    https://twitter.com/mspro/status/338901268124794883
    [*quote*]
    ———————————————–
    Michael Seemann ?@mspro

    menschlicher abschaum zum spamblocken: @thistell, @stimmviech, @aribertdeckers, @berufszyniker16, @luggi07, @fishermanAC, @lido_lee. pls rt.
    4:15 AM – 27 May 13
    ———————————————–
    [*/quote*]

Das Usenet ist kein Ort der Watte und der flauschigen Freundlichkeit, im Gegenteil: Kriminelle wie Janet Mae Drew [1] und Andrew Ben Hua Chung [2] treiben dort jahrzehntelang ihr Unwesen. Das ist einer der Gründe, warum ich das Usenet nicht mag. Aber beim Usenet kann man wenigstens SEHEN, was geschieht. Bei Twitter kann man mit geisteskranken Spamblocks oder anderen Mätzchen daran gehindert werden, Dinge überhaupt zu sehen. Ein anderer Balken am Hirn der Twitter-Macher: die Schranke von 2000 Accounts, die man beobachten (“follow” = verfolgen) kann. Wie soll sich ein Journalist ernsthaft informieren, wenn die Zahl seiner Quellen mit dem Hackebeil beschränkt wird!? Das ist grotesk, das ist jenseits von lächerlich.

Wobei es aber User gibt, die mehr als 2000 Accounts folgen. Wie machen die das? Sehr einfach: Die sind mit der von Twitter vorgegebenen Dumpfbacken-Methode “Du folgst mir, ich folge Dir” Stück um Stück über die 2000-er Grenze hochgekommen. Wer ein Minimum an Followern hat, DARF mehr als 2000 Personen folgen.

Das heißt: Twitter ERZWINGT bestimmte primitive Verhaltensweisen. Unter anderem die Vernetzung der Personen untereinander ist dann weidlich ausschlachtbar in zukünftigen Strategieänderungen und Skript-Einbauten zur kommerziellen Ausbeutung der User. Die Macher von Twitter sind nicht dumm, sie sind niederträchtig.

Dazu gehört auch die ungeheure Menge an Traffic, den Twitter erzeugt, und zwar erzeugt durch völlig sinnlose Datenvernichtung. Während beim Usenet eingelesene Daten im PC gespeichert werden und danach ständig verfügbar sind (wenigstens bei guten Programmen wie “Forte Agent”), wird bei Twitter ständig neues Einlesen erzwungen. Wer mobil ins Netz geht, wird dadurch in hohe Trafficvolumen, also hohe Kosten gezwungen. Die Mobilfunkbetreiber können sich die Hände reiben. Wenn es Twitter nicht schon gäbe, es wäre eine ihrer lohnendsten Investitionen gewesen.

Weiter: Da Twitter ständige Aufmerksamkeit erfordert, lenkt es vom normalen (Berufs)arbeiten am PC ab. Bei 100 Mio Usern und pro Tag nur 5 Minuten UNNÜTZEM (!) Warten auf das Einlesen aus dem Datenstrom sind das 500 Mio Minuten Zeitverschwendung pro Tag. Laut
http://www.digitalnext.de/twitter-200-mio-aktive-nutzer/
hatte Twitter im Dezember 2012 200 Mio User erreicht. Macht mehr als 1 Milliarde Minuten Zeitvernichtung pro Tag.

Es sind aber nicht 5 Minuten am Tag, sondern ein x-faches davon!

Der gesamtwirtschaftliche Schaden sollte Grund genug sein, Twitter auf der Stelle abzuschalten.

Um die Gefahr zu verdeutlichen: Zeitvernichter wie Twitter haben einen sehr starken Suchtcharakter. Während Rauschgifte wie Opium, Heroin, usw per Gesetz verboten sind, ist das bei Internet-verbundenen Suchtgiften noch nicht der Fall. Die Süchtigen mögen lamentieren, daß Kneipen auch nicht verboten sind. Das ist wohl wahr, nur ist einerseits deren Gefahr schon lange bekannt und es wurden Sperrstunden, Altersgrenzen usw eingeführt. Bei Internet-verbundenen Suchtmitteln werden dagegen selbst die Existenz der Süchte und deren Gefährlichkeit noch immer entschieden geleugnet, am meisten von denen, die davon profitieren. Daß die Betreiber von “social media” teilweise sogar extrem kriminelles Verhalten an den Tag legen, ist kein Geheimnis mehr – aber Staat und Politik tun nichts dagegen. “non olet” regiert, die Kumpanei von Vollblödheit, Charakterlosigkeit und Korruption.

Es wird behauptet, Twitter sei ein gutes Werkzeug für Journalisten. Nein, dem ist nicht so! Um das zu verdeutlichen, zeige ich 2 weitere Fallen: die Zahl der “Follower” und die Zeitabhängigkeit.

Eine große Zahl von “Followern” bedeutet (fast) gar nichts. Viele “Follower” sind nichts weiter als von Robotern (“bots”) eingetragene Accounts. Der Sinn dieser Eintragungen ist sehr einfach: Reklame. Ein Reklameverteiler setzt sich rotzfrech in die Reihe der Follower einer Person. ANDERE Surfer werden dann aus Neugier sehen wollen, wer dieser Follower ist – und schon sind sie hereingefallen.

Früher war es “name-dropping” – die Namen einer zu bewerbenden Firma oder Ware erwähnen, damit die NAMEN im Gedächtnis der Leser und Zuhörer bleiben – heute werden in privaten Web-Seiten und Follower-Listen Namen und URLs injiziert.

Bösartige Roboter verteilen direkt oder indirekt URLs von mit Trojanern und Viren vergifteten Web-Sites. Neuere Tricks machen das nicht direkt, sondern über eine oder mehrere Zwischenstufen.

Insgesamt ist das Ziel der Kriminellen: Sich so oft wie möglich überall einzuklinken und die vorhandenen Accounts echter User zu überschwemmen.

Je größer die Fläche, die erobert wird, desto größer die Chance, daß sich Surfer dorthin verirren und einen der Links anklicken.

Das Erobern muß nicht aktiv geschehen durch Verschicken von direkt adressierten “Tweets” (Meldungen in Twitter werden so genannt) oder Zustimmungen (“favorites”) zum neugierig-Machen. Nein es genügt das passive Vorhandensein und Warten.

Es sind Fallensteller; ihre Werkzeuge sind die Neugier der Surfer und die Zeit.

Die Fallensteller kommen zuhauf. Oft sind pro Tag mehr Follower durch “Bots” (Roboter) eingetragen als durch echte Menschen. Wer viele Meldungen verschickt, hat für Fallensteller einen höheren Wert und bekommt deswegen mehr Überfälle durch Bots. Eine Zahl von 1000 oder 10.000 Followern besagt also gar nichts. Selbst ein völlig ruhiger Account wird mit der Zeit durch Bots bevölkert. Sich einer großen Zahl von Followern zu erfreuen und meinen, man habe eine Wichtigkeit, ist eine Selbsttäuschung. Man ist nichts weiter als ein Ankerplatz für Fallensteller. Räumt man nicht auf, macht man sich zu deren Komplizen.

Fallensteller sind Parasiten. Twitter ist nichts anderes als eine riesige Verteilorganisation dafür. Wer sich mit Twitter beschäftigt, sollte sich diese Parasiten schnell und hart vom Hals schaffen. Tut man das nicht, sorgt man durch bloßes Nichtstun für deren Verbreitung und übergibt die echten Menschen um sich herum diesen Parasiten. Darf man das verantworten?

Nun zum Faktor Zeit. Angenommen Jemand habe 30.000 Follower. Was besagt das? Nicht viel. Ich habe 2012 Joseph Mercola, einen besonders üblen PR-Mafioso beobachtet, der anscheinend vor gar nichts zurückschreckt. So sind in seiner Web-Site alleine 36 Web-Seiten damit befaßt, dem kriminellen Psychopathen Ryke Geerd Hamer
http://www.todessekte.de
http://www.deathsect.com
zu huldigen und ihm das Flair eines großen Wissenschaftlers zu geben – angesichts der hunderte Todesfälle, für die Hamer verantwortlich ist, eine durch und durch kriminelle Handlung.
Joseph Mercola hatte seinerzeit, wenn ich mich nicht irre, rund 30.000 Follower.

Interessant war zu sehen, wie die Reaktionen waren auf Tweets von Mercola – oder auf Kritik, wenn man ihm Vorhaltungen wegen seiner Reklame für Hamer macht.

Das Ergebnis: Trotz 30.000 Follower fast keine Resonanz. Während Mercola’s idiotische medizinische Behauptungen und Lügen nur von einer handvoll Surfer weitergereicht (“retweeted”) werden, ist die Reaktion auf Kritik noch seltener. Amüsanterweise stellt sich heraus, daß Reaktionen auf Kritik oft nicht von Anhängern Mercola’s kommen, sondern von anderen Kritikern.

Das aus der Vogelperspektive zu sehen (was damals noch möglich war – Twitter hat inzwischen einiges stark eingeschränkt) war sehr ernüchternd. Trotz 30.000 Followern ist man ein Rufer in der Wüste. Die Frage ist: Warum!?

Nehmen wir an, ein User X habe 24.000 Follower und diese seien gleichmäßig um den Globus verteilt. Dann kommen 1000 pro Stunde überhaupt in das Zeitfenster, etwas von X zu sehen. Vielleicht sogar noch weniger. Sogar VIEL weniger, denn um einen Tweet von X zu sehen, müssen sie möglichst zeitnah zu diesem Tweet die neuen Meldungen einlesen. Sind sie zeitlich zu weit entfernt, bekommen sie den Tweet gar nicht auf den Schirm.

Das Ganze ist ungefähr so als ob man an einem Fluß säße und andauernd werfen Leute etwas hinein. Man sieht dann nur das, was IN DEM MOMENT, wo man hinschaut, an einem vorbeischwimmt. Da sind also die viele Abfallstücke und jede Menge Unrat, die an Einem vorübertreiben. In einem Augenblick sind sie da, und im nächsten sind sie weg. Man müßte, um sich einigermaßen ein Bild zu verschaffen, STÄNDIG in die Brühe starren. Macht das einen Sinn? Nein!

Im Usenet werden die “Posts” (Meldungen) vom Server gesammelt und man erhält sie allesamt auf Knopfdruck. Man kann sie filtern, man kann sie sortieren. Sie sind gespeichert und problemlos durchsuchbar mit einer Volltextsuche auf Zeichenketten-Basis.

Bei Twitter guckt man in den vorbeitreibende Unrat und kann oft selbst einfache Dinge höchstens mit einem Screenshot festhalten.

Während im Usenet etwas 1x gepostet (in das Netz geschickt) werden muß und dort die Empfänger auch erreicht, ist es bei Twitter eine völlig sinnlose Lotterie – man kommt nur zu denen durch, die gerade hinsehen, also lächerlich wenige.

Zu meinen, daß man mit Twitter ernsthaft Neuigkeiten verschicken könnte, ist ein ganz, ganz dicker Trugschluß.

Wer den Zeitfenster-Effekt auffangen will, indem er eine Meldung mehrere Male immer wieder neu verschickt, erlebt 2 unangenehme Überraschungen. Erstens nimmt Twitter oft Wiederholungen gar nicht erst an und zweitens sind Wiederholungen verpönt und führen dazu, daß man gemieden wird. Mit anderen Worten: Man sitzt in der Falle. Man erreicht das Publikum nicht, und man wird obendrein gemieden.

Twitter als Verbreitungsmedium ist ein Witz. Das einzige, wozu sich Twitter wirklich eignet: wie ein Huhn herumzugackern und meinen, daß Einem Jeder zuhört, meinen, man sei der Mittelpunkt der Welt.

Würde man den Netzstecker ziehen – die Öffentlichkeitswirkung ist nur unwesentlich geringer…

Twitter ist Schrott.

—–
[1] Janet Mae Drew
FAQ about JAN DREW, the Net stalker and agent for the naturopathic mafia
http://www.transgallaxys.com/~aktenschrank/zerobrainers/DREW_FAQ.txt

Home of Jan Drew the usenet kook!
AKA Janet Drew, Janet Mae Drew, Janet Mae Nelson, Janet Mae Stidd
http://jandrew.somebastard.net/

[2] Andrew Ben Hua Chung
FAQ about murderous Satan Andrew Ben Hua Chung, guilty for the death of a child
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7628

Casting-Shows als Nachfolge der Tanz-Marathons

Saturday, May 18th, 2013

Vor gut 100 Jahren begann die Blüte einer Massenperversion: Tanzmarathons.

Dance Marathons of the 1920s and 1930s
http://www.historylink.org/index.cfm?DisplayPage=output.cfm&file_id=5534

Castingshows sind eine neuere Variante der Ausbeutung.

Artisten in der Zirkuskuppel? Trostlos!

Tuesday, May 14th, 2013

Die Medienlandschaft geht den Bach runter. Jeder greift nach einem Strohhalm.

Die Einnahmen schwinden, die Leser/Zuschauer ziehen weiter, zurück bleibt ein leerer Platz. Der Zirkus ist leer und der Wind bläst durch das Zelt. Einsame Szene im Wilden Westen. Das ist keine Analogie, sondern die Wahrheit.

Die ersten, die von den neuen Medien ins Aus gedrückt wurden, waren die Zirkusse. Was früher eine große Attraktion war, zu der man kommen mußte, um sie zu sehen, wurde durch das Fernsehen zur Alltäglichkeit. Wozu irgendwo für teures Geld unbequem in einem Zirkuszelt sitzen, wenn man auf der eigenen Couch mit Chips und Cola den Löwen und Tigern in Großaufnahme ins Gesicht sehen kann? Preiswerter (sic!) ist es auch. Und billig allemal.

Das Fernsehen war ein neues Medium, und eine Branche hat es nahezu völlig vernichtet. Nur noch vereinzelt gibt es so etwas wie einen Zirkus. Die letzten von ihnen werden von Tierschützern um ihre Attraktion “Tier” ärmer gemacht. Was bleibt, sind einige wenige Artisten, die in riesigen Firmen und Aufbauten einen extravagant teuren Hauch von Exotik bieten können, den das Fernsehen NICHT vermitteln kann. Der Rest … ist Vergangenheit.

Die Zirkuslandschaft ist nahezu völlig leer.

Wer heute in Wiederholungen alter Filme Szenen mit Artisten sieht, wer war schon dabei, wer hat in seinem Leben EIN MAL in einem Zirkus gesessen? Ab einem Alter x sieht die Generation Netbook, schon gefolgt von Generation Tablet, Dinge aus einer Zeit vor ihr, Dinge die ebensogut im Mittelalter hätten sein können, so groß ist die geistige Distanz. Weit, weit weg…

Man sieht die alten Filme, hört das Wort Zirkus. Irgendwas seltsames muß das gewesen sein, der “Zirkus”. Die Leute damals fanden ihn … Wie? Spannend? Interessant? Selbst die Worte zur Beschreibung fehlen. Auch die Sprache hat sich geändert. Gewaltig geändert. Schrill ist sie geworden, und auch leer.

Das bedruckte Papier stirbt. Nicht schnell, aber mit großen Sprüngen. Ein schwerer Schlag gegen die gedruckten Medien kam… durch das Fernsehen. Das Fernsehen war überall, es kommt direkt ins Haus zu den Menschen. Es ist schnell und es kostet nahezu nichts. Bedrucktes Papier, das ist Druckerschwärze, aber Fernsehen ist bewegte Bilder und ist Ton. Ja, bewegte Bilder, Ton,.. Dinge des Kinos. Auch das Kinosterben geht auf das Konto des Fernsehens.

Kino wird nur von Wenigen gemacht: Filmstudios, irgendwo, und vor Ort in den Städten Kinos. Sonst ist niemand beteiligt – außer als Konsument. Aber eine Zeitung ist persönlicher. Im Ort gibt es mehr Menschen, die von und mit der Zeitung leben, die berichten, die Werbung machen, die über ihre Vereine und über das Leben in der Stadt berichten. Die Zeitung, das sind wir. Kino ist das nicht. Das Kinosterben ging an der Masse unpersönlich vorbei. Der Journalist, den kannte man, gewöhnte sich an ihn, sah ihn vieleicht, sprach mit ihm. Zeitung, das war das Leben in der Stadt.

“Zeitung, das sind wir.” Das ist vorbei.

Die Zeitungen sterben. Immer weniger Geld durch direkten Verkauf und noch weniger Geld durch Werbeeinnahmen. Wovon die Leute bezahlen? “Kein Geld, keine Journalisten” – eine einfache Rechnung.

Keine Journalisten, keine Inhalte. Womit dann die Zeitung füllen? Womit die Leser anlocken? Nun, vieles in der Zeitung ist gar nicht von “der Zeitung”. Es stammt von Nachrichtenagenturen, die landesweit arbeiten, die Texte und Bilder liefern, die von den vielen Journalisten in den vielen Redaktionen gelesen und wiedergegeben werden, umgeschrieben werden, oder ganz einfach mit cut+paste kopiert werden. Die Ware Information, sie stammt nicht aus der Zeitung. An Tausenden von Orten wurde die gleiche Information anders und einzeln verkauft. Das geht aber nur solange gut wie die einzelnen Leser nur eine oder eine handvoll Zeitungen lesen können.

In dem Moment, wo die Leser – inzwischen im Internet – alle diese Zeitungen parallel vor Augen haben, bricht das System Zeitung zusammen. Der Löwenanteil der Meldungen ist nicht vom Platz “vor Ort”, sondern national und international. Dieser große Anteil des nicht den Ort betreffenden Inhalts ist für die meisten Zeitungen gleich. Lediglich ein paar eigene Artikel hier und dort, aber in der Mehrzahl Kommentare, und keine eigenen Berichte.

“Zeitung, das sind wir.” Made in India.

Von der wirklich den Ort betreffenden, das “Wir”-Gefühl erzeugenden Atmosphäre der Zeitung bleibt nicht viel. Zu wenig Inhalt, zu wenig Einnahmen. Oft auch zu wenig Stoff. Wo nichts passiert, gibt es nichts zu berichten. Wo nur Belangloses geschieht – wer will das schon lesen? Die überregionalen Teile der Zeitung fangen diese Unzulänglichkeit auf, aber nur solange es sie gibt! Und eine Zeitung nur aus Sonntagsbeilage, Rätsel und Sport? Kauft auch keiner.

Sportmeldungen, die macht inzwischen der Computer. Lokale Meldungen werden in Indien getippt, zusammengeschustert aus im WWW zu findenden Puzzleteilen. Der Betrug an den Lesern ist aufgeflogen, aber aufgegeben wird er nicht. Solange es keinen Vermerk “hyperlokal = made in India” gibt, kann der Leser nichts davon erkennen.

Alles kracht zusammen. Rette sich, wer kann.

Weg vom langsamen und teuren bedruckten Papier – hin zur schnellen und billigen Internetversorgung. Die gedruckte Zeitung ist ein Komplettpaket, aus dem sich der Leser dieses oder jenes rauspickt. Wer liest schon eine ganze Zeitung, alle Meldungen von der ersten bis zur letzten Seite? Niemand. Aber bezahlen tut er sie. Im WWW aber nicht! Dort wird nur gelesen, was interessiert. Bezahlt wird (noch) nicht. Kostenlos muß es sein!

Kostenlos? Wenn kein Geld durch den Verkauf von Einzelartikeln kommt oder durch Abonnements, gibt es nur 2 Geldquellen: Reklame und Spenden. Das mit der bezahlten Reklame ist alt. Und Spenden? Daran wird noch gearbeitet. Der neueste Schrei: das “Crowdfunding”. Aber das, was wirklich zählt, das gibt es noch nicht: daß die Bewohner eines Ortes ihre eigene Zeitung freiwillig durch Spenden bezahlen. Bis so etwas geschieht, muß sich ein ausreichender Leidensdruck erst aufbauen.

Wir, das ist Zeitung.

Der Raubtierkapitalismus läßt sich Gelegenheiten zum Geldeinsacken nicht entgehen. Mit dem Wegziehen der Bürger aus dem realen Leben in virtuelle Internetwelten ergab sich eine neue Geldquelle: die Bürger schreiben lassen und deren Texte für Werbegeld vermarkten. Die Autoren kriegen natürlich nichts. Die schreiben von sich aus. Natürlich nicht jeder, aber wenn es ausreichend viele sind, kann man durch die Werbung Geld einfahren. Eine Maschine zum Gelddrucken. Soziale Netzwerke, das waren die Zielobjekte der Begierde. Sie wurden hochgefahren, sie wurden gekauft. Und sie implodieren. Aber noch floriert der Markt. Der Hang zum Ratschen und Tratschen, die Neugier, alles verlagert sich vom Gespräch auf die Straße, vom Treppenhaus — alles rein ins WWW. Niveau Null, aber in Milliardenzahl. Das bringt Geld.

Facebook, Twitter,… Zeitvernichtung, Geldabschöpfung, Ratlosigkeit.

Die Frage ist: Wie können Zeitungen überleben? Wie können Journalisten mit ihrer Arbeit Geld verdienen?

Fragen wir lieber: Was ist überhaupt noch Journalismus?

Wenn alle Menschen ins WWW ziehen, wenn sie kein Geld zahlen wollen, wie kann ein Journalist dann noch bezahlt werden? Wer überhaupt ist ein Journalist? Was muß er tun, damit er gelesen wird?

Früher mußte er seinen Chefs gefallen. Er wurde gedruckt und seine Artikel als Teile von Paketen verkauft. Heute zählt jeder einzelne Artikel. Geld kommt nur, wenn genug Surfer sie lesen und dafür von den Werbenden genug bezahlt wird.

Wer wird heute noch gelesen? Was wird gelesen? Wieviel wird gelesen?

Damit sind wir wieder beim Zirkus. Wer kommt in den Zirkus und sieht den Artisten zu? Wie aufreizend muß seine Darbietung sein? Was muß der Dompteur tun für den Nervenkitzel? Und wie dompteuriert der Journalist seine Leser, damit sie ihm folgen?

Einige wenige Journalisten sind sehr bekannt, haben viele “Follower” und Leser – und vielleicht auch bringen sie genug Anreiz für Werbung – und vielleicht auch bekommen sie sogar genug Geld zum Leben. Aber der Rest?

Der Zirkus ist leer und der Wind bläst durch das Zelt. Einsam schreibt ein Journalist seine Artikel. Doch keiner liest sie. Das WWW ist – genau besehen – eine riesige Geisterstadt. Hin und wieder zieht ein Touristenbus durch eine Straße vorbei – mit einer Horde johlenden Publikums und vornedrin die Animateure, sich gegenseitig überbietend, eine Mischung aus Guru und Feuerschlucker – Gaukler, Schwindler, Magier, Losverkäufer und Hellseher.

Panem et circensis.

Und die Löwen werden Euch fressen. Die sind echt.

Die Schere im Kopf

Tuesday, April 30th, 2013

Die Schere im Kopf, niemand zementiert sie fester und härter als
Journalisten – und sie bilden sich auch noch ein, sie täten es nicht.

“Sehr geehrte Redaktion, nachstehend erhalten Sie eine Pressemeldung der Medizinischen Universität Graz.”

Thursday, April 4th, 2013

4.4.2013
Mit der Begrüßungszeile
“Sehr geehrte Redaktion, nachstehend erhalten Sie eine Pressemeldung der Medizinischen Universität Graz.”
ging heute vormittag eine Email ein, die, so die Begrüßungszeile, von der “Medizinischen Universität Graz” stammen soll. Die Presseabteilung der Medizinischen Universität Graz
(http://www.meduni-graz.at/2158) hat sie jedoch nicht verschickt, wie man auf Anfrage eines Journalisten mitteilte. Auch Professor Christian Fazekas
(https://online.medunigraz.at/mug_online/visitenkarte.show_vcard?pPersonenId=EE723D842F2FAFF2&pPersonenGruppe=3)
war nichts von dieser Mitteilung bekannt. Seine beiden in wohl kurzem Abstand durchgeführten Studien sind noch nicht veröffentlicht.

Ich halte daher die Pressemitteilung für eine Fälschung.

Cui bono?

Die Email:

[*XQUOTE*]
————————————————————–
Subject: Pressemitteilung ­ Medizinische Universität Graz / Studie beweist: Thermalbaden hilft gegen Stress
From: Rüdiger Keuchel
Date: Thu, April 4, 2013 10:05
To: info@humannews.de

Sehr geehrte Redaktion,

nachstehend erhalten Sie eine Pressemeldung der Medizinischen Universität
Graz.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Kontaktdaten unter der Pressemeldung.
Falls Sie keine Presseinformationen mehr von uns erhalten wollen, antworten
Sie bitte auf diese Mail mit dem Hinweis “abbestellen”.

————–
Studie beweist: Thermalbaden hilft gegen Stress

Burnout einfach vorbeugen

Medizinische Universität Graz: Thermalwasser senkt den Stresspegel
maßgeblich und hilft gegen Burnout ­ Kristallbäder sehen sich in ihrer
Philosophie bestätigt: regelmäßiges Thermalbaden und Saunieren steigert das
Wohlbefinden, erhöht die Lebensfreude und beugt Krankheiten vor.

Stein bei Nürnberg ­ Für Heinz Steinhart stand es schon immer fest:
Regelmäßiges Thermalbaden und Saunieren steigert das Wohlbefinden, erhöht
die Lebensfreude und beugt vielen Krankheiten wirkungsvoll vor. Umso mehr
freut es den Gründer der Kristallbäder-Gruppe, dass kürzlich eine
österreichische Studie diese Auffassung nachhaltig bestätigt hat.
Wissenschaftler der Medizinischen Universität Graz und des Landesklinikums
St. Pölten haben herausgefunden, dass bereits ein 25-minütiges Bad in
Thermalwasser zu einer spürbaren Senkung des Anteils des Stresshormons
Kortisol im Speichel führt. Mit anderen Worten: Thermalbaden hilft gegen die
“moderne Zivilisationsgeisel” Burnout.

Auszeiten sind ungemein wichtig

“Unser Leben”, sagt Heinz Steinhart, “wird immer hektischer, der Leistungs-
und Erfolgsdruck nimmt stetig zu. Deshalb ist es ungemein wichtig, dass wir
uns immer wieder kleine Auszeiten nehmen, um uns zu erholen. Die zwölf
Kristall-Thermen in Deutschland bieten hierzu die idealen Voraussetzungen.”
Neben der heilenden Wirkung des wohligwarmen Thermalwassers, habe, so
Steinhart, auch das Saunieren eine positive Wirkungen auf den Organismus.
“Durch das Schwitzen werden Übersäuerungen abgebaut und Schlacken
ausgeschwitzt – und das alles in einer netten Atmosphäre und in einem sehr
angenehmen Ambiente.”

Pressekontakt:
KONTEXT public relations GmbH
Klaus Schardt
Kaiserstraße 168-170
90763 Fürth
Telefon: 0911/97478-0
E-Mail: klaus.schardt@kontext.com
Homepage: http://www.kristallbaeder.de

Bildmaterial vorhanden:
http://www.humannews.de/meldungen/aktuell/beitrag/studie-beweist-thermalbaden-hilft-gegen-stress/

Stichworte:
Burnout, Stress, Kristallbäder, Thermalbaden, Saunieren, Krankheit, Therme,
Studie, Medizinische Universität Graz,

————–
Diese E-Mail wurde Ihnen von humannews im Kundenauftrag übermittelt.
Für den Inhalt haftet der im Absender genannte Auftraggeber.

humannews ist der Pressedienst der keuchel pr gmbh
Winterstraße 4-8, 22765 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 89003968, Telefax: +49 (0)40 87881411, E-Mail:
info@humannews.de
http://www.humannews.de

Registergericht: Hamburg, HRB 89203
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz:
DE232599267
Vertretungsberechtigte Personen: Rüdiger Keuchel (Geschäftsführer der
keuchel pr gmbh)
————————————————————–
[*/XQUOTE*]

Wenn der Absender von nichts weiß

Thursday, April 4th, 2013

Wenn der Absender von nichts weiß

Unwissenheit schützt vor Veröffentlichung nicht. Oder so ähnlich. Heute
morgen machte eine Email den Weg in das Internet, deren Ursprung sich
jetzt erst einmal selber finden muß. Wer da in Buchstaben gebadet und
sauniert hat, vielleicht so eiskalt, daß ihm zu heiß ist, weiß ich
nicht, obwohl, vestigia terrent, eine Sauna in der Sache nicht unbeteiligt
zu sein scheint…

Nachdem “humannews”, der Transporteur der Email, mir in der Vergangenheit
mehrere Male so eckig auffiel in einem Maß und Rahmen, daß ich sie eher
unter “rund” und “Ablage” katalogisiere, heute mit “Rüdiger Keuchel” als
Absender in Erscheinung trat, bin ich der Meinung “DANKE, darauf habe ich
gewartet…!”

Grüße aus der Gutenberg-Galaxis

Wenn Journalisten pfuschen

Thursday, December 13th, 2012

Liebe Freunde des gepflegten Humors,

dieser gar köstliche Einfall kam mit dem neuen Newsletter des “Netzwerk Recherche”:

    [*quote*]
    ——————————————————-
    # 16: Kostenlose Rechercheunterstuetzung fuer Themen aus Medizin & Gesundheit .

    Seit mehr als zwei Jahren analysieren einige der besten
    Journalisten ihres Fachs im Projekt “Medien-Doktor” am
    Dortmunder Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus die
    Berichterstattung ueber Medizin und Gesundheit. Nun kommt
    ein bisher einmaliges Angebot fuer Journalisten dazu:
    “Medien-Doktor PRO” ist ein neuer Service, bei dem das
    Medien-Doktor-Team freie Journalisten ebenso wie Redakteure
    bereits bei der Recherche medizinjournalistischer Themen
    unterstuetzt. Damit soll proaktiv Unterstuetzung schon bei
    der Entstehung eines Beitrags angeboten werden.
    ——————————————————-
    [*/quote*]

Wie ich seit JAHREN feststellen kann, WOLLEN Damen und Herren des schreibenden Gewerbes aber gar nichts wissen. Gerade gestern hatte ich wieder ein Erlebnis der dritten Art: Jemand, ein Journalist, sogar ein über die Landesgrenzen hinaus bekannter, dekoriert, hofiert, verehrt, … hört nicht zu. Er hat etwas geschrieben, was inhaltlich falsch ist, und zwar gefährlich falsch. Aber er will es nicht einsehen. Er will nicht zuhören. Nein. Punkt.

Was mir da passiert ist, ist weißDarwin kein Einzelfall. Man könnte Kataloge mit solchen Ereignissen füllen.

Eben solche Momente sind es, die einen einfachen Bürger – sei er Hausfrau, Generaldirektor oder auch nur ein kleiner Assistenz-Wichtel an einer Uni – zum Kochen bringen. Es sind solche Momente, die die Leute dazu bringen, SELBST zu veröffentlichen.

Zuhören können UND WOLLEN wird an Journalismus-Schulen ganz offensichtlich weder gelehrt noch überhaupt verstanden. (sic!)

In diesem Zusammenhang der Hinweis, was denn falsch war: seine Behauptung, in Homöopathika sei kein Wirkstoff enthalten.

Es ist eine Tatsache, daß bei Homöopathika ohne Sinn und Verstand verdünnt wird über jedes Maß hinaus. Wir müßten teilweise Universen anbauen, um solche Verdünnungen realisieren zu können.

Der Haken ist jedoch, daß der Verdünnungswahn NUR FÜR EINEN TEIL der homöopathischen Mittel gilt. Bei anderen Homöopathika erdreisten sich die ehrenwerten Damen und Herren Pfuscher nämlich und sogar, UNVERDÜNNTE Mittel, in “D0”, also die Ursubstanz, als “homöopathisch” zu behaupten und zur Anwendung zu verkaufen. Da ist dann sehr wohl eine Wirkung vorhanden, aber keine homöopathische, sondern eine biochemisch-pharmakologische. Von Homöopathie, wie sie der Bevölkerung vorgegaukelt wird, keine Spur.

Brandgefährlich wird es, wenn es zum Beispiel um eines der am häufigsten von Homöopathen eingesetzten Mittel geht: um Quecksilber, bzw um dessen chemische Verbindungen. Darüber habe ich bereits vor über 11 Jahren geschrieben, anno 2001. Hier ein Zitat aus meiner Web-Seite

http://www.ariplex.com/ama/ama_rep1.htm

über eine der Quecksilberverbindungen:

    [*quote*]
    ——————————————————-
    Mercurius jodatus ruber
    Hydrargyrum bijodatum rubrum
    Quecksilberjodid

    HgJ2

    Verschreibungspflichtig bis einschließlich D3

    Vorschrift 6: Verreibung = D1
    SV Lösung = D3

    Gebräuchliche Tabletten (Dil): D4, D6, D3
    Gebräuchliche Ampullen : D6, D8, D15
    ——————————————————-
    [*/quote*]

“Verschreibungspflichtig bis einschließlich D3” zeigt einerseits, in welch hoher Dosierung dieses Mittel durchaus eingesetzt wird, und andererseits, daß es als nicht verschreibungspflichtiges Mittel bereits als “D4” (also lediglich verdünnt mit dem Faktor 1:10000) frei verkauft wird. Die Folgen sind entsprechend. Es gab durch Homöpathika bereits Todesfälle. Darauf weist der österreichische Homöopath und Präsident des “Dachverbandes Österreichischer Ärzte für Ganzheitsmedizin” Michael Frass sogar selbst hin!
(Siehe http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6903 )

Homöopathika sind also alles andere als ungefährlich. Der Text des Journalisten tutet jedoch in das schon seit 200 Jahren bekannte Horn “vollig wirkungslos”. Damit wiegt er Kranke in falscher Sicherheit (durchaus lebensgefährliche falsche Sicherheit!) und trägt obendrein dazu bei, sich bei den Homöopathen – zu recht – lächerlich zu machen. Denn die wissen, was sie tun.

Ja, Homöopathen wissen, was sie tun. Zum Beispiel hetzen Homöopathen gegen das Impfen. Eines der häufigsten Argumente: in den Impfstoffen sei ja das so gefährliche Quecksilber enthalten. Dana Ullman, ein amerikanischer Lügner, Fälscher und Homöopathika-Händler, hochgejubelt unter anderem in der mehr als nur dubiosen “Huffington Post”, verweist sogar darauf, daß Quecksilber, verdünnt mit 1:1 Million, Bakterien tötet.

Eben dieser so laute, vorlaute, beleidigende und verleumdende und mehr als nur extrem großmäulige angebliche Homöopath, der im Internet (so bei Twitter) herumpöbelt, verkauft zu deutlich hohen Preisen die Mittel des Herstellers Boiron, unter anderem jene gegen Influenza – wobei er falsche medizinische Tatsachenbehauptungen aufstellt, für die Boiron längst vor Gericht stand und mehrere Millionen Dollar zahlen muß.

Dieser Dana Ullman, in der Selbstdarstellung und in der “Huffington Post” dargestellt als DER Homöopath der USA, ist ein sehr aggressiver Heilmittel-Händler und verkauft … Quecksilberverbindungen! Als homöopathische Mittel. Auch in einer Verdünnung von D6, also 1:1 Million. Womit er, der vorgeblich beste Homöopath des Landes, in krassem Widerspruch steht zu seiner eigenen Aussage über die Gefährlichkeit der Impfstoffe und des Impfens.

Im TG-1 gibt es eine Akte über Dana Ullman:
“Die Akte Dana Ullman / The Dana Ullman files”
http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?board=410

Die Web-Site des netzwerk recherche e.V.
http://www.netzwerkrecherche.de/Newsletter/

Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e. V.
DGAUM
http://www-dgaum.med.uni-rostock.de/index.html
“Leitlinien
Arbeiten unter Einwirkung von Quecksilber und seinen Verbindungen
(Arbeitsbedingte Quecksilber-Intoxikation)”
http://www.ariplex.com/ama/amaleit1.htm

“Wehrhafte Medizin!”
über Ernährung und über Gifte
http://www.ariplex.com/ama/ama_gift.htm

BGVV: Den Verzehr bestimmter Fischarten wegen Quecksilberbelastung einschränken!
http://www.ariplex.com/ama/amabg002.htm

Qecksilbervergiftung durch Lebensmittel
http://www.ariplex.com/ama/ama_fish.htm

Man sagt “Danke!”

Saturday, December 8th, 2012

Man sagt “Danke!”:

http://www.motherjones.com/thanks

[*quote*]
——————————————–
Thanks for signing up!

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While we have your attention, we’d like to let you know that Mother Jones is a 501(c)(3) nonprofit that depends on our readers to support our hard-hitting investigative journalism. Want to support us? Please subscribe to the magazine for just $12 or make a tax-deductible contribution to the Mother Jones Investigative Fund.

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Madeleine Buckingham,
President, Mother Jones
——————————————–
[*/quote*]

Danke dafür, daß Journalisten bezahlt werden können, die so etwas schreiben:

http://www.motherjones.com/politics/2011/09/jon-huntsman-pyramid-scheme-mlm
http://www.motherjones.com/politics/2011/09/jon-huntsman-pyramid-scheme-mlm?page=2

Wem sagt man in Deutschland “Danke”?

Knapp daneben…

Saturday, December 8th, 2012

“Knapp daneben ist auch vorbei”, heißt es. Wie ich jetzt sehe, ist das “knapp daneben” der Präsidentenwahl in den USA leider nicht vorbei.

http://www.motherjones.com/politics/2011/09/jon-huntsman-pyramid-scheme-mlm
http://www.motherjones.com/politics/2011/09/jon-huntsman-pyramid-scheme-mlm?page=2

“Kriminelle auf der Grundlage der geltenden Gesetze zur Strecke zu bringen, ist schwer –
vor allem, wenn man es mit Gesetzen tun muß, die eben diese Kriminellen selbst gemacht haben.”
(George Bernard Blowe, http://ariplex.com/gbb/gbb_006.htm )

… und in Deutschland?

Nicht vergessen sollte man, daß PR (oder das, was dazu erklärt wird) bei diesen Dingen eine wesentliche Rolle spielt. Auch in Deutschland. Außer dem Rotlichtmilieu (mit seinen geringen Gewinnspannen) sind Bauindustrie gut und Banker dick und Pharma bestens im Geschäft.

Und wie nennt man noch dieses eklige Dings, das einem ehrenwerten Geschäftsmann den Tag vermiest? Journa…, Journa…, irgendsoein “ismus”… Aber dagegen gibt es ja Gesetze. Kann man kaufen. Wie Richter…

… und dabei habe ich das M-Wort noch nicht mal erwähnt…

Über selektive Schüchternheit der Unschüchternen

Thursday, December 6th, 2012

Warum sind die, die sich an die vorderste Front stellen und dort ihr Wissen (meist aber dessen Fehlen) verkünden, die, die also gar nicht schüchtern sind, so schüchtern, wenn es darum geht, die QUELLEN ihres Wissens anzugeben? Könnte es sein, daß da keines ist? Oder daß der Lack so dünn ist? Zu dünn ist? Durchscheinend ist?

Bei Politik verschweigt man Quellen oft; es ist ein Muß wegen der Sicherheit der Quellen – keine Frage. Aber in der Wissenschaft, und dort insbesondere in der Medizin, sind Quellen wichtig, sogar lebenswichtig. Warum also verschweigen!?

http://www.krebsforum-lazarus.ch/board5-pressemeldungen/421-wann-und-wie-tumorzellen-wandern-us-forscher-konnten-jetzt-nachweisen-dass-tumorzellen-fuer-ihre-fortbewegung-ein-genetisches-programm-nutzen/

Open source!

Das Riepl’sche Gesetz

Wednesday, December 5th, 2012

Laut dieses Artikels

http://carta.info/51464/finanzierung-des-journalismus-die-falsche-debatte/

(und Quellen-Verweis in die Wikipedia) gibt es einen Herrn Riepl. Der soll laut Wikipedia geschrieben haben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rieplsches_Gesetz

    [*quote*]
    ————————————-
    Trotz aller solchen Wandlungen ist indessen festzustellen, daß neben den höchstentwickelten Mitteln, Methoden und Formen des Nachrichtenverkehrs in den Kulturstaaten auch die einfachsten Urformen bei verschiedenen Naturvölkern noch heute im Gebrauch sind […]. Andererseits ergibt sich gewissermaßen als Grundsatz der Entwicklung des Nachrichtenwesens, daß die einfachsten Mittel, Formen und Methoden, wenn sie nur einmal eingebürgert und brauchbar befunden worden sind, auch von den vollkommensten und höchst entwickelten niemals wieder gänzlich und dauernd verdrängt und außer Gebrauch gesetzt werden können, sondern sich neben diesen erhalten, nur daß sie genötigt werden können, andere Aufgaben und Verwertungsgebiete aufzusuchen.

    […]
    – Wolfgang Riepl, 1913: [1]
    Wolfgang Riepl. Das Nachrichtenwesen des Altertums.
    Hildesheim: Georg Olms 1972, S. 4. ISBN 3-487-04218-5
    (zuerst: Leipzig: Teubner 1913).
    ————————————-
    [*/quote*]

Wie Jedermann sehen kann, sind Tontafeln auch heute noch in Gebrauch, ebenso Papyri und Baumrinde. Nur die Zahl der Anwender ist klein – und beschränkt sich auf Scherzbolde, Glückwunschkartenhersteller und -versender. Und gelegentliche Restauratoren und Archäologen und Historiker.

Das Zeitungssterben ist gar keines. Die Branche der Historiker und Restauratoren erlebt eine ungeahnte Blüte. Die Archive quellen über und die Archivatoren können ihr Glück kaum fassen: noch ECHTES Papier in der Hand zu halten!

Die nächste Generation hat es schwerer. Tablets einzulagern dürfte langweiliger sein.

Auch dem unbezahlten Journalismus geht es schlecht.

Wednesday, December 5th, 2012

Auch dem unbezahlten Journalismus, sogar der politischen Agitation, geht es schlecht.

    [*quote*]
    ————————————-
    Indymedia steht vor dem Aus
    Vom modernen Netz überholt
    ————————————-
    [*/quote*]

mehr:
http://www.taz.de/Indymedia-steht-vor-dem-Aus/!106488/

Wenn alles heruntergebrochen wird auf einzeln errreichbare Artikel, was dann?

1.
Das Herunterbrechen verhindern und nur noch Zugriff auf Pakete, die bezahlt werden nach Zeit (Monatsabo) oder Menge (Anzahl der Artkel oder Länge), oder Kombinationen.

2.
Einen Massenansturm durch sexy Themen (jawohl, sex sells!) oder andere Publikumsmagnete auslöse.

Letzteres wird ja schon länger versucht. Weil es die Surfer nichts kostet, gab es auch fast keine Proteste. Der Haken ist nur, daß hier eine Massenmanipulation betrieben wird, eine Kombination aus Steuern und Folgen der Herde angepeitscht wird. Eben dies macht das alles so ungemein gefährlich, die Grenze zur Demagogie und der interessengesteuerten Einflußnahme wird schnell und oft überschrittem. Insbesondere dann, wenn äußere Kräfte (man nennt sich “PR”) als Infiltratoren mitunter sogar Hausrecht haben bzw dieses an sich reißen.

Indymedia ist nur ein Fall von vielen, vielen, vielen. Der Brunnen verdorrt, die Karawane zieht weiter. Habe ich schon 2001, vor 11 Jahren, beschrieben:

http://www.ariplex.com/ama/ama_for1.htm

Wie will man die Masse halten? Nur über die Masse kann man die Werbung verkaufen. Oder selber Waren verkaufen – was wohl auch in den VZ ein mächtiger Reinfall war.

Ist den Verantwortlichen bewußt, in der vollen Tragweite bewußt, auf welchem verdammt schmalen Grat wir uns bewegen, und wie SIE, die Verantwortlichen, jene, die NOCH an der Macht sind, die Fahrt in die Todesspirale noch weiter zum freien Fall machen?

“Die Sondernutzung der deutschen Sprache durch Beamte sollte verboten werden.”

Wednesday, December 5th, 2012

Der Journalist WOLF SCHNEIDER

Wolf Schneider ist ein sehr munterer Journalist, der mit der “Süddeutschen Zeitung” eine Reihe von Videos gemacht hat, die ich gestern bei YouTube entdeckt habe. Inzwischen ist er 87 – und kein bißchen leise. Sein neues Buch ist von Mitte des Jahres, siehe Video am Ende der Liste.

“Die Sondernutzung der deutschen Sprache durch Beamte sollte verboten werden. Dabei ist es doch so einfach, verstaubte Ausdrücke in frisches Deutsch zu verwandeln. Wir verraten Ihnen wie – im Sprach-Videoblog von Wolf Schneider”

Zuwiderhandlung – unerlaubt!
http://www.youtube.com/watch?v=Ed3WPd1XYr0

Speak Schneider! (1): In Teufelins Küche
http://www.youtube.com/watch?v=PKnZwncYHPQ

Speak Schneider! (2): Liebe Deutschlehrer!
http://www.youtube.com/watch?v=Myj4ysTNazI

Speak Schneider! (3): Im Fokus der Bratkartoffel
http://www.youtube.com/watch?v=1RwlldeI4qI

Speak Schneider! (4): Benzin schmeckt nicht
http://www.youtube.com/watch?v=9ttdvzW1nL4

Speak Schneider! (5): Auf den Leim gegangen
http://www.youtube.com/watch?v=XNnfJc9Lme8

Speak Schneider! (8): Besorgte Terroristen
http://www.youtube.com/watch?v=S5mPEYIFlfs

Speak Schneider! (9): Liebe Blogger
http://www.youtube.com/watch?v=JD3SeSic39k

Speak Schneider! (10): Scherzkekse vom Wetteramt
http://www.youtube.com/watch?v=KtW_5B7uFOU

Speak Schneider! (18): So ist er, der Sommer
http://www.youtube.com/watch?v=llTId4d2w9E

Speak Schneider! (20) – Das hält ja keiner aus
http://www.youtube.com/watch?v=_-g5S54QHDc

Speak Schneider! (21) Selbstverwirklichung – wirklich?
http://www.youtube.com/watch?v=ZCV4fvQWNGw

Die Medien bitten zur Kasse
http://www.youtube.com/watch?v=htKXspcKli4

Zuwiderhandlung – unerlaubt!
http://www.youtube.com/watch?v=Ed3WPd1XYr0

Speak Schneider! (20) Vergesst die Balance!
http://www.youtube.com/watch?v=62ujwU8LjCg

Wolf Schneider
http://www.youtube.com/watch?v=B5yf9iBhNzk

Wolf Schneider Summerschool 2011
http://www.youtube.com/watch?v=RTVUSdEbAi4

Wolf Schneider über “Schweinegrippe-Journalismus”
http://www.youtube.com/watch?v=KrookwRhy24

Speak Schneider ! – Schöner leiden
http://www.youtube.com/watch?v=WiK9FK2Eb7g

Lob der Beleidigung!
http://www.youtube.com/watch?v=ZIPzrbAPpxA

Autor Wolf Schneider | NDR Talkshow
http://www.youtube.com/watch?v=A13eU-dbW68
“Published on Jul 23, 2012
Der Journalist Wolf Schneider ist Koryphäe, Sprachkritiker und
Sprachstillehrer – und ehemaliger NDR Talk Show Moderator.
Nun erscheint sein Buch “Die Wahrheit über die Lüge””

Ein kleine, aber sehr gut gewürzte Hommage an Wolf Schneider:

“Die Wahrheit
Auf dem Speakwalk
11.05.2012
Die neue Kollektion des Sprachzaren Wolf Schneider. von Leo Fischer”

http://www.taz.de/!93136/

Netznazis und die Grenzen der Scham

Wednesday, October 31st, 2012

Der so oft beschworene Citizen-Journalismus stellt eine größere Gefahr da als den Menschen bewußt ist, bzw als die ihn ausbeutenden Firmen (Namen fangen mit “B” – und vor allem mit “B” – an…) zugeben wollen.

(Video: http://www.youtube.com/watch?v=bX_Ao2_XQTI&feature=related)

Was in dem Video ausgekostet wird, ist nur ein mikroskopischer Teil der Vorgänge. Wie ungeheuerlich die Welle ist, die im Netz rollt, zeigen die Zahlen in

http://diepresse.com/home/techscience/internet/sicherheit/1306874/Fotos-aus-Social-Networks-tauchen-oft-auf-SexSites-auf

Und DAS ist noch nicht einmal der Anfang. Sobald Bilder in bewegte Szenen gemorpht werden können, DANN geht der Krieg los.

Hier ist noch eine Ergänzung:

http://www.goslarsche.de/Home/startseite/harzticker_arid,276205.html

Wer diesen Vorfall in Braunlage für eine Ausnahme hält, der irrt sich; der irrt sich gewaltig. Ich kann mich noch an wilde Kriegsszenen im Netz erinnern während der ersten Jahre, in denen ich im Internet war. Da waren es unter anderem GERADE LEHRER, die mit übergroßer Schnauze über Andere im Netz herfielen, weil jene Anderen es nicht gut fanden, daß diese Lehrer ihre Schüler ZWANGEN, mit vollem Namen (“Realname”, siehe “Realnamen-Diskussion”) im (Internet)unterricht weltweit sichtbar (also nicht in abgeschotteten hausinternen Netzen) aufzutreten.

DIESE “LEHRER” (und “Journalisten”) sind Säulen der Gesellschaft. Damals rissen sie die Schnauze auf und mobbten und schikanierten Andersdenkende im In- und Ausland. (Ein Tierarzt in der Schweiz bekam das intensiv zu spüren.)

Diese “Lehrer” und “Journalisten” und “Netzaktivisten” und “Bürgerrechtler” und “Datenschutzexperten” und “‘Privacy’vorkämpfer” (jawohl, man glaubt seinen Augen nicht, wenn man sieht, WO diese Herrschaften sich hervortaten und wofür sie ÖFFENTLICH GERÜHMT wurden und werden) haben 2 Jahrzehnte lang die Rechte von Anderen mit Füßen getreten.

Und sie sind sich, selbstverständlich, keiner Schuld bewußt … nie einer gewesen.

Und sie reißen ihre Schnauze immer noch auf.